DE69422991T2 - Injektionsvorrichtung für implantate - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung betrifft eine Injektionseinrichtung für nur einmaligen Gebrauch zum Injizieren von Implantaten.
- Einrichtungen für die Injektion von Implantaten sind schon früher in der Patentliteratur beschrieben worden. Als Beispiele für Patentveröffentlichungen, die verschiedene Injektionseinrichtungen für Implantate offenbaren, können EP 304 700, EP 304 107, WO 8806905, US 4 451 254 und GB 2 199 247 erwähnt werden. EP 304 700 offenbart eine Einrichtung, deren Sterilität durch Verhindern, daß der Kolben sich zufällig von dem Gehäuse löst, verbessert wurde. Das Gehäuse ist aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt, während die Kanüle und der Kolben aus Metall hergestellt sind. EP 304 108 offenbart eine Einrichtung, die für nur einmaligen Gebrauch zum Injizieren von Implantaten bestimmt ist, in welcher Einrichtung das Gehäuse aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt ist, während die Kanüle aus Metall hergestellt ist. Das Patent bezieht sich im besonderen auf ein Element, das mit dem Kolben verbunden ist, wobei die Funktion dieses Elements darin besteht, zu verhindern, daß das Implantat zu früh nach vorwärts gedrückt wird, d. h. während der Punktion der Haut. WO 8806905 betrifft eine komplizierte Einrichtung, die für die wiederholte Verwendung zur subkutanen Implantation einer Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Implantaten, die in der genannten Einrichtung positioniert sind, in einer gewünschten Art und Weise bestimmt ist. Die Erfindung betrifft im besonderen die Ausrüstung für die Verabreichung der Implantate. US 4 451 254 offenbart auch eine Implantationseinrichtung für die Anwendung von mehreren Implantaten, wobei die genannte Implantationseinrichtung für den wiederholten Gebrauch bestimmt ist, und wobei die Implantate aus einer Patrone zugeführt werden, die auf der Seite der Implantationseinrichtung angebracht ist. Die Veröffentlichung GB 2 199 247 beschreibt eine Ausrüstung für die Implantation von Hormonimplantaten, wobei die Einrichtung, welche für nur einmaligen Gebrauch bestimmt ist, vollständig aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt ist. Es wird zunächst mit einem Skalpell ein Einschnitt in die Haut ausgeführt, wonach ein Trokar bzw. eine Hohlnadel, das bzw. die an der Kanüle angebracht ist, bis zu einer gewünschten Tiefe unter die Haut gedrückt wird. Das Trokar bzw. die Hohlnadel, dessen bzw. deren anderes Ende stumpf ist, wird zurückgezogen und umgekehrt und erneut mit dem stumpfen Ende zuerst in die Kanüle eingeführt, so daß es bzw. sie in Kontakt mit dem Implantat kommt und als ein Kolben wirkt.
- Die oben beschriebenen Implantatinjektionseinrichtungen weisen mehrere Nachteile und Mängel auf.
- Einrichtungen, die für nur einmaligen Gebrauch bestimmt sind, beinhalten die Gefahr, daß mißbräuchliche Benutzer von Arzneimitteln und verwandten Substanzen unter ihre Macht kommen können. Die für nur einmaligen Gebrauch bestimmte Einrichtung, die in der europäischen Patentveröffentlichung EP 304 107 beschrieben ist, wäre ziemlich leicht nach der Entfernung ihres Originalinhalts von Implantaten zu benutzen. Der Kolben kann frei aus dem Behälter der Medikamente herausgezogen werden, wonach der Behälter leicht mit neuen Substanzen beladen werden kann. Die Injektionseinrichtung für Implantate, die in der Patentveröffentlichung EP 304 700 beschrieben ist, enthält einen flexiblen Ring oder Bund, der auf der inneren Oberfläche des Arzneimittelbehälters angebracht ist, wobei der genannte Ring in Wechselwirkung mit einer ringförmigen Nut in dem Kolben tritt. Diese Elemente verzögern die Hin- und Herbewegung des Kolbens in dem Arzneimittelbehälter, so daß sich der Kolben nicht zufällig von dem Arzneimittelbehälter löst. Diese Teile verhindern außerdem, daß der Kolben zufällig nach vorwärts verlagert wird, bevor die Implantate verabreicht werden sollen. Jedoch kann der Kolben, wenn größere Druck- oder Ziehkräfte auf den Kolben angewandt werden, in beiden Richtungen verlagert werden, und nichts hindert den Kolben daran, vollständig herausgezogen zu werden. Es sind keine Mittel vorgesehen, um die Wiederverwendung der für den nur einmaligen Gebrauch bestimmten Einrichtung zu verhindern, die in GB 2 199 247 beschrieben ist.
- Die Sterilisierung der Einrichtungen für nur einmaligen Gebrauch wird vorzugsweise mittels Gas, z. B. Ethylenoxidgas, in einem Stadium bewerkstelligt, in dem alle die Komponenten einschließlich der Implantate in dem Implantatbehälter angeordnet sind. Die Sterilisierung durch Gammastrahlung stellt im Prinzip eine andere Alternative für die Sterilisation dar. Sie leidet jedoch an dem Nachteil, daß sie nicht von allen pharmazeutischen Substanzen toleriert wird. Die Gassterilisierung hat viel breitere Anwendungen. Die Einwegeinrichtung gemäß dem Patent EP 304 107 kann nach dem Zusammenbau der Teile nicht durch Gas sterilisiert werden, weil es keine Durchgänge gibt, durch welche das Gas in das Innere der Einrichtung eindringen könnte.
- Die Herstellungskosten der Einrichtungen für nur einmaligen Gebrauch müssen niedrig sein. Es wäre wünschenswert, alle Komponenten der Einrichtung aus Plastik bzw. Kunststoff herzustellen. Die Kanüle erzeugt ein Problem, da sie mit einer scharfen Kante für das Einschneiden der Haut ausgerüstet sein muß. In allen den beschriebenen Konstruktionen des Standes der Technik mit der Ausnahme der in GB 2 199 247 offenbarten Einrichtung ist die Kanüle aus Metall hergestellt. Die Einrichtung für nur einmaligen Gebrauch gemäß EP 304 107 ist aus Plastik bzw. Kunststoff, ausgenommen die Kanüle, die aus Metall hergestellt werden mußte.
- Das Ziel dieser Erfindung ist es, die oben beschriebenen Probleme zu überwinden und eine neuartige Einweginjektionseinrichtung für Implantate zur Verfügung zu stellen, welche nicht an den oben offenbarten Nachteilen leidet.
- Demgemäß ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Implantatinjektionseinrichtung für nur einmaligen Gebrauch, wobei die Einrichtung ein langgestrecktes Implantatgehäuse oder einen langgestreckten Implantatbehälter, eine Kanüle und einen Kolben oder einen Obturator, welcher in Längsrichtung in dem Implantatgehäuse verlagerbar ist, umfaßt. Die Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Kolbens und die innere Wand des Implantatgehäuses mit miteinander in Wechselwirkung tretenden Elementen ausgerüstet sind, welche es erlauben, den Kolben nach einwärts in das Implantatgehäuse zu verlagern, während sie das Entfernen des Kolbens aus dem Implantatgehäuse verhindern.
- Die Erfindung stellt eine sichere Einweginjektionseinrichtung für Implantate zur Verfügung, welche nach dem Gebrauch, wenn sie in den Händen von nichtautorisierten Personen ist, für die Verabreichung von irgendwelchen Substanzen nicht länger brauchbar ist, weil der Kolben nicht aus dem Implantatgehäuse entfernt werden kann, ohne ihn zu zerstören.
- Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind das Implantatgehäuse, die Kanüle und der Kolben aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt. Um die Kanüle, bevor sie gebraucht wird, ist sie vorzugsweise mit einer Schutzkappe ausgerüstet, welche auch aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt sein kann.
- Gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform sind die Wand des Implantatbehälters und die Kanüle wie auch die Schutzkappe perforiert, was es den Sterilisierungsgasen erlaubt, einzudringen. Dieser Aufbau erlaubt eine Gassterilisierung der vollständigen Einrichtung, die mit Implantaten vorbeladen ist.
- Gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform ist eine Einschnittkante oder eine Einschnittklinge an dem Körper der Einrichtung, z. B. an der Schutzkappe, angebracht. Die Ein schnittklinge wird dazu benutzt, die Haut zu durchstechen, bevor die Plastikkanüle unter die Haut gedrückt wird. Um die Einschnittklinge vor und nach dem Gebrauch zu schützen, ist ein vorstehendes Teil in nächster Nähe der Einschnittklinge konstruiert worden.
- Die Erfindung wird in näheren Einzelheiten unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert, worin
- Fig. 1 eine Seitenansicht des Implantatgehäuses und der angebrachten Kanüle veranschaulicht,
- Fig. 2 einen Längsschnitt der Einrichtung der Fig. 1 zeigt, die mit Implantaten beladen ist,
- Fig. 3 einen Längsschnitt des Kolbens der Einrichtung zeigt,
- Fig. 4 eine Seitenansicht des Implantatgehäuses und der Kanüle zeigt, die gemäß einer anderen Ausführungsform in einem Stück hergestellt sind,
- Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Einrichtung der Fig. 4 zeigt,
- Fig. 6 einen Längsschnitt durch die Schutzkappe für die Kanüle zeigt, wobei das Ende der genannten Schutzkappe mit einer Einschnittklinge und einem vorstehenden Teil für den Schutz der Einschnittklinge ausgerüstet ist,
- Fig. 7 eine Seitenansicht der Einrichtung der Fig. 6 zeigt, gesehen von der Seite der Klinge her,
- Fig. 8 die Einrichtung der Fig. 7 gemäß einer anderen Ausführungsform zeigt,
- Fig. 9 einen Querschnitt des den Kolben umgebenden Elements gemäß einer Ausführungsform zeigt,
- Fig. 10 einen Querschnitt des den Kolben umgebenden Elements gemäß einer anderen Ausführungsform zeigt.
- Die Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Implantatgehäuses 10 und der angebrachten Kanüle 11. Das Implantatgehäuse wie auch die Kanüle sind mit Löchern 60 versehen, um eine Gassterilisierung der Einrichtung zu erlauben. Das Implantatgehäuse und die Kanüle können separat hergestellt und später miteinander verbunden werden. Alternativ können diese Komponenten in einem Stück hergestellt werden. Die Fig. 4 und 5 zeigen einen Aufbau, bei dem das Implantatgehäuse und die Kanüle integral in einem Stück sind, so daß ein Ende des Gehäuses die Kanüle bildet. Das Bezugszeichen 19 bezieht sich auf den Handgriff.
- Die Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch das Implantatgehäuse und die angebrachte Kanüle, wobei das Implantatgehäuse mit zwei Implantaten 50 und 51 beladen ist. Das eine Ende 24 des Kolbens 20 in Fig. 3 wird in die Bohrung 13 des Implantatgehäuses gedrückt, und das andere Ende des Kolbens ist als ein Druckknopf 23 geformt. Die Oberfläche 21 des Kolbens ist mit Elementen 22 ausgerüstet worden, welche den Kolben umgeben. Diese Elemente 22 können später in einem separaten Stadium an dem Kolben angebracht werden, oder alternativ können der Kolben und die Elemente 22 in einem Stück hergestellt werden. Der Zweck der Elemente 22 ist es, zu verhindern, daß der Kolben aus dem Implantatgehäuse entfernt wird. Auf dem Ende des Implantatgehäuses, das bezüglich der Kanüle distal ist, ist ein Rand oder eine Kante 12 in der Position 16 geformt worden, an welcher Stelle der Querschnittsbereich der Bohrung 13 in dem Implantatgehäuse reduziert ist. Die Elemente 22 sind so geformt worden, daß sie sich nach dem Druccknopf zu biegen, wenn der Kolben nach einwärts in das Implantatgehäuse gedrückt wird, und sie sind daher fähig, durch die verkleinerte Fläche 16 hindurchzugehen. Andererseits kommt, wenn man versucht, den Kolben aus dem Implantatgehäuse zu rückzuziehen, die Oberfläche 25 des Elements 22 in Kontakt mit der Oberfläche 17 des Rands bzw. der Kante in dem verminderten Bereich. Die Bewegung des Kolbens wird gestoppt, weil sich die Elemente 22 nicht genug nach der Kanüle zu biegen können, um durch den verkleinerten Bereich 16 hindurchzugehen. Nur ein Element 22 mag vorgesehen sein, vorzugsweise zwei, wie in Fig. 3 gezeigt, oder sogar mehr. Wenn das Element 22 in die Nähe der Kanüle an das Implantatgehäuse gedrückt worden ist, verhindert es, daß sich der Kolben während der Betätigung der Einrichtung löst. Nachdem das letzte Element 22, d. h. das eine in der Nähe des Druckknopfs 22, in das Implantatgehäuse gedrückt worden ist, verhindert es die Wiederverwendung der Einrichtung für die Injektion von anderen Substanzen, weil der Kolben nicht aus dem Implantatgehäuse entfernt werden kann. Vorzugsweise ist der Querschnitt des Elements 22 angenähert als ein Halbschwalbenschwanz geformt, welcher sich nach dem Druckknopf 23 des Kolbens zu verbreitert bzw. erweitert.
- Das Element 22 kann ein kontinuierliches ringförmiges Teil sein, welches die äußere Oberfläche 21 des Kolbens umgibt. Alternativ kann es aus einem oder mehreren Teilen bestehen, die an der Oberfläche 21 des Kolbens so angebracht sind, daß sie einen umgebenden offenen oder diskontinuierlichen Ring oder Bund bilden, wie in Fig. 9 und 10 gezeigt ist.
- Das Material des Elements 22 muß flexibel genug sein, um es zu erlauben, den Kolben in das Implantatgehäuse zu drücken. Andererseits muß das Material steif genug sein, um zu verhindern, daß der Kolben daraus entfernt wird.
- Die Fig. 6 zeigt eine Schutzkappe 30 für die Kanüle, welche Kappe ebenfalls mit Löchern 60 versehen ist, um eine Sterilisierung durch Gas zu ermöglichen. Weil die Kanüle 11 aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt ist, ist sie selbst nicht scharf genug, um einen Einschnitt in der Haut zu bewirken, und daher wird eine separate Einrichtung benötigt. Für diesen Zweck ist eine separate Einschnittkante oder -klinge 40 an dem Ende der Schutzkappe 30 angebracht worden. Für den Schutz der Einschnittklinge ist ein vorstehendes Teil 31 in nächster Nähe der Einschnittklinge vorgesehen worden. Das vorstehende Teil umgibt teilweise die Spitze der Klinge 40. Das vorstehende Teil ist vorzugsweise integral mit der Schutzkappe 30. Wenn die Einrichtung in Gebrauch genommen wird, wird das vorstehende Teil 31 nach aufwärts gebogen, d. h. in der Richtung weg von der Klinge 40, wonach es längs des Reißstreifens an der Position 34 abgebrochen werden kann. Nachdem mit der Klinge 40 ein Einschnitt in der Haut gemacht worden ist, kann die Klinge 40 in die Nut 32 des losgelösten Schutzteils 31 gedrückt werden. Die Nut 32 ist mit einem Eingriffselement 33 (z. B. einem Knopf) ausgerüstet, welches mit einem entsprechenden Element 41 (z. B. einem Loch) in Eingriff tritt, das in bzw. an der Klinge 40 vorgesehen ist. Auf diese Weise wird die Klinge 40 nach der Benutzung geschützt und ist nicht gefährlich, wenn sie zerstört wird.
- In dem in den Fig. 6 und 7 gezeigten Aufbau bildet das vorstehende Teil 31, welches die Einschnittklinge schützt, ein integrales Teil mit der Schutzkappe auf der einen Seite der Klinge (in Fig. 6 oberhalb der Klinge). Fig. 8 veranschaulicht einen anderen Aufbau, worin das vorstehende Teil 31 ein halbkreisförmiges Element um die Einschnittklinge 40 herum bildet.
- Die Einschnittklinge 40 und das sie schützende vorstehende Teil 31 können auch an irgendeinem anderen Teil des Körpers der Einrichtung, z. B. dem Implantatgehäuse oder dem Druccknopf des Kolbens, angebracht werden, weil die Klinge nach dem Gebrauch in der Nut des vorstehenden Teils gut geschützt ist. Die geeignetste Position für die Klinge ist die Schutzkappe der Kanüle, weil diese Komponente während der Injektion nicht benutzt wird.
- Gemäß dem oben beschriebenen Aufbau ist das Element 22, welches bis zu einem gewissen Ausmaß flexibel ist, an dem Kolben angebracht worden. Alternativ kann das Implantatgehäuse auch mit den flexiblen Elementen ausgerüstet sein, während der Kolben mit einem starren Element ausgerüstet sein kann.
- Das Implantatgehäuse und der Kolben können außerdem mit Elementen für das Zählen der verabreichten Implantate ausgerüstet sein, z. B. in der folgenden Art und Weise: Der Kolben kann mit zwei oder mehr Rippen oder Stiften bzw. Zapfen in einem Abstand voneinander ausgerüstet sein, welcher der Länge eines Implantats entspricht. Die Stifte bzw. Zapfen stehen radial von der Oberfläche des Kolbens in unterschiedlichen Richtungen vor. Die Kante oder der Rand 12 des Implantatgehäuses ist mit einer Nut (Ausnehmung, Einbuchtung) ausgerüstet, die in der Axialrichtung des Implantatgehäuses verläuft. Der Kolben kann nur durch Drehen des Kolbens so, daß die erste Rippe in Eingriff mit der Nut tritt, in das Implantatgehäuse gedrückt werden. Wenn der Kolben um eine gewisse Strecke in das Implantatgehäuse gedrückt worden ist, z. B. eine Strecke, die der Länge von einem Implantat entspricht, wird der Kolben gestoppt, weil ein zweiter Stift bzw. Zapfen, der in einer anderen Richtung vorsteht, zur Anlage gegen den Rand bzw. die Kante 12 kommt. Nur durch Drehen des Kolbens so, daß der zweite Stift bzw. Zapfen in Eingriff mit der Nut in dem Rand bzw. der Kante 12 kommt, kann der Kolben weiter in das Implantatgehäuse gedrückt werden. Auf diese Art und Weise kann eine unbeabsichtigte Verabreichung von zu vielen Implantaten verhindert werden.
- Geeignete Plastik- bzw. Kunststoffmaterialien für die Einrichtung gemäß der Erfindung sind irgendwelche nichttoxischen, sterilisierbaren Plastik- bzw. Kunststoffmaterialien mit einer genügend steifen Struktur.
- Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist im besonderen für die Injektion von hormonhaltigen Implantaten geeignet, die für eine längere Hormonbehandlung oder als Contraceptiva zu verwenden sind. Das Endprodukt wird vorzugsweise beladen mit einem oder mehreren Implantaten geliefert.
- Der Fachmann erkennt, daß viele unterschiedliche Variationen und Adaptionen der vorliegenden Erfindung in den Bereich der unten darzubietenden Ansprüche fallen.
Claims (17)
1. Implantatinjektionseinrichtung für nur einmaligen
Gebrauch, umfassend einen langgestreckten Implantatbehälter
(10), eine Kanüle (11) und einen Kolben (20), welcher der
Länge nach in dem Implantatgehäuse verlagerbar ist, worin der
Implantatbehälter (10), der Kolben (20) und die Kanüle (11)
alle aus Plastik bzw. Kunststoff hergestellt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche (21) des
Kolbens und die innere Wand (15) des Implantatgehäuses mit
miteinander in Wechselwirkung tretenden Teilen (22, 12)
ausgerüstet sind, welche es erlauben, den Kolben einwärts in das
Implantatgehäuse zu schieben, während sie das Entfernen des
Kolbens aus dem Implantatgehäuse verhindern, und daß eine
Einschnittklinge oder -kante (40) an dem Körper (30, 10 oder
20) der Einrichtung angebracht ist.
2. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Körper der Einrichtung weiter
eine Schutzkappe (30) für den Schutz der Kanüle umfaßt, und die
Einschnittklinge oder -kante (40) an der Schutzkappe (30)
angebracht ist.
3. Einrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche (21) des
Kolbens mit einem Teil (22) ausgerüstet ist, welches die
Verlagerung des Kolbens einwärts in das Implantatgehäuse erlaubt,
und daß der Rand oder die Kante (12) des Implantatgehäuses,
der bzw. die distal zu der Kanüle ist, so geformt ist, daß
der innere Querschnittsbereich des Implantatgehäuses an der
Stelle (16) reduziert ist, und die genannte Kante bzw. der
genannte Rand als ein Anschlag für das Element (22) auf der
Oberfläche des Kolbens wirkt, wenn der Kolben nach auswärts
verlagert wird.
4. Einrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Längsabschnitt des Elements (22),
das an der Oberfläche (21) des Kolbens angebracht ist,
angenähert als ein Halbschwalbenschwanz geformt ist, welcher sich
nach dem Druckknopf (23) des Kolbens zu verbreitert.
5. Einrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Element (22) ein
kontinuierliches ringförmiges Teil ist, welches die Oberfläche (21)
des Kolbens umgibt.
6. Einrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Element (22) aus einem
oder mehreren Teilen besteht, die an der Oberfläche (21) des
Kolbens angebracht sind, so daß sie einen umgebenden offenen
oder diskontinuierlichen Ring bilden.
7. Einrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Elemente (22) an der
Oberfläche (21) des Kolbens entlang dessen Länge angebracht
sind.
8. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberflächen des Implantatgehäuses
und der Kanüle mit Löchern (60) versehen sind, durch welche
Sterilisationsgase hindurchdringen bzw. diffundieren können.
9. Einrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schutzkappe 30 zum Ermöglichen
eines Ein- bzw. Durchdringens von Sterilisationsgasen
perforiert ist.
10. Einrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß ein vorstehendes Teil (31),
das sich über die und jenseits der Einschnittklinge (40)
er
streckt, in enger Nähe zu der Klinge angeordnet worden ist,
um sie zu schützen.
11. Einrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ende des vorstehenden Teils (31)
wenigstens teilweise um die Spitze der Einschnittklinge (40)
herumgebogen ist.
12. Einrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das vorstehende Teil (31), welches
ein integrales Teil mit dem Körper (30, 10 oder 20) der
Einrichtung bildet, so angeordnet ist, daß es leicht von dem
Körper gelöst werden kann, z. B. durch Ziehen längs des
Reißstreifens (34).
13. Einrichtung gemäß Anspruch 12,
gekennzeichnet durch eine Vertiefung oder Nut (32), die in dem
vorstehenden Teil (31) angeordnet ist, wobei die Vertiefung bzw.
Nut der Form der Einschnittklinge entspricht, und durch ein
Teil (33), das auf der inneren Oberfläche der Vertiefung bzw.
Nut angeordnet ist, wobei das genannte Teil mit einem
entsprechenden Element (41), welches auf der Einschnittklinge
angeordnet ist, in Eingriff tritt, woraufhin die
Einschnittklinge nach dem Gebrauch in der Vertiefung bzw. Nut des
vorstehenden Teils geschützt ist.
14. Einrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einschnittklinge (40) und das
vorstehende Teil (31) an dem Ende der Schutzkappe (30)
angeordnet sind.
15. Kombination, umfassend eine Einrichtung gemäß
irgendeinem der Ansprüche 1 bis 14 und wenigstens ein injizierbares
Implantat (50 oder 51), das sich darin befindet.
16. Kombination gemäß Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß das Implantat (50 oder 51) ein Hormon
enthaltendes Implantat ist, welches zur längeren
Hormonbehandlung oder als Contraceptivum dient.
17. - Verpackte Kombination, umfassend eine Kombination gemäß
Anspruch 15 oder 16, worin die genannte Kombination
sterilisiert ist, und ein Verpackungsmaterial, in welchem die
sterilisierte Kombination hermetisch verschlossen bzw. abgedichtet
ist.
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