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Technisches
Gebiet
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Diese
Erfindung bezieht sich auf eine Halbleitervorrichtung, genauer auf
eine Halbleitervorrichtung, die mit einer Struktur ausgestattet
ist, die für das
Montieren eines relativ großen
Halbleiterchips geeignet ist, sowie mit einer Struktur, die für die Montage
eines Halbleiterchips auf einer flexiblen Leiterplatte geeignet
ist, welche häufig
in Quarzuhr-Anwendungen verwendet wird.
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Stand der
Technik
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Bei
der Montage eines Halbleiterchips auf einer Leiterplatte, wie z.
B. in 7 gezeigt ist,
wird ein Gießmittel 55 durch
ein Vorrichtungsloch 53 eingespritzt, nachdem der Leiter 521 des
auf der Leiterplatte 51 ausgebildeten leitenden Musters 52,
der in das Vorrichtungsloch 53 ragt, mit der Erhebung 541 des Halbleiterchips 54 verbunden
worden ist. Dieser Leiter 521 ist gewöhnlich nach unten gerichtet
ausgebildet, um einen Kurzschluss zwischen der Kante des Halbleiterchips 54 und
dem leitenden Muster 52 zu verhindern.
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Bei
diesem Typ von Montagestruktur wird jedoch der Leiter 521 bis
zu einem großen
Ausmaß gebogen,
mit dem Ergebnis einer Erhöhung
der Dicke der Halbleitervorrichtung. Während des Leiterformungsprozesses
führt ferner
eine Zunahme der Anzahl der Leiter 521 ebenfalls zu einer
Zunahme der Unregelmäßigkeit
der Form und der Position jedes Leiters. Bei der Montage eines großen Halbleiterchips 54 führen folglich
diese formbezogenen Unregelmäßigkeiten
dazu, dass einige der Erhebungen 541 nicht mit den Leitern 521 verbunden
werden. Ferner muss das Vorrichtungsloch 55 vergrößert werden,
wenn die Größe des Halbleiterchips 54 zunimmt,
wodurch die ebene Fläche
der Halbleitervorrichtung zunimmt. Aus diesem Grund kann dieses Montageverfahren
in elektronischen Geräten,
wie z. B. Quarzuhren, die eine kleine Größe erfordern, nicht verwendet
werden.
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Ein
mögliches
Verfahren zum Erhöhen
der Stabilität
gegenüber
einem Verziehen und dergleichen bei der Montage eines großen Halbleiterchips 54 ist
folgendes. Auf der Seite des Halbleiterchips 54 werden
Verstärkungs-Behelfserhebungen
ausgebildet, die von der internen Schaltung elektrisch isoliert sind.
Die Verbindung in den zusätzlichen
Flächen,
die durch diese Behelfserhebungen verfügbar gemacht werden, wird verwendet,
um die Verbindungsfestigkeit zwischen dem Halbleiterchip 54 und
der Leiterplatte 52 zu erhöhen. Die bei diesem Typ von
Struktur verwendete Behelfserhebungsverbindung erfordert jedoch
ebenfalls einen Formungsprozess, sodass die obenerwähnten Probleme
bezüglich
des Formungsprozesses nicht eliminiert werden können.
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Eine
weitere Montagestruktur, die geeignet ist, ein dünnes Halbleitervorrichtungsprofil
zu erreichen, verwendet ein Verfahren, bei dem eine auf dem Halbleiterchip 61 ausgebildete
Loterhebung 62 unter Druck erwärmt wird und mit dem leitenden
Muster 64 der Leiterplatte 63 verbunden wird,
wie in 8 gezeigt ist.
Da bei diesem Typ von Montagestruktur ein Teil der Leiterplatte 63 die
aktive Fläche
des Halbleiterchips 61 überlappt,
kann das leitende Muster 64 auch in diesem Überlappungsbereich
ausgebildet werden. Dies führt
zu einem hohen Grad an Mustergestaltungsfreiheit, die geeignet ist,
ein dünnes
Halbleitervorrichtungsprofil zu erreichen. Die Loterhebung 62 erfordert
jedoch einen komplizierten Fertigungsprozess, was zu hohen Fertigungskosten
führt.
Da ferner der Halbleiterchip 61 während des Prozesses der Montage
des Halbleiterchips 61 auf der Leiterplatte 63 zuerst
erwärmt
und anschließend
gekühlt werden
muss, macht es der resultierte lange Fertigungsdurchlauf schwierig,
die Kosten zu reduzieren.
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In
der Montagestruktur, die diese Art von Loterhebung 62 verwendet,
umfassen mögliche
Verfahren zum Verhindern eines Kurzschlusses zwischen der Leiterplatte 63 um
dem Halbleiterchip 61 das Erhöhen der Dicke der Loterhebung 62,
oder die Ausbildung von Behelfs-Loterhebungen. Solange jedoch Loterhebungen
verwendet werden, bleibt das obenerwähnte fertigungsbezogene Problem
erhalten.
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Ein
weiteres Verfahren zum Verbinden eines Halbleiterchips mit einer
Leiterplatte ist beschrieben in der japanischen Patentveröffentlichung
Nr. 03-126237, in der ein Halbleiterchip mittels Loterhebungen an
Leitern eines leitenden Musters auf einer Leiterplatte befestigt
wird, wobei auf den Leitern nahe den Kontaktbereichen isolierende
Abstandhalter vorgesehen sind, um sicherzustellen, dass die Leiter nicht
mit der Kante des Halbleiterchips in Kontakt kommen.
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Ein
weiteres Verfahren zum Befestigen eines Halbleiterchips an einer
Leiterplatte ist in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 62-086737
gezeigt, in der ein Halbleiterchip mit den Elektroden eines leitenden
Musters auf der Oberfläche
eines isolierenden Substrats verbunden wird, wobei zwischen den Leitern
des leitenden Musters Löcher
im Substrat ausgebildet werden, um einem Gießmittel zu ermöglichen,
in den Raum zwischen dem Substrat und dem Halbleiterchip eingespritzt
zu werden, um den Halbleiterchip in seiner Stellung zu sichern.
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Ein
weiteres Verfahren zum Befestigen eines Halbleiterchips auf einem
Substrat ist in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 63-95639 gezeigt, die
ein Substrat beschreibt, das ein leitendes Leitermuster für die Verbindung
mit einem Halbleiterchip trägt,
in welchem die Leiterabschnitte des leitenden Musters, die mit dem
Halbleiterchip verbunden werden, über Löcher im Substrat hervorstehen.
Die Löcher
im Substrat sind mittels eines Überlagerungsbereiches
getrennt, der den Halbleiterchip überlappt, um den Halbleiterchip
sicher am Substrat zu montieren.
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Ein
weiteres Verfahren zum Befestigen eines Halbleiterchips an einem
Substrat ist in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 53-123074
gezeigt, in der ein Halbleiterchip mit Leitern kompressionsverbunden
wird, die durch ein Substrat unterstützt sind, wobei zusätzlich zu
Verbindungsvorsprüngen,
die auf dem Halbleiterchip vorgesehen sind, zusätzliche Abstandhaltervorsprünge vorgesehen
sind, um sicherzustellen, dass die Leiter nicht die Kanten des Halbleiterchips
berühren
können.
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Um
diese Probleme zu lösen,
versucht die Erfindung, Halbleitervorrichtungen mit dünneren Profilen
und geringeren Kosten zu schaffen, während eine Haltbarkeit erreicht
wird, die gegenüber
derjenigen überlegen
ist, die unter Verwendung herkömmlicher
Montagestrukturen erreichbar ist, selbst wenn Einzelpunkt- oder
Gruppenverbindungsverfahren verwendet werden. Außerdem soll die Erfindung Halbleitervorrichtungen
mit verbesserter Mustergestaltungsfreiheit schaffen.
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Offenbarung
der Erfindung
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In
einem ersten Aspekt schafft diese Erfindung eine Halbleitervorrichtung,
umfassend: eine Leiterplatte, auf der ein leitendes Muster auf einem isolierendem
Substrat ausgebildet worden ist, einen Halbleiterchip, der über einem
Vorrichtungsloch der Leiterplatte angeordnet ist, und mehrere Abstandhalter;
wobei ein Leiterabschnitt des leitenden Musters, der in das Vorrichtungsloch
ragt, mit Verbindungselektroden (Bonding-Elektroden) des Halbleiterchips verbunden
ist und die Leiterplatte einen Überlagerungsbereich
aufweist, der den Halbleiterchip überlappt, wobei der Überlagerungsbereich
ausgebildet wird durch Überlagern
eines Teils des isolierenden Substrats und des leitenden Musters,
wobei das leitende Muster so auf dem Teil des isolierenden Substrats
angeordnet wird, dass es dem Halbleiterchip zugewandt ist; dadurch
gekennzeichnet, dass die mehreren Abstandhalter auf einer Oberfläche des Überlagerungsbereichs
und nicht mit dem Halbleiterchip verbunden vorgesehen sind und/oder
auf einer Oberfläche
des Bereichs der Halbleiterchips, der den Überlagerungsbereich überlappt,
und nicht mit dem Überlagerungsbereich
verbunden vorgesehen ist, wobei wenigstens ein Abschnitt des leitenden
Musters auf einem Bereich des Substrats angeordnet ist, der zwischen
einem Abstandhalter und einem benachbarten Abstandhalter besteht,
so dass die Abstandhalter außerhalb
des Vorrichtungsloches zwischen der Leiterplatte und dem Halbleiterchip
angeordnet sind, um zwischen den beiden einen spezifizierten Spalt
aufrechtzuerhalten.
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In
einem zweiten Aspekt schafft diese Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer Halbleitervorrichtung, umfassend: eine Leiterplatte, auf der
ein leitendes Muster auf einem isolierendem Substrat ausgebildet
worden ist, wobei ein Halbleiterchip über einem Vorrichtungsloch
der Leiterplatte angeordnet wird, wobei die Leiterplatte einen Überlagerungsbereich
aufweist, der den Halbleiterchip überlappt, wobei der Überlagerungsbereich
ausgebildet wird durch Überlagern
eines Teils des isolierenden Substrats und des leitenden Musters,
wobei das leitende Muster so auf dem Teil des isolierenden Substrats
angeordnet wird, dass es dem Halbleiterchip zugewandt ist; gekennzeichnet
durch: Ausbilden mehrerer Abstandhalter auf einer Oberfläche des Überlagerungsbereichs
und/oder auf einer Oberfläche
des Bereichs des Halbleiterchips, der den Überlagerungsbereich überlappt,
wobei wenigstens ein Abschnitt des leitenden Musters auf einem Bereich
des Substrats angeordnet ist, der zwischen einem Abstandhalter und
einem benachbarten Abstandhalter besteht; und Anordnen des Halbleiterchips über dem
Vorrichtungsloch und Verbinden eines Leiterabschnitts des leitenden
Musters, der in das Vorrichtungsloch ragt, mit einer Bonding-Elektrode
des Halbleiterchips, wobei die auf der Oberfläche des Überlagerungsbereichs ausgebildeten
Abstandhalter nicht mit dem Halbleiterchip verbunden werden und/oder
die auf der Oberfläche
des Halbleiterchips ausgebildeten Abstandhalter nicht mit dem Überlagerungsbereich
verbunden werden, so dass die Abstandhalter außerhalb des Vorrichtungsloches
zwischen der Leiterplatte und dem Halbleiterchip angeordnet werden,
um zwischen den beiden einen spezifizierten Spalt aufrechtzuerhalten.
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Die
Erfindung ist z. B. dadurch gekennzeichnet, dass Behelfserhebungen
auf dem Teil des Halbleiterchips ausgebildet werden, der den Überlagerungsbereich überlappt,
sodass die Behelfserhebungen nicht mit dem leitenden Muster verbunden
werden und als Abstandhalter dienen, der einen spezifizierten Abstand
zwischen der Leiterplatte und dem Halbleiterchip aufrechterhält.
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Mit
anderen Worten, es wird automatisch ein spezifizierter Abstand zwischen
der Leiterplatte und dem Halbleiterchip durch die Behelfserhebungen aufrechterhalten,
welche während
des Verbindungsprozesses nicht abgeflacht werden und somit die gleiche
Dicke beibehalten. Dies verhindert das Auftreten eines Kurzschlusses
zwischen der Kante des Halbleiterchips und dem leitenden Muster.
Der Ausformungsprozess muss daher nicht auf die Leiter angewendet
werden, wenn entweder Einzelpunkt- oder Gruppenverbindungsverfahren
verwendet werden. Ferner beseitigt es die Notwendigkeit von Loterhebungen,
deren Kosten schwierig zu reduzieren sind. Auf Grund dieser Faktoren
ist es möglich,
eine Halbleitervorrichtung herzustellen, die eine höhere Haltbarkeit,
ein dünneres
Profil und geringere Kosten aufweist als herkömmliche Halbleitervorrichtungen.
Eine hohe Haltbarkeit wird erhalten, da die Spaltabmessung durch
die im Voraus festgelegte Anfangsdicke des Abstandhalters, z. B.
der Behelfserhebungen, bestimmt wird. Außerdem erhöhen die Behelfserhebungen nicht
die Halbleiterchipkosten, da sie gleichzeitig mit den Erhebungen
für das
Verbinden ausgebildet werden können.
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In
dieser Erfindung bedeutet "Behelf", dass keine elektrische
Schaltungsverbindung benötigt wird,
wobei die obenerwähnten
Behelfserhebungen sowie die später
erwähnten
Behelfskontaktflächen von
der internen Schaltung des Halbleiterchips elektrisch isoliert sind.
Ferner bezieht sich in dieser Erfindung eine "Erhebung" auf eine dicke Elektrode, die von Flächen, wie
z. B. der aktiven Fläche
des Halbleiterchips, hervorsteht, wobei eine "Kontaktfläche" sich auf eine Elektrode bezieht, die
nicht von der aktiven Fläche
des Halbleiterchips hervorsteht.
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Zusätzlich zu
Behelfserhebungen und Behelfskontaktflächen ist es möglich, als
Abstandshalter Behelfs-Leitermuster zu verwenden, die nicht mit anderen
elektrischen Schaltungen auf der Seite der Leiterplatte verbunden
sind und für
die keine elektrische Schaltungsverbindung erforderlich ist.
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In
dieser Erfindung ist es erwünscht,
dass das leitende Muster die Behelfserhebungen im Überlagerungsbereich überlappt.
Dies liegt daran, dass der Spalt zwischen der Kante des Halbleiterchips
und dem leitenden Muster besser aufrechterhalten werden kann, wenn
die Behelfserhebungen das leitende Muster selbst überlappen.
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Ein
weiteres Beispiel der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
ein vorstehendes leitendes Muster ausgebildet wird, das nicht mit
der Verbindungselektrode verbunden wird und als ein Abstandhalter
dient, der einen spezifizierten Abstand zwischen der Leiterplatte
und dem Halbleiterchip aufrechterhält. Auch in diesem Fall wird
automatisch ein spezifizierter Abstand zwischen der Leiterplatte
und dem Halbleiterchip durch das vorstehende leitende Muster aufrechterhalten,
welches durch den Verbindungsprozess nicht abgeflacht wird und somit
seine anfängliche
Dicke beibehält.
Aus diesem Grund ist kein Formungsprozess erforderlich, wenn entweder Einzelpunkt-
oder Gruppenverbindungsverfahren verwendet werden.
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In
diesem Fall ist es wünschenswerter,
dass die Erhebungen auf der Seite des Halbleiterchips als Verbindungselektroden
ausgebildet werden, und dass die Behelfserhebungen, die nicht mit
den Vorsprüngen
verbunden werden sollen, an denjenigen Stellen ausgebildet werden,
die den Vorsprüngen entsprechen.
Dies liegt daran, dass die Spaltabmessung proportional zur Dicke
der Behelfserhebung erweitert werden kann.
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Es
ist auch annehmbar, dass die Kontaktflächen auf der Seite des Halbleiterchips
als Verbindungselektroden ausgebildet werden und die Behelfserhebungen,
die nicht mit den Vorsprüngen
verbunden werden sollen, an denjenigen Stellen ausgebildet werden,
die den Vorsprüngen
entsprechen.
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Bei
dieser Erfindung ist es in den Fällen,
in denen die Vorrichtungslöcher
näherungsweise
einen viereckigen Umriss aufweisen, besser, wenn die Überlagerungsbereiche
in den vier Eckbereichen ausgebildet werden. Ferner ist es wünschenswert, dass
die Überlagerungsbereiche
auch auf jeder Seite der Vorrichtungslöcher ausgebildet werden. Dies
erlaubt die Aufrechterhaltung eines stabilen Abstands zwischen der
Leiterplatte und dem Halbleiterchip.
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Ferner
ist es wünschenswert,
dass ein Überlagerungsbereich
innerhalb des Vorrichtungsloches ausgebildet wird, der das Vorrichtungsloch
in mehrere Löcher
unterteilt. Dies erlaubt dem Gießmittel, sich leichter zu verteilen,
wenn es durch mehrere Löcher eingespritzt
wird. Insbesondere ist es wünschenswert,
dass der Überlagerungsbereich
die ungefähre Mitte
des Vorrichtungsloches kreuzt und dieses in mehrere Löcher unterteilt,
und dass ein Durchgangsloch in dem Abschnitt des Überlagerungsbereiches ausgebildet
wird, der der ungefähren
Mitte des Vorrichtungsloches entspricht. Dieses Durchgangsloch soll
das Entweichen von Luft erleichtern, wenn ein Gießmit tel
eingespritzt wird.
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Wenn
das Vorrichtungsloch in mehrere Löcher unterteilt wird, kann
ferner ein leitendes Muster, das eine Fläche aufweist, die das Loch
kreuzt, ausgebildet werden, wenn die Verdrahtung auf der aktiven
Seite des Halbleiterchips positioniert wird. Dieser Typ von Kreuzungsbereich
ist sehr stabil, da er durch den Überlagerungsbereich unterstützt und
verstärkt wird.
Es wird somit möglich,
die Gestaltungsfreiheit des Verdrahtungsmusters zu erhöhen.
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Kurzbeschreibung
der Figuren
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1 ist eine Draufsicht der
Konfiguration der Halbleitervorrichtung die sich auf das Arbeitsbeispiel
1 der Erfindung bezieht.
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2(a) zeigt eine Längsschnittansicht
der 1 längs der
Linie I-II; während 2(b) eine Längsschnittansicht
der 1 längs der
Linie I-III zeigt.
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3(a) ist eine Längsschnittansicht,
die schematisch die Struktur einer Halbleitervorrichtung bezüglich des
Arbeitsbeispiels 1 der Erfindung vor dem Verbinden zeigt, während 3(b) eine Längsschnittansicht
ist, die schematisch die Struktur der Halbleitervorrichtung im Arbeitsbeispiel
1 der Erfindung nach dem Verbinden zeigt.
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4(a) ist eine Längsschnittansicht,
die schematisch die Struktur einer Halbleitervorrichtung bezüglich des
Arbeitsbeispiels 2 der Erfindung vor dem Verbinden zeigt, während 4(b) eine Längsschnittansicht
ist, die schematisch die Struktur der Halbleitervorrichtung im Arbeitsbeispiel
2 der Erfindung nach dem Verbinden zeigt.
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5(a) ist eine Längsschnittansicht,
die schematisch die Struktur einer Halbleitervorrichtung bezüglich des
Arbeitsbeispiels 3 der Erfindung vor dem Verbinden zeigt, während 5(b) eine Längsschnittansicht
ist, die schematisch die Struktur der Halbleitervorrichtung im Arbeitsbeispiel
3 der Erfindung nach dem Verbinden zeigt.
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6 zeigt ein weiteres Arbeitsbeispiel
der Erfindung und ist eine Quer schnittsansicht, die schematisch
den Verbindungsprozess zeigt, der das Gruppenverbindungsverfahren
verwendet, das für die
Halbleitervorrichtung bezüglich
des Arbeitsbeispiels 1 verwendet worden ist.
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7 ist eine Längsschnittansicht,
die die Konfiguration einer herkömmlichen
Halbleitervorrichtung zeigt.
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8 ist eine Längsschnittansicht,
die die Konfiguration einer weiteren herkömmlichen Halbleitervorrichtung
zeigt.
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Ideale Ausführungsform
der Erfindung
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Die
Halbleitervorrichtungen bezüglich
der Erfindung werden im Folgenden mit Bezug auf verschiedene Figuren
erläutert.
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Arbeitsbeispiel 1
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1 zeigt die Draufsicht der
Halbleitervorrichtung, die sich auf des Arbeitsbeispiels 1 der Erfindung
bezieht. 2(a) zeigt
eine Längsschnittansicht
der 1 längs der
Linie I-II; während 2(b) eine Längsschnittansicht
der 1 längs der
Linie I-III zeigt.
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In
den 1, 2(a) und 2(b) wird
die Halbleitervorrichtung 1 im Beispiel als Schaltungsblock
in einer analogen Multifunktions-Elektronikuhr verwendet und umfasst
eine Leiterplatte 2 und einen Halbleiterchip 3,
der eine CPU enthält.
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Der
aktive Bereich 30 des Halbleiterchips 3 weist
eine Größe von etwa
5 mm × 5
mm auf, worauf 36 Erhebungen 31 ausgebildet worden sind,
die eine Verbindung erfordern. Halbleiterchips, die gewöhnlich für Quarzuhren
verwendet werden, weisen eine Größe von etwa
2 mm × 2
mm auf und besitzen mehr als zehn Erhebungen. Somit besitzt der
Halbleiterchip 3 in diesem Beispiel im Vergleich zu einem
gewöhnlichen
Halbleiterchip näherungsweise
das Sechsfache der Fläche
und mehr als das Doppelte der Anzahl der Verbindungsstellen.
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Die
Leiterplatte 2 umfasst ein flexibles Substrat 21,
das aus einem näherungsweise
130 μm dicken
Polyimid-Kunstharzband gefertigt ist, und ein leitendes Muster 22 (Leiter),
das auf diesem Substrat 21 integriert ist. Das leitende
Muster 22 ist eine leitende Komponente, die erzeugt wird,
wenn die Kupferfolie, die auf dem Substrat 21 haftet, zu
einem spezifischen Muster geformt wird, auf dem eine Goldplattierung
von etwa 1 μm
Dicke aufgebracht worden ist.
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Der
Bereich des Substrats 21, der der Position des Halbleiterchips 3 entspricht,
wurde von der Leiterplatte 2 entfernt, um ein Vorrichtungsloch 23 auszubilden,
das näherungsweise
einen viereckigen Umriss aufweist. Der Halbleiterchip 3 wird
auf diesem Vorrichtungsloch 23 positioniert und befestigt.
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Diese
Befestigungsstruktur wird später
genauer erläutert.
Bei dieser Struktur wird jedoch das Vorrichtungsloch 23 mit
einem Gießmittel 4 gefüllt, nachdem
die Leiter 221, die Teil des leitenden Musters 22 sind
und in das Vorrichtungsloch 23 ragen, mit den Erhebungen 31 des
Halbleiterchips 3 unter Verwendung des Einzelpunkt-Verbindungsverfahrens Stelle
für Stelle
verbunden worden sind. Die Breite der Bahnen 221 ist schmaler
als diejenige der anderen leitenden Muster 22, wodurch
es einfacher wird, diese mit den Erhebungen 31 zu verbinden.
Hierbei werden die Erhebungen 31 abgeflacht, wenn sie mit den
Leitern 221 verbunden werden, wobei die Leiter 221 leicht
nach unten gebogen werden.
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In
einer Halbleitervorrichtung 1, die den Typ der Verbindungsstruktur
dieses Beispiels aufweist, wurden die Überlagerungsbereiche 211 der
Leiterplatte 2, die mit den Ecken des Halbleiterchips 3 überlappen,
in den vier Eckbereichen A, B, C und D des Vorrichtungsloches 23 ausgebildet.
Ferner wurden Behelfserhebungen 32a (Abstandhalter) an
vier Stellen im aktiven Bereich 30 des Halbleiterchips 3 ausgebildet,
die mit dem Überlagerungsbereich 211 überlappen.
Diese Behelfserhebungen 32a überlappen mit den erweiterten
Breitenabstand 20 des leitenden Musters 22. Diese
breitere Breite stellt sicher, dass die Behelfserhebungen 32a mit
dem leitenden Muster 22 selbst dann überlappen, wenn der Halbleiterchip 3 leicht
fehl ausgerichtet ist. Da jedoch die Behelfserhebungen 32a nicht
mit irgendwelchen internen Schal tungen des Halbleiterchips 3 elektrisch
verbunden sind, können
sie keine Fehlfunktion der Halbleitervorrichtung 1 hervorrufen.
Obwohl die Behelfserhebungen 32a überlappen, sind sie nicht mit dem
leitenden Muster 22 (den Leitern 221) verbunden.
Folglich werden die Behelfserhebungen 32a nicht abgeflacht
und behalten ihre anfängliche
Dicke, im Gegensatz zu den Erhebungen 31.
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Ein Überlagerungsbereich 212 der
Leiterplatte 2 wurde ebenfalls innerhalb des Vorrichtungsloches 23 ausgebildet,
welcher den Halbleiterchip 3 überlappt. Der Überlagerungsbereich 212 durchdringt
die ungefähre
Mitte des Vorrichtungsloches 23 und ist mit der ungefähren Mitte
jeder der vier Seiten verbunden. Behelfserhebungen 22b (Abstandhalter) wurden
an vier Stellen im aktiven Bereich 30 des Halbleiterchips 3 ausgebildet.
Diese Behelfserhebungen 32b sind mit keiner der internen
Schaltungen des Halbleiterchips 3 elektrisch verbunden.
Da ferner die Behelfserhebungen 32b nicht mit dem leitenden Muster 22 (Leiter 221)
verbunden sind, werden sie nicht abgeflacht, wodurch sie ihre ursprüngliche
Dicke beibehalten, im Gegensatz zu den Erhebungen 31.
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Eine
Produktivität
auf hohem Niveau kann bei der Halbleitervorrichtung 1,
die auf diese Weise konfiguriert ist, erreicht werden, da keine
Loterhebungen verwendet werden. Wie in 2(a) und (b) gezeigt
ist, wird außerdem
automatisch ein Spalt t1 zwischen der Leiterplatte 2 und
dem Halbleiterchip 3 durch die Behelfserhebungen 32 (32a und 32b)
mit einer Dicke äquivalent
zu denjenigen der Behelfserhebungen aufrecht erhalten. Dies verhindert
das Auftreten eines Kurzschlusses zwischen dem leitenden Muster 22 und
der Kante des Halbleiterchips 3.
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Da
ferner die Dicke der Behelfserhebungen 32 nicht durch den
Prozess des Verbindens der Leiter 221 mit den Erhebungen 31 beeinflusst
wird, wird die Abmessung des Spalts t1 durch die anfänglich spezifizierte
Dicke der Behelfserhebungen 32 bestimmt. Da ferner die
Behelfserhebungen 32 das leitende Muster 22 überlappen,
halten sie den Spalt t1 zwischen dem leitenden Muster 22 und
dem Halbleiterchip 3 zuverlässig aufrecht, wodurch eine
hohe Haltbarkeit der Halbleitervorrichtung 1 sichergestellt
wird. Ferner erhöhen
die Behelfserhebungen 32 nicht die Kosten des Halbleiterchips 3,
da sie gleichzeitig mit den Verbindungserhebungen 31 ausgebildet
werden können.
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Wie
in 3(a) schematisch
gezeigt ist, welche eine Längsschnittansicht
vor dem Verbindungsprozess ist, wurden freie Behelfserhebungen 34 und 35 im
aktiven Bereich 30 ausgebildet, welche weder elektrisch
benötigt
werden noch für
die Aufrechterhaltung des Spalts t1 verwendet werden. Diese freien Behelfserhebungen
sind zusätzlich
zu den Erhebungen 31 vorhanden, die elektrisch erforderlich
sind, und zu den Behelfserhebungen 32, die zum Aufrechterhalten
des Spalts t1 notwendig sind. Die freie Behelfserhebung 34 ist
innerhalb des Bereiches angeordnet, indem das Vorrichtungsloch 23 ausgebildet worden
ist. Obwohl die freie Behelfserhebung 35 innerhalb des
Bereiches angeordnet ist, in dem der Überlagerungsbereich 212 ausbildet
worden ist, berührt
sie nicht die Leiterplatte 2, da dort kein leitendes Muster 22 ausgebildet
worden ist, wie in 3(b),
einer Längsschnittansicht
nach dem Verbindungsprozess, gezeigt ist. Wenn freie Behelfserhebungen,
wie z. B. 34 und 35, ausgebildet werden, können diese verwendet
werden, um einen spezifizierten Spalt t1 zwischen dem Halbleiterchip 3 und
der Leiterplatte 2 z. B. dann sicherzustellen, wenn der
Ort der Überlagerungsbereiche 211 und 212 auf
der Leiterplatte 2 verändert
wird.
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Außerdem besitzt
die Halbleitervorrichtung 1 in diesem Beispiel die folgenden
Eigenschaften.
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Das
Vorrichtungsloch 23 wurde wiederum in 1 durch den Überlagerungsbereich 212 in
vier Löcher 231, 232, 233 und 234 unterteilt.
In diesem Fall muss der Kreuzungsbereich 222 des leitenden Musters 22 nur
eines der Löcher 232 durchqueren, selbst
wenn er dafür
ausgebildet worden ist, das gesamte Vorrichtungsloch 23 zu
durchqueren, und ist außerdem
durch den Überlagerungsbereich 212 verstärkt. In ähnlicher
Weise durchquert der Kreuzungsbereich 223 des leitenden
Musters 22 nur das Loch 232, wobei seine Spitze
durch den Überlagerungsbereich 212 unterstützt wird.
Folglich kann dieser Kreuzungsbereich frei in denjenigen Bereichen
positioniert werden, die dem aktiven Bereich 30 des Halbleiterchips 3 entsprechen,
wobei das resultierende leitende Muster sehr stabil wird. Da ferner
die Leiterplatte 2 durch Zurückhalten der Überlagerungsbereiche 211 und 212 innerhalb
des Vorrichtungsloches 23 verstärkt werden kann, kann die flexible
Leiterplatte 2 vor einer unnötigen Verformung geschützt werden.
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Da
ferner der Innenumfang des Vorrichtungsloches 23 durch
die Überlagerungsbereiche 211 und 212 in
einer komplizierten Form ausgebildet ist, können die Leiter 221 veranlasst
werden, entweder in Longitudinal- oder in Transversalrichtung hervorzustehen.
Der Leiter 221a kann z. B. veranlasst werden, längs des
Innenumfangs des Vorrichtungsloches 23 hervorzustehen.
Folglich können
Leiter, die in orthogonalen Richtungen zueinander angeordnet sind
(221a und 221b), auch nahe der Mitte einer Seite
des Vorrichtungsloches 23 ausgebildet werden, was einen
hohen Grad der Verdrahtungsfreiheit erlaubt. Aus diesen Gründen ist
die Halbleitervorrichtung 1 in diesem Beispiel sehr beständig, weist
einen hohen Grad an Gestaltungsfreiheit auf und kann in einem weiten
Anwendungsbereich verwendet werden.
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Außerdem wurde
der Überlagerungsbereich 212 ausgebildet,
um das Vorrichtungsloch 23 zu unterteilen, indem er durch
die ungefähre
Mitte des Vorrichtungsloches 23 läuft. Ferner wurde ein Durchgangsloch 230 in
dem Bereich des Überlagerungsbereiches 212 ausgebildet,
der der Mitte des Vorrichtungsloches 23, d. h. der ungefähren Mitte
des Halbleiterchips 3, entspricht. Diese Struktur bietet
den Vorteil einer hohen Produktivität bei der Montageverarbeitung,
wie im Folgenden erläutert
wird.
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Der
Prozess der Montage des Halbleiterchips 3 auf der Leiterplatte 2 wird
im Folgenden mit Bezug auf die 3(a) und (b) erläutert.
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Wie
in 3(a) gezeigt ist,
wird zuerst die Position des Halbleiterchips 3 relativ
zum Vorrichtungsloch 23 der Leiterplatte 2 bestimmt.
In diesem Zustand überlappt
der Überlagerungsbereich 211 mit dem
Halbleiterchip 3.
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Ausgehend
von diesem Zustand werden die Leiter 221 und die Erhebungen 31 durch
Beaufschlagen der Leiter 221 mit Ultraschallschwingungen
verbunden. Wie in 3(b) gezeigt
ist, werden als Ergebnis die Leiter 221 nach unten gebogen,
während die
Erhebungen 31 abgeflacht werden.
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Da
im Gegensatz hierzu die Behelfserhebungen 32 nicht mit
dem leitenden Muster 22 verbunden werden, behalten sie
ihre ursprüngliche
Dicke, selbst nachdem die Erhebungen 31 und die Leiter 221 verbunden
sind. Folglich wird der Spalt t1, der äquivalent ist zur anfänglichen
Dicke der Behelfserhebungen 32, zwischen der Leiterplatte 2 und
dem Halbleiterchip 3 aufrechterhalten.
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Als
Nächstes
wird das Gießmittel 4 in
das Vorrichtungsloch 23 eingespritzt. Hier wurde das Vorrichtungsloch 23 in
vier Löcher 231, 234 usw.
unterteilt, wobei das Gießmittel 4 in
jedes dieser Löcher 231, 232 usw.
eingespritzt wird. Dies erlaubt dem Gießmittel 4, gleichmäßig zu fließen. Ferner
wurde das Durchgangsloch 230 in dem Abschnitt der Überlagerungsbereiche 211 und 212,
der der Mitte des Vorrichtungsloches 23 entspricht, ausgebildet.
Durch dieses Durchgangsloch 230 kann Luft entweichen, wenn
das Gießmittel 4 eingespritzt
wird, was das gleichmäßige Fließen des
Gießmittels 4 und
somit das Erreichen einer hohen Produktivität in der Montageverarbeitung
erlaubt.
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In
diesem Beispiel überlappen
die Behelfserhebungen 32 mit dem leitenden Muster 22,
das im Überlagerungsbereich 211 der
Leiterplatte 2 ausgebildet worden ist. Wenn jedoch die
Steifigkeit des Substrats 21 relativ hoch ist, und wenn
es nicht erforderlich ist, dass die Dicke des leitenden Musters 22 zur
Abmessung des Spalts t1 beiträgt,
kann eine Struktur verwendet werden, in der die Behelfserhebungen 32 im Überlagerungsbereich 211 direkt
mit dem Substrat 21 selbst überlappen.
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Arbeitsbeispiel 2
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Die
Grundstruktur der Halbleitervorrichtung in diesem Beispiel ist die
Gleiche wie diejenige der Halbleitervorrichtung in Bezug auf das
Arbeitsbeispiel 1. Aus diesem Grund werden dort, wo die Funktionen
gleich sind, die gleichen Bezeichnungen verwendet, wobei genauere
Erläuterungen
weggelassen werden.
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4(a) ist eine Längsschnittansicht,
die schematisch den Zustand der Halbleitervorrichtung in diesem
Beispiel zeigt, bevor der Halbleiterchip mit der Halbleiterplatte
verbunden wird, während 4(b) eine Längsschnittan sicht
ist, die schematisch den Zustand zeigt, nachdem der Halbleiterchip mit
der Halbleiterplatte verbunden worden ist.
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Wie
in der Halbleitervorrichtung, die sich auf das Arbeitsbeispiel 1
bezieht, wurden in der Halbleitervorrichtung 11 dieses
in 4(a) gezeigten Beispiels
eine Erhebung 31 (Elektrode für das Verbinden), die für die elektrische
Schaltung erforderlich ist, und eine Behelfserhebung 32 (Abstandshalter),
die für
die elektrische Schaltung nicht notwendig ist, im aktiven Bereich 30 des
Halbleiterchips 3 ausgebildet. Ein Vorrichtungsloch 23 wurde
auf der Seite der Leiterplatte 2 ausgebildet, wobei der
Leiter 221 des leitenden Musters 22 in dieses
Loch ragt. Ferner weist die Leiterplatte 2 einen Überlagerungsbereich 211 auf,
der mit dem Halbleiterchip 3 überlappt, wenn dieser Halbleiterchip 3 korrekt
gegenüber
dem Vorrichtungsloch 23 positioniert ist. Ein leitendes
Muster 22 wurde ebenfalls in diesem Überlagerungsbereich 211 ausgebildet.
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In
diesem Beispiel wurde ein Vorsprung 224 (Abstandshalter),
der aus dem leitenden Muster 22 herausragt, in dem Bereich
des leitenden Musters 22 (das im Überlagerungsbereich 211 ausgebildet
worden ist) ausgebildet, der die Behelfserhebung 32 überlappt,
wenn der Halbleiterchip 3 korrekt gegenüber der Leiterplatte 2 positioniert
ist. Dieser Vorsprung 224 ist eine Erhebung, die zur Seite
der Leiterplatte 2 übertragen
worden ist.
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Wenn
daher der Leiter 221 und der Erhebung 31 durch
Beaufschlagen des Leiters 221 mit Ultraschallschwingungen
in einem Einzelpunkt-Verbindungsverfahren verbunden werden, wird
der Leiter 221 nach unten gebogen, während die Erhebung 31 abgeflacht
wird, wie in 4(b) gezeigt
ist.
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Da
im Gegensatz hierzu die Behelfserhebung 32 und das leitende
Muster 22 (Vorsprung 224) nicht verbunden werden,
behält
die Behelfserhebung 32 ihr anfängliche Form und Dicke, auch
nachdem der Leiter 221 und die Erhebung 31 verbunden
worden sind. Der Vorsprung 224 behält ebenfalls seine anfängliche
Form und Dicke. Ein Spalt t2, der äquivalent ist zur kombinierten
Dicke der Behelfserhebung 32 und des Vorsprungs 224,
wird zwischen der Leiterplatte 2 und dem Halbleiterchip 3 aufrechterhalten. Folglich
ist keine Formungsverarbeitung erforderlich, wobei kein Kurzschluss
zwischen der Leiterplatte 2 und der Kante des Halbleiterchips 3 auftritt.
Da ferner die Abmessung des Spalts t2 durch die vorgegebene kombinierte
Dicke der Behelfserhebung 32 und des Vorsprungs 24 bestimmt
wird, muss sie nicht zu konservativ festgelegt werden. Selbst eine
Halbleitervorrichtung 11, die eine Verbindungsstruktur
auf der Grundlage des Einzelpunkt-Verbindungsverfahrens verwendet,
kann daher mit einem dünnen
Profil ausgeführt
werden und eine hohe Zuverlässigkeit
erhalten.
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Ferner
erhöht
die Behelfserhebung 32 nicht die Kosten des Halbleiterchips 3,
da sie gleichzeitig mit den Erhebungen für das Verbinden 31 ausgebildet
werden kann.
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Da
die flache Struktur der Halbleitervorrichtung 11 in diesem
Beispiel die gleiche ist wie diejenige der Halbleitervorrichtung
im Arbeitsbeispiel 1, das in 1 gezeigt
ist, kann das Gießmittel 4 in
jedes der Löcher 231, 232 usw.
des Vorrichtungsloches 23 eingespritzt werden. Ferner kann
Luft durch das Durchgangsloch 230 entweichen, wenn das
Gießmittel 4 eingespritzt
wird. Das eingespritzt Gießmittel 4 kann
somit gleichmäßig fließen.
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In
diesem Beispiel überlappt
der Vorsprung 224 des leitenden Musters 22 die
Behelfserhebung 32 des Halbleiterchips 3. Wenn
jedoch der Vorsprung 224 ausreichend dick ist, kann er
den aktiven Bereich 30 des Halbleiterchips 3,
auf dem eine Isolationsbeschichtung aufgebracht worden ist, überlappen.
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Arbeitsbeispiel 3
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Die
Grundstruktur der Halbleitervorrichtung in diesem Beispiel ist die
gleiche wie diejenige der Halbleitervorrichtung, die sich auf das
Arbeitsbeispiel 1 bezieht. Aus diesem Grund werden dort, wo die Funktionen
gleich sind, die gleichen Bezeichnungen verwendet worden, wobei
genauere Erläuterungen weggelassen
werden.
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5(a) ist eine Längsschnittansicht,
die schematisch den Zustand der Halbleitervorrichtung in diesem
Beispiel zeigt, bevor der Halbleiterchip mit der Halbleiterplatte
verbunden wird, während 5(b) eine Längsschnittansicht
ist, die schematisch den Zustand zeigt, nachdem der Halbleiterchip mit der
Halbleiterplatte verbunden worden ist.
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In
der Halbleitervorrichtung 12 in diesem Beispiel in 5(a) wurde ein Vorrichtungsloch 23 auf der
Seite der Leiterplatte 2 ausgebildet, wobei ein Leiter 221 des
leitenden Musters 22 in dieses Loch ragt. Dieses leitende
Muster 22 umfasst goldplattierte Leiter. In diesem Beispiel
wurden Aluminiumkontaktflächen 38 auf
dem Halbleiterchip 3 ausgebildet, wobei der Leiter 221 nur
mit der Aluminiumkontaktfläche 38a (Elektrode
für das
Verbinden) verbunden wird. Während
die Aluminiumkontaktfläche 38a für die elektrische
Schaltung erforderlich ist, ist die Aluminiumkontaktfläche 38b mit
keiner der internen Schaltungen des Halbleiterchips 3 verbunden
und für
die elektrische Schaltung nicht erforderlich. Wie in diesem Beispiel
deutlich wird, ist diese Option kostengünstig, da keine Erhebungen
auf dem Halbleiterchip 3 ausgebildet werden.
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Die
Leiterplatte 2 weist einen Überlagerungsbereich 211 auf,
der mit dem Halbleiterchip 3 überlappt, wenn dieser Halbleiterchip 3 korrekt
gegenüber
dem Vorrichtungsloch 23 positioniert ist. Das leitende
Muster 22 wurde ebenfalls in diesem Überlagerungsbereich 211 ausgebildet.
Der Teil dieses Überlagerungsmusters 22,
der mit der Aluminiumkontaktfläche 38b überlappt,
wurde als Vorsprung 225 (Abstandhalter) ausgebildet, der
weiter herausragt als andere Teile des Musters 22. Der
Vorsprung 225 wird ausgebildet durch Stoppen des Ätzvorgangs
auf halbem Wege in dem Bereich, in dem der Vorsprung 225 ausgebildet
werden soll, wenn das leitende Muster 22 durch Ätzen ausgebildet
wird. Der Teil des leitenden Musters 22, der innerhalb
des Umfangs des Halbleiterchips 3 angeordnet ist, wird
dünner
ausgebildet, wobei der Vorsprung 225 dicker ist als dieser
Teil.
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In
der so konfigurierten Halbleitervorrichtung 12 wird der
Leiter 221 nach unten gebogen, wenn der Leiter 221 und
die Aluminiumkontaktfläche 38a durch Beaufschlagen
des Leiters 221 mit Ultraschallschwingungen im Einzelpunkt-Verbindungsverfahren verbunden
werden, wie in 5(b) gezeigt
ist. Da jedoch der Vorsprung 225 nicht mit dem Halbleiterchip 3 verbunden
wird, wird er nicht abgeflacht. Folglich tritt kein Kurzschluss
zwischen dem leitenden Muster 22 und der Kante des Halbleiterchips 3 auf,
da ein Spalt t3, der äquivalent
ist zur anfänglichen
Dicke des Vorsprungs 225, zwischen der Leiterplatte 2 und
dem Halbleiterchip 3 aufrechterhalten wird. Da ferner die Dicke
des Vorsprungs 225 sich nicht ändert, nachdem der Leiter 221 mit
der Aluminiumkontaktfläche 38a verbunden
worden ist, und die Abmessung des Spalts t3 durch die vorgegebene
anfängliche
Dicke des Vorsprungs 225 bestimmt wird, muss der Spalt
t3 nicht zu konservativ festgelegt werden. Es ist somit möglich, ein
dünnes
Profil und eine hohe Zuverlässigkeit
der Halbleitervorrichtung 12 in diesem Beispiel zu erhalten.
Da außerdem
der Vorsprung 225 einen Teil des leitenden Musters 22 verwendet,
erhöht
er nicht die Kosten der Leiterplatte 2.
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Ferner
ist die flache Struktur der Halbleitervorrichtung 12 in
diesem Beispiel die gleiche wie diejenige der Halbleitervorrichtung
im Arbeitsbeispiel 1. Das Gießmittel 4 kann
somit in jedes der Löcher 231, 232 usw.
des Vorrichtungsloches 23 eingespritzt werden. Ferner kann
Luft durch das Durchgangsloch 230 entweichen, wenn das
Gießmittel 4 eingespritzt
wird. Das eingespritzte Gießmittel 4 kann
daher gleichmäßig fließen.
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Obwohl
der Vorsprung 225 des leitenden Musters 22 in
diesem Beispiel die Aluminiumkontaktfläche 38b des Halbleiterchips 3 überlappt,
kann er z. B. den aktiven Bereich 30 des Halbleiterchips 3 überlappen,
auf den eine Isolationsbeschichtung aufgetragen worden ist.
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Andere Arbeitsbeispiele
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Zusätzlich zu
den obenerwähnten
Arbeitsbeispielen wäre
es dann, wenn ein Überlagerungsbereich,
der mit dem Halbleiterchip überlappt,
auf eine Leiterplatte ausgebildet wird, und ein Abstandhalter, dessen
Dicke sich nicht ändert,
nachdem das leitende Muster und die Erhebung verbunden worden sind, auf
diesem Überlagerungsbereich
oder auf der Oberfläche
des Halbleiterchips ausgebildet wird, die mit dem Überlagerungsbereich überlappt,
auch annehmbar, einen Vorsprung des Substrats, den die Leiterplatte
selbst umfasst, oder einen Isolationsvorsprung zu verwenden, der
aus dem aktiven Bereich des Halbleiterchips selbst hervorsteht.
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Ferner
ist es möglich,
Wirkungen ähnlich denjenigen
zu erhalten, die mit dem Einzelpunkt-Verbindungsverfahren erhalten
werden können,
indem das Gruppenverbindungsverfahren verwendet wird. Wenn das Gruppenverbindungsverfahren
verwendet wird, sollte das Verbindungswerkzeug T keine flache Bodenfläche aufweisen.
Statt dessen, wie mit der Struktur der Bodenseite des Verbindungswerkzeugs für die Gruppenverbindung
in 6 schematisch gezeigt
ist, sollte das Verbindungswerkzeug T einen konkaven Bereich T1
aufweisen, um die Überlagerungsbereiche 211 und 212 und
die Kreuzungsbereiche 222 und 223 des leitenden
Musters zu meiden.
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Mögliches
industrielles Anwendungsgebiet
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Wie
oben erläutert
worden ist, ist in der Halbleitervorrichtung dieser Erfindung ein Überlagerungsbereich,
der mit dem Halbleiterchip überlappt,
welcher auf einem Vorrichtungsloch positioniert ist, auf der Seite
der Leiterplatte ausgebildet. Ein spezifischer Spalt wird zwischen
diesem Überlagerungsbereich
und dem Halbleiterchip durch eine Behelfserhebung aufrechterhalten,
die auf der Seite des Halbleiterchips ausgebildet ist, oder durch
einen Abstandhalter, wie z. B. einen Vorsprung, der auf dem leitenden
Muster des Überlagerungsbereiches
ausgebildet ist. Da somit die Erfindung einen spezifizierten Spalt zwischen
dem Überlagerungsbereich
und dem Halbleiterchip aufrechterhalten kann, ohne die Notwendigkeit
der Formung des Leiters auf der Leiterplatte, selbst wenn ein Einzelverbindungsverfahren
verwendet wird, ist es möglich,
eine Halbleitervorrichtung mit dünnem
Profil herzustellen, um einen Kurzschluss an der Kante des Halbleiterchips
zu verhindern und eine hohe Zuverlässigkeit zu erhalten. Da ferner
der Formungsprozess weggelassen werden kann, kann ein höheres Niveau
an Produktivität
erreicht werden. Außerdem
können
Leiter in dem Bereich angeordnet sein, der dem aktiven Bereich des
Halbleiterchips entspricht, indem leitende Muster im Überlagerungsbereich
ausgebildet werden, wodurch sowohl die Mustergestaltungsfreiheit
als auch die allgemeine Anwendbarkeit des Halbleiterchips verbessert
werden.
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Wenn
Behelfserhebungen auf der Seite des Halbleiterchips ausgebildet
werden und Vorsprünge des
leitenden Musters auf dem Überlagerungsbereich
der Leiterplatte ausgebildet werden, ist es einfach, einen weiten
Spalt zwischen der Leiterplatte und dem Halbleiterchip auszubilden, äquivalent
zu den kombinierten Dicken der auf der Seite des Halbleiterchips
ausgebildeten Behelfserhebung und des Vorsprungs.
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Wenn Überlagerungsbereiche
in den vier Eckbereichen des Vorrichtungsloches vorhanden ist, ist
es möglich,
selbst in einem großen
Halbleiterchip gleichmäßige Spalten
zu erhalten. Während
ferner Überlagerungsbereiche
auch längs
der Seiten des Vorrichtungsloches ausgebildet werden, ist es möglich, auch
für einen
großen
Halbleiterchip Spalten mit noch größerer Gleichmäßigkeit
zu erhalten.
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Die
Unterteilung des Vorrichtungsloches in mehrere Löcher durch den Überlagerungsbereich
erlaubt dem Gießmittel,
gleichmäßig zu fließen, da
es durch jedes der Löcher
eingespritzt werden kann. Selbst wenn ferner ein Kreuzungsbereich,
der das unterteilte Loch durchquert, im leitenden Muster eingerichtet
ist, wird der Kreuzungsbereich durch den Überlagerungsbereich verstärkt; somit
wird die Schaltungsmustergestaltungsfreiheit verbessert, während eine
hohe Zuverlässigkeit
aufrechterhalten bleibt.
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Die
Ausbildung eines Durchgangsloches im Überlagerungsbereich, der durch
die ungefähre
Mitte des Vorrichtungsloches verläuft, erlaubt es, dass Luft durch
das Durchgangsloch entweicht, wenn ein Gießmittel eingespritzt wird;
somit wird dem eingespritzten Gießmittel ermöglicht, gleichmäßig zu fließen.