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DE1081866B - Brombehaelter - Google Patents

Brombehaelter

Info

Publication number
DE1081866B
DE1081866B DED25623A DED0025623A DE1081866B DE 1081866 B DE1081866 B DE 1081866B DE D25623 A DED25623 A DE D25623A DE D0025623 A DED0025623 A DE D0025623A DE 1081866 B DE1081866 B DE 1081866B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
bromine
container
coating
copper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED25623A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Martin Petzold
Dr Karl Rinn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED25623A priority Critical patent/DE1081866B/de
Publication of DE1081866B publication Critical patent/DE1081866B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C11/00Alloys based on lead
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/09Bromine; Hydrogen bromide
    • C01B7/096Bromine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen druckfesten Eisenbehälter für die Aufnahme und insbesondere für den Transport von Brom. Infolge der ungünstigen korrosionschemischen Eigenschaften von flüssigem und dampfförmigem Brom hat bisher die Handhabung von Brom für technische Prozesse erhebliche Schwierigkeiten bereitet; auch hat man möglichst davon abgesehen, größere Mengen an Brom über längere Strecken zu transportieren. Für die Aufbewahrung von Brom sind bisher meist Behälter aus Keramik oder Glas verwendet worden, die wegen der Bruchgefährdung im Normalbetrieb überhaupt nicht oder nur unter besonders aufwendigen Vorsichtsmaßregeln benutzt werden konnten. Es sind auch Brombehälter bekannt, bei denen in Kombination mit bestimmten Maßnahmen Bleiauskleidungen vorhanden sind.
So werden z. B. nach der deutschen Patentschrift 694 408 mit Blei ausgekleidete Behälter für die Lagerung und den Transport einerBrommolekülverbindungbenutzt, die ausgesprochen deswegen hergestellt wird, um dem Brom seine Aggressivität im dampfförmigen oder flüssigen Zustand zu nehmen. Selbstverständlich stellt die Notwendigkeit der Überführung des Broms in eine Molekülverbindung zum Zwecke der Lagerung und des Transports einen untunlichen Aufwand dar, dessen Vermeidung einen technischen Fortschritt bedeuten würde. Über die Art des Bleis, das als Auskleidung von Behältern für die Brommolekülverbindung dient, sind in der Patentschrift keine näheren Angaben gemacht.
Die britische Patentschrift 658 828 will die in Rede stehende Aufgabe dadurch lösen, daß dem Brom ein Oxydationsmittel zur Unterdrückung der Bildung von Bromwasserstoff zugesetzt wird. Hier gilt Entsprechendes, wie oben in bezug auf die deutsche Patentschrift ausgeführt wurde. Der Zusatz einer Fremdsubstanz zum Brom kann stets zu gewissen Schwierigkeiten führen, wenn es auf ein reines Material ankommt, abgesehen davon, daß er einen zusätzlichen Aufwand an Arbeit bedeutet. In dieser Patentschrift ist ebenfalls zwar von einer Bleiauskleidung die Rede, jedoch ist keine Auswahl jener Bleisorten getroffen, die allein dem Angriff des reinen Broms, ohne daß dieser durch Zusatz von Fremdsubstanzen gehemmt wird, zu widerstehen geeignet sind.
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich nun um den Aufbau eines neuartigen stoßsicheren und druckfesten Behälters, der es auch erlaubt, größere Mengen an Brom ohne derartige Maßnahmen zu speichern oder in beliebiger Weise zu transportieren. Der Behälter besteht aus Eisen bzw. Stahl und ist auf seiner Innenseite an allen Stellen, die überhaupt mit Brom in flüssiger oder dampfförmiger Form in Berührung kommen können, mit einer homogenen dichten Bleischicht überzogen. Der mit Blei ausgekleidete Brombehälter ist dadurch gekennzeichnet, daß derBleiüberzugweniger als je 0,01 % Wismut und/oder Kupfer enthält und praktisch frei von Nickel
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler,
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
Dr. Karl Rinn, Darmstadt,
und Dipl.-Ing. Martin Petzold, Bad Homburg v. d. Höhe, sind als Erfinder genannt worden
ist. Jeder Korrosionsangriff des Broms auf die eigentliche tragende Wand des Behälters wird dadurch mit Sicherheit ausgeschaltet. Die eigentliche Erfindung liegt daher in der Verwendung von bestimmten Bleisorten mit hinsichtlich der wesentlichen Verunreinigungen definierten Maximalgehalten.
Bevorzugt weist der Behälter gemäß der Erfindung eine Bleiauskleiduhg auf, die weniger als 0,Q08 °/0 Wismut und 0,005 °/0 Kupfer enthält. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß bei Einhaltung dieser Zusammensetzung die Bleiauskleidung einen ausreichenden Schutz gegen jede Veränderung des Broms und jeden Angriff des Eisenbehälters, der den eigentlichen Tragkörper darstellt, bietet.
Daß es sehr entscheidend auf die beschriebene Auswahl der Bleisorten ankommt, erhellt aus den durchgeführten Korrosionsversuchen. Dabei wurden für eine große Anzahl von Bleisorten die Gewichtsverluste in Prozenten der eingesetzten Bleiprobe bestimmt. Verglichen wurden beispielsweise folgende Sorten:
1. Sonderblei (normal mit 0,014 % Wismut und 0,002 °/„ Kupfer),
2. Sonderblei als Feinblei (Verunreinigungen wie 1),
3. Blei mit 0,004 °/0 Wismut und 0,003 °/0 Kupfer,
4. Feinblei A mit 0,008 % Wismut und 0,0004% Kupfer,
5. Feinblei B mit 0,003 % Wismut und 0,0005 % Kupfer.
Die Gewichtsverluste nach 21tägiger Lagerungsdauer, wobei die 3 mm starken Bleche zur Hälfte in flüssiges Brom eintauchten, ergaben sich wie folgt:
Probe Nr. %
1 1,45
2 1,18
3 0,51
4 0,28
5 0,24
009 510/292
Die obigen Bestimmungen lassen erkennen, daß die Gewichtsverluste bei den Bleisorten, die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgewählt sind, in der Tat auch bei langer Versuchsdauer nur geringe Beträge erreichen und sich diese Bleisorten somit deutlich von den übrigen Vergleichsmaterialien unterscheiden.
Ein wesentlicher technischer Fortschritt wird darin gesehen, daß es bei Verwendung der ausgewählten Bleisorten nicht mehr notwendig ist, dem Brom selber irgendwelche hemmenden Zusätze in Form von Oxydationsmitteln zu geben oder es gar zunächst in eine Molekülverbindung überzuführen, um es lagerfähig zu machen.
Man kann die Stabilität der Bleischutzschicht noch erhöhen, indem diese mit einem vorzugsweise dünnen Überzug aus einer unlöslichen bzw. schwerlöslichen Blei-Verbindung versehen wird. Als solche kommt neben Bleibromid vor allem Bleisulfat in Betracht. Ein solcher Überzug kann von vornherein auf das Blei vor erstmaliger Benutzung des Behälters aufgebracht oder auch im gefüllten Behälter erzeugt werden. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise dem Brom, mit dem der Behälter beschickt wird, eine untergeordnete Menge an Schwefelsäure zusetzen, durch die die Sulfatschicht auch bei etwa eintretender Verletzung neu gebildet und ergänzt wird.
Die äußere Ausgestaltung des Behälters gemäß der Erfindung ist aus der Abbildung zu ersehen. Der Behälter besteht im wesentlichen aus dem eigentlichen Trägerkörper 11 aus Eisen- bzw. Stahlblech, dessen Stärke je nach der gewünschten Druckbeanspruchung gewählt wird. Die gesamte Innenfläche des Behälters, einschließlich aller innen befindlichen Armaturen, ist mit einer fest anliegenden dichten Bleischicht 12 überzogen, die durch die erfindungsgemäßen Maximalgehalte an metallischen Verunreinigungen gekennzeichnet ist.
Am oberen Teil befindet sich der mit Flanschen 13 befestigte Deckel, der drei Stutzen 14,15 und 16 trägt. Die Stutzen sind ihrerseits, wie aus der Abbildung ersichtlich, mit Flanschendeckeln verschlossen. Der mittlere Stutzen 15 ist mit einem bis etwa auf den Boden des Behälters reichenden Eintauchrohr 17 verbunden. Der Behälter kann außerdem noch Stützen oder Aufhängevorrichtungen, die im einzelnen in der Abbildung nicht wiedergegeben sind, aufweisen, um die Aufhängung in Gestellen oder Transportvorrichtungen zu ermöglichen. Alle Armaturen, soweit sie mit Brom in Berührung kommen, d. h. also die Flanschenflächen, die Verbindung der Stutzen mit dem Behälterkörper und die Deckel der Stutzen, sind ebenso wie das Eintauchrohr 17 mit dem erfindungsgemäßen Bleiüberzug versehen, der jede unmittelbare Berührung des eisernen Tragkörpers mit dem Brom ausschaltet.
Die Stutzen 14,15 und 16 dienen bei dem Gebrauch des Behälters der Befüllung und Entleerung, wobei beispielsweise durch den Stutzen 16 das Brom eingeführt wird, während die Entlüftung durch den Stutzen 14 erfolgt. Die Entleerung wird in der Weise vorgenommen, daß einer der beiden Stutzen 14 oder 16 zur Einführung von Druckgas dient und das Brom durch das lange Rohr 17 und den Stutzen 15 aus dem Behälter hinausgedrückt wird. Zum Füllen und Entleeren ist eine Lösung des Behälterdeckels nicht erforderlich; dieser dient lediglich zum Öffnen des Behälters zum Zwecke der Reinigung.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Behälter mit Bleiauskleidung zum Lagern und Transportieren von Brom, dadurch gekennzeichnet, daß der Bleiüberzug weniger als je 0,01 °/0 Wismut und/oder Kupfer enthält und praktisch frei von Nickel ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bleiüberzug nicht mehr als 0,008 % Wismut und/oder 0,005% Kupfer enthält.
3. Behälter nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bleiüberzug mit einer vorzugsweise dünnen Überzugschicht aus einer schwerlöslichen Bleiverbindung wie Bleisulfat versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 457209, 694408;
britische Patentschrift Nr. 658 828.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© O09 510/292 5.
DED25623A 1957-05-17 1957-05-17 Brombehaelter Pending DE1081866B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED25623A DE1081866B (de) 1957-05-17 1957-05-17 Brombehaelter

Applications Claiming Priority (1)

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DED25623A DE1081866B (de) 1957-05-17 1957-05-17 Brombehaelter

Publications (1)

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DE1081866B true DE1081866B (de) 1960-05-19

Family

ID=7038596

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DED25623A Pending DE1081866B (de) 1957-05-17 1957-05-17 Brombehaelter

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE457209C (de) * 1925-07-28 1928-03-10 Konrad Kubierschky Dr Raffinieren von Brom
DE694408C (de) * 1937-01-24 1940-07-31 Dr Rudolf Bloch Verfahren zur Aufbewahrung und Versendung von Brom in fester Form in Metallbehaeltern
GB658828A (en) * 1948-09-25 1951-10-10 Palestine Potash Ltd Improvements in the manipulation and storage of bromine

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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GB658828A (en) * 1948-09-25 1951-10-10 Palestine Potash Ltd Improvements in the manipulation and storage of bromine

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