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DE68903953T2 - Katalytischer schichtkoerper fuer kraftwagen. - Google Patents

Katalytischer schichtkoerper fuer kraftwagen.

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DE68903953T2
DE68903953T2 DE1989603953 DE68903953T DE68903953T2 DE 68903953 T2 DE68903953 T2 DE 68903953T2 DE 1989603953 DE1989603953 DE 1989603953 DE 68903953 T DE68903953 T DE 68903953T DE 68903953 T2 DE68903953 T2 DE 68903953T2
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carrier
oxide
catalytic
oxygen storage
catalyst
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C Summers
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Honeywell International Inc
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AlliedSignal Inc
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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Aus der Verbrennung von Kohlenwasserstoff-Treibstoffen, wie Benzin oder Brennölen, herrührende gasförmige Abfallprodukte umfassen Kohlenmonoxyd, Kohlenwasserstoffe und Stickoxyde als Produkte einer Verbrennung oder unvollständigen Verbrennung und stellen ein ernstes Gesundheitsproblem hinsichtlich der Verschmutzung der Atmosphäre dar. Es ist wohlbekannt, katalytische Schichtkörper zu verwenden, um Verschmutzungsstoffe aus Kohlenmonoxyd, Kohlenwasserstoffe und Stickoxyden gleichzeitig in unschädliche Gase umzuwandeln. Um diese gleichzeitige Umwandlung besagter Verschmutzungsstoffe zu erreichen, wird für gewöhnlich ein katalytischer Schichtkörper (gemeinhin Dreiwegkatalysator genannt) zusammen mit einer Steuereinrichtung für das Luft/Treibstoff-Verhältnis verwendet, die in Abhängigkeit von einem Rückführsignal von einem Sauerstoffsensor in den Auspuffsystemen des Motors funktioniert. Die Steuereinrichtung für das Verhältnis von Luft zu Treibstoff ist typischerweise so programmiert, um dem Motor bei Fahrbedingungen Treibstoff und Luft in einem stöchiometrischen Ausgleichsverhältnis von Oxydantien und Reduktionsmitteln in den heißen Abgasen zuzuführen, und in einem stöchiometrischen Überschuß von Reduktionsmitteln während des Hochlaufes des Motors und bei Motorbeschleunigungsbedingungen. Das Ergebnis ist, daß die Zusammensetzung der Abgase, mit denen der Katalysator in Berührung kommt, beinahe ständig fluktuiert, so daß die Bedingungen, denen der Katalysator ausgesetzt ist, wechselweise effektiv reduzierend (treibstoffreich) und effektiv oxydierend (treibstoffarm) sind. Ein Katalysator für die Oxydation von Kohlenmonoxyd und Kohlenwasserstoffen und die Reduktion von Stickoxyd muß dazu im Stande sein, in einer derart dynamischen Umgebung zu arbeiten.
  • Das Auspuffgas enthält auch andere Komponenten, wie Schwefeloxyde, Phosphor- und Zinkverbindungen, die bekannte Katalysatorgifte sind. Die im Auspuffstrom anwesenden Schwefeloxyde können mit dem Katalysator zur Bildung anderer Produkte reagieren. Beispielsweise reagiert Schwefeldioxyd (SO&sub2;) unter treibstoffarmen (effektiv oxydierenden) Bedingungen mit dem Sauerstoff (O&sub2;) über den Katalysator zur Bildung von Schwefeltrioxyd (SO&sub3;), welches dann durch Reaktion mit Wasser in Sulfate (SO&sub4;=) umgewandelt wird. Unter treibstoffreichen (effektiv reduzierenden) Bedingungen reagiert das SO&sub2; mit Wasserstoff (H&sub2;), um Schwefelwasserstoff (H&sub2;S) zu bilden. Die Bildung von H&sub2;S ist wegen seines starken Geruches besonders störend.
  • Zusätzlich zur Bildung von H&sub2;S über einen Edelmetallkatalysator wurde auch ein Speicherphänomen beobachtet. Dieses Speicherphänomen ist in der Literatur durch G. J. Barnes und J. C. Summers, "Hydrogen Sulfide Formation Over Automotive Oxidation Catalysts", Society of Automotive Engineers, Paper No. 750093, dokumentiert. Die Experimentatoren zeigten, daß sich sowohl unter oxydierenden, wie auch unter reduzierenden Atmosphären Schwefel an Edelmetallkatalysatoren kumuliert. Beispielsweise wird Schwefel unter oxydierenden Bedingungen typischerweise als Sulfat ((SO&sub4;=) gespeichert, das unter reduzierenden Bedingungen in H&sub2;S umgewandelt wird.
  • Obwohl dieses Phänomen seit vielen Jahren erkannt worden ist, war das Problem, das es schafft, d.i. unerfreulicher Geruch, relativ gering und bis vor kurzem nicht von großer Bedeutung. In den vergangenen wenigen Jahren wurde die Katalysatortechnologie verbessert, so daß die Katalysatoren viel aktiver sind, als vorherige Katalysatoren. Ein Teil dieser Verbesserung wurde durch Vergrößerung des Inhaltes der im katalytischen Schichtkörper vorhandenen Sauerstoffspeicherkomponente erzielt. Die für gewöhnlich am meisten verwendeten Sauerstoffspeicherkomponenten sind die Seltenen Erden. Unglücklicherweise scheinen die Seltenen Erden die Speicherung von Schwefel während des treibstoffarmen Betriebes zu erhöhen, und wenn die Freigabe erfolgt, ist die Konzentration an Schwefelwasserstoff viel höher, als auf Grund des Schwefelgehaltes des Treibstoffes zu erwarten wäre. Daher ist der sich ergebende Geruch ziemlich merklich, und viel mehr Lenker nehmen an dem verstärkten Schwefelwasserstoffgeruch Anstoß.
  • Da der Geruch stärker merkbar und störender wurde, existiert ein Bedürfnis, den Schwefelwasserstoffausstoß aus mit einem Katalysator ausgerüsteten Automobilen zu minimieren. Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem durch Schaffung eines katalytischen Schichtkörpers, in dem die Sauerstoffspeicherkomponente von der Edelmetallkomponente getrennt ist. Dies wird erreicht, indem die Edelmetallkomponente auf einem ersten, von einem feuerfesten anorganischen Oxyd gebildeten Träger abgelagert wird, worauf eine aus einer Sauerstoffspeicherkomponente bestehende Schicht und wahlweise ein zweiter, von einem feuerfesten anorganischen Oxyd gebildeter Träger unmittelbar darüber abgelagert wird.
  • Der Stand der Technik, die US-A-3,873,469 offenbart einen aus Lagen aufgebauten katalytischen Schichtkörper. Zusätzlich offenbaren die JP-A-71537/87 und 71538/87 einen katalytischen Schichtkörper, der aus einem keramischen Träger mit einer darauf dispergierten katalytischen Schicht besteht, welche eines oder mehrere der Elemente Pd, Pt und Rh enthält, sowie aus einer Aluminiumoxydschicht, welche eines oder mehrere der Oxyde von Ce, Ni, Mo und Fe enthält. Der angeführte Vorteil der Erfindung gemäß 71537 besteht jedoch darin, daß die die Sauerstoffspeicherkomponenten bildenden Oxyde die katalytische Oberfläche erneuern. Dies erfolgt, indem die Sauerstoffspeicherkomponente mit der katalytische Oberfläche in Kontakt steht.
  • Im Gegensatz zu diesem Stande der Technik trennt die vorliegende Erfindung die katalytische Schicht von der Sauerstoffspeicherkomponente. Diese Trennung steht im Widerspruche zum Stande der Technik, der betont, daß ein enger Kontakt der Sauerstoffspeicherkomponente mit dem katalytischen Metall erforderlich ist, damit die Sauerstoffspeicherkomponente wirksam wird. Daher unterscheidet sich die vorliegende Erfindung vom Stande der Technik dadurch, daß die Sauerstoffspeicherkomponente von der katalytischen bzw. Edelmetallkomponente getrennt ist. Zusätzlich besteht das Ergebnis dieses Unterschiedes darin, daß die Bildung von H&sub2;S über einen katalytischen Schichtkörper minimiert wird, obwohl dieser katalytische Schichtkörper denselben oder einen größeren Anteil an der Sauerstoffspeicherkomponente als ein herkömmlicher Katalysator enthält, ein Resultat, das sich ziemlich davon unterscheidet, was vernünftigerweise von der Lehre des Standes der Technik hätte erwartet werden können.
  • Diese Erfindung bezieht sich auf einen katalytischen Schichtkörper zum Behandeln eines Abgases, mit einem ersten Träger, der ein feuerfestes, anorganisches, von Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd, Titanoxyd, Zirkonoxyd, Aluminiumsilicaten und Gemischen davon gewähltes Oxyd ist, auf dem 0,01 bis 4 Gewichtsprozent - basierend auf dem ersten Träger - wenigstens einer von Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium und Iridium gewählten Edelmetallkomponente dispergiert ist, und worauf unmittelbar eine Deckschicht mit 2 bis 75 Gewichtsprozent -basierend auf dem ersten Träger - wenigstens einer Sauerstoffspeicherkomponente dispergiert ist, die von der Edelmetallkomponente getrennt und ein Oxyd eines von Eisen, Nickel, Kobalt und den Seltenen Erden gewählten Metalles ist, und gegebenenfalls einem zweiten Träger, der ein feuerfestes, anorganisches Oxyd ist.
  • Diese Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Minimieren des Gehaltes an Schwefelwasserstoff in einem Kraftwagenauspuffgas, das das Kontaktieren dieses Auspuffgases mit einem katalytischen Schichtkörper, wie oben definiert, umfaßt.
  • Wie zuvor angegeben, bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen katalytischen Schichtkörper und auf ein Verfahren zum Minimieren des Gehaltes an Schwefelwasserstoff in einem Kraftwagenabgas unter Verwendung besagten katalytischen Schichtkörpers. Der katalytische Schichtkörper weist einen ersten, von einem feuerfesten, anorganischen Oxyd gebildeten Träger auf, auf dem zumindest eine, von Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium und Iridium ausgewählte Edelmetallkomponente dispergiert ist und auf der unmittelbar eine, zumindest eine Sauerstoffspeicherkomponente aufweisende Deckschicht dispergiert ist, sowie gegebenenfalls ein zweiter, von einem feuerfesten, anorganischen Oxyd gebildeter Träger.
  • Demgemäß ist der erste, bei der vorliegenden Erfindung verwendete Träger Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd, Titanoxyd, Zirkonoxyd, Aluminiumsilicaten und Gemische davon, wobei Aluminiumoxyd bevorzugt ist. Wenn der gewünschte erste Träger Aluminiumoxyd ist, kann jegliches in der Technik wohlbekannte Aluminiumoxyd verwendet werden, wie etwa das in der US-A-4,492,769 beschriebene.
  • Der erste Träger der vorliegenden Erfindung kann in jeglicher Konfiguration, Form oder Größe verwendet werden, die die darauf dispergierte Edelmetallkomponente dem zu behandelnden Gas aussetzt. Die Wahl der Konfiguration, der Form und der Größe des Trägers hängt von den besonderen Umständen der Verwendung des katalytischen Schichtkörpers dieser Erfindung ab. Eine zweckmäßige Form, die verwendet werden kann, ist die Teilchenform. Insbesondere kann der erste Träger in Formen, wie Pillen, Pellets, Granulate, Ringe, Kugeln etc. gebracht werden. Die Teilchenform ist besonders wünschenswert, wo große Volumina katalytischer Schichtkörper gebraucht werden, und für die Verwendung unter Gegebenheiten, bei denen eine periodische Ersetzung des katalytischen Schichtkörpers erwünscht sein kann. Bei Gegebenheiten, bei denen eine geringere Masse wünschenswert ist, oder bei denen eine Bewegung oder ein Rühren von Teilchen dieses ersten Trägers zu einer Zerreibung, zur Staubentwicklung und einem sich daraus ergebenden Verlust an abgelagerten Metall oder einem ungebührlichen Druckabfall quer durch die Teilchen führen kann, ist ein monolithischer Aufbau bevorzugt.
  • Somit sind Aluminiumoxydkugeln, die durch die wohlbekannte Öltropfenmethode kontinuierlich hergestellt werden können, ein besonderes Beispiel der vorliegenden Erfindung, wobei diese Methode umfaßt: Bilden eines Aluminiumoxydhydrosols nach irgendeiner technischen Lehre und vorzugsweise durch Reaktion von metallischem Aluminium mit Salzsäure; Kombinieren des sich ergebenden Hydrosols mit einem geeigneten Gelierungsmittel; und Eintropfen der sich ergebenden Mischung in ein auf erhöhten Temperaturen gehaltenes Ölbad. Die Tröpfchen des Gemisches bleiben in dem Ölbad, bis sie abbinden und Hydrogelkugeln bilden. Die Kugeln werden sodann kontinuierlich aus dem Ölbad abgezogen und typischerweise besonderen Alterungs- und Trocknungsbehandlungen in Öl und einer ammoniakhaltigen Lösung unterworfen, um ihre physikalischen Eigenschaften weiter zu verbessern. Die sich ergebenden gealterten und gelierten Teilchen werden dann gewaschen und bei relativ geringer Temperatur von etwa 149-205ºC getrocknet und bei Temperaturen von etwa 455-705ºC für eine Dauer von ungefähr 1 bis annähernd 20 Stunden einem Brennvorgang unterzogen. Diese Behandlung bewirkt die Umwandlung des Aluminiumoxydhydrogels in das entsprechende kristalline Gamma-Aluminiumoxyd. Für weitere Einzelheiten siehe die Lehre des U.S.-Patents 2,620,314.
  • Falls es erwünscht ist, eine monolithische Form zu verwenden, ist es gewöhnlich am zweckmäßigsten, den ersten Träger als dünnen Film oder als auf einem inerten Unterlagsmaterial abgelagerte Beschichtung zu verwenden, welches Material die Strukturunterlage für den ersten Träger bildet. Das inerte Unterlagsmaterial kann jedwedes feuerfeste Material, wie ein keramisches oder metallisches Material, sein. Es ist bevorzugt, daß das Unterlagsmaterial gegenüber dem ersten Träger reaktionsträge ist und durch das Gas, dem es ausgesetzt ist, nicht abgebaut wird. Beispiele zweckmäßiger Keramikmaterialien umfassen Sillimanit, Petalit, Dichroit, Mullit, Zirkon, Zirkonmullit, Spodumen, Aluminiumoxyd-Titanat, etc. Zusätzlich können metallische Materialien verwendet werden. Metallische Materialien, die im Rahmen dieser Erfindung liegen schließen Metalle und Legierungen ein, wie sie in der US-A-3,920,583 geoffenbart sind, und die oxydationsbeständig und im übrigen fähig sind, hohen Temperaturen zu widerstehen.
  • Das Unterlagsmaterial kann am besten in jeder beliebigen steifen und einheitlichen Konfiguration verwendet werden, die eine Vielzahl von Poren oder Kanälen bildet, welche sich in Richtung des Gasstromes erstrecken. Es ist bevorzugt, daß die Konfiguration eine wabenartige Konfiguration ist. Die wabenartige Struktur kann vorteilhaft entweder in einheitlicher Form oder als Anordnung einer Vielzahl von Modulen verwendet werden. Die wabenartige Struktur ist für gewöhnlich derart ausgerichtet, daß die Gasströmung im allgemeinen in derselben Richtung wie die Zellen oder Kanäle der wabenartigen Struktur verläuft. Für eine ins einzelne gehende Diskussion monolithischer Strukturen sei auf die US-A-3,785,998 und die US-A-3,767,453 Bezug genommen.
  • Der erste Träger kann an besagter monolithischer Unterlage durch jedes beliebige herkömmliche Mittel abgelagert werden, das in der Technik bekannt ist. Ein zweckmäßiges Verfahren ist es, die feste Unterlage in eine Aufschlämmung des ersten Trägers einzutauchen. Wenn Aluminiumoxyd der erwünschte erste Träger ist, ist beispielsweise die Aufbereitung einer Aufschlämmung aus Aluminiumoxyd in der Technik wohlbekannt und besteht im Zufügen des Aluminiumoxyds zu einer wässrigen Lösung einer Säure, wie Salpetersäure, Salzsäure, Schwefelsäure, etc. Die Säurekonzentration in dieser wassrigen Lösung ist nicht kritisch, wird aber zweckmäßig so gewählt, daß sie etwa 1 bis ungefähr 4 Gewichtsprozent beträgt. Dieser wässrigen Säurelösung sollte genügend Aluminiumoxyd zugefügt werden, daß das spezifische Gewicht der letztlichen Aufschlämmung im Bereiche von etwa 1,1 bis etwa 1,9 liegt. Das sich ergebende Gemisch wird während etwa 2 bis 24 Stunden mit Kugeln vermahlen, um eine verwendbare Aufschlämmung zu bilden, die dazu gebraucht werden kann, einen dünnen Film oder eine Beschichtung auf der monolithischen Unterlage abzulagern.
  • Der tatsächliche Beschichtungsvorgang schließt das Eintauchen der monolithischen Unterlage in die Aufschlämmung des ersten Trägers ein, das Ausblasen des Überschusses an Aufschlämmung, das Trocknen und Brennen in Luft bei einer Temperatur von etwa 350 bis ungefähr 800ºC während etwa 1 bis ungefähr 2 Stunden. Dieser Vorgang kann wiederholt werden, bis die gewünschte Menge des ersten Trägers auf besagter monolithischer Unterlage erreicht ist. Es ist bevorzugt, daß der erste Träger, wie Aluminiumoxyd, auf der monolithischen Unterlage in Anteilen im Bereiche von etwa 28g Träger pro Liter Unterlagsvolumen bis etwa 355g Träger pro Liter Unterlagsvolumen vorhanden ist, wobei das Volumen durch die Außenabmessungen der monolithischen Struktur bestimmt wird.
  • Ein zweites Merkmal des katalytischen Schichtkörpers dieser Erfindung besteht darin, daß auf dem ersten Träger wenigstens eine Edelmetallkomponente dispergiert ist, die aus der aus Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium und Iridium bestehenden Gruppe gewählt ist. Die Edelmetallkomponente kann auf dem ersten Träger durch einige, in der Technik wohlbekannte Verfahren, einschließlich Mitfällung, Mitgelierung, Ionenaustausch oder Imprägnierung, dispergiert werden. Unter diesen Verfahren ist ein zweckmäßiges Verfahren der Dispergierung dieser Edelmetallkomponente auf dem ersten Träger die Imprägnierung des ersten Trägers mit einer wässrigen Lösung einer zersetzbaren Verbindung dieses Edelmetalles, das Trocknen und Brennen in Luft, um eine feine Dispersion des Edelmetalles auf dem ersten Träger zu ergeben.
  • Illustrativ für zersetzbare Verbindungen der Edelmetalle sind Chlorplatinsäure, Ammoniumchloroplatinat, Hydroxy- Disulfitplatin(II)-Säure, Bromplatinsäure, Platintrichlorid, Platintetrachloridhydrat, Platin-Dichlorocarbonyldichlorid, Dinitro-Diamino-Platin, Natriumtetranitroplatinat, Rhodiumtrichlorid, Hexaminrhodiumchlorid, Rhodiumcarbonylchlorid, Rhodiumtrichloridhydrat, Rhodiumnitrat, Natriumhexachlorrhodat, Chlorpalladiumsäure, Palladiumchlorid, Palladiumnitrat, Diaminpalladiumhydroxyd, Tetraaminpalladiumchlorid, Hexachloroiridat (IV)-Säure, Hexachloroiridat(III)-Säure, DichloroDihydrooxoiridat(III)-Säure, Ammoniumhexachloroiridat (III), Ammoniumaquohexachloroiridat (IV), Tetraammindichloroiridat(III)- Chlorid und Aquotetraamminiridat(III)-Chlorid, Rutheniumtetrachlorid, Hexachlororhutenat und Hexaminrutheniumchlorid. Von den oben aufgezählten Verbindungen sind die folgenden bevorzugt, um das gewünschte Edelmetall zu dispergieren: Chlorplatinsäure, Rhodiumchlorid, Chloropalladiumsäure, Hexachloroiridat(IV)-Säure und Hexachlororuthenat.
  • Für Dreiwegbetrieb ist es wünschenswert, daß der katalytische Schichtkörper eine Kombination von Rhodium und Platin, Palladium oder Mischungen davon enthält. Spezifische Kombinationen schließen Platin und Rhodium, Palladium, Platin und Rhodium, Palladium und Rhodium ein. Unter gewissen Umständen aber, z.B. wenn die Steuerung der Stickoxyde nicht erforderlich ist, ist es für den katalytischen Schichtkörper (aus wirtschaftlichen Überlegungen) nicht wünschenswert, Rhodium zu enthalten. In diesem Falle ist es für den katalytischen Schichtkörper erwünscht, Platin, Palladium und Mischungen davon zu enthalten.
  • Wenn mehr als ein Edelmetall erwünscht ist, können die Metalle in einer gemeinsamen wässrigen Lösung oder in gesonderten wässrigen Lösungen vorliegen. Wenn gesonderte wässrige Lösungen verwendet werden, kann die Imprägnierung des ersten Trägers mit den Edelmetallösungen in jeder beliebigen Reihenfolge nacheinander durchgeführt werden. Schließlich können Salzsäure, Salpetersäure oder andere geeignete Materialien den Lösungen zugefügt werden, um die gleichmäßige Verteilung der Edelmetallkomponenten über den gesamten ersten Träger weiter zu erleichtern.
  • Wenn der erste Träger auf einer festen, monolithischen Unterlage abgelagert werden soll, kann der erste Träger entweder bevor oder nachdem er auf der festen, monolithischen Unterlage abgelagert worden ist, mit der wässrigen Edelmetallösung imprägniert werden. Von diesen zwei Vorgangsweisen ist es zweckmäßiger, das Edelmetall auf den ersten Träger erst aufzuimprägnieren, nachdem dieser auf der monolithischen Unterlage abgelagert worden ist.
  • Das Edelmetall ist am ersten Träger in einer Konzentration von 0,01 bis 4 Gewichtsprozent des ersten Trägers vorhanden. Insbesondere beträgt der Bereich im Falle von Platin und Palladium 0,1 bis 4 Gewichtsprozent. Im Falle von Rhodium, Ruthenium und Iridium beträgt der Bereich 0,01 bis 2 Gewichtsprozent. Wenn sowohl Platin als auch Rhodium vorhanden sind, beträgt das Verhältnis des Platingehaltes zum Rhodiumgehalt von etwa 2:1 bis etwa 20:1 Platin:Rhodium. Dasselbe gilt, falls Palladium und Rhodium vorhanden sind.
  • Ein drittes Merkmal des katalytischen Schichtkörpers dieser Erfindung ist eine Deckschicht mit zumindest einer Sauerstoffspeicherkomponente und gegebenenfalls einem zweiten, von einem feuerfesten, anorganischen Oxyd gebildeten Träger. Diese Deckschicht wird unmittelbar über den ersten, zumindest eine Edelmetallkomponente enthaltenden Träger dispergiert. Die Sauerstoffspeicherkomponente ist das Oxyd eines Metalles, welches aus der aus Eisen, Nickel, Kobalt und den Seltenen Erden bestehenden Gruppe ausgewählt worden ist, wobei die Seltenen Erden bevorzugt sind. Illustrativ für Seltene Erden, an welche im Rahmen dieser Erfindung gedacht ist, sind Cer, Lanthan, Neodym, Europium, Holmium, Ytterbium, Praseodym, Dysprosium und Gemische davon. Spezifische, bevorzugte Seltenen Erden sind Cer, Lanthan und Gemische von Cer und Lanthan. Falls ein zweiter Träger vorhanden ist, kann dieser zweite Träger überdies aus der aus Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd, Titanoxyd, Zirkonoxyd, Aluminiumsilicaten und Gemischen davon bestehenden Gruppe ausgewählt werden, wobei Aluminiumoxyd bevorzugt ist.
  • Die die Sauerstoffspeicherkomponente enthaltende Deckschicht kann durch in der Technik bekannte Mittel auf den ersten Träger aufgebracht werden, beispielsweise indem eine kolloidale Dispersion der Sauerstoffspeicherkomponente verwendet wird, durch Imprägnieren der Sauerstoffspeicherkomponenten mit Metallverbindungen, die nicht in die Mikroporen des ersten Trägers eindringen, usw. Wenn die Deckschicht eine Sauerstoffspeicherkomponente und einen zweiten Träger aufweist, kann die Sauerstoffspeicherkomponente auf dem zweiten Träger dispergiert werden, oder es kann eine feste Form der Sauerstoffspeicherkomponente mit dem zweiten Träger gemischt werden. Obwohl es nicht wesentlich ist, daß die Deckschicht einen zweiten Träger enthält, ist es bevorzugt, daß für monolithische Anwendungen ein zweiter Träger vorhanden ist.
  • Somit besteht ein Beispiel eines Verfahrens zum Dispergieren einer Sauerstoffspeicherkomponente auf dem zweiten Träger darin, das feuerfeste, anorganische Oxyd mit einer wässrigen Lösung einer zersetzbaren Verbindung der Sauerstoffspeicherkomponente zu imprägnieren, das sich ergebende Gemisch zu Trocknen und in Luft zu brennen, um einen zweiten Träger zu ergeben, der ein Oxyd der Sauerstoffspeicherkomponente enthält. Beispiele verwendbarer wasserlöslicher, zersetzbarer Sauerstoffspeicherkomponenten schließen Cerazetat, Lanthanazetat, Neodymazetat, Europiumazetat, Holmiumazetat, Yttriumazetat, Praseodymazetat, Dysprosiumazetat, Eisenazetat, Kobaltazetat, Nickelazetat, Cernitrat, Lanthannitrat, Neodymnitrat, Europiumnitrat, Holmiumnitrat, Yttriumnitrat, Praseodymnitrat, Dysprosiumnitrat, Eisennitrat, Kobaltnitrat, Nickelnitrat, Cerchlorid, Lanthanchlorid, Neodymchlorid, Europiumchlorid, Holmiumchlorid, Yttriumchlorid, Praseodymchlorid, Dysprosiumchlorid, Eisenchlorid, Kobaltchlorid und Nickelchlorid ein, obwohl sie nicht darauf beschränkt sind.
  • Demgemäß wird in einem spezifischen Beispiel eine entsprechende Menge an Aluminiumoxyd einer wässrigen Lösung von Cerazetat zugefügt. Diese Mischung wird sodann getrocknet und in Luft bei einer Temperatur von 400º bis 700ºC während einer Zeit von einer bis drei Stunden gebrannt. Dies ergibt die Bildung von Ceroxyd, das über das gesamte Aluminiumoxyd gut dispergiert ist.
  • Alternativ wird eine feste Form dieser Sauerstoffspeicherkomponente mit der entsprechenden Menge des zweiten Trägers gemischt. Nach dem Mischen wird ein homogenes Gemisch der beiden Feststoffe erhalten. Die für die feste Form dieser Sauerstoffspeicherkomponente benötigten Kriterien sind 1) daß sie in Wasser und in der Säure/Wasser-Lösung, welche in der oben beschriebenen Weise zur Herstellung der Aufschlämmung verwendet wird, unlöslich ist, und 2) daß sich der Feststoff beim Brennen in Luft zum Oxyd zersetzt, falls der Feststoff nicht schon das Metalloxyd ist. Beispiele dieser unlöslichen Feststoffe schließen Cersulfat, Lanthansulfat, Neodymsulfat, Europiumsulfat, Holmiumsulfat, Yttriumsulfat, Eisensulfat, Kobaltsulfat, Nickelsulfat, oxalsaures Cer, oxalsaures Lanthan, oxalsaures Neodym, oxalsaures Europium, oxalsaures Holmium, oxalsaures Yttrium, oxalsaures Eisen, oxalsaures Nickel, oxalsaures Kobalt, Ceroxyd, Lanthanoxyd, Neodymoxyd, Europiumoxyd, Holmiumoxyd, Yttriumoxyd, Eisenoxyd, Nickeloxyd und Kobaltoxyd ein, wobei die Oxyde bevorzugt sind. So besteht ein spezifisches Beispiel in der Zugabe von Ceroxyd zu einem Aluminiumoxydpulver.
  • Wenn der katalytische Schichtkörper in Form einer festen, monolithischen Unterlage verwendet werden soll, so besteht eine Methode der Aufbringung der Deckschicht darin, eine Aufschlämmung der Sauerstoffspeicherkomponente herzustellen und gegebenfalls einen zweiten Träger, und diese Aufschlämmung unmittelbar über dem ersten, zumindest ein auf dem monolithischen Träger abgelagertes Edelmetall enthaltenden Träger aufzubringen; diese Deckschicht kann in derselben Weise aufgebracht werden, wie dies oben für den ersten Träger beschrieben wurde.
  • Der Anteil der Deckschicht ist derart bemessen, daß die Konzentration der Sauerstoffspeicherkomponente 2 bis 75 Gewichtsprozent des ersten Trägers und vorzugsweise von 20 bis 70 Gewichtsprozent beträgt. Wenn die Deckschicht auch einen zweiten Träger enthält, so ist der zweite Träger überdies in einer Konzentration von 0 bis 80 Gewichtsprozenten der Deckschicht vorhanden. Bevorzugter ist es, wenn die Konzentration des zweiten Trägers etwa 30 bis ungefähr 70 Gewichtsprozent der Deckschicht beträgt.
  • Wenn eine Teilchenform erwünscht ist, kann die Sauerstoffspeicherkomponente von den Edelmetallen durch Steuerung des Eindringstiefe der Edelmetalle in das Innere der Teilchen getrennt werden. Beispielsweise können die Edelmetalle dazu veranlaßt werden, in das Innere der Kugeln oder einer anderen Teilchenform durch in der Technik wohlbekannte Mittel, wie die Zugabe von Chloridionen oder einer Karbonsäure zur Imprägnierlösung, einzudringen. Anschließend kann die Sauerstoffspeicherverbindungen, die in die Mikroporen der Kugeln nicht eindringen, angeordnet werden.
  • Demgemäß besteht ein spezifisches Beispiel in Aluminiumoxydkugeln, die mit Platin und Rhodium imprägniert wurden. Diese Kugeln werden sodann mit einer Lösung von Cernitrat imprägniert. Die Kugeln werden anschließend getrocknet und in Luft gebrannt.
  • Somit ist der sich ergebende katalytische Schichtkörper dadurch gekennzeichnet, daß die Edelmetallkomponente von der Seltenen-Erden-Komponente getrennt ist. Wie oben erwähnt, steht diese Konfiguration der Edelmetall- und der Sauerstoffspeicherkomponente im Gegensatze zum Stande der Technik, welcher lehrt, daß eine innige Mischung der Edelmetall- und der Sauerstoffspeicherkomponente erforderlich ist, damit der katalytische Schichtkörper ein Kraftfahrzeug-Auspuffgas wirksam behandelt. Es wurde jedoch festgestellt, daß eine größere Menge der Sauerstoffspeicherkomponente notwendig ist, wenn die Sauerstoffspeicherkomponente von den Edelmetallen getrennt ist, um einen äquivalenten katalytischen Schichtkörper zu erhalten, relativ zu einer, bei der die Sauerstoffspeicherkomponente mit der Edelmetallkomponente innig vermischt ist. Das Erfordernis einer zusätzlichen Sauerstoffspeicherkomponentenmenge gegenüber einem herkömmlichen katalytischen Schichtkörper wird jedoch durch die Fähigkeit des vorliegenden katalytischen Schichtkörpers aufgewogen, die produzierte Menge an H&sub2;S zu minimieren. Deshalb zeigt der katalytische Schichtkörper nach der vorliegenden Erfindung unerwartete Ergebnisse gegenüber dem Stande der Technik.
  • Eine weitere Ausbildungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Minimieren der H&sub2;S-Bildung über einen katalytischen Schichtkörper, der für die Behandlung eines Kraftfahrzeugabgases verwendet wird. Das Verfahren umfaßt das Kontaktieren des Kraftfahrzeugabgases mit dem zuvor beschriebenen katalytischen Schichtkörper. Der Mechanismus, wie H&sub2;S über einem katalytischen Schichtkörper gebildet wird und wie das vorliegende Verfahren die H&sub2;S-Bildung minimiert folgt.
  • Ein Benzintreibstoff enthält typischerweise etwa 0,005 bis etwa 0,7 Gewichtsprozent Schwefel, für gewöhnlich als organische Schwefelverbindungen. Während des Verbrennungsprozesses werden diese Schwefelverbindungen in gasförmige Schwefelverbindungen, wie SO&sub2; und SO&sub3;, umgewandelt. Um den Benzintreibstoff vollständig zu verbrennen, ist zumindest ein stöchiometrischer Gewichtsanteil an Luft erforderlich. Wenn beispielsweise Indolen der Treibstoff ist, ist das stöchiometrische Gewichtsverhältnis 14,56:1 von Luft:Treibstoff. Unter Verwendung dieses Verhältnisses erhält man daher, daß die Konzentration der gasförmige Schwefelverbindung im Auspuffgas von etwa 3 bis etwa 480 Teile pro Million reichen kann.
  • Während der Zeit, in der das Auspuffgas stöchiometrisch oder effektiv oxydierend ist, sind gewisse Komponenten des Katalysators dazu fähig, mit den gasförmigen Schwefelverbindungen im Auspuffgas (SO&sub2; und SO&sub3;) und mit O&sub2; im Auspuffgas zu reagieren, um stabile Sulfate zu bilden. Beispielsweise würde man von Aluminiumoxyd erwarten, daß es Aluminiumsulfate, wie Al&sub2;(SO&sub4;)&sub3;, bei Temperaturen unterhalb etwa 400ºC und bei einer Konzentration von gasförmigen Schwefeloxyden (SOx) von 20 Teilen pro Million bildet; Ceroxyd wird in ähnlicher Weise Cersulfate, wie Ce&sub2;(SO&sub4;)&sub3;, bei demselben Niveau an gasförmigem SOx, bei Temperaturen unter etwa 500ºC bilden, während Lanthanoxyd Lanthansulfate beim selben SOx-Niveau, jedoch bei Temperaturen unterhalb etwa 700ºC bilden.
  • Die sich ergebenden, bei den oben beschriebenen Bedingungen auf dem katalytischen Schichtkörper gebildeten Sulfate sind unter treibstoffreichen Gegebenheiten instabil. Deshalb werden die festen Sulfate beginnen, sich zu zersetzen, wenn das Verhältnis von Luft/Treibstoff treibstoffreich wird, mit der nachfolgenden Bildung von Schwefelwasserstoff (H&sub2;S), das vom Abgas mit Konzentrationen abgegeben wird, die schädlich sein können. Der Grund dafür, daß die Konzentrationen von H&sub2;S übermäßig sein können, ist die große Menge von Sulfaten, welche auf dem katalytischen Schichtkörper in Zeiträumen stöchiometrisch bzw. treibstoffarmer Betriebszustände gespeichert und dann während Zeiträumen treibstoffreichen Betriebes freigegeben werden können.
  • Da die Abgastemperatur normalerweise oberhalb 400ºC liegt, kommt der größte Anteil an H&sub2;S von der Bildung von Sulfaten Seltener Erden. Somit wurde gefunden, daß mit der Verwendung eines katalytischen Schichtkörpers, welcher keinerlei Oxyde Seltener Erden enthält, dieses die Bildung und die Freigabe von H&sub2;S minimiert. Die Fähigkeit, ein Kraftfahrzeugabgas zu behandeln, ist jedoch bei einem katalytischen Schichtkörper, welcher keinerlei Oxyde Seltener Erden enthält, geringer als bei einem katalytischen Schichtkörper, welcher Oxyde Seltener Erden enthält.
  • Die vorliegende Erfindung löst jedoch dieses Problem durch Trennung der Oxyde Seltener Erden von den Edelmetallen. Es scheint, daß durch Trennung der Sauerstoffspeicherkomponente von den Edelmetallen die entsprechenden Metallsulfate nicht so leicht gebildet werden, wodurch die Menge an gebildetem H&sub2;S vermindert wird. Überdies wird jegliche Art von SO&sub2; oder SO&sub3;, die auf den Sauerstoffspeicherkomponenten gespeichert werden können, nicht so leicht in H&sub2;S umgewandelt. Der Grund dafür liegt darin, daß die Umwandlung von SO&sub2; oder SO&sub3; in H&sub2;S unter treibstoffreichen Bedingungen einen Katalysator erfordert. Da das SO&sub2; oder das SO&sub3; von einer Deckschicht oberhalb der Edelmetalle freigegeben wird, werden SO&sub2; oder SO&sub3; im Augenblicke der Freigabe vom Auspuffgas weggefegt und haben keine Chance, dorthin zu diffundieren, wo die Edelmetalle angeordnet sind und H&sub2;S bilden würden. Das Endresultat ist, daß die H&sub2;S-Bildung minimiert wird.
  • Um die von der vorliegenden Erfindung abzuleitenden Vorteile vollständiger darzustellen, werden die folgenden Beispiele dargelegt. Es versteht sich, daß die Beispiele lediglich eine Veranschaulichung darstellen und nicht als eine ungebührliche Beschränkung des breiten Rahmens der Erfindung gedacht sind, wie er in den angefügten Patentansprüchen dargelegt ist.
  • BEISPIEL I
  • Dieses Beispiel beschreibt einen zum Messen der Schwefelwasserstoffemissionen entwickelten Test. Der Test bestand aus zwei Teilen: Speicherung der Schwefelverbindungen und Schwefelwasserstofffreigabe. Die Bedingungen für diese beiden Teile des Testes werden unten in der Tabelle 1 dargestellt. TABELLE 1 Testbedingung Speicherung Freigabe Einlaßtemperatur (ºC) Verhältnis Luft/Treibstoff (Stöchiometrie = 14,56) GHSV(Std.&supmin;¹) Dauer (min) Treibstoff-Schwefelniveau (Teile pro Million)
  • Der katalytische Schichtkörper wurde zuerst Speicherbedingungen ausgesetzt, um Sulfat zu speichern. Sodann wurde das Verhältnis Luft/Treibstoff auf Freigabebedingungen geändert. Abgasproben wurden in Gaswäschern gesammelt und unter Verwendung eines von der Environmental Protection Agency (EPA) erstellten kolorimetrischen Verfahrens hinsichtlich H&sub2;S analysiert. Einzelheiten des H&sub2;S-Analyseverfahrens stehen in dem von der EPA erhältlichen EPA-Zwischenbericht EPA 600/2-80- 068 zur Verfügung. Proben wurden in den folgenden Zeitabständen entnommen: 0-1, 1-2, 2-3, 3-4, 9-10 und 14-15 Minuten nach der Umschaltung auf Freigabebedingung.
  • Die Steuerung der Freigabe von H&sub2;S während der ersten zwei Minuten des treibstoffreichen Betriebes ist am wichtigsten, weil treibstoffreiche Betriebsweisen typischerweise nicht wesentlich länger als zwei Minuten anhalten. Zusätzlich sind H&sub2;S-Emissionen am störendsten, wenn sie in großen Stößen freigegeben werden. Diese beiden Kriterien sollten dazu verwendet werden, die hier beschriebenen katalytischen Schichtkörper zu bewerten.
  • BEISPIEL II:
  • Der herkömmliche katalytische Schichtkörper wurde durch das folgende Verfahren hergestellt. In einem Becher wurden 5000 Gramm von Pseudoböhmit-Aluminiumoxyd und 13.562 Gramm einer Lösung von Cerazetat gemischt, welche Lösung 7 Gewichtsprozent Cer enthielt. Das sich ergebende Gemisch wurde 30 Minuten lang gerührt, in eine flache Schale überführt, 4 Stunden lang bei 150ºC getrocknet und schließlich bei 600ºC während 1 Stunde gebrannt. Das gebrannte Aluminiumoxyd/Ceroxyd- Pulver wurde als nächstes in einem Behälter gerührt, der 5,33 Liter Wasser und 48 ml konzentrierter Salpetersäure (HNO&sub3;) enthielt. Diese Mischung wurde 4 Stunden lang in einer Kugelmühle gemahlen.
  • Ein oval geformter Cordierit-Monolith mit einer kleineren Achse von 3,18 Zoll (8,08 cm), einer größeren Achse von 6,68 Zoll (16,97 cm), einer Länge von 4,5 Zoll (11,43 cm) und mit 400 Quadratkanälen pro Quadratzoll Oberfläche wurde in die oben beschriebene Aufschlämmung getaucht. Nach dem Eintauchen wurde der Überschuß an Aufschlämmung mit einer Luftpistole ausgeblasen. Der mit der Aufschlämmung beschichtete Monolith wurde während etwa 1 Stunde bei 540ºC gebrannt. Die oben beschriebenen Eintauch-, Abblas- und Brennschritte wurden wiederholt, bis der Monolith 128 g Beschichtung pro Liter Monolith-Volumen enthielt.
  • Als nächstes wurden Platin- und Rhodiummetalle auf den oben beschriebenen tauchbeschichteten Monolithen aufimprägniert. Der oben beschriebene Monolith wurde in eine wässrige Lösung getaucht, die 10m g Chlorplatinsäure (29,5 Gewichts-% Pt) pro Gramm der Lösung und 10 mg Rhodiumchlorid (9,8 Gewichts-% Rhodium) pro Gramm der Lösung und 5 Gewichtsprozent Zucker enthielt. Nach dem Eintauchen wurde der imprägnierte Monolith getrocknet und während etwa einer Stunde bei 540ºC gebrannt. Dieser katalytische Schichtkörper wurde als Katalysator A bezeichnet. Die errechnete Zusammensetzung von Katalysator A in Einheiten von g/Liter war: Pt = 1,5; Rh = 0,3; Ce = 23,3.
  • BEISPIEL III
  • Ein katalytischer Schichtkörper nach der vorliegenden Erfindung wurde wie folgt hergestellt. In einen Behälter, welcher 5,3 Liter Wasser und 48,0 ml konzentrierter Salpetersäure (HNO&sub3;) enthielt, wurden 5.000 Gramm Delta-Aluminiumoxyd zugegeben. Dieses Gemisch wurde 24 Stunden lang in einer Kugelmühle gemahlen.
  • Eine oval geformte, monolithische Unterlage aus Cordierit mit einer kleineren Achse von 3,18 Zoll (8,08 cm), einer größeren Achse von 6,68 Zoll (16,97 cm), einer Länge von 4,5 Zoll (11,43 cm) und mit 400 Quadratkanälen pro Quadratzoll Oberfläche wurde in die oben beschriebene Aufschlämmung getaucht. Nach dem Eintauchen wurde der Überschuß an Aufschlämmung mit einer Luftpistole ausgeblasen. Der mit der Aufschlämmung beschichtete Monolith wurde etwa 1 Stunde lang bei 540ºC gebrannt. Die oben beschriebenen Eintauch-, Ausblas- und Brennverfahrensschritte wurden wiederholt, bis der Monolith 128 g Beschichtung pro Liter Monolithvolumen enthielt.
  • Als nächstes wurden Platin- und Rhodiummetalle auf den oben beschriebenen tauchbeschichteten Monolithen aufimprägniert. Der oben beschriebene Monolith wurde in eine wässrige Lösung getaucht, die 10m g Chlorplatinsäure (29,5 Gewichts-% Pt) pro Gramm der Lösung und 10 mg Rhodiumchlorid (9,8 Gewichts-% Rhodium) pro Gramm der Lösung und 5 Gewichtsprozent Zucker enthielt. Nach dem Eintauchen wurde der imprägnierte Monolith während etwa einer Stunde bei 540ºC gebrannt.
  • Schließlich wurden 26.800 Gramm Cerazetatlösung (7 Gewichtsprozent Cer) und 5.000 Gramm Pseudo-Böhmit-Aluminiumoxyd in einem Behälter gemischt und wie in Beispiel II verarbeitet. Diese Aufschlämmung wurde auf die monolithische Unterlage in der oben beschriebenen Weise derart aufgebracht, daß die Unterlage 85 g einer Ceroxyd/Aluminiumoxyd-Deckschicht pro Liter Monolith enthielt. Dieser katalytische Schichtkörper wurde als Katalysator B bezeichnet. Die errechnete Zusammensetzung von Katalysator B in Einheiten von g/Liter war: Pt = 1,5; Rh = 0,3; Ce = 35,3.
  • BEISPIEL IV
  • Die Katalysatoren A und B wurden gemäß dem in Beispiel I erläuterten Verfahren getestet, und die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt. Tabelle 2 Katalysator bezeichnung H&sub2;S-Konzentration während der Freigabeintervalle (min) (mg H&sub2;S/m³ gewaschenen Gases) Katalysator A (herkömmlich) Katalysator B
  • Die Zahlen geben deutlich an, daß der Katalysator nach der vorliegenden Erfindung (Katalysator B) die freigegebene Menge an H&sub2;S minimiert. Überdies veranschaulichen die Daten, daß die Menge an H&sub2;S, die der Katalysator B während der ersten zwei Minuten des Tests freigab, mehr als fünfmal geringer ist, als die des herkömmlichen Katalysators. Die Steuerung der Freigabe von H&sub2;S während der ersten zwei Minuten eines treibstoffreichen Betriebes ist am wichtigsten, weil ein treibstoffreicher Betrieb typischerweise nicht wesentlich länger als zwei Minuten dauert. Zusätzlich sind H&sub2;S-Emissionen am störendsten, wenn sie in großen Schüben freigegeben werden, wie es der herkömmliche Katalysator (Katalysator A) zeigte.
  • BEISPIEL V
  • Die folgenden Tests wurden durchgeführt, um zu zeigen, daß der Katalysator nach der vorliegenden Erfindung zumindest eine äquivalente Fähigkeit zum Behandeln eines Auspuffgases aus einem Motor mit innerer Verbrennung besitzt. Es wurden frische Proben vom Katalysator A und vom Katalysator B jeweils wie in den Beispielen II und III hergestellt. Jeder Katalysator war in einem Vorsatzgerät befestigt, und jedes Vorsatzgerät wurde im Abgasstrom aus einer Reihe eines benzinbetriebenen V-8-Motors angeordnet. Der Motor wurde nach dem folgenden Zyklus betrieben.
  • Der für diesen Beständigkeitszyklus benützte Motor war ein Ford 5,01, V-8-Motor, der mit doppelter Treibstoffeinspritzung mit Drosselkörper ausgerüstet war. Der Beständigkeitszyklus bestand aus 60 Sekunden Fahrbetrieb und 5 Sekunden Betrieb mit abgeschalteter Treibstoffzufuhr. Während des Fahrbetriebes arbeitete der Motor im stöchiometrischen Bereich, während der Motor während des Betriebes mit abgeschalteter Treibstoffzufuhr unter treibstoffarmer Bedingung arbeitete, was eine Temperatur- und Sauerstoffspitze einschloß. Der Betrieb mit abgeschalteter Treibstoffzufuhr wird durch Unterbrechen des Kreises zwischen einem der Brennstoffinjektoren und der elektronischen Motorsteuerung erreicht. Die Motorgeschwindigkeit und die Belastung des Motors wurde so eingestellt, daß sich eine Abgastemperatur von 850ºC während des Fahrbetriebes und 800ºC während des Betriebes mit abgeschalteter Treibstoffzufuhr ergibt. Dieser Zyklus wurde 25 Stunden lang wiederholt.
  • Nachdem die Katalysatoren A und B dem oben beschriebenen Beständigkeitszyklus ausgesetzt worden waren, wurden sie unter Verwendung eines Leistungstests mit einem Motor-Dynamometer bewertet. Der Test umfaßte die Bewertung des Katalysators bei sieben verschiedenen Punkten des Luft/Treibstoff(L/T)-Verhältnisses (14,71; 14,66; 14,61; 14,56; 14,51; 14,46 und 14,41) bei einer Einlaßtemperatur von 450ºC. An jedem L/T-Punkt ließ man des Luft/Treibstoff-Verhältnis mit einer Frequenz von einem Hertz plus oder minus 0,1 L/T schwanken. Die Umsätze von Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxyd und Stickoxyden wurden bei jedem L/T-Verhältnis errechnet, und es wurde der integrale Leistungsumsatz durch Errechnung des Durchschnittes aller Umsätze erhalten.
  • Überdies wurden die Katalysatoren A und B unter Verwendung eines Tests bewertet, welcher in einem ständigen Temperaturdurchgang bei einem L/T-Verhältnis von etwa 14,55 bestand. Während dieses Tests wurde die Temperatur des in das Vorsatzgerät gehenden Abgases beständig von 200ºC bis 460ºC variiert, indem die Wärmeübertragungsrate eines Wärmetauschers aus Edelstahl verändert wurde. Der Umsatz an Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxyd und Stickoxyden wurde als Funktion der Temperatur errechnet. Die zum Erreichen eines Umsatzes von 50%benötigte Zeit ist ein herkömmliches Kriterium, welches zum Bewerten von katalytischen Schichtkörpern verwendet wird (als Abschaltleistung bezeichnet) und wird hier angegeben. Die Ergebnisse dieser Auswertungen sind in Tabelle 3 dargestellt. Tabelle 3 Benötigte Temperatur (ºC) zum Erreichen von 50% Umsatz Integrale Leistung % Umsatz Katalysatorbezeichnung Katalysator A (herkömmlich) Katalysator B
  • Die Zahlen zeigen, daß die Katalysatoren A und B nach einem schweren Beständigkeitstest einander zumindest äquivalent sind.
  • BEISPIEL VI
  • Wie jeweils in den Beispielen II und III beschrieben, wurden frische Proben der Katalysatoren A und B hergestellt, in einem Vorsatzgerät angeordnet und gemäß dem Temperaturdurchgangstest des Beispiels V getestet. Diese Ergebnisse sind in Tabelle 4 dargestellt. Tabelle 4 Benötigte Temperatur (ºC) zum Erreichen von 50% Umsatz Katalysatorbezeichnung Katalysator A (herkömmlich) Katalysator B
  • Diese Daten zeigen, daß der Katalysator nach der vorliegenden Erfindung (Katalysator B) eine geringere Abschalttemperatur als der herkömmliche Katalysator besitzt. Dies bedeutet, daß der Katalysator B im tatsächlichen Gebrauch, d.h. wenn das Fahrzeug zuerst angestartet wird, noch vor dem Katalysator A betriebsbereit sein wird. Somit besitzt der Katalysator B eine verbesserte Wirkung gegenüber dem Katalysator nach dem Stande der Technik.

Claims (7)

1. Katalytischer Schichtkörper zum Behandeln eines Abgases, welcher katalytische Schichtkörper einen ersten Träger aufweist, der ein feuerfestes, anorganisches, aus der aus Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd, Titanoxyd, Zirkonoxyd, Aluminiumsilicaten und Gemischen davon bestehenden Gruppe gewähltes Oxyd ist, auf dem 0,01 bis 4 Gewichtsprozent -basierend auf dem ersten Träger - wenigstens einer aus der aus Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium und Iridium bestehenden Gruppe gewählten Edelmetallkomponente dispergiert ist, und worauf unmittelbar eine Deckschicht mit 2 bis 75 Gewichtsprozent - basierend auf dem ersten Träger - wenigstens einer Sauerstoffspeicherkomponente dispergiert ist, die von der Edelmetallkomponente getrennt und ein Oxyd eines von Eisen, Nickel, Kobalt und den Seltenen Erden gewählten Metalles ist, und gegebenenfalls einem zweiten Träger, der ein feuerfestes, anorganisches Oxyd ist.
2. Schichtkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Träger Aluminiumoxyd ist.
3. Schichtkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Edelmetallkomponente Platin, Palladium oder ein Gemisch davon ist, wobei jedes Metall in einer Konzentration von 0,01 bis 4 Gewichtsprozent des ersten Trägers und gegebenenfalls Rhodium in einer Konzentration von 0,01 bis 2 Gewichtsprozent des ersten Trägers vorhanden ist.
4. Schichtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Träger in einer Konzentration von 0 bis 80 Gewichtsprozent der Deckschicht vorhanden ist.
5. Schichtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sauerstoffspeicherkomponente Ceroxyd ist.
6. Schichtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Träger aus der aus Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd, Titanoxyd, Zirkonoxyd und Aluminiumsilikaten bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
7. Verfahren zum Minimieren des Gehaltes an Schwefelwasserstoff in einem Kraftwagenauspuffgas, das das Kontaktieren dieses Auspuffgases mit einem katalytischen Schichtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6 umfaßt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE10132441A1 (de) * 2001-07-04 2003-01-23 Studiengesellschaft Kohle Mbh Mischoxid-Katalysatoren und ihre Verwendung zur katalytischen Verbrennung

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