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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bügeleisen mit einer
Verdampfungskammer und einem Zerstäuber.
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Viele Bügeleisen weisen einen Tank für eine Bügelflüssigkeit
auf, der einerseits eine Verdampfungskammer zum Ausstoßen des
Dampfs durch die Öffnungen der Sohle und andererseits einen
Zerstäuber zum direkten Zerstäuben der Flüssigkeit auf der
Wäsche vor oder nach dem Bügeln versorgt.
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Dieser Tank kann einer oder mehreren Kassetten zugeordnet sein,
die durch das Wasser des Tanks durchströmt werden oder damit in
Kontakt stehen. Dieses Kassette enthält beispielsweise ein
Produkt zur Behandlung des Wassers, insbesondere zur
Entmineralisierung. Sie kann auch ein Produkt zur Behandlung der Wäsche
(stärkendes Produkt, keimtötendes Produkt, faltenbildendes
Produkt usw.) durch Lösung in dem Wasser freisetzen.
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In den Tank kann auch eine vorbehandelte Flüssigkeit geschüttet
werden.
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Die meisten Produkte zur Wäschebehandlung halten der sehr hohen
Temperatur in der Verdampfungskammer nicht stand. Wird also ein
Teil des Produkts wirksam durch den Zerstäuber zerstäubt, dann
gelangt der andere Teil in die Verdampfungskammer, in der das
Produkt abgebaut oder auch durch Abscheidung angesammelt werden
kann, wodurch die Verdampfungskammer beschädigt wird.
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Die vorliegende Erfindung schlägt ein Bügeleisen vor, das die
Zerstäubung eines Behandlungsprodukts auf der Wäsche
ermöglicht,
ohne daß die obengenannten Nachteile auftreten, und das
einfach und funktioniert und ausgestaltet ist.
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Das Dokument US-A-3 160 969 schlägt zu diesem Zweck eine
Zerstäubungseinheit mit einem eigenen Tank vor, die dank einer
Montagevorrichtung einem Bügeleisen zugeordnet werden kann.
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Die Erfindung schlägt ein Dampfbügeleisen mit einem Tank für
Bügelflüssigkeit, der mit einer Verdampfungskammer in
Verbindung steht, sowie mit einem Zerstäuber vor, um Flüssigkeit
direkt auf der Wäsche zu verteilen.
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Erfindungsgemäß ist der Zerstäuber einem zweiten, von dem
ersten Tank unabhängigen Tank zugeordnet.
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Damit kann jeder Tank mit einer Flüssigkeit gefüllt werden, die
zur Verdampfung bzw. Zerstäubung geeignet ist.
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Auf diese Weise wird durch die Verwendung der
Verdampfungskammer zum einfacheren Bügeln nicht die gleichzeitige Zerstäubung
einer Flüssigkeit untersagt, die ein Behandlungsprodukt
enthält, das die Temperatur der Verdampfungskammer nicht aushält.
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Nach einer vorteilhaften Version ist wenigstens ein Tank
wenigstens einer Kassette zugeordnet, die durch die Flüssigkeit
durchströmt wird, die in diesen Tank eintritt oder daraus
austritt und ein Produkt enthält, das zur Behandlung der
Flüssigkeit oder Wäsche bestimmt ist.
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Der erste Tank kann beispielsweise mit einer Kassette
ausgestattet sein, die ein Produkt A für die Wäsche freigibt, das
gegen die Temperatur der Verdampfungskammer beständig ist, und
der zweite Tank kann mit einer Kassette ausgestattet sein, die
ein Produkt B freigibt, das eine solche Temperatur nicht
aushalten würde.
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Dann wird jeder Tank mit der gleichen Flüssigkeit, z.B. Wasser
gefüllt.
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Damit werden also geeignete Flüssigkeiten mit unterschiedlicher
Zusammensetzung verdampft bzw. zerstäubt.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung.
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In den als nicht einschränkende Beispiele beigefügten
Zeichnungen zeigen:
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- Fig. 1 eine seitliche Schnittansicht eines Bügeleisens
nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung; und
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- Fig. 2 eine seitliche Schnittansicht eines Bügeleisens
nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.
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In jeder Figur sind die Elemente des Bügeleisens dargestellt,
die die Erfindung direkt betreffen. Alle anderen Teile des
Eisens sind schraffiert, seien es "volle" Teile oder Organe des
Eisens, die nicht beschrieben werden brauchen.
Beschreibung einer ersten Ausführungsform der Erfindung
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In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform der Erfindung
dargesellt.
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Das Bügeleisen 1 enthält auf bekannte Weise einen ersten Tank 2
für Bügelflüssigkeit, der eine Versorgungsöf fnung 3 im vorderen
Teil des Eisens 3 aufweist. Der Tank 2 steht mit der
Verdampfungskammer 4 über eine herkömmliche Tropfeinrichtung 5 in
Verbindung.
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Die Verdampfungskammer 4 weist einen nicht dargestellten
elektrischen Widerstand auf, der an der Innenseite der Sohle 6 des
Eisens angeordnet ist und einerseits die Dampferzeugung sowie
andererseits die Heizung der Sohle 6 ermöglicht. Der Dampf
tritt durch die Öffnungen 7 der Sohle 6 aus der
Verdampfungskammer 4 aus.
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Das Eisen weist auf bekannte Weise einen Zerstäuber 8 zum
direkten Verteilen der Flüssigkeit auf der Wäsche vor oder nach
dem Bügeln auf.
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Erfindungsgemäß ist der Zerstäuber 8 einein zweiten, von dem
ersten Tank 2, der der Verdampfungskammer 4 zugeordnet ist,
unabhängigen Tank 9 zugeordnet.
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Der zweite Tank 9 liegt beispielsweise über dem Tank 2, so daß
er gegen die Wärme der Verdampfungskammer isoliert ist.
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Der erste Tank 2 und der zweite Tank 9 stehen nicht miteinander
in Verbindung. Der zweite Tank 9 weist eine Versorgungsöffnung
10 auf.
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Der Zerstäuber wird auf bekannte Weise von einer Pumpe 11
versorgt. Diese Pumpe taucht in den Tank 9 ein und wird durch den
Steuerknopf 12 betätigt.
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Wenigstens einer der Tanks 2 und 9 kann abnehmbar ausgestaltet
sein, damit er insbesondere leichter zu füllen ist. Der Tank
ist dann in einer geeignet angepaßten Aufnahme des Eisens 1
angeordnet, aus der er zum Füllen mit der Bügelflüssigkeit
herausgezogen werden kann.
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Diese erste Ausführungsform ist besonders gut zur Verwendung
von vorbehandelten Bügelflüssigkeiten geeignet, die zur
Zerstäubung bzw. Verdampfung bestimmt sind.
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Das Eisen 1 wird auffolgende Weise verwendet.
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Der Benutzer füllt vor dem Bügeln den ersten Tank 2 über die
Öffnung 3 mit einer vorbehandelten Bügelflüssigkeit, die die
Temperatur der Verdampfungskammer 4 aushält, beispielsweise mit
entmineralisiertem Wasser, das ein Produkt zur Behandlung der
Wäsche in Lösung enthält, das die Temperatur aushält.
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Im übrigen füllt der Benutzer den zweiten Tank 9 mit einer
weiteren vorbehandelten Flüssigkeit, die zum Zerstäuben bestimmt
ist, z.B. mit entmineralisiertem Wasser, das ein Produkt (z.B.
ein Stärkeprodukt) zur Behandlung der Wäsche in Lösung enthält,
das die Temperatur der Verdampfungskammer 9 nicht aushält.
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Die Flüssigkeit des ersten Tanks 2 läuft durch die
Tropfeinrichtung 5, wird in der Kammer 4 verdampft und während des
Bügelns durch die Öffnungen 7 auf die Wäsche gesprüht.
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Der Benutzer betätigt vor oder nach dem Bügeln mittels des
Knopfes 12 die Pumpe 11 und sprüht nach Wunsch Flüssigkeit aus
dem zweiten Tank 9 auf die Wäsche, bei unserem Beispiel zum
Stärken.
Beschreibung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung
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Diese zweite Ausführungsform ist in Fig. 2 dargestellt, in der
die zu Fig. 1 identischen Elemente die gleichen Bezugsziffern
tragen.
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Das Eisen 1 weist alle Elemente des Eisens der ersten
Ausführungsform auf.
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Ferner ist der erste Tank 2 einer Kassette 13 zugeordnet, die
durch die Flüssigkeit durchströmt wird, die aus diesemtank
austritt und über die längliche Leitung 20 und die
Tropfeinrichtung 5 in die Verdampfungskammer 4 eintritt.
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Die Kassette 13 ist im hinteren Teil des Tanks nach der
geneigten Ebene 14 angeordnet. Diese Kassette entspricht
beispielsweise den Kassetten, die in der französichen Patentanmeldung 92
05277 im Namen der Anmelderin beschrieben sind. Die
Ausgestaltung mit geneigter Ebene ist in der Anmeldung ebenfalls im
einzelnen beschrieben.
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Die Kassette 13 enthält ein Produkt enthält, das zur Behandlung
der Flüssigkeit bestimmt ist, z.B. ein entmineralisierendes
Produkt oder ein Produkt zur Behandlung der Wäsche, das sich in
der Flüssigkeit löst, die die Kassette 13 durchströmt, und die
Temperatur der Verdampfungskammer aushält.
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Die Kassette 13 könnte auch derart in einer Leitung angeordnet
sein, die die Öffnung 3 mit dem Tank 2 verbindet, daß sie durch
die in den Tank 2 eintretende Flüssigkeit durchströmt wird.
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Der zweite Tank 9 ist auch einer Kassette 15 zugeordnet, die an
seinem Boden angeordnet ist und von der Flüssigkeit durchströmt
wird, die aus diesem Tank 9 austritt und in die Pumpe 11 des
Zerstäubers 8 eintritt.
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Die Kassette 15 könnte auch derart in einer Leitung angeordnet
sein, die die Öffnung 10 mit dem Tank 9 verbindet, daß sie
durch die in den Tank 9 eintretende Flüssigkeit durchströmt
wird.
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Die Kassette 15 enthält ein Produkt, das zur Behandlung der
Flüssigkeit oder der Wäsche bestimmt ist, sich in der
Flüssigkeit löst und zum Zerstäuben vor oder nach dem Bügeln bestimmt
ist. Es handelt sich bevorzugt um ein Produkt, das die
Temperatur der Verdampfungskammer 4 nicht aushält.
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Das Eisen nach dieser Ausführungsform wird analog zur ersten
Ausführungsform verwendet, nur mit dem Unterschied, daß der
Benutzer die in der Kassette 13 bzw. 15 enthaltenen Produkte
derart auswählen kann, daß die Tanks 2 und 9 mit der gleichen
Flüssigkeit versorgt werden.
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Die Kassette 13 enthält beispielsweise ein Produkt A für die
Behandlung der Wäsche, das die Temperatur der
Verdampfungskammer aushält, und die Kassette 15 enthält ein Produkt B für die
Behandlung der Wäsche, das die Temperatur der
Verdampfungskammer nicht aushält.
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Der Benutzer füllt dann die beiden Tanks mit der gleichen
Flüssigkeit, z.B. mit entmineralisiertem Wasser. Beim Durchströmen
der Kassette 13 wird das Wasser mit dem Produkt A angereichert
und dann auf die Wäsche verdampft. Beim Durchströmen der
Kassette 15 wird das Wasser mit dem Produkt B angereichert und vom
Benutzer nach Wunsch zerstäubt. Der Benutzer hat also die
beiden Tanks mit der gleichen Flüssigkeit gefüllt und verdampft
bzw. zerstäubt dennoch zwei verschiedene Produkte auf die
Wäsche. Gegebenenfalls könnte man in jedem Tank mehrere Kassetten
anordnen, z.B. eine Entmineralisierungskassette und eine
Kassette, die ein Produkt zur Behandlung der Wäsche freigibt.
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Selbstverständlich können an der Erfindung zahlreiche
Änderungen und Verbesserungen vorgenommen werden, ohne ihren Rahmen zu
verlassen.