DE68920717T2 - Reaktivfarbstoffe. - Google Patents
Reaktivfarbstoffe.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft Reaktivfarbstoffe, ihre Herstellung und ihre Aufbringung auf Textilsubstrate.
- FR 1 228 184 beschreibt eine allgemeine Klasse von Azo- Reaktivfarbstoffen, die zwei durch eine Verbindungsgruppe verbundene Halogentriazin-Gruppen enthalten.
- Erfindungsgemäß werden wasserlösliche Reaktivfarbstoffe mit der folgenden Formel bereitgestellt:
- in der
- D für den Rest der Azo-, Anthrachinon-, Phthalocyanin-, Formazan- oder Triphenodioxazin-Reihe steht, der eine oder mehrere Sulfonsäure-Gruppen trägt; und
- jedes R, R¹ und R² unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-Rest darstellen, und
- Q einen Rest mit der folgenden Formel darstellt:
- in der
- jedes X und Y unabhängig voneinander Halogen, Alkyl, Alkoxy, Acylamino, Nitro, Carboxy oder Sulfo darstellt, und jedes n und m unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 2 darstellt.
- Bei dem durch D dargestellten Rest kann es sich beispielsweise um einen Rest der Azo-, beispielsweise Monoazo-, Disazo- und metallisierten Azo-, Anthrachinon-, Phthalocyanin-, Formazan- oder Triphenodioxazin-Reihe handeln, der eine oder mehrere wasserlöslichmachende Gruppen enthält, beispielsweise Sulfonsäure-Gruppen.
- Vorzugsweise handelt es sich bei D um einen sulfonierten Monoazo-Rest, beispielsweise einen sulfonierten Azobenzol-, Azonaphthalin- oder Phenylazonaphthalin-Rest, bei dem die aromatischen Ringe zusätzlich zu den Sulfonsäure-Gruppen Substituenten tragen können, die für wasserlösliche Reaktivfarbstoffe geeignet sind.
- Als Beispiele für nützliche sulfonierte Monoazo-Reste, die durch D dargestellt werden, seien Reste mit der folgenden Formel erwähnt:
- in der einer der Substituenten U und V für SO&sub3;H und der andere für H steht, und
- in der es sich bei A um einen Rest der Benzol- oder Naphthalin-Reihe handelt.
- Besonders nützliche Farbstoffe enthalten sulfonierte Monoazo-Reste mit der Formel 3 oder der Formel 4, wobei A für einen sulfonierten Phenyl- oder Naphthyl-Rest steht, insbesondere einen Rest, der eine Sulfo-Gruppe in einer ortho- Stellung relativ zur Azo-Bindung enthält. Somit umfassen durch A dargestellte nützliche Strukturen folgendes:
- wobei Z¹ für H, SO&sub3;H, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl (insbesondere Methyl) oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy (insbesondere Methoxy) steht, und
- wobei Z² für H oder SO&sub3;H steht.
- Als Beispiele für andere nützliche sulfonierte Monoazo-Reste, die durch D dargestellt werden, seien Reste mit der folgenden Formel erwähnt:
- in der A wie oben für einen sulfonierten Phenyl- oder Naphthyl-Rest steht, M¹ für Wasserstoff, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy steht, und M² für Wasserstoff, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy oder -NHCOT steht, wobei T für C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder -NH&sub2; steht.
- Besonders nützliche Reste im Umfang von Formel 7 umfassen folgendes:
- und insbesondere solche, bei denen A für einen sulfonierten Naphthyl-Rest steht, M¹ für Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy, beispielsweise Methoxy steht und T vorzugsweise für Methyl oder Amino steht.
- Gegebenenfalls substituierte Alkyl-Reste, die durch R, R¹ und R² dargestellt werden, sind beispielsweise C&sub1;&submin;&sub8;-, vorzugsweise C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl-Reste, die aus Halogen, Hydroxy, Cyano, Carboxy, Carbamoyl, Alkoxy, Acyl, Acyloxy, Alkoxycarbonyl und gegebenenfalls substituiertem Phenyl ausgewählte Substituenten tragen können.
- Die Farbstoffe der Erfindung können hergestellt werden, indem ein Mol eines o-, m- oder p-Aminobenzylamins mit der folgenden Formel:
- in der R¹, R², X, Y, n und m wie oben definiert sind, mit zwei Molen einer Triazin-Verbindung mit der folgenden Formel:
- in der D und R wie oben definiert sind, umgesetzt wird.
- Das obige Verfahren kann zweckmäßigerweise ausgeführt werden, indem die Reaktanten in einem wässerigen Medium, gegebenenfalls in Gegenwart eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels, bei einer Temperatur von 20 bis 60ºC gerührt werden, wobei der pH vorzugsweise durch Zugabe eines säurebindenden Mittels zur Neutralisierung des während der Umsetzung gebildeten Halogenwasserstoffs bei 5 bis 9 gehalten wird.
- Geeignete säurebindende Mittel sind Alkalimetallhydroxide, -carbonate und -bicarbonate.
- Als Beispiele für Diamine mit der Formel 9 seien die drei isomeren Aminobenzylamine und die Derivate erwähnt, bei denen ein oder beide Stickstoffatome C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl-Reste tragen.
- Die Verbindungen mit der Formel 10 können beispielsweise erhalten werden, indem Cyanurchlorid bei 0-20ºC in einem wässerigen Medium mit wasserlöslichen Farbstoff-Verbindungen mit den Formeln DNRH, wobei D und R wie oben definiert sind, umgesetzt wird. Derartige Farbstoff-Verbindungen sind im Stand der Technik detailliert beschrieben, und dabei handelt es sich insbesondere um Monoazo-Farbstoffe, die beispielsweise mit folgenden Diazo-Komponenten erhältlich sind:
- Anilin-2-sulfonsäure,
- 2-Naphthylamin-1,5-disulfonsäure,
- Anilin,
- Anilin-3-sulfonsäure,
- Anilin-4-sulfonsäure,
- Anilin-2,4-disulfonsäure,
- Anilin-2,5-disulfonsäure,
- Anilin-3,5-disulfonsäure,
- 2-Methyl-4-sulfoanilin
- 2-Methyl-5-sulfoanilin,
- 2-Sulfo-4-methylanilin,
- 2-Sulfo-5-methylanilin,
- 2-Methoxy-5-sulfoanilin,
- 2-Sulfo-4-methoxyanilin,
- 2-Chlor-4-sulfoanilin,
- 2,5-Dichlor-4-sulfoanilin,
- 2-Chlor-5-sulfoanilin,
- 2-Sulfo-4-nitroanilin,
- 2-Sulfo-5-nitroanilin,
- 2-Carboxy-5-sulfoanilin,
- 2-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure,
- 2-Aminonaphthalin-1,5,7-trisulfonsäure,
- 2-Aminonaphthalin-3,6,8-trisulfonsäure,
- 2-Aminonaphthalin-4,8-disulfonsäure,
- 2-Aminonaphthalin-5,7-disulfonsäure,
- 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-4-sulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-5-sulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-7-sulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-4,8-disulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-3,8-disulfonsäure,
- 1-Aminonaphthalin-2,5,7-trisulfonsäure und
- 1-Aminonaphthalin-3,5,7-trisulfonsäure.
- Die oben erwähnten Diazo-Komponenten können mit Amino-Gruppen enthaltenden Kupplungskomponenten kombiniert werden, wobei die erhaltenen Farbstoffe dann mit Cyanurchlorid umgesetzt werden, wobei die Reaktion an den Amino-Gruppen stattfindet.
- Geeignete Amino-Gruppen enthaltende Kupplungskomponenten sind beispielsweise:
- Anilin,
- o-Toluidin,
- m-Toluidin,
- o-Anisidin,
- m-Anisidin,
- 2,6-Xylidin,
- Cresidin,
- 2,6-Dimethoxyanilin,
- m-Aminoacetanilid,
- m-Ureidoanilin,
- 3-Amino-4-methoxyacetanilid,
- 1-Hydroxy-8-aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure,
- 1-Hydroxy-8-aminonaphthalin-3,5-disulfonsäure,
- 1-Hydroxy-6-aminonaphthalin-3-sulfonsäure,
- 1-Hydroxy-6-methylaminonaphthalin-3-sulfonsäure,
- 1-Hydroxy-7-aminonaphthalin-3-sulfonsäure,
- 1-Hydroxy-7-methylaminonaphthalin-3-sulfonsäure und
- 1-Hydroxy-6-aminonaphthalin-3,5-disulfonsäure.
- Alternativ kann die Triazin-Gruppe an die Diazo-Komponente des Farbstoffs gebunden werden. Geeignete Diazo-Komponenten für diesen Zweck sind beispielsweise:
- 1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure,
- 1,3-Diaminobenzol-4,6-disulfonsäure,
- 1,4-Diaminobenzol-3-sulfonsäure,
- 1,4-Diaminobenzol-3,6-disulfonsäure,
- 3,7-Diaminonaphthalin-1,5-disulfonsäure,
- N-Methyl-p-phenylen-diamin,
- N-Ethyl-m-phenylen-diamin,
- m-Phenylen-diamin und
- 4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure,
- die mit Kupplungskomponenten wie
- 1-p-Sulfophenyl-3-carboxypyrazol-5-on oder
- 1-Ethyl-2-hydroxy-3-carbonamido-4-methylpyrid-6-on
- kombiniert werden können.
- Die Farbstoffe der Erfindung können auch hergestellt werden, indem ein Diamin mit der Formel 9 mit zwei Mol Cyanurchlorid gefolgt von der Farbstoff-Verbindung DNRH umgesetzt wird.
- Die Reaktionen, welche zur Bildung der Farbstoffe der Erfindung führen, können unter Bedingungen durchgeführt werden, die im Stand der Technik für derartige Reaktionen detailliert beschrieben sind. Entsprechend können die Farbstoffe mit bekannten Verfahren isoliert werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Ausfällung oder Filtration. Wie im Fall anderer Sulfonsäure-Gruppen enthaltender Farbstoffe ist es häufig zweckmäßig, die Farbstoffe in Form ihrer wasserlöslichen Salze, insbesondere ihrer Alkalimetall- (insbesondere Natrium) oder Ammonium-Salze, zu isolieren und zu verwenden. Es ist klar, daß die Erfindung sowohl die freien Säuren als auch ihre Salze trifft.
- Die Farbstoffe der vorliegenden Erfindung können zum Färben eines breiten Bereichs von Textilmaterialien, die Hydroxyl- oder Amino-Gruppen enthalten, verwendet werden, beispielsweise Wolle, Seide, synthetische Polyamide und natürliche oder regenerierte Cellulose, beispielsweise Baumwolle oder Viskose-Rayon-Materialien, nämlich mit herkömmlichen Verfahren, die zum Färben derartiger Materialien mit wasserlöslichen Reaktivfarbstoffen verwendet werden. So werden sie im Falle von Cellulose vorzugsweise in Verbindung mit einer Behandlung mit einem säurebindenden Mittel, wie kaustischem Soda, Natriumcarbonat, -phosphat, -silicat, oder -bicarbonat, das vor, während oder nach dem Aufbringen des Farbstoffs auf die Cellulose-Textilmaterialien aufgebracht wird, verwendet.
- Bei den Farbstoffen der vorliegenden Erfindung handelt es sich um nützliche Reaktivfarbstoffe für Cellulose. Sie ergeben gefärbte Textilien in verschiedenen Farbtönen mit guter Beständigkeit gegen Waschen und Licht. Sie sind besonders dadurch gekennzeichnet, daß sie überlegene Auswascheigenschaften im Vergleich zu den entsprechenden bekannten Farbstotten besitzen, die einen Phenylendiamin-Rest anstelle eines Aminobenzylamin-Restes enthalten.
- Die Erfindung wird außerdem durch die folgenden Beispiele veranschaulicht, in denen sich alle Teile und Prozentsätze auf das Gewicht beziehen, wenn nichts anderes angegeben ist. Die Bezeichnung "M.I." gibt das Gewicht in Gramm Farbstoff oder Zwischenprodukt an, der/das ein Gramm-Mol reines Produkt enthält.
- Eine Lösung von 1-Hydroxy-2-(2'-Sulfophenylazo)-8-(4",6"- dichlor-s-triazin-2"-ylamino)-naphthalin-3,6-disulfonsäure (27,6 g, M.I. 1380, 0,02 Mol) und N-Methyl-m-aminobenzylamin (1,36 g, 0,1 Mol) wurde bei 20 bis 25ºC und pH 6 0,5 Stunden gerührt, gefolgt von 3 Stunden bei 30 bis 35ºC und pH 8,5. Nach dem Abkühlen wurde der pH mit 2N Chlorwasserstoffsäure auf 7,0 eingestellt und eine geringe Menge unlöslicher Substanz wurde abfiltriert, und dann wurde unter Rühren Salz (22 % G/V) zugegeben. Das ausgefallene Produkt wurde gesammelt, mit Kochsalz-Lösung (20 %) gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 18,0 g, M.I. 2000.
- Das Produkt färbte Baumwolle mit einem leuchtenden gelblichroten Farbton mit guten Aufbau- und Auswasch-Eigenschaften.
- Eine Lösung von 1-Hydroxy-2-(2'-sulfo-4'-methylphenylazo)-6- (2",4"-dichlor-s-triazin-6"-ylamino)-naphthalin-3,5-disulfonsäure (12,8 g, M.I. 1021, 0,0125 Mol) und N-Methyl-m- aminobenzylamin (0,85 g, 0,00625 Mol) wurde bei 20ºC und pH 6,5 gerührt. Nach 30 min wurde der pH auf 8,5 eingestellt und die Temperatur auf 35ºC erhöht. Um die Umsetzung auszugleichen, wurde weiterer Dichlortriazinyl-Farbstoff (0,7 g) zugegeben, das Gemisch wurde auf 20ºC abkühlen gelassen, der pH wurde auf 7,0 eingestellt und das Produkt wurde durch Zugabe von Natriumchlorid (15 % G/V) und Kaliumchlorid (5 % G/V) ausgefällt. Ausbeute: 12,6 g, M.I. 2445.
- Das Produkt färbte Baumwolle mit einem leuchtenden orangen Farbton mit guten Aufbau- und Auswasch-Eigenschaften.
- Eine Lösung von 1-Hydroxy-2-(1',5'-disulfonaphth-2'-ylazo)- 6-(4",6"-dichlor-s-triazinylamino)-naphthalin-3,5-disulfonsäure (22,6 g, M.I. 1355, 0,0167 Mol) und o-Aminobenzylamin (1,016 g, 0,0083 Mol) wurde bei pH 8 und 35ºC 2 Stunden gerührt. Dann wurde weiteres o-Aminobenzylamin (0,2 g) zugegeben und es wurde weitere 2 Stunden weiter erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 20ºC wurde Salz (25 % G/V) zugegeben und das Gemisch wurde 16 h gerührt. Der ausgefallene Feststoff wurde gesammelt und getrocknet. Ausbeute: 31,0 g, M.T. 3728.
- Das Produkt war leuchtend orange, das sich gut aufbaute und leicht auswaschbar war.
- Eine Lösung von 3-Ureido-4-(3',6',8',-trisulfonaphth-2'-ylazo)-N-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"-yl)anilin (27,8 g, M.I. 1388, 0,02 m) und N-Methyl-m-aminobenzylamin (1,36 g, 0,01 m) wurde wie in Beispiel 3 umgesetzt. Dann wurde weiteres Dichlortriazin (0,5 g) zugegeben, um die Umsetzung auszugleichen. Nach Beendigung wurde der pH auf 7,5 eingestellt, die Lösung wurde zur Entfernung jeglicher unlöslicher Substanzen filtriert und das Wasser wurde teilweise unter verringertem Druck entfernt, und zwar unter Rücklassung einer Lösung mit einem Volumen mit 150 ml. Dann wurde Ethanol (300 ml) unter Rühren langsam zugegeben, und das ausgefallene Produkt wurde gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 18,5 g, M.I. 2280.
- Das Produkt färbte Baumwolle in einem tiefrot-gelben Farbton mit guten Auswascheigenschaften.
- Eine Lösung von 1-Hydroxy-2-(1',5'-disulfonaphth-2'-ylazo)- 6-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"-ylamino)-naphthalin-3,5-disulfonsäure (135,25 g) und N-Methyl-m-aminobenzylamin (5,66 g) wurde bei pH 8,5 bis 9.0 und bei 35º bis 40ºC gerührt. Nach 2,5 Stunden war das gesamte verbindende Diamin verbraucht und es wurden über 4,5 Stunden weitere kleine Portionen bis zu einer Gesamtmenge von 0,81 g zugegeben, wobei nach diesem Zeitraum die Umsetzung vollständig war, nämlich wie durch HPLC bestätigt. Das Gemisch wurde auf 20ºC abkühlen gelassen, der pH wurde mit 2N Chlorwasserstoffsäure auf 7,0 eingestellt, die Lösung wurde zur Entfernung jeglicher Spuren an unlöslicher Substanz filtriert, und dann wurde Salz (25 % G/V) unter Rühren zugegeben. Nach 16 Stunden wurde das ausgefallene orange Produkt gesammelt und getrocknet. Ausbeute: 113,49.
- Mit dem gleichen allgemeinen Verfahren wurde 1-Hydroxy-2- (2'-sulfo-4'-methylphenylazo)-6-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"- ylamino)-naphthalin-3,5-disulfonsäure mit einem halben Äquivalent m-Aminobenzylamin unter Erhalt eines orangen Farbstoffs kondensiert.
- Weitere mit einem ähnlichen Verfahren hergestellte Farbstoffe sind in Tabelle 1 aufgelistet, wobei die Chlortriazin- Gruppe an die Kupplungskomponente gebunden ist. TABELLE 1 Beispiel Diazo-Komponente Kupplungskomponente verbindendes Diamin Farbton 2-Aminonaphthalin-1,5-disulfo 2-Aminonaphthalin-1-sulfo 2-Aminonaphthalin-4,8-disulfo Anilin-2,5-disulfo 2-Aminonaphthalin-3,6,8-trisulfo 2-Sulfo-4-methylanilin 1-Hydroxy-8-aminonaphthalin-3,6-disulfo 3-Amino-4-methoxyacetanilid 1-Hydroxy-6-aminonaphthalin-3-sulfo 2,6-Xylidin 2,6-Dimethoxyanilin 2-Methoxy-5-methylanilin o-Aminobenzylamin m-Aminobenzylamin N-beta-hydroxyethyl-m-aminobenzylamin p-Aminobenzylamin 2,4-Disulfo-5-amino-N-methylbenzyl-amin N-n-Butyl-3-aminobenzylamin 4-Aminobenzylamin bläulichrot rötlichgelb grünlichorange gelb Fortsetzung TABELLE 1 Beispiel Diazo-Komponente Kupplungskomponente verbindendes Diamin Farbton Anilin-2,4-disulfo 2-Aminonaphthalin-1,5-disulfo 2-Amino-5-methoxybenzol-sulfo 2-Aminobenzol-1,5-disulfo 2-Aminonaphthalin-1-sulfo 1-(2'-Methyl-3'-amino-5'-sulfophenyl)-3-carboxypyrid-5-on 1-Beta-amino-ethyl-2-hydroxy-3-carbonamido-4-methylpyrid-6-on 1-Hydroxy-7-methylaminonaphthalin-3-sulfo 1-Hydroxy-7-aminonaphthalin-3-sulfo 1-Hydroxy-8-aminonaphthalin-3,5-disulfo 3-Amino-N-methyl-benzylamin 3-Amino-6-chlor-N-methyl-benzylamin m-Aminobenzylamin grünlichgelb grünlichrot orange bläulichrot
- Farbstoffe, bei denen die reaktive Gruppe an die Diazo-Komponente gebunden ist, sind in Tabelle 2 aufgelistet. TABELLE 2 Beispiel Diazo-Komponente Kupplungskomponente verbindendes Diamin Farbton 2,4-Diamino-benzol-1,5-disulfo 2,5-Diamino-benzol-1,4-disulfo 2,4-Diamino-benzolsulfo 1-Ethyl-2-hydroxy-3-carbonamido-4-methyl-pyrid-6-on 1-(4'-Sulfophenyl)-3-methylpyrazol-5-on 1-(4'-Sulfophenyl)-3-carboxypyrazolon 1-Ethyl-2-hydroxy-3-cyano-4-methyl 1-Hydroxy-6-acetylamino-naphthalin-3-sulfo m-Amino-benzylamin N-Ethyl-m-amino-benzylamin N-Isopropyl-m-amino-benzylamin N-Methyl-m-amino-benzylamin grünlichgelb rötlichgelb orange
- 1,066 g m-Aminobenzylamin, in Aceton (20 ml) aufgelöst, wurden zu einer gerührten Lösung von 1-Hydroxy-2-(1',5'-disulfonaphth-2'-ylazo)-6-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"-ylamino)naphthalin-3,5-disulfonsäure (22,57 g, M.I. 1355) in Wasser (500 ml) gegeben. Das Gemisch wurde bei pH 6 bis pH 7 bei 20ºC 30 min gerührt und dann bei pH 8,5 und 35ºC 4,5 h. Das Gemisch wurde filtriert und dann wurde Salz (15 % G/V) zu dem Filtrat gegeben. Der erhaltene ausgefallene orange Farbstoff wurde gesammelt, mit Kochsalzlösung (20% G/V) gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 13,1 g, M.I. 2480.
- Eine Lösung von m-Aminobenzylamin (0,59 g) in Aceton (10 ml) wurde zu einer gerührten Lösung von 1-Hydroxy-2-(1',5'-disulfonaphth-2'-ylazo)-8-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"-ylamino)-naphthalin-3,6-disulfonsäure (21, 89 g, M.I. 2188) in Wasser (200 ml) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 20ºC und bei pH 6 bis 7 2 h gerührt, dann bei 30º bis 35ºC und pH 8,0 bis 8,5 3 h lang. Nach dem Filtrieren zur Entfernung jeglicher Spuren unlöslichen Produkts wurde Ethanol zugegeben, und der erhaltene ausgefällte bläulich-rote Farbstoff wurde gesammelt und getrocknet. Ausbeute: 14,6 g, M.I. 2737.
- Wenn N-Methyl-m-aminobenzylamin (0,68 g) anstelle von m- Aminobenzylamin für die obige Umsetzung verwendet und das gewünschte Produkt wie oben gesammelt wurde, betrug die Ausbeute an bläulich-rotem Produkt 14,1 g M.I. 2619.
- Eine Lösung von N-Methyl-m-aminobenzylamin (1,36 g) in Aceton (20 ml) wurde zu einer gerührten Lösung von 1-Hydroxy-2- (1'-sulfonaphth-2'-ylazo)-8-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"-yl- amino)naphthalin-3,6-disulfonsäure (21,28 g, M.I. 1064) gegeben. Nach dem Rühren bei pH 6 bei 20ºC für 1 Stunde wurde die Temperatur 28 Stunden bei 35ºC gehalten. Jegliche unlösliche Substanz wurde abfiltriert, das Filtrat wurde auf 100 ml konzentriert und der bläulich-rote Farbstoff wurde durch Zugabe von Ethanol unter Rühren ausgefällt. Ausbeute: 20,4 g, M.I. 2065.
- Eine Lösung von m-Aminobenzylaminn (1,525 g) in Aceton (20 ml) wurde zu einer gerührten Lösung von 3-Acetylamino-4- (3',6',8'-trisulfonaphth-2'-ylazo)-N-(4",6"-dichlor-s-triazin-2"-yl)anilin (28,62 g, M.I. 1145) gegeben, und zwar bei pH 6,5 und 20ºC. Nach 30 min wurde der pH auf 8,5 erhöht und die Temperatur auf 35ºC. Nach weiteren 5 Stunden war die Reaktion im wesentlichen vollständig, nämlich wie durch HPLC bestimmt, und wurde filtriert. Dann wurde Ethanol (170 ml) zu dem gerührten Filtrat (500 ml) gegeben und der erhaltene ausgefallene goldgelbe Farbstoff wurde gesammelt. Ausbeute: 17.0 g, M.I. 2572.
- Eine Lösung von N-Methyl-m-aminobenzylamin (1,36 g) in Aceton (20 ml) wurde zu einer gerührten Lösung von 3-Acetylamino-4-(3',6',8'-trisulfonaphth-2'-ylazo)-N-(4",6"-dichlor-s- triazin-2"-yl)anilin (22,9 g, M.I. 1145) gegeben. Das Gemisch wurde 1 Stunde bei pH 6,5 bei 25ºC gerührt, dann 1 h bei pH 8,5. Das gelbe Produkt wurde mit Ethanol ausgefällt. Ausbeute: 16,8 g, M.I. 2438.
- Weitere Farbstoffe mit der Formel 1, die durch die Wechselwirkung einer Farbstoff-Verbindung mit der Formel DNRH, Cyanurchlorid und einem Diamin mit der Formel 3 hergestellt wurden, sind in der folgenden Tabelle 3 angegeben. TABELLE 3 verbindendes Diamin Farbton 1-Amino-4-(3'-amino-4'-sulfoanilin)anthrachinon-2-sulfonsäure Kupfer-Komplex von 8-Amino-1-hydroxy-2-(2'-hydroxy-5'- sulfophenylazo)naphthalin-3,6-disulfonsäure 1:2-Chrom-Komplex von 8-Amino-1-hydroxy-2-(4'-nitro-2'- hydroxyphenylazo)naphthalin-3,6-disulfonsäure Kupfer-Komplex von N-(2-Hydroxy-5-sulfo-3-aminophenyl)- N'-(2'-carboxy-4'-sulfophenyl)-ms-formazan Kupfer-Komplex von N-(2-Hydroxy-4-sulfo-3-aminophenyl)- N'-(2'-carboxy-4'-sulfophenyl)-ms-formazan Kupfer-Komplex von N-(2-Hydroxy-5-amino-3-sulfophenyl)- N'-(2'-carboxy-4'-sulfophenyl)-ms-formazan m-Aminobenzylamin N-Isopropyl-m-aminobenzylamin N-Hydroxyethyl-m-aminobenzylamin N-Methyl-m-aminobenzylamin leuchtendblau violett schwarz blau
Claims (12)
1. Wasserlöslicher Reaktivfarbstoff mit der folgenden
Formel:
in der
D für den Rest der Azo-, Anthrachinon-,
Phthalocyanin-, Formazan- oder
Triphenodioxazin-Reihe steht, der eine
oder mehrere Sulfonsäure-Gruppen
trägt; und
jedes R, R¹ und R² unabhängig voneinander Wasserstoff
oder einen gegebenenfalls
substituierten Alkyl-Rest darstellen, und
Q einen Rest mit der folgenden Formel
darstellt:
in der
jedes X und Y unabhängig voneinander Halogen,
Alkyl, Alkoxy, Acylamino, Nitro,
Carboxy oder Sulfo darstellt, und jedes
n und m unabhängig voneinander eine
ganze Zahl von 0 bis 2 darstellt.
2. Reäktivfarbstoff nach Anspruch 1, wobei D für einen
sulfonierten Monoazo-Rest steht.
3. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 2, wobei D für einen Rest
mit der folgenden Formel steht:
in der A für einen Rest der Benzol- oder Naphthalin-Reihe
steht und einer der Substituenten U und V für SO&sub3;H und der
andere für H steht.
4. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 2, wobei D für einen Rest
mit der folgenden Formel steht:
in der A für einen Rest der Benzol- oder Naphthalin-Reihe
steht.
5. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, wobei A
für einen sulfonierten Phenyl- oder sulfonierten Naphthyl-
Rest steht.
6. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 5, wobei die Sulfo-Gruppe
in A sich in einer ortho-Stellung relativ zur Azo-Bindung
befindet.
7. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 6, wobei A für einen Rest
mit der folgenden Formel steht:
in der Z¹ für H, SO&sub3;H, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy steht.
8. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 6, wobei A für einen Rest
mit der folgenden Formel steht:
in der Z² für H oder SO&sub3;H steht.
9. Reaktivfarbstoff nach Anspruch 2, wobei D für einen Rest
mit der folgenden Formel steht:
in der
A für einen sulfonierten Naphthyl-Rest steht;
M¹ für Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy steht; und
T für C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder -NH&sub2; steht.
10. Verfahren zur Herstellung eines Reaktivfarbstoffes nach
Anspruch 1, bei dem 1 Mol eines o-, m- oder
p-Aminobenzylamins mit der folgenden Formel
mit 2 Mol einer Triazin-Verbindung der folgenden Formel:
umgesetzt wird, wobei D, R, R¹, R², X, Y, n und m wie in
Anspruch 1 definiert sind.
11. Verfahren zum Färben von Textilmaterialien, bei dem
darauf ein Reaktivfarbstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 9
aufgebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Farbstoff in
Verbindung mit einem säurebindenden Mittel auf ein Cellulose-
Textilmaterial aufgebracht wird.
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