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Halteklemme für Laboratoriumsstative und ähnliche Zwecke Die bekannten
Stativklemmen mit Gewinden und Spannmuttern zum Halten von Laboratoriumsgeräten
haben den Nachteil, daß die Gewinde durch Säuren, Laugen und Dämpfe mit der Zeit
zerfressen werden. Hierdurch werden solche Klemmen für eine weitere Benutzung unbrauchbar.
Ein weiterer Nachteil dieser Klemmen besteht darin, daß man dünnwandige zu haltende
Körper sehr leicht durch Überdrehen der Spannmutter bzw. Spannschrauben zerdrückt.
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Man hat deshalb zum Festhalten der Geräte an den Stativen schon vorgeschlagen,
die mittels Schrauben bzw. Muttern lösbaren Halt, erungen durch unter Federwirkung
stehende Klemmteile zu ersetzen. Insbesondere sind Halteklemmen für Laboratoriumsstative
und ähnliche Zwecke bekannt, die aus einem festen und einem beweglichen, unter Federwirkung
stehenden Klemmteil bestehen, zwischen denen das zu haltende Gerät festen klemmt
wird.
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Für den praktischen Gebrauch ist es nun bei Stativkiemmen erwünscht,
daß diese sowohl Geräte von kleinem als auch solche von größerem Durchmesser gleich
gut und sicher halten können, damit man nicht zu viele verschiedene Klemmgrößen
arn Lager halten muß.
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Bei den Stativkiemmen mit Gewinden und Spanumuttern ist dies ohne
weiteres durch entsprechende Wahl der Gewindelängen möglich. Da die Gewinde aber,
um genügend selbsthemmend zu wirken, eine geringe Ganghöhe hauben müssen, so benötigt
man sehr viel Zeit, wenn man bei einer derartigen Klemme von einem zu haltenden
Körper kleinen Durchmessers auf einen solchen mit großem Durchmesser oder umgekehrt
übergehen muß.
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Die bekannten Stativklemmen mit einem festen und einem beweglichen
unter Federwirkung stehenden Klemmteil können zum Festhalten von Arbeitsgeräten,
welche in
ihren Durchmessern sehr verschieden sind, nicht benutzt
werden, weil der auf das Arbeitsgerät zur Wirkung kommende Federdruck sich mit dem
Durchmesser des zu haltenden Geräts sehr ändert.
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Zur Vermeidung dieses Nachteils werden die bekannten Halteklemmen
der letztgenannten Art nach der vorliegenden Erfindung in der Weise weiter ausgebildet,
daß der feste Klemmteil mit einer Längsführung versehen ist, an welcher ein den
federnden Klemmteil tragender Bügel derartig verschiebbar angeordnet ist, daß sich
nach Spannen der Klemmfeder durch das zu haltende Gerät der Bügel an der Längsführung
festkantet.
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Der federnde Klemmteil wird zweckmäßig mittels eines unrunden Führungsstiftes
im verschiebbaren Bügel geführt. Hierdurch behält der federnde Klemmteil immer seine
Parallellage zum festen Klemmteil bei.
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Ebenso erhält erfindungsgemäß die Längsführung für den Bügel unrunden
Querschnitt. Hierdurch wird ebenfalls eine stets parallele Lage der beiden Klemmteile
zueinander erzielt.
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Damit auch bei ganz angespannter Feder das eingespannte Werkstück
nicht zerdrückt werden kann, wird erfindungsgemäß der bewegliche, federnde Klemmteil
an einem durch den Führungsstift hindurchgesteckten Stift schwenkbar gelagert.
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Eine Klemme nach der Erfindung ermöglicht schnellstes Einspannen
von Geräten verschiedener Durchmesser, ohne diese bei geringer Wandstärke durch
zu großen Druck zu gefährden. Die Klemme hält das Werkstück unverrückbar fest und
ermöglicht schnellstes Ausspannen lediglich durchDruck auf den verschiebbaren Bügel.
Der Klemmdruck ist unabhängig vom Durchmesser der eingespannten Geräte. Die Befestigung
von Teilen an einer Stativstange 0. dgl. durch Festkanten ist an sich bekannt. Insbesondere
wurden hierzu federnde Bügel mit je einer Öffnung in den beiden Schenkeln für den
Durchtritt der Stativstange o. dgl. benutzt, deren Schenkel beim Verschieben des
Bügels auf der Stange gegeneinandergedrückt wurden.
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In der Zeichnung ist ein Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt.
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Abb. I zeigt eine Seitenansicht; Abb. 2 zeigt eine Vorderansicht;
Abb. 3 zeigt eine Draufsicht im Schnitt A-B, und Abb. 4 zeigt die Klemme schematisch
bei entspannter und gespannter Stellung des beweglichen Klemmteils.
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Der feste Klemmteil a, a' ist am Stab b befestigt, welcher bei c
am Stativ eingeklemmt ist. Der bewegliche Klemmteile ist an einem Stift g, der durch
den Stift f ge--steckt ist, drehbar befestigt. Der Stift 1 dient als Halterung für
eine Drnckfeder lt. Ein Stift oder Splint ist mit i bezeichnet. Der Stifte, welcher
unrunden Quersehnitt hat, ist im Teil k" des Bügels k lose verschiebbar, aber nicht
drehbar gelagert. Der Bügelteilk' ist lose verschiebbar, aber nicht drehbar auf
der Führung d angeordnet. Mit 1 und 1' sind Verlängerungen am Bügel bezeichnet,
welche zur bequemen Handhabung der Vorrichtung dienen.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Der Bügel k möge gemäß Abb. 4, Stellunge,
zunächst entspannt sein. Man bringt zunächst das zu haltende Arbeitsstück, z. B.
die Röhrem, auf den festen Klemmteil a und drückt dann bei 1 und 1' in Richtung
den Bügels in die StellungII. Hierdurch spannt sich die Federt und drückt beim Loslassen
des Bügels k in Richtung y auf den Bügel k.
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Hierdurch kantet sich der Bügel an der Längsführung d bei z fest und
sitzt unver rückbar fest. Das Werkstück In wird festgehalten. Drückt man aber in
Richtung x' nur auf die Nasel des Bügels k, so wird die Kantung aufgehoben und die
Klemme kann entspannt und gelüftet werden. Ist Jdie Feder 1z ganz gespannt, so weicht
beim Entspannen die Klemme urn den Drehpunktig etwa in Richtungu seitlich aus, wodurch
auch bei ganz gespannter Federt keine Gefährdung des Werkstückes selbst bei dünner
Wandstärke möglich ist.
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Der Anpressungsdruck der federnden Klemme e an das zu haltende Werkstück
m, z. B. ein Glasrohr, ist unabhängig von dessen Durchmesser. Ist das Werkstückm
z. B. im Durchmesser bedeutend größer, so wird zum Festspannen der Bügel k eben
nicht soweit nach unten geschoben.
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Die Klemme eignet sich zum Einspannen von Geräten mit rundem und
unrundem Querschnitt und kann in mannigfacher Art abgeändert hergestellt werden.