Hintergrund der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein elektrische
Sockel, die für Burn-in-Tests oder dergleichen ein
elektrisches Teil mit mehreren Anschlüssen, wie zum Beispiel ein IC-
Gehäuse, aufnehmen, und insbesondere solche Sockel, an die
ein elektrisches Teil schnell angebracht und von denen es
schnell wieder abgenommen werden kann und die zur Schaffung
der elektrischen Verbindung mit den Anschlüssen des
elektrischen Teils ein verbessertes Kontaktsystem aufweisen.
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Bei der herkömmlichen Fertigung von IC-Gehäusen mit einem
kunststoffversiegelten Halbleiterchip mit integrierter
Schaltung (im folgenden als IC-Chip bezeichnet) werden die Gehäuse
vor der Auslieferung einer Art Zuverlässigkeitstest, einem
sogenannten Burn-in-Test, unterzogen, um die Gehäuse in
Gruppen von Gut- und Ausschußteilen zu trennen. Der Burn-in-Test
hat den Zweck, den IC-Chip nach Durchlaufen einer
Funktionsprüfung für eine vorbestimmte Zeit in einem erhitzten Ofen
einer erhöhten Temperatur (z.B. 120º C) auszusetzen, wobei
ein elektrischer Strom angelegt wird, der circa 20% über dem
Nennwert liegt. Diejenigen IC-Gehäuse, die den Burn-in-Test
nicht bestehen, werden als Ausschußteile weggeworfen, und nur
die anderen, die weiter störungsfrei funktionieren, gehen als
Gutteile in den Versand.
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Ein Beispiel eines Sockels gemäß dem Stand der Technik, wie
er als Halterung bei Burn-in-Tests für IC-Gehäuse verwendet
wird, ist in Fig. 1 und 2 dargestellt. Fig. 1 zeigt, daß der
Sockel eine Grundplatte 100 aufweist, die als der
Sockelhauptkörper zur Befestigung eines gedruckten
Schaltkreissubstrats (nicht in den Zeichnungen gezeigt) dient und an der
eine Abdeckung 102 schwenkbar befestigt ist. Ein Scharnier
104 weist eine Schraubenfeder 103 auf und ist an einer Seite
der Grundplatte 100 angeordnet, wobei abgerundete Vorsprünge
106 des Scharniers 104 einstückig mit einer Seite der
Abdeckung ausgebildet sind. Die Abdeckung 102 ist um eine Welle
108 in der durch einen mit J markierten Pfeil gezeigten
Richtung drehbar.
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In Fig. 2 ist an der gegenüberliegenden Seite der Abdeckung
102 eine Welle 120 drehbar gelagert, an der eine Verriegelung
122 vorgesehen ist, um die Abdeckung 102 in geschlossenem
Zustand zu halten, in dem die Grundplatte 100 bedeckt ist.
Wenn ein Haken 122a der Verriegelung 122 mit einer an der
gegenüberliegenden Seite der Grundplatte 100 ausgebildeten
Leiste 100a in Eingriff gelangt, befindet sich die Abdeckung
102 an der Oberseite der Grundplatte 100 in geschlossenem
Zustand. Ein einstückig mit der Verriegelung 122
ausgebildeter Hebel 124 erstreckt sich in die Gegenrichtung, wobei bei
Drehung des Hebels 124 gegen eine Schraubenfeder 126 die
Verriegelung 122 mit der Leiste 100a der Grundplatte 100 außer
Eingriff gelangt, so daß die Abdeckung 102 geöffnet werden
kann.
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Die Oberseite der Grundplatte 100 ist so ausgebildet, daß sie
ein IC-Gehäuse 130 des QFP Typs (QIL-Flachgehäuse) an einer
an der Grundplatte mittig vorgesehenen
IC-Gehäuse-Aufnahmeposition 105 aufnehmen kann. An der Oberseite der Grundplatte
100 erstrecken sich in unmittelbarer Nähe zur IC-Gehäuse-
Aufnahmeposition nach oben vier Führungen 132, 134, 136 und
138. Die beiden zwischen einem Führungspaar 132 und 134
befindlichen, einander zugewandten Seitenflächen weisen
geneigte Oberflächen 132a und 134a auf und bilden eine Nut mit
geneigten Seitenflächen zur Führung des IC-Gehäuses 130.
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An der Oberseite der Grundplatte 100 ist in Einzeireihen eine
große Anzahl von Kontakten 140 vorgesehen, die derart
angeordnet sind, daß sie den Anschlußreihen an jeder Seite des
IC-Gehäuses 130 entsprechen, wobei das IC-Gehäuse zwischen
zwei benachbarten Führungen 132, 134; 134, 136; 136, 138 und
138, 132 aufnehmbar ist. Zwischen jedem Paar
nebeneinanderliegender Kontakte 140 ist eine Trennwand 141 ausgebildet, um
eine gegenseitige Berührung der Kontakte zu verhindern.
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Die Herstellung der Kontakte 140 kann aus einer dünnen Platte
aus geeignetem Material, wie etwa Berylliumkupfer, erfolgen,
wobei ein an der Grundplatte 100 zu befestigendes Grundteil
140a, ein Federteil 140b, das sich von der Oberseite des
Grundteils 140a nach oben in eine gekrümmte Richtung
erstreckt, ein Federteil 140c, welches sich am Ende des
gekurvten Federteils 140b aus in gerader, horizontaler
Richtung erstreckt, ein Kontaktteil 140d, welches sich an der
Spitze des geradlinigen Federteils senkrecht nach oben
erstreckt, und ein Sockelanschlußstift 140e, der sich von der
Unterkante des feststehenden Teils 140a aus senkrecht nach
unten durch die Unterseite der Grundplatte erstreckt,
gestanzt werden. Die Oberkante des Kontaktteils 140d fungiert
als Kontaktkante 140f.
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Wenn das durch die Nuten 132a und 134a geführte IC-Gehäuse
130 an der IC-Gehäuse-Aufnahmeposition eingesetzt wird,
gelangt die Spitze jedes Anschlusses 130a des IC-Gehäuses 130
auf eine entsprechende Kontaktkante 140f der Kontakte 140.
Wenn in diesem Zustand die Abdeckung 102 geschlossen wird,
gelangen die an vier Seiten der Innenfläche der Abdeckung 102
ausgebildeten Kraftaufbringungsteile 105a mit der Oberseite
der Spitzen der Anschlüsse 130a des IC-Gehäuses 130 in
Eingriff, wodurch das IC-Gehäuse 130 gegen die Federkraft der an
den Kontakten 140 befindlichen Federn 140b und 140c nach
unten gedrückt wird.
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In Fig. 3 ist die niedergedrückte Stellung durch eine
unterbrochene Linie dargestellt, und die Bezugszeichen der
verschiedenen bewegbaren Teile sind mit einem Strich versehen;
das geradlinig ausgebildete Federteil 140c des Kontakts 104
schwenkt um den Drehpunkt F als Mittelpunkt nach unten, wobei
sowohl die Kontaktkante 140f als auch der Anschluß 130a um
einen vorgeschriebenen Weg delta y nach unten gedrückt
werden; zugleich wandert der Berührungspunkt der Kontaktkante
140f um einen horizontalen Betrag delta x in die Richtung der
Basisseite des Anschlusses, wodurch am Anschluß 130a
entlanggerieben
wird. Aufgrund des Reibens durch die Kontaktkante
140f wird ein an der Oberfläche des Anschlusses 130a
befindlicher Oxidfilm abgeschält, was die elektrische Verbindung
zwischen dem Anschluß 130a und dem Kontakt 140 erhöht.
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Bei den bekannten Sockeln werden beim oben beschriebenen
Einsetzen des elektrischen Teils die Kontaktelemente durch die
über die Anschlüsse des elektrischen Teils ausgeübte Kraft
verschwenkt, und die Kontaktkanten 140f greifen an den
Anschlüssen 130a in einer Position an, die immer auf derselben
Seite einer durch den Drehpunkt F verlaufenden, gedachten
waagrechten Linie HL liegt (Drehmittelpunkt der Kontakte
140), d.h. oberhalb der Linie HL in dem in Fig. 3 gezeigten
Beispiel. Aus diesem Grund zeigt der Bewegungsvektor in der
Horizontalrichtung an jeder Kontaktkante 140f immer in
dieselbe Richtung (der Richtung zur Basisseite des Anschlusses
hin, im in Fig. 3 gezeigten Beispiel), mit einem damit
verbundenen großen Verschiebeweg delta x der Kontaktkante 140f.
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Wenn sich die Kontaktkanten 140f der Kontakte 140 in
Gleiteingriff mit den Anschlüssen 130a bewegen, wird jedoch den
Anschlüssen 130a eine Querkraft aufgegeben, die proportional
zum Betrag delta x der Verschiebung der Kontaktkanten 140f
ist.
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Angesichts der Tatsache, daß bei herkömmlichen Sockeln der
Betrag delta x der Verschiebung der Kontaktkanten 140f der
Kontakte 140 groß ist, wird auf die Anschlüsse 130a eine
große Querkraft aufgebracht, mit der damit einhergehenden
Gefahr einer bleibenden Verformung der Anschlüsse 130a oder
einer Schichtablösung an der Anschlußoberfläche.
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Figur 4 zeigt den Aufbau eines anderen bekannten
Kontaktelements, bei dem die mit dem Anschluß 130a in Eingriff
gelangende Kontaktkante 140f des Kontakts 140' aufgrund eines
verlängerten, gekrümmten Federteils 140g Positionen erreichen
kann, die sich immer unterhalb der horizontalen Linie HL, in
welcher der Drehpunkt F (Drehmittelpunkt) des Kontakts 140'
liegt, befinden, mit dem Ergebnis, daß der Bewegungsvektor
der Kontaktkante 140f in der Horizontalrichtung immer in die
Richtung der Anschlußspitze zeigt. Gemäß diesem in Fig. 3
gezeigten Aufbau ist der Verschiebebetrag delta x der
Kontaktkante 140f des Kontaktelements 140' groß und auf eine
Richtung beschränkt, so daß auch für diesen Typ ein
ähnlicher Nachteil wie der oben beschriebene kennzeichnend ist.
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Bei Sockeln gemäß dem oben beschriebenen Stand der Technik
kommt es, wenn der Betrag der "Senkung" d.h. der Betrag der
vertikalen Verschiebung delta y klein gewählt ist, um so den
Betrag der horizontalen Verschiebung delta x zu minimieren,
zu einer damit einhergehenden Verminderung der
Federgegenkraft des Kontaktelements 140 oder 140' und führt zu dem
weiteren Nachteil, daß eine ausreichende Anpreßkraft und
damit eine brauchbare elektrische Verbindung schwieriger zu
erzielen ist.
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In der US-A-5 244 404 ist ein IC-Sockel mit mehreren an der
Grundplatte des Sockels angebrachten, beabstandeten Kontakte,
die zur elektrischen Verbindung mit den Anschlüssen des IC
gedacht sind, beschrieben. Jeder Kontakt weist einen
freistehenden Arm mit einem sich nach oben erstreckenden Abschnitt
und einen sich horizontal erstreckenden Abschnitt mit einem
nach oben abstehenden Vorsprung an seinem freien Ende auf,
der im Betrieb mit einem Anschlußstift des IC in Eingriff
gelangt. Wenn sich der IC im Sockel nach unten bewegt,
verbiegt sich der Kontakt an der Übergangsstelle zwischen den
genannten Abschnitten, so daß der Kontaktvorsprung nur in
eine Richtung entlang des Anschlußstifts des IC gleitet.
Zusammenfassung der Erfindung
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Es ist daher Ziel der Erfindung, einen Sockel mit einem
Kontaktsystem vorzusehen, das die oben erwähnten Nachteile beim
Stand der Technik nicht aufweist. Es ist ein anderes Ziel,
einen Sockel zu schaffen, bei dem eine zufriedenstellende
elektrische Verbindung hergestellt wird und eine schädliche
Verformung der Anschlußstifte des zu testenden elektrischen
Teils vermieden wird.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Sockel mit einem
Körper vorgesehen, der ein Kraftaufbringungsteil enthält
sowie eine Mehrzahl von Kontaktelementen, die in dem Körper
in einer Reihe angebracht sind, wobei die Kontaktelemente
voneinander mit einer gewählten Schrittweite beabstandet
sind, wobei die Kontaktelemente jeweils einen feststehenden
Abschnitt und einen freistehenden Arm aufweisen, der sich von
dem feststehenden Abschnitt aus erstreckt, wobei der Arm eine
Kontaktangriffskante an einem freien Außenende aufweist, die
um einen Drehpunkt bewegbar ist, wobei die
Kontaktangriffskante
an dem freien Außenende eine Ruhestellung hat, die
oberhalb einer imaginären horizontalen Linie liegt, die durch
den Drehpunkt verläuft, wobei das Kraftaufbringungsteil aus
einer ersten Stellung, in der sich die freien Außenenden in
der Ruhestellung befinden, in eine zweite Stellung bewegbar
ist, in der das Kraftaufbringungsteil nach unten auf ein in
dem Sockel anzubringendes elektrisches Bauteil drückt, um zu
bewirken, daß sich von dem Bauteil erstreckende Anschlüsse an
den Kontaktangriffskanten an den freien Außenenden angreifen,
so daß diese nach unten heruntergedrückt werden, um zu
bewirken, daß jede Kontaktangriffskante an den freien
Außenenden aus einer Stellung oberhalb der imaginären Linie in
eine Stellung unterhalb der imaginären Linie bewegt wird,
wodurch jeder Anschluß der sich von dem elektrischen Bauteil
erstreckenden Anschlüsse, wenn dieses in dem Sockel
angebracht ist, an einer entsprechenden Kontaktangriffskante
eines freien Außenendes anliegt und die Kontaktangriffskanten
in abwechselnden, zueinander entgegengesetzten Richtungen an
diesen reiben, wenn sich das Kraftaufbringungsteil von der
ersten in die zweite Stellung bewegt.
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Gemäß der Erfindung weist ein Sockelhauptkörper zur
Aufnahme eines ausgewählten elektrischen Teils, derart, daß
das elektrische Teil leicht angebracht und abgenommen
werden kann, eine Mehrzahl von Kontaktelementen auf, deren
Abstände zueinander so vorgesehen sind, daß sie den Abständen
der mehreren Anschlüsse des elektrischen Teils entsprechen.
Jedes Kontaktelement weist ein Federteil in Form eines
freistehenden federartigen Armes auf, das innerhalb eines
gewählten Wegs um einen vorgegebenen Drehpunkt als
Mittelpunkt schwenken kann, und weist eine Kontaktkante zum
Eingriff mit jedem Anschlußstift des elektrischen Teils
auf, so daß das Federteil jedes Kontaktelements, wenn das
elektrische Teil im Sockelhauptkörper angebracht ist,
innerhalb des vorgeschriebenen Wegs aufgrund der ausgeübten
Kraft eines entsprechenden Anschlusses des elektrischen
Teils schwenkt, wobei sich die Kontaktkante abwechselnd in
entgegengesetzte Richtungen bewegt und hierbei an dem
jeweiligen Anschlußstift des elektrischen Teils reibt.
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Wenn das als freistehender Arm ausgebildete Federteil des
Kontaktelements erfindungsgemäß um den Drehpunkt als
Mittelpunkt der durch einen jeweiligen Anschluß des
elektrischen Teils ausgeübten Kraft schwenkt, wandert der
Angriffspunkt der Kontaktkante des Kontaktelements entlang
einer gedachten Linie, die allgemein senkrecht zur
Kraftrichtung liegt und in der auch der Drehpunkt liegt, wobei
der Eingriff mit dem Anschlußstift des elektrischen Teils
aufrechterhalten wird. An dieser Verbindungsstelle reibt
die Kontaktkante entlang des Anschlußstifts und bewegt sich
in einer Richtung in einem Abschnitt, der vom Nullpunkt
(Ausgangspunkt) bis zu der Position reicht, an der die
Linie durchschritten wird (Zwischenpunkt), und reibt in der
Gegenrichtung entlang des Anschlußstifts, wobei sie sich in
einem Abschnitt vom Zwischenpunkt zum Endpunkt bewegt. Mit
anderen Worten, es wird in jeweils entgegengesetzter
Bewegungsrichtung zweimal über dieselbe Stelle des
Anschlusses
gerieben. Demgemäß entspricht der maximale
Verschiebebetrag der Kontaktkante des Kontaktelements relativ
zum Anschlußstift des elektrischen Teils nicht dem gesamten
zurückgelegten Weg, sondern im wesentlichen nur dem Weg in
einer Bewegungsrichtung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Weitere Ziele, Vorteile und Einzelheiten des neuen und
verbesserten erfindungsgemäßen Sockels und Kontaktsystems
werden nachstehend anhand der ausführlichen Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei in
der ausführlichen Beschreibung auf die Zeichnungen Bezug
genommen wird, in welchen:
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Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines herkömmlichen
Sockels ist, wie er zur Durchführung von Burn-in-Tests für
elektrische Teile wie z.B. IC-Gehäuse verwendet wird;
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Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des
Sockels nach Fig. 1 ist, die mit einem IC-Gehäuse vor dem
Einsetzen in den Sockel gezeigt ist;
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Fig. 3 eine Ansicht ist, die den Aufbau und die
Funktion eines herkömmlichen Kontaktelements zeigt, welches in
dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Sockel verwendet wird;
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Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht eines anderen
Typs eines herkömmlichen Kontaktelements zeigt, wie es in
Sockeln gemäß den Fig. 1 und 2 verwendet wird;
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Fig. 5 eine Querschnittsansicht eines Teils eines
Sokkels mit einem erfindungsgemäßen Kontaktsystem ist, wobei
der Zustand gezeigt ist, in dem ein IC-Gehäuse für einen
Burn-in-Test gerade in den Sockel eingesetzt oder von ihm
abgenommen wird;
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Fig. 6 eine der Fig. 5 ähnliche Querschnittsansicht
ist, in der das für den Burn-in-Test fertig eingesetzte IC-
Gehäuse dargestellt ist;
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Fig. 7 eine vergrößerte Ansicht ist, die das
Funktionsprinzip der Kontaktelemente des Ausführungsbeispiels nach
Fig. 5 und 6 zeigt;
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Fig. 8 eine schematische Darstellung ist, die eine
typische Bahnbewegung des Angriffspunktes der Kontaktkante
des Kontaktelements des Ausführungsbeispiels der Fig. 5 - 7
zeigt;
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Fig. 9 eine Ansicht ist, die den Aufbau eines
Kontaktelements eines abgeänderten Ausführungsbeispiels der
Erfindung zeigt.
Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die Fig. 5 und 6 stellen quergeschnittene Teilansichten
dar, die in Übereinstimmung mit einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung den Aufbau des wesentlichen Teils
eines Sockels und Kontaktsystems für Burn-in-Tests zeigt.
Der Sockelabschnitt dieses Ausführungsbeispiels weist
denselben Aufbau wie der in Fig. 1 und 2 gezeigte
herkömmliche Sockel auf, und insoweit es Teile wie z. B. die
Grundplatte (Sockelhauptkörper) und die Abdeckung etc.
betrifft, sind diese Teile mit demselben Bezugszeichen
versehen.
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Jedes Kontaktelement (kontaktschaffende Teil) des in diesem
Ausführungsbeispiel beschriebenen Sockels kann durch
Stanzen formgebend bearbeitet werden, wobei aus einem dünnen
Blech aus geeignetem Material wie z.B. Berylliumkupfer ein
im allgemeinen L-förmiges Grundteil loa, das am
Sockelhauptkörper 100 angebracht wird, eine freistehende
armähnliche Feder 10b, die sich von der Spitze des festen
Teils 10a schräg nach unten in eine Ebene erstreckt, in der
die Kontaktfläche liegt, und die dazu geeignet ist, sich in
der Ebene mit dem Drehpunkt F als Mittelpunkt an der
Grundplattenseite zu drehen oder zu schwenken, ein Kontaktteil
10c, das sich vertikal nach oben erstreckt und mit dem
freien Außenende der Feder 10b einen spitzen Winkel bildet,
und ein Sockelanschlußstift 10d, der sich von der
Unterkante des feststehenden Teils 10a aus nach unten erstreckt
und dabei durch die untere Oberfläche der Grundplatte 100
ragt, gestanzt wird. Der obere Abschnitt des Kontaktteils
10c fungiert als eine Kontaktkante loe des Kontaktelements
10.
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Ebenso wie beim oben erörterten Stand der Technik gelangt
die äußere Spitze jedes Anschlusses 130a des IC-Gehäuses
130 auf die Kontaktkante 10e eines entsprechenden
Kontaktelements 10, wenn das IC-Gehäuse 130 an der IC-Gehäuse-
Aufnahmeposition in die Grundplatte 100 eingesetzt wird.
Wie in Fig. 5 gezeigt ist, befindet sich die Kontaktkante
10e jedoch an einer Stelle oberhalb der horizontalen Linie
HL, in welcher der Drehpunkt F der Feder 10b liegt. In
diesem
Zusammenhang sei erwähnt, daß in diesem
Ausführungsbeispiel die horizontale Linie HL im weiten Sinne des
Wortes als die Linie bezeichnet werden kann, die durch den
Drehpunkt F des Federteils 10b und annähernd senkrecht zur
Richtung der Druckkraft verläuft, die von der Seite des IC-
Gehäuses 130 (elektrisches Teil), d.h. über die Anschlüsse
130a ausgeübt wird.
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Wenn die Abdeckung 102 geschlossen wird, greift ein
Wandungsteil 105a an der Innenfläche der Abdeckung 102 an
der Oberseite der Spitze jedes Anschlusses 130a an und
drückt das IC-Gehäuse 130 gegen die Federkraft der
Federteile lob der Kontaktelemente 10 nach unten. Aufgrund der
durch die Anschlüsse 130a des IC-Gehäuses 130 senkrecht
nach unten ausgeübten Kraft schwenken, wie in Fig. 7 durch
die unterbrochene Linie gezeigt ist, die geraden,
auslegerartigen Federteile 10b der Kontakte 10 mit dem Drehpunkt F
als Mittelpunkt nach unten, wobei sich die Kontaktkanten
loe um einen vorgeschriebenen vertikalen Weg delta y nach
unten bewegen, während die jeweiligen Kontaktkanten loe und
die Anschlüsse 130a miteinander in Eingriff sind. In der
Mittelstellung sind die beweglichen Teile durch eine
unterbrochene Linie dargestellt und mit einem einfachen Strich
versehen, in der Endstellung sind sie durch eine
unterbrochene Linie dargestellt und mit zweigestrichenen
Bezugszeichen versehen.
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Zugleich verschiebt sich jede Kontaktkante loe um einen
horizontalen Betrag delta x1 in Richtung der Basisseite des
Anschlusses 130a, während sie bei der Abwärtsbewegung von
der Startposition zur auf der horizontalen Linie HL
liegenden Zwischenposition am Anschluß reibt, und die
Kontaktkante verschiebt sich um delta x2 in Richtung der Spitze
des Anschlusses, wenn sie sich beim Entlangreiben am
Anschluß 130a auf der horizontalen Linie HL von der
Vertikalposition zur Position des Endpunkts abwärts bewegt.
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Auf diese Weise greifen die Kontaktkanten loe abwechselnd
in entgegengesetzter Richtung an, während sie fortgesetzt
an den Anschlüssen 130a in der Horizontalrichtung reiben,
wobei der Gesamtbetrag der Bewegung gleich delta x1 plus
delta x2 ist und der Betrag des Versatzes delta x1 minus
delta x2 ist.
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In Fig. 8 ist eine typische Kreisbewegungsbahn des
Angriffspunkts der Kontaktkante 10e des Kontaktelements 10
beim Einsetzen des IC-Gehäuses 130 gezeigt. Durch die über
die Anschlüsse 130a des IC-Gehäuses 130 vertikal nach unten
wirkende Kraft schwenkt das Federteil 10b des
Kontaktelements 10 um den Drehpunkt F als Mittelpunkt nach unten,
wobei die Kontaktkante loe des Kontaktelements 10 eine
Bewegung in Form eines mit dem Pfeil K1 bezeichneten
Kreisbogens ausführt. In Fig. 8 ist das als schwenkbarer Arm
wirkende Federteil 10b durch eine gerade Linie dargestellt.
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Wenn diese Kreisbogenbewegung in der Horizontalrichtung (x-
Richtung) betrachtet wird, verläuft die Bewegungsrichtung
der Kontaktkante 10e im Abschnitt K1, der bei Punkt PS
(10e)
beginnt, und mit dem Durchlaufen der horizontalen
Linie HL am Zwischenpunkt PM (10e') endet, entgegengesetzt
zu der im Abschnitt K2, der am Zwischenpunkt PM (10e')
beginnt und am Endpunkt PE (10e") endet. Mit anderen Worten,
es ist ersichtlich, daß die Kontaktkante 10e mit zueinander
entgegengesetzten wechselweisen Bewegungen angreift.
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Wenn die Kreisbogenlängen der Entfernungen der
Vertikalbewegungen (delta y1 und delta y2) in beiden Abschnitten
gleich groß gemacht werden, sind auch die in der
Horizontalrichtung (x-Richtung) zurückgelegten Entfernungen delta
x1 und delta x2 in der Vorwärts- und Rückwärtsstrecke
gleich. Dadurch wird deutlich, daß die Berührungspositionen
der Kontaktkante 10e in bezug auf den Anschluß 130a am
Startpunkt PS (10e) und am Endpunkt (10e") identisch sind.
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Auf diese Weise schwenkt das Federteil 10b jedes
Kontaktelements 10 in einer vertikalen Ebene, die in diesem
Ausführungsbeispiel, wenn das IC-Gehäuse 130 an der
Grundplatte 100 im Sockel angebracht wird, parallel zur
Kontaktplättchenoberfläche ist, und während die Kontaktkante
loe jedes Kontakts mit einem entsprechenden Anschluß 130a
des IC-Gehäuses 130 in Eingriff bleibt, findet eine
Bewegung des Berührungspunktes über die horizontale Linie
HL, in welcher der Drehpunkt F liegt, statt, so daß die
Kontaktkante 10e am Anschluß 130a abwechselnd in
entgegengesetzter Bewegung reibt.
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Aufgrund des Reibens der Kontaktkante 10e mit jeweils
entgegengesetzten, abwechselnden Bewegungen (zweimal) werden
unerwünschte Oxidschichten wirkungsvoll abgeschält und von
der Oberfläche des Anschlusses 130a entfernt. Darüberhinaus
entspricht der Maximalversatz der Kontaktkante 10e in der
Horizontalrichtung (x) nicht dem Gesamtweg der Bewegung
(delta x1 plus delta x2), sondern entspricht einem kürzeren
Versatzbetrag, der im wesentlichen dem Weg in nur einer
Richtung entspricht (delta x1). Demgemäß ist auch die auf
den Anschluß 130a aufgebrachte Querkraft auf die Hälfte
reduziert, und die Gefahr der Beschädigung (wie z.B.
Verformung, Schichtablösung, usw.) des Anschlusses 130a ist
minimiert.
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Desweiteren kann in der Vertikalrichtung (y-Richtung) der
erwünschte Betrag der Bewegung (delta y) der Kontaktkante
loe, der dem Gesamtweg der Bewegung (delta x1 plus delta
x2) in der Horizontalrichtung entspricht, erreicht werden,
mit dem Ergebnis, daß der Versatz des Federteils 10b oder
die Gegenkraft der Feder maximiert ist. Daher wird eine
zufriedenstellende elektrische Verbindung mit einer
ausreichend hohen Anpreßkraft zwischen den Kontakten 130a und den
Kontaktelementen 10 erreicht.
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Obwohl im obigen eine besondere Ausführungsform beschrieben
ist, soll die Erfindung nicht auf dieses Beispiel
eingeschränkt werden. Es kann im Rahmen der Erfindung auf
verschiedene Weise verändert werden. Die Gesamtform des
Kontaktelements 10 und die Form jedes Bestandteils kann frei
umgestaltet oder verändert werden. Wie zum Beispiel in Fig.
9 gezeigt ist, kann an der Basisseite des Federteils 10b
des Kontaktelements 10' ein gekrümmtes Teil 10g vorgesehen
sein. Darüberhinaus kann für das Kontaktelement jedes
geeignete Material verwendet werden.
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Für die Grundplatte 100 können sowohl die Form, das
Material und die Position der darin befindlichen
Kontaktelemente 10 als auch deren Anordnung und Gestalt verändert
werden. Desweiteren kann die Form der Abdeckung 102, die
Scharniervorrichtung 104 und die Struktur und Gestalt des
Kraftaufbringungsteils 105a auf vielfältige Weise verändert
werden.
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Zusätzlich kann diese Erfindung für Sockel mit anderer
Verwendung als für Burn-in-Tests verwendet werden, wie z.B.
das Testen der elektrischen Eigenschaften von Eingängen und
Ausgängen, der Pulseigenschaften, des Störabstands usw. Das
in der beschriebenen Ausführungsform verwendete elektrische
Teil ist ein IC-Gehäuse mit in vier Richtungen abstehenden
Anschlüssen (Verbindungsstiften). Diese Erfindung kann
jedoch auch mit anderen Typen von IC-Gehäusen wie z.B.
Flachgehäusen mit zwei oder einer Anschlußreihe (SIP) etc. zum
Einsatz kommen. Zusätzlich kann sie auch für andere
elektrische Teile als IC-Gehäuse verwendet werden.
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Es ist beabsichtigt, daß die beigefügten Ansprüche im
Hinblick auf den Stand der Technik so breit wie möglich
ausgelegt
werden, um all solche Veränderungen und Abwandlungen
einzuschließen.
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In Übereinstimmung mit dem oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Sockel wurde die Kontaktkante jedes innerhalb des
Sockelhauptkörpers befindlichen Kontaktstücks so
geschaffen, daß sie beim Einsetzen des elektrischen Teils im
Sockelhauptkörper an einem entsprechenden Anschluß des
elektrischen Teils in wechselnder Gegenbewegung reibt, mit
dem Ergebnis, daß der Betrag der Relativbewegung zwischen
Kontaktkante und elektrischem Anschluß reduziert werden
kann, wodurch eine schädliche Verformung der elektrischen
Anschlüsse verhindert und eine zufriedenstellende
elektrische Verbindung erreicht wird.