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DE69402696T2 - Vorrichtung zum aufspüren im boden eingebetteter objekte - Google Patents

Vorrichtung zum aufspüren im boden eingebetteter objekte

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Publication number
DE69402696T2
DE69402696T2 DE69402696T DE69402696T DE69402696T2 DE 69402696 T2 DE69402696 T2 DE 69402696T2 DE 69402696 T DE69402696 T DE 69402696T DE 69402696 T DE69402696 T DE 69402696T DE 69402696 T2 DE69402696 T2 DE 69402696T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
beams
floating body
sonar
transmitting
seabed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69402696T
Other languages
English (en)
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DE69402696D1 (de
Inventor
Christian Labiau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thales SA
Original Assignee
Thomson CSF SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Thomson CSF SA filed Critical Thomson CSF SA
Application granted granted Critical
Publication of DE69402696D1 publication Critical patent/DE69402696D1/de
Publication of DE69402696T2 publication Critical patent/DE69402696T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S15/00Systems using the reflection or reradiation of acoustic waves, e.g. sonar systems
    • G01S15/88Sonar systems specially adapted for specific applications
    • G01S15/89Sonar systems specially adapted for specific applications for mapping or imaging
    • G01S15/8902Side-looking sonar

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sonare, die die Erfassung von im Meeresboden oder allgemeiner eines beliebigen Gewässers vergrabenen Gegenständen durch Erfassen des Echos der von dieser Vorrichtung ausgesendeten Schallwellen ermöglichen.
  • Das Prinzip der Sonare ist wohlbekannt. Es besteht darin, eine Schallwelle mit einer an die gewünschte Reichweite und gewünschte Präzision angepaßten Frequenz auszusenden. Diese Schallwelle pflanzt sich im flüssigen Medium, in dem sie ausgesendet wird, fort, und kann gegebenenfalls bis zu einer gewissen Tiefe in den von diesem flüssigen Medium bedeckten Boden eindringen. Die angetroffenen festen Gegenstände schicken die Welle zur Sendervorrichtung zurück, die außerdem eine Empfängervorrichtung enthält, die die Erfassung dieser Echos und ihre Lokalisierung in Abhängigkeit von der Durchlaufdauer der Wellen und der Orientierung der ausgesendeten und empfangenen Strahlenbündel ermöglicht. Die hochfrequenten und somit kurzwelligen Wellen sind einfacher zu fokussieren und ermöglichen die Verwendung von kleineren Schallantennen. Sie ermöglichen außerdem eine große Genauigkeit hinsichtlich der Entfernungslokalisierung, die mit der Wellenlänge in Beziehung steht. Dagegen ist ihre Dämpfung in Wasser größer, weshalb die Reichweite reduziert ist, es sei denn, daß übermäßige Leistungen verwendet werden, die kaum möglich sind.
  • Es kommt häufig vor, daß die auf dem Boden des Meeres ruhenden Gegenstände, die mit den Sonaren geortet werden sollen, tatsächlich unter den im Lauf der Jahre angesammelten Sedimenten vergraben sind, insbesondere dann, wenn es sich um Schiffswracks handelt. Es wäre daher sehr nützlich, zu diesem Zweck Schallwellen mit großer wellenlänge zu verwenden und sie von einem in die Nähe des Bodens geschleppten Schwimmkörper auszusenden. Dies stößt auf das Problem der Abmessung der Antennen, die im Fall von großen Wellenlängen mit den notwendigerweise reduzierten Abmessungen eines geschleppten Schwimmkörpers kaum verträglich sind.
  • Die niederfrequenten und somit langwelligen Schallwellen weisen den Vorteil einer viel kleineren Dämpfung und somit einer viel größeren Reichweite auf. Außerdem und korrelativ dazu dringen sie viel tiefer in die Unterseesedimente ein, was die einfachere Erfassung von in diesen Sedimenten vergrabenen Gegenständen ermöglicht. Hingegen erfordern sie den Einsatz von Sende- und Empfangsschallantennen mit großen Abmessungen, um die ausgesendeten Wellen korrekt zu fokussieren und die gewünschte Winkelauflösung zu erhalten.
  • Es ist ein Verfahren bekannt, das die Kombination der Vorteile der kurzwelligen und der langwelligen Schallwellen ermöglicht. Dieses Verfahren, das parametrischer Modus genannt wird, besteht darin, gleichzeitig zwei Schallwellenbündel mit hoher Frequenz in dieselbe Richtung auszusenden, wobei vorzugsweise dieselben Sende-Meßwandler verwendet werden. wegen der Nichtlinearitäten des Ausbreitungsfluids, im allgemeinen des Wassers, erzeugen diese Wellen Intermodulationsprodukte, wovon jenes mit der niedrigsten Frequenz, das der Differenz der Frequenzen der ausgesendeten Wellen entspricht, eine viel geringere Wellenlänge als jene der Ausgangsbündel aufweist. Diese somit erzeugte Welle nutzt jedoch die Eigenschaften der Fokussierung und der Gerichtetheit der Strahlenbündel mit hoher Frequenz, die es erzeugt haben und die von Schallantennen mit kleinen Abmessungen ausgesendet werden konnten. Wenn die Nichtlinearitäten des Wassers gering sind, ist auch der Wirkungsgrad des Intermodulationsprodukts gering, wegen der Dämpfungsdifferenzen ist jedoch die globale Verstärkung positiv. Die somit erzeugte niederfrequente Welle kann in die Sedimente eindringen, während die erzeugten hochfrequenten Wellen hier absorbiert werden.
  • Beispielsweise werden primäre Frequenzen in der Größenordnung von 120 kHz verwendet, die durch Subtraktion eine sekundäre Frequenz in der Größenordnung von 15 kHz erzeugen, deren Dämpfung in bezug auf jene der primären Frequenzen trotz einer Konversionsdämpfung in der Größenordnung von -30 dB ein Eindringen in die Sedimente des Meeresbodens bis zu einer Tiefe von ungefähr 2 m ermöglicht, wenn sich dieser Boden ungefähr 10 m vom Schallsender des Sonars entfernt befindet.
  • Aus der europäischen Patentanmeldung 0 070 494 ist eine parametrische Sonarvorrichtung bekannt, die von einem in geringer Höhe über dem Meeresboden geschleppten Schwimmkörper getragen wird. Die Signale der Höhenwinkel-Sendekanäle werden in aufeinanderfolgenden Stößen ausgesendet, die dazu bestimmt sind, die Vermischung der Echos beim Empfang zu vermeiden, was die Erhöhung der Geschwindigkeit des Schwimmkörpers ermöglicht. Die Sende- und Empfangsantennen sind jedoch im Gehäuse des Schwimmkörpers enthalten, wodurch ihre Abmessungen begrenzt sind und die Erhaltung von ausreichend gut abgegrenzten Sendeund Empfangskanälen verhindert wird. Außerdem ist die Sendefolge in den Stößen nicht besonders optimiert.
  • Um dieses Problem zu lösen, schlägt die Erfindung ein Sonar nach Anspruch 1 vor.
  • Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung werden deutlich in der folgenden Beschreibung, die anhand eines nichtbeschränkenden Beispiels und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen gegeben wird, in denen:
  • - Fig. 1 eine Profilansicht eines Schwimmkörpers zeigt, der die Antennen eines Sonars gemäß der Erfindung trägt;
  • - Fig. 2 eine Schnittansicht dieses Schwimmkörpers zeigt;
  • - Fig. 3 eine Draufsicht des Meeresbodens und der von den Sonar-Strahlenbündeln beschallten Oberflächen auf diesem Boden zeigt;
  • - Fig. 4 ein Höhenwinkel-Strahlungsdiagramm beim Empfang zeigt;
  • - Fig. 5 eine Höhenansicht von zwei symjnetrischen Backbord/Steuerbord-Sendestrahlenbündeln zeigt;
  • - Fig. 6 ein Amplituden/Höhenwinkel-Diagramm eines Sendestrahlenbündels zeigt;
  • - Fig. 7 ein Sende/Empfangs-Zeitablaufdiagramm zeigt;
  • - Fig. 8 eine Höhenwinkelansicht von zwei Sendestrahlenbündeln auf derselben Schwimmkörperseite zeigt; und
  • - Fig. 9 ein Sende-Zeitablaufdiagramm desselben Stoßes zeigt.
  • In Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines geschleppten Schwimmkörpers gezeigt, der ein Sonar gemäß der Erfindung enthält.
  • Dieser Schwimmkörper ist aus einem Gehäuse 101 mit einem Durchmesser von beispielsweise 30 cm bei einer Länge von 3 m gebildet, das mit Querrudern und einem Seitenleitruder versehen ist, die zur Aufrechterhaltung seiner Stabilität bestimmt sind. Er enthält außerdem einen Schleppbeschlag 102, der ermöglicht, ihn unter Wasser zu ziehen. Die Stellung dieses Beschlags und die Wirkung der Querruder ermöglichen ein Eintauchen in eine gew;inschte Tiefe, die eventuell durch nicht beschriebene, jedoch bekannte Mittel einstellbar ist. Der Schwimmkörper bewegt sich somit in einer zu seiner Längsachse parallelen Richtung D auf einer Höhe oberhalb des Meeresbodens in der Größenordnung von 10 m, die sich beispielsweise zwischen 4 und 15 m verändern kann, vorwärts.
  • Dieser Schwimmkörper trägt hinten eine zylindrische Sendeantenne 103, die das Gehäuse des Schwimmkörpers in einem Sektor von ungefähr 240º, der an der Unterseite zentriert ist, wie im Schnitt in Fig. 2 gezeigt ist, umgibt. Dies ermöglicht, durch Auswählen derjenigen Sende-Meßwandler durch geeignete elektronische Mittel und in bekannter Weise, die sich in einem Öffnungssektor von 120º befinden, der von einem äußeren Rand der Sendeantenne zum anderen äußeren Rand gleiten kann, ein Sendestrahlenbündel zu definieren, das eine Senderichtung E besitzt, die sich in einem Nutzsendesektor von 120º verändern kann, der auf die Vertikale zentriert ist und nach unten weist. Gegebenenfalls kann eine kreisförmige Sendeantenne des üblichen Typs verwendet werden, der auch für andere Bedürfnisse verwendet wird und einen vollständigen Ring bildet und wovon nur die Meßwandler verwendet werden, die sich in dem Sektor von 240º befinden.
  • Der Schwimmkörper trägt außerdem zwei geradlinige seitliche Empfangsantennen 104 mit einer Länge von ungefähr 2 m, die sich längs der zwei Seiten des Rumpfes zu dessen Unterseite erstrecken und so beschaffen sind, daß sie die niederfrequenten Schallwellen empfangen, die von den zu erfassenden Gegenständen zurückgeschickt werden.
  • Der Schwimmkörper kann außerdem andere Geräte enthalten, die außerhalb des Umfangs der Erfindung liegen, insbesondere ein Hochfrequenz-Sonar, dessen Antennen sich ebenfalls seitlich längs des Rumpfes befinden, sowie Navigationsgeräte, um die Trimmung und die Höhe des Sonars aufrechtzuerhalten, indem eventuell die Veränderungen dieser Parameter gemessen werden, um sie bei der Verarbeitung der Sonar-Signale zu berücksichtigen.
  • Im Stand der Technik sandte die parametrische Sendeantenne in Winkelrichtung schmale Strahlenbündel aus, die eine Kartierung des Meeresbodens ermöglichen. Um die überlappung der Strahlenbündel und die entsprechenden Nachteile zu vermeiden, wurden sie nacheinander in einem ausreichenden zeitlichen Abstand ausgesendet, damit sämtliche Echos vor dem Aussenden des folgenden Strahlenbündeis empfangen werden können. Dadurch wurde die Vorwärtsbewegungsgeschwindigkeit des Schwimmkörpers selbstverständlich erheblich eingeschränkt, um eine vollständige Abdeckung des Gebiets zu erhalten. In der Praxis konnte diese Geschwindigkeit 4 Knoten nicht übersteigen, was einen geringen Wert darstellt.
  • Gemäß der Erfindung sendet die parametrische Sendeantenne Strahlenbündel aus, deren Seitenöffnungswinkel 203 (Ebene, die die Richtung D enthält, in der sich der Schwimmkörper vorwärts bewegt) beispielsweise gleich 20º ist, während der Höhenöffnungswinkel 2φ3 (Ebene, die zur Richtung D transversal ist) beispielsweise gleich 3,2º ist. Diese Strahlenbündel sind daher stark asymmetrisch, wobei ihre Auftrefffläche auf dem Meeresboden eine grob elliptische Form besitzt, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Die unterschiedlichen Strahlenbündel grenzen aneinander und entsprechen somit Zonen, die ihrerseits auf dem Boden aneinandergrenzen und in der Figur mit 1 bis 18 numeriert sind. Wegen der Höhenöffnung müssen nämlich in diesem numerischen Beispiel 18 Strahlenbündel auf jeder Schwimmkörperseite verwendet werden, um die weiter oben definierten Sektoren mit einer Größe von 60º vollständig abzudecken.
  • Der erste Sektor Nummer 1 befindet sich im wesentlichen auf der Vertikalen des Schwimmkörpers, während sich der 18. Sektor am Ende der beschallten Zone befindet. Bei einer Entfernung von der Sendeantenne nach Maßgabe der ansteigenden Größe der Nummern verbreitert sich die beschallte Zone wegen der Seitenwinkelöffnung immer stärker. So besitzt bei einer Höhe H über dem Meeresboden, die gemäß einem üblichen Wert beispielsweise gleich 15 m beträgt, das Strahlenbündel Nr. 1 eine Länge, die im wesentlichen gleich 5 m ist, während das Strahlenbündel Nr. 18 eine Länge besitzt, die im wesentlichen gleich 10 m ist.
  • Wie gesehen worden ist, müssen auf jeder Schwimmkörperseite (Fig. 3 zeigt nur eine Seite) 18 Strahlenbündel ausgesendet werden, um den gesamten Höhenwinkelsektor von 60º auf dieser Schwimmkörperseite abzudecken. Um den Schwimmkörper mit einer maximalen Geschwindigkeit zu ziehen, schlägt die Erfindung vor, zur Verringerung der Gesamtwiederholungsdauer, die dem Aussenden dieser 18 Strahlenbündel entspricht, diese Strahlenbündel auf sechs Stöße von drei Strahlenbündeln zu verteilen, wobei die Strahlenbündel desselben Stoßes räumlich in Höhenrichtung und zeitlich getrennt sind und die Strahlenbündel der nachfolgenden Stöße zeitlich getrennt sind.
  • Die Strahlenbündel sind räumlich so verteilt, daß sie verschachtelt sind. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Verteilung der Strahlenbündel in den Stößen für eine Schwimmkörperseite die folgende:
  • - Stoß 1: Strahlenbündel 1-7-13
  • - Stoß 2: Strahlenbündel 2-8-14
  • - Stoß 3: Strahlenbündel 3-9-15
  • - Stoß 4: Strahlenbündel 4-10-16
  • - Stoß 5: Strahlenbündel 5-11-17
  • - Stoß 6: Strahlenbündel 6-12-18.
  • Die Echos, die den Backbord-Strahlenbündeln und den Steuerbord- Strahlenbündeln entsprechen, müssen beim Empfang getrennt werden.
  • Für die Steuerbordantenne ist das Empfangsdiagramm in Fig. 4 gezeigt, wobei das Diagramm für die Backbordantenne symmetrisch ist. Für die von der Vertikalen am weitesten entfernten Strahlenbündel bewirken die Richtdiagramme jeder der zwei Empfangsantennen diese Trennung.
  • In diesem Beispiel ermöglicht das Diagramm die Trennung der Echos, die von Strahlenbündeln ausgehen, die sich zwischen den Höhenwinkeln φ = 30º (in bezug auf die Horizontale) und φ = 70º befinden, d. h. im beschriebenen Beispiel die Strahlenbündel 8 bis 18.
  • Für die verbleibenden Strahlenbündel, die somit in einem Höhenöffnungswinkel von 40º liegen, der auf die Vertikale zentriert ist, und die im beschriebenen Beispiel die Strahlenbündel 1 bis 7 auf jeder Seite sind, überdecken sich die Diagramme, wobei beim Senden der Impulse eine zeitliche Trennung verwendet wird, derart, daß die auf einer Schwimmkörperseite empfangenen Echos nicht mit jenen zusammenfallen können, die auf der anderen Schwimmkörperseite empfangen werden.
  • Hierzu muß also erreicht werden, daß sämtliche Echos, die von einem von Steuerbord in diesem Höhenwinkel zwischen 70º und 90º ausgesendeten Strahlenbündel ausgehen und Gegenständen entsprechen, die in dem Sediment innerhalb der Reichweitengrenze des Sonars vergraben sind, empfangen werden, bevor von Backbord ein anderes Strahlenbündel, das zwischen 70º und 90º liegt, ausgesendet wird.
  • Für das parametrische Sonar sind nämlich nur die Echos interessant, die von in dem Sediment vergrabenen Gegenständen ausgehen. Die Echos, die eventuell von Gegenständen ausgehen, die sich in einer gewissen Wassertiefe befinden, werden von anderen Mitteln lokalisiert, z.B. von einem vom Schwimmkörper getragenen Hochfrequenz-Sonar, so daß diese Echos im Verarbeitungssystem für die Echos des Niederfrequenz-Sonars beseitigt werden können, um Mehrdeutigkeiten zu unterdrücken.
  • Im folgenden werden die Winkel φ mit einem Index i versehen, derart, daß φi = 90º - i 2φ&sub3; gilt. Für ein Strahlenbündel entspricht φi zwei Abständen d2i-1 und d2i.
  • In Fig. 5 sind ein Backbord-Strahlenbündel 503 und ein Steuerbord-Strahlenbündel 504 dargestellt, die im Höhensektor -70º, 70º enthalten sind. In dieser Figur sind die Grenzradien dieser Strahlenbündel weiter unten definiert. Das beispielsweise nach Backbord ausgesendete Strahlenbündel 503 muß von dem nach Steuerbord ausgesendeten Strahlenbündel 504 getrennt werden. Es ist notwendig, daß das Signal, das eventuell von einem in einer Tiefe Hs im Sediment vergrabenen Gegenstand auf einem der Strecke d2i entsprechenden Radius zurückgesendet wird, nicht von dem Signal verdeckt wird, das von der Oberfläche des Meeresbodens in einer Tiefe H in bezug auf den das Sonar tragenden Schwimmkörper auf einem der Strecke d2i-1 entsprechenden Radius zurückgesendet wird (allgemein wird vom Nachhall des Bodens gesprochen).
  • Um eine solche Verdeckung zu vermeiden, wird allgemein davon ausgegangen, daß es vorteilhaft ist, daß der Pegel des Nachhallsignals entweder ungefähr 15 bis 20 dB unterhalb des Nutzsignal-Pegels liegt oder wegen der Dämpfung im Sediment ungefähr 55 bis 60 dB unterhalb des Nutzsignal-Pegels liegt.
  • Es ist nämlich bekannt, daß das Sediment das Signal dämpft und daß dies die Reichweite des Sonars im Sediment begrenzt. Wenn beispielsweise der Dämpfungskoeffizient des Sediments as = 1 dB pro Wellenlänge ist, wird für eine Tiefe des Sediments Hs = 2 m (allgemein am üblichsten) und bei einer Sendefrequenz von 15 kHz, die einer Wellenlänge von 10 cm im beschriebenen numerischen Beispiel entspricht, eine Dämpfung von wenigstens 40 dB (Hin- und Rücklauf) erhalten.
  • Der Trennwinkel Δφ zwischen den Radien, die den Strecken d&sub0; und d&sub1; entsprechen, wird somit durch den Winkelabstand zwischen den Öffnungen des Sendediagramms bei -3 dB und bei -60 dB, d.h. bei der ersten Null des Diagramms, erhalten. Dies ist in Fig. 6 gezeigt.
  • Nun wird auf Fig. 7 Bezug genommen, in der bei 700 der Nachhall des Bodens dargestellt ist, wobei die Zeitdifferenz zwischen dem Ende des ersten Sendens und dem Beginn des nächsten gegeben ist durch
  • (1) Δti = 2(d2i - d2i-1)/c
  • wobei c die Schallgeschwindigkeit im Sediment ist.
  • Dieser Zeitabstand ist einfacher anhand von H, Hs, φk und Δφ, gemäß der folgenden Formel zu berechnen:
  • Dadurch können also die Echos der Backbord- und Steuerbord- Strahlenbündel desselben Rangs, beispielsweise 1B und 1T für i = 1, getrennt werden.
  • Die gleiche überlegung wird angewendet, um die Echos der Strahlenbündel zu trennen, deren Höhenwinkel kleiner als 70º ist. In Fig. 8 sind zwei Strahlenbündel 803, 804 derselben Schwimmkörperseite, Backbord oder Steuerbord, gezeigt; hierbei ist die Winkelbreite Δφ wie oben anhand von Fig. 6 gelehrt definiert. Der Bodennachhall, der der Strecke d2j-1 im Strahlenbündel 804 entspricht, darf die Echos, die von im Abstand d2i befindlichen Gegenständen vom Strahlenbündel 803 stammen, nicht stören. Hierzu ist es ausreichend, daß zum gleichen Sendezeitpunkt wenigstens die Bedingung
  • verwirklicht ist, d. h. d2j-1 ≥ d2i.
  • Wenn diese Bedingung verwirklicht ist, werden die Impulse gleichzeitig ausgesendet. Falls diese Bedingung nicht verwirklicht ist, müssen die Sendezeitpunkte getrennt sein um:
  • was gleich
  • ist.
  • Diese Betrachtungen ermöglichen die Definition der Sendefolge der Strahlenbündel für jeden Stoß.
  • Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Rahmen des weiter oben beschriebenen numerischen Beispiels:
  • H = 15 m
  • Hs = 2 m
  • Strahlenbündelbreite bei 3 dB: 3,2º/ Strahlenbündeibreite zwischen Nullen: 18º} Δφ = 10,6º
  • φi = 90º - i 3,20, 1 ≤ i ≤ 18
  • dies gilt auch für j.
  • Der Stoß 1 ist derjenige, der die längste Dauer besitzt, weil er der einzige ist, der zwei Strahlenbündel 1, 7 enthält, die vertikal sind und die daher zwangsläufig durch eine zeitliche Verzögerung beim Senden (Δt&sub1; und Δt&sub7;) getrennt werden müssen.
  • Es gilt: φ&sub1; = 86,80
  • φ&sub7; = 67,60
  • Δt&sub1; = 2,54 ms
  • Δt&sub7; = 4,08 ms
  • Wie in Fig. 9 gezeigt, beginnt der Stoß Nr. 1 durch das Senden des Strahlenbündels 1T, gefolgt vom Senden des Strahlenbündels 1B nach Δt&sub1;, woraufhin nach At&sub1; das Senden des Strahlenbündels 7T erfolgt. Das Senden des Strahlenbündeis 7B erfolgt nach At&sub7; ab dem Senden des Strahlenbündels 7T, während das Senden des Strahlenbündels 13T nach Δt&sub7; ab dem Senden des Strahlenbündels 7B erfolgt.
  • Nun muß geprüft werden, ob der zeitliche Abstand zwischen Strahlenbündeln derselben Schwimmkörperseite berücksichtigt worden ist. Für die Strahlenbündel 1 und 7 gilt d&sub2; = 17,03 m und d&sub3; = 15,32 m. Da d&sub1;&sub3; kleiner als d&sub2; ist, muß auf Sendevorgänge, die gleich oder kleiner als 2,28 ms sind, eine Verzögerung angewendet werden. Wenn für T der momentane Wert 0,2 ms verwendet wird, ist das Intervall gleich 5,28 ms, so daß das Intervall zwischen 1T und 7T geeignet ist. Gleiches gilt für die Strahlenbündel 7 und 13, für die eine Verzögerung zwischen Sendungen angewendet werden muß, die kleiner oder gleich 1,18 ms ist. Die Verzögerung zwischen den Sendevorgängen für die Strahlenbündel 7B und 138 ist somit gewährleistet, außerdem können die Sendevorgänge 13T und 13B gleichzeitig erfolgen. Tatsächlich grenzen sie aneinander, weil für diese zwei Sendevorgänge gemeinsame Meßwandler vorhanden sind.
  • Die Gesamtdauer des Sendezyklus des Stoßes muß kleiner als 2H/c sein, damit sämtliche Echos ausgesendet werden, bevor der erste Impuls empfangen wird, um ein Gemisch der Signale im Wasser zu vermeiden.
  • Die Gesamtdauer des Sendezyklus des Stoßes ist gleich 14,44 ms und somit kleiner als 2H/c = 20 ms.
  • Was den Sende/Empfangs-zyklus insgesamt betrifft, ist die Dauer für einen Stoß gegeben durch
  • Für den Stoß 1 ist φmax = (P3, so daß 41,2 ms erhalten wird.
  • Somit besitzt der Sende/Empfangs-Zyklus für die sechs Stöße eine maximale Dauer, die im wesentlichen gleich diesem 6fachen Wert ist, also ungefähr 250 ms.
  • Während dieser Dauer bewegt sich der Schwimmkörper, wenn er mit 10 Knoten fährt, über eine Strecke von 1,25 m, wobei wegen der Abmessungen der beschallten Fläche auf der Grundfläche des Strahlenbündels wie in Fig. 3 gezeigt in Abhängigkeit von den Dimensionen des gewählten numerischen Beispiels jeder Gegenstand, der ein Echo zurücksenden kann, (5/1,25) viermal (vier Treffer), falls er sich auf der Vertikalen des Schwimmkörpers befindet, und (10/1,25) achtmal, wenn er sich an der Grenze des beschallten Sektors befindet, beschallt wird. Solche Zahlen ermöglichen die Erhaltung einer vollkommen sicheren Erfassung.
  • Eine solche Folge von sechs Stößen aus drei Strahlenbündeln ist bis zu einer unteren Grenze der Höhe des Schwimmkörpers über dem Meeresboden gut geeignet. Diese Grenze beträgt ungefähr 6 m für eine Lothöhe im Sediment von 2 m. Der Wert von 2 m, der betrachtet worden ist, ist besonders für die Erfassung von vergrabenen Minen geeignet, von denen angenommen wird, daß sie nicht mehr gefährlich sind, wenn sie von mehr als 2 m des Sediments bedeckt sind.
  • Wenn eine niedrigere Höhe des Schwimmkörpers verwendet wird, die beispielsweise zwischen 4 und 6 m liegen kann, wird die Geschwindigkeit des Schwimmkörpers auf einen Wert verringert, der im wesentlichen gleich 6,7 Knoten beträgt.
  • Um eine ausreichende Seitenwinkelauflösung zu erhalten, wird beim Empfang eine Kanalformation verwendet, die beispielsweise sieben Kanäle enthalten kann, deren Seitenwinkelöffnung wegen des weiter oben definierten Winkels 2θ&sub3; im wesentlichen gleich 3º beträgt.
  • Unter diesen Bedingungen entspricht die Auflösungszelle des Sonars einem Öffnungswinkel von 3º º 3,2º.
  • Gemgß einer Variante ist die Empfangsantenne synthetisch, d.h. ihr Öffnungswinkel 2θ&sub3; wird durch eine Antennenlänge erhalten, die die Vorwärtsbewegung des Schwimmkörpers berücksichtigt: diese Technik ist bekannt und beispielsweise in dem Patent US 4 987 563 von John E. Gilmour beschrieben.
  • Das somit beschriebene Sonar ermöglicht gegenüber jenen, die bisher verwendet worden sind, eine starke Verbesserung des stündlichen Abdeckungsgrades, die durch die Erhöhung der Geschwindigkeit des Schwimmkörpers erhalten wird, der sich mit 10 Knoten anstatt mit früher mit 4 Knoten vorwärtsbewegen kann. Er kann eventuell eine Geschwindigkeit von 15 Knoten erreichen, wenn dies die hydrodynamischen Eigenschaften des Schwimmkörpers erlauben. Außerdem ist die Anzahl der Treffer gegenüber dem Stand der Technik wesentlich erhöht, was in Wirklichkeit vom Standpunkt der Signalverarbeitung einer Integration entspricht, von der bekannt ist, daß sie den Rauschabstand erhöht.

Claims (1)

  1. Sonar zum Erfassen von im Boden von Gewässern vergrabenen Gegenständen des Typs mit einer parametrischen Sendeantenne (103) und einer Empfangsantenne (104), die beide von einem Schwimmkörper (101) getragen werden, der dazu vorgesehen ist, in geringer Höhe über dem Meeresboden geschleppt zu werden, wobei diese Sendeantenne auf Kanälen (1-18) aussendet, die in Höhenwinkelrichtung in einer Ebene, die zur Achse (D) der Vorwärtsbewegung des Schwimmkörpers transversal ist, verteilt sind, wobei dieses Sonar so beschaffen ist, das es die Signale der Höhenwinkel-Sendekanäle in aufeinanderfolgenden Stößen aussendet, wodurch das Gemisch der Echos beim Empfang vermieden wird, was somit die Erhöhung der Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung des Schwimmkörpers ermöglicht, und wobei die einem Stoß entsprechenden Strahlenbündel in Höhenrichtung räumlich getrennt sind, damit die Strahlenbündel der aufeinanderfolgenden Stöße verschachtelt sind, damit sie das Erkundungsfeld des Sonars abdecken, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeantenne an das im wesentlichen zylindrische Gehäuse des Schwimmkörpers angepaßt ist, um die Kanäle (1-18) auszusenden, daß die Empfangsantenne aus zwei seitlichen Antennen gebildet ist, die sich längs der zwei Seiten des Gehäuses zu seiner Unterseite erstrecken, und daß die Aufeinanderfolge der Strahlenbündel desselben Stoßes mit minimaler Länge optimiert wird, indem als zeitlicher Abstand für zwei aufeinanderfolgende Strahlenbündel desselben Stoßes die Zeitdifferenz zum Hin- und Rücklauf, die dem am weitesten entfernten Echo des momentanen Strahlenbündels und dem nähesten Echo des folgenden Strahlenbündels entspricht, gewählt wird, was ermöglicht, ein Gemisch aus der Reflexion am Meeresboden und aus den Echos der in den Sedimenten vergrabenen Gegenstände zu vermeiden.
DE69402696T 1993-03-09 1994-01-11 Vorrichtung zum aufspüren im boden eingebetteter objekte Expired - Lifetime DE69402696T2 (de)

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