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Diese Erfindung bezieht sich auf Verpackungsmaterialien
für lichtempfindliche Materialien.
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Zum Verpacken von Gegenständen oder Materialien, die unter
der Einwirkung von Licht ihren Handelswert verlieren wie
lichtempfindliche Materialien, werden Verpackungsbeutel
(-behälter) verwendet, die das Licht vollständig
abschirmen können. Die Verpackungsbeutel müssen eine ausreichende
physikalische Festigkeit, beispielsweise Zugfestigkeit,
Reißfestigkeit und Durchstoßfestigkeit, je nach Größe und
Gewicht der zu verpackenden Materialien, sowie das
obengenannte Lichtabschirmungsvermögen aufweisen. Da der
Öffnungsabschnitt der Verpackungsbeutel in der Regel
wärmeversiegelt wird, sind darüber hinaus geeignete
Wärmeversiegelungseigenschaften erforderlich, und um eine
elektrostatische Aufladung als Folge von Reibung zwischen
den lichtempfindlichen Materialien und dem
Verpackungsbeutel zu vermeiden, sind auch antistatische Eigenschaften
erforderlich.
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Bisher gibt es als Verpackungsmaterialien, die für einen
solchen Verpackungsbeutel verwendet werden, einen
Laminatfilm, der besteht aus einer Hochdruck-Harzfilmschicht aus
verzweigtem Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE), die
ein Lichtabschirmungsmaterial enthält, einer
Aluminiumfolienschicht und einer gebleichten Kraftpapier-Schicht, die
jeweils mittels einer
LDPE-Harz-Extrusions-Klebstoffschicht aufeinanderlaminiert sind. Im allgemeinen ist es
schwierig, Einschichtenfilmen die verschiedenen
Eigenschaften zu verleihen, die als Verpackungsmaterial für
lichtempfindliche photographische Materialien erforderlich
sind, und deshalb wurde bisher nur ein dicker, Licht
abschirmender LDPE-Harz-Einschichten-Film, der Ruß enthält,
zum Verpacken von leichten lichtempfindlichen
photographischen Materialien mit einer geringen Lichtempfindlichkeit,
die in Schutz-Hüllen-Papieren enthalten sind, und zum
Verpacken von leichten photographischen Kopierpapieren
verwendet.
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Als Verpackungsmaterial, insbesondere als
Lichtabschirmungs-Wärmeversiegelungsbeutel zum Verpacken einer Rolle
eines lichtempfindlichen photographischen Materials und
von Bögen (Blättern) eines lichtempfindlichen Materials
mit einem Gewicht von mehr als 1 kg hat der Erfinder
bereits einen Laminatfilm beschrieben, der besteht aus einem
Überkreuz-laminierten Film unter Verwendung von uniaxial
verstreckten Harzfilmen aus Polyethylen mit hoher Dichte
(HDPE), die eine hohe physikalische Festigkeit aufweisen,
und einem LDPE-Harzfilm, der mindestens entweder ein
Lichtabschirmungsmaterial oder ein Antistatikmittel
enthält (US-A-4 147 291). Der Erfinder hat auch einen
billigen Überkreuz-laminierten Film beschrieben, der
verbesserte Wärmeversiegelungseigenschaften und
Lichtabschirmungseigenschaften aufweist (US-A-4 258 848).
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Außerdem hat der Erfinder andere Verpackungsmaterialien
beschrieben, die bestehen aus einem Laminatfilm, der eine
Lichtabschirmungs-Filmschicht aus einem linearen
Polyethylenharz mit niedriger Dichte (L-LDPE) im Gemisch mit Ruß
enthält, die eine hohe physikalische Festigkeit aufweisen,
ausgezeichnete Wärmeversiegelungseigenschaften besitzen
und billig sind (US-A-4 701 359, japanisches Patent KOKAI
Nr. 18547/1987). Als Verpackungsmaterial, in dem ein
metallisierter Film verwendet wird, hat der Erfinder
außerdem ein Verpackungsmaterial für lichtempfindliche
Materialien beschrieben, das besteht aus einer metallisierten
Filmschicht und zwei L-LDPE-Harz-Polymerschichten, die
mehr als 50 Gew.-% L-LDPE-Harz enthalten, die auf beide
Seiten der metallisierten Filmschicht auflaminiert sind.
Eine oder beide L-LDPE-Harz-Polymerschichten enthält
(enthalten) 0,3 bis 30 Gew.-% eines
Lichtabschirmungsmaterials (US-A-4 663 218).
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Der obengenannte konventionelle Laminatfilm, bestehend aus
der LDPE-Harz-Filmschicht, der Aluminiumfolienschicht und
der gebleichten Kraftpapierschicht, ist jedoch dick und
steif und deshalb ist die Handhabbarkeit beim Verpacken
schlecht. Die physikalische Festigkeit, beispielsweise die
Reißfestigkeit, ist gering und die Neigung zum Aufrollen
ist groß. Darüber hinaus sind die
Wärmeversiegelungseigenschaften schlecht und er ist teuer. Infolgedessen war es
schwierig, mit diesem Verpackungsmaterial eine gute
Lichtabschirmung, Feuchtigkeitsdichtheit und gute
Gassperreigenschaften zu gewährleisten wegen des Auftretens von
Staub, Durchbohrungen, Rissen oder eines Aufgehens des
wärmeversiegelten Abschnitts während des Verpackens oder
während des Transports. Im Falle des dicken
Lichtabschirmungs-LDPE-Harz-Einschichtenfilms ist die physikalische
Festigkeit gering und die Wärmeversiegelungseigenschaften
sind schlecht. Daher ist es schwierig, die Qualität der
lichtempfindlichen Materialien vollständig zu
gewährleisten.
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Die Verpackungsmaterialien, die einen
Überkreuz-laminierten Film aufweisen, wie in US-A-4 147 291 und US-A-4 258
848 beschrieben, weisen eine hohe physikalische Festigkeit
wie Reißfestigkeit und Zugfestigkeit auf und sie werden
bis auf den heutigen Tag in der Praxis zum Verpacken von
schweren Materialien verwendet. Da jedoch ein uniaxial
verstreckter HDPE-Harz-Film als Wärmeversiegelungschicht
verwendet wird, sind sie steif und ihre Handhabbarkeit
beim Verpacken und ihre Wärmeversiegelungseigenschaften
sind schlecht. Darüber hinaus variieren die physikalische
Festigkeit und die Wärmeversiegelungsfestigkeit und es
tritt eine Neigung zum Aufrollen auf als Folge der
ungleichmäßigen Dicke einer Klebstoffschicht, des
ungleichmäßigen Verstreckungsverhältnisses der uniaxial
verstreckten HDPE-Harz-Filme oder dgl. Deshalb treten
Störungen auf bei der Verarbeitung oder in dem Verpackungsprozeß
und gelegentlich werden sie durchstoßen oder der
wärmeversiegelte Abschnitt geht während des Transports auf.
Darüber hinaus ist der überkreuz-laminierte Film, bei dem ein
in Längsrichtung uniaxial verstreckter Film auf einen in
Querrichtung uniaxial verstreckten Film auflaminiert ist,
so daß ihre jeweiligen Orientierungsachsen einander
überkreuzen, teuer, weil zwei Arten von Filmform-Vorrichtungen
erforderlich sind.
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Da die Verpackungsmaterialien mit einem Lichtabschirmungs-
L-LDPE-Harz-Einschichtenfilm, wie sie in US-A-4 701 359
oder in dem japanischen Patent KOKAI Nr. 18547/1987
beschrieben sind, billig sind und ausgezeichnete
Wärmeversiegelungseigenschaften und eine ausgezeichnete
physikalische Festigkeit wie Reißfestigkeit und Durchstoßfestigkeit
aufweisen, sind sie ausgezeichnet geeignet als
Verpackungsmaterial für lichtempfindliche Materialien. Im Falle
der Verpackung eines schweren lichtempfindlichen Materials
oder eines lichtempfindlichen Materials mit scharfen
Kanten werden die Lichtabschirmungs-L-LDPE-Harz-Filme jedoch
gelegentlich gedehnt und dünner aufgrund ihres niedrigen
Young'schen Modul, obgleich sie weder durchstoßen werden
noch reißen. In diesem Falle kann eine ausreichende
Lichtabschirmung und Feuchtigkeitsdichtheit nicht
gewährleistet werden. Außerdem sind im Falle der Verwendung
eines L-LDPE-Harzes mit einer Dichte von weniger als 0,925
g/cm³ die Gleiteigenschaften unzureichend und es tritt
leicht eine Blockierung auf. Bei dem in US-A-4 663 218
beschriebenen Verpackungsmaterial sind die physikalische
Festigkeit wie die Reißfestigkeit verbessert. Wenn jedoch
ein Lichtabschirmungsmaterial nur einer Seite der L-LDPE-
Harz-Polymerschicht einverleibt wurde, war die Neigung zum
Aufrollen stark und die Verarbeitbarkeit war schlecht.
Wenn der Schmelzpunkt beider L-LDPE-Harz-Polymerschichten
nahezu identisch war, trat außerdem ein Schmelzen und
Brechen der äußeren Schicht auf, wenn der Wärmeversiegeler
nicht modifiziert wurde. Als Folge davon traten Feinlunker
(Pinholes)auf und die Festigkeit wurde herabgesetzt. Auch
war das Aussehen schlecht. Deshalb wurde dieses
Verpackungsmaterial bisher in der Praxis verwendet als
Laminatfilm, der auf einen Nylonfilm oder Polyesterfilm mit durch
Vakuum abgeschiedenem Aluminium mit einem hohen
Young'schen Modul und einer hohen Wärmebeständigkeit
auflaminiert war. Die Aufrollneigung des Laminatfilms war
jedoch stark und der Nylonfilm und der Polyesterfilm mit im
Vakuum abgeschiedenem Aluminium waren teuer.
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Der Erfinder hat auch einen coextrudierten
Mehrschichten-Aufblas-Film aus einer L-LDPE-Harz-Filmschicht und einer
Polyolefinharz-Filmschicht als einen Film mit einer
verbesserten physikalischen Festigkeit wie
Durchstoßfestigkeit entwickelt (japanisches Patent KOKAI Nr. 62-18548).
Ein solcher coextrudierter Mehrschichten-Aufblasfilm wird
hergestellt unter Verwendung einer
Aufblasfilm-Formvorrichtung, wie sie beispielsweise in Fig. 7 dargestellt
ist. Die Aufblasfilm-Formvorrichtung besteht aus Extrudern
8, die das Harz erhitzen und kneten, einer Ringdüse 9, die
das geschmolzene Harz aus dem Schlitz (nicht dargestellt)
zu einer schlauchförmigen Gestalt extrudieren, einem
Blasschlauch 10 zum Einblasen von komprimierter Luft, einem
Luftring 11 zum Abkühlen des in Schlauchform extrudierten
geschmolzenen Harzes, Führungsrollen 12, die den
schlauchförmigen Harzfilm 13 führen, Führungsplatten 14, die den
schlauchförmigen Harzfilm 13 flach (eben) machen, ein Paar
Abquetschwalzen 15 (Nipp-Walze), für die Aufnahme des
rohrförmigen Harzfilmes 13 und eine Spule 16 zum
Aufwickeln des Films. Wenn der obengenannte coextrudierte
Mehrschichten-Aufblasfilm, bestehend aus einer L-LDPE-Harz-
Filmschicht und einer Polyolefinharz-Filmschicht, geformt
wird unter Verwendung der Aufblasfilm-Formvorrichtung,
werden ein L-LDPE-Harz und ein HDPE-Harz, die jeweils die
vorgeschriebenen Zusammensetzungen haben, durch die
Extruder 8 geschmolzen und verknetet und aus dem kreisförmigen
Schlitz der Ringdüse 9 so extrudiert, daß die L-LDPE-Harz-
Filmschicht im Innern angeordnet ist, d.h. die HDPE-Harz-
Filmschicht auf der Aaußenseite angeordnet ist. Zu diesem
Zeitpunkt wird komprimierte Luft durch den Blasschlauch 10
eingeblasen und Kühlluft wird aus dem Luftring 11
herausgeblasen. Der schlauchförmige Harzfilm 13 mit dein
vorgeschriebenen Durchmesser, der sich auf diese Weise
gebildet hat, steigt aufgrund der Führung durch die
Führungsrollen 12 ... 12 nach oben und wird durch die
Führungsplatten 14 abgeplattet. Der Film wird zu einer Folie
geformt durch Passieren der Quetschwalze 15 und auf die
Spule 16 aufgewickelt.
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Bei dem vorstehend beschriebenen
Aufblasfilm-Formverfahren, bei dem die L-LDPE-Harz-Filmschicht innen und die
HDPE-Harz-Filmschicht außen angeordnet sind, tritt jedoch
das Problem auf, daß die L-LDPE-Harz-Filmschicht
miteinander in Kontakt kommen, so daß eine Blockierung beim
Aufwickeln derselben auf die Spule 16 auftritt. Darüber
hinaus wurde der HDPE-Harz-Filmschicht eine Fettsäure oder
Fettsäureverbindung, wie Fettsäureamid, Paraffinwachs oder
ein Fettsäuremetallsalz zugesetzt, um die Filmformbarkeit
zu verbessern oder Halogenverbindungen unschädlich zu
machen, wobei der Zusatz aus der HDPE-Harz-Filmschicht nach
außen wanderte und an den Führungsrollen 12 haftete, was
zu einer Druckmarkierung und zu einem Abrieb an dem Film
13 führte. Der anhaftende Zusatz löste sich von den
Führungsrollen 12 ab und haftete an dem Film in Form von
weißen Klumpen. Wenn der Film aufgewickelt wurde, führten die
weißen Klumpen zu einem Filmriß sowie zu einer
Druckmarkierung an dem Film. Andererseits traten dann, wenn die L-
LDPE-Harz-Filmschicht außen angeordnet war und die HDPE-
Harz-Filmschicht innen angeordnet war, Falten und Furchen
auf und die Filmausbeute nahm ab.
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Andererseits wurden als Verpackungsbeutel für
verhältnismäßig schwere und große lichtempfindliche photographische
Materialien Doppelschicht-Beutel verwendet. Ein solcher
Doppelschicht-Beutel bestand beispielsweise aus einer
äußeren Folie, bestehend aus einem Clupak-Papier, Duostress-
Papier oder ungebleichtem Kraft-Papier, beschichtet mit
Polyethylenharz durch Extrusionslaminierung, und einer
inneren Folie, bestehend aus einer Aluminiumfolie und zwei
einheitlichen, Ruß enthaltenden Polyethylenharz-Filmen,
die auf beide Seiten der Aluminiumfolie auflaminiert
waren. Die Art des damit verpackten Produkts, Anleitungen
und dgl. wurden auf die äußere Oberfläche der äußeren
Folie während des Verpackungsprozesses oder eines anderen
Prozesses aufgedruckt. Der Doppelschicht-Beutel weist eine
ausgezeichnete physikalische Festigkeit auf und wenn das
Papier der äußeren Folie eine für photographische
lichtempfindliche Materialien schädliche Substanz enthält, kann
ihr Einfluß durch die innere Folie, die mit den
lichtempfindlichen photographischen Materialien in Kontakt kommt,
abgeschirmt werden. Bei den Doppelschicht-Beuteln treten
jedoch Probleme auf in bezug auf die schlechte
Verarbeitbarkeit und die hohen Kosten für das Verpackungsmaterial.
Deshalb wurden verschiedene Laminatfilme entwickelt, um
den Nachteil des Beutelherstellungsverfahrens, um den
Beutel doppelschichtig zu machen, zu beseitigen. Ein Beispiel
für einen Laminatfilm wie er in Fig. 6 dargestellt ist,
besteht aus einer Aluminiumfolienschicht 27, einer
gebleichten Kraftpapier-Schicht 26, die hauptsächlich aus
gebleichter Kraft-Pulpe besteht, und einer
LDPE-Harz-Filmschicht 28a, der ein Lichtabschirmungsmaterial zugemischt
ist, die unter Verwendung einer Klebstoffschicht 3 auf
beide Seiten der Aluminiumfolienschicht 27 auflaminiert
ist. Wenn ein Beutel daraus hergestellt wird, ist die
gebleichte Kraftpapier-Schicht 26 auf der Außenseite
angeordnet, d.h. die LDPE-Harz-Filmschicht 28a ist auf der
Innenseite angeordnet. Die physikalische Festigkeit des
Laminatfilms ist ausreichend für die Verpackung von leichten
lichtempfindlichen photographischen Materialien, sie ist
jedoch nicht ausreichend für die Verpackung von schweren
lichtempfindlichen photographischen Materialien. Darüber
hinaus hafteten gelegentlich Fasern an den verpackten
lichtempfindlichen photographischen Materialien und
führten zu Entwicklungsstörungen. Lichtempfindliche
photographische Materialien neigen dazu, abgebaut (beeinträchtigt)
zu werden, weil eine Oxidations-Reduktions-Reaktion
angewendet wird und sie einen Farbstoff enthalten, der zum
Abbau neigt durch pH-Wert, Feuchtigkeit, Wärme oder dgl.
Deshalb waren selbst dann, wenn es erforderlich war, eine
oxidierende oder reduzierende Substanz für die Oberfläche
des Verpackungsmaterials zu verwenden, das mit den
lichtempfindlichen photographischen Materialien in Kontakt
kommt, die Art und Zumischungsmenge der oxidierenden oder
reduzierenden Substanz beschränkt. Darüber hinaus traten
dann, wenn die Qualität des Lichtabschirmungsmaterials
nicht beschränkt war in bezug auf Teilchengröße, pH-Wert,
Gehalt an Verunreinigungen und dgl., photographische
Störungen, z.B. eine Schleierbildung, eine Fleckenbildung und
eine Schwankung der Lichtempfindlichkeit, auf.
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Ein Ziel der Erfindung ist es, ein Verpackungsmaterial für
lichtempfindliche photographische Materialien
bereitzustellen, das eine ausreichende physikalische Festigkeit
für die Verpackung von schweren lichtempfindlichen
photographischen Materialien aufweist und bei dem wenig
Probleme in bezug auf Entwicklungsstörungen auftreten.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein
Verpackungsmaterial für lichtempfindliche photographische Materialien
bereitzustellen, das die damit verpackten
lichtempfindlichen photographischen Materialien nicht in nachteiliger
Weise beeinflußt und billig ist.
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Diese Ziele wurden erreicht durch ein Verpackungsmaterial
für lichtempfindliche photographische Materialien, das
umfaßt eine mit Aluminium im Vakuum metallisierte, biaxial
verstreckte thermoplastische Harz-Filmschicht, eine
Langfaser-Papierschicht, in der mehr als 50 % der Fasern eine
Faserlänge von länger als 3 mm haben, die ein
Papierverstärkungsmittel enthält und einen pH-Wert von 4 bis 9,
bestimmt nach dem Kaltwasser-Extraktionsverfahren (JIS P-
8133) hat, die auf eine Seite der obengenannten
thermoplastischen Harz-Filmschicht auflaminiert ist, und eine
Polyolefinharz-Filmschicht, die 0,1 bis 15 Gew.-% Ruß mit
einem pH-Wert von 4 bis 9 und einer mittleren Teilchengröße
von 15 bis 80 mµm und mehr als 5 Gew.-% eines
Ethylen-Copolymer-Harzes enthält, die auf die andere Seite
auflaminiert ist.
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Die Fig. 1 bis 4 zeigen Partialschnittansichten einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
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Die Fig. 5 zeigt eine Partialschnittansicht eines
Vergleichs-Verpackungsmaterials.
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Die Fig. 6 zeigt eine Partialschnittansicht eines
konventionellen Verpackungsmaterials.
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Die Fig. 7 zeigt eine schematische Partialansicht einer
Aufblas-Formvorrichtung.
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Der im Vakuum mit Aluminium metallisierte, biaxial
verstreckte thermoplastische Harzfilm ist ein biaxial
verstreckter thermoplastischer Harzfilm, der unter Anwendung
des Vakuumabscheidungsverfahrens behandelt wurde zur
Bildung einer Aluminium-Vakuumaufdampf-Schicht. Der Film
verbessert die Zugfestigkeit und die Berstfestigkeit des
Verpackungsmaterials und er verhindert die Bildung von
Feinlunkern (Pinholes), das Reißen des Beutels und das
Dünnerwerden
durch Dehnung des Verpackungsmaterials, selbst wenn
ein schweres Produkt daraufgelegt wird. Er verbessert auch
die Feuchtigkeitsdichtheit, die Gassperreigenschaften, die
antistatischen Eigenschaften und die
Lichtabschirinungseigenschaften. Durch die biaxiale Verstreckung des
thermoplastischen Harz-Films hat der verstreckte Film
einen hohen Young'schen Modul und eine ausgezeichnete
Feuchtigkeitsdichtheit und ausgezeichnete
Gassperreigenschaften, obgleich er dünn ist. Da der verstreckte Film
wärmebeständig ist, tritt beim Formen der
Aluminium-Vakuum-Aufdampf-Schicht kaum eine Haarrißbildung (Bildung
von Oberflächenrissen) auf. Die Bildung von Haarrissen
(Oberflächenrissen) in der Aluminium-Vakuum-Aufdampf-
Schicht wird auch verhindert durch den erhöhten
Young'schen Modul und die Beständigkeit gegen Dehnung. Zu
Beispielen für das für den Film geeignete Harz gehören ein
Polyesterharz, Polyamid(Nylon)harz, Polyethylenharz,
Polystyrolharz, Polypropylenharz, Polyvinylchloridharz,
Polyvinylidenchloridharz, Vinylonharz, Copolymer-Harze aus den
obengenannten Harzen und anderen Harzen, z.B. binäre,
ternäre oder höhere Copolymere, die durch
Random-Copolymerisation oder Block-Copolymerisation polymerisiert worden
sind, modifizierte oder vernetzte Harze und Harzgemische
aus den obengenannten Harzen und anderen Harzen. Das
Verstrecken kann durchgeführt werden unter Anwendung eines
bekannten biaxialen Verstreckungsverfahrens,
beispielsweise durch gleichzeitige biaxiale Verstreckung oder
aufeinanderfolgende biaxiale Verstreckung, wobei beide
Verstreckungsverhältnisse in der Längsrichtung (MD) und in
der Querrichtung (CD) jeweils 1,5 bis 20-fach,
vorzugsweise 3- bis 15-fach, betragen. Die
Verstreckungsvorrichtung kann eine bekannte Vorrichtung sein, beispielsweise
eine T-Düsen-Filmform-Vorrichtung oder eine Aufblasfilm-
Form-Vorrichtung. Eine bevorzugte Dicke des biaxial
verstreckten thermoplastischen Harzfilms beträgt 7 bis 60 µm.
Wenn die Dicke weniger als 7 µm beträgt, tritt bei dem
Laminierverfahren eine Faltenbildung und Rißbildung
(Kerbenbildung) auf. Wenn die Dicke mehr als 60 µm
beträgt, ist die Steifigkeit zu groß. Als Folge davon sind
das Beutelherstellungsvermögen und die Handhabung
schlechter und der Film ist teuer. Der biaxial verstreckte
thermoplastische Harzfilm kann ein Einschichtenfilm oder ein
coextrudierter Mehrschichtenfilm sein. Darüber hinaus ist
auf dem verstreckten Film ein anderes (weiteres) Harz,
beispielsweise ein Polyvinylidenchloridharz, Siliconharz
oder Teflonharz, in Form einer Schicht aufgebracht oder
aufgedruckt oder es ist darauf eine Metallmembran
vorgesehen. Die Metallmembran kann durch Vakuumabscheidung,
Aufspritzen, Ionenplattierung, Elektronenstrahlabscheidung
oder dgl. aufgebracht werden.
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Eine bevorzugte Dicke der
Aluminium-Vakuumabscheidungsschicht beträgt 55 bis 1200 Å, insbesondere 100 bis 600 Å,
im Hinblick auf die Gewährleistung der physikalischen
Festigkeit, der Lichtabschirmung, der antistatischen
Eigenschaften, der Feuchtigkeitsdichtheit und der
Gassperreigenschaften, die Kosten und die Qualität. Wenn die Dicke
weniger als 55 Å beträgt, können die elektrostatischen
Ladungen, die um die Aluminium-Vakuumabscheidungsschicht
herum erzeugt werden, nicht verringert werden. Es ist
schwierig, Feuchtigkeitsdichtheit, Gassperreigenschaften
und Lichtabschirmungseigenschaften zu gewährleisten. Wenn
die Dicke mehr als 1200 Å beträgt, treten Probleme auf in
bezug auf den Abbau des verstreckten Films, die
Faltenbildung wegen der Schrumpfung, die Bildung von Haarrissen
(Oberflächenrissen) in der Vakuumabscheidungsschicht,
hervorgerufen durch die Wärme bei der Vakuumabscheidung, und
die Abnahme der physikalischen Festigkeit des
Verpackungsbeutels, obgleich die antistatischen Eigenschaften, die
Feuchtigkeitsdichtheit, die Gassperreigenschaften und die
Lichtabschirmungseigenschaften noch gewährleistet sind.
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Erforderlichenfalls kann auf der
Aluminium-Vakuumabscheidungsschicht eine Schutzschicht vorgesehen sein. Zu
Beispielen
für das für die Schutzschicht verwendbare Harz
gehören ein Acrylharz, Celluloseharze, wie
Celluloseacetatharz, ein Urethanharz, Epoxyharz, Polyesterharz,
Ionomerharz, Polyethylenharz, Ethylen-Copolymer-Harz und
Polypropylenharz. Daneben ist auch Wachs, Gelatine,
Polyvinylalkohol oder dgl. verwendbar. Die Dicke der
Schutzschicht wird extrem gering gemacht, beispielsweise
dünner als 50 µm, vorzugsweise dünner als 5 µm, um die
statische Elektrizität wirksam zu eliminieren. Eine solche
Schutzschicht kann durch bekannte Extrusionsbeschichtung,
Lösungsbeschichtung oder Sprühbeschichtung hergestellt
werden.
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Mehr als 50 %, vorzugsweise mehr als 70 %, der die
Langfaser Papierschicht aufbauenden Fasern haben eine Faserlänge
von mehr als 3 mm, in der Regel 3 bis 7 mm. Wenn die
Faserlänge weniger als 3 mm beträgt, kann die Bildung von
Papierstaub und Aufrauhungen nicht wirksam verhindert
werden. Wenn die Fasern, die eine Faserlänge von mehr als 33
mm haben, weniger als 50 % der gesamten Fasern
betragenkann die Bildung von Papierstaub und das Aufrauhen nicht
wirksam verhindert werden. Das Papierverstärkungsmittel
wird dem Langfaser-Papier einverleibt, um die Bildung von
Papierstaub und Aufrauhungen wirksam zu verhindern. Zu
Beispielen für das erfindungsgemäß verwendbare
Papierverstärkungsmittel gehören ein Kationen-induziertes
Styrol/Acryl-Copolymer, ein
Aminoamid-Epichlorhydrin-Kondensat, Carboxymethylcellulose, verschiedene
Polyacrylamide und Copolymere davon, Carboxyl-modifiziertes
Polyacrylamid, Polyethylenimin, Gummi-Öl-Harz,
Natriumsilicat, synthetischer Kautschuklatex, eine
nicht-acetylierte PVA-Faser, verschiedene Stärken einschließlich
modifizierter Stärken, ein sulfomethyliertes Harz,
Harnstoffharz, Alkylstyrolharz, Alkylketen-Dimer, Gelatine,
PVA, Casein, Methacylamid, Polyamidamin-Epichlorhydrin,
Natriumpolyacrylat, Carboxyl-modifizierter
Polyvinylalkohol, Hydroxylethylcellulose und dgl. Ein geeigneter Gehalt
an dem Papierverstärkungsmittel ist 0,05 bis 8 Gew.-%,
vorzugsweise 0,3 bis 5 Gew.-%. Ein
Kaltwasser-ExtraktionspH-Wert (JIS P-8133) des Langfaser-Papiers liegt in dem
Bereich von 4 bis 9, vorzugsweise von 5 bis 9. Wenn der
Kaltwasser-Extraktions-pH-Wert weniger als 4 oder mehr als
9 beträgt, werden für das lichtempfindliche
photographische Material schädliche Substanzen gebildet.
Langfaser-Neutralpapiere sind besonders bevorzugt. Der Gesamtgehalt
an für lichtempfindliche photographische Materialien
schädlichen Substanzen sollte weniger als 1000 ppm
betragen. Die schädlichen Substanzen sind radioaktive
Substanzen und die Materialien, die unter Verwendung einer
radioaktiven Substanz erhalten werden, wie z.B. das Papier, das
hergestellt wurde unter Verwendung von Flußwasser, Pulpen,
Schnitzel- oder Abfallpapier, das dem Regen nach einem
Nucleartest ausgesetzt war, Quecksilber, Legierungen
davon, Quecksilberverbindungen und Agentien, die Quecksilber
enthalten, wie Quecksilber, organischen
Quecksilberagentien, einer zerbrochenen Leuchtstoffröhre und Schlamm-
Kontrollmittel, wie es für die Papierherstellung verwendet
wird, Sekundärbehandlungsprodukten von Silicon, wie
Siliconöl und Siliconfett, Schwefelverbindungen, wie Na&sub2;S, H&sub2;S
und Na&sub2;S&sub2;O&sub3;, Bleiverbindungen, wie PbS und PbSO&sub4;, Eisen
und Eisenverbindungen, wie Eisenpulver, Fe&sub2;O&sub3;, FeO und
FeCl&sub3;, Kupfer und Kupferverbindungen, wie Kupferpulver,
CuO, CuSO&sub4; und CuCl&sub2;, und Aldehyde, wie Formaldehyd und
Acetaldehyd. Wenn der Gehalt an einer der obengenannten
Substanzen mehr als 1000 ppm beträgt, beeinflußt er
schwerwiegend die lichtempfindlichen photographischen
Eigenschaften in nachteiliger Weise. Der nachteilige Effekt
der Substanz kann herabgesetzt werden durch
Neutralisation, Adsorption oder dgl. In diesem Falle kann der Gehalt
an der obengenannten schädlichen Substanz auch mehr als
1000 ppm betragen. So kann beispielsweise der nachteilige
Einfluß von Eisen, Eisenverbindungen und anderen
Metallverbindungen durch Zugabe eines Chelatbildners beseitigt
werden, und der nachteilige Einfluß von Formaldehyd kann
durch Zugabe von Harnstoff, Thioharnstoff, einer
Hydrazinverbindung, von Dicyandiamid oder eines Säuresalzes
desselben, von Hydroxylamin oder eines Säuresalzes derselben,
wie Hydroxylaminhydrochlorid oder Hydroxylaminsulfat, oder
Formamid beseitigt werden. Der nachteilige Einfluß der
schädlichen Substanzen kann auch beseitigt werden durch
Auswahl der Vorrichtungen und Materialien, so daß die
Kontaminationsmengen minimiert werden, durch Verwendung
von sauberem Wasser wie Quellwasser, und durch Verbot der
Verwendung von Pulpen-, Schnitzel- und Abfallpapier, das
Regen ausgesetzt war. Um die Bildung von Papierstaub zu
vermindern, wird die Oberfläche des Langfaser-Papiers
vorzugsweise durch Yankee-Kalandrierung oder
Superkalandrierung behandelt und die Oberflächenfestigkeit beträgt
vorzugsweise mehr als 6. Um die Oberflächenfestigkeit des
Papiers zu erhöhen, ist ein Mahlen erforderlich. Das Mahlen
muß so durchgeführt werden, daß mehr als 50 % der Fasern
eine Faserlänge von mehr als 3 mm haben. Das
Langfaser-Papier kann ein Kombinationspapier sein und es kann weiß
oder gefärbt sein.
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Die Polyolefinharz-Filmschicht enthält 0,1 bis 15 Gew.-%
Ruß mit einem pH-Wert von 4 bis 9 und einer mittleren
Teilchengröße von 15 bis 80 mm. Der Ruß absorbiert die
für lichtempfindliche photographische Materialien
schädlichen Substanzen, wenn das Langfaser-Papier kontaminiert
ist, und er verhindert den Abbau (die Verschlechterung)
der photographischen Eigenschaften, beispielsweise eine
Schleierbildung, eine Schwankung der Lichtempfindlichkeit
und eine Abnahme der Konzentration, wenn ein
lichtempfindliches photographisches Material für einen langen Zeitraum
in einem erfindungsgemäßen Verpackungsmaterial gelagert
wird, zusätzlich zu der Lichtabschirmung. Wenn der pH-Wert
des Rußes weniger als 4 oder mehr als 9 beträgt, tritt ein
Abbau (eine Verschlechterung) der photographischen
Eigenschaften, beispielsweise eine Schleierbildung, eine
Schwankung der Lichtempfindlichkeit und eine Abnahme der
Konzentration, auf. Wenn die mittlere Teilchengröße
weniger als 15 mµm beträgt, aggregieren sich die Rußteilchen
zu Klumpen und es tritt ein Fischaugenproblem auf. Wenn
die mittlere Teilchengröße mehr als 80 µm beträgt, nimmt
das Lichtabschirmungsvermögen ab. Darüber hinaus ist es
bevorzugt, daß der Gehalt an freiem Schwefel weniger als
1000 ppm beträgt, weil eine Verschlechterung der
photographischen Eigenschaften, beispielsweise eine
Schleierbildung, eine Schwankung der Lichtempfindlichkeit
und eine Abnahme der Konzentration, auftritt, wenn sein
Gehalt mehr als 1000 ppm beträgt. Der Rußgehalt beträgt
0,1 bis 15 Gew.-%. Wenn der Gehalt weniger als 0,1 Gew.-%
beträgt, ist der Effekt des Rußes, beispielsweise die
Gewährleistung der Lichtabschirmung, die Verhinderung einer
elektrischen Aufladung und die Verhinderung einer
Oxidation, unzureichend, wenn der Gehalt mehr als 15 Gew.-%
beträgt, werden die physikalische Festigkeit des Films,
insbesondere die Reißfestigkeit und die Durchstoßfestigkeit,
geringer und die Wärmeversiegelungseigenschaften werden
schlechter. Außerdem nimmt die Oberflächenfestigkeit ab
und es besteht die Gefahr einer Staubbildung. Der Staub
haftet an den lichtempfindlichen photographischen
Materialien und verursacht Entwicklungsstörungen und eine
Kontamination.
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Die Polyolefinharz-Filmschicht enthält mehr als 5 Gew.-%
eines Ethylen-Copolymer-Harzes. Das Ethylen-Copolymer-Harz
verbessert die Wärmeversiegelungseigenschaften,
beispielsweise die Heißklebrigkeitseigenschaften, die
Versiegelbarkeit mit anderen Materialien, die Langzeit-
Wärmeversiegelungsfestigkeit, die
Wärmeversiegelungsfestigkeit und die Wärmeversiegelungstoleranz, und die
Bildung von Feinlunkern (Pinholes) in dem Wärmeversiegelten
Abschnitt wird verhindert. Die Dispergierbarkeit von Ruß
wird ebenfalls verbessert. Zu Beispielen für das Ethylen-
Copolymer-Harz gehören ein EVA-Harz, EEA-Harz, EMA-Harz,
EAA-Harz und L-LDPE-Harz. Das L-LDPE-Harz ist im Hinblick
auf die Verbesserung der physikalischen Festigkeit, der
Wärmeversiegelungseigenschaften und der Dispergierbarkeit
des Rußes bevorzugt. Das L-LDPE-Harz ist ähnlich
demjenigen, wie es bereits früher beschrieben worden ist, mit der
Ausnahme, daß der bevorzugte MI 0,4 bis 20 g/IO min und
die bevorzugte Dichte 0,87 bis 0,95 g/cm³ betragen. Der
Gehalt an dem Ethylen-Copolymer-Harz beträgt mehr als 5
Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 95 Gew.-%. Wenn der Gehalt
weniger als 5 Gew.-% beträgt, sind, wenn die Breite der
Wärmeversiegelung nicht erhöht wird, die
Wärmeversiegelungseigenschaften, insbesondere die
Langzeit-Wärmeversiegelungsfestigkeit und die Versiegelbarkeit
mit anderen Materialien, schlechter und es besteht die
Gefahr, daß Feinlunker (Pinholes) gebildet werden. Darüber
hinaus besteht die Gefahr, daß der wärmeversiegelte
Abschnitt aufgeht. Wenn das Ethylen-Copolymer-Harz ein L-
LDPE-Harz ist, beträgt sein geeigneter Gehalt 5 bis 99,9
Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 97 Gew.-%. Die Polyolefinharz-
Filmschicht kann orientiert oder verstreckt sein.
-
Die obengenannten flexiblen Folienschichten können unter
Anwendung eines bekannten Verfahrens, beispielsweise durch
Wärmeversiegelung (Heißstabversiegelung),
Impuls-Wärmeversiegelung, Ultraschallverschweißung und dgl. oder unter
Anwendung eines Verfahrens, bei dem ein Klebstoff
verwendet wird (Naßlaminierung, Trockenlaminierung,
Heißschmelzlaminierung, Extrusionslaminierung und dgl.) laminiert
werden.
-
Der Klebstoff wird ausgewählt unter dem Gesichtspunkt, daß
beide Schichten miteinander vereinigt werden sollen, und
er umfaßt thermoplastische Harz-Schmelzklebstoffe, z.B.
einen Polyolefinklebstoff, Gummiklebstoffe vom Aufschmelz-
Typ und Klebstoffe vom Lösungs-Typ. Zu Beispielen für die
Polyolefin-Klebstoffe gehören ein Homopolymer und ein
Copolymer aus einem Olefin, wie verschiedenen Polyethylenen,
Polypropylenen, Polybutenen und
Ethylen/Propylen-Copolymeren
und L-LDPE, ein Copolymer aus einem Olefin und einem
anderen Monomer, wie Ethylen/Vinylacetat-Copolymer,
Ethylen/Acrylatester-Copolymer, verschiedene Ionomere
("SURLYN" der Firma Dupont, "HIMIRAN" der Firma Mitsui
Polychemicals Co., Ltd. und dgl.) und ein Pfropf-Copolymer.
Die Klebstoffe vom Lösungs-Typ werden eingeteilt in
Klebstoffe für die Naßlaminierung und Klebstoffe für die
Trockenlaminierung. Die Klebstoffe für die Naßlaminierung sind
solche vom Emulsions-Typ oder Latex-Typ. Beispiele für die
Klebstoffe vom Emulsions-Typ sind eine Polyvinylacetat-
Emulsion, eine Emulsion eines
Vinylacetat/Ethylen-Copolymers, eine Emulsion eines
Vinylacetat/Acrylatester-Copolymers, eine Emulsion eines
Vinylacetat/Maleatester-Copolymers, eine Emulsion eines Acrylcopolymers und eine
Emulsion eines Ethylen/Acrylsäure-Copolymers. Beispiele für
die Klebstoffe vom Latex-Typ sind natürlicher Kautschuk-
Latex, Styrol/Butadien-Kautschuk-Latex,
Acrylnitril/Butadien-Kautschuk-Latex und Chloropren-Kautschuk-
Latex. Ein Beispiel für die Klebstoffe zum
Trockenlaminieren ist ein Polyurethan-Klebstoff. Außerdem können auch
verwendet werden Klebstoffe zum Aufschmelz-Laminieren,
enthaltend Paraffinwachs, mikrokristallines Wachs,
Ethylen/Vinylacetat-Copolymer und
Ethylen/Ethylacrylat-Copolymer, druckempfindliche Klebstoffe und
temperaturempfindliche Klebstoffe. Der Schmelzpunkt des verwendeten
Klebstoffes liegt vorzugsweise um mehr als 5ºC unterhalb des
Schmelzpunkts der flexiblen Folie, um eine Laminierung zu
erzielen ohne nachteilige Einflüsse auf die flexible Folie
durch eine thermische Schmelzhaftung.
-
Die Dicke der durch Extrusionslaminieren unter Verwendung
eines thermoplastischen Harzes erzeugten Klebstoffschicht
beträgt in der Regel 6 bis 50 µm, vorzugsweise 10 bis 20
µm. Die Dicke wird jedoch festgelegt auf der Basis der
Kosten, der Auftragsgechwindigkeit, der Dicke der
Gesamtschichten und dgl. und daher ist die Dicke nicht auf den
obengenannten Bereich beschränkt.
-
Die Haftfestigkeit der Klebstoffschicht kann verbessert
werden durch Aufbringen einer
Verankerungs-Überzugsschicht, durch physikalische Oberflächenbehandlung, durch
Behandlung mit einem chemischen Agens oder dgl.
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Ein Verankerungs-Überzugsmittel ist ein allgemeiner Name
für einen Haftungspromotor und ein Vernetzungsmittel, das
auf dem Gebiet der Laminierung verwendet wird und es wird
auch als Primer bezeichnet. Repräsentative Beispiele für
das Verankerungs-Beschichtungsmittel sind folgende:
ein organisches Titanat-Verankerungs-Beschichtungsmittel:
-
Als Hauptbestandteil wird Tetrapropyltitanat oder
Tetraisobutyltitanat verwendet und Tetrastearyltitanat wird als
Hydrolyse-Einstellungsmittel zugegeben.
ein Polyethylenimin-Verankerungs-Beschichtungsmittel:
-
Es wird ein verhältnismäßig hochpolymeres Ethylenimin
(-CH&sub2;-CH&sub2;-NH-)n verwendet. Dieses Agens ist besonders
bevorzugt, weil seine Handhabung leicht ist und seine
Topfzeit (Gebrauchslebensdauer) lang ist.
ein Polyisocyanat-Verankerungs-Beschichtungsmittel:
-
Vom 1-Komponenten-Typ: ein Polymer, das nur eine
Isocyanatgruppe enthält,
-
vom 2-Komponenten-Typ: eine Kombination aus einem Polymer,
das eine Isocyanatgruppe aufweist, und einem Polyester,
das eine OH-Gruppe aufweist.
-
Eine chemische Reaktion, beispielsweise eine
Vernetzungsreaktion, tritt bei beiden Typen auf und man erhält einen
Haftungseffekt. Die Topfzeit (Gebrauchslebensdauer) ist
kurz und dieses Beschichtungsmittel ist teuer.
ein Polyester- und
Urethan-Verankerungs-Beschichtungsmittel:
-
Ein gesättigtes Polyesterharz oder ein Urethanharz wird in
einem Lösungsmittel, beispielsweise Ethylacetat oder
Toluol, gelöst.
ein Polyolefin-Verankerungs-Beschichtungsmittel;
ein Polybutadien-Verankerungs-Beschichtungsmittel
-
Die Verankerungs-Überzugsschicht wird vorzugsweise extrem
dünn gemacht. Das Beschichtungsverfahren kann sein eine
Gravüre-Walzenbeschichtung, eine Pad-Walzenbeschichtung,
eine Vorhangbeschichtung, eine Stabbeschichtung, eine
Umkehrwalzenbeschichtung, eine Direktwalzenbeschichtung,
eine Luftmesserbeschichtung oder dgl.
-
Repräsentative Beispiele für die physikalische
Oberflächenbehandlung sind nachstehend beschrieben. Es können
zwei oder mehr Arten der physikalischen
Oberflächenbehandlungen miteinander kombiniert werden oder die
physikalische Oberflächenbehandlung kann mit der Beschichtung mit
einem Verankerungs-Beschichtungsmittel kombiniert werden.
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Flammenbehandlung: die laufenden Kosten sind hoch und es
besteht eine Brandgefahr.
-
Plasmabehandlung: Argongas wird in Plasma umgewandelt und
die damit zu verbindende Oberfläche wird mit dem Plasma
behandelt. Die Behandlungsstärke beträgt das Mehrfache der
Coronaentladungsbehandlung, die Apparaturkosten für die
Plasmabehandlung sind jedoch mehrere zehnmal höher als für
die Coronaentladungsbehandlung.
-
Coronaentladungsbehandlung: behandelbare Materialien sind
verschiedene Polymerfilme und -folien, Aluminiumfolie, ein
im Vakuum mit Aluminium metallisierter Film und dgl. Diese
billige Behandlung wird in großem Umfange angewendet und
der Behandlungseffekt ist hoch.
-
Sandstrahl-Behandlung: Sand wie Siliciumdioxid-Sand wird
unter einem hohen Druck auf die damit zu verbindende
Oberfläche aufgeblasen und die Oberfläche wird aufgerauht.
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Repräsentative Beispiele für andere Behandlungen sind
folgende:
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Behandlung mit einem chemischen Agens: behandelt wird mit
einer Dichromat-Lösung oder dgl.
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Ozon-Behandlung: behandelt wird in einem mit Ozongas
gefüllten Behälter. Auch wenn die Harztemperatur beim
Extrusionslaminieren herabgesetzt wird, ist die
Haftfestigkeit noch verbessert.
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Vorerwärmungsbehandlung: die flexible Folie, mit der eine
Extrusionslaminierung durchgeführt werden soll, wird unter
Verwendung einer Heiztrommel, von heißer Luft oder dgl.
vorerwärmt.
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Ultraviolettbestrahlung,
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Hochfrequenz-Erhitzen,
-
dielektrisches Erhitzen,
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Mikrowellen-Erhitzen und dgl.
-
Das erfindungsgemäße Verpackungsmaterial kann zum
Verpacken von lichtempfindlichen Materialien, z.B.
lichtempfindlichen photographischen Materialien, Lebensmitteln,
Arzneimitteln oder chemischen Substanzen, verwendet werden
und es ist besonders geeignet zum Verpacken von
lichtempfindlichen photographischen Silberhalogenidmaterialien,
lichtempfindlichen photographischen Diazomaterialien,
lichtempfindlichen und wärmeempfindlichen Materialien vom
Photofixier-Typ, lichtempfindlichen Materialien vom
lichtempfindlichen Harz-Typ, lichtempfindlichen Materialien vom
ultravioletten Aushärtungs-Typ, wärmeentwickelbaren
lichtempfindlichen Materialien vom Übertragungs-Typ,
lichtempfindlichen photographischen Materialien vom
direktpositiven Typ, lichtempfindlichen photographischen Materialien
vom Selbstentwicklungs-Typ, lichtempfindlichen Materialien
für eine lithographische Druckplatte und anderen
lichtempfindlichen Materialien, die durch eine geringe Menge
Feuchtigkeit, Licht oder Gas abgebaut (beeinträchtigt)
werden.
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Die Verpackungsform kann konventionell sein und sie umfaßt
einen flachen Einschichten-Beutel, einen flachen
Doppelschicht-Beutel, einen selbststehenden Beutel, einen
Einfachschicht-Falt-Beutel, einen Doppelschicht-Falt-Beutel,
eine Innenauskleidung für einen feuchtigkeitsdichten
Behälter, eine Innenauskleidung für einen bei Raumlicht
füllbaren Lichtabschirmungsbehälter, ein Verpackungspapier
und ein Vorspann(Vorlauf)-Papier. Die
Beutelherstellungsform kann ebenfalls konventionell sein und sie umfaßt eine
Wärmeversiegelung, Seitenverschweißung
(Wärmeschnittversiegelung), Impuls-Wärmeversiegelung,
Ultraschallversiegelung und Hochfrequenz-Versiegelung. Es können auch
Verfahren angewendet werden, bei denen ein Klebstoff
verwendet wird. Bei dem vorstehend beschriebenen
Verpackungsmaterial für lichtempfindliche photographische Materialien
tritt keine Freisetzung von Fasern und keine Aufrauhung
des Papiers bei dem Langfaser-Papier auf und sie haften
nicht an den lichtempfindlichen photographischen
Materialien als Fremdmaterial. Das Langfaser-Papier verbessert
den Young'schen Modul, die Wärmebeständigkeit und die
Beschreibarkeit durch Schreibwerkzeuge. Die mit Aluminium im
Vakuum metallisierte, biaxial verstreckte thermoplastische
Harz-Filmschicht verleiht antistatische Eigenschaften,
Feuchtigkeitsdichtheit, Gassperreigenschaften und
Lichtabschirmungseigenschaften und verhindert das Eindringen von
schädlichen Substanzen. Die Polyolefinharz-Filmschicht
gewährleistet die Versiegelung und der darin enthaltene Ruß
beeinflußt die lichtempfindlichen photographischen
Materialien nicht in nachteiliger Weise. Der aus dem
Verpackungsmaterial hergestellte Verpackungsbeutel kann ein
Einschichten-Beutel sein und er weist ein hervorragendes
Beutelherstellungsvermögen und eine hervorragende
Verpackungsverarbeitbarkeit auf.
-
Repräsentative Ausführungsformen des Verpackungsmaterials,
die umfassen eine im Vakuum mit Aluminium metallisierte,
biaxial verstreckte thermoplastische Harz-Filmschicht,
eine Langfaser-Schicht und eine
Polyolefinharz-Filmschicht, sind in den Fig. 1 bis 4 erläutert.
-
Das Verpackungsmaterial der Fig. 1 besteht aus einer im
Vakuum mit Aluminium metallisierten, biaxial verstreckten
thermoplastischen Harz-Filmschicht 21, bestehend aus einer
biaxial verstreckten thermoplastischen Harz-Filmschicht 19
und einer Aluminium-Vakuumabscheidungs-Schicht 20, einer
Langfaser-Papierschicht 22, die als äußere Schicht auf die
Aluminium-Vakuumabscheidungs-Schicht 20 auflaminiert ist,
und einer Lichtabschirmungs-Polyolefinharz-Filmschicht 23a
als innere Schicht auf der biaxial verstreckten
thermoplastischen Harz-Filmschicht 19, die jeweils unter Verwendung
einer Klebstoffschicht 3 auflaminiert sind.
-
Das Verpackungsmaterial der Fig. 2 ähnelt dem
Verpackungsmaterial der Fig. 1, jedoch mit der Ausnahme, daß die
Lichtabschirmungs-Polyolefinharz-Filmschicht 23a ersetzt
ist durch eine coextrudierte Mehrschichten-Filmschicht
25a, bestehend aus einer Licht abschirmenden
thermoplastischen Harz-Filmschicht 24a und einer Licht-abschirmenden
Polyolefinharz-Filmschicht 23a.
-
Das Verpackungsmaterial der Fig. 3 ähnelt dem
Verpackungsmaterial der Fig. 2, jedoch mit der Ausnahme, daß die mit
Aluminium im Vakuum metallisierte, biaxial verstreckte
thermoplastische Harz-Filmschicht 21 von der Innenseite
nach außen gedreht ist.
-
Das Verpackungsmaterial der Fig. 4 ähnelt dem
Verpackungsmaterial der Fig. 1, jedoch mit der Ausnahme, daß die
Lichtabschirmungs-Polyolefinharz-Filmschicht 23a direkt
auflaminiert wird unter Anwendung des
Extrusionslaminierverfahrens.
-
Die Fig. 5 zeigt ein Vergleichs-Verpackungsmaterial I
ähnlich dem Verpackungsmaterial der Fig. 2, bei dem jedoch
die Langfaser-Papierschicht 22 durch eine konventionelle
gebleichte Kraftpapierschicht 26 ersetzt ist.
Beispiele
-
Die Beispiele I und II sind Beispiele für das
Verpackungsmaterial, das umfaßt eine im Vakuum mit Aluminium
metallisierte, biaxial verstreckte thermoplastische
Harz-Filmschicht, eine Langfaser-Papierschicht und eine
Polyolefinharz-Filmschicht.
-
Das Verpackungsmaterial des Beispiels I entspricht
demjenigen, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
-
Die Langfaser-Papierschicht 22 bestand aus einem
gebleichten Kraftpapier, bestehend aus Fasern mit einer Faserlänge
von etwa 4 mm, die 2,5 Gew.-% Polyacrylamidharz
("Polystlon" der Firma Arakawa Rinsan Kagaku K.K.) als
Papierverstärkungsmittel und jeweils weniger als 500 ppm für
lichtempfindliche photographische Materialien schädliche
Substanzen enthielt und einen Kaltwasser-Extraktions-pH-
Wert von 4,8, eine Oberflächenfestigkeit von 9 und ein
Flächengewicht von 35 g/m² sowie eine glänzende Oberfläche
durch Behandlung mit einem Yankee-Kalander aufwies,
hergestellt unter Verwendung von Aluminiumsulfat als
Fixiermittel.
-
Der biaxial verstreckte thermoplastische Harz-Film 19 der
im Vakuum mit Aluminium metallisierten, biaxial
verstreckten thermoplastischen Harz-Filmschicht 21 war ein biaxial
verstreckter Nylonharz-Film einer Dicke von 15 µm. Die
Dicke der Aluminium-Vakuumabscheidungs-Schicht 20 betrug
400 Å.
-
Die Lichtabschirmungs-Polyolefinharz-Filmschicht 23a der
coextrudierten Mehrschichten-Filmschicht 25a bestand aus
91,75 Gew.-% Ethylen/4-Methylpenten-1-Copolymerharz, 5
Gew.-% LDPE-Harz, 3 Gew.-% Ölofen-Ruß mit einem pH-Wert
von 8,0, einer mittleren Teilchengröße von 21 mµm und
einem freien Schwefelgehalt von 450 ppm und 0,2 Gew.-%
Antioxidationsmittel, und 0,05 Gew.-% Ölsäureamid und hatte
eine Dicke von 40 µm.
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Die Licht-abschirmende thermoplastische Harz-Filmschicht
24a bestand aus 71,75 Gew.-%
Ethylen/4-Methylpenten-1-Copolymerharz, 20 Gew. -% HDPE-Harz mit einer Dichte von
0,954 g/cm³, 5 Gew.-% LDPE-Harz, 3 Gew.-% des gleichen
Ölofen-Rußes wie er in der Lichtabschirmungs-Polyolefinharz-
Filmschicht 23a verwendet wurde, 0,2 Gew.-%
Antioxidationsmittel und 0,05 Gew.-% Ölsäureamid und hatte eine
Dicke von 40 µm.
-
Die Klebstoffschichten 3 waren
LDPE-Harz-Extrusionslaminier-Klebstoffschichten mit einer Dicke von 13 µm.
-
Die Laminierungen des Laminatfilms wurden unter Anwendung
des gleichen Verfahrens, bei dem Tandem-Laminator
verwendet wird, durchgeführt.
-
Das Verpackungsmaterial des Beispiels II entspricht
demjenigen, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
-
Die Langfaser-Papierschicht 22 bestand aus einem
ungebleichten Kraft-Neutral-Papier, bestehend aus Fasern mit
einer Faserlänge von etwa 3,5 mm, die 0,2 Gew.-%
Alkylketen-Dimer ("Aquapell" der Firma Dick Hercules) und 0,5
Gew.-% modifizierte Stärke als Papierverstärkungsmittel
und jeweils weniger als 1000 ppm für lichtempfindliche
photographische Materialien schädliche Substanzen enthielt
und einen Kaltwasser-Extraktions-pH-Wert von 6,8, eine
Oberflächenfestigkeit von 8 und ein Flächengewicht von 50
g/m² aufwies, hergestellt unter Verwendung von
Aluminiumsulfat als Fixiermittel.
-
Die anderen Schichten waren die gleichen wie in Beispiel
-
Das Vergleichs-Verpackungsmaterial I entspricht
demjenigen, wie es in Fig.5 dargestellt ist.
-
Die gebleichte Kraftpapier-Schicht 26 bestand aus einem
semi-gebleichten Kraftpapier, bestehend aus Faser mit
einer Faserlänge von 2,5 mm, die 2,0 Gew.-%
Melamin-Formaldehyd-Harz als Papierverstärkungsmittel und 1870 ppm
Formaldehyd, das lichtempfindliche photographische Materialien
in nachteiliger Weise beeinflußt, enthielt und einen
Kaltwasser-Extraktions-pH-Wert von 4,3, eine
Oberflächenfestigkeit von 6 und ein Flächengewicht von 50 g/m² aufwies,
hergestellt unter Verwendung von Aluminiumsulfat als
Fixiermittel.
-
Die anderen Schichten waren die gleichen wie in Beispiel
I.
-
Das konventionelle Verpackungsmaterial I entspricht
demjenigen, wie es in der Fig. 6 dargestellt ist.
-
Die gebleichte Kraftpapier-Schicht 26 bestand aus einem
gebleichten Kraftpapier, bestehend aus Fasern mit einer
Faserlänge von 2,5 mm, die einen Kaltwasser-Extraktions-
pH-Wert von 4,5, eine Oberflächenfestigkeit von 5 und ein
Flächengewicht von 30 g/m² aufwies, hergestellt unter
Verwendung von Aluminiumsulfat als Fixiermittel.
-
Die Metallfolienschicht 27 war eine Aluminiumfolie einer
Dicke von 7 µm.
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Die thermoplastische Harz-Filmschicht 28a war eine LDPE-
Harzfilm mit einer Dicke von 80 µm, der 3 Gew.-% des
gleichen Rußes wie in Beispiel I enthielt.
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Die Klebstoffschichten 3 waren
LDPE-Harz-Extrusions-Laminier-Klebstoffschichten mit einer Dicke von 40 µm.
-
Der laminierte Film wurde hergestellt durch
Aufeinanderlaminieren unter Anwendung von
Doppelextrusions-Laminierverfahren.
-
Es wurde verschiedene Eigenschaften der obengenannten
Filme bestimmt und die Ergebnisse sind in der Tabelle 1
zusammengefaßt.
Tabelle 1
erfindungsgemäßes Verpackungsmaterial
Vergleichs-Verpackungsmaterial
konventionelles Verpackungsmaterial
Schicht-Zusammensetzung
Lichtabschirmung nach dem Tropf-Test
Heißklebrigkeitseigenschaften
Versiegelbarkeit mit anderen Materialien
Langzeit-Wärmeversiegelungsfestigkeit
Beutel-Bruchfestigkeit
Papierstaub-Bildung
Oberflächenfestigkeit
photographische Eigenschaften
Reißfestigkeit(MD) (g)
Die Bewertungen in der Tabelle 1 wurden wie folgt
durchgeführt:
A hervorragend B ausgezeichnet
C praktikabel D ohne Probleme
E nicht praktikabel
-
In den folgenden Tests war der verwendete
Verpackungsbeutel ein Einschichten-Falten-Beutel und vier Rollen
Farbdruckpapier einer Breite von 8,9 cm und einer Länge von
180 m wurden in zwei Schichten mit einem Wellpappen-Pad
dazwischen in einem Wellpappen-Behälter angeordnet.
Lichtabschirmung nach dem Tropftest
-
Nach dem Tropftest gemäß JIS Z-0202, Abschnitt I, wurde
jeder Verpackungsbeutel 1 h lang Licht von 80 000 Lux
ausgesetzt. Das Farbkopierpapier wurde entwickelt und die
Lichtabschirmung wurde bewertet.
Heißklebrigkeitseigenschaften (Heißversiegelbarkeit)
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Zwei Folien jedes beispielhaften Films mit einer Breite
von 15 mm wurden bei 170ºC wärmeversiegelt und unmittelbar
danach wurde an den offenen Enden mit einem Gewicht von 45
g unter einem Abzugswinkel von 22,5º gezogen. Diese
Eigenschaft wurde anhand der Abzugslänge (cm) bewertet.
Versiegelbarkeit mit anderen Materialien
-
Jeder beispielhafte Film wurde auf eine Breite von 15 mm
zugeschnitten und ein Zigarettenende nach dem Rauchen
wurde unter Verwendung eines Fingers auf die
Wärmeversiegelungsoberfläche aufgedrückt. Danach wurden zwei Folien
der Filme darübergelegt und es wurde eine
Wärmeversiegelung bei jeder beliebigen Temperatur 1 s lang bei einem
Versiegelungsdruck von 1 kg/m² durchgeführt. Diese
Eigenschaft wurde bewertet anhand der Belastung, die
erforderlich war, um den versiegelten Abschnitt unter einem Winkel
von 180ºzu öffnen (abzuziehen).
Langzeit-Wärmeversiegelungsfestigkeit
-
Zwei Folien jedes beispielhaften Films mit einer Breite
von 15 mm wurden bei der jeweiligen optimalen Temperatur 1
s lang unter einem Versiegelungsdruck von 1 kg/m²
wärmeversiegelt. Diese Eigenschaft wurde bewertet anhand der
Belastung, die erforderlich war zum Öffnen (Abziehen) des
versiegelten Abschnitts unter einem Winkel von 180º einen
Monat nach der Wärmeversiegelung.
Beutel-Bruchfestigkeit
-
Sie wurde bewertet anhand des Beutel-Bruch-Zustandes nach
dem Tropftest gemäß JIS Z-0202, Abschnitt I.
Papierstaub-Bildung
-
Sie wurde bewertet anhand der Papierstaub-Menge, die nach
dem Schütteltest gemäß JIS Z-0232, Abschnitt I, gebildet
wurde.
Oberflächenfestigkeit
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Sie wurde bestimmt nach dem Wachs-Verfahren gemäß JIS P-
8129 und ist ausgedrückt durch die Wachszahl.
Photographische Eigenschaften
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Sie wurde bestimmt nach einem Kontakttest mit der obersten
Schicht.
Reißfestigkeit
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Bestimmt gemäß JIS P-8116.