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Das europäische Patent 121 828, veröffentlicht am 19. Nov. 1987
und mit den Prioritäten vom 12.04.83 und vom 30.08.83,
beschreibt Verbindungen der Formel
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in welcher jedes der Symbole R¹ und R² einen Methylrest
bedeutet oder in welcher R¹ einen Ethylrest und R² einen Methylrest
oder Wasserstoff bedeuten. Einer der besonderen Aspekte der
zitierten Patentschrift bezieht sich auf die Verwendung von
Verbindungen (I) mit trans-Konfiguration der Formel
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oder von Mischungen, die vorherrschende Mengen (mehr als 50
Gew.-%) dieser Verbindungen zusammen mit geringeren Mengen
ihrer entsprechenden cis-Isomeren enthalten, als
Parfümierungsbestandteile.
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Unter den durch Formel (I) definierten Verbindungen findet das
1-(2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexyl)-3-hexanol aufgrund seiner
ambraartigen und animalischen olfaktorischen Note, die
gleichzeitig elegant und kräftig ist, besonderes Interesse. Nach dem
Stand der Technik gab es zwei Verfahren zu seiner Herstellung
(vgl. die oben genannte Patentschrift). Eines davon verwendet
2,3,6-Trimethylcyclohex-5-en-1-on als Ausgangsprodukt nach
folgendem Schema:
Alkylierung
Base
Hydrierung
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Das andere Verfahren verwendet dagegen Esterderivate der alpha-
Cyclogeraniumsäure und kann wie folgt dargestellt werden.
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Wie aus der Untersuchung des obigen Schemas hervorgeht, ist
eine der kritischen Verbindungen der
2,2,3,6-Tetramethylcyclohexancarbaldehyd.
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Die vorliegende Erfindung bringt eine neue und technisch
zufriedenstellende Lösung für das sich der Herstellung dieses
Aldehyds ergebene Problem, insbesondere der Verbindung, deren
Konfiguration durch die folgende Formel definiert wird:
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in welcher die Wellenlinie eine C-C-Bindung mit cis- oder
trans-Konfiguration bedeutet und die beiden Methylsubstituenten
in 3- und 6-Stellung trans-Konfiguration besitzen. Diese Lösung
bedient sich der Herstellung eines neuen Epoxids oder 4,4,5,8-
Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octans, das einer der Gegenstände
der Erfindung ist. Aufgrund des weiter unten beschriebenen
Verfahrens ist es jetzt möglich,
4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan in isomerer Form herzustellen, wobei
insbesondere die beiden Methylsubstituenten in 5- und 8-Stellung in
trans-Konfiguration
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vorliegen, wodurch man durch die folgende Umwandlung 1-
(2,2,c3,t6-Tetramethyl-1-cyclohexyl)-3-hexanol der Formel
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erhalten kann, dessen Verwendung als Parfümierungsmittel oben
beschrieben wurde.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren
zur Herstellung von 4,4,5,8-Tetramethyl-oxaspiro/2.5/octan, das
die Reaktion des 2,2,3,6-Tetramethylcyclohexanons mit
Dimethylsulfoniumethid darstellt. Nach dem Stand der Technik kennt man
derartige Verfahren, die bei den von E.J.Corey und M.
Chaykovsky (J.Am.Chem.Soc. 87, 1353 [1965]) beschriebenen
Reaktionsbedingungen für analoge Umwandlungen durchgeführt werden. Das
Dimethylsulfoniummethid kann z.B. in situ durch Reaktion
von dem Natriumhydrid, dem Dimethylsulfid und dem
Dimethylsulfat in Lösung in Dimethylsulfoxid hergestellt
werden.
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Gemäß einer Variante dieses Verfahrens (vgl. z.B. K.H. Schulte-
Elte et al., Helv. Chim. Acta 68, 1961 [1985]) erhält man das
Dimethylsulfoniummethid durch Reaktion eines Halogenids,
insbesondere eines Chlorids oder Jodids, von Trimethylsulfonium mit
Natriumhydrid in Dimethylsulfoxid.
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Andererseits haben M. Rosenberger et al. [Helv. Chim. Acta 63,
1665 (1980)] die Umwandlung ungesättigter Ketone, wie das beta-
Ionon, in entsprechende Oxirane nach dem von Corey-Chaykovsky
(vgl. loc. cit.) vorgeschlagenen Verfahren durch Reaktion
dieser Ketone mit Trimethylsulfoniumchlorid in Gegenwart von
Triethylbenzylammoniumchlorid und mit Hilfe von wäßrigem NaOH
beschrieben. Diese Autoren haben jedoch festgestellt, daß die
analoge Umwandlung von 2,2,6-Trimethyl-5-cyclohexen-1-on eine
besonders lange Reaktionsdauer erfordert (10 Tage).
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Ein anderes Verfahren dieser Art ist auch bereits aus der
europäischen Patentanmeldung 124 011 bekannt, die die Herstellung
bekannter Epoxide beschreibt, die zur Herstellung von
Fungiziden und Pflanzenwachstumsregulierungsmitteln verwendbar sind.
Diese Epoxide wurden durch Reaktion entsprechender Ketone mit
Dimethylsulfoniummethid hergestellt, wobei letzteres in situ
durch die Reaktion des Dimethylsulfids und Dimethylsulfates mit
dem in Pulverform verwendeten Kalium- oder Natriumhydroxid
erhalten wurde.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung von 4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[1.5]octan durch
Behandlung von 2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon mit
Dimethylsulfoniummethid unter den von Corey-Chaykovski genannten
Reaktionsbedingungen, wobei man das Dimethylsulfoniummethid durch
Reaktion eines geeigneten Schwefelsalzes mit Natriumhydroxid in
einem organischen Lösungsmittel erhält und das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man das Natriumhydroxid in Form fester
Pellets und in großem Überschuß zu den als Ausgangsprodukt
verwendeten Schwefelsalzen einsetzt.-Unter den im erfindungsgemäßen
Verfahren angewendeten Reaktionsbedingungen wurde festgestellt,
daß die Umwandlung in das gewünschte Oxiran in etwa 6 h beendet
sein konnte, wenn das Dimethylsulfoniummethid aus
Trimethylsulfoniumchlorid in Dimethylsulfoxid erhalten worden war. Längere
Reaktionszeiten in der Größenordnung von 18 bis 40 h wurden
dagegen beobachtet, wenn das Dimethylsulfoniummethid in situ im
Reaktionsmedium aus Dimethylsulfid und Dimethylsulfat mit
Natriumhydroxid in Dimethylsulfoxid hergestellt worden war.
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Das in seiner trans-Isomerenform als Ausgangsprodukt im oben
beschriebenen Verfahren verwendete
2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon kann nach dem von G. Schäppi und C.F. Seidel [Helv.
Chim.Acta, 30, 2199 (1947)] beschriebenen Verfahren hergestellt
werden.
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Das Verfahren erfolgt bei einer Temperatur zwischen etwa 10 und
50ºC, vorzugsweise bei etwa Umgebungstemperatur.
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Gemäß einer speziellen Ausführungsform wird NaOH zu einer
Mischung aus 2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon und
Trimethylsulfoniumchlorid in Dimethylsulfoxid zugefügt. Die Reaktion ist
leicht exotherm, weshalb eine äußere Kühlung der
Reaktionsmischung nötig ist, um die Temperatur auf etwa 25 bis 30ºC zu
halten. Die Mischung wird etwa 6 h gründlich gerührt. Dann
erhält man das 4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan durch
Extraktion der anfallenden Mischung mit Petrolether,
Konzentration
der organischen Extrakte und fraktionierte Destillation.
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Das erhaltene Oxiran kann durch Umsetzung mit einer
Lewis-Säure, wie Trifluorboretherat, Titantetrachlorid oder
Zinntetrachlorid, in 2,2,3,6-Tetramethylcyclohexancarbaldehyd
umgewandelt werden. Die Reaktion kann auch mit Hilfe anderer
Reaktionsteilnehmer, z.B. Metallhalogenide, wie ZnI&sub2;, MgBr&sub2; oder
MgI&sub2;, durchgeführt werden. Die Umwandlung in den gewünschten
Aldehyd kann auch erfolgen, indem man das Oxiran bei einer
Temperatur zwischen etwa 400 und 500ºC einer Pyrolyse unterzieht.
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Durch das erfindungsgemäße Verfahren und bei Verwendung von
2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon in Form einer
trans/cis-Isomerenmischung (82:18) erhält man das
4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan in Form einer Isomerenmischung, deren Gehalt an
trans-Isomeren vorherrschend ist, und zwar in der Größenordnung
von 95 %, wodurch das so erhaltene Produkt als Ausgangsprodukt
für die Herstellung von 1-(2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexyl)-3-
hexanol von überlegener olfaktorischer Qualität besonders
attraktiv ist.
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Aufgrund des Vorliegens eines Oxiranringes in seinem Molekül
kann das 4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan auch in Form
der durch die folgenden Formeln definierten Isomeren vorliegen:
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Der wechselseitige Gehalt des einen oder anderen dieser
Isomeren kann in Abhängigkeit von den Bedingungen, bei welchen die
Reaktion durchgeführt wurde, leicht variieren, ohne jedoch den
Verlauf der Umwandlung von 4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]-
octan in 1-(2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexyl)-3-hexanol sehr
zu beeinflussen.
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Die beiden Diastereoisomeren in reinem Zustand können auch aus
dem optisch aktiven 2,2,t-3,r-6-Tetramethyl-1-cyclohexanon
durch ein Verfahren, analog dem oben beschriebenen, erhalten
werden.
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So erhält man aus (+
)-(3S,6S)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon mit [alpha]20D = +52,2º das (+
)-(3S,5S,8S)-4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan mit [alpha]20D = +36,0º.
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Aus (-)-(3R,6R)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon mit
[alpha]20D = -50,7º erhält man das (-)-(3R,5R,8R)-4,4,5,8-
Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan, dessen [alpha]20D-Wert -35,1º
ist.
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Obgleich der Aldehyd der Formel
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im europäischen Patent 121 828 ebenso wie in Helv.Chim.Acta,
68, 1961 (1985), beschrieben wurde, ist sein Isomer der Formel
(II), bei dem die beiden Methylsubstituenten in 3- und 6-
Stellung trans-Konfiguration aufweisen, eine neue Verbindung.
Auch sie ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Sie kann in
den folgenden diastereomeren Formen vorliegen:
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Die vorliegende Erfindung wird im einzelnen durch die folgenden
Beispiele veranschaulicht, in welchen die Temperaturen in ºC
angegeben sind und die Abkürzungen die nach dem Stand der
Technik übliche Bedeutung haben.
Beispiel 1
Herstellung von 4,4,t-5,r-8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan
A. Aus Trimethylsulfoniumchlorid
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In einen mit Kühler und Rührer versehenen 1 l-Reaktor wurden
150 g (1,33 M) Trimethylsulfoniumchlorid und 156 g (0,95 M,
Reinheit 94 %) 2,2,t-3,r-6-Tetramethyl-1-cyclohexanon in 500 ml
wasserfreiem Dimethylsulfoxid gegeben. Zu dieser Mischung
wurden 240 g (6 M) NaOH als Pellets unter heftigem Rühren
zugefügt. Nach 15 min hatte die Temperatur der Reaktionsmischung
30ºC erreicht, und dieser Wert wurde durch äußeres Kühlen
aufrechterhalten. Der Reaktionsverlauf wurde durch GC verfolgt.
Die Reaktion war in 6 h und 15 min beendet.
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Die Mischung wurde in 200 ml Petrolether aufgenommen und alles
wurde vorsichtig in eine Mischung aus 2 l Eis/Wasser gegossen.
Die organischen Phasen wurden getrennt und einem Anteil von 100
ml Petrolether zugefügt, der als Wäsche der wäßrigen Phase
gedient hatte. Durch Konzentrieren wurde ein Rückstand
erhalten, der durch fraktionierte Destillation in einer 20 cm-
Kolonne mit Spiralfüllkörper eine Fraktion von 158 g des
gewünschten Oxirans mit einem Kp. von 41-43ºC/0,8 mm Hg und mit
einer Reinheit von 95 % (Ausbeute 94 %) ergab.
B. Aus einer Mischung von Dimethylsulfid und Dimethylsulfat
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In einen 2 l-Reaktor wurde eine Mischung aus 1,3 l
Dimethylsulfoxid, 185 g (3 M) Dimethylsulfid und 340 g (2,7 M)
Dimethylsulfat gegeben. Diese Mischung wurde vorsichtig gerührt,
während die Temperatur langsam auf 50ºC anstieg. Die Temperatur
wurde durch äußere Kühlung auf diesem Wert gehalten. Als die
innere Temperatur von selbst absank, wurde mit dem Kühlen
aufgehört, bis die Temperatur Umgebungstemperatur erreichte. Dann
wurde Natriumhydroxid als Pellets (600 g; 16,5 M) zur Mischung
zugefügt, gefolgt von 350 g (2,3 M) 2,2,t-3,r-6-Tetramethyl-1-
cyclohexanon; alles wurde 18 bis 40 h gerührt.
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100 ml Ethylacetat wurden zugefügt, danach langsam 400 ml
Wasser. Die abgetrennte wäßrige Phase wurde nacheinander mit
100 ml Petrolether (30-50º), 100 ml Ethylacetat und erneut mit
100 ml Petrolether (30-50º) extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden mit 2 Anteilen von jeweils 100 ml einer
wäßrigen gesättigten NaCl-Lösung-und dann mit Wasser gewaschen.
Nach Trocknen über Na&sub2;SO&sub4;, Filtrieren und Eindampfen erhielt
man 355 g des gewünschten Oxirans mit einer Reinheit von 92 %
(Ausbeute 87 %).
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¹H-RMN (360MHz) : 0,695(3H, d, J=3) ; 0,75(3H, s) ; 0,85(3H, d, J=7) ; 0,93 und
0,945(3H, 2s) ; 2,59-2,75(2H, m) δ ppm;
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SM : M&spplus;= 168(11) ; m/z: 153(66), 139(13), 123(91), 111(31), 107(11), 96(48),
81(100), 67(41), 55(68), 41(63).
Beispiel 2
Herstellung von
2,2,c-3,t-6-Tetramethyl-r-1-cyclohexancarbaldehyd
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10 g (59,5 mM) des nach dem im vorigen Beispiel beschriebenen
Verfahren erhaltenen Epoxids in 200 ml Toluol wurden mit 2 ml
Trifluorboretherat unter einer Stickstoffatmosphäre und bei
Umgebungstemperatur 15 min gerührt. Dann wurde die
Reaktionsmischung auf Eis gegossen, mit einer konzentrierten wäßrigen
NaCl-Lösung gewaschen, und die organische Phase wurde
abgetrennt. Durch übliche Behandlungen, d.h. Trocknen über Na&sub2;SO&sub4;,
Filtrieren und Konzentrieren unter vermindertem Druck, erhielt
man nach Epimerisation mit NaOMe/MeOH etwa 10 g des gewünschten
Aldehyds, dessen Spektraldaten wie folgt waren.
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IR:1710 cm&supmin;¹;
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¹H-RMN (360MHz) : 0,805(3H, d, J=6,4) ; 0,83(3H, d, J=6,4) ; 0,91(3H, s) ; 0,96(3H, s) ;
1,01(1H, ddd, J=4 ; 12,6; 25,2) ; 1,15-1,24(1H, m) ; 1,36(1H, ddd, J=4 ; 12,6 ;
25,2) ; 1,41-1,5(1H, m) ; 1,6(1H, dd, J=5,4 ; 10,8) ; 1,73-1,82(1H, m) ; 1,9-2,08(1H,
m) ; 9,67(1H, d, J=5,4) δ ppm ;
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SM: 168(M&spplus;, 9) ; m/z : 161(0), 145(0), 139(2), 135(8), 124(21), 109(11), 98(42),
83(100), 69(62), 55(85), 41(44).
Beispiel 3
Herstellung von (+)-(3S,5S,8S)-4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro-
[2.5]octan und
(-)-(3R,5R,8R)-4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan
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Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, wobei jedoch
als Ausgangsprodukt (+
)-(3S,6S)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexan mit [alpha]20D = +52,2º verwendet wurde, erhielt man das
gewünschtre Produkt mit [alpha]20D = +36,0º. Bei Verwendung
von (-)-(3R,6R)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon mit
[alpha]20D = -50,7º erhielt man
(-)-(3R,5R,8R)-4,4,5,8-Tetramethyl-1-oxaspiro[2.5]octan; [alpha]20D = -35,1º.
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Die spezifische Drehung wurde an reinen Proben gemessen.
3,8-cis, 5,8-trans
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¹H-RMN (360 MHz) : 0,695(3H, d, J=7) ; 0,75(3H, s) ; 0,84(3H, d, J=7) ; 0,93(3H, s) ;
2,65(2H, J=4) delta ppm ;
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¹³C-RMN : 15,25(q) ; 16,42(q) ; 18,98(q) ; 20,82(q) ; 30,04(d) ; 31,31(t) ; 32,76(t) ;
37,95(s) ; 38,39(d) ; 45,84(t) ; 65,22(s) delta ppm ;
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SM : M&spplus; = 168 ; m/z : 153(90), 139(19), 123(91), 111(31), 107(15), 95(42), 81(95),
67(36), 55(68), 41(100).
3,8-trans, 5,8-trans
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¹H-RMN (360 MHz) : 0,695(3H, d, J=7) ; 0,75(3H, s) ; 0,86(3H, d, J=7) ; 0,94(3H, s) ;
2,62(2H, J=5) delta ppm ;
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¹³C-RMN : 15,1(q) ; 16,0(q) ; 17,0(q) ; 22,4(q) ; 31,0(t) ; 31,1(d) ; 34,4(t) ;
38,1(s) ; 42,2(d) ; 45,2(t) ; 66,1(s) delta ppm ;
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SM : M&spplus; = 168 ; m/z : 153(90), 139(19), 123(91), 111(31), 107(15), 95(42), 81(95),
67(36), 55(68), 41(100).
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Wenn man die beiden so erhaltenen Epoxide nach dem in Beispiel
5 beschriebenen Verfahren umwandelt, erhält man die
entsprechenden Aldehyde, deren Analysedaten wie folgt sind:
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IR : 1710 cm&supmin;¹ ;
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¹H-RMN (360 MHz) : 0,88(3H, d, J=7) ; 0,89(3H, d, J=7) ; 0,897(3H, s) ; 0,945(3H, s) ;
1,76-1,93(1H, m) ; 1,93(1H, t, J=6) ; 1,93-2,06(1H, m) ; 10,015(1H, d, J=6)
delta ppm ;
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SM : M&spplus; = 168 ; m/z : 153(1), 135(6), 124(6), 109(8), 97(16), 91(4), 84(100), 69(30),
55(48), 41(27).
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IR : 1710 cm&supmin;¹ ;
-
¹H-RMN (360 MHz) : 0,805(3H, d, J=6,4) ; 0,83(3H, d, J=6,4) ; 0,91(3H, s) ; 0,96(3H,
s) ; 1,01(1H, J=4 ; 12,6 ; 25,2) ; 1,15-1,24(1H, m) ; 1,36(1H, ddd, J=4 ; 12,6 ;
25,2) ; 1,41-1,5(1H, m) ; 1,6(1H, dd, J=5,4 ; 10,8) ; 1,73-1,82(1H, m) ; 1,9-2,08(1H,
m) ; 9,67(1H, d, J=5,4) delta ppm ;
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¹³C-RMN : 15(q) ; 15,2(q) ; 20,7(q) ; 27,7(q) ; 28,1(d) ; 30,6(t) ; 34,7(t) ; 36,7(s) ;
41,8(d) ; 67,6(d) ; 207,7(d) delta ppm ;
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SM : M&spplus; = 168 ; m/z : 161(0), 145(0), 139(2), 135(8), 124(21), 109(11), 98(42), 83(100),
69(62), 55(85), 41(44).
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Die beiden als Ausgangsprodukte im oben angegebenen Verfahren
verwendeten Enantiomeren von 2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon
können aus (-)-(S)-beta-Citronellol bzw. (+)-(R)-Pulegon
erhalten werden. Die folgenden Verfahren werden durch die folgenden
Reaktionsschemen veranschaulicht:
Schema A
(-)-(S)-β-Citronellol
Schema B
(+)-(R)-Pulegon
A. Herstellung von (+
)-(3S,6S)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon
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a. In einen mit mechanischem Rührer, Thermometer, Kühler
und Stickstoffeinlaßleitung versehenen Vierhalskolben wurden 10
l CH&sub2;Cl&sub2; und 1704 g (7,89 M) Pyridiniumchlorchromat eingeführt.
Zu dieser Mischung wurden 400 g (2,56 M)
(-)-(S)-beta-Citronellol zugetropft, wobei die Temperatur auf 15 bis 20ºC
gehalten wurde; dann wurde etwa 60 h bei Umgebungstemperatur
gerührt. Nach dem Filtrieren wurde mit CH&sub2;Cl&sub2; extrahiert, und die
vereinigten organischen Extrakte wurden mit 15-%iger HCl,
gesättigtem NaHCO&sub3; und dann mit Wasser neutral gewaschen. Durch
Eindampfen und Destillation des Rückstands bei 7,8 mm Hg wurden
206,9 g (-)-Pulegon und (-)-Isopulegon (40:60) isoliert;
Ausbeute 37 %; Kp. 62ºC/7,8 mm Hg.
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b. 50 g (1,25 M) 20-%iges KH in Öl wurden auf einmal in
einen 1000 ml wasserfreies Tetrahydrofuran enthaltenden Kolben
eingeführt, dann tropfte man zur erhaltenen Mischung 51 g (0,34
M) (-)-Pulegon zu. Die Reaktion ist leicht exotherm und wurde
durch 2-stündiges Erhitzen zum Rückfluß beendet. Nachdem die
Temperatur auf etwa 45ºC abgesunken war, ersetzte man die
übliche Kühlung durch eine CO&sub2;/Aceton-Kühlung, und man tropfte 78
ml (1,25 M) CH&sub3;I zur Mischung zu. Nach 1-stündigem Rühren bei
Umgebungstemperatur wurden zur Mischung vorsichtig 85 ml Wasser
zugefügt, und alles wurde dann auf Eis gegossen. Durch
Extrahieren mit Ether, Waschen mit Wasser, Trocknen und
Konzentrieren erhielt man 213 g Rückstand, der durch Destillation 58 g
(+)-(3S)-6-Isopropyl-2,2,3,6-tetramethyl-1-cyclohexanon
lieferte; Kp. 82ºC/7,8 mm Hg.
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c. Eine Mischung von 238,7 g des oben unter b. erhaltenen
52-%igen Ketons (d.h. 124,8 g reines Keton; 0,6 M) und 620 ml
Ethylacetat wurde auf -10ºC abgekühlt, während man 6 h bis zum
Aufhören der exothermen Reaktion einen Ozonstrom in die
Mischung einleitete; dann wurden 240 ml Dimethylsulfid unter
Stickstoff bei -10ºC zugetropft.
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Nachdem man die Temperatur auf Umgebungstemperatur hatte
ansteigen lassen, wurde die Mischung eine Nacht gerührt. Nach
Konzentrieren nahm man in Ether auf und unterzog die
organischen Extrakte üblichen Behandlungen, um 242,1 g Rückstand zu
erhalten. Das (+
)-(3S)-6-Acetyl-2,2,3,6-tetramethyl-1-cyclohexanon wurde mit einem Kp. von 76ºC/6,2 mm Hg (Ausbeute 44 %)
erhalten.
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d. 148,8 g des oben unter c. erhaltenen Ketons (Reinheit 35
%; d.h. 52,08 g reines Keton; 0,27 M) in Mischung mit 114,7 g
(2,05 M) KOH in Pelletform und 4000 ml Ethanol wurden 2 h zum
Rückfluß erhitzt. Die Mischung wurde konzentriert und dann mit
Petrolether (30-50º) extrahiert. Die vereinigten Extrakte
wurden üblichen Behandlungen unterzogen und lieferten nach
Abdampfen 95,6 g Rückstand. Durch fraktionierte Destillation in einer
Fischer-Kolonne wurden 27,1 g des gewünschten Ketons mit einem
Kp. von 56ºC/5,8 mm Hg isoliert.
B. Herstellung von
(-)-(3R,6R)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon
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89,1 g (2,23 M) 35-%iges KH in Öl wurden auf einmal in einen
2000 ml wasserfreies Tetrahydrofuran enthaltenden Reaktor
gegossen, dann wurden zur erhaltenen Mischung 96,7 g (0,636 M)
(+)-Pulegon bei 15 bis 20ºC zugetropft. Anschließend arbeitete
man wie unter A.b. unter Verwendung von 139 ml (2,23 M)
CH&sub3;I. So erhielt man 64,3 g (Ausbeute 52 %)
(-)-(3R)-6-Isopropenyl-2,2,3,6-tetramethyl-1-cyclohexanon.
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Das so erhaltenen Produkt wurde dann in analoger Weise, wie
unter A.c. und A.d. beschrieben, behandelt, und lieferte das (-)-
(3R,6R)-2,2,3,6-Tetramethyl-1-cyclohexanon.