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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Falzdachziegel und
insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf Falzdachziegel, die aus
einer zementhaltigen Mischung, wie z.B. Beton, oder anderen
Materialien, wie z.B. Ton, hergestellt sind, die im versetzten bzw.
unterbrochenen Verband (nachfolgend unterbrochener Verband genannt),
z.B. sogenannte Platten- und Flachziegel, und welche eine obere
Kante, eine unter Kante, welche bei Verwendung sichtbar ist, wenn
der Ziegel mit wenigstens einem Ziegel einer nächsten angrenzenden
Reihe von Ziegein überlappend gelegt ist, eine Oberseite, eine
Unterseite, zwei in entgegengesetzte Richtung zeigende Seitenkanten, einen
sich entlang einer der Seitenkanten erstreckenden Unterriegel und
einen sich entlang der anderen der Seitenkanten erstreckenden
Oberriegel aufweist, wobei der Unterriegel ein unteres Ende, eine
Unterseite, die einen Teil der Unterseite des Ziegels bildet, und einen
unteren Kantenabschnitt hat, der einen Teil der Unterseite des
Unterriegels umfaßt, und welcher bei Verwendung wenigstens einen Ziegel
der nächsten angrenzenden Reihe von Ziegeln überlappt.
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Dachziegel können aus einer zementhaltigen Mischung hergestellt
werden, die Sand und/oder einen anderen Zuschlag, Zement, ein
Farbpigment und Wasser und wahlweise einen oder mehrere andere
Zusatzstoffe umfaßt, um das Extrudieren zu erleichtern,
Pilzwachstum zu verhindern usw. Solche Ziegel wurden mehr als 40 Jahre lang
durch Extrudieren mit einer Vorrichtung hergestellt, die einen
trichterartigen Kasten umfaßt, welcher über dem Förderweg angeordnet
ist, und der mit der zementhaltigen Mischung gefüllt ist. Das Fließen
der zementhaltigen Mischung wird in dem Kasten mittels einer darin
angeordneten sich drehenden Schaufel unterstützt. Eine Reihe von
Trockenbrettern (pallets) zum Formen der Unterseite der Ziegel wird
entlang des Förderwegs unter den Kasten gefahren, so daß die
zementhaltige Mischung sich auf den Trockenbrettern formt und mittels
einer sich drehenden Walze darin zusammengedrückt wird, die
innerhalb des Kastens stromabwärts von der Schaufel angeordnet ist
und eine Kontur aufweist, die der Oberseite der zu formenden Ziegel
entspricht.
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Die zementhaltige Mischung wird mittels eines Schiebers (slipper),
welcher stromabwärts von der Walze angeordnet ist und ebenfalls
eine Kontur hat, die der der Oberseite des Ziegels entspricht, auf den
Trockenbrettern weiter zusammengedrückt, während sie aus dem
Kasten hinausgehen, um ein ununterbrochenes extrudiertes Band von
zementhaltiger Mischung auf den Trockenbrettern zu bilden.
Anschließend wird das Band stromabwärts vom Kasten mittels eines
geeigneten Schneidmessers in Ziegel bildende Stücke geschnitten, und
die Trockenbretter mit den geformten Ziegeln darauf werden zu einer
Aushärtestation (curing location) befördert. An der Aushärtestation
werden die Ziegel durch eine Aushärtekammer befördert, welche bei
einer hohen relativen Feuchtigkeit und Temperatur gehalten wird. Die
Aushärtezeit überschreitet gewöhnlich 6 Stunden. Die Ziegel erfahren
nur ein teilweises Aushärten in der Aushärtekammer, von wo sie ins
Freie befördert und gestapelt werden, um den Aushärteprozeß
abzuschließen.
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Wie bekannt ist, werden natürliche Schiefer- und Betonflachziegel im
unterbrochenen Verband und doppelt überlappend auf das Dach
gelegt, d. h. so, daß sich immer ein Ziegel unter den
aneinanderstoßenden Seitenkanten benachbarter Ziegel befindet, um davor zu
schützen, daß Regen und vom Wind getriebenes Wasser in den
Dachraum zwischen den aneinanderstoßenden Seitenkanten eindringt.
Traditionell haben natürliche Schieferziegel eine im wesentlichen
flache Geometrie mit einer im wesentlichen konstanten Dicke von ca.
10 mm und haben ein Gewicht nach dem Legen (laid weight) von
ungefähr 20-40 kg/m². Andererseits haben herkömmliche
Betonflachziegel eine gewölbte Geometrie, eine im wesentlichen konstante
Dicke von ca. 12 mm und ein Gewicht nach dem Legen von
75 kg/m². Bei sowohl natürlichen Schiefer- als auch
Betonflachziegeln schafft die Dicke der sichtbaren unteren Kante (d.h. jene Kante,
welche die untere Kante ist, wenn die Ziegel mit einer nächsten
benachbarten Reihe von Ziegeln überlappend gelegt sind) ein
ästhetisch angenehmes Aussehen, wenn die Ziegel gelegt sind. Es ist
jedoch seit langem ein Ziel, die Notwendigkeit, die Ziegel doppelt
übereinanderzulegen, zu umgehen, um die Anzahl der gelegten Ziegel
pro Dach und daher die Kosten zu reduzieren, aber dennoch das
ästhetische Aussehen, das durch das Legen im unterbrochenen
Verband und eine sichtbare Kante geschaffen wird, existierenden
Tonund Betonflachziegeln und natürlichen Schieferziegeln ähnlich,
beizubehalten, insbesondere im Falle des Neudeckens alter Dächer.
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Anwender haben ineinandergreifende bzw. verriegelnde (nachfolgend
verriegelnd genannt) extrudierte Betonplattenziegel in Form von
Schieferplattenziegeln (nachfolgend Betonplattenziegel genannt)
hergestellt, die die Notwendigkeit zum doppelten Übereinanderlegen
umgehen, und die die im wesentlichen flache Geometrie natürlicher
Schieferziegel und eine im wesentlichen konstante Kantendicke besitzen.
Die Dicke der unteren Kante beträgt jedoch 25 mm und ist
notwendig, um ausreichende Festigkeit zu schaffen, um ein Abbrechen zu
vermeiden, und um die gegenseitigen Verriegelungen unterzubringen,
d.h. die Ober- und Unterriegel, die sich jeweils entlang
entgegengesetzter Seitenkanten jedes Ziegels erstrecken. Während solche
Betonplattenziegel bestimmt sind, um im unterbrochenen Verband
gelegt zu werden, werden sie nicht vor natürlichen Schieferziegeln
und herkömmlichen Flachziegeln bevorzugt aufgeführt, da die
ästhetische Erscheinung falsch ist, d.h. die Dicke der unteren Kante ist
zweimal so groß wie die optimal erforderliche Dicke. Obwohl die
Unterseiten der Ziegel ausgehöhlt wurden, um das Gewicht zu
reduzieren, ist außerdem das Gewicht nach dem Legen dieser bekannten
verriegelnden Betonplattenziegel immer noch 52 kg/m², was
beträchtlich mehr ist, als das natürlicher Schieferziegel, so daß das Ersetzen
natürlicher Schieferziegel durch Betonplattenziegel beim Neudecken
den zusätzlichen Aufwand des Verstärkens oder Ersetzens des
Dachgebälks erfordern würde.
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Sogar wenn diese bekannten Betonplattenziegel aus Material
hergestellt wären, das das Gewicht der Ziegel reduziert, würde ein solcher
Schritt die Dicke der unteren Kante nur auf 18 mm verringern, was
immer noch zu dick ist, um sich gegen natürliche Schieferziegel und
herkömmliche Flachziegel zu behaupten.
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Das deutsche Patent Nr. 93888 bezieht sich auf einen geformten
Falzdachziegel von flacher, nicht gewölbter Geometrie, der in zwei
Schichten a und b ausgebildet ist, von denen die Schicht b nur von
der Dicke eines Schieferziegels sein kann, so daß die äußerlich
sichtbaren Kanten nur etwa die Dicke von Schieferziegeln haben. Die
Versetzung der oberen und unteren Schichten a und b schafft eine
Vertiefung in der Oberseite des Ziegels, und die Unterseite des
Ziegels ist verjüngt und greift in eine entgegengesetzt geformte
Vertiefung ein, um einen Stumpfstoß (butt joint) d zu bilden. Die in
entgegengesetzte Richtung zeigenden Oberflächen i, k und l des
Stumpfstoßes sind abgesehrägt, um den Abfluß von Kondensation in
die Verriegelungskanäle (interlock channels) h zu gestatten, damit sie
nicht in dem Stumpfstoß gefriert, und sorgt auch dafür, daß die
Dachziegel nur im unterbrochenen Verband gelegt werden können
und sie nicht durch Extrusion herstellbar sind. Jenseits des
Stumpfstoßes
hat der untere Endabschnitt der oberen Ziegel eine verjüngte
Unterseite und erstreckt sich über die Oberseite der unteren
Ziegelreihen.
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Folglich ist es Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
Falzdachziegel bereitzustellen, der im unterbrochenen Verband gelegt
werden kann, und bei dem die oben genannten Nachteile minimiert
und vermieden werden.
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Zu diesem Zweck besteht die vorliegende Erfindung in einem
Falzdachziegel mit einer oberen Kante, einer unteren Kante, welche von
geringerer Dicke ist, und welche bei Verwendung sichtbar ist, wenn
der Ziegel mit wenigstens einem Ziegel einer nächsten angrenzenden
Reihe der Ziegel überlappend gelegt ist, einer Oberseite, einer
Unterseite, zwei einander gegenüberliegenden Seitenkanten, einem sich
entlang einer der Seitenkanten erstreckenden Unterriegel und einem
sich entlang der anderen der Seitenkanten erstreckenden Oberriegel,
wobei der Unterriegel ein unteres Ende und eine Unterseite, welche
einen Teil der Unterseite des Ziegels bildet, und einen unteren
Kantenabschnitt besitzt, welcher einen Teil der Unterseite des
Unterriegels umfaßt, und der bei Verwendung mit wenigstens einem Ziegel
der nächsten angrenzenden Reihe der Ziegel überlappt, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Oberseite des Ziegels kontinuierlich von
der unteren Kante zu der oberen Kante erstreckt, daß die Ober- und
Unterseite von der unteren Kante zur oberen Kante gewölbt sind und
im wesentlichen flach sind, wenn sie im Querschnitt entlang einer
Linie, die sich zwischen den Seitenkanten erstreckt, betrachtet wer
den, und daß der den Unterriegel umfassende untere Kantenabschnitt
eine Verjüngung aufweist, die sich in Richtung der unteren Kante des
Ziegels wenigstens so weit wie das untere Ende des Unterriegels
erstreckt, so daß bei Verwendung die Unterseite des Unterriegels
über der kontinuierlichen Oberseite wenigstens eines Ziegels der
nächsten angrenzenden Reihe der Ziegel liegt, wodurch der
Falzdachziegel entweder im geraden bzw. direkten (nachfolgend direkter
Verband genannt) oder unterbrochenen Verband gelegt werden kann.
Mittels der Erfindung kann die untere Kantendicke wesentlich
reduziert werden, d.h. auf so wenig wie ca. 10 mm, was weniger ist als
die herkömmlicher Flachziegel und besser ist als die Körperdicke
natürlicher Schieferziegel. Ohne entweder die Geometrie der
Trokkenbretter oder im Falle von extrudierten Ziegeln den Extrusionskopf
für die Ziegel (tile extrusion head) zu verändern, kann ein
Betonplattenziegel in einen Flachziegel oder eher einen Doppel-Flachziegel
durch einen einfachen Arbeitsvorgang umgewandelt werden, der
entweder an der Oberseite des extrudierten Bandes aus
zementhaltigern Material oder an den Ziegel bildenden Stücken ausgeführt wird,
die von dem Band abgetrennt sind.
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Folglich stellt die Erfindung Falzdachziegel bereit, die das Aussehen
und die empfundene Dicke von Flachziegeln oder eine ähnliche Dicke
wie natürliche Schieferziegel haben, und welche entweder im direkten
oder im unterbrochenen Verband gelegt und mit einem Gewicht nach
dem Legen von ungefähr 20-40 kg/m² und vorzugsweise von
20-28 kg/m² hergestellt werden können, um dadurch einen völlig
befriedigenden Ersatz für ein natürliches Schieferdach zu bilden.
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In manchen Fällen kann es ästhetisch wünschenswert sein, daß nach
dem Legen der Unterriegel nicht sichtbar ist, zu welchem Zweck der
Unterriegel kurz vor der Unterkante des Ziegels enden kann.
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Bei einer solchen Konstruktion ist es möglich, die Unterseite des
Unterkantenabschnitts des Ziegels jenseits des unteren Endes des
Riegels im wesentlichen parallel zur entgegengesetzten Oberseite des
Ziegels anzuordnen, was die Menge des Materials, die zum
Herstellen des Ziegels erforderlich ist, und daher sein Gewicht reduziert.
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Daher befindet sich geeigneterweise eine Stufe zwischen dem unteren
Ende des Unterriegels und der Unterseite des angrenzenden
Unterkantenabschnitts des Ziegels jenseits des Unterriegels.
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Der Anmelder hat solche Ziegel mit einer Reduktion in der Dicke der
unteren Kante von ca. 6 mm hergestellt.
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Vorzugsweise sind die Unterriegel für solche Ziegel typischerweise
an der dicksten Stelle ca. 8 mm dick, wobei sie sich auf ca. 4 mm
Dicke am überlappenden Abschnitt reduzieren.
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Außerdem kann mittels des verjüngten unteren Kantenabschnitts des
Ziegels die Ziegelunterseite im unteren Kantenbereich dicht über der
Oberseite der nächsten angrenzenden unteren Reihe der Ziegel liegen.
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Der Maßstab des Dünnerwerdens, um den verjüngten unteren
Kantenabschnitt des Ziegels herzustellen, ermöglicht es vorteilhafterweise,
daß es eine Überlappung mit jeder nächsten angrenzenden untersten
Reihe von Ziegeln von typischerweise ca. 75 mm gibt, und daß der
Ziegel eine Wölbung mit einem Krümmungsradius von ca.
1600-1800 mm hat.
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Vorteilhafterweise wird der Falzdachziegel aus irgendeiner der
zementhaltigen Mischungen oder Materialien, die in der veröffentlichten
Beschreibung unserer PCT-Anmeldung WO-A-89/0 1918 beschrieben
sind, deren Gegenstand in die Beschreibung dieser Anmeldung durch
Bezugnahme aufgenommen wird, und insbesondere aus jener
zementhaltigen Mischung hergestellt, die einen porösen
Leichtzuschlagstoff, der Wasser speichern kann, einen wasserbindenden Zement,
Wasser, ein Mittel zum Erhöhen der Biegefestigkeit und ein Mittel
zum Erhöhen der Wasserspeicherkapazität des porösen
Leichtzuschlagstoffs während des Aushärtens des Falzdachziegels umfaßt,
wobei der poröse Zuschlagstoff, der wasserbindende Zement, das
Wasser, das die Biegefähigkeit erhöhende Mittel und das die
Wasserspeicherung verbessernde Mittel in Verhältnissen vorhanden sind, die
den Falzdachziegel mit verbesserten Schlag- und Biegefestigkeiten
versehen. Das Mittel zur Verbesserung der Wasserspeicherung ist
vorzugsweise ein Zelluloseäther, wie z.B.
Hydroxypropylmethylzellulose, das Mittel zur Erhöhung der Biegefestigkeit kann ein Harz sein,
z.B. ein Polymerharz, welches ein Terpolymerharz, ein Acrylharz
oder ein Styrol-Acryl-Harz sein kann, und der poröse
Leichtzuschlagstoff kann gesinterte pulverisierte Brennstoffasche bzw. Ölasche, ein
poröser Ton (expanded clay), abgeblätterter Schiefer, gemahlener
poröser Schamotteton (extended fire clay grog) oder Ofensohleasche
sein. Ein Teil des porösen Leichtzuschlagstoffs kann durch Sand,
zerkleinerten Kalkstein oder zerkleinerten Granit ersetzt werden. Bei
einer Ausführungsform um1aßt die zementhaltige Mischung 44 bis 74
Gew.-% porösen Leichtzuschlagstoff, 10 bis 40 Gew.-%
wasserbindenden Zement, 4 bis 14 Gew.-% Wasser, 0,5 bis 15 Gew.-%
Styrol-Acryl-Harz, 0,01 bis 1 Gew.- % Zelluloseäther und 0 bis 3
Gew.-% Pigment.
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Der vorangehende Absatz ist effektiv eine Zusammenfassung der
PCT-Anmeldung WO-A-89/01918.
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Um einen Flachziegel anstelle eines Betonplattenziegels
bereitzustellen wird die Oberseite des extrudierten Bandes oder der Ziegel
bildenden Stücke mit einer durchgehenden oder nicht durchgehenden
Nut, z.B. mittels eines Messers oder Rades, versehen, die sich von
der oberen Kante zur unteren Kante des Ziegels erstreckt. Folglich
wird tatsächlich ein einteiliger Ziegel hergestellt, der das Aussehen
zweier Flachziegel hat. Es ist klar, daß in dieser Beschreibung die
Bezugnahme auf einen Flachziegel solch einen Ziegel mit dem
Aussehen von zwei oder mehr Flachziegeln einschließt.
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Damit die Erfindung leichter verstanden werden kann, werden nun
beispielhaft einige ihrer Ausführungsformen mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
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Fig. 1 eine Draufsicht einer Ausführungsform eines
Betondachziegels ist, der gemäß der Erfindung in
Form eines verriegelnden Betonplattenziegels
hergestellt wurde,
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Fig. 2 und 3 Ansichten der oberen bzw. unteren Kante der
Plattenziegel von Fig. 1 sind,
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Fig. 4 eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform
in Form eines verriegelnden Doppel-Flachziegels
aus Beton ist,
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Fig. 5 und 6 Ansichten der oberen bzw. unteren Kante des
Ziegels von Fig. 4 sind,
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Fig. 7 eine Draufsicht auf die Unterseite des
Betonplattenziegels und des Flachziegels der Fig. 4 ist,
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Fig. 8 und 9 jeweils entgegengesetzte Seitenansichten des
Betonplattenziegels der Fig. 1 und des Flachziegels
der Fig. 4 sind,
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Fig. 10 und 11 Querschnitte entlang der Linien A-A bzw. B-B
der Fig. 7 sind,
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Fig. 12 ein schematischer Querschnitt durch eine
Dachstruktur ist, die mit den Betonplattenziegeln der
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Fig. 1 oder den Flachziegeln der Fig. 4 gedeckt
ist,
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Fig. 13 eine schematische Perspektivansicht eines mit
Ziegeln gedeckten Dachs ist, das mit den
Plattenziegeln der Fig. 1 gedeckt ist,
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Fig. 14 eine schematische Perspektivansicht eines mit
Ziegeln gedeckten Dachs ist, das mit den
Flachziegeln der Fig. 4 gedeckt ist,
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Fig. 15 und 16 entgegengesetzte Seitenansichten ähnlich denen
der Fig. 8 und 9 einer anderen Ausführungsform
sind und
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Fig. 17 und 18 Querschnitte ähnlich denen der Fig. 10 und 11
der Ausführungsform der Fig. 15 und 16 sind.
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Der in den Fig. 1, 2, 3, 7, 8, 9, 10 und 11 gezeigte
Betonplattenziegel 1 hat eine im wesentlichen rechteckige Konfiguration, wenn er in
der Draufsicht betrachtet wird, und hat eine Ober- und eine
Unterseite 2 bzw. 3, eine obere Kante 4, eine untere Kante 5 und
Verriegelungen, die sich entlang seiner in entgegengesetzte Richtungen
zeigenden Kanten in Form eines Unterriegels 6 und eines Oberriegels
7 erstrecken, die jeweils in die Ober- und Unterriegel angrenzender
Ziegel derselben Reihe eingreifen. Im unteren Kantenbereich des
Ziegels endet der Unterriegel 6 vor der Unterkante 5, um einen
Ausschnitt 8 zu schaffen, der es ermöglicht, daß das ästhetische
Aussehen eines natürlichen Schieferziegels oder eines normalen
Flachziegels beibehalten wird, da sich die Unterriegel nicht bis zu
den Unterkanten der Ziegel erstrecken und daher nicht sichtbar sind,
wenn die Ziegel auf ein Dach gelegt sind.
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Wie in Fig. 7 gezeigt ist, ist die Unterseite 3 des Ziegels mit zwei
oder mehr Hängenasen, wie z.B. 9, und Windbarrieren 10 versehen.
Der Ziegel kann angrenzend an die Nasen 9 mit Nagellöchern (nicht
gezeigt) versehen sein oder alternativ können, wie bevorzugt ist,
Sicherungsklammern (nicht gezeigt) anstelle von Nägeln benutzt
werden. Außerdem besitzt die Unterseite 3 ausgehöhlte
Abschnitte 11, um, wie bekannt ist, das Gewicht zu reduzieren. Der Ziegel 1
hat eine gewölbte Geometrie, d.h. die Ober- und Unterseiten sind
gewölbt, wobei sich die Wölbung von der oberen Kante 4 zur unteren
Kante 5 erstreckt, und die Oberseite 2 des Ziegels erstreckt sich
kontinuierlich von der unteren Kante 5 zur oberen Kante 4, wie aus
Fig. 8 bis 11 deutlich wird. Die Ober- und Unterseiten 2 und 3 sind
im wesentlichen flach, wenn sie im Querschnitt entlang einer Linie,
die sich zwischen den Seitenkanten des Ziegels erstreckt, betrachtet
werden, wie aus Fig. 2, 3, 5 und 6 deutlich wird.
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Wie ohne weiteres aus Fig. 8 bis 12 deutlich wird, ist der untere
Kantenabschnitt 12 des Ziegels, wenigstens bis zum unteren Ende des
Unterriegels 6, in Richtung der unteren Kante 5 verjüngt, d.h. er
wird dünner gemacht, indem die Trockenbretter, in welche die Ziegel
extrudiert werden, mit geeigneter Form hergestellt werden, um
dadurch eine untere Kante herzustellen, die ästhetisch akzeptabel ist. Es
ist klar, daß sieh der verjüngte Bereich quer über die Unterseite des
Ziegels erstreckt, außer über die ausgehöhlten Abschnitte. Außerdem
erstreckt sich die Unterseite 13 des unteren Kantenabschnittes jenseits
des Unterriegels 6 im wesentlichen parallel zur Oberseite 2 des
Ziegels, wobei es eine Stufe 12a zwischen der Unterseite 13 und der
Unterseite des verjüngten unteren Kantenabschnitts 12 gibt.
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Der in Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Flachziegel 1a unterscheidet sich
von dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Betonplattenziegel nur
dadurch, daß er eine über die Gesamtlänge des Ziegels 1a gehende
Längsnut 14 aufweist, um einen einteiligen Zweiziegel-Flachziegel 1a
zu bilden, von denen jeder mit dem Bezugszeichen 1b bezeichnet ist.
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In Fig. 12 sind die Ziegel 1 oder 1a auf Dachlatten 15 angebracht,
die an Dachsparren, wie z.B. 16, befestigt sind, wobei die
Dachpappe bei 17 gezeigt ist.
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Fig. 13 bzw. 14 zeigen, wie die Betonplattenziegel 1 und Flachziegel
la (Ziegel 1b) mit ihren schmalen, ästhetisch akzeptierbaren unteren
Kanten 5 als gedecktes Dach erscheinen.
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Die Ausführungsforrn der Fig. 15 bis 18 unterscheidet sich von denen
der Fig. 1 bis 3 und 7 bis 11 und der Fig. 4 bis 11 dadurch, daß der
sich verjüngende untere Kantenabschnitt 12 des Ziegels in die
Unterseite 13 des unteren Kantenabschnitts des Ziegels in die Richtung der
unteren Kante 5 ohne eine Stufe 12a übergeht oder sich erstreckt, um
eine verjüngte Unterseite 18 zu bilden, die sich quer über den Ziegel
erstreckt, und die mit einem Winkel zur Oberseite des Ziegels
geneigt ist. Der verjüngende Charakter der Fläche 18 kann leicht aus
Fig. 17 und 18 erkannt werden. Die Ziegel der Fig. 15 bis 18 liegen
in ähnlicher Weise wie jene der Fig. 1 bis 3, 7 bis 11 und der Fig.
4 bis 11, wie in Fig. 12 bis 14 gezeigt. Ein Vorteil der
Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 und 7 bis 11 und der Fig. 4 bis 11 verglichen
mit der der Fig. 15 und 16 ist jedoch, daß weniger Material für den
unteren Kantenabschnitt zwischen dem unteren Ende des Unterriegels
6 und der unteren Kante 5 erforderlich ist, wodurch das Gewicht der
Ziegel weiter reduziert wird.
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Bei der Ausführungsform der Fig. 4 muß sich die Nut 14 nicht über
die ganze Länge des Ziegels erstrecken, z.B. kann sie im Bereich der
Überlappung beseitigt werden. Während die Erfindung insbesondere
auf aus zementhaltigen Mischungen, wie z.B. Beton, hergestellte
extrudierte Dachziegel anwendbar ist, könnten überdies die
Dachziegel ebenso aus Ton hergestellt sein, der gepreßt, geformt oder
extrudiert sein könnte, und die Ziegel aus zementhaltigem Material oder
Beton können auch durch einen Preß- oder Formvorgang hergestellt
werden. Außerdem ist klar, daß gemäß der Erfindung hergestellte
Dachziegel auch als Verkleidungsplatten (cladding tiles) benutzt
werden können.