-
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Abrichten
einer zum Schleifen oder Polieren von Metallteilen geeigneten
Schleifscheibe.
HINTERGRUND
-
Beim Drehen einer Schleifscheibe zum Schleifen oder
Polieren eines Werkstückes führt die Funktion der
Schleifscheibe zu deren Verschleiß oder es treten Schleifspäne
zwischen Körner des Schleifkörpers, der dadurch stumpf oder
zugesetzt wird. Infolgedessen muß nach einer festgelegten
Zeit das Schleifen unterbrochen und die Oberfläche mit einem
als Abrichter bezeichneten Werkzeug bearbeitet werden, damit
die Körner des Schleifkörpers von dessen Oberfläche
vorstehen.
-
Diese Bearbeitung des Schleifkörpers wird im allgemeinen
als Abrichten bezeichnet. Zum Abrichten einer Schleifscheibe
zum Präzisionsschleifen wird ein Abrichtdiamant verwendet. In
diesem Fall muß sorgfältig darauf geachtet werden, den
Abrichter gegenüber der Schleifscheibe so anzuordnen, daß die
Oberfläche der Schleifscheibe nicht zu stark abgearbeitet
wird. Dafür ist Geschicklichkeit erforderlich.
-
Es ist auch bekannt, durch elektrische Entladungen
abzurichten. In jedem Fall wird durch das Abrichten der
Durchmesser der Schleifscheibe verringert, so daß die
Nullpunktverschiebung der Schleifscheibe gegenüber dem Werkstück
verändert werden muß.
-
Zum Verändern der Nullpunktverschiebung der
Schleifscheibe nach dem Abrichten wird die Schleifscheibe
willkürlich an die zu bearbeitende Fläche angefahren. Die Berührung
zwischen der Schleifscheibe und der zu bearbeitenden
Oberfläche wird durch die Wahrnehmung eines schwachen
Anschlaggeräusches oder von beim Schleifen erzeugten Funken
kontrolliert. Aus diesem Grunde wird zum Schleifen mehr Zeit
benötigt als zum Spanen, Bohren usw. Die durch den Verschleiß
der Oberfläche verursachte Abnahme des Durchmessers der
Schleifscheibe ist nicht nennenswert. Man kann den
Durchmesser nach dem Abrichten mit mechanischen oder elektrischen
Einrichtungen messen. Es war bisher jedoch schwierig, auf
Grund des Meßwertes die Schleifscheibe automatisch in eine
neue Schleifposition zu bringen.
-
In der JP-B2-62-10780 ist eine Anordnung zum Abrichten
eines leitfähigen Schleifkörpers nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegeben, in der die Formveränderung des
scheibenförmigen Schleifkörpers gemessen und durch Elektroerosion
beseitigt wird. Es wird jedoch nicht angegeben, wie die
veränderte Breite des Schleifkörpers ermittelt wird, wenn der
Schleifkörper in seine Schleifposition überführt wird.
Insbesondere wird nicht angegeben, wie eine durch Abrichten
bewirkte Abnahme des Durchmessers einer Schleifscheibe
ermittelt werden kann.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
-
Durch die Erfindung werden die vorgenannten beim
Schleifen mit einer Schleifscheibe auftretenden Probleme
gelöst und soll es ermöglicht werden, das Schleifen und
Polieren ähnlich wie andere Metallbearbeitungsvorgänge
automatisch durchzuführen. Eine Aufgabe der Erfindung ist es, für
eine Schleifvorrichtung eine Anordnung zu schaffen, mit der
das Schleifen oder Polieren, das Abrichten einer
Schleifscheibe und das Messen des Durchmessers einer Schleifscheibe
nach dem Abrichten auf ein und demselben Arbeitstisch
kontinuierlich durchgeführt werden können und auf Grund des
Meßwertes die Nullpunktverschiebung der Schleifscheibe
bestimmt wird.
-
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, für eine
Schleifvorrichtung eine Anordnung zu schaffen, die in einer
Mehrzweck-Arbeitsmaschine verwendet werden kann, die
zahlreiche Arbeitsfunktionen hat, z.B. Spanen nach Art einer
Fräsmaschine, Bohren mit einem Spiralbohrer,
Elektroerodieren, Schleifen mit kontinuierlichem elektrolytischem
Abrichten, usw.
-
Zur Lösung der vorgenannten Aufgaben schafft die
Erfindung für das Abrichten einer leitfähigen Schleifscheibe eine
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Somit wird
eine Schleifvorrichtung geschaffen, die eine Einrichtung zum
Bewegen eines Arbeitstisches auf einem Maschinenbett in der
Richtung der X-Achse und in der Richtung der Y-Achse
aufweist, ferner eine antreibbare Spindel, die über dem
Arbeitstisch vertikalbewegbar angeordnet ist, und eine am
äußersten Ende der Spindel montierte Schleifscheibe. Auf der
oberen Fläche des Arbeitstisches sind ein leitfähiger
Abrichter und ein Bezugsmeßelement vorgesehen, deren Wirkflächen zu
der X-Achse oder der Y-Achse des Arbeitstisches parallel
sind.
-
Die X-Achse und die Y-Achse des Arbeitstisches werden
mit einem Bezugsglied für die X-Achse und einem Bezugsglied
für die Y-Achse festgelegt, die auf der oberen Fläche des
Arbeitstisches rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Der
leitfähige Abrichter und das Bezugsmeßelement sind auf der
oberen Fläche des Bezugselements für die Y-Achse so
angeordnet, dar Wirkflächen derselben zu der X-Achse oder der
Y-Achse parallel sind.
-
Der Abrichter und das Bezugsmeßelement werden von je
einem oder einem einzigen elektrisch leitfähigen Metallblock
gebildet.
-
Das Werkstück wird an das Bezugselement für die X-Achse
und das Bezugselement für die Y-Achse angestellt. Der
Arbeitstisch bildet den Boden eines Flüssigkeitsgefäßes. Das
Schleifen des Werkstückes und das Abrichten der
Schleifscheibe werden innerhalb der in dem Flüssigkeitsgefäß
befindlichen Arbeitsflüssigkeit durchgeführt.
-
Das Abrichten der Schleifscheibe kann durch elektrische
Entladungen erfolgen. Für das Schleifen, das Messen und das
Abrichten der Schleifscheibe usw. wird ein Schnittpunkt
zwischen der X-Achse und der Y-Achse auf dem Arbeitstisch als
Bezugspunkt verwendet. Zum Bewegen der Schleifscheibe wird
durch einen Antriebsmechanismus der Arbeitstisch bewegt.
-
Gemäß der Erfindung können daher das Schleifen und das
Abrichten, das Berechnen eines sich beim Abrichten ändernden
Durchmessers der Schleifscheibe, das durchmesserabhängige
Verändern der Nullpunktverschiebung der Schleifscheibe usw.
auf ein und demselben Arbeitstisch als kontinuierliche
Schritte unter NC-Steuerung durchgeführt werden. Somit kann
jetzt das Schleifen einschließlich des Abrichtens einer
Schleifscheibe automatisch durchgeführt werden, was bisher
nicht möglich war.
-
Gemäß der Erfindung können ferner auf dem Maschinenbett
einer Mehrzweck-Arbeitsmaschine Metallbearbeitungsvorgänge
durchgeführt werden, z.B. ein Spanen, Elektroerodieren und
elektrolytisches Schleifen, wie sie bisher schon unter
NC-Steuerung durchgeführt worden sind, so daß eine einen
Schleifvorgang umfassende Folge von
Metallbearbeitungsvorgängen rationell durchgeführt werden kann. Insbesondere bei
der Herstellung von Formen bzw. Werkzeugen ist es ein
Vorteil, daß alle Arbeiten mit einer einzigen Maschine
automatisch durchgeführt werden können.
-
Nachstehend wird die Erfindung anhand von in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform eines
Maschinenbetts für eine erfindungsgemäße Schleifvorrichtung
dargestellt.
-
Figur 1 zeigt in einer schematischen Vorderansicht
wesentliche Teile einer Schleifvorrichtung mit einem im
Längsschnitt dargestellten Maschinenbett.
-
Figur 2 zeigt das Maschinenbett in Draufsicht.
-
Figur 3 ist ein Ablaufdiagramm für Schleif- und
Abrichtvorgangsfolgen.
-
Figur 4 erläutert die Positionen einer Schleifscheibe
während einer Schleifvorgangsfolge.
-
Figur 5 erläutert die Positionen einer Schleifscheibe
während einer Abrichtvorgangsfolge.
-
Figur 6 zeigt schaubildich eine andere Ausführungsform
eines Abrichters und eines Bezugsblockes.
-
Figur 7 zeigt schaubildlich eine
Mehrzweck-Arbeitsmaschine, auf die die Erfindung angewendet werden kann.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
-
In den Figuren ist mit 1 ein auf einem Maschinenbett 2
montierter Antriebmechanismus bezeichnet, in dem übereinander
zwei zueinander rechtwinklige Vorschubmechanismen kombiniert
sind, von denen jeder ein Paar von auf einer rechteckigen
Platte 3 vorgesehenen Führungsschienen 4 und zwischen den
Führungsschienen eine Kugelrollspindel aufweist, die von
einem Servomotor 6 gedreht wird, der mit einem Positionsgeber
5 versehen ist.
-
Eine Grundplatte 8 und die Platte 3 des oberen
Vorschubmechanismus sind in der oberen Führungsschiene 4 bzw. der
unteren Führungsschiene 4 des Antriebsmechanismus 1 beweglich
gelagert. Die Kugelrollspindeln 7 sind in Spindelaufnahmen 3a
und 8a geschraubt, die von der unteren Fläche vorstehen.
-
Wenn in einem derartigen Abtriebsmechanismus 1 der
Servomotor 6 des unteren Vorschubmechanismus läuft, werden
die Grundplatte 8 und der obere Vorschubmechanismus in einer
Horizontalebene des Maschinenbetts 2 in einer seitlichen
Richtung (die nachstehend als die Richtung der X-Achse
bezeichnet wird), bewegt und wird ferner die Grundplatte 8
von dem oberen Vorschubmechanismus in einer Längsrichtung
bewegt (die nachstehend als die Richtung der Y-Achse
bezeichnet wird).
-
Die einem Arbeitstisch 9 durch jeden Servomotor 6
erteilte Stellung, im wesentlichen eine Stellung einer
Schleifscheibe 17 auf dem Arbeitstisch, wird mit dem an dem
Servomotor 6 vorgesehenen Stellungsgeber 5 erfaßt. Auf Grund der
so erfaßten Stellung wird der Servomotor 6 gesteuert.
-
Der auf der Grundplatte 8 befestigte Arbeitstisch 9 ist
rechteckig und bildet den Boden eines Flüssigkeitsgefäßes 10.
Auf der Platte sind ein Bezguselement 11 für die X-Achse und
ein Bezugselement 12 für die Y-Achse rechtwinklig zueinander
angeordnet.
-
Auf der oberen Fläche des Bezugselements 12 für die
Y-Achse sind ein Abrichter 13 und ein Bezugselement 14 derart
längs einer Geraden fluchtend angeordnet, daß Wirkflächen
derselben zu der Y-Achse parallel sind. Diese Teile bestehen
aus je einem Block in Form eines rechteckigen Parallelepipeds
aus einem metallischen Werkstoff von ausgezeichneter
elektrischer Leitfähigkeit, wie Kupfer. Dem Abrichter 13 wird
Gleichstrom zugeführt. Über dem Abrichter 13 ist eine schräg
abwärtsgerichtete Düse 15 zur Abgabe einer Flüssigkeit zum
Elektroerodieren angeordnet, so daß beim Abrichten eine
elektrolytische Flüssigkeit zugeführt werden kann.
-
Mit 16 ist ein in der Draufsicht quadratisches Werkstück
bezeichnet, das in einem oberen mittleren Teil einen
quadratischen Kern 16a besitzt, dessen Seitenfläche geschliffen
werden soll. Dieses Werkstück 16 ist derart auf den
Arbeitstisch gespannt, daß seine Seitenfläche an das
Bezugselement 11 für die X-Achse und das Bezugselement 12 für die
Y-Achse angestellt ist. Von dem Antriebsmechanismus 1 wird
das Werkstück mit dem Arbeitstisch 9 in der Richtung der
X-Achse oder in der Richtung der Y-Achse oder der Richtung
einer Resultierenden horizontal bewegt.
-
Mit 17 ist eine Schleifscheibe bezeichnet, die aus einem
leitfähigen Schleifkörper besteht, z.B. aus einem geraden
CBN-Schleifkörper aus gußeisengebundenem Fasermaterial, einem
topfförmigen CBN-Schleifkörper aus gußeisengebundenem
Fasermaterial, usw. Die Schleifscheibe 17 ist über dem
Arbeitstisch mit einem Spannfutter 19 auf einer Spindel 18
montiert.
-
Die Spindel 18 ist mit einer Abtriebswelle eines Motors
verbunden, der mit einer nicht gezeigten Hubeinrichtung
versehen ist, und bewegt sich mit der an ihrem unteren Ende
aufgespannten Schleifscheibe 17 auf- und abwärts. Beim Abrichten
kann der Spindel 18 ein positiver Gleichstrom zugeführt
werden.
-
Eine derartige Schleifvorrichtung ist mit einer NC-
Steuereinheit versehen, in die vorher ermittelte Daten
eingegeben werden, die das Ablesen der Position des Mittelpunktes
der Schleifscheibe 17 über dem Arbeitstisch, der Positionen
von verschiedenen auf dem Arbeitstisch vorgesehenen Elementen
und des Werkstuckes 16 oder einer Position der Wirkfläche der
Schleifscheibe ermöglichen, wenn sich der Schnittpunkt (siehe
Figur 2) zwischen der X-Achse und der Y-Achse- als
Arbeitsbezugspunkt auf dem Arbeitstisch an einer geeigneten Stelle
befindet. Das durch Drehen der Schleifscheibe bewirkte
Schleifen, das Abrichten, das Messen des Durchmessers usw.
werden auf Grund der genannten Daten oder unter Kombination
derselben automatisch nacheinander durchgeführt.
-
Es sei darauf hingewiesen, daß in dieser Vorrichtung die
Nullpunktverschiebung und das Positionieren erfolgen, indem
durch den oberen und den unteren Servomotor 6 die Spindeln 7
gedreht werden und dadurch der Arbeitstisch 9 bewegt wird.
Dabei wird die Schleifscheibe 17 selbst nicht verschoben,
sondern bleibt sie stets an einer Stelle. Um die Erläuterung
zu erleichtern, wird aber auch von einer "Bewegung der
Schleifscheibe" gesprochen.
-
Figur 3 ist ein Ablaufdiagramm zur Erläuterung der
Schleif- und Abrichtvorgangsfolgen, die auf dem
erfindungsgemäßen Maschinenbett durchgeführt werden können. In den
Figuren 4 und 5 sind die im Ablaufdiagramm angegebenen
Positionen der Schleifscheibe 17 längs der X- bzw. Y-Achse
dargestellt.
-
Nachstehend wird anhand dieser Figuren das vorerwähnte
Ablaufdiagramm erläutert.
Schleifenvorgangsfolge (siehe Figur 4)
-
G1 "Messen des Werkstückes": Das Messen wird nach dem
Eingeben der Form des Werkstückes vorgenommen.
-
G2 "Bewegen zum Maschinen-Nullpunkt": Nach der Eingabe des
Meßwerts wird die Schleifscheibe 17 an den Maschinen-
Nullpunkt (Arbeitsbezugspunkt) 0 bewegt.
-
G3 "Bewegen des Schleifkörpers in eine Meßbezugsstellung":
Die Schleifscheibe 17 wird von dem Arbeitsbezugspunkt 0
in die Stellung X&sub2;, Y&sub1; bewegt.
-
G4 "Anfahren an das Bezugselement": Der Arbeitstisch 9 wird
in der Richtung der X-Achse bewegt, bis die Oberfläche
der Schleifscheibe 17 das Bezugsmeßelement 14 berührt.
Vorher wird ein schwacher Strom zum Fließen zwischen dem
Bezugsmeßelement 14 und der Schleifscheibe 17 veranlaßt.
-
G5 "Berührungskontrolle": Die Berührung wird dadurch
bestätigt, daß ein Strom fließt. Wenn kein Strom fließt,
wird angenommen, daß die Berührung nicht genügt, und
wird der Arbeitstisch 9 weiter in der Richtung der
X-Achse bewegt.
-
G6 "Erfassen der Position des Mittelpunkts der
Schleifscheibe": Es werden die Werte für xt und Y&sub1; abgelesen.
-
G7 "Berechnen des Durchmessers D der Schleifscheibe": Der
Meßwert X&sub1; für die Position der Oberfläche des
Bezugselements 14 wird von dem Meßwert für die Position xt
subtrahiert, und das Ergebnis wird verdoppelt
(xt - X&sub1;) . 2 = D.
-
G8 "Nullpunktverschiebung": Die Nullpunktverschiebung der
Schleifscheibe 17 (für D/2) relativ zu der zu
schleifenden Oberfläche des Kerns 16a wird auf Grund des
berechneten Durchmessers elektrisch berechnet. Der
Arbeitstisch 9 wird in den Richtungen der X-Achse und der
Y-Achse bewegt. Die Spindel 18 wird abwärtsbewegt, und
die Schleifscheibe wird zur Nullpunktverschiebung in die
Stellung X&sub3;, y&sub4; bewegt.
-
G9 "Schleifen": Das Flüssigkeitsgefäß wird mit einer
Arbeitsflüssigkeit gefüllt, die aus einem Mineralöl
besteht, dessen Hauptkomponente wenigstens teilweise aus
einem Paraffinkohlenwasserstoff besteht. Die
Schleifscheibe wird mittels der Spindel 18 mit hoher Drehzahl
( 8: 10 000 U/min) gedreht, während der Arbeitstisch 9
in der Richtung der X-Achse bewegt und in der
Arbeitsflüssigkeit geschliffen wird. Dabei bewegt der
Arbeitstisch 9 die Schleifscheibe 17 in die Stellung x&sub4;, wobei
ein Abtrag g vorgegeben wird.
-
G10 "Vorgegebene Zeit ist abgelaufen": Nach dem Ablauf einer
vorherbestimmten Schleifzeit wird festgestellt, ob ein
Abrichten erforderlich ist.
-
G11 "Sofortiges Unterbrechen des Schleifens": Auf Grund der
Feststellung, daß ein Abrichten notwendig ist, wird das
Schleifen sofort unterbrochen.
Abrichtvorgangsfolge (siehe Figur 5).
-
D1 "In Abrichtbezugsstellung bewegen": Durch Bewegen des
Arbeitstisches 9 in den Richtungen der X-Achse und der
Y-Achse wird die Schleifscheibe 17 in die Stellung X&sub2;,
y&sub3; bewegt.
-
D2 "Anfahren an den Abrichter": Durch Bewegen des
Arbeitstisches 9 in der Richtung der X-Achse wird die
Schleifscheibe 17 an den Abrichter 13 angefahren, durch den ein
schwacher Strom fließt.
-
D3 "Berührungskontrolle": Zur Kontrolle der Berührung
zwischen der Schleifscheibe 17 und dem Abrichter 13 wird
festgestellt, ob ein Strom flieht.
-
D4 "Erfassen der Position des Mittelpunkts der
Schleifscheibe": Es werden die Meßwerte für xt' und y&sub3;'
abgelesen.
-
D5 "Bewegen in die Ausgangsstellung für das Abrichten": Da
zum Abrichten mit einem Elektrolyten eine
Entladungsstrecke erforderlich ist, wird die Schleifscheibe 17 in
eine Stellung (xt' + d,y&sub3;) bewegt, bei der eine
vorgegebene Entladungsstrecke d berücksichtigt ist.
-
D6 "Mit dem Abrichten beginnen": Es wird ein starker Strom
veranlaßt, zwischen der Spindel 16 und dem Abrichter 13
zu fließen, und die Schleifscheibe wird mit hoher
Drehzahl gedreht und dabei durch das Bewegen des
Arbeitstisches 9 in der Richtung der Y-Achse längs des
Abrichters 13 bewegt. Dabei wird durch Elektroerosion
ein Abrichten bewirkt.
-
D7 "Abrichten beenden": Nach dem Ablauf einer festgelegten
Zeit wird die Spindel 18 angehalten und der Stromfluß
unterbrochen.
-
D8 "Bewegen des Schleifkörpers in die Bezugsmeßstellung":
Die Schleifscheibe 17 wird in die Bezugsstellung X&sub2;, y&sub1;
bewegt.
-
D9 "Anfahren an das Bezugsmeßstellung": Durch Bewegen des
Arbeitstisches 9 in der Richtung der X-Achse wird die
Oberfläche der Schleifscheibe 17 an das Bezugsmeßelement
14 angestellt. Vorher wird ein schwacher Strom
veranlaßt, in das Bezugsmeßelement 14 zu fließen.
-
D10 "Berührungskontrolle": Zur Kontrolle der Berührung wird
festgestellt, ob ein Strom flieht. Wenn kein Strom
fließt, wird angenommen, daß die Berührung nicht genügt,
und wird der Arbeitstisch 9 weiter in der Richtung der
X-Achse bewegt.
Erneute Schleifvorgangsfolge
-
RG 1 "Erfassen der Position des Mittelpunkts der
Schleifscheibe": Es werden die Meßwerte für xn und y&sub1;
abgelesen.
-
RG 2 "Berechnen des Durchmessers D der Schleifscheibe": Der
Meßwert x&sub1; für die Position der Oberfläche des
Bezugselements 14 wird von dem Meßwert für die Position xt
subtrahiert, und das Ergebnis wird verdoppelt
(xt - X&sub1;) . 2 = D'.
-
RG 3 "Veränderung der Nullpunktverschiebung": Da durch das
Abrichten der Durchmesser der Schleifscheibe verändert
worden ist, wird die Nullpunktverschiebung um die
Differenz D/2 - D'/2 verändert und die Schleifscheibe
in die Stellung X&sub3;, Y&sub4;' bewegt.
-
RG 4 "Wiederbeginn des Schleifens": Das Schleifen beginnt.
-
RG 5 "Vorgegebene Zeit ist abgelaufen": Es wird festgestellt,
ob ein Abrichten notwendig ist. In diesem Fall geht das
Programm auf den Schritt D1 der Abrichtvorgangsfolge
über.
-
RG 5 "Schleifen beendigen": Die Schleifscheibe 17 wird
zusammen mit der Spindel 18 aufwärtsbewegt und in ihre
Ausgangsstellung zurückgestellt. Dann ist die
Vorrichtung für die nächste Schleifvorgangsfolge bereit.
-
In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform sind der
Abrichter 13 und das Bezugselement 14 zum Abrichten auf einer
Geraden angeordnet. Man kann diese beiden Teile aber auch in
Form eines T anordnen und in einem einzigen Block vereinigen.
Wenn in diesem Fall an der Berührungsfläche eine Schulter
vorgesehen ist, wie dies in der Figur 6 gezeigt ist, so daß
die Abrichtfläche 13a sich außerhalb der Bezugsfläche 14a
befindet, kann die Schleifscheibe 17 durch Elektroerosion
abgerichtet werden, ohne daß sie durch die Bezugsfläche
beeinflußt wird.
-
Die erfindungsgemäße Anordnung kann in einer
Mehrzweck-Arbeitsmaschine verwendet werden, in der durch Bewegen des
Arbeitstisches 9 mehrere Metallbearbeitungsvorgänge
durchgeführt werden können.
-
In der Figur 7 ist eine früher von dem vorliegenden
Erfinder entwickelte Mehrzweck-Arbeitsmaschine dargestellt
(Einzelheiten gehen aus der WO-A-89/03745 hervor). Auf dem
Maschinenbett 21 ist ein Arbeitstisch 22 vorgesehen, der in
der Richtung der X-Achse und der Richtung der Y-Achse
bewegbar ist. In ein auf dem Arbeitstisch vorgesehenen
Flüssigkeitsgefäß 23 wird ein Werkstück 24 eingesetzt. Infolgedessen
kann durch Austausch von Werkzeugen ein Spanen,
Elektroerodieren, elektrolytisches Schleifen usw. durchgeführt
werden.
-
Wenn die erfindungsgemäße Anordnung auf dem Arbeitstisch
22 vorgesehen ist, kann die Mehrzweck-Arbeitsmaschine ohne
weiteres zum Schleifen gemäß des vorstehend erläuterten
Ablaufdiagramms verwendet werden.
-
In der Figur ist mit 25 ein Spiralbohrer, mit 26 eine
Meßsonde, mit 27 eine Entladungselektrode, mit 28 ein
Schleifkörper zum Schleifen, mit 28 ein Magazin für ein
Werkzeug 29 und mit 30 ein automatischer Wechsler bezeichnet.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
-
Vorstehend wurde bereits darauf hingewiesen, daß in der
erfindungsgemäßen Anordnung ein auf den Arbeitstisch
gespanntes Werkstück geschliffen und durch Bewegen des
Arbeitstisches in der Richtung der X-Achse und der Richtung
der Y-Achse eine Schleifscheibe bewegt werden kann und daß
nach einem Abrichten unter Verwendung der X-Achse und der
Y-Achse als Bezugsrichtungen und einem Bestimmen von
Meßwerten der Schleifscheibe die Nullpunktverschiebung automatisch
verändert werden kann. Infolgedessen braucht die
Nullpunktverschiebung der Schleifscheibe nicht von Hand vorgenommen zu
werden.
-
Während die Automatisierung des Schleifens,
einschließlich des Abrichtens, bisher schwierig war, wird sie jetzt
möglich. Ferner wird infolge der Automatisierung des
elektroerosiven Schleifens der Arbeitswirkungsgrad der
Mehrzweck-Arbeitsmaschine beträchtlich erhöht. Dieser Vorteil ist in
der Industrie besonders wichtig. Ferner wird auch die
Wirtschaftlichkeit erhöht. Infolgedessen wird die Vorrichtung vom
Fachmann häufig verwendet.