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Absperrvorrichtung für ausgemauerte Heißgasleitungen Die Erfindung
bezieht sich auf Absperrvorrichtungen für ausgemauerte Heißgasleitungen mit einem
brillenförmigen Sehi:eberkörper, bestehend aus einem Scheiben- und einem ringförmigen
Teil. Bei diesen auch. als Schmidtsche Brille bekannten Absperrvorrichtungen ,sind
die bei=den Scheiben- und ringförmigen Teile in dez gleichen E,hene an einem Punkt
ihres Umfanges miteinander verbunden und um eine in diesem Punkt zur Rohrebene .senkrechte
Achse schwenkbar. Zwecks Absperrens der Leitung wird dabei der ,scheibenförmige
und zwecks öffnens der ringförmige Teil zwischen zwei gelöste Flanschen der Heißgasleitung
geschwenkt und dort festgeklemmt, wobei. die Flanschen durch Schraubenbolzen in
außenliegenden Verbindungsklammern in regelbarem Abstand voneinander :gehalten werden.
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Die Anwendung solcher Absperrvorrichtungen ist bei ausgemauerten Heißgasleitungen
besonders in den Fällen von Vorteil, wenn .eine zeitweilige längere Absperrung der
im üblichen Betrieb dauernd von heißen Gasen durchströ=mten Leitung erforderlich
ist, bei--spielsweise um Ausbesserungen im Wege des Heißgasstromes vorzunehmen.
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Selbst wenn man nun die kreisförmige Abschlußscheibe dieser Absperrvorrichtungen
aus hitzebeständigem Baustoff herstellt, sind insbesondere bei hohen Temperaturen
des durch die Rohrleitung bewegten Gases Verwerfungen der Scheibe unvermeidbar,
so daß .es notwendig ist, die an die Dichtungsflanschen
angrenzenden
Rohrstücke ,nach Art von Rohrausgleichern auszubilden, die ein zum Ausschwenken
der Abschlußscheibe genügendes Zurückziehen der Dichtungsflanschen gestattet. Für
ausgemauerte Heißgasleitungen kommt die Anwendung derartiger. Rohrausgleicher aber
nicht in Betracht, weil die Steinausmauerung der Ausgleichbewegung nicht zu folgen
vermag. ' Es ist zwar auch bekannt, bei ausgemauerten Heißgasleitungen einen :nach
Art der Schmidtschen Brille ausgebildeten Absperrschieber anzuordnen, wobei der
für den Schieberkörper erforderliche Abstand zwischen den beiden Rohrleitungen durch
Schraubenbolzen eingestellt wird und die Abdichtung durch einen mittels Schraubenbolzen
anpreßb:aren längs verschiebbaren Ringflansch erfolgt, der wiederum an seinem anderen
Ende stopfbüchsenartig abgedichtet ist. Bei dieser verwickelten Bauart sind jedoch
die .eine größere Breite besitzenden Schvebierkörper mit Ausm,auerung versehen und
von .einem Kühlmittel durchströmt.
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Bei einer weiteren bekannten Absperreinrichteng für ausgemauerte Heißgasleitungen
wird die Rohrleitung,durcheine neinschiebbare Blechplatte abgesperrt, wobei der
Abstand hierfür zwischen den beiden Rohrleitungen .ebenfalls durch Schraubenbolzen
eingestellt ist. Zur Abdichtung ist dabei zwischen Absperrplatte und einem der RohrIeitungsflanschen
ein nachgiebiges Dichtungsmittel vorgesehen. Das Dichtungsmittel wird hierbei jedoch
durch einen der beiden Rohrleitungsfianschen, der als ;axial verschiebbarer Ringflansch
ausgebildet ist, nur einseitig angedrückt, so daß bei einer Verziehung der Absperrplatte
diese auf der Seite ohne Dichtungsmittel nicht mehr genügend abdichtet.
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Die- Erfindung sieht nun vor, die an sich bewährte Schmidtsche Brille
trotz der möglichen Verwerfungen auch für ausgefnauerte Heißgasleitungen dadurch
verwendbar zu machen, daß beiderseits zwischen den Endflanschen der Leitungsgehäuse
und dem Schieberkörper radial bewegliche, elastische Dichtungsmittel vorgesehen.
werden.
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Mit dem Erfindungsgegenstand soll erreicht werden, daß man, ohne die
Stellung der Endflanschen des ausgemauerten Leitungsgehäuses zu verändern, lediglich
durch Ausnutzung der Nachgiebigkeit der auf beiden Seiten des Schieberkörpers vorgesehenen
elastischen Dichtungsmittel so viel Raum zwischen den Gehäuseflanschen frei machen
kann, daß der brillenförmige Schieberkörper auch dann, wenn er sich infolge Erhitzung
geworfen hat, leicht umgeschwenkt werden kann und da.ß man trotzdem in jedem Falle
eine gute Abdichtung erhält. Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch eine gemäß der
Erfindung ausgebildete Absperrvorrichtung, während Abb.2 einen Schnitt durch die
klammerartigen Verbindungsvorrichtungen der Leitungsgehäusefllanschen in vergrößertem
Maßstab. darstellt.
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Die Rohrleitung besteht aus den Gehäuseteilen "i und 2; üi denen eine
,übliche feuerfeste Ausmauerung 3 vorgesehen ist. An den Enden der Gehäuse 1, 2
sind im wesentlichen U-förmige Ringkörper 4, 5 fest angebracht, deren Flanken 6,
7 gegeneinandergerichtet sind. Unten an den Gehäuseteilern 4 und 5 ist eine Welle
8 angeordnet, auf welcher der Nabenkörper 9 der Abschlußscheihe gelagert ist. Der
Nabenkörper 9 trägt auf der einen Seite die mit einem verstärkten Rand io ausgestattete
kreisförmige Abschlußscheibe i i und. auf 'der anderen Seite einen in der Mitte
offenen Ringkörper 12, der auf der Zeichnung. im Bereich der Rohrleitung 13 liegend
dargestellt ist. Die Achse 8 des Nabenkörpers ist so angebracht, daß nach Bedarf
die Abschlußschebe i i öder der ringförmige Körper 12 in den Bereich der Rohrleitung
13 derart geschwenkt werden kann, daß -wie auf der Zeichnung dargestellt - entweder
der Körper 12 oder die Scheibe i i zwischen den Flanken 6, 7 der Gehäuseendteile
4,5 liegt. In den Zwischenraum zwischen dem Rand io der Abschlußscheibe und dem
ringförmigen Körper 12 und den Flanken 6, 7 ragt ein kurzer Vorsprung 14 hinein,
gegen den zwecks Abdichtens des Zwischenraumes ein @elastisches Dichtungsmittel
15 mit-. tels radial wirkender Schrauben 16 unter Vermittlung von segmentartigen
Druckkörpern 17 angepreßt wird. -Die Druckschrauben 16 sitzen an Konsolen 18, welche
an dein Flanken 6,7 befestigt und über den Umfang -des Gehäuses in geeigneter
Weisse verteilt sind.
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Außen am Gehäuse sitzen ferner eine Reihe von ineinandergreifenden
Ansätzen i9, 2o, die durch einstellbare Schrauben 21 miteinander derart verbunden
werden- können, daß die Gehäuseteile 4, 5 in einem bestimmten Abstand fest voneinander
,gehalten werden.
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Auf der Zeichnung ist die Einrichtung in geöffnetem Zustand dargestellt.
Soll die Rohrleitung 13 verschlossen werden, so werden zunächst die radial wirkenden
Druckschrauben 16 der -elastischen Dichtungen 15 so weit zurückgedreht, daß die
Dichtungen 15 den ringförmigen Körper 12 freigeben. Danach wird der ringförmige
Körper 12 aus dem Bereich der Rohrleitung 13 ausgeschwenkt und gleichzeitig die
Abschlußscheibe i i in
den Bereich der Ringkörper q., 5 geschwenkt.
Sobald die Scheibe i i in der Endstellung angekommen ist, werden die Dichtungsschrauben
16 wieder so weit angezogen, daß sich die Dichtungen 15 gegen die kurzen, VorsprÜngle
14 und dadurch auch fest gegen den Rand io der Abschlußscheibe i i anlegen.