DE6941600U - Bauelement, insbesondere fuer parkettfussboeden - Google Patents
Bauelement, insbesondere fuer parkettfussboedenInfo
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Description
• ffi e · · ·*·· ·
Patentanwalt
^ Karl A. Brose
* Dipl.-lng.
1/Po - 18 583 Sunobe^-PullaoB, «l.
Die vorliegende Neuerung betrifft ein Bauelement, insbesondere ein Parkettelement, das aus einem Verschleissteil au· ;
Polymerholz und einem damit verbundenen, hölzernen Unterteil
besteht.
Bisher wurden zweischichtige Parkettelemente hergestellt, in i
denen die Verschleißschicht aus Edelholz und die Unterschiebt
aus minderwertigem Holz bestanden. Erst nachdem mit Kunststoff ,
imprägniertes und polymiertes Holz, sog. Polymerholz, bekamst ;
geworden war, hat ein derartiges zweischichtiges Parkett»la
grössere Bedeutung erlangt, weil die Verschleißschicht aus :
teurem Polymerholz dank der Versenleißhärt? des Polymerholsee
jetzt genügend dünn gemacht werden kann, so daß kommerziell befriedigende zweischichtige Parkettelemente hergestellt wer»
den können.
Ein zweischichtiges Parkettelement aus Polymerholz und normalem
Holz weist Jedoch den erheblichen Nachteil auf, daß es eine schlechte Formbeständigkeit besitzt. Dies ist dadurch
begründet, daß unbehandeltes Holz wesentlich schneller Feuchtigkeit von der Omgebungsluft aufnimmt bzw. abgibt als Polymerholz, weil normales Holz bei Luftdruckveränderungen im wesentlichen
durch seine in Längsrichtung verlaufenden Kanäle atmet, was bei Polymerholz nicht möglich ist, da dessen sämtliche Hohl·
räume im wesentlichen mit einem Polymermittel gefüllt sind. Polymerbolz kann deshalb der Anschwellung und Schrumpfung des
normalen Holzes nur langsamer folgen, was zur Entstehung von Spannungen und hierdurch zu einem Verziehen des Parkettelements
führt.
1/ie vorliegende Neuerung hat sich die Aufgabe gestellt, diese
Nachteile in möglichst grossem Umfang zu beseitigen, und das
neuerungsgemässe Bauelement ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
daß im unterteil in Längs- und/oder Querrichtung verlaufende Luftkanäle ausgeformt sind, die einen Teil der Unterfläche
des Verschleissteils aus Polymerholz für eine Strömung der Umgebungsluft freilegen.
Gemäss der Neuerung erhält man ein Element, bei dem die Dimensionsveränderungen
des Verschreissteiles aus Polymerholz
so gefördert sind, daß der Yerschleissteii den von Feuchtigkeit sVeränderungen der Umgebungsluft verursachten Dimensionsveränderungen
des Unterteils schneller folgen kann. Dank d°r in dem Unterteil ausgeformten Luftkanäle kann nämlich cL Umgebungsluft
in direkte Berührung mit der Unterfläche de >- Polymerholzteiles
gebracht werden, wodurch die Feuchtigkeitsaufnahme bzw. -abgabe des Polymerholzes beschleunigt wird. Hierdurch
kann ein Verziehen des Elements wesentlich vermindert werden.
Die günstige Wirkung der Luftkanäle eines neuerungsgemässen
Elements ist besonders bemerkbar, wenn die Oberfläche des Elements lackiert ist, was bei Parkettelementen oft der Fall
ist, wodurch Feuchtigkeit nur durch enge Seitenkanten in das Polymerholz eindringen "bzw. verdunsten kann. In einem bisher
üblichen Parkettelement muß die Feuchtigkeit erst durch den Unterteil., der aus normalen Ho-Is besteht, diffundieren, bevor sie la das Polymerholz eindringen kann. Die aeuerungsgemäeeen Luftkanäle fördern demgegenüber das Sindringen von
Feuchtigkeit in das Polymerholz und dadurch die Schnelligkeit der Dimensionsveränderungen der Polymerholzteile beträchtlich.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Neuerung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher einige Ausführungsformen
des neuerungsgemässen Bauelementes beispielsweise erläutert
sind. Es zeigt:
Fig. 1 ein Parkettelement von oben,
Fig. 2 das gleiche Bauelement von der Seite,
Fig. 3 einen Schnitt gemäss der Linie III-III,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß ier Linie IV-IV der Fig. 2, und
Fig. 5-13 einige weitere Ausführungsformen der
Neuerung, wobei jeweils A eine Bodenansi cat, B eine Seitenansicht und C einen Querschnitt veranschaulichen.
Das Parkettelement gemäss der Zeichnung enthält einen plattenförmigen
Verschleissteil 1 aus Polymerholz sowie einen plattenförmigen Unterteil 2 aus normalem Holz, z.B. Birkenholz, der in
geeigneter Weise mit dem Verschleissteil fest verbunden ist.
Gemäss der Neuerung sind in dem Parkettelement auf der Unterseite
des Unterteils schlitzartige Kanäle 3 in Längsrichtung, deren gegenüberliegenden Enden in die entsprechenden Seitenflächen 4 des Elements münden, und auf der Oberseite des Unterteils schlitzartige Kanäle 5 in Querrichtung ausgeformt worden. Es wird beme-rkt, daß die Kanäle 3 und 5 ein verzweigtes
Kanalnetz bilden, das ein effektives Strömen der Umgebungsluft sowohl im Element als auch ic das Element hinein sowie davon
heraus durch die Seitenflächen und die untere Fläche des Elements ermöglicht. Hierdurch dringt die Feuchtigkeit schneller in das Polymerholz hinein und verdunstet schneller davon
heraus, wodurch die Anschwellung bzw. Schrumpfung des Polymerholzes
in möglich* gleichem Takt wie der Unterteil beschleunigt werden kann, um ein Verziehen zu vermeiden.
Die Querkanäle 5 sind so im Element βDgeordnet, daß die Unterseite
des Unterteils, die als eine zu leimende fläche des Elements dient, möglichst beil bleibt. Wie aus der Zeichnung
ersichtlich kreuzen sich die Kanäle 3 und 5· Die Kanäle 5
können dabei, wie in Fig. 4 ersichtlich, kreisscheibenartig ausgebildet sein, um z.B. die Bearbeitung in Form von Kreissäge-
schnitten zu erleichtern.
In Fig. 5A - 50 ist ein Parkettstab oder ein sonstiges langgestrecktes
Bauelement veranschaulicht, bei welchem je ein Luftkanal 3 und 5 von der Unterseite her in den Unterteil 2
beispielsweise durch Schneiden eingeformt sind.
Bei dem Ausfübrungsbeispiel nach Fig. 6A - 60 sind jeweils
zwei Kanäle 3 und 5 von im wesentlich gleicher Ausbildung und Anordnung vorgesehen, während die Fig. 7A - 70 eine Ausführungsform mit je drei Längskanälen 3 und Querkanälen 5 in einem
langgestreckten Bauelement zeigt. In allen Fällen ist, wie in den Fig. 1-4, das Unterteil mit 2 und der Verschleißteil mit
1 bezeichnet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8A - öC sind zwei Längs
kanäle 3 und ein Querkanal 5 von der Oberseite her in die Unterlage 2 eingeformt, die hierauf mit der Verschleißschicht 1
abgedeckt wurde.
Die Ausführungsform nach Fig. 9A - 90 zeigt demgegenüber eine
Bauart, in welcher die Längskanäle 3 von der Unterseite her in dem Unterteil ausgebildet sind, während die Querkanäle 5
der Oberseite her, und zwar in Form von Kreisscheiben, welche nicht ganz bis zu den Längskanten des Bauelementes durchgehen,
vorgesehen sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Pig. 1OA - 10C sind drei
Längskanäle 3 von der Unterseite des Unterteiles 2 und zwei durchgehende Querkanäle 5 von der Oberseite des Unterteils 2
her, geformt vorgesehen.
Die Pig. 11A - 11C und 12A - 12C zeigen eine Ausfuhrungsform
der Neuerung, bei welcher ein Längskanal 3 mit Je zwei Diagonalkanälen
6 kombiniert ist, wobei die Diagonalkanäle 6 eine Art Bautenanordnung bilden. Der Längskanal 3 ist in beiden Fällen
von der Unterseite her in dem Unterteil 2 ausgebildet, während die Diagonalkanäle 6 in dem Ausführungsbeispiel, nach den Fig.
11A - 11C ebenfalls von der Unterseite her und in Fig. 121 12C
von der Oberseite her im Unterteil 2 ausgebildet sind.
Die Fig. 13A - 13C zeigen eine grössere Bauplatte, welche von
ihrer Unt( seite her mit Längskanälen 3 und Querkanälen 5 ausgebildet
sind.
Der Verschleißteil 1 besteht hierbei wie in allen anderen dargestellten Ausführungsbeispielen aus einer durchgehenden Schickt,
auf deren Unterseite das Unterteil 3 in Form zahlreicher Einselteile
angeordnet ist, welche zwischen sich jeweils die Kanäle 3 und 5 freilassen.
Die Zeichnung und die dazu gehörende Beschreibung dienern nur
zur Erläuterung der Idee der Neuerung. In Einzelheiten kamm das Element innerhalb der Schutsansprüche sehr variieren. Biee
gilt vor allem für die Form, Anzahl und Lage der Kanäle. Des
halb genügen in einigen Fällen nur Kamäle in Längs- oder Querrichtung.
Statt eimes einheitlichen Holsatücfees kann, das Mate
rial des Unterteils auch aus Latten, Spamseheiben, Furnierholz,
Faserscheiben o. dgl. bestehe*.
Claims (6)
1. Bauelement, insbesondere für Parkettfußböden, das aus einem Verscbleissteil aus Polymerholz und einem damit verbundenen,
hölzernen Unterteil besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Unterteil (2) in Längs- und/oder Querrichtung verlaufende Luftkanäle (3, 5) ausgeformt sind, die einen
Teil der Unterfläche des Verschleissteils (1) aus Polymerholz für eine Strömung der Umgebungsluft freilegen.
2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftkanäle (3, 5) miteinander verbunden sind und daß wenigstens
einige Kanäle (3) in die Seitenflächen (4) des Unterteils (2) münden, um eine Verbindung mit angrenzenden Elementen
zustande zu bringen.
3. Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftkanäle (3, 5) geradlinige Schlitze sind.
4. Element nach Ansprach 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil der Kanäle (3) von der Unterseite und ein anderer Teil (5) von der Oberseite in dem Unterteil (2) ausgebildet
sind.
5. Element nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine kreuzende Anordnung der Kanäle (3, 5)·
6. Element nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die von der Oberseite der Unterlage (2) ausgebenden Kanäle (5) kreisscheibenartig gestaltet
sind.
6941000
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