ZUSAMMENFASSUNG DER OFFENBARUNG
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Beschrieben ist ein Verfahren zur Herstellung eines
elektrolytisch chroinatierten Stahlblechs in folgenden
Stufen:
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Intermittierende mehrmalige kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung des Stahlblechs in einem sauren
elektrolytischen Chroinatierbad. Mindestens einer dieser
mehrfachen Durchgänge der kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung erfolgt bei einer hohen
elektrischen Stromdichte im Bereich von 75 - 200 A/dm²
zur Bildung eines Chromatierungsfilms, umfassend eine
metallische Chromschicht als untere Schicht mit
zahlreichen körnigen Vorsprüngen auf ihrer gesamten
Oberfläche und eine hydratisierte Chromoxidschicht als obere
Schicht, auf mindestens einer (Ober-) Fläche des Stahl
blechs. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellte elektrolytisch chromatierte Stahlblech besitzt
ausgezeichnete Sekundärfarbhaftung und Schweißbarkeit und
weist einen zufriedenstellenden Oberflächenfarbton auf.
HINWEIS AUF FÜR DIE ERFINDUNG RELEVANTE PATENTE, ANMEL-
DUNGEN UND VERÖFFENTLICHUNGEN
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Soweit uns bekannt, sind die folgenden für die
vorliegende Erfindung relevanten Dokumente des Stands der
Technik veröffentlicht:
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(1) Provisorische japanische Patentveröffentlichung
(JPOS) Nr. 62-54 096 vom 9. Mai 1987 und
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(2) "Metal Surface Technology", eine Zeitschrift der
Metal Finishing Society of Japan, Band (Jahrgang) 35, Nr.
7, S. 34-38, herausgegeben am 1. Juli 1984.
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Die Inhalte der obigen Dokumente des Standes der
Technik bzw. Vorveröffentlichungen werden nachstehend
unter der Überschrift "HINTERGRUND DER ERFINDUNG" erörtert
werden.
GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung eines elektrolytischen chromatierten
Stahlblechs, das auf mindestens einer Oberfläche eines
Stahlblechs einen Chromatierungsfilm aus einer metallischen
Chromschicht als untere Schicht und einer hydratisierten
Chromoxidschicht als auf der metallischen Chromschicht
gebildete obere Schicht aufweist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Es ist ein elektrolytisch chromatiertes Stahlblech
bekannt, das auf mindestens einer Oberfläche eines Stahl
blechs einen Chromatierungsfilm aus einer metallischen
Chromschicht als untere Schicht und einer hydratisierten
Chromoxidschicht als eine auf der metallischen
Chromschicht gebildete obere Schicht aufweist. Die metallische
Chromschicht als die untere Schicht weist üblicherweise
eine Dicke von etwa 0,005 µm bis etwa 0,03 µm auf; die
hydratisierte Chromoxidschicht als die obere Schicht
besitzt üblicherweise eine Dicke von etwa 0,01 µm bis
etwa 0,04 µm.
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Verfahren zur Herstellung des angegebenen
elektrolytisch chromatierten Stahlblechs lassen sich grob in die
beiden folgenden Klassen einteilen:
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(1) Einschrittverfahren:
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Dieses Verfahren umfaßt eine kathodische
elektrolytische Chromatierungsbehandlung in einem sauren
elektrolytischen Chromatierbad mit mindestens einer Komponente
in Form von Chromsäureanhydrid, Chromat und Bichromat als
Hauptkomponente und mit mindestens einer Komponente in
Form von Schwefelsäure, Sulfat und einer Fluorverbindung
als Hilfskomponente, um auf mindestens einer (Ober-)
Fläche des Stahlblechs gleichzeitig eine metallische
Chromschicht als untere Schicht und eine hydratisierte
Chromoxidschicht als obere Schicht zu bilden.
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(2) Zweischrittverfahren
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Dieses Verfahren umfaßt zunächst eine kathodische
elektrolytische Chromatierungsbehandlung in einem sauren
elektrolytischen Chromatierbad mit mindestens einer
Komponente in Form von Chroinsäureanhydrid, Chromat und
Bichromat als Hauptkomponente und mit mindestens einer
Komponente in Form von Schwefelsäure, Sulfat und einer
Fluorverbindung als Hilfskomponente, um auf mindestens
einer (Ober-) Fläche des Stahlblechs gleichzeitig eine
metallische Chromschicht als untere Schicht und eine
hydratisierte Chromoxidschicht als obere Schicht zu
bilden (erste(r) Schritt oder Stufe); sodann wird nach
dem Entfernen der so gebildeten hydratisierten
Chromoxidschicht durch Auflösung das Stahlblech, von dem die
hydratisierte Chromoxidschicht entfernt worden ist, einer
zweiten kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung in einem anderen sauren elektrolytischen
Chromatierbad mit mindestens einer Komponente in Form von
Chromsäureanhydrid, Chromat und Bichromat als
Hauptkomponente unterworfen, um auf der metallischen
Chromschicht als untere Schicht erneut eine neue hydratisierte
Chromoxidschicht als eine obere Schicht zu bilden
(zweite(r) Schritt oder Stufe).
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Das auf oben beschriebene Weise hergestellte
elektrolytisch chromatierte Stahlblech ist nicht nur
bezüglich der Korrosionsbeständigkeit, sondern auch bezüglich
der Lack- oder Farbhaftung zwischen dem
Chromatierungsfilm und einem darauf gebildeten Lack- oder Farbfilm,
d.h. einer Primärfarbhaftung, ausgezeichnet, und es ist
im Vergleich zu verzinntem Stahlblech weniger
kostenaufwendig. Das elektrolytisch chromatierte Stahlblech wird
daher verbreitet anstelle von verzinntem Stahlblech als
Werkstoff für Dosen, wie eine Nahrungsmitteldose, ein
Eimer, eine 18 l-Kanne und eine Ölkanne, verwendet. Eine
gelötete Dose aus dem verzinnten Stahlblech, bestehend
aus einem oberen Deckel, einem unteren Deckel (Boden) und
einer Trommel (einem Zylinder) mit verlöteter Naht, ist
als Dose für ein alkoholfreies Getränk benutzt worden.
Als Ersatz für die gelötete Dose ist in neuerer Zeit eine
aus dem elektrolytisch chromatierten Stahlblech
hergestellte geklebte Dose mit einem oberen Deckel, einem
unteren Deckel (Boden) und einer Trommel, deren Naht
mittels eines Nylon-Klebstoffs geklebt ist, verwendet
worden. Die geklebte Dose aus dem elektrolytisch
chromatierten Stahlblech hat aus den folgenden Gründen allgemeine
Annahme gefunden: Die geklebte Dose aus dem
elektrolytisch chromatierten Stahlblech ist billiger als die aus
dem verzinnten Stahlblech hergestellte, gelötete Dose.
Wenn ferner die gek lebte Dose mit einem
kohlensäurehaltigen Getränk gefüllt wird oder ist, sickert letzteres
in keinem Fall an der Naht heraus, und der Unterdruckgrad
in der Dose nimmt aufgrund der ausgezeichneten
Primärfarbhaftung des elektrolytisch chromatierten Stahlblechs
in keinem Fall ab.
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Eine geklebte Dose wird üblicherweise nach einem
Verfahren mit folgenden Stufen hergestellt: Ausbilden
eines Lack- oder Farbfilms auf beiden Flächen eines
elektrolytisch chromatierten Stahlblechs gegebener Abmessung,
anschließendes Formen des elektrolytisch chromatierten
Stahlblechs mit den darauf befindlichen Farbfilmen zu
einer Trommel (einem Zylinder) einer Dose, Verkleben der
Naht der Überlappungsbereiche der Trommel mit einem
Klebmittel und nachfolgendes Befestigen je eines oberen und
eines unteren Deckels an der Trommel mit der so
verklebten Naht.
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Die auf diese Weise hergestellte geklebte Dose aus
dem elektrolytisch chromatierten Stahlblech kann mit
einem Hochtemperatur-Inhalt, wie zum Sterilisieren auf
eine Temperatur von 90 - 100ºC erwärmtem Fruchtsaft,
gefüllt werden; wahlweise kann die erwähnte, mit einem
Inhalt gefüllte geklebte Dose mit (Hoch-)Druckdampf zum
Sterilisieren des Inhalts auf eine Temperatur von etwa
130ºC erwärmt werden. Beim Befüllen der geklebten Dose
aus elektrolytisch chromatiertem Stahlblech mit dem
Hochtemperatur-Inhalt oder beim Erwärmen der gek lebten
Dose mit dem Inhalt mit Dampf hoher Temperatur verringert
sich jedoch eine Farbhaftung zwischen dem
Chromatierungsfilm und dem darauf geformten Farbfilm, d.h. eine
Sekundärfarbhaftung in einer Umgebung hoher Temperatur und
hoher Luftfeuchtigkeit.
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Als Folge bricht die der stärksten Beanspruchung
unterworfene (Klebe-)Naht der Dose auf, so daß der Inhalt
der Dose über die Bruchstelle der Naht heraussickern kann
oder der Unterdruckgrad in der Dose abnimmt. Diese
Verschlechterung der Sekundärfarbhaftung ist der Tatsache
zuzuschreiben, daß Wasser zwischen den Chromatierungsfilm
im Nahtbereich der Trommel und dem darauf geformten
Farbfilm eindringt und die Haftung (Adhäsion) zwischen diesen
Filmen herabsetzt. Ein höherer Wassereindringgrad führt
daher zu einer ernstlicheren oder stärkeren
Verschlechterung der Sekundärfarbhaftung. Wie beschrieben, wird das
elektrolytisch chromatierte Stahlblech üblicherweise nach
entweder dem Einschritt- oder dem Zweischrittverfahren
hergestellt. Keines dieser Verfahren vermag die
Verschlechterung der Sekundärfarbhaftung zu verhindern.
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Neben der Verwendung für eine geklebte Dose, wie
oben beschrieben, wird das elektrolytisch chromatierte
Stahlblech auch als Werkstoff für eine zweiteilige Dose
aus einem becherförmigen Dosenkörper und einem oberen
Deckel benutzt. Aufgrund seiner geringen Schweißbarkeit
wird das elektrolytisch chromatierte Stahlblech jedoch
nicht so häufig als Werkstoff für eine geschweißte Dose
aus einem oberen Deckel, einem unteren Deckel (Boden) und
einer Trommel (einem Zylinder) mit einer durch
elektrisches Widerstandsschweißen gebildeten Schweißnaht
verwendet. Der Bedarf nach der geschweißten Dose nimmt
jedoch wegen der hohen Festigkeit ihrer Naht ständig zu.
Für die Verwendung des elektrolytisch chromatierten
Stahlblechs als Werkstoff für die geschweißte Dose wird
daher derzeit eine Verbesserung seiner Schweißbarkeit
gefordert.
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Das elektrolytisch chromatierte Stahlblech weist aus
den folgenden Gründen eine geringe Schweißbarkeit auf:
Weder die metallische Chromschicht als die untere Schicht
noch die hydratisierte Chromoxidschicht als die obere
Schicht, welche den Chromatierungsfilm bilden, ist
wärmeleitfähig; ferner ist die hydratisierte
Chromoxidschicht als die obere Schicht auch nicht elektrisch
leitfähig. Beim Schweißen der Naht der
Überlappungsbereiche der Trommel der Dose durch elektrisches
Widerstandsschweißen bildet mithin die hydratisierte
Chromoxidschicht als die obere Schicht eine elektrisch isolierende
Schicht, durch welche die Größe des Kontaktwiderstandes
an dem zu schweißenden Bereich erhöht wird. Die Größe des
Kontaktwiderstandes dient als Kriterium zur Bestimmung,
ob während des Schweißens örtlich ein übermäßiger
elektrischer Strom fließt oder nicht. Genauer gesagt: wenn
der Kontaktwiderstand groß ist, kann aufgrund der engen
Strecke für den elektrischen Schweißstrom örtlich ein
übermäßiger elektrischer Strom fließen. Das
elektrolytisch chromatierte Stahlblech weist eine Größe des
Kontaktwiderstandes im Bereich von 10² - 10&sup5; µΩ/mm² auf;
dieser ist wesentlich höher als bei anderen
oberflächenbehandelten Stahlblechen für die geschweißte Dose. Wenn
das elektrolytisch chromatierte Stahlblech durch
elektrisches Widerstandsschweißen geschweißt wird, ist die
Schweißstromgröße unmittelbar nach Beginn des Schweißens
niedrig, während nach Verlauf einer gewissen Zeitspanne
eine vorgeschriebene Größe des Schweißstroms erreicht
wird. Infolgedessen errwärmt sich das elektrolytisch
chromatierte Stahlblech zu Beginn des Schweißens lokal,
so daß Spritzer entstehen und an der Schweißverbindung
Defekte, wie Blasen oder Lunker, auftreten. Beim (zum)
Schweißen des elektrolytisch chromatierten Stahlblechs
war es daher herkömmlicherweise nötig, den
Chromatierungsfilm im Schweißbereich durch z.B. Schleifen zu
entfernen, was sich als zeit- und arbeitsaufwendig erweist.
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Als Möglichkeit zur Lösung der geschilderten
Probleme des elektrolytisch chromatierten Stahlblechs, d.h.
zur Verhinderung einer Verschlechterung der
Sekundärfarbhaftung und der Schweißbarkeit, umfaßt ein bekanntes
Verfahren die Ausbildung zahlreicher körniger Vorsprünge
auf der Gesamtoberfläche der metallischen Chromschicht
als der unteren Schicht des Chromatierungsfilms. Das
elektrolytisch chromatierte Stahlblech mit dem
Chromatierungsfilm, der die metallische Chromschicht als untere
Schicht mit zahlreichen körnigen Vorsprüngen auf der
Gesamtoberfläche aufweist, bietet die folgenden Wirkungen
bzw. Vorteile:
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(1) Wenn das genannte elektrolytisch chromatierte
Stahlblech als Werkstoff für eine geklebte Dose, bei welcher
die Naht der Trommel mit einem Klebmittel geklebt ist,
verwendet wird, wird das Eindringen von Wasser zwischen
den Chromatierungsfilm und den darauf gebildeten
Lackoder Farbfilm verhindert. Die Sekundärfarbhaftung ist
dementsprechend verbessert.
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(2) Wenn das genannte elektrolytisch chromatierte
Stahlblech als Werkstoff für eine geschweißte Dose, bei
welcher eine Naht der Trommel durch elektrische
Widerstandsschweißung geschweißt wird oder ist, verwendet
wird, wird die elektrisch nicht leitfähige hydratisierte
Chromoxidschicht als die obere Schicht beim elektrischen
Widerstandsschweißen durch die zahlreichen auf der
Gesamtoberfläche der metallischen Chromschicht als untere
Schicht geformten körnigen Vorsprünge aufgebrochen,
wodurch die Kontaktwiderstandsgröße des zu schweißenden
Bereichs herabgesetzt und die Schweißbarkeit verbessert
werden.
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Für die Erzeugung der zahlreichen körnigen
Vorsprünge auf der Gesamtoberfläche der metallischen
Chromschicht als untere Schicht des Chromatierungsfilms sind
folgende Verfahren bekannt:
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(1) Ein Verfahren zur Herstellung eines elektrolytisch
chromatierten Stahlblechs, das in der provisorischen
japanischen Patentveröffentlichung (JP-OS) Nr. 62-54 096
vom 9.3.1987 offenbart ist und folgende Schritte umfaßt:
Mindestens einmalige anodische elektrolytische Behandlung
eines Stahlblechs im Laufe mehrerer Vorgänge einer
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung am
Stahlblech zwecks Ausbildung zahlreicher körniger
Vorsprünge auf der Gesamtoberfläche der metallischen
Chromschicht des Chromatierungsfilm (im folgenden als "Stand
der Technik 1" bezeichnet).
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(2) Ein Artikel mit dem Titel "the ef fect of
crystallographic orientation on the growth of electrodeposited
metallic chromium", erschienen in "Metal Surface
Technology", einer Zeitschrift der Metal Finishing Society of
Japan, Band (Jahrgang) 35, Nr. 7, S. 34-38, herausgegeben
am 1.7.1984, welcher die Tatsache erhellt, daß dann, wenn
ein Stahlblech intermittierend mehreren Vorgängen
kathodischer elektrolytischer Chromatierungsbehandlung in
einem sauren elektrolytischen Chromatierbad unterworfen
wird, zahlreiche körnige Vorsprünge auf der gesamten
Oberfläche der metallischen Chromschicht des auf
mindestens einer Oberfläche des Stahlblechs erzeugten
Chromatierungsfilm entstehen (im folgenden als "Stand der
Technik 2" bezeichnet).
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Der erwähnte Stand der Technik 1 ist mit den
folgenden Problemen behaftet:
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(1) Wenn das Stahlblech im Laufe mehrerer Vorgänge der
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung
(am Stahlblech) der anodischen elektrolytischen
Behandlung unterworfen wird, entstehen auf der gesamten
Oberfläche der metallischen Chromschicht des
Chromatierungsfilms zahlreiche körnige Vorsprünge, die jedoch eine sehr
kleine mittlere Teilchengröße von bis zu etwa 0,05 µm
aufweisen. Demzufolge verursacht ref lektiertes Licht
Beugung und Interferenz in der metallischen Chromschicht.
Hierdurch erhält die Oberfläche des elektrolytisch
chromatierten Stahlblechs ein schwarzes oder braunes
Aussehen, wodurch der Oberflächenfarbton erheblich
beeinträchtigt wird.
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(2) Die Entstehung von gasförmigem Wasserstoff bei der
Abscheidung von metallischem Chrom führt üblicherweise zu
einem niedrigen Fällungswirkungsgrad von etwa 20% an
metallischem Chrom bei der kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung. Vom Standpunkt des
elektrolytischen Strombedarfs für die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung und der Produktionsleistung des
Verfahrens besteht dabei eine Notwendigkeit für eine
Verbesserung des Abscheidungs- oder Fällungswirkungsgrads
für metallisches Chrom. Wenn jedoch das Stahlblech im
Laufe einer mehrmaligen kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung der anodischen elektrolytischen
Behandlung unterworfen wird, wird ein Teil der so
geformten metallischen Chromschicht durch die (bei der)
anodische(n) elektrolytische(n) Behandlung gelöst, wodurch der
Abscheidungswirkungsgrad für metallisches Chrom erheblich
verringert wird.
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Der Stand der Technik 2 ist mit folgenden Problemen
behaftet: Zur Erzeugung zahlreicher körniger Vorsprünge
auf der Gesamtoberfläche der metallischen Chromschicht
des auf mindestens einer (Ober-)Fläche oder Seite des
Stahlblechs geformten Chromatierungsfilms durch
mehrmalige intermittierende kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung ist es nötig, eine lange, stromfreie
Zeitspanne bzw. Nichtaktivierungszeitspanne zwischen den
mehrmaligen kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlungsvorgängen vorzusehen oder mit einer äußerst
niedrigen Laufgeschwindigkeit des Stahlblechs in den
mehrmaligen kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlungsvorgängen zu arbeiten. Demzufolge ist es
nötig, Fertigungseinrichtungen großen Maßstabs für
elektrolytisch chromatiertes Stahlblech vorzusehen, oder die
Fertigungsleistung wird stark herabgesetzt.
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Unter diesen Gegebenheiten besteht ein großer Bedarf
nach der Entwicklung eines Verfahrens zur wirksamen bzw.
wirtschaftlichen Herstellung eines elektrolytisch
chromatierten Stahlblechs ausgezeichneter Sekundärlack-
oder -farbhaftung und Schweißbarkeit und mit
zufriedenstellendem Oberflächenfarbton; ein derartiges Verfahren ist
jedoch bisher noch nicht vorgeschlagen worden.
ABRIß DER ERFINDUNG
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist damit
die Schaffung eines Verfahrens zur wirksamen bzw.
wirtschaftlichen Herstellung eines elektrolytisch
chromatierten Stahlblechs ausgezeichneter Sekundärlack- oder
-farbhaftung und Schweißbarkeit und mit
zufriedenstellendem Oberflächenfarbton.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist gemäß
einem der Merkmale derselben ein Verfahren zur Herstellung
eines elektrolytisch chromatierten Stahlblechs in
folgenden Stufen:
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Anodische Elektrolysebehandlung eines Stahlblechs in
einem sauren Elektrolyten mit mindestens einer Komponente
in Form von Chromsäureanhydrid, Chromat und Bichromat mit
einer Ladungsmenge im Bereich von 0,3 - 30 Coulomb/dm²
zur Bildung eines hydratisierten Chromoxidfilms mit
zahlreichen Löchern und zahlreichen dünnen Stellen auf der
Gesamtfläche mindestens einer Oberfläche des Stahlblechs
und anschließend intermittierende mehrmalige kathodische
elektrolytische Chromatierungsbehandlung des Stahlblechs
in einem sauren elektrolytischen Chromatierbad
einschließlich mindestens einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung bei einer elektrischen
Stromdichte im Bereich von 75 - 200 A/dm² zur Bildung
eines Chromatierungsfilms, umfassend eine metallische
Chromschicht als untere Schicht mit zahlreichen körnigen
Vorsprüngen auf ihrer gesamten Oberfläche und eine
hydratisierte Chromoxidschicht auf der mindestens einen
Oberfläche des Stahlblechs.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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In den Zeichnungen zeigen:
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Fig. 1 eine Elektronenmikroskopaufnahme (10000-fache
Vergrößerung) der Struktur oder des Gefüges der metallischen
Chromschicht des Chromatierungsfilms bei der nach dem
Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten
Probe Nr. 1 gemäß der vorliegenden Erfindung und
Fig. 2 eine Elektronenmikroskopaufnahme 10000-fache
Vergrößerung) der Struktur oder Gefüges der metallischen
Chromschicht des Chromatierungsfilms bei der außerhalb
des Erfindungsrahmens liegenden, nach dem herkömmlichen
Verfahren hergestellten Vergleichsprobe Nr. 1.
GENAUE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFüHRUNGSFORMEN
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Unter den oben angegebenen Gesichtspunkten wurden
ausgedehnte Untersuchungen angestellt, mit dem Ziel der
Entwicklung eines Verfahrens zur wirksamen bzw.
wirtschaftlichen Herstellung eines elektrolytisch
chromatierten
Stahlblechs ausgezeichneter Sekundärlack- oder
-farbhaftung und Schweißbarkeit und mit
zufriedenstellendem Oberflächenfarbton. Als Ergebnis wurde folgendes
gefunden:
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(1) Grundpunkte der Bildung körniger Vorsprünge auf der
Oberfläche der metallischen Chromschicht des
Chromatierungsfilms liegen in Löchern und dünnen Bereichen oder
Stellen, die in der auf mindestens einer Oberfläche des
Stahlblechs geformten hydratisierten Chromoxidschicht
vorhanden sind, wobei metallisches Chrom aus der
genannten hydratisierten Chromoxidschicht ausgefällt oder
niedergeschlagen wird. Eine nach herkömmlicher kathodischer
elektrolytischer Chromatierungsbehandlung erzeugte
hydratisierte Chromoxidschicht enthält nur eine begrenzte
Zahl an Löchern und dünnen Stellen. Auch wenn das
Stahlblech intermittierend innerhalb einer kurzen Zeitspanne
mehreren Vorgängen kathodischer elektrolytischer
Chromatierungsbehandlung unterworfen wird, können in der
hydratisierten Chromoxidschicht keine zahlreichen Löcher
und verdünnten Stellen geformt werden. Demzufolge lassen
sich auf der Gesamtoberfläche der metallischen
Chromschicht nicht zahlreiche körnige Vorsprünge erzeugen. Zur
Ausbildung bzw. Erzeugung zahlreicher körniger VorsPrünge
auf der Gesamtoberfläche der metallischen Chromschicht
ist es daher nötig, eine lange stromlose oder
Nichtaktivierungs-Zeitspanne zwischen den einzelnen Vorgängen
kathodischer elektrolytischer Chromatierungsbehandlung
vorzusehen oder in den mehreren Vorgängen dieser Behandlung
mit einer sehr niedrigen Laufgeschwindgkeit des
Stahlblechs zu arbeiten.
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(2) Indem das Stahlblech im Laufe mehrerer kathodischer
elektro lytischer Chromatierungsbehandlungen desselben
einer anodischen elektrolytischen Behandlung unterworfen
wird, werden in der durch die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung erzeugten hydratisierten
Chromoxidschicht
zahlreiche Löcher und dünne Stellen geformt,
während gleichzeitig ein dünner Chromoxidfilm auf der
Oberfläche der metallischen Chromschicht entsteht.
Letztere und die darauf geformte hydratisierte
Chromoxidschicht bilden ein hydratisiertes Verbund-Chromoxid,
welches die Teilchengröße der auf der Oberfläche der
metallischen Chromschicht erzeugten körnigen Vorsprünge auf
einen sehr kleinen mittleren Wert von bis zu 0,05 µm
verringert.
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(3) Wenn ein Stahlblech intermittierend mehreren
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlungen in
einem sauren elektrolytischen Chromatierbad unterworfen
wird, um auf mindestens einer Oberfläche des Stahlblechs
einen Chromatierungsfilm zu erzeugen, wird gasförmiger
Wasserstoff in großer Menge pro Flächeneinheit des
Stahlblechs innerhalb kurzer Zeit während des ersten Vorgangs
der kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung bei einer elektrischen Stromdichte im Bereich von 75
- 200 A/dm² erzeugt. Infolgedessen entsteht auf der
Gesamtoberfläche der mindestens einen (Ober-) Fläche des
Stahlblechs ein hydratisierter Chromoxidfilm mit
zahlreichen Löchern und dünnen Stellen. Diese zahlreichen Löcher
und dünnen Stellen im hydratisierten Chromoxidfilm
vergrößern sich während einer Nichtaktivierungszeitspanne
nach dem ersten kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlungsvorgang. Im nächsten Vorgang dieser
Behandlung entsteht daher auf mindestens einer Fläche des
Stahlblechs ein Chromatierungsfilm mit einer metallischen
Chromschicht als untere Schicht, die zahlreiche körnige
Vorsprünge entsprechend den genannten zahlreichen Löchern
und dünnen Stellen aufweist, sowie einer auf der
metallischen Chromschicht erzeugten hydratisierten
Chromoxidschicht als obere Schicht.
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Wenn ein Stahlblech einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung bei einer herkömmlichen
(elektrischen) Stromdichte im Bereich von 20 - 50 A/dm²
und anschließend einer ebensolchen Behandlung bei einer
Stromdichte im Bereich von 75 - 200 A/dm² unterworfen
wird, wird gasförmiger Wasserstoff in großer Menge pro
Flächeneinheit des Stahlblechs während der letzteren
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung bei
der Stromdichte von 75 - 200 A/dm² erzeugt. Aufgrund
dieser Erzeugung gasförmigen Wasserstoffs in großer Menge
entstehen während der ersteren kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung bei der herkömmlichen
Stromdichte von 20 - 50 A/dm² zahlreiche Löcher und dünne
Stellen in einer hydratisierten Chromoxidschicht eines
auf mindestens einer Fläche des Stahlblechs geformten
Chromatierungsfilms. Als Ergebnis bewirkt die letztere
kathodische elektrolytische Chromatierungsbehandlung bei
der Stromdichte von 75 - 200 A/dm² auf mindestens einer
Fläche des Stahlblechs die Erzeugung eines
Chromatierungsfilms aus einer metallischen Chromschicht als untere
Schicht, die eine Vielzahl von körnigen Vorsprüngen
entsprechend den genannten zahlreichen Löchern und dünnen
Stellen aufweist, sowie einer auf der metallischen
Chromschicht ausgebildeten hydratisierten Chromoxidschicht als
obere Schicht.
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Da auf der Oberfläche der metallischen Chromschicht,
die durch die erwähnte kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung auf mindestens einer Fläche des
Stahlblechs geformt worden ist, kein Chromoxidfilm
gebildet wird, entsteht das genannte hydratisierte
Verbund-Chromoxid nicht, wodurch die Teilchengröße der körnigen
Vorsprünge erheblich verkleinert wird. Daher entsteht auf
mindestens einer Fläche des Stahlblechs die metallische
Chromschicht mit zahlreichen körnigen Vorsprüngen einer
vergleichsweise großen mittleren Teilchengröße von etwa
0,1 µm. Wenn die auf der Oberfläche der metallischen
Chromschicht entstandenen körnigen Vorsprünge eine
mittlere
Teilchengröße von etwa 0,1 µm aufweisen, erhält die
Oberfläche des eine solche metallische Chromschicht
aufweisenden, elektrolytisch chromatierten Stahlblechs in
keinem Fall ein schwarzes oder braunes Aussehen, so daß
der Oberflächenfarbton verbessert ist.
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Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage
der obigen Feststellung entwickelt. Das erfindungsgemäße
Verfahren zur Herstellung eines elektrolytisch
chromatierten Stahlblechs ist nachstehend im einzelnen
beschrieben.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Stahlblech
intermittierend mehreren Vorgängen oder Stufen
kathodischer elektrolytischer Chromatierungsbehandlung in einem
sauren elektrolytischen Chromatierbad unterworfen, wobei
mindestens einer dieser mehreren Vorgänge bei einer
(elektrischen) Stromdichte im Bereich von 75 - 200 A/dm²
durchgeführt wird. Aufgrund der Durchführung mindestens
eines der mehreren Vorgänge kathodischer elektrolytischer
Chromatierungsbehandlung bei einer Stromdichte von
75 -200 A/dm², wie angegeben, entsteht auf mindestens einer
(Ober-) Fläche des Stahlblechs ein Chromatierungsfilm aus
einer metallischen Chromschicht als untere Schicht, die
auf ihrer Gesamtoberfläche zahlreiche körnige Vorsprünge
einer vergleichsweise großen Teilchengröße von etwa 0,1
µm aufweist, und einer auf der metallischen Chromschicht
gebildeten hydratisierten Chromoxidschicht.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung sollte die
Stromdichte in dem mindestens einen der mehreren Vorgänge
kathodischer elektrolytischer Chromatierungsbehandlung im
Bereich von 75 - 200 A/dm² liegen. Mit einer Stromdichte
von unter 75 A/dm² ist es unmöglich, zahlreiche körnige
Vorsprünge einer vergleichsweise großen Teilchengröße von
etwa 0,1 µm auf der Gesamtoberfläche der metallischen
Chromschicht zu erzeugen. Im Fall einer Stromdichte von
über 200 A/dm² ist es andererseits nötig, die
elektrolytische
Behandlungszeit pro Vorgang bzw. Durchgang für die
Ausbildung des Chromatierungsf ilms in einer
vorgeschriebenen Menge auf mindestens einer Fläche des
Stahlblechs außerordentlich zu verkürzen, wodurch die
zweckmäßige Betriebsdurchführung beeinträchtigt wird. Die
Stromdichte sollte bevorzugt im Bereich von 90 - 200 A/dm²
liegen.
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Die mehreren kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlungen am Stahlblech können gemäß einem der
eingangs genannten herkömmlichen Ein- und
Zweischrittverfahren in einem herkömmlichen sauren elektrolytischen
Chromatierungsbad mit mindestens einer Komponente in Form
von Chromsäureanhydrid, Chromat und Bichromat als
Hauptkomponente und mit mindestens einer Komponente in Form
von Schwefelsäure, Sulfat und Fluorverbindungen als
Hilfskomponente durchgeführt werden. Im Fall des
Zweischrittverfahrens sollte die genannte kathodische
elektrolytische Chromatierungsbehandlung bei einer
Stromdichte von 75 - 200 A/dm² im ersten Schritt bzw. in der
ersten Stufe durchgeführt werden.
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Die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung bei einer Stromdichte von 75 - 200 A/dm² kann in
einem beliebigen oder in allen der intermittierend
erfolgenden Vorgänge der kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung durchgeführt werden. Die
Nichtaktivierungszeit zwischen den mehreren Vorgängen der
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung kann nur
eine kurze Zeitspanne ausmachen, wie die bei der
herkömmlichen intermittierenden kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung.
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Die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung bei einer Stromdichte von 75 - 200 A/dm²
aktiviert, wenn sie im ersten Vorgang oder Durchgang dieser
Behandlung durchgeführt wird, die Oberfläche des
Stahlblechs. Infolgedessen kann gemäß der vorliegenden
Erfindung
auf ein Beizen, dem üblicherweise das Stahlblech vor
der kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unterworfen wird, verzichtet werden.
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Indem beim Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung das Stahlblech einer anodischen elektrolytischen
Behandlung in einem sauren Elektrolyten mit mindestens
einer Komponente in Form von Chromsäureanhydrid, Chromat
und Bichromat mit einer (elektrischen) Ladungsmenge im
Bereich von 0,3 - 30 Coulomb/dm² unterworfen wird, bevor
es den mehreren intermittierenden kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlungen im sauren
elektrolytischen Chromatierungsbad unterworfen wird, können die
zahlreichen körnigen Vorsprünge auf der Gesamtoberfläche
der metallischen Chromschicht des Chromatierungsfilms
effektiver geformt oder erzeugt werden. Insbesondere führt
die beschriebene anodische elektrolytische Behandlung des
Stahlblechs zur Bildung eines hydratisierten
Chromoxidfilms mit zahlreichen Löchern und dünnen Stellen auf der
Gesamtoberfläche mindestens einer Fläche (bzw. Seite) des
Stahlblechs. Indem das mit einem solchen hydratisierten
Chromoxidfilm versehene Stahlblech den mehreren Vorgängen
der kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unterworfen und mindestens einer dieser Vorgänge bei
einer (elektrischen) Stromdichte im Bereich von 75 - 200
A/dm² durchgeführt wird, ist es somit möglich, die
Entstehung der körnigen Vorsprünge einer mittleren
Teilchengröße von etwa 0,1 µm auf der Gesamtoberfläche der
metallischen Chromschicht weiter zu begünstigen.
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Die Ladungsmenge für die genannte anodische
elektrolytische Behandlung sollte im Bereich von 0,3 - 30
Coulomb/dm² bzw. C/dm² liegen. Bei einer Ladungsmenge von
unter 0,3 C/dm² läßt sich ein gewünschter oder
angestrebter hydratisierter Chromoxidfilm auf der Gesamtoberfläche
mindestens einer Fläche des Stahlblechs nicht erzielen.
Wenn die Ladungsmenge dagegen über 30 C/dm² liegt, wird
keine besondere Verbesserung der angegebenen Wirkung
(mehr) erreicht, vielmehr ist dies mit unwirtschaftlich
hohem Stromverbrauch verbunden.
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Mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
ist es möglich, zahlreiche körnige Vorsprünge einer
vergleichsweise großen mittleren Teilchengröße von etwa 0,1
µm auf der gesamten Oberfläche der metallischen
Chromschicht des auf mindestens einer Fläche des Stahlblechs
gebildeten Chromatierungsf ilms zu erzeugen. Das nach dem
Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte
elektrolytisch chromatierte Stahlblech besitzt mithin
ausgezeichnete Sekundärlack- und -farbhaftung und
Schweißbarkeit; da ferner die körnigen Vorsprünge der
metallischen Chromschicht eine vergleichsweise große
Teilchengröße von etwa 0,1 µm aufweisen, erhält die
Oberfläche des elektrolytisch chromatierten Stahlblechs in
keinem Fall ein schwarzes oder braunes Aussehen, vielmehr
weist sie einen zufriedenstellenden Oberflächenfarbton
auf.
-
Darüber hinaus bewirkt beim Verfahren gemäß der
vorliegenden Erfindung die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung bei einer Stromdichte von 75 - 200
A/dm² die Abscheidung bzw. Fällung von metallischem Chrom
in Kristallen, welche die zahlreichen körnigen Vorsprünge
bilden. Andererseits findet während der kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung gleichzeitig
mit der Fällung metallischen Chroms eine
Reduktionsreaktion von Wasserstoff statt. Das Verhältnis dieser
Wasserstoff-Reduktionsreaktion zur Fällung von metallischem
Chrom wird durch die bei einer Stromdichte im Bereich von
75 - 200 A/dm² durchgeführte kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung verkleinert. Aus diesen Gründen
ist der elektrolytische Fällungswirkungsgrad von
metallischem Chrom beim Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung um mindestens 10% gegenüber dem Fall verbessert, in
welchem die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung bei einer herkömmlichen Stromdichte im Bereich
von 20 - 50 A/dm² durchgeführt wird.
-
Im folgenden ist das Verfahren gemäß der
vorliegenden an Hand von Beispielen und Vergleichsbeispielen näher
beschrieben.
BEISPIEL
-
Stahlbleche wurden nach dem Verfahren gemäß der
vorliegenden Erfindung einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unterworfen, um die folgenden
erfindungsgemäßen Proben Nr. 1 - 8 herzustellen:
-
I. Erfindungsgemäße Probe Nr. 1:
-
Ein kaltgewalztes, 0,22 mm dickes Stahlblech wurde
in einem Elektrolyten mit 30 g/1 Natriumhydroxid
elektrolytisch entfettet, sodann mit Wasser gespült, in einem
Elektrolyten mit 5 g/l Schwefelsäure gebeizt und
daraufhin mit Wasser gespült. Das auf diese Weise
elektrolytisch entfettete und anschließend gebeizte kaltgewalzte
Stahlblech wurde zur Bereitstellung der erfindungsgemäßen
Probe Nr. 1 einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unter den unten angegebenen
Bedingungen unterworfen, sodann mit Wasser gespült und
getrocknet.
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten Chromsäureanhydrid: 175 g/l
-
Natriumsilikofluorid: 5 g/l
Natriumsulfat: 0,9 g/l
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 2
-
(5) Elektrische Stromdichte: 120 A/dm²
bei allen Vorgängen
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit: 0,2 s pro Vorgang
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,5 s
-
II. Erfindungsgemäße Probe Nr. 2:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und dann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der
erfindungsgemäßen Probe Nr. 2 einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung unter den unten
angegebenen Bedingungen unterworfen, danach mit Wasser gespült
und getrocknet.
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten:
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 3
-
(5) Elektrische Stromdichte 100 A/dm²
bei allen Vorgängen
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit: 0,2 s pro Vorgang
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,3 s pro Vorgang
-
III. Erfindungsgemäße Probe Nr. 3:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entf ettet und dann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der
erfindungsgemäßen Probe Nr. 3 einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung unter den unten
angegebenen Bedingungen unterworfen, danach mit Wasser gespült
und getrocknet:
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten:
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
-
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 3
-
(5) Elektrische Stromdichte:
-
Erster Vorgang: 120 A/dm²
-
Zweiter und dritter Vorgang: 30 A/dm²
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit:
-
Erster Vorgang: 0,2 s
-
Zweiter und dritter Vorgang: jeweils 0,4 s
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,3 s pro Vorgang
-
IV. Erfindungsgemäße Probe Nr. 4:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und dann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der
erfindungsgemäßen Probe Nr. 4 einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung unter den unten
angegebenen Bedingungen unterworfen, danach mit Wasser gespült
und getrocknet:
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten:
-
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 3
-
(5) Elektrische Stromdichte:
-
1. und 2. Vorgang: 30 A/dm²
-
3. Vorgang: 120 A/dm²
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit:
-
1. und 2. Vorgang: jeweils 0,4 s
-
3. Vorgang: 0,2 s
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,3 s Pro Vorgang
-
V. Erfindungsgemäße Probe Nr. 5:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr.1l, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und dann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der
erfindungsgemäßen Probe Nr. 5 einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung unter den unten
angegebenen Bedingungen unterworfen, danach mit Wasser gespült
und getrocknet:
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten:
-
Chromsäureanhydrid: 100 g/l
-
Natriumthiocyanat: 0,5 g/l
-
Borfluorwasserstoffsäure: 0,9 g/l
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 2
-
(5) Elektrische Stromdichte: 120 A/dm² bei allen
Vorgängen
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit: 0,2 s bei allen
Vorgängen
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,5 s
-
VI. Erfindungsgemäße Probe Nr. 6:
-
Ein kaltgewalztes, 0,22 mm dickes Stahlblech wurde
in einem Elektrolyten mit 30 g/l Natriumhydroxid
elektrolytisch entfettet und sodann mit Wasser gespült. Das auf
diese Weise elektrolytisch entfettete kaltgewalzte
Stahlblech wurde zur Bereitstellung der erfindungsgemäßen
Probe Nr. 6 einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unter den unten angegebenen
Bedingungen unterworfen, sodann mit Wasser gespült und
getrocknet:
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten:
-
Chromsäureanhydrid: 250 g/l
-
Schwefelsäure: 2,5 g/l
-
(3) Elektrolyttemperatur: 45ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 2
-
(5) Elektrische Stromdichte: 100 A/dm² bei allen
Vorgängen
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit: 0,3 s pro Vorgang
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,8 s
-
VII. Erfindungsgemäße Probe Nr. 7:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und dann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der
erfindungsgemäßen Probe Nr. 7 einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung unter den unten
angegebenen Bedingungen unterworfen, danach mit Wasser gespült
und getrocknet:
-
(1) Elektrolyseverfahren: Zweischrittverfahren
-
(2) Zusammensetzung des Elektrolyten für den ersten
-
Schritt: Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße
Probe Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur
im ersten Schritt: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge
im ersten Schritt: 2
-
(5) Elektrische Stromdichte
im ersten Schritt: 120 A/dm² bei allen
Vorgängen
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit
im ersten Schritt: 0,2 s pro Vorgang
-
(7) Nichtaktivierungszeit
-
im ersten Schritt: 0,5 s
-
(8) Zusammensetzung des Elektrolyten
-
für den zweiten Schritt:
-
Chromsäureanhydrid: 50 g/l
-
(9) Elektrolyttemperatur im
-
zweiten Schritt: 45ºC
-
(10) Zahl der Elektrolysevorgänge
-
im zweiten Schritt: ein einziger Vorgang
-
(11) Elektrische Stromdichte im
-
zweiten Schritt: 5 A/dm²
-
(12) Elektrolytische Behandlungs-
-
zeit im zweiten Schritt: 0,3 s
-
VIII. Erfindungsgemäße Probe Nr. 8
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 6, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 6 angegeben, elektrolytisch entfettet worden war,
wurde unter den nachstehend unter (A) angegebenen
Bedingungen einer anodischen elektrolytischen Behandlung
unterworfen. Sodann wurde das der anodischen
elektrolytischen Behandlung unterworf ene kaltgewalzte Stahlblech
unter den nachstehend unter (B) angegebenen Bedingungen
einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unterworfen, hierauf mit Wasser gespült und
getrocknet, um eine erfindungsgemäße Probe Nr. 8
bereitzustellen.
-
(A) Anodische elektrolytische Behandlungsbedingungen:
-
(1) Elektrolytzusammensetzung:
-
Chromsäureanhydrid: 175 g/l
-
Natriumsilikofluorid: 5 g/l
-
Natriumsulfat 0,9 g/1
-
(2) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(3) Elektrische Stromdichte: 10 A/dm²
-
(4) Elektrolytische Behandlungszeit: 0,3 s
-
(5) Ladungsmenge: 3 C/dm²
-
(B) Kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlungsbedingungen:
-
Wie für erfindungsgemäße Probe Nr. 1.
-
Danach wurden Stahlbleche einer kathodischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung nach dem
herkömmlichen Verfahren unterworfen, um folgende, außerhalb des
Erfindungsrahmens liegende Vergleichsproben Nr. 1 - 4
bereitzustellen:
-
I. Vergleichsprobe Nr. 1:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und sodann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der außerhalb
des Erfindungsrahmens liegenden Vergleichsprobe Nr. 1
einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unter den unten angegebenen Bedingungen unterworfen,
sodann mit Wasser gespült und getrocknet.
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Elektrolytzusammensetzung:
-
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 4
-
(5) Elektrische Stromdichte: 30 Aidm² bei allen
Vorgängen
-
(6) Elektrolytische
Behandlungszeit: 0,4 s pro Vorgang
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,5 s pro Vorgang
26
-
II. Vergleichsprobe Nr. 2:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und sodann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der außerhalb
des Erfindungsrahmens liegenden Vergleichsprobe Nr. 2
einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unter den unten angegebenen Bedingungen unterworfen,
sodann mit Wasser gespült und getrocknet.
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Elektrolytzusammensetzung:
-
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: ein einziger Vorgang
-
(5) Elektrische Stromdichte: 30 A/dm²
-
(6) Elektrolytische
Behandlungs -zeit: 1,6 s
-
III. Vergleichsprobe Nr. 3:
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und sodann
gebeizt worden war, wurde zur Bereitstellung der außerhalb
des Erfindungsrahmens liegenden Vergleichsprobe Nr. 3
einer kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unter den unten angegebenen Bedingungen unterworfen,
sodann mit Wasser gespült und getrocknet.
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Elektrolytzusammensetzung:
-
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: ein einziger Vorgang
-
(5) Elektrische Stromdichte: 120 A/dm²
-
(6) Elektrolytische
Behandlungszeit: 0,4 s
-
IV. Vergleichsprobe Nr. 4:
-
Ein kaltgewalztes Stahlblech der gleichen Dicke wie
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1, das unter den
gleichen Bedingungen, wie für die erfindungsgemäße Probe
Nr. 1 angegeben, elektrolytisch entfettet und sodann
gebeizt worden war, wurde unter den nachstehend unter (A)
angegebenen Bedingungen einer katalytischen
elektrolytischen Chromatierungsbehandlung und anschließend unter den
nachstehend unter (B) angegebenen Bedingungen einer
anodischen elektrolytischen Behandlung unterworfen.
Sodann wurde das so behandelte kaltgewalzte Stahlblech
erneut einer weiteren kathodischen elektrolytischen
Chromatierungsbehandlung unter den nachstehenden Bedingungen
(A) unterworfen, mit Wasser gespült und getrocknet, um
eine außerhalb des Erfindungsrahmens liegende
Vergleichsprobe Nr. 4 bereitzustellen.
-
(A) Kathodische elektrolytische
Chromatierungsbedingungen:
-
(1) Elektrolyseverfahren: Einschrittverfahren
-
(2) Elektrolytzusammensetzung:
-
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(3) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(4) Zahl der Elektrolysevorgänge: 2
-
(5) Elektrische Stromdichte: 40 A/dm²
-
(6) Elektrolytische Behandlungszeit: 0,3 s pro Vorgang
-
(7) Nichtaktivierungszeit: 0,3 s
-
(B) Anodische elektrolytische Behandlungsbedingungen:
-
(1) Elektrolytzusammensetzung:
Wie beim Elektrolyten für erfindungsgemäße Probe
Nr. 1
-
(2) Elektrolyttemperatur: 40ºC
-
(3) Elektrische Stromdichte: 4 A/dm²
-
(4) Elektrolytische
Behandlungszeit: 0,3 s
-
Ein elektrolytischer Fällungswirkungsgrad der
metallischen Chromschicht, die Bildung der körnigen Vorsprünge
und ein Oberflächenfarbton wurden auf nachstehend
angegebene Weise für jede der erfindungsgemäßen Proben Nr.
1 -8 und die Vergleichsproben Nr. 1 - 4, die auf oben
beschriebene Weise hergestellt worden waren, bewertet. Die
Bewertungsergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
-
(1) Elektrolytischer Fällungswirkungsgrad der
metallischen Chromschicht:
-
Ein Fällungs- oder Niederschlagsgewicht an
metallischem Chrom wurde für jede der erfindungsgemäßen Proben
Nr. 1 - 8 und der Vergleichsproben Nr. 1 - 4 bestimmt;
ein elektrolytischer Fällungswirkungsgrad der
metallischen Chromschicht bei jeder dieser Proben wurde anhand
des gemessenen oder bestimmten Fällungsgewichts an
metallischem Chrom und der für die kathodische elektrolytische
Chromatierungsbehandlung erforderlichen Strom- oder
Ladungsmenge berechnet.
-
(2) Bildung körniger Vorsprünge:
Bei jeder der erfindungsgemäßen Proben Nr. 1 - 8 und
der Vergleichsproben Nr. 1 - 4 wurde die metallische
Chromschicht des Chromatierfilms abgeschält. Die so
abgeschälte metallische Chromschicht wurde
elektronenmikroskopisch untersucht, um den Bildungszustand der körnigen
Vorsprünge auf der metallischen Chromschicht für
Bewertung zu untersuchen. Die Bewertungskriterien waren
folgende:
-
= Zahlreiche körnige Vorsprünge sind in sehr dichter
Verteilung auf der gesamten Oberfläche der metallischen
Chromschicht gebildet;
-
o = zahlreiche körnige Vorsprünge sind auf der
gesamten Oberfläche der metallischen Chromschicht gebildet;
-
Δ= körnige Vorsprünge sind örtlich auf der Oberfläche
der metallischen Chromschicht gebildet; und
-
x = auf der Oberfläche der metallischen Chromschicht
sind nahezu keine körnigen Vorsprünge gebildet.
-
(3) Oberflächenfarbton:
-
Bei jeder der erfindungsgemäßen Proben Nr. 1 - 8 und
der Vergleichsproben Nr. 1 - 4 wurde der
Oberflächenfarbton zur Bewertung visuell geprüft. Die
Bewertungskriterien waren folgende:
-
o = Die Oberfläche der Probe ist weder schwarz noch
braun bei zufriedenstellendem Oberflächenfarbton; und
-
x = schwarzes oder braunes Aussehen der
Probenoberfläche bei mangelhaftem Oberflächenfarbton.
-
(4) Zusammenfassende Bewertung:
-
o = Gut
-
Δ= Annehmbar
-
x = Mangelhaft
Tabelle 1
Fällungswirkungsgrad der metallischen Chromschicht (%)
Bildung von körnigen Vorsprüngen
Oberflächenfarbton
Zusammenfassende Bewertung
Erfindungsgemäße probe
Vergleichspprobe
-
Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, waren bei der
Vergleichsprobe Nr. 1, bei der ein kaltgewalztes Stahlblech
intermittierend mehreren Vorgängen oder Durchgängen einer
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung
bei einer (elektrischen) Stromdichte von 30 A/dm² in
allen Vorgängen unterworfen worden war, die körnigen
Vorsprünge (nur) örtlich auf der Oberfläche der metallischen
Chromschicht gebildet. Bei den Vergleichsproben Nr. 2 und
3, bei denen Stahlbleche einem einzigen Vorgang einer
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung
unterworfen worden waren, waren auf der Oberfläche der
metallischen Chromschicht nahezu keine körnigen Vorsprünge
entstanden. Im Fall der Vergleichsprobe Nr. 4, bei
welcher ein kaltgewalztes Stahlblech einer anodischen
elektrolytischen Behandlung im Laufe mehrerer Vorgänge einer
kathodischen elektrolytischen Chromatierungsbehandlung
unterworfen worden war, ist deren Oberflächenfarbton
mangelhaft. Darüber hinaus liegt bei den Vergleichsproben
Nr. 1, 2 und 4 der elektrolytische Fällungswirkungsgrad
der metallischen Chromschicht jeweils unter 20%.
-
Bei den erfindungsgemäßen Proben Nr. 1- 8 sind
dagegen bei einem zufriedenstellenden Oberf lächenfarbton
zahlreiche körnige Vorsprünge in dichter Verteilung auf
der gesamten Oberfläche der metallischen Chromschicht
gebildet; ein elektrolytischer Fällungswirkungsgrad der
metallischen Chromschicht besitzt zudem in allen Fällen
eine Größe von über 26%.
-
Fig. 1 ist eine Elektronenmikroskopaufnahme
(10000fache Vergrößerung) zur Veranschaulichung der Struktur
oder des Gefüges der metallischen Chromschicht des
Chromatierungsfilms bei der nach dem Verfahren gemäß der
vorliegenden Erfindung hergestellten erfindungsgemäßen Probe
Nr. 1. Fig. 2 ist eine Elektronenmikroskopaufnahme
(10000-fache Vergrößerung) der Struktur oder des Gefüges
der metallischen Chromschicht bei der außerhalb des
Erfindungsrahmens liegenden, nach dem herkömmlichen
Verfahren hergestellten Vergleichsprobe Nr. 1. Wie aus den Fig.
1 und 2 hervorgeht, sind die auf der Oberfläche der
metallischen Chromschicht gebildeten körnigen Vorsprünge
bei der erfindungsgemäßen Probe Nr. 1 dicht (verteilt),
und sie besitzen eine größere Teilchengröße als die auf
der Oberfläche der metallischen Chromschicht bei der
Vergleichsprobe Nr. 1 gebildeten oder entstandenen körnigen
Vorsprünge.
-
Mit dem vorstehend im einzelnen beschriebenen
Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist es somit
möglich, ein elektrolytisch chromatiertes Stahlblech
ausgezeichneter Sekundärfarbhaftung und Schweißbarkeit und
mit zufriedenstellendem Oberflächenfarbton wirtschaftlich
herzustellen, so daß damit zahlreiche industrielle
Nutzeffekte geboten werden.