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DE68911341T2 - Empfänger für ein Funkübertragungssystem mit Raumdiversity. - Google Patents

Empfänger für ein Funkübertragungssystem mit Raumdiversity.

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DE68911341T2
DE68911341T2 DE89104222T DE68911341T DE68911341T2 DE 68911341 T2 DE68911341 T2 DE 68911341T2 DE 89104222 T DE89104222 T DE 89104222T DE 68911341 T DE68911341 T DE 68911341T DE 68911341 T2 DE68911341 T2 DE 68911341T2
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Alcatel Telspace SA
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Radio Transmission System (AREA)
  • Circuits Of Receivers In General (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Empfänger für Funkübertragungssysteme, und insbesondere solche Systeme, die mit Raumdiversity arbeiten, um die Folgewirkungen der durch die Ausbreitung über Vielfachübertragungswege herbeigeführten Verzerrung zu begrenzen.
  • Eine Beschreibung eines Empfängers dieses Typs findet sich in dem Aufsatz "Auto-adaptivité dans les faisceaux hertziens numériques", von O. Toutan und O. de Luca, veröffentlicht in der Zeitschrift "L'Onde Electrique", März 1986, Bd. 6, Nr. 2. Es wird dort darauf hingewiesen, daß das von einer Antenne empfangene Signal als die Summe dreier Signale angesehen werden kann, nämlich einem direkten Signal und zwei verzögerten Signalen, und daß in Bezug auf die Kombination dieser Signale die Transferfunktion des Ausbreitungsmilieus insbesondere einen Term enthält, der auf die Frequenz des Signals anspricht und für die Verzerrungen des empfangenen Signals verantwortlich ist.
  • Es wird daher in diesem Aufsatz vorgeschlagen, die (zusammengesetzten) Signale zu kombinieren, die von zwei in einem senkrechten Abstand angeordneten Antennen ausgesandt werden, die (individuelle) Signale empfangen, die das gleiche Übertragungsmilieu durchquert und gleich große Verzögerungen erfahren haben, deren relative Phasen aber verschieden sind. Ein Diversitykombinator bildet die Summe der von den beiden Antennen empfangenen Signale, indem er eine Korrektur ihrer relativen Phase und eine Justierung ihrer jeweiligen Amplituden bewirkt. Die Phasenkorrektur erfolgt durch einen einstellbaren Phasenschieber, der im Übertragungsweg eines Signals angeordnet ist, während die Justierung der Amplituden durch ein einstellbares Dämpfungsglied geschieht, das im Übertragungsweg beider Signale angeordnet ist. Eine Diversitysteuereinrichtung mit Mikroprozessor steuert die Phasenkorrektur und die Justierung der Pegel, derart, daß der erwähnte Verzerrungsterm beseitigt oder wenigstens stark reduziert wird.
  • Die in dem zitierten Aufsatz beschriebene Ausführungsform betrifft den Fall eines Überlagerungsempfängers, der einen Zwischenfrequenzverstärker mit automatischer Verstärkungssteuerung (CAG) und eine Signalanalyseeinheit umfaßt, die drei Sensoren aufweist, die je ein Schmalbandfilter enthalten, das die Abschätzung des Signalpegels jeweils in der Mitte und in der Nähe der Ränder des empfangenen Spektrums ermöglicht. Die Diversitysteuereinrichtung arbeitet gemäß zweier Betriebsweisen, die alternativ entsprechend dem Leistungspegel des Zwischenfrequenznutzsignals angewandt werden. Wenn der Pegel der Empfangsleistung genügend hoch ist, erfolgt die Suche nach dem Verzerrungsminimum. Die Pegel der Sensoren werden kombiniert, um an den Prozessor einen Verzerrungswert zu liefern, der abwechselnd auf die Einstellung des Phasenschiebers und der beiden Dämpfungsglieder in einem Sinne einwirkt, daß jedesmal die Verzerrung reduziert wird, und zwar so lange, bis die kleinste Verzerrung erreicht ist.
  • Wenn die Leistung des Nutzsignals einen bestimmten Pegel unterschreitet, wird das Signal der automatischen Verstärkungssteuerung des Verstärkers CAG an den Prozessor geliefert, der dann auf die Einstellungen des Phasenschiebers und der Dämpfungsglieder einwirkt, um das CAG-Signal soweit wie möglich zu verringern, d.h., die Leistung des Nutzsignals auf den höchsten Wert zu bringen. Die Umschaltung von einer Betriebsweise auf die andere erfolgt abrupt, wenn die Bedingungen vorliegen, die die Umschaltung bestimmen.
  • Darüber hinaus erwähnt dieser Aufsatz auch, daß man zur Bekämpfung der auf der Ausbreitung über Vielfachübertragungswege beruhenden Verzerrung einen selbstanpassenden Zeitegalisierer verwenden kann. Im Falle des beschriebenen Beispiels arbeitet dieser Egalisierer bei Zwischenfrequenz und auf der Basis von Signalen, die dem Basisband entnommen und von Rechenschaltungen verarbeitet werden, welche die Koeffizienten für ein Transversalkorrekturfilter liefern. Die Verwendung eines solchen Egalisierers ist für Übertragungsweglängen oberhalb von 15 km, d.h., praktisch in den meisten Fällen, vorgesehen (insbesondere mit einer Rate von 140 Mb/s bei Quadraturamplitudenmodulation QAM).
  • Die vorliegende Erfindung zielt also bei Empfängern für Funkübertragungssysteme mit Raumdiversity, die einen Diversitykombinator und eine Diversitysteuereinrichtung sowie einen selbstanpassenden Egalisierer in der Empfangskette aufweist, darauf ab, die Diversitysteuereinrichtung zu vereinfachen und zu verallgemeinern.
  • Gemäß einem ersten Merkmal der Erfindung enthält die Diversitysteuereinrichtung eine Rechenvorrichtung, die die Koeffizienten des selbstanpassenden Egalisierers der Empfangskette aufgreift und einen Verzerrungswert ausgehend von diesen Koeffizienten bildet, um damit den Diversitykombinator zu steuern.
  • Solche Vorrichtungen ersetzen mit Vorteil die oben erwähnten, relativ teuren Sensoren.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung summiert die Rechenvorrichtung von diesen Koeffizienten abgeleitete Absolutwerte.
  • Vorzugsweise können diese abgeleiteten Absolutwerte einen Gewichtungsfaktor enthalten. In einer besonders einfachen Ausführungsform werden nur die Absolutwerte von wenigen Koeffizienten einfach addiert.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird bei einer Empfangskette, die einen Verstärker mit automatischer Verstärkungssteuerung (CAG) enthält, der Verzerrungswert einem Leistungsmangelwert hinzuaddiert, der von dem CAG-Signal abgeleitet wird, um eine einzige Steuergröße zu liefern, die zur Steuerung des Diversitykombinators dient.
  • Diese Maßnahmen erlauben die Steuerung des Diversitykombinators sowohl im Modus der Verzerrungsminimierung als auch im Modus der Leistungsmaximierung, jedoch ohne abrupt von einem Modus zum anderen überzuwechseln. Diese Maßnahmen, sowie die folgenden Merkmale sind insbesondere Gegenstand einer verwandten europäischen Patentanmeldung, die am 20.9.1989 unter der Nummer EP-A-0 333 167 veröffentlicht wurde.
  • Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung wird der Leistungsmangelwert aus dem Absolutwert der Differenz zwischen einem nominalen Leistungswert und der Empfangsleistung abgeleitet, die ihrerseits vom CAG-Steuersignal abgeleitet ist, wobei die Differenz durch die Nominalleistung dividiert wird.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der Absolutwert mit einem Exponenten m ≥ 1 potenziert, um den Leistungsmangelwert zu liefern.
  • Diese Maßnahmen bewirken die Änderung der Eigenschaft des Leistungsmangelsignals in der Weise, daß bei ausreichender Leistung der Verzerrungswert stark vorherrscht und der Diversitykombinator im wesentlichen im Modus der Verzerrungsminimierung arbeitet, während bei unzureichender Leistung der Leistungsmangelwert vorherrscht.
  • Gemäß einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung werden die oben definierten Maßnahmen in einem Empfänger mit Direktdemodulation angewandt, wobei der Diversitykombinator im Mikrowellenbereich vorgesehen ist, während der CAG-Verstärker und der selbstanpassende Egalisierer in das Basisband eingeschaltet sind.
  • Man erhält so einen besonders einfachen Raumdiversityempfänger.
  • Die verschiedenen Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, das durch die beigefügten Figuren veranschaulicht wird.
  • Fig. 1 zeigt das allgemeine Schaltbild eines Empfängers eines Funkübertragungssytems, das eine Diversitysteuereinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält;
  • Fig. 2 zeigt Kurven, die das Leistungsmangelsignal in Abhängigkeit von der empfangenen Leistung darstellen;
  • Fig. 3 zeigt ein Betriebsablaufdiagramm einer Diversitysteuereinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung; und
  • Fig. 4 zeigt Kurven, die die Empfangsleistung in Abhängigkeit vom Frequenzabstand der selektiven Schwunderscheinungen für verschiedene Betriebsmodi einer Diversitysteuereinrichtung veranschaulichen.
  • Das Diagramm der Fig. 1 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Erfindung bei einem Empfänger mit direkter Demodulation.
  • Zunächst soll ein vollständiger, normaler Empfangskanal ohne Raumdiversity beschrieben werden.
  • Ein Eingangssignal se, das von einer normalen Empfangsantenne herkommt, wird in einem Vorverstärker 1 verstärkt, der dann ein verstärktes Signal sa liefert, das bei fehlender Raumdiversity ein Signal sc ergibt, das an einen ersten Mischer 2 angelegt wird, der außerdem eine Frequenz- und Phasenbezugswelle re empfängt, die von einem Bezugsoszillator 3 geliefert wird. Das vom Mischer 2 ausgegebene Signal wird an einen Verstärker mit automatischer Verstärkungssteuerung 4 angelegt, für den die CAG-Schleife symbolisch dargestellt ist, die das die Empfangsleistung darstellende Signal ca liefert. Auf den Verstärker folgt ein Tiefpaßfilter 5, das nur das Basisbandsignal bb durchläßt.
  • Im allgemeinen Falle eines Übertragungssystems mit mehreren Phasenzuständen liefern entsprechende Elemente 2', 4' und 5' weitere Signale im Basisband bb'.
  • Das oder die Basisbandsignale werden von einem selbstanpassenden Zeitegalisierer 6 verarbeitet, der einen Egalisierer EG (Transversalfilter), eine Wiederauffrischungsschaltung RG und eine Phasenabschätzschaltung EG enthält, deren Ausgang das übertragene Signal st liefert und ein Signal zur Phasenverriegelung des Oszillators 3. In der Wiederauffrischungsschaltung RG liefert eine Koeffizientenberechnungsschaltung CC Koeffizienten cf, die den Zeitegalisierer EG steuern. Der gesamte Egalisierer 6 entspricht dem im vorerwähnten Aufsatz beschriebenen Egalisierer, wenngleich er im Basisband und nicht mit Zwischenfrequenz arbeitet.
  • Insgesamt weist der beschriebene Empfänger eine klassische Struktur auf. Das vom Verstärker 1 vorverstärkte Mikrowellensignal wird an Mischer 2, 2' angelegt, die je mit einer Bezugswelle gleicher Frequenz wie der des Empfangssignals und einer besonderen Phase gespeist werden. Wenn Phasendeckung vorhanden ist, enthält das Ausgangssignal des Mischers eine vom Tiefpaßfilter 5, 5' gelieferte Gleichkomponente und ergibt ein Basisbandsignal, das dem Vorhandensein eines entsprechenden Phasenzustandes im Empfangssignal entspricht. Die Form dieses Signals wird vor der Wiederauffrischung, die wieder zu einem digitalen Signal führt, durch den Egalisierer korrigiert. Die auf die statistischen Merkmale des Signals gestützte Beobachtung der Signale in der Wiederauffrischungstufe RG ermöglicht die Erzeugung digitaler Werte, die direkt vom Egalisierer verwertbare Koeffizienten bilden.
  • Der Zeitegalisierer 6 zielt darauf ab, in gleicher Weise für jeden Phasenzustand die Kennlinie des Übertragungskanals in Abhängigkeit vom Empfangssignal der Antenne zu korrigieren. Wenn jedoch das Signal zu sehr verformt oder zu schwach ist, reicht eine solche Egalisierung nicht mehr aus.
  • Die bekannte Lösung besteht in der Verwendung einer Raumdiversity mit Hilfe einer im Abstand zur ersten Antenne angeordneten zweiten Antenne (in anderer Höhe auf dem gleichen Turm montiert) und eines Diversitykombinators, der in Fig. 1 mit CD bezeichnet ist. Er enthält einen Verstärker 1' entsprechend dem Verstärker 1, ein steuerbares Dämpfungsglied 8 im Übertragungsweg des bereits beschriebenen normalen Kanals, ein steuerbares Dämpfungsglied 8' ähnlich dem Dämpfungsglied 8, jedoch in den Übertragungsweg des Diversitykanals eingefügt, einen steuerbaren Phasenschieber 9' im Übertragungsweg des Diversitykanals, und einen Addierer 10, der die von den beiden Kanälen gelieferten Signale empfängt und kombiniert, um das bereits erwähnte Signal sc zu liefern. Wie in dem zitierten Aufsatz beschrieben, kann mittels einer passenden Einstellung der Dämpfungsglieder und des Phasenschiebers die im Addierer 10 durchgeführte Summierung der Signale der beiden Kanäle ein Kombinationssignal sc solcher Art ergeben, daß die Verzerrungen, die von den von den beiden Antennen empfangenen verzögerten Funksignalen verursacht werden, eliminiert werden. Dieser Ablauf stellt den Modus der Verzerrungsminimierung dar. Wenn die empfangene Leistung gering ist, ist es möglich, die von den direkten Funkstrahlen gelieferten Signale phasenmäßig zu kombinieren. Dies stellt dann den Modus der Leistungsmaximierung dar.
  • Die beiden Dämpfungsglieder und der Phasenschieber des Diversitykombinators werden von einer Diversitysteuereinrichtung 7 gesteuert, an die auch die Signale ca und cf übermittelt werden.
  • Wie bekannt, stellt das Signale ca den Pegel des an den Eingang des Verstärkers 4 angelegten Signals dar. Gemäß einem Merkmal der Erfindung wird aus dieser Amplitude durch Anwenden der Formel
  • G = K (Pr - Pn)/Pn m
  • ein Leistungsmangelwert G hergeleitet, wobei Pr die unmittelbar aus dem Signal ca abgeleitete Empfangsleistung, Pn die Nominalleistung und K eine Maßstabskonstante darstellt. Der Wert m ist ein Exponent, dessen Wert gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung gleich 1 oder größer als 1 ist.
  • Die Berechnung des obigen Ausdrucks erfolgt in der Diversitysteuereinrichtung 7, vorzugsweise in Digitalform, nach der Analog-Digital-Umsetzung der Amplitude des Signals ca.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung liefern die Koeffizienten des selbstanpassenden Zeitegalisierers 6 die für die Verzerrung des Übertragungskanals repräsentative Information.
  • Bei einem klassischen Egalisierer haben diese Koeffizienten, wenn das Signal verzerrungsfrei ist, den Wert null, bis auf den zentralen Koeffizienten. Die Koeffizienten sind im übrigen positive und negative Werte, die in Imaginärform geliefert werden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird ein Verzerrungswert durch Anwendung der folgenden Formel berechnet:
  • Darin stellen ai und bi jeweils die Real- und Imaginärteile des i-ten Koeffizienten des selbstanpassenden Egalisierers dar, der N nachfolgende Koeffizienten und L vorausgehende Koeffizienten aufweist, wobei sich die Summe auf die Absolutwerte dieser Koeffizienten erstreckt, die jeweils durch einen Wichtungsfaktor u bzw. v relativiert werden. Bestimmte Wichtungsfaktoren können im übrigen null sein, was die Anzahl der in die obige Summe einzubeziehenden Glieder begrenzt. Andere Faktoren können den Wert 1 besitzen. Bei einer besonders einfachen Ausführungsform werden die Absolutwerte von zwei oder drei Koeffizienten einfach addiert.
  • Man erhält auf diese Weise einen einzigen Wert F, der ein Maß für die Verzerrung des empfangenen Signals darstellt. Vorteilhafterweise wird die Rechnung in digitaler Form in der Diversitysteuereinrichtung 7 anhand der Digitalwerte der Koeffizienten durchgeführt, die direkt von der Rechenschaltung CC geliefert werden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ermittelt man schließlich die Summe:
  • H = G + F
  • wobei das Einstellprogramm des Diversitykombinators einzig auf dieser Summe basiert.
  • Wie erwähnt, enthält die Summe H bei ausreichendem Empfangspegel hauptsächlich den Term F, der die Verzerrung kennzeichnet, während sie, wenn der Pegel unzureichend ist, hauptsächlich den Term G enthält, der den Leistungsmangel kennzeichnet.
  • Wie beschrieben, wird der Term G durch Potenzieren eines auf den Leistungsmangel bezogenen Wertes (Pr - Pn)/Pn mit dem Exponenten m erhalten. Die Wirkung dieser Steigerung durch den Exponenten m ist in Fig. 2 dargestellt, die für verschiedene Werte von m die Werte von G in Abhängigkeit von der Empfangsleistung Pr wiedergibt, ausgedrückt in dBm. Wie man sieht, baucht sich mit zunehmendem Wert von m die Kennlinie von G aus, was die im vorhergehenden Absatz erwähnte vorherrschende Wirkung von F oder G in der Summe H verstärkt.
  • Wie noch näher beschrieben wird, erreicht man auf diese Weise gemäß der Erfindung den unterbrechungslosen Übergang von einem Betriebsmodus, der praktisch mit minimaler Verzerrung arbeitet, nach einem Betriebsmodus, der praktisch mit maximaler Leistung arbeitet.
  • Die Verwendung des Wertes der Summe H zum Einstellen des Diversitykombinators ist in Fig. 3 dargestellt, die, was die Einstellung der Elemente des Kombinators anbetrifft, das Ablaufdiagramm der von der Diversitysteuereinrichtung 7 durchgeführten Steueroperationen darstellt.
  • Eine Marke u wird anfänglich auf den Wert +1 gesetzt. Der Funktionsablauf beginnt also am Punkte A, beispielsweise in periodischen Zeitabständen, und wickelt sich entlang der Schleifen ab, die sämtlich zum Punkte A zurückkehren. Die Dämpfungsglieder und der Phasenschieber weisen eine bestimmten Einstellposition auf. Es handelt sich darum, diese Positionen zu korrigieren, um die Summe H zu verringern und, wenn möglich, auf null zu bringen. Das Prinzip des Ablaufdiagramms wird durch die Einstellung des Phasenschiebers veranschaulicht, die nunmehr beschrieben wird.
  • In einer ersten Stufe wird die aus einer früheren Einstellung hervorgegangene Summe H(k) mit 0 verglichen. Falls die Summe null ist, ist die Einstellung des Kombinators befriedigend. Es gibt nichts zu ändern. Man kehrt also ohne irgendeinen Eingriff nach Punkt A zurück.
  • Falls die Summe H von 0 verschieden ist, wird die Einstellung des Phasenschiebers um einen Schritt geändert, gemäß der Formel
  • φ(k + 1) = φ(k) + udφ
  • wobei die neue Einstellung φ(k + 1) die alte Einstellung φ(k) vergrößert um einen Betrag dφ ist, da u gleich +1 ist.
  • Anschließend wird mit einer gewissen, nicht dargestellten Zeitverzögerung die im Anschluß an die neue Einstellung erhaltene Summe H(k + 1) mit der alten Summe H(k) verglichen, um herauszufinden, ob die durchgeführte Justierung die Summe H verringert hat. Ist dies der Fall, wird der Wert u bei +1 belassen, so daß der nächste Einstellschritt in gleicher Richtung ausgeführt wird.
  • Falls im Gegenteil der Einstellschritt die Summe H vergrößert hat, was der Fall sein kann, wenn der optimale Einstellpunkt überschritten worden ist, muß ein Wert OSC überprüft werden, der die Anzahl der Hin- und Herbewegungen um den gleichen Einstellwert angibt. Falls dieser Wert unter 3 liegt, erhöht man ihn um 1, während der Wert u von +1 nach -1 umgekehrt wird. Anschließend kehrt man zum Punkte A zurück. Der nachfolgende Einstellschritt geschieht dann in entgegengesetzter Richtung.
  • Die Phaseneinstellung erfolgt so durch wiederholtes Durchlaufen der beschriebenen Schleifen, bis die Summe H zu 0 geworden ist oder, falls sie nicht 0 wird, bis der Wert OSC den Wert 3 überschreitet. Die Größe φ wird dann durch Att ersetzt und der gleiche Prozeß wird für die Einstellung eines Dämpfungsgliedes durchgeführt, was durch die Angabe AttE> φ zum Ausdruck gebracht wird.
  • Genauer gesagt, kann man beispielsweise die Einstellung des Diversitykombinators durch alternatives Einstellen des Phasenschiebers, eines der Dämpfungsglieder, wiederum des Phasenschiebers, des nächsten Dämpfungsgliedes, usw. durchführen.
  • Falls die Summe H im wesentlichen einen Verzerrungswert F enthält und der Wert G vernachlässigbar ist, führt die so durchgeführte Einstellung der Elemente des Diversitywandlers zur Minimierung der Summe H, also des Wertes F, d.h. praktisch zur Erzielung des Verzerrungsminimums. Falls dagegen der Wert G in der Summe H überwiegt, führt die Einstellung praktisch zur Erzielung der maximalen Leistung. Der Übergang von der einen Situation zur anderen erfolgt entsprechend der Fortentwicklung der Glieder der Summe H, also ohne nachteilige, abrupte Änderung.
  • Fig. 4 zeigt diesen Vorgang anhand einer Simulation verschiedener Ausbreitungsbedingungen. Sie stellt Kurven dar, die die empfangene relative Leistung (Pr/Pn) in Abhängigkeit vom Frequenzabstand der in den beiden Kanälen, dem normalen Kanal und dem Diversitykanal, auftretenden selektiven Schwunderscheinungen im Falle der verschiedenen Betriebsmodi einer Diversitysteuereinrichtung kennzeichnen.
  • Die Kurve MP zeigt zum Vergleich das Leistungsvermögen eines im Modus der Leistungsmaximierung arbeitenden Empfängers. Die empfangene Leistung schwächt sich leicht ab, wenn der Frequenzabstand der selektiven Schwunderscheinungen in beiden Kanälen abnimmt. Dennoch bleibt eine starke Verzerrung übrig.
  • Die Kurve md entspricht, ebenfalls vergleichshalber, dem Fall eines Empfängers, der im Modus der Verzerrungsminimierung arbeitet. Die empfangene Leistung fällt außerordentlich stark ab, wenn die Schwunderscheinungen zusammentreffen.
  • Die Kurve cp entspricht dem Betriebsmodus, den die Erfindung vorsieht. Wenn die selektiven Schwunderscheinungen frequenzmäßig auseinanderliegen und die Empfangsleistung ausreicht, dann besteht der Betriebsmodus in der Suche des Verzerrungsminimums und die Kurve cp folgt der Kurve md. Wenn die Empfangsleistung ein definiertes Minimum erreicht, wird der Modus der Verzerrungsminimierung zunehmend durch den Modus der Leistungsmaximierung ersetzt, so daß die Kurve cp auf das Niveau der Kurve MP ansteigt.
  • Natürlich wurde die vorliegende Beschreibung nur beispielshalber und ohne Beschränkungsabsicht verfaßt. Es sind also zahlreiche Varianten denkbar, ohne daß deshalb der Rahmen der Erfindung überschritten wird.

Claims (8)

1. Empfänger für ein Funkübertragungssystem mit Raumdiversity, der einen Diversitykombinator und eine Diversitysteuereinrichtung sowie einen selbstanpassenden Egalisierer in der Empfangskette enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Diversitysteuereinrichtung (7) eine Rechenvorrichtung enthält, die die Koeffizienten des selbstanpassenden Egalisierers (6) aufnimmt und einen Verzerrungswert ausgehend von diesen Koeffizienten bildet, um den Diversitykombinator (CD) abhängig von diesem Verzerrungswert zu steuern.
2. Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechenvorrichtung eine Summierung von Absolutwerten durchführt, die von diesen Koeffizienten abgeleitet sind.
3. Empfänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeleiteten Absolutwerte einen Gewichtungsfaktor enthalten.
4. Empfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absolutwerte von nur wenigen Koeffizienten einfach addiert werden.
5. Empfänger nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Empfangskette, die einen Verstärker mit automatischer Verstärkungssteuerung (CAG) enthält, der Verzerrungswert einem vom CAG-Signal abgeleiteten Leistungsmangelwert hinzuaddiert wird, um eine einzige Steuergröße zu liefern, die zur Steuerung des Diversitykombinators dient.
6. Empfänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leistungsmangelwert aus dem Absolutwert der Differenz zwischen einem nominalen Leistungswert und der Empfangsleistung abgeleitet wird, die ihrerseits vom CAG-Steuersignal abgeleitet ist, wobei die Differenz durch die Nominalleistung dividiert wird.
7. Empfänger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Absolutwert mit einem Exponenten m > 1 potenziert wird, um den Leistungsmangelwert zu bilden.
8. Empfänger nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in diesen Ansprüchen definierten Maßnahmen bei einem Empfänger mit direkter Demodulation angewandt werden, wobei der Diversitykombinator im Hochfrequenzbereich arbeitet, während der CAG-Verstärker und der selbstanpassende Egalisierer in das Basisband eingeschaltet sind.
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