DE689236C - Verfahren zum Herstellen und Befestigen von Schmutzschutzstreifen an Riemchenschuhensowie Vorrichtung zum Befestigen des Schutzstreifens an der Brandsohle - Google Patents
Verfahren zum Herstellen und Befestigen von Schmutzschutzstreifen an Riemchenschuhensowie Vorrichtung zum Befestigen des Schutzstreifens an der BrandsohleInfo
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- DE689236C DE689236C DE1939K0154222 DEK0154222D DE689236C DE 689236 C DE689236 C DE 689236C DE 1939K0154222 DE1939K0154222 DE 1939K0154222 DE K0154222 D DEK0154222 D DE K0154222D DE 689236 C DE689236 C DE 689236C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B3/00—Footwear characterised by the shape or the use
- A43B3/10—Low shoes, e.g. comprising only a front strap; Slippers
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
- Verfahren zum Herstellen und Befestigen von Schmutzschutzstreifen an Riemchenschuhen sowie Vorrichtung zum Befestigen des Schutzstreifens an der Brandsohle Es macht sich bei Riemchenschuhen stets der Nachteil bemerkbar, daß .durch die Lücken zwischen den Riemchen Steinchen, Sand o. dgl. eindringen, was beim Tragen sehr unangenehm empfunden wird.
- Um diesem Übelstand zu begegnen, fertigte man Schuhe mit hochgewalkter Sohle oder mit angestepptem Schutzstreifen an, oder man nähte den Schaft des Schuhes mit einer Deckbrandsohle der Kante nach zusammen und befestigte an ,die Deckbrandsohle eine Zwischensohle und an diese die Laufsohle mittels Klebstoffs; darauf wurde rings um den ganzen Schuh ein Schutzstreifen gelegt, der die Schnittflächen der Sohlen überdeckte.
- Diese Verfahrensarten sind umständlich und kostspielig, da :das Annähen des Schutzstreifens zeitraubende und schwierige Arbeitsvorgänga erfordert und wenig Gewähr für eine dauerhafte Befestigung bietet. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Riemchenschuh herzustellen, bei welchem mit billigen Mitteln schnell und einfach ein sicherer Zehenschutz angeordnet ist. Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein an der einen oder an seinen beiden Randseiten mit Zacken oder Zähnen versehener Kunstlederstreifen auf der Unterseite mit Kautschukmilch bestrichen, auf diesen Streifen ein schmaler Einlegestreifen aus haltbarem Werkstoff, beispielsweise ein ein- oder mehrlagiger ungewebter Faserstoff, ,aufgebracht, der Kunstlederstreifen sodann gefaltet und mit dem Einlagestreifen verklebt wird, der so hergestellte Streifen mit der geschlossenen Kante alsdann in den Einschnitt einer Schablonenplatte eingedrückt wird, die gezahnten Einfaßränder .auseinandergespreizt werden und schließlich die Brandsohle, deren Ränder ebenfalls mit Kautschukmilch bestrichen sind, auf den nach innen gerichteten Einfaßrand des Streifens gedrückt und der nach außen gerichtete Einfaßrand über den Sohlenrand gezogen und auf der Brandsohl@enunterseite befestigt. wird.
- Bei dem Befestigen des Werkstoffstreifens mit nur an einer Randseite befindlichen Zacken oder Zähnen empfiehlt es sich, die Zacken oder Zähne über den Sohlenrand der Brandsohle zu legen und zu befestigen, nicht dagegen .auf den Sohlenrand.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den fertigen Schmutzschutzrand, Abb.2 die Brandsohle mit angeklebtem Schmutzschutzstreifen, Abb.3 die Unterseite der Brandsohle, Abb. q. die Vorrichtung, mit welcher der Schmutzschutzstreifen an die Sohle angeklemmt wird, Abb. 5 den fertigen Schuh.
- In dem dargestellten Beispiel ist b der Schmutzschutzstreifen, der fertig zubereitet etwa 12 bis i 5 mm breit ist. Der Schmutzschutzstreifen wird ,aus einem Kunstleder o. dgl. Stoff von etwa 5 bis 6 cm Breite hergestellt in der Weise, daß -der eine Rand oder beide Ränder zunächst mit Zähmen oder Zacken versehen werden, worauf der Streifen auf der Innenseite mit Kautschukmilch bestrichen, .auf Mitte gefaltet und ein schmaler Einlegestreifen g aus haltbarem Werkstoff in die Knickfalte des Streifens eingelegt und mit diesem verklebt wird. Der Einfaßrand c, das sind die Zähne für das Ankleben an die Brandsohled, ist entweder einfach oder doppelt. Nachdem der Streifen c mit seiner geschlossenen Kante in den Einschnitt/ der Schablonenplatte eingedrückt ist, werden die Zähne flach auf die Schablone gedrückt.
- Bei zwei gezahnten Randseiten wird der äußere Rand nach außen und der innere Rand nach innen gelegt. Danach wird die Brandsohle d auf den nach innen gerichteten g ezahnten Rand aufgelegt und angedrückt und der nach außen liegende gezahnte Rand auf den nach oben liegenden Sohlenrand herübergezogen, so daß der Sohlenrand zwischen zwei Einfaßlagen liegt; wenn nur ein gezahnter Rand vorhanden ist, wird dieser über den Sohlenrand herübergezogen, so daß die Zähne um den Sohlenrand herumgreifen und die Sohle tragen. Danach wird die Brandsohle d mit dem aufrecht stehenden Schmutzschutzrand als Riemchenschuh weiter verarbeitet.
- Die Vorrichtung nach Abb. 4. zur Durchführung des Verfahrens besteht erfindungsgemäß aus einer dicken Platte, die mit einer schmalen Einlagefurche f versehen ist. Sie ist so tief, wie der anzubringende Streifen ohne Zähne hoch ist. In diese Vertiefung drückt man den Streifen b, so daß der ausgezackte Rand oben heraussteht.
- Natürlich läßt sich der Streifen auch ohne Vorrichtung ,an den Rand der Brandsohle ankleben, jedoch ist dieses nicht so vorteilhaft,, da das Ankleben mittels Schablonenplatte wesentlich gleichmäßiger zu bewerkstelligen ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen und Befestigen von Schmutzschutzstreifen an Riemchenschuhen, dadurch gekennzeichnet, daß ein .an der einen oder an seinen beiden Randseiten. mit Zacken oder Zähnen versehener Kunstlederstreifen (b) auf der Unterseite mit Kautschukmilch bestrichen, auf diesem Streifen ,ein schmaler Einlegestreifen (ä) ,aus haltbarem Werkstoff, beispielsweise ein ein- oder mehrlagiger urgewebter Faserstoff, aufgebracht, der Kimstlederstreifen sodann gefaltet und mit dem Einlegestreifen (g) verklebt wird, der so hergestellte Streifen mit der geschlossenen Kante alsdann in den Einschnitt (f) der Schablonenplatte (e) eingedrückt wird, die gezahnten EinfaBränder (c) auseinandergespreizt werden und schließlich die Brandsohle (d), deren Ränder ebenfalls mit Kautschukmilch bestrichen sind, auf den nach innen gerichteten Einfaßrand des Streifens (b) gedrückt und der nach außen gerichtete Einfaßrand über den Sohlenrand gezogen und auf der Brandsohlenunterseite befestigt wird.
- 2. Vorrichtung zum Befestigen des Schutzstreifens an der Brandsohle nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Schablonenplatte (e) mit einem in Umriß einer Brandsohle angeordneten entsprechend tiefen Einschnitt (f) zum Einlagern des Schmutzschutzstreifens während des Anklebens.
Priority Applications (1)
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| DE1939K0154222 Expired DE689236C (de) | 1939-04-25 | 1939-04-25 | Verfahren zum Herstellen und Befestigen von Schmutzschutzstreifen an Riemchenschuhensowie Vorrichtung zum Befestigen des Schutzstreifens an der Brandsohle |
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