Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bogenübergabevorrichtung, die bei einer Offset-
Presse eingesetzt wird, und insbesondere auf eine Bogenübergabevorrichtung zum Transportieren
eines Bogens zwischen einer Vielzahl von Druckeinheiten, um einen Mehrfarbendruck auf einer
einzigen Oberfläche dieses Bogens oder einen Einfarbendruck auf beiden Oberflächen dieses Bogens
durchzuführen.
Beschreibung des Standes der Technik
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Drucksachen, wie Broschüren und Kataloge, werden meist unter Verwendung von Offsetpressen
gedruckt. Eine Offsetpresse ist zum Mehrfarbendruck geeignet und eignet sich auch gut zum
Massendruck. Der Einsatz von Bogendruckmaschinen, denen Druckpapierbögen gleicher Größe
einzeln zugeführt werden, um einen Druck durchzuführen, ist bei solchen Offsetpressen weit
verbreitet. In einem Modus, bei dem das Drucken auf beiden Oberflächen des Blattes erfolgen
(doppelseitiger Druck) und mit einer derartigen Bogendruckmaschine ausgeführt werden soll, muß das
Blatt umgedreht und transportiert werden.
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Wie in den Fig. 13 (a) und (b) gezeigt, ist die Offsetpresse mit einem Zuführzylinder 100 und mit
einem Übergabezylinder 101 ausgestattet, wobei ein Zuführzylinder 102 zwischen diesen Zylindern
100 und 101 und diesen benachbart angeordnet ist. Der Zuführzylinder 102 weist einen Durchmesser
auf, der doppelt so groß ist wie die der anderen Zylinder 100,101. Der Druckbogen Pa, der einem
ersten Druck unterzogen wurde, wird vom (nicht dargestellten) Druckzylinder an den Zuführzylinder
100 so übergeben, daß die bedruckte Oberfläche zum Zylinder 100 weist.
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Anschließend wird der auf dem Übergabezylinder 100 gehaltene Bogen Pa von den Greifern des
Zuführzylinders 102 an seinem vorderen Rand erfaßt und an die äußere Fläche desselben übergeben.
Der Bogen Pa wird auf dem Zuführzylinder 102 so gehalten, daß die Druckoberfläche nach außen
weist.
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In einem Modus, bei dem ein Druck auf einer einzigen Oberfläche mit zwei Farben (Einseitendruck)
durchgeführt werden soll, wie in Fig. 13(a) gezeigt, wird der vordere Rand des auf dem Zuführzylinder
102 gehaltenen Druckbogens Pa von einer Vielzahl von Haltern 103 ergriffen, die in der axialen
Richtung des Übergabezylinders 101 angebracht sind. Der Bogen wird umgedreht und dann dem
Übergabezylinder 101 zugeführt, wobei die bedruckte Oberfläche nach innen weist. Währenddessen
wird, wenn der Druckbogen Pa auf beiden Seiten bedruckt werden soll, der hintere Rand des
Druckbogens Pa, der so auf dem Zuführzylinder 102 gehalten ist, daß die bedruckte Oberfläche nach
außen zeigt, von den Haltern 103 ergriffen und dem Übergabezylinder 101 in derselben Lage, wie in
Fig. 13(b) dargestellt, zugeführt.
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Entsprechend müssen die Halter 103 des Übergabezylinders 101 den hinteren Rand des
Druckbogens Pa greifen, wenn der Druckmodus vom Einseitendruck auf den Beidseitendruck
umgestellt wird. Somit muß, wenn ein anderer Druckbogen Pa mit einer anderen Größe verwendet
wird, die Phase des Übergabezylinders 101 relativ zum Zuführzylinder 102 so eingestellt werden, daß
die Halter 103 den Bogen Pa sicher greifen können.
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Die Phaseneinstellung des Umkehrmechanismus beim Umstellen vom Einseitendruck zum
Beidseitendruck erfolgte üblicherweise durch Ändern der Phase des Antriebsrades 104 und der des
angetriebenen Rades 105, welche die Antriebskraft des Hauptmotors übertragen, wie in Fig. 14
gezeigt. Dabei werden die Schrauben 106, mit denen das Antriebsrad 104 befestigt ist, gelockert, um
das Antriebsrad 104 gemäß der Skala zu drehen. Die Phase des Antriebsrades 104 wird so
eingestellt, daß die Halter 103 des Übergabezylinders 101 den hinteren Rand des Druckbogens Pa
sicher greifen können.
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Da die Phaseneinstellung des Umkehrmechanismus, wie oben beschrieben, gewöhnlich manuell
durchgeführt wurde, bringt die Umstellung der Betriebsart vom Einseitendruck zum Beidseitendruck
oder umgekehrt einen beträchtlichen Zeitverlust mit sich, und außerdem besteht die
Wahrscheinlichkeit, daß sich aufgrund falscher Handhabung beim Umschaltvorgang eine Reihe von
Fehldrucken ereignen.
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Um diese Probleme zu lösen, schlug der Anmelder in einer früheren Anmeldung (EP-A-0,658,425)
einen Umkehrmechanismus für eine Offsetpresse vor, bei dem das Umschalten zwischen dem
Einseitendruck und dem Beidseitendruck mit Hilfe einer Steuereinrichtung automatisch durchgeführt
wird.
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Die Presse dieser früheren Anmeldung weist eine Welle auf, die sich durch einen Übergabezylinder
hindurcherstreckt, wobei auf der Welle ein angetriebenes Rad sitzt. Ein Antriebsrad ist über eine
Bremseinrichtung mit dem angetriebenen Rad verbunden, und die Antriebskraft eines Hauptmotors
wird von dem Antriebsrad über die Bremseinrichtung an das angetriebene Rad übertragen. Die
Bremseinrichtung weist in ihrer Mitte eine Drehwelle auf, und die relativen Positionen des
Antriebsrades und des angetriebenen Rades können durch Drehen der Drehwelle eingestellt werden.
Die Phase des Antriebsrades und die des angetriebenen Rades werden dabei in Abhängigkeit von der
Anzahl der Umdrehungen der Drehwelle festgelegt. Wenn der Druckmodus vom Beidseitendruck zum
Einseitendruck umgeschaltet wird, wird aufgrund des Detektionssignals eines an dem Rahmen
angebrachten Sensors zum Detektieren der Bezugsposition das Antriebsrad in die Bezugsposition für
Einseitendruck zurückgestellt.
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Das Detektionssignal des Sensors enthält jedoch Detektionsfehler, die auf das Auflösungsvermögen
oder auf die Temperatureigenschaften des Sensors zurückzuführen sind. Folglich können solche
Detektionsfehler möglicherweise eine Verschiebung der Bezugsposition beim Einseitendruck mit sich
bringen, wenn der Druckmodus vom Beidseitendruck in den Einseitendruck umgeschaltet wird. Beim
Mehrfarbendruck sind zwei oder mehr Druckverfahren auf der Basis der Bezugsposition
durchzuführen. Daher können aufgrund einer solchen Fehlausrichtung Unschärfen im Druckbild
auftreten.
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Die GB-A-1,214,436 offenbart eine Bogenübergabevorrichtung zum Transportieren eines Bogens
zwischen einer Vielzahl von Druckeinheiten, mit einem Übergabezylinder, der verdrehbar zwischen
benachbarten Einheiten angebracht ist, einer Kraftquelle zur Betätigung des Übergabezylinders,
einem ersten sich drehenden Teil, das mechanisch mit der Kraftquelle verbunden ist, und einem
zweiten sich drehenden Teil, das mechanisch mit dem Übergabezylinder verbunden ist. Bei dieser
bekannten Bogenübergabevorrichtung ist das zweite sich drehende Teil so eingerichtet, daß es von
dem ersten sich drehenden Teil angetrieben wird, und Druckvorgänge wahlweise sowohl auf einer
einzigen Oberfläche wie auch auf beiden Oberflächen des Bogens durchgeführt werden können. Eine
Phase zwischen dem ersten sich drehenden Teil und dem zweiten sich drehenden Teil kann mittels
eines Phaseneinstellmechanismus eingestellt werden. Beide sich drehenden Teile sind als Räder
ausgebildet, die mittels eines Klemmrings und mittels Klemmschrauben lösbar miteinander verbunden
sind. Um die Maschine so einzustellen, daß sie an zu bedruckende Bögen mit unterschiedlichen
Längen angepaßt werden kann, ist es erforderlich, die Klemmschrauben zu lösen und es somit zu
ermöglichen, daß sich das zweite Rad relativ zum ersten Rad frei dreht. Falls eine Verdrehung des
zweiten sich drehenden Teiles relativ zum ersten sich drehenden Teil zur Einstellung dieser
bekannten Maschine erwünscht ist, müssen die Klemmschrauben gelöst werden, um eine
Relativdrehung zwischen beiden Rädern zuzulassen. Nachdem die Maschine entsprechend
eingestellt wurde, wird das zweite Rad gegen das erste sich drehende Rad verklemmt, um es mit
diesem zu verdrehen, indem man die mit dem Klemmring in Eingriff tretenden Klemmschrauben
anzieht.
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Bei der bekannten Maschine sind ebenfalls Bolzen und Anschlagelemente vorgesehen, aber nicht
zum Abstoppen einer Relativdrehung zwischen beiden Drehgliedern beim Betrieb. Diese Elemente
dienen dazu, eine Einstelleinrichtung bereitzustellen, die eine genaue und schnelle Einstellung für den
Mehrfarbendruck zuläßt und sicherstellt, daß beide Räder sich ohne Spiel in Kontakt miteinander
befinden. Daher ist es bei jeglicher Einstellung der bekannten Maschine zur Aufnahme von Bögen mit
unterschiedlicher Länge erforderlich, die Klemmschrauben, welche die beiden sich drehenden Teile
miteinander verbinden, zu lösen und beide sich drehenden Teile durch Anziehen der
Klemmschrauben zusammenzuklemmen, nachdem die gewünschte Einstellung vorgenommen wurde.
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Mit diesem Mechanismus ist es allerdings nicht möglich, eine schnelle und automatische Einstellung
dieser bekannten Maschine durchzuführen, um gewünschtenfalls Bögen mit unterschiedlicher Länge
aufzunehmen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf diese dem Stand der Technik innewohnenden
Probleme gemacht.
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Daher besteht ein Ziel der Erfindung darin, eine Bogenübergabevorrichtung für Druckmaschinen
bereitzustellen, die einen verbesserten Mechanismus zur Ausrichtung der Bogenbezugsposition
aufweist, bei dem die Ausrichtung der Bezugsposition beim Einseitendruck automatisch und genau
vorgenommen werden kann, was zu Drucksachen mit verbesserter Qualität führt.
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Um die oben beschriebenen, beabsichtigten Ziele zu erreichen, sieht die Erfindung eine
Bogenübergabevorrichtung zum Transportieren eines Bogens zwischen einer Vielzahl von zumindest
zwei Druckeinheiten vor, mit einem Übergabezylinder, der verdrehbar zwischen den benachbarten
Einheiten angeordnet ist, einer Kraftquelle zur Betätigung des Übergabezylinders, einem ersten sich
drehenden Teil, das mechanisch mit der Kraftquelle verbunden ist, einem zweiten sich drehenden
Teil, das mechanisch an den Übergabezylinder angeschlossen ist, wobei das zweite sich drehende
Teil so angeordnet ist, daß es von dem ersten sich drehenden Teil angetrieben wird, wobei
Druckvorgänge wahlweise auf einer einzigen Oberfläche und auf beiden Oberflächen des Bogens
ausgeführt werden und eine Phase zwischen dem ersten sich drehenden Teil und dem zweiten sich
drehenden Teil durch einen Phaseneinstellmechanismus eingestellt wird, und wobei die
Bogenübergabevorrichtung außerdem folgendes umfaßt: Stopmittel, die zusammen mit dem ersten
bzw. zweiten sich drehenden Teil ausgebildet sind, zum Abstoppen einer Relativdrehung zwischen
dem ersten und dem zweiten sich drehenden Teil, eine Detektiereinrichtung zum Erkennen einer
relativen Position des ersten sich drehenden Teils und des zweiten sich drehenden Teils zueinander
und einer Abstoppeinrichtung zum Abstoppen der Drehbewegung des ersten sich drehenden Teils,
bevor die Stopmittel gegeneinander anlaufen, und zum Neustarten der Drehbewegung des ersten sich
drehenden Teils mit einer niedrigen Geschwindigkeit, um ein Anlaufen der Stopmittel gegeneinander
zuzulassen.
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Bevorzugt weist das erste sich drehende Teil ein Antriebsrad und das zweite sich drehende Teil ein
getriebenes Rad auf, das mit dem Antriebsrad zusammenläuft. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform wird das Antriebsrad in eine Bezugsposition gebracht, die einer vorbestimmten
Phase zwischen dem Antriebsrad und dem getriebenen Rad entspricht. Bei einer ebenfalls
bevorzugten Ausführungsform weisen die Stopmittel einen ersten Anschlag, der mit dem Antriebsrad
gebildet wird, und einen zweiten Anschlag auf, der mit dem getriebenen Rad gebildet wird, wobei der
erste Anschlag und der zweite Anschlag so angeordnet sind, daß sie gegeneinanderstoßen, um eine
Relativdrehung zwischen dem Antriebsrad und dem getriebenen Rad abzustoppen. Dies hat den
Vorteil, daß der erste Anschlag und der zweite Anschlag so angeordnet sind, daß sie
gegeneinanderstoßen, wenn sich das Antriebsrad in die Bezugsposition dreht.
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Die erfindungsgemäße Bogenübergabevorrichtung ist vorzugsweise mit einer Hauptwelle, die den
Übergabezylinder verdrehbar abstützt, mit einem ersten Rad, das an der Hauptwelle befestigt ist, um
eine Antriebskraft auf die Hauptwelle zu übertragen, mit einem zweiten Rad, das derart in Eingriff mit
dem ersten Rad steht, daß es einen Phasenwechsel ausführen kann, mit einer Einrichtung zur
Steuerung der Phase des zweiten Rades relativ zum ersten Rad gemäß berechneter Phasen des
ersten und des zweiten Rades entsprechend der Größe des Bogens, ferner mit einer Einrichtung zum
Abbremsen der Drehung des Übergabezylinders unter Betätigung der Steuereinrichtung, und mit
Anschlägen versehen, die dem ersten bzw. dem zweiten Rad zugeordnet sind, wobei diese Anschläge
dazu dienen, gegeneinander zu stoßen, um eine Relativdrehung zwischen erstem Rad und zweitem
Rad abzustoppen.
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Die erfindungsgemäße Bogenübergabevorrichtung läßt es zu, den Ausrichtungsmechanismus für die
Bezugsposition kompakt zu bauen und ihn somit in einer Presse anbringen zu können, ohne andere
Elemente zu beeinträchtigen. Durch Anbringung der Stopmittel derart, daß sie am Ende der jeweiligen
Relativdrehbewegung der sich drehenden Elemente gegeneinanderstoßen, kann die Ausrichtung der
entsprechenden Bezugsposition verbessert werden. Die langsame Drehbewegung des ersten sich
drehenden Elementes vor dem Anstoßen am zweiten sich drehenden Element schwächt die Wucht
beim Gegeneinanderstoßen der Anschläge ab und verhindert somit eine Verkleinerung der
Ausbildung der Anschläge und gewährleistet eine genaue Einstellung der jeweiligen Bezugsposition.
Eine automatische Einstellung ist ebenfalls möglich.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 ist eine Vorderansicht, die den Bogenumkehrmechanismus gemäß einer einzelnen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
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Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Vorderansicht, die den Zuführzylinder und seine Umgebung darstellt;
die Fig. 3(a) bis 3(b) zeigen nacheinander, wie ein Bogen der Offsetpresse aus Fig. 1 zugeführt
wird;
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Fig. 4 ist ein Querschnitt durch den Abschnitt zum Einstellen der Phase der Räder des
Übergabezylinders;
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Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch den Phaseneinstellbereich;
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Fig. 6 ist eine vergrößerte Querschnittsdarstellung, die das Antriebsrad und das getriebene Rad aus
Fig. 4 zeigt;
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Fig. 7 ist eine vergrößerte Darstellung der Skala des in Fig. 4 dargestellten Antriebsrades;
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Fig. 8 zeigt ein Blockdiagramm eines Teils in dem elektrischen System, das bei der Offsetpresse
verwendet wird;
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Fig. 9 ist ein Flußdiagramm, das den Anfangsteil des Programms zum Umschalten des
Betriebsmodus erläutert;
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Fig. 10 zeigt ein Flußdiagramm, welches das Programm zum Umschalten vom "Einseitendruck"-
Modus zum "Beidseitendruck"-Modus erklärt;
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Fig. 11 ist ein Flußdiagramm, welches das Programm zum Ändern der Papiergröße verdeutlicht;
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Fig. 12 zeigt ein Flußdiagramm, welches das Programm zum Umschalten vom "Beidseitendruck"-
Modus zum "Einseitendruck"-Modus erläutert;
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Fig. 13 ist eine Vorderansicht, welche die herkömmliche Bogenübergabevorrichtung für die
Offsetpresse darstellt, und
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Fig. 14 zeigt einen Querschnitt durch den Hauptteil des Räderphasen-Einstellabschnitts gemäß der
herkömmlichen Bogenübergabevorrichtung.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen wird nachfolgend eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung beschrieben.
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Die in Fig. 1 dargestellte Offsetpresse ist mit einer ersten und mit einer zweiten Druckeinheit 1, 2
ausgestattet. Benachbart der ersten Druckeinheit 1 ist eine Zuführeinrichtung 3 angebracht, während
eine Fördereinrichtung 4 neben der zweiten Druckeinheit 2 angeordnet ist.
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In jeder Druckeinheit 1, 2 wird einem Plattenzylinder 6 über Tintenverteilwalzen 5 Tinte zugeführt, und
mittels Wasserverteilwalzen 7 wird dem Plattenzylinder 6 auch Wasser zugeführt. Die Tinte und das
Wasser werden auf dem Plattenzylinder 6 miteinander vermischt. Dieses Gemisch wird auf einen
Gummizylinder 8a oder 8b übertragen. Von der Zuführeinrichtung 3 wird ein Druckbogen Pa über eine
Bogenzuführeinrichtung 9 einem Druckzylinder 10a zugeführt.
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Bewegungen der entsprechenden Zylinder beim Einseiten-Zweifarbendruck sind in Fig. 2 dargestellt.
Ein Druckbogen Pa, der auf dem Umfang eines rechten Druckzylinders 10a gehalten wird, wird in
Kontakt mit dem Umfang des rechten Gummizylinders 8a gebracht, um einem ersten Farbdruck
unterzogen zu werden. Der Gummizylinder 8a wird beim Drehen des Druckzylinders 10a gedreht, um
den Druck auf die gesamte Oberfläche des Bogens Pa aufzubringen. Der so bedruckte Bogen Pa wird
über einen Zuführzylinder 11 an einen Zuführzylinder 12 übergeben, wobei die bedruckte Fläche nach
außen weist. Sodann wird der Bogen Pa an seinem vorderen Rand von einer Vielzahl von Haltern 14
ergriffen, die in axialer Richtung des Übergabezylinders 13 angebracht sind. Der Bogen Pa wird dem
Übergabezylinder 13 so zugeführt, daß die bedruckte Fläche nach innen zeigt. Dann wird der Bogen
Pa auf dem linken Druckzylinder 10b gehalten, wobei die bedruckte Fläche wieder nach außen weist,
um einem zweiten Farbdruck durch einen linken Gummizylinder 8b unterzogen zu werden. Diese
Zylinder werden von einem Hauptmotor 15 gedreht.
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Inzwischen wird der Druckbogen Pa im Falle des Beidseiten-Einfarbendrucks gleichermaßen auf einer
seiner Flächen von dem Gummizylinder 8a bedruckt und dann über den Zuführzylinder 11 so zum
Zuführzylinder 12 transportiert, daß die bedruckte Fläche nach außen weist, wie in Fig. 3(a)
dargestellt. Bei diesem Vorgang wird der vordere Rand des Bogens Pa von Greifern 16 des
Zuführzylinders 12 ergriffen und auf dem Umfang des Zuführzylinders 12 gehalten. Nachdem der
diesen Zustand annehmende Zuführzylinder 12 um ein vorbestimmtes Maß verdreht ist, greifen die
Halter 14 den hinteren Rand des Bogens Pa. Anschließend schwenken die Halter 14 des
Übergabezylinders 13 er+tgegen dem Uhrzeigersinn, damit der Bogen Pa nicht gekräuselt wird. Wie in
Fig. 3(b) gezeigt, wird der hintere Rand des Bogens Pa vom Saugkopf 17 des Zuführzylinders 12
gehalten. Der Zuführzylinder 12 besteht aus einem vorderen und aus einem hinteren Abschnitt 12a,
12b. Die Abschnitte 12a, 12b dienen dazu, den zwischen diesen gebildeten Winkel zu ändern, damit
der hintere Rand des Bogens Pa von dem Saugkopf genau gehalten wird. Nachdem der vordere Rand
des auf dem Zuführzylinder 12 gehaltenen Druckbogens Pa am Berührungspunkt zwischen den
Zylindern 12 und 13 vorüberläuft, wird der hintere Rand des Bogens Pa von den Haltern 14 des
Übergabezylinders 13 ergriffen. Ferner wird der Bogen Pa, wie in Fig. 3(c) dargestellt, dem
Übergabezylinder 13 zugeführt, wobei seine bedruckte Fläche nach außen weist, und dann auf dem in
Fig. 1 gezeigten, linken Druckzylinder 106 so gehalten, daß seine bedruckte Fläche nach innen
gerichtet ist, um ihn mit dem Gummizylinder 8b auf seiner Rückseite zu bedrucken. Der so bedruckte
Bogen Pb wird zur Ausgabeeinrichtung 4 transportiert, um das Drucken abzuschließen.
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Als nächstes wird die Phaseneinstellung des Übergabezylinders 13 beim oben beschriebenen
Umschalten zwischen dem "Einseiten-Zweifarbendruck" und dem "Beidseiten-Einfarbendruck"
beschrieben. Eine solche Einstellung wird zwar von einer in Fig. 8 dargestellten Steuereinrichtung
durchgeführt, die Einzelheiten dieser Steuereinrichtung werden aber erst später beschrieben.
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Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt, ist eine Hauptwelle 24 zwischen Rahmen 20, 21 mittels eines
Paares von Lagern 22, 23 verdrehbar gelagert. Ein Paar von Seitenplatten 25a, 25b bilden die
Membranen des Übergabezylinders 13. Die Membranen sind an den relativ zu den Rahmen 25a bzw.
25b weiter innen gelegenen Positionen an der Hauptwelle 24 angebracht. An der Hauptwelle 24 sind
auch eine Vielzahl von Leitelementen 26 in gleichen Abständen zwischen diesen Seitenwänden 25a,
25b befestigt. Die Umfangsflächen dieser Leitelemente 26 führen den Bogen Pa. In den zugeordneten
Leitelementen 26 ist eine Zylindernut ausgebildet. Außerdem ist ein Stützglied 56 mittels einer
Klammer 59 an der Außenseite des Rahmens 20 befestigt.
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An einem Endabschnitt der Hauptwelle 24 ist ein getriebenes Zahnrad 27 so angebracht, daß es
zusammen mit dieser verdrehbar ist. Ein Antriebsrad 28 ist über eine Harmonic Differential Unit
(Warenzeichen; Harmonic Differential Co.) als Bremseinrichtung 29 mit dem getriebenen Zahnrad 27
verbunden. Dieses Antriebsrad 28 ist mittels eines Lagers 61 verdrehbar auf dem Stützglied 56
gelagert. Die Antriebskraft des Hauptmotors 15 wird über ein (nicht dargestelltes) Zahnrad an das
Antriebsrad 28 übertragen. Vom Antriebsrad 28 wird die Antriebskraft über das getriebene Zahnrad 27
weiter auf die Walzen 5 der zweiten Druckeinheit 2 übertragen.
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Die Phaseneinstellwelle 30 der Bremseinrichtung 29 ragt aus der Außenfläche des Stützgliedes 56
hervor. Die Phasen der Zahnräder 27, 28 werden durch Drehen der Phaseneinstellwelle 30
eingestellt. Die Einstellwelle 30 wird so fixiert, daß eine Übertragung der Drehung vom Antriebsrad 28
zum getriebenen Zahnrad 27 im Verhältnis 1 : 1 erzielt wird.
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Ein Paar von Zahnrädern 31, 32 ist am äußeren Endabschnitt der Einstellwelle 30 angebracht. Das
Zahnrad 31 ist an einer äußeren Position an der Einstellwelle 30 befestigt. Das Zahnrad 32 ist neben
dem Zahnrad 31 angeordnet und mittels Schrauben 33 am Antriebsrad 28 befestigt.
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Eine arretierende elektromagnetische Kupplung 35 ist mittels einer Klammer 60 an der Außenfläche
des Stützgliedes 56 befestigt. An der Welle 37 der Kupplung 35 ist ein Zahnrad 36 zusammen mit
einem Zahnrad 34 angebracht. Das Zahnrad 34 wird über die Kupplung 35 in Eingriff mit dem Zahnrad
31 gebracht und mit der Welle 37 des Zahnrades 36 verbunden. Das Zahnrad 36 steht in Eingriff mit
dem Zahnrad 32, um eine Relativdrehung zwischen dem Zahnrad 34 und dem Zahnrad 36 zu
verhindern, während die Kupplung 35 betätigt wird. Die Einstellwelle 30 wird gegenüber dem
Antriebsrad 28 arretiert gehalten.
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Ein Phasensteuermotor 41 treibt das mit einer Welle 42 des Motors 41 verbundene Zahnrad 31 über
Zahnräder 38, 39 und über eine elektromagnetische Kupplung 40 an. An der Welle 42 ist ein Zahnrad
43 befestigt. Ein Encoder 45 ist an dem Glied 56 angebracht. Ein an der Welle des Encoders 45
montiertes Zahnrad 44 steht in Eingriff mit dem Zahnrad 43. Die Drehung des Motors 41 wird von
diesem Encoder 45 erfaßt. Die Phasen zweier Zahnräder 27, 28 werden anhand der Drehung des
Motors 41 detektiert.
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Eine elektromagnetische Bremse 47 ist an einer Klammer 46 befestigt, die sich vom Rahmen 21, wie
in Fig. 5 dargestellt, wegerstreckt. Die Bremse 47 dient als Bremseinrichtung für den
Übergabezylinder. Zudem sitzt die elektromagnetische Bremse 47 auf der Hauptwelle 24, um die
Welle 24 bei Betätigung der Bremse 47 unverdrehbar zu halten. Ein Timing-Detektor (Resolver) 50 ist
auf der Klammer 46 montiert. Der Resolver 50 weist ein Zahnrad 49 auf und detektiert den
Betätigungszeitpunkt der zweiten Einheit. Die Hauptwelle 24 ist an ihrem Ende mittels eines
Zahnrades 48, das mit dem Zahnrad 49 kämmt, an den Timing-Detektor 50 angeschlossen. Die
Bezugsposition der zweiten Einheit 2 wird durch den Timing-Detektor 50 detektiert.
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Fig. 6 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie Y-Y in Fig. 7. Das Antriebsrad 28 und das getriebene
Zahnrad 27 weisen Anschläge 51, 52, die jeweils mit Schrauben 53 angebracht sind, als
Ausrichtungsmechanismus für die Bezugsposition auf. Das getriebene Zahnrad 27 ist an der
Hauptwelle 24 befestigt. Die Anschläge 51, 52 sind in gleichen Abständen zur Achse der Hauptwelle
24 so angebracht, daß die Endflächen der Anschläge 51, 52 an der Bezugsposition
gegeneinanderstoßen können, wenn das Antriebsrad 28 vom Motor 41 gedreht wird.
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Da die Anschläge 51, 52 auf den einander gegenüberliegenden Flächen dieser Zahnräder 27, 28
angebracht sind, kann der Mechanismus zum Ausrichten der Bezugsposition kompakt gebaut werden.
Dieser kompakte Mechanismus kann in der Presse angebracht werden, ohne daß er andere Elemente
stört. Wie in Fig. 7 gezeigt, stoßen zudem die Anschläge 51, 52 an der Bezugsposition aneinander
(der Anschlag 52 ist gestrichelt dargestellt). Folglich wird das getriebene Zahnrad 27, wenn das
Antriebsrad 28 gedreht wird, von den Anschlägen 51, 52 geschoben, um sich zusammen mit dem
Antriebsrad 28 zu drehen.
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Eine Skala 54 für "Einseitendruck" und eine Papiergrößenskala 55 für "Beidseitendruck" sind auf der
anderen Fläche des Zahnrades 28 angebracht. Beide Skalen 54, 55 weisen eine bogenförmige
Gestalt auf und verlaufen längs des Umfangs des Zahnrades 28. Wie in den Fig. 4 und 7 gezeigt,
ist ein Bezugspositionssensor 57 mittels einer Klammer 58 an einem freien Ende des Stützgliedes 56
befestigt, das von dem Rahmen 20 hervorsteht. Der Sensor 57 detektiert die Bezugsposition der
Zahnräder 27, 28, an der das Gegeneinanderlaufen der beiden Anschläge 51, 52 erfolgt. Zwar wird
bei der bevorzugten Ausführungsform ein Abstandssensor als Bezugspositionssensor 57 eingesetzt,
es können aber auch andere Sensoren verwendet werden.
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Der Sensor 57 ist so angebracht, daß er der Mitte der "Einseitendruck"-Skala 54 genau oder in etwa
gegenüberliegt, wenn sich das Antriebsrad 28 in der Bezugsposition befindet. Wenn das Antriebsrad
28 gedreht wird, um es von der "Beidseitendruck-Position" in die Bezugsposition zurückzustellen,
detektiert der Sensor 57 die "Einseitendruck"-Skala 54 und sendet, unmittelbar bevor das Zahnrad 28
die Bezugsposition erreicht, ein Signal aus.
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Wie in Fig. 8 dargestellt, ist die Steuereinrichtung, die das Umschalten des Betriebsmodus und die
Phaseneinstellung durchführt, mit zwei CPUs (Zentraleinheiten) 70, 71 ausgestattet. An die erste CPU
70 ist eine Anzeigeeinheit 72 zur Anzeige angeschlossen. Die Anzeigeeinheit 72 ist mit
Steuerschaltern oder mit einem Eingabebereich versehen, der eine Einrichtung zur Einstellung der
Papiergröße usw. aufweist.
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Die Steuerschalter sind in Form eines Tastenfeldes angeordnet. Dabei wird die geringste erforderliche
Anzahl an Schaltern in der Anzeige gewählt und bedient. Die Einrichtung zum Einstellen der
Papiergröße besteht aus zehn Tasten, die auf der Anzeigeeinheit 72 vorgesehen sind, und wird zur
Eingabe von Daten, welche die Länge des Bogens Pa angeben, verwendet. Zudem übt die
Anzeigeeinheit 72 eine Funktion zur Echtzeitanzeige in bezug auf den Fortschritt eines Vorgangs aus.
Zusätzlich hat die Anzeigeeinheit 72, eine Alarmfunktion zur Anzeige von Störungen, z. B. bei einem
Ausfall.
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Die zweite CPU 71 dient zur Steuerung der elektrischen Elemente der Presse. An die CPU 71 sind ein
ROM (Read Only Memory) 73 und ein RAM (Random Access Memory) 74 angeschlossen. Ein
Programm zur Steuerung der Bewegungen der Presse ist in dem ROM 73 gespeichert. Der RAM 74
speichert bei Rechenoperationen usw. vorübergehend Daten. Außerdem ist eine Eingabe/Ausgabe-
Einheit (E/A) 75 an die zweite CPU 71 angeschlossen.
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Der Phasensteuermotor 41 ist mit der E/A-Einheit 75 über einen Magneten 76 so verbunden, daß die
Drehrichtung des Motors 41 gesteuert wird. Ferner sind ein Timing-Detektor 77 für die erste Einheit
und ein Sensor 78 für die Maximalposition des Übergabezylinders an die E/A-Einheit 75
angeschlossen. Der Maximalpositionssensor 78 erkennt, wenn der Übergabezylinder 13 sich in der
Maximalphasenposition befindet, in der die Phase zwischen der Bezugsposition und der aktuellen
Position des Zylinders 13 maximal ist. Zwischenzeitlich werden die elektromagnetische Bremse 47,
die elektromagnetische Kupplung 40 und die arretierende elektromagnetische Kupplung 35 mit der
E/A-Einheit 75 verbunden. Der Encoder 45 ist über einen Zähler 79 ebenfalls an die zweite CPU 71
angeschlossen.
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Um die Phase zwischen zwei Zahnrädern 27, 28 durch den Motor 41 mittels der CPU 71 einzustellen,
wird ein Signal von der CPU 71 über die E/A-Einheit 75 zur Bremse 47 und zur Kupplung 40
übertragen. Genauer gesagt erfolgt keine Arretierung der Hauptwelle 24 durch die Bremse 47. Über
die Kupplung 40 kann sich die Motorwelle 42 zusammen mit dem Rad 39 drehen. Anschließend wird
ein Signal von der CPU 71 über die E/A-Einheit 75 an den Motor 41 übertragen.
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Die Drehung des Motors 41 wird über die Zahnräder 39, 38, 31 an die Einstellwelle 30 übertragen. Da
die elektromagnetische Kupplung 35 zu diesem Zeitpunkt inaktiviert ist, können sich die Zahnräder 31,
32 relativ zueinander drehen. Dieser Drehung entsprechend wird die Phase zweier Zahnräder 27, 28
eingestellt. Die Drehung des Motors 41 wird ständig von dem Encoder 45 detektiert, und die Signale
vom Encoder 45 werden über den Zähler 79 an die CPU 71 übertragen.
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Wenn die Phaseneinstellung zwischen zwei Zahnrädern 27, 28 nicht durchgeführt wird, wird die
Kupplung 40 inaktiviert und die Kupplung 35 betätigt. Wird der Hauptmotor 15 in diesem Zustand
gedreht, so empfängt die Einstellwelle 30 der Bremseinrichtung 29 eine Kraft, um relativ zum
Antriebsrad 28 aufgrund der auf das getriebene Zahnrad 27 aufgebrachten Last gedreht zu werden.
Da jedoch die elektromagnetische Kupplung 35 betätigt wird, wird dadurch die Relativdrehung der
Zahnräder 31, 32 gehemmt, so daß die Welle 30 an dem Zahnrad 28 fixiert gehalten wird. Mit anderen
Worten, das Antriebsrad 28 wird am getriebenen Zahnrad 27 fixiert, um eine durch die Last bedingte
Induktion außerhalb der Phase zu verhindern. Es sei darauf hingewiesen, daß die elektromagnetische
Kupplung 40 inaktiviert wird, so daß sich die zusätzliche Last nicht auf die Drehung des Zahnrades 31
auswirkt, sich aber nur die mit dem Zahnrad 31 in Eingriff stehenden Zahnräder 38, 39 drehen.
Die Phaseneinstellung der Räder 27, 28 bei der so ausgebildeten Offsetpresse, d. h. des
Übergabezylinders 13, wird unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm beschrieben. Der Ablauf des
Flußdiagramms unterliegt der Steuerung der zweiten CPU 71 gemäß dem Programm im ROM 73.
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Wenn der Steuerschalter zum Umschalten der Betriebsart eingeschaltet wird (Schritt 1), wie in Fig. 9
gezeigt, ruft die CPU 71 ein Programm zum Umschalten des Druckmodus (Schritt 2) auf. Die CPU 71
bestimmt den aktuellen Druckmodus (Schritt 3). Wenn nun der aktuelle Betriebsmodus der Presse der
"Einseiten-Zweifarben-Druckmodus" ist, wird der Betriebsmodus auf den "Beidseiten-Einfarben-
Druckmodus" umgestellt (A). Wenn der aktuelle Betriebsmodus der "Beidseiten-Einfarben-
Druckmodus" ist, bestimmt die CPU 71 zudem, ob die Papiergröße zu ändern ist (Schritt 4). Sollte die
Papiergröße geändert werden müssen, so wird der Betriebsmodus in den Modus zur
Papiergrößenänderung (B) geschaltet, während, wenn die Papiergröße nicht geändert werden soll,
vom "Beidseiten-Einfarben-Druckmodus" in den "Einseiten-Zweifarben-Druckmodus" umgeschaltet
wird (C).
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Die Phaseneinstellung des Übergabezylinders 13 wird durchgeführt, wenn vom "Einseiten-Zweifarben-
Druckmodus" auf den "Zweiseiten-Einfarben-Druckmodus" umgestellt wird. Dieses mit (A) dargestellte
Einstellverfahren sei nun unter Bezugnahme auf das in Fig. 10 gezeigte Flußdiagramm beschrieben.
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Wenn die Daten, welche die Papiergröße angeben, mit den zehn Tasten der Anzeigeeinheit 72
eingegeben werden (Schritt S), wird der Winkel zwischen dem vorderen und dem hinteren Abschnitt
12a, 12b des Zuführzylinders 12 der Papiergröße entsprechend eingestellt (Schritt 6). Dann wird der
Hauptmotor 15 betätigt (Schritt 7). Der Übergabezylinder 13 wird aufgrund des Signals aus dem
Timing-Detektor 50 der zweiten Einheit in eine vorbestimmte Position gedreht (Schritt 8). Nach dem
Anhalten des Hauptmotors 15 wird die elektromagnetische Bremse 47 betätigt, um den
Transferzylinder 13 zu arretieren (Schritt 9). In diesem Zustand wird die elektromagnetische Kupplung
40 zur Phaseneinstellung inaktiviert und die andere elektromagnetische Kupplung 35 zum Arretieren
betätigt. Anschließend wird die Kupplung 40 betätigt und die Kupplung 35 inaktiviert. Danach wird der
Motor 41 betätigt (Schritt 10). Der Betätigungsvorgang des Motors 41 öffnet den Übergabezylinder 13
bis zur Position maximaler Phase, in welcher der Positionssensor 78 ein Signal aussendet. Der
Übergabezylinder 13 wird in diesem Zustand gehalten (Schritt 11).
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Dann wird der Phasensteuerungsmotor 41 betätigt (Schritt 12). Die Phase des Übergabezylinders 13
wird aufgrund des aus dem Encoder 45 übertragenen Signals so eingestellt, daß sie der gewünschten
Papiergröße entspricht (Schritt 13). Da die elektromagnetische Bremse 47 zum Arretieren des
Übergabezylinders 13 betätigt wird, wird eine Drehung der zugeordneten Zylinder in der zweiten
Druckeinheit verhindert, wodurch eine genaue Phaseneinstellung des Übergabezylinders 13 möglich
ist.
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Als nächstes wird die Phaseneinstellung des Übergabezylinders 13 im Papiergrößen-
Änderungsmodus (B) unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm aus Fig. 11 beschrieben.
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Wenn die für die Papiergröße repräsentativen Daten mit den zehn Tasten der Anzeigeeinheit 72
eingegeben werden (Schritt 14), wird der Winkel zwischen dem vorderen und dem hinteren Abschnitt
12a, 12b des Zuführzylinders 12 so eingestellt, daß er der Papiergröße entspricht, und diese
Abschnitte 12a, 12b werden mittels eines nicht dargestellten Abschnittarretierstiftes arretiert (Schritt
15). Dann wird der Hauptmotor 15 gestartet (Schritt 16). Wenn der Übergabezylinder 13 aufgrund der
Signale aus dem Timing-Detektor 50 in die Bezugsposition für die zweite Einheit gedreht wird (Schritt
17), dann wird die Bremse 47 nach dem Anhalten des Hauptmotors 15 betätigt, um den
Übergabezylinder 13 zu arretieren (Schritt 18).
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Anschließend wird die Kupplung 40 zum Einstellen der Phase betätigt, und die Kupplung 35 für den
Arretiervorgang wird inaktiviert. Nach der Betätigung des Phasensteuermotors 41 (Schritt 19) wird der
Übergabezylinder 13 bis zur Position der maximalen Phase geöffnet. Entsprechend dem Signal, das
aus dem Positionssensor 78 übertragen wurde, stellt die CPU 71 fest, daß der Zylinder 13 vollständig
geöffnet ist, und sie hält den Zylinder 13 in diesem Zustand (Schritt 20). Als nächstes wird der
Steuermotor 41 betätigt (Schritt 21). Dazu wird die Phase des Zylinders 13 entsprechend dem Signal
aus dem Encoder 45 so eingestellt, daß sie der gewünschten Papiergröße entspricht (Schritt 22).
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Nachfolgend wird die Phaseneinstellung des Übergabezylinders 13 beim Umstellen vom "Beidseiten-
Einfarben-Druckmodus" in den "Einseiten-Zweifarben-Druckmodus" (C) unter Bezugnahme auf das
Flußdiagramm aus Fig. 12 erläutert. Der Winkel zwischen dem vorderen und dem hinteren Segment
12a, 12b des Zuführzylinders 12 wird auf die Maximalposition eingestellt, die der maximalen
Papiergröße entspricht (Schritt 23). Nach Beendigung der Einstellung des Zuführzylinders 12 wird der
Hauptmotor 15 betätigt (Schritt 24). Wenn der Übergabezylinder 13 in die Bezugsposition für die
zweite Einheit gedreht wird (Schritt 25), dann wird die Bremse 47 nach dem Anhalten des
Hauptmotors 15 betätigt, um den Übergabezylinder 13 zu arretieren (Schritt 26). In diesem Zustand
wird die Kupplung 40 zur Phaseneinstellung inaktiviert und die andere Kupplung 35 für den
Arretiervorgang betätigt.
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Bei der Phaseneinstellung wird zuerst die elektromagnetische Kupplung 40 betätigt und die
arretierende elektromagnetische Kupplung 35 inaktiviert. Wenn man den Steuermotor 41 betätigt
(Schritt 27), wird der Übergabezylinder 13 in eine Position nahe der Bezugsposition für den
"Einseitendruck" gedreht. Wenn der Bezugspositionssensor 57 ein EIN-Signal überträgt (Schritt 28),
wird der Motor 41 angehalten (Schritt 29).
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Anschließend wird der Hauptmotor 15 nach der Inaktivierung der Phaseneinstellkupplung 40 und der
Bremse 47 zum Entriegeln des Übergabezylinders 13 langsam gedreht (Schritt 30). Dies führt dazu,
daß das Antriebsrad 28 sich alleine zu drehen beginnt. Der Anschlag 51 des Antriebsrades 28 stößt
gegen den Anschlag 52 des getriebenen Zahnrades 27, wodurch sich das getriebene Zahnrad 27
zusammen mit dem Antriebsrad 28 dreht. Dies hat zur Folge, daß der Übergabezylinder 13 sich zu
drehen beginnt. Wenn der Übergabezylinder 13 über eine vorbestimmte Zeit hinweg gedreht wurde
(Schritt 31), wird die Arretierkupplung 35 betätigt, um die Phase zwischen den Rädern 27, 28 zu
arretieren (Schritt 32). Der Zustand, bei dem der Anschlag 51 des Zahnrades 28 gegen den Anschlag
52 des Zahnrades 27 stößt, entspricht der Bezugsposition beim "Einseitendruck", und der
Umschaltvorgang wird durch die oben beschriebene Abfolge von Vorgängen vollzogen.
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Wie oben beschrieben, stoßen die beiden Anschläge 51, 52 an der Bezugsposition in der
Offsetpresse gemäß der Ausführungsform zusammen. Dadurch kann die Ausrichtungsgenauigkeit der
Bezugsposition verbessert werden.
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Zudem wird nach der Abstoppbewegung des Antriebsrades 28 vor dem Erreichen der Bezugsposition
das Antriebsrad 28 langsam gedreht. Dadurch kann die Wucht beim Zusammenstoßen der Anschläge
51, 52 abgeschwächt werden, was eine Verkleinerung der Anschläge 51, 52 infolge der Verformung
verhindert. Entsprechend kann die genaue Ausrichtung der Bezugsposition durchgeführt werden.
Es versteht sich, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die hier beschriebene Ausführungsform
beschränkt ist, sondern deren Bauweise teilweise verändert werden kann, ohne über die Erfindung
hinauszugehen. Zum Beispiel:
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(1) Zwar wird eine elektromagnetische Bremse 47 zum Aufbringen einer Bremskraft eingesetzt, um
die Drehung des Übergabezylinders anzuhalten, es kann aber auch, an Stelle der Verwendung der
elektromagnetischen Bremse, eine Aussparung in dem Übergabezylinder ausgebildet werden, in die
ein Stift von der Rahmenseite her eintritt.
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(2) Die Anschläge 51, 52 sind bei dieser Ausführungsform zwar mit Schrauben befestigt, sie können
aber auch einstückig mit dem Antriebsrad bzw. mit dem getriebenen Zahnrad ausgebildet sein.