DE69406633T2 - Bildröhre mit Korrekturspule für die Erzeugung eines axialen Korrekturfeldes - Google Patents
Bildröhre mit Korrekturspule für die Erzeugung eines axialen KorrekturfeldesInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Bildröhre mit einem Bildschirm und mit einem Hals, in dem sich ein Elektronenstrahlerzeugungssystem zum Ausstrahlen eines Elektronenstrahles zu dem Bildschirm befindet, mit einer koaxial um die Bildröhre angeordneten Ablenkeinheit, die ein bei Erregung den Elektronenstrahl in einer ersten Richtung ablenkendes Horizontal-Ablenkspulensystem sowie ein bei Erregung den Elektronenstrahl in einer senkrecht auf der ersten Richtung stehenden zweiten Richtung ablenkendes Vertikal-Ablenksystem aufweist, und die weiterhin eine die Bahn des Elektronenstrahles umfassende ringförmige Korrekturspule aufweist, die mit einer einen Korrekturstrom liefernden Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Korrekturmagnetfeldes in der Achsenrichtung der Bildröhre verbindbar ist.
- Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Bildröhre mit einem Bildschirm und mit einem Hals, in dem sich ein Elektronenstrahlerzeugungssystem zum Ausstrahlen eines Elektronenstrahles zu dem Bildschirm befindet, mit einer koaxial um die Bildröhre angeordneten Ablenkeinheit, die ein bei Erregung den Elektronenstrahl in einer ersten Richtung ablenkendes Horizontal-Ablenkspulensystem sowie eine bei Erregung den Elektronenstrahl in einer senkrecht auf der ersten Richtung stehenden zweiten Richtung ablenkende Vertikal-Ablenkspule autweist, und die weiterhin eine die Bahn des Elektronenstrahles umfassende ringförmige Korrekturspule autweist, die mit einer einen Korrekturstrom liefernden Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Korrekturmagnetfeldes in der Achsenrichtung der Bildröhre verbunden ist.
- Eine Bildröhre der eingangs erwähnten Art ist aus dem US Patent 4.296.359 bekannt.
- Die Erfindung bezieht sich auf monochrome Bildröhren, in denen nur ein Elektronenstrahl erzeugt wird, sowie auf Farbbildröhren, in denen drei Elektronenstrahlen erzeugt werden.
- Bei Farbbildröhren von dem In-Line-Typ erzeugt das Elektronenstrahlerzeugungssystem drei koplanare Elektronenstrahlen, die die am Wiedergabeschirm konvergieren. Die um die Bildröhre vorgesehene Ablenkeinheit zum Ablenken der Elektronenstrahlen wird dazu verwendet, die Elektronenstrahlen in der einen oder in der anderen Richtung von deren normaler nicht-abgelenkter gerader Bahn abzulenken, so daß die Strahlen selektierte Stellen des Bildschirmis treffen um darauf visuelle Angaben zu schaffen. Dadurch, daß die magnetischen Ablenkfender auf geeignete Weise geandert werden, können die Elektronenstrahlen nach oben, nach unten, nach links oder nach rechts über den (vertikal vorgesehenen) Bildschirm bewegt werden. Dadurch, daß gleichzeitig die Intensität der Strahlen variiert wird, kann eine visuelle Präsentation von Information oder ein Bild am Bildschirm geschaffen werden. Die um den Konusteil der Bildröhre vorgesehene Ablenkeinheit umfaßt zwei Ablenkspulensysteme, mit denen die Elektronenstrahlen in zwei senkrecht aufeinander stehenden Richtungen abgelenkt werden können. Jedes System enthält zwei Spulen, die auf einander gegenüberliegenden Seiten des Röhrenhalses vorgesehen sind, wobei die Systeme gegenüber einander um 90º verschoben um den Röhrenhals angeordnet sind. Bei Erregung erzeugen die zwei Ablenkspulensysteme orthogonale Ablenkfelder.
- Die Felder stehen im wesentlichen senkrecht auf der Bahn der nichtabgelenkten Elektronenstrahlen. Ein zylinderförmiger Kern aus magnetisierbarem Material, der, wenn das Horizontal-Ablenkspulensystem vom Satteltyp ist, um das Horizontal-Ablenkspulensystem herum liegt, wird meistens zum Konzentrieren der Ablenkfelder und zum Vergrößern der Flußdichte in dem Ablenkgebiet.
- Die Ablenkspulen können vom Satteltyp sein, oder (insbesondere die Vertikal-Ablenkspulen) von dem Typ, der wulstförrnig auf dem Ringkern gewickelt ist.
- Nach Montage einer mit Vertikal-Ablenkspulen und Horizontal- Ablenkspulen versehenen Ablenkeinheit auf der Bildröhre, für die sie bestimmt ist, stellt es sich heraus, daß im Betrieb manchmal Drallfehler auftreten. Kurz gesagt heißt das, daß es das Problem gibt, daß die drei Elektronenstrahlen beim Verlassen des Elektronenstrahlerzeugungssystems nicht in einer horizontalen Ebene liegen, sondern in einer etwas (beispielsweise maximal 10) gekippten Ebene (gekippt um die Röhrenachse). Die Strahlen sind zwar gur zur Mitte des Schirms gerichtet, also in der Schirmmitte ist die Konvergenz einwandfrei; bei Ablenkung zeigt sich die Kippung jedoch als (hauptsächlich) vertikale Blau-Rot-Fehler an allen weiteren Schirmstellen, die sog. "Bry-Fehler". Dieses Problem wird riesig, wenn an die Konvergenz sehr hohe Anforderungen gestellt werden, wie im CMT- und HDTV-Anwendungsbereich.
- Ein effektives Drallkorrekturmittel, das die Möglichkeit bietet, bei jeder Bildröhre einzeln die richtige (was Größe und Vorzeichen anbelangt) Korrektur durchzuführen wird dadurch geschafft, daß bei der Eintrittssaeite der Ablenkeinheit eine die Bahnen der Elektronenstrahlen umfassende ringförmige Spule vorgesehen ist, die mit einer einen Drallkorrekturstrom schaffenden Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Korrekturmagnetfeldes in der Achsenrichtung der Bildröhre verbindbar ist.
- Die Wirkungsweise ist wie folgt: durch den Winkel, den die Seitenstrahlen mit den Feldlinien der Korrekturspule einschließen, werden sie zunächst in einem ersten Gebiet (auf der linken Seite der gestrichelten Linie in Fig. 2) etwas zur einen Seite hin abgelenkt (beispielsweise blau nach oben und rot nach unten) und etwas später, in einem zweiten Gebiet auf der rechten Seite der gestrichelten Linie zur anderen Seite hin abgelenkt. Wenn die beiden Effekte das richtige Stärkenverhältnis haben, liegen die drei nach dem Verlassen des Feldes der Korrekturspule in einer horizontalen Ebene und sie konvergieren nach wie vor zur Mitte der Schirms. In einigen Fällen ist das genannte Stärkenverhältnis nicht einwandfrei, was dann zu einem vertikalen Blau- Rot-Fehler (Bry-Fehler) in der Schirmmitte führt. Der Fehler ist abhängig von der z- Lage und von den Abmessungen der Korrekturspule und kann (bei einer 32 Zoll, 9:16, 110&sup0;-Röhre) beispielsweise 0,5 bis 1,5 mm betragen. Da der mechanische Entwurf von Spulen festliegt, sind diese im allgemeinen nicht frei wählbar und nicht zum Korrigieren des Bry-Fehlers in der Mitte verwendbar. In diesem Zusammenhang schafft die Erfindung für eine Bildröhre der eingangs beschriebenen Art (Oberbegriff des Anspruchs 1) eine Lösung, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Korrekturmagnetfeld Fehler außerhalb der Mitte des Wiedergabeschirms korrigiert und daß die Ablenkeinheit ein zusätzliches Korrekturmittel autweist zum Korrigieren von Fehlern in der Mitte des Wiedergabeschirms.
- Ein im Rahmen der Erfindung hinzufügendes zusätzliches Korrekturmittel ist:
- a: Korrektur des Fehlers durch zwei statische (4-Pol) Magnetringe. Nachteil: Ringe erforderlich + Regelverfahren für die Ringe.
- b: Hinzufügung eines 4-Pol-y-Anteils zu dem (axialen) Dralikorrekturfeld.
- Absichtliche, geringlügige Verformungen der (sich normalerweise in einer Ebene quer zu der Röhrenachse erstreckenden) Korrekturspule können einen zusätzlichen 4-Pol-y-Anteil in dem axialen Spulenfeld erzeugen, der in Stärke und Vorzeichen durch das Ausmaß und die Richtung der Verformungen eingestellt wird. Die erforderlichen Verformungen brauchen oft nur geringfügig zu sein (beispielsweise 1,5 mm). Die Gesamtverformung wird dadurch gekennzeichnet, daß die Windungen der ringtörmigen Korrekturspule einer Strecke mit vier vorbestimmten abwechselnd dem Bildschirm und dem Elektronenstrahlerzeugungssystem zugewandten Welligkeiten folgen.
- Der 4-Pol-y-Anteil korrigiert genau die Bry-Nebenwirkung in der Mitte des Schirms. Die resultierende Korrektur bei Gleichstromsteuerung (für den ganzen Schirm) ist dann nahezu genau die erforderliche Korrektur, ohne daß Magnetringe oder eine Wechselstromschaltung erforderlich sind.
- Ausführungsformen:
- - Ein Draht, um einen zylinderförmigen Kunststoffiräger gewickelt, wobei die Verformung dadurch angebracht ist, daß in Schlitzen gewickelt wird, die in den Rippen vorgesehen sind, die sich in der Längsrichtung über die Außenseite des Trägers erstrecken. Der Träger ist beispielsweise der Träger einer sog. "Scan velocity modulation"-Spule.
- - Eine Spule mit den gewünschten Welligkeiten gewickelt in einer Lehre und dadurch selbsttragend gemacht, daß sie in der Lehre "gebacken" (Erhitzung durch Stromdurchgang, wodurch die Windungen sich verkleben) worden sind, und zwar auf die Art und Weise, wie Spulen für Ablenkeinheiten gebacken werden ([)raht mit einer sog. "Thermoplac"-Schicht). Die selbsttragende Spule kann dann irgendwo in, an oder auf der Kunststoffkappe der Ablenkeinheit angeordnet (beispielsweise festgeklebt) werden.
- Auf alternative Weise schafft die Erfindung für eine Bildröhre, wie beschrieben in dem Zweiten Abschnitt der obenstehenden Beschreibung (Oberbegriff des Anspruchs 7) eine Lösung, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Korrekturmagnetfeld Fehler außerhalb der Mitte des Bildschirms korrigiert und daß im Betrieb der Spule von der Schaltungsanordnung ein wechselnder Strom zugeflihrt wird, derart, daß der Wert des Stromes Null ist, wenn der Strahl sich in der Mitte des Schirms befindet. Denn es gibt keinen Seiteneffekt in der Mitte des Schirms. Der Strom wird dann beispielsweise parabeifbrmig sein und mit der Frequenz der Horizontal-Ablenkung und/oder Vertikal-Ablenkung variieren. Ein Nachteil ist, daß die Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines wechselnden Stromes kostspieliger ist und mehr Energie verbraucht als flir einen Gleichstrom erforderlich ist.
- Anwendbar bei allen Farbbildröhren, mit einem In-Line-Elektronenstrahlerzeugungssystem sowie mit einem Delta-Elektronenstrahlerzeugungssystem und in denjenigen Fällen, in denen die genaue Drallkorrektur erforderlich ist, insbesondere bei Röhren mit einem 9:16 Seitenverhältnis des Bildschirms.
- Die Erfindung wurde obenstehend anhand einer Farbbildröhre mit einer Drallkorrekturspule erläutert. Die Erfindung läßt sich aber auch bei jeder Bildröhre anwenden, bei der eine Korrekturspule verwendet wird, die ein im wesentlichen axiales Feld (Feld in der Längsrichtung der Bildröhre) erzeugt. Ein Beispiel davon ist eine Bildröhre mit einer Erdfeldausgleichsspule, oder allgemein: Bildrotationsspule. Bildrotation, die bei Farbbildröhren sowie bei monochromen Rilen auftreten kann, wird oft durch den horizontalen Anteil verursacht (der Feldanteil parallel zu der langen Bildschirmachse) eines äußeren Magnetfeldes, wobei eine der Quellen dieses pHänomens das Erdmagnetfeld ist. Bei Verwendung einer Korrektur- oder Ausgleichsspule um die verursachte Bildrotation auszugleichen, wobei ein axiales feld erzeugt wird, kann ebenfalls einen Bildfehler (im Falle einer Farbbildröhre einen Bry-Fehler) in der Mitte des Bildschirms eigeflihrt werden und dieser kann auf die Art und Weise, wie oben beschrieben, korrigiert werden. Es sei bemerkt, daß Bildrotationsspulen im allgemeinen nicht in der Nähe der Eingangsseite der Ablenkeinheit vorgesehen werden, sondern an Stellen zwischen der Eingangsseite der Ablenkeinheit und dem Bildsclnrm, näher an dem Bildschirm heran, beispielsweise in der Nähe der Austrittseite der Ablenkeinheit. Ein Beispiel einer derartigen Anordnung ist in dem "Philips Display Components Data Handbook" September 1990. Seiten 429 und 430 dargestellt.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Schnittes (in der x-z-Ebene) durch eine Farbbildröhre mit einer daran angeordneten Ablenkeinheit und einer (Drall)Korrekturspule,
- Fig. 2 den Effekt der Korrekturspule auf die Elektronenstrahlen;
- Fig. 3A eine schematische obereluntere Ansicht und Fig. 3B eine Seitenansicht einer Röhrenhülle mit einer speziellen Ausfiihrungsform einer (Drall)korrekturspule,
- Fig. 4 eine schematische schaubildliche Ansicht eines zylinderft)rmigen Trägers mit einer (Drall)korrekturspule von dem in Fig. 3 dargestellten typ,
- Fig. 5A eine schematische Darstellung eines am Fenster einer Bildröhre dargestellten Rasters mit einem Drallfehler und Fig. 5B das Korrekturmuster einer Ausführungsform einer Drallkorrekturspule,
- Fig. 6 das von einer Spule von dem in Fig. 3 oder 4 dargestellten Typ zu erzeugende 4-Pol-y-Feld.
- Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Farbbildröhre 1 mit einer von einem schmalen Halsteil, in dem ein Elektronenstrahlerzeugungssystem 3 angeordnet ist, zu einem weiten, becherförmigen Teil 4 mit einem Bildschirm 5 verlaufenden Hülle 6. Auf der Röhre ist an dem Übergang zwischen dem schmalen und dem weiten Teil eine Ablenkeinheit 7 angeordnet. Diese Ablenkeinheit 7 enthält einen Träger 8 aus elektrisch isolierendem Material mit einem vorderen Ende 9 und einem demselben gegenüberliegenden hinteren Ende. Zwischen diesem vorderen und hinteren Ende befindet sich auf der Innenseite des trägers 8 ein Ablenkspulensystem 11, 11' zur Erzeugung eines (Horizontal)-Ablenkfeldes zur Ablenkung in der horizontalen Richtung der von dem Elektronenstrahlerzeugungssystem 3 erzeugten Elektronenstrahlen. In diesem Beispiel liegen die drei Elektronenstrahlen R, G und B in einer Ebene, d.h. daß das Elektronenstrahlerzeugungssystem von dem "In-Line"-Typ ist. Das System kann jedoch auch von dem Delta-Typ sein. Das Ablenkspulensystem 11, 11' ist von einem Ringkern 14 aus magnetisierbarem Material umgeben, auf dem in diesem Beispiel ein Spulensystem 12, 12' zur Erzeugung eines (Vertikal)-Ablenkfeldes zur Ablenkung in vertikaler Richtung der von dem Elektronenstrahlerzeugungssystem 3 erzeugten Elektronenstrahlen wulst förmig gewickelt ist. Die Spulen 11, 11' des Horizontal-Ablenkspulensystems sind aus einem ersten Seitenpaket und einem zweiten Seitenpaket, einem hinteren (dem Elektronenstrahlerzeugungssystem 3 zugewandten) Endteil und einem vordem (dem Bildschirm 5 zugewandten) Endteil aufgebaut, die zusammen ein Fenster deftnieren. In der Figur ist der hintere Endteil im Vergleich zu dem vorderen Endteil heruntergekippt. Die Erfindung bezieht sich aber auch auf Horizontal-Ablenkspulen mit einem hochgekippten hinteren Endteil, oder aufjegliche beliebige Ausftihrungsform von Horizontal- und Vertikal-Ablenkspulen, beispielsweise auch auf Spulen, die in Rillen des Trägers 8 gewickelt sind.
- Der Ablenkeinheit 7 ist in diesem Fall eine wulstförmige Drallkorrektur spule 15 hinzugefügt, die um den Röhrenhals vorgesehen ist.
- "Drall" ist das Konvergenzfehlermuster, das infolge beispielsweise einer etwas gedrehten Einschinelzung des Elektronenstrahlerzeugungssystems am Schirm entsteht. Drall zeigt sich als Rot-Blau-y-Fehler an allen Schirmstellen, ausgenommen in der Mitte. Nebst Einschmelzstreuung flihren auch Elektronenstrahlerzeugungssystem auf-Rahmen-Fehler, Streuungen in der Positionierung von Teilen des Elektronenstrahlerzeugungssystems gegenüber einander und Streuungen m der Ablenkeinheit zu Drall.
- Drall ist eine große, vielleicht die größte Einzelquelle der Konvergenzstreuung.
- Die genannten Ursachen von Drall sind nicht viel verschieden voneinan der. Deswegen hat es sich als äußerst schwierig, ja sogar als unmachbar gezeigt, die Drallfehler an ihrer "Wurzel" zu bekämpfen, aus welchem Grund die Auftnerksamkeit auf Korrekturverfahren hinterher gerichtet wird.
- Eine ringförmige Spuls um den Hals der Röhre (irgendwo in dem Gebiet jenseits der Hauptlinse, in der Nähe der Eintrittsseite der Ablenkspule) erzeugt einen Dralleffekt bei Erregung mit Gleichstrom. Eine solche Spule kann also als Drallkorrektur benutzt werden. Diese Lösung ist jedoch mit einem Nachteil einer Bry- Nebenwirkung an der Stelle A (Bildschirmmitte) behaftet. Dieser Nachteil läßt sich dann dadurch rückgängig machen, daß dem Korrekturfeld ein zusätzlicher 4-Pol-y- Anteil zugeftigt wird, beispielsweise auf die nachfolgende Art und Weise.
- Was notwendig ist, ist eine zusätzliche 4py-Wirkung mit dem richtigen Vorzeichen und mit der richtigen Stärker. Dies läßt sich dadurch verwirklichen, daß die Spule etwas verformt wird, wie die in den Fig. 3 und 4 schematisch angegeben ist. In diesen Fällen ist ausgegangen von einer ringförmigen Spule mit einer kreisförmigen Basisforin, deren Windungen sich in einer Ebene quer zu der Röhrenachse erstrecken. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht zu einer Spule mit einer kreisförmigen Basisform. Jede Spule, die im wesentlichen ein axial gerichtetes Feld erzeugt, ist verwendbar, beispielsweise auch eine Spule mit einer quadratischen Basisform.
- Die Differenz zwischen der verformten Spule 15' und der gestrichelt dargestellten unverformten Spule 15 ist im wesentlichen 4 Stromschleifen, oben, ijrs, unten, rechts, wobei die Richtung des Magnetfeldes abwechselnd zu der einen oder der anderen Seite gerichtet ist. Diese vier Schleifen erzeugen genau einen 4py-Anteil. Die Stärke und die Orientierung dieser 4py läßt sich durch die Wahl der Größe der Schleifen und der Richtung, in der Strom hindurchfließt, einstellen. Fig. 6 zeigt ein Beispiel des 4-Pol-y-Feldes, das erzeugt wird und die Außenstrahlen in entgegengesetzten vertikalen (y) Richtungen verlagert. Je nach der Bry(A)-Abweichung, die man gestatten möchte und der z-Lage gegenüber der Eintrittsseite der Ablenkeinheit liegt dz in praktischen Fällen zwischen 0 und 10 mm und insbesondere zwischen 0,5 und 5 mm. Die Größe und die Richtung des Stromes in den Schleifen laßt sich derart wählen, daß der Effekt auf Bry(A) der Spule als Ganzes Null ist.
- Bei Verwendung einer nicht-verformten ringförmigen Korrekturspule stellt es sich heraus, daß die Nebenwirkung an der Stelle A von der z-Lage und von dem Durchmesser der Spule abhängig ist. Mit der obengenannten Lösung gibt es nun viel mehr Freiheit in der Wahl der z-Lage und des Durchmessers, weil der Entwurf nicht auf eine minimale Nebenwirkung in A zu gründen braucht.
- Wenn die Ablenkeinheit bereits eine sog. "Scan velocity modulation" Anordnung aufweist, die einen hohlen zylinderförmigen Kunststoffträger 16 (Fig. 1, Fig. 4) aufweist, deren innere Oberfläche ein "Scan velocity"-Spulensystem aufweist, ist es praktisch, die Dralikorrekturspule 15' auf der inneren Fläche des Trägers anzubringen (Fig. 4). Der Träger 16 kann beispielsweise mit (in diesem Fall vier) äußeren Längsrippen 17a ... 17d versehen sein, in denen Schlitze vorgesehen sind zum Aufnehmen der Windungen der Spule 15'.
- 5 Fig. SB zeigt eine Graphik des Korrekturmusters dieser Spule und zum Vergleich zeigt Fig. 5A das zu korrigierende Fehlermuster, wie dies beispielsweise bei Drehung des Elektronenstrahlerzeugungssystems auftritt: die beiden Muster sind nahezu identisch.
- Vorzugsweise ist die erforderliche Leistung zur Ansteuerung max. 1 Watt (aus einer 5V oder 13V Spannungsquelle). Dies hat Folgen für die Wahl des Drahtdurchmessers und die Anzahl Windungen der Spule. Für eine Korrektur von 0,5 bis 1 mm Zeilendrall (Bry an den Stelle B und C) stellt es sich heraus, daß einige Zehn bis einige Hundert Windungen, je nach Drahtstärke, erforderlich sind.
Claims (7)
1. Bildröhre (1) mit einem Bildschirm (5) und mit einem Hals, in dem sich
ein Elektronenstrahlerzeugungssystem (3) zum Ausstrahlen eines Elektronenstrahles zu
dem Bildschirm befindet, mit einer koaxial um die Bildröhre angeordneten
Ablenkeinheit (7), die ein bei Erregung den Elektronenstrahl in einer ersten Richtung ablenkendes
Horizontal-Ablenkspulensystem (11, 11') sowie ein bei Erregung den Elektronenstrahl
in einer senkrecht auf der ersten Richtung stehenden zweiten Richtung ablenkendes
Vertikal-Ablenksystem (12, 12') aufweist, und die weiterhin eine die Bahn des
Elektronenstrahles umfassende ringförmige Korrekturspule (15) aufweist, die mit einer einen
Korrekturstrom liefernden Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Korrekturmag
netfeldes in der Achsenrichtung der Bildröhre verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Korrekturmagnetfeld Fehler außerhalb der Mitte des Wiedergabeschirms
korrigiert und daß die Ablenkeinheit ein zusätzliches Korrekturmittel autweist zum
Korrigieren von Fehlern in der Mitte des Wiedergabeschirms.
2. Bildröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Betrieb die
zusätzlichen Korrekturmittel einen 4-Pol-y-Magnetfeldanteil erzeugen.
3. Bildröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zusätzlichen Korrekturmittel dadurch gebildet werden, daß die ringförmige Spule (15') einer
Strecke mit vier vorbestimmten abwechselnd dem Bildschirm und dem
Elektronenstrahlerzeugungssystem zugewandten Welligkeiten folgen.
4. Bildröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
ringfbrmige Spule sich in der axialen Richtung der Bildröhre über einen Abstand dz erstreckt,
wobei 0< dz< 10 mm beträgt.
5. Bildröhre nach Anspruch 1, wobei das
Elektronenstrahlerzeugungssystem drei koplanare Elektronenstrahlen zu dem Bildschirm hin erzeugt, dadurch
gekennzeichnet, daß die ringförmige Korrekturspule in der Nähe der Eingangsseite der
Ablenkeinheit vorgesehen ist, die Strecken der Elektronenstrahlen umgibt und mit einer
Schaltungsanordnung verbindbar ist, die einen Drallkorrekturstrom liefert zum
Erzeugen eines Drallkorrekturfeldes.
6. Bildröhre nach Anspruch 1, wobei die ringförmige Spule an einer Stelle
vorgesehen ist, die zwischen der Eingangsseite der Ablenkeinheit und dem Bildschirm
liegtund mit einer Schaltungsanordnung verbindbar ist, die einen
Bildrotationsausgleichsstrom liefert zum Erzeugen emes Bildrotationsausgleichsfeldes.
7. Bildröhre (1) mit einem Bildschirm (5) und mit einem Hals, in dem sich
ein Elektronenstrahlerzeugungssystem (3) zum Ausstrahlen eines Elektronenstrahles zu
dem Bildschirm befindet, mit einer koaxial um die Bildröhre angeordneten
Ablenkeinheit (7), die ein bei Erregung den Elektronenstrahl in einer ersten Richtung ablenkendes
Horizontal-Ablenkspulensystem (11, 11') sowie eine bei Erregung den Elektronenstrahl
in einer senkrecht auf der ersten Richtung stehenden zweiten Richtung ablenkende
Vertikal-Ablenkspule (12, 12') aufweist, und die weiterhin eine die Bahn des
Elektronenstrahles umfassende ringförmige Korrekturspule (15) aufweist, die mit einer einen
Korrekturstrom liefernden Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Korrekturmag
netfeldes in der Achsenrichtung der Bildröhre verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Korrekturmagnetfeld Fehler außerhalb der Mitte des Bildschirms korrigiert und
daß im Betrieb der Korrekturspule von der Schaltungsanordnung aus ein wechselnder
Strom zugeführt wird, derart, daß der Wert des Stromes Null ist, wenn der Strom sich
in der Mitte des Bildschirms befindet.
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