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DE68904453T2 - Flugvehikel mit zumindest einer abwerfbaren antriebseinheit. - Google Patents

Flugvehikel mit zumindest einer abwerfbaren antriebseinheit.

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DE68904453T2
DE68904453T2 DE8989400663T DE68904453T DE68904453T2 DE 68904453 T2 DE68904453 T2 DE 68904453T2 DE 8989400663 T DE8989400663 T DE 8989400663T DE 68904453 T DE68904453 T DE 68904453T DE 68904453 T2 DE68904453 T2 DE 68904453T2
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Jean Marie Dupuis
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Airbus Group SAS
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B15/00Self-propelled projectiles or missiles, e.g. rockets; Guided missiles
    • F42B15/36Means for interconnecting rocket-motor and body section; Multi-stage connectors; Disconnecting means

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft einen Flugkörper mit wenigstens einem abwerfbaren Triebwerk. Sie kann für jedes Geschoß, wie Fernlenkgeschoß, Rakete, Roquet, das mit einem oder mehreren abwerfbaren Triebwerken versehen ist, angewendet werden, ob diese(s) Triebwerk(e) koaxial auf das (die) Geschoss(e) montiert ist (sind) oder am Umfang des (der) Letzteren angebracht ist (sind). Solche abwerfbaren Triebwerke sind zum Beispiel verbrauchbare Beschleuniger, die dazu bestimmt sind, dem besagten Geschoß einen gewünschten Geschwindigkeitswert zu verleihen.
  • Man weiß, daß es hauptsächlich zwei Methoden gibt, um ein solches Triebwerk vom Rest des Geschosses zu trennen, wenn es seine Funktion beendet hat.
  • Die erste, die man als aktive Methode bezeichnen kann, benutzt mechanische oder pyrotechnische Elemente, wie Auskopplungsleinen, Sprengbolzen, Abstreiffedern, usw. ..., die durch eine logische Vorrichtung gesteuert werden. Solche aktive Trennungssysteme sind sehr komplex, und außerdem ist ihre Zuverlässigkeit nicht perfekt.
  • Die besagte zweite Methode wird als natürliche bezeichnet, da die Trennung spontan geschieht unter der Wirkung des aerodynamischen Widerstands des besagten Geschosses.
  • Bei den zur Anwendung einer solchen natürlichen Trennung vorgesehenen Flugkörpern, ist das Triebwerk mittels einer genauen Einpassung mit dem Rest des Flugkörpers verbunden, wobei diese Einpassung eine parallel zur Achse des besagten Triebwerkes verlaufende Gleitverbindung darstellt, aber das Triebwerk in Rotation mit dem besagten Flugkörper fest verbunden ist.
  • Somit gewährleistet beim Start des Flugkörpers und während seines Fluges unter der Wirkung des besagten Triebwerkes die Triebkraft des Letzteren, verstärkt durch den aerodynamischen Widerstand des Rests der Rakete und durch die Reibungskräfte der Gleitverbindung, aber vermindert durch den aerodynamischen Widerstand des Triebwerkes, die Haftung des Triebwerkes auf der besagten Rakete.
  • Zum schluß der Funktion des besagten Triebwerkes hingegen nimmt die besagte Triebkraft sehr stark ab (Schubabfall) bis zum Abklingen, so daß sie ungenügend wird, um besagtes Triebwerk am Rest der Rakete zu halten. Der aerodynamische Widerstand des besagten Triebwerkes kann dann die Reibungskräfte der Gleitverbindung überwinden, und entgegen der Wirkung des aerodynamischen Widerstandes des Rests des Flugkörpers löst sich das besagte Triebwerk ganz natürlich vom Rest des Flugkörpers.
  • Eine solche natürliche Trennungsmethode weist also wichtige Vorteile auf, was die Einfachheit betrifft, zugleich in der Ausführung wie in der Benutzung. Sie weist jedoch auch große Nachteile auf, da die Kräfte, die sie ins Spiel bringt, schwer zu meistern sind.
  • Tatsächlich sind in einer Gleitverbindung die Reibungskräfte abhängig vom Zustand der Kontaktfläche, von der eventuellen Schmierung und des Spiels, das heißt von den Herstellungstoleranzen der Einpassung des Triebwerkes auf den Rest des Flugkörpers. Außerdem kann ein Verklebungsphänomen auftreten, wenn die Gleitverbindung längere Zeit stilliegt, wie es bei einer gelagerten Munition der Fall sein kann.
  • Außerdem kann die Gleitverbindung, welche die Festigkeit der Einheit Flugkörper/Triebwerk gewährleistet, während der Trennung einem großen Einspannmoment unterworfen sein. Dieses Moment, das sich aus der Aerodynamik des Flugkörpers oder aus mechanischen Längsschwingungen ergeben kann, wirkt sich beträchlich auf die Größe der Reibungskräfte aus. schließlich kann die Ruhestellung in der Drehung der Gleitverbindung zusätzliche Reibungen hervorrufen, die Drillmomenten (ebenfalls aerodynamischern oder vibrierendem Ursprungs) zuzuschreiben sind.
  • Was die Triebkräfte des Triebwerkes beim Schubabfall angeht, so weiß man wenig darüber, sowie über die aerodynamischen Kräfte und insbesondere ihre Aufteilung zwischen dem Flugkörper und dem Triebwerk.
  • Außerdem muß der aerodynamische Widerstand des Triebwerkes, alleinige Kraft, mit der man rechnet für die Trennung und die man groß wünscht, um die Trennung zu begünstigen, selbstverständlich so klein wie möglich sein aus wirtschaftlichen Gründen.
  • Es erscheinen also eine gewisse Anzahl von Unsicherheiten betreffs der Größe der für die natürliche Trennung benutzten Kräfte. Sie äußern sich durch eine sehr große Streuung des Trennungsaugenblickes. In einigen Fällen kann eine solche Trennung überhaupt nicht stattfinden. In allen Fällen ist die Fortsetzung des Flugprogramms des Flugkörpers sehr gestört. Auf jeden Fall läßt die Methode der natürlichen Trennung, obwohl sehr verlockend, schlecht annehmbare Funktionsungewißheiten vermuten, insbesondere bei einem modernen Waffensystem.
  • Um diese Nachteile abzustellen, wurden verschiedene Verbesserungen vorgesehen, die darin bestehen, neue günstige Kräfte für die Trennung einzuführen, wie zum Beispiel durch das Öffnen eines Bremsfallschirms oder durch in der Gleitverbindung vorgesehene Abstreiffedern.
  • Solche Anordnungen benötigen jedoch eine Auslöselogik und bringen die obengenannten Nachteile, was die aktive Trennungsmethode betrifft, wieder. Es handelt sich dabei schon nicht mehr um eine natürliche Trennung.
  • Gegenstand dieser Erfindung ist, diese Nachteile zu beseitigen. Sie gestattet mit Sicherheit die natürliche Trennung eines kurzzeitigen Triebwerks vom Rest eines Flugkörpers ohne steuerbare Hilfsvorrichtungen zu benutzen.
  • Zu diesem Zweck ist der erfindungsgemäße Flugkörper, der mindestens ein temporäres und abwerfbares Triebwerk enthält, das mit dem Rest des besagten Flugkörpers durch eine Passung verbunden ist, die es diesem erlaubt, parallel zu seiner Achse in entgegengesetzter Richtung zu der des besagten Restes des Flugkörpers zu gleiten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung zwischen einerseits dem Innenraum der besagten Passung, die sich zwischen dem Vorderteil des besagten Triebwerkes und dem besagten Rest des Flugkörpers befindes, und andererseits der aerodynamischen Strömung um den besagten Flugkörper, angeordnet ist.
  • Der Oberbegriff des Anspruchs 1 basiert auf dem Stand der Technik, bekannt vom Artikel 54(2) CBB.
  • Dieser Innenraum ist somit mit dem gleichen Druck beauftragt wie wenigstens ein Teil des Gesamtdrucks der besagten aerodynamischen Strömung, so daß in diesem Raum eine für die natürliche Trennung des Triebwerks günstige Kraft erzeugt wird.
  • Ein solcher Innenraum gibt es normalerweise durch Baumaßnahmen zwischen dem besagten Triebwerk und dem Rest des besagten Flugkörpers. Falls es diesen Raum nicht geben sollte, wäre es nötig, ihn speziell anzulegen, um die Erfindung nutzen zu können.
  • Um die Aerodynamik des Rests des Flugkörpers nicht zu stören durch die Anordnung der äußeren Druckanschlußstellen, ist es vorteilhafter, daß die besagte Verbindung durch das besagte Triebwerk hindurch geführt wird. Da dieses nur dazu bestimmt ist, besagten Flugkörper bei seinem Abschuß und während der Anfangsflugbahn anzutreiben, bevor es abgeworfen wird, stört es weniger, wenn es die Aerodynamik des Triebwerks ist, die durch besagte Verbindung verändert wird.
  • Außerdem erhöhen solche Druckanschlußstellen den aerodynamischen Widerstand, und es ist demnach von Vorteil, sie an dem Triebwerk anzubringen, da sie so die Abtrennung von diesem fördern.
  • Wenn, wie dies üblich ist, besagtes Triebwerk einen größeren Durchmesser hat als das Teil des besagten Flugkörpers, auf welchen es montiert ist, und das besagte Teil an das besagte Triebwerk durch eine von diesem abweichenden Wandung angeschlossen ist, ist es von Vorteil, wenn die besagte Verbindung durch die abweichende Wandung hindurch angebracht wird. Wenn somit die besagte Verbindung aus mindestens einer Leitung besteht, wobei die äußere Öffnung dieser Leitung vorteilhafterweise gegen das Vorderteil des besagten Flugkörpers gerichtet ist, was den Lufteintritt begünstigt.
  • Vorteilhafterweise ist die besagte Verbindung eine Vielfachverbindung. In einer vorteilhaften Anwendungsart ist die Verbindungsleitung außerhalb des besagten Flugkörpers durch einen Luftanschluß verlängert. In diesem Fall ist es vorteilhaft, daß besagter Luftanschluß deutlich parallel zur Achse des Flugkörpers sei und gegen das Vorderteil desselben gerichtet ist.
  • Wenn selbstverständlich besagte Verbindung vielfach ist, ist es vorteilhafter, die aerodynamische Symmetrie des Ganzen einzuhalten. Die Art der Anordnung der Luftanschlüsse zur Rückgewinnung des gewünschten Druckes berücksichtigt dann das Vorhandensein von eventuellen Stoßwellen in der Überschallströmung.
  • Die Figuren der beiliegenden Zeichnung werden verständlich machen, wie die Erfindung verwirklicht werden kann. In diesen Figuren bezeichnen gleiche Bezugspunkte identische Elemente.
  • Die Figur 1 ist ein schematischer axialer Teilschnitt eines Ausführungsbeispiels von einem Flugkörper, auf welchen die Erfindung angewendet ist, also eines Beispiels eines bekannten Typs.
  • Die Figur 2 ist ein Querschnitt entsprechend der Linie II-II der Figur 1.
  • Die Figur 3 ist eine der Figur 1 analoge Ansicht, welche die Erfindung veranschaulicht.
  • Auf den Figuren 1 und 2 hat man schematisch und teilweise als Schnitt einen Flugkörper 1 dargestellt, der ein temporäres Triebwerk 2, oder Beschleuniger (zum Beispiel pulverbetrieben) enthält, dessen vorderer Teil auf das hintere Teil des Rests 3 der besagten Flugkörpers montiert ist. In diesem Ausführungsbeispiel hat man angenommen, daß der Beschleuniger 2 koaxial zum Rest des besagten Flugkörpers ist, aber selbstverständlich ist diese Besonderheit nicht wichtig für die Erfindung. Zum Beispiel könnte die Achse des Beschleunigers 2, obwohl parallel zur Achse des besagten Flugkörpers, exzentrisch zu derselben sein. In diesem fall wäre der vordere Teil des Beschleunigers nicht unbedingt mit dem äußersten hinteren Teil des Rests 3 des Flugkörpers 1 verbunden. Auf den Figuren 1 und 2 hat man außerdem angenommen, was ebenfalls nicht obligatorisch ist, daß der Durchmesser des Beschleunigers größer als der des Rests 3 des Flugkörpers 1 ist.
  • In dem dargestellten Beispiel enthält der hintere Teil des Rests 3 des besagten Flugkörpers (Rest, der eventuell einen anderen Beschleuniger enthalten könnte) zwei koaxiale und abgestufte zylindrische Stützflächen 4 und 5. Der vordere Teil des Beschleunigers 2 enthält einen zylindrischen Bestandteil 6, der mit inneren zylindrischen Flächen 7 und 8 versehen ist, die sich jeweils auf den zylindrischen Bestandteilen 4 und 5 abstützen. Ein querliegender Absatz 9 des hinteren Teils des Rests 3 des Flugkörpers 1 wirkt mit dem vorderen äußeren Rand 10 des zylindrischen Bestandteils 6 zusammen, um als Anschlag für den Beschleuniger 2 nach vorn zu dienen.
  • Die passung zwischen den Bestandteilen 4 und 5 und den zylindrischen Flächen 7 und 8 ist festgeklemmt, und wenn die besagten zylindrischen Flächen sich auf die besagten Stützflächen stützen und der äußere Rand 10 gegen den Absatz 9 zum Anschlag kommt, stellt der äußere Umriß 11 des zylindrischen Bestandteils 6 die Verlängerung des äußeren Umrisses 12 des hinteren Teils des Rests 3 des Flugkörpers 1 dar.
  • Der äußere Umriß 11 ist übrigens mit dem äußeren Umriß 13 des Beschleunigers 2 durch eine konische Verkleidung 14 verbunden.
  • Ein Längssystem von Nuten und Rippen 15 verbindet fest den Beschleuniger 2 und den Rest 3 des Flugkörpers in Rotation.
  • Zwischen den hinteren Teilen des Rests 3 des Flugkörpers 1 und dem vorderen Teil des Beschleunigers 2, im Innern des zylindrischen Bestandteils 6, ist ein innerer geschlossener Raum 16 angeordnet.
  • Auf der Figur 3 ist der Flugkörper 1 der Figuren 1 und 2 gemäß dieser Erfindung verbessert dargestellt. Wie man sehen kann, ist erfindungsgemäß der innere Raum 16 in Verbindung gebracht mit dem Außenraum mittels einer oder mehrerer Leitungen 17, die mit äußeren Luftanschlüssen 18 versehen sind. In dem dargestellten Beispiel sind die Leitungen 17 und die Luftanschlüsse 18 in der konischen Verkleidung 14 untergebracht. Die Luftanschlüsse 18 sind merklich parallel zur Achse des Triebwerks und nach dem Vorderteil des besagten Flugkörpers 1 gerichtet.
  • Beim Start des Flugkörpers 1 oder während seines Fluges unter der Wirkung des Beschleunigers 2 wirkt der Schub vom Letzterem so, daß der äußere vordere Rand 10 des besagten Beschleunigers 2 gegen den Absatz 9 drückt. Der besagte Beschleuniger 2 ist also der Länge nach mit dem Rest 3 des Flugkörpers 1 fest verbunden. Außerdem ist es, durch das Längssystem von Rippen und Nuten 15, mit ihm fest in Rotation verbunden.
  • Die Wirkung des Schubes des Triebwerks 2 wird dann verstärkt durch den aerodynamischen Widerstand, der sich auf den Rest 3 des Flugkörpers 1 auswirkt, sowie durch die Reibungskräfte, die jeweils zwischen den Stützflächen 4 und 5 und den zylindrischen Flächen 7 und 8 bestehen. Diese Auswirkung wird hingegen durch den aerodynamischen Widerstand, der auf den Beschleuniger 2 wirkt, und durch die Kraft aus dem Druck, der im inneren Raum 16 herrscht, verteilt. In der Tat gestatten die Luftanschlüsse 18 und die Leitungen 17 ihm wenigstens einen Teil des aerodynamischen Überdrucks, der in der Umgebung des Flugkörpers während des Fluges herrscht, zu übermitteln.
  • Wenn also die Funktion des Beschleunigers ihrem Ende zugeht, nimmt sein Schub beträchlich ab, während die Geschwindigkeit des Flugkörpers groß ist. Danach kann die Kraft, die durch den Überdruck im inneren Raum 16 erzeugt wird, unterstützt durch den aerodynamischen Widerstand des Beschleunigers 2, die Wirkung der Kräfte, die danach trachten, den Beschleuniger 2 mit dem Rest 3 des besagten Flugkörpers 1 zu verbinden, überwinden. Der äußere vordere Rand 10 löst sich vom Absatz 9, und die Flächen 7 und 8 rutschen nach hinten auf die Stützflächen 4 und 5, wobei sie in Längsrichtung durch das System aus Rippen und Nuten 15 geführt werden. Der Beschleuniger kann diese Rückwärtsbewegung fortsetzen bis zur vollständigen Loslösung vom Rest 3 des Flugkörpers 1.
  • Um die Wirkung der Kraft vom Überdruck im Innern des Innenraums 16 zu verbessern, kann man einen Dichtungsschmierstoff einerseits zwischen den Stützflächen 4 und 5 und anderseits den zylindrischen Flächen 7 und 8 vorsehen. Man verhindert so ungelegenen Flüssigkeitsverlust an diesen Stellen, solange ein Teil der besagten zylindrischen Flächen 7 und 8 in direktem Kontakt mit den besagten Stützflächen 4 und 5 bleiben.
  • Zu bemerken ist, daß der Gesamtdruck (statisch und dynamisch), abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit, dem Innenraum 16 übertragen wird. Dieser Druck wirkt gleichzeitig auf die Vorderfläche 19 des Beschleunigers 2 und auf den Sockel 20 des Rests 3 des Flugkörpers 1. Er entwickelt auf dem Vorderteil des Beschleunigers eine Kraft, die versucht> ihn zu bremsen, und auf dem Hinterteil des Flugkörpers eine Kraft, die versucht, ihn aus der Passung 4, 7 - 5, 8 - 9, 10 abzuwerfen. Diese Kräfte haben zweckentsprechend die Größenordnung der Widerstandskräfte, die durch ihren Unterschied, in der Bilanz der für den Abwurf günstigen Kräfte eingreifen. Es ist aber die Summe, die sich dieser Kräftebilanz hinzufügt. Es ergibt sich daraus eine entsprechende sehr dynamische Bewegung des Rests 3 des Flugkörpers 1 in Bezug auf den Beschleuniger 2, die eintritt beim Schubabfall der Beschleunigung des Letzteren.
  • In der Auführungsvariante der Figur 4 wurden, die hervorstehenden Druckausschlüsse 18 weggelassen und durch Druckanschlüsse auf gleicher Ebene 21 ersetzt.
  • Die Erfindung gestattet, die Zuverlässigkeit der natürlichen Trennung stark zu erhöhen. Diese Trennung ist, dank der hinzugeführten Kräfte, in der Tat systematisch. Außerdem vermeidet die Schnelligkeit der entsprechenden Trennungsbewegung jegliche Gefahr eines Aufpralls zwischen dem Rest 3 des Flugkörpers 2, nach dem Auslösen aus der Passung 4, 7 - 5, 8 - 9, 10. Außerdem unterliegt der Trennungsaugenblick nur noch den Eigenstreuungen des Antriebs, das heißt der Verbrennungszeit des Beschleunigungstriebwerks 2.
  • Die Kosten für diesen Zuverlässigkeitsgewinn sind fast Null, da die Ausbeutung der Erfindung sehr einfach ist. Es gibt weder eine Gewichtserhöhung, noch bewegliche Metallteile, noch Steuerung zur Inbetriebnahme, oder Bewaffnung vor dem Abschuß des Flugkörpers 1. Die Vorrichtung der Erfindung ist selbstverständlich sehr zuverlässig, da vollständig statisch und träge.
  • Da außerdem die Rolle des Widerstand des Triebwerkes 2 nicht mehr ausschlaggebend für die Trennung ist, kann dieser Widerstand freiwillig verringert werden, zum Beispiel durch Verminderung des Durchmessers des Beschleunigers oder durch aerodynamische Verbesserung des Umrisses desselben. Es erfolgt daraus ein Gewichtsgewinn und eine Ersparnis in Triebenergie.
  • Wenn man andererseits eine in Längsrichtung verlaufende Verriegelungvorrichtung vorsehen würde (nicht dargestellt) zwischen dem Beschleuniger 2 und dem Rest 3 des Flugkörpers 1, sieht man, daß der Druck im Innern des Innenraumes 16 benutzt werden kann, um diese Verriegelungsvorrichtung von der Gleitverbindung 4,7 - 5,8 im Flug nach dem Zünden zu lösen.
  • Es können verschiedene Passungen des beschriebenen Types mit verschiedenen Leitflächen benutzt werden, je nach der gewünschten Kontrolle während des Abstreifhubes und den während des Fluges zu ertragenden Einfügungsmomenten.

Claims (8)

1. Flugkörper (1) mit wenigstens einem temporären und abwerfbaren, mit dem Rest (3) des Flugkörpers durch eine Passung (4,7-5,8-9,10) verbundenen Triebwerk (2), die es diesem erlaubt, parallel zu seiner Achse in entgegengesetzter Richtung zu der des besagten Restes (3) des Flugkörpers zu gleiten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung (17) zwischen einerseits dem Innenraum (16) der besagten Passung, angeordnet zwischen dem Vorderteil des besagten Triebwerkes und dem besagten Rest (3) des Flugkörpers, und andererseits der aerodynamischen Strömung um den besagten Flugkörper (1) geschaffen wird
2. Flugkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Verbindung durch das Triebwerk (2) hindurch geschaffen wird.
3. Flugkörper nach Anspruch 2, wobei das besagte Triebwerk (2) einen gröperen Durchmesser als der Teil (3) des besagten Flugkörpers hat, auf dem es angebracht ist, und wobei der besagte Teil (3) mit dem besagten Triebwerk (2) durch eine divergente Wand (14) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Verbindung durch die besagte divergente Wand hindurch geschaffen wird.
4. Flugkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Verbindung eine Vielfachverbindung ist.
5. Flugkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er wenigstens eine in der Peripherie des besagten Flugkörpers mündende Leitung (17) aufweist.
6. Flugkörper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Leitung (17) durch einen Luftanschluß (18) zum Außenraum des besagten Flugkörpers verlängert ist.
7. Flugkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der besagte Luftanschluß (18) im wesentlichen parallel zur Achse des Flugkörpers verläuft und zum Vorderteil desselben gerichtet ist.
8. Flugkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtheit der besagten Gleitpassung mittels eines Schmiermittels erreicht wird.
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