-
Die Erfindung bezieht sich auf Schleifvorrichtungen für
optische Augengläser.
-
Eine herkömmliche Schleifvorrichtung für optische
Augengläser umfaßt üblicherweise einen auf einer
horizontal angeordneten Drehachse montierten Schleifkörper
und einen Support, der auf einer zweiten horizontalen und
parallel zur ersten Achse angordneten Achse montiert ist,
die oberhalb hinter der ersten Achse verläuft.
-
Der Support ist allgemein U-förmig ausgebildet und über
seinen mittleren Teil auf seiner Achse gelenkig gelagert,
so daß seine parallel angeordneten Seitenteile über dem
Schleifkörper senkrecht zu dessen Achse verlaufen.
-
Zwischen den seitenteilen des U-förmigen Supports verläuft
eine aus zwei Teilen bestehende Achse, zwischen denen ein
zu schneidendes Glas montiert ist. Am einen Ende der das
Glas tragenden Achse ist eine Schablone montiert, die sich
auf eine Drucktaste oder einen Anschlag abstützt. Der
Support ist um seine Tragachse herum und längs dieser
Achse beweglich gelagert, damit einerseits das zu
schneidende Glas mit dem Schleifkörper in Berührung kommen
kann und andererseits die Schablone mit der Taste Kontakt
erhält.
-
Eine Benetzungsschiene spritzt Wasser auf den
Schleifkörper und auf das zu bearbeitende Glas.
-
Während des Schleifvorgangs bildet das versprühte Wasser
einen Sprühnebel und Spritzer, gegen die der an der
Vorrichtung Arbeitende durch eine durchsichtige, vor dem
Schleifkörper und dem Glas angeordnete Maske oder durch
eine abnehmbare und klappbare, ebenfalls durchsichtige
Abdeckung geschützt ist.
-
Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung einer
Schleifvorrichtung der o. g. Art mit Mitteln zum Schutze
des Arbeiters gegen Spritzer, die sich automatisch öffnen
und gleichzeitig das Abheben des Supports nach Beendigung
der Bearbeitung des Glases bewirken.
-
Gegenstand der Erfindung ist zu diesem Zwecke eine
Schleifvorrichtung für optische Augengläser, bestehend aus
einem Gehäuse, das im wesentlichen die Form eines an
seiner oberen Seite offenen Parallelepipeds besitzt und in
dem ein Schleifkörper gelagert ist, der auf einer ersten
horizontal verlaufenden Achse drehangetrieben wird, sowie
einen im wesentlichen U-förmigen Support, der auf einer
zweiten horizontal verlaufenden Achse, die feststehend
oberhalb hinter der ersten Achse angeordnet ist,
schwenkbar gelagert ist und der zwischen seinen Seiten
eine aus zwei Teilen bestehende Achse trägt, zwischen
denen das zu bearbeitende Glas eingespannt ist, wobei der
Support um diese zweite Achse und in deren Längsrichtung
beweglich ist, und die Seiten das Glas über die Wirkung
der Schwerkraft gegen den Schleifkörper drücken, wobei die
Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß sie eine
Abdeckhaube mit einer oberen, derart gelenkig im Gehäuse
montierten Deckplatte umfaßt, daß sie zwischen einer
oberen Schließstellung und einer unteren Öffnungsstellung
schwenkbar ist, sowie einen Motor zum Antrieb der
Abdeckhaube und erste und zweite Mittel zum Anheben des
Supportes und der Deckplatte aufweist, wenn die
Abdeckhaube von ihrer oberen Stellung in ihre untere
Stellung wechselt.
-
Gemäß einer weiteren Besonderheit der Erfindung hat die
Abdeckhaube zwei parallel angeordnete Seitenwangen, die
über ein Zwischenstück miteinander verbunden sind, an
dessen Rand die durchsichtige Deckplatte gelenkig montiert
ist.
-
Die Abdeckhaube ist an den Seiten des Gehäuses zweckmäßig
schwenkbar auf fest mit dem Gehäuse verbundenen
Lagerzapfen montiert, die in die an den Enden der
Seitenwangen vorgesehenen Bohrungen eingreifen.
-
Gemäß einer Ausbildungsart ist der Antriebsmotor der
Abdeckhaube fest mit dem Gehäuse verbunden und treibt über
ein Untersetzungsgetriebe ein Zahnrad an, das mit einem an
einer Seitenwange vorhandenen Zahnbogenstück oder einer
anderen Zahnstange in Eingriff steht.
-
Gemäß einer anderen Ausbildungsart ist der Antriebsmotor
der Abdeckhaube fest mit dem Gehäuse verbunden und treibt
über ein Untersetzungsgetriebe einen Schwingarm an, der
gelenkig auf einem fest mit der Abdeckhaube verbundenen
Hebel gelagert ist.
-
Vorzugsweise sind Kleinkontakt-Endschalter vorgesehen, die
den Motor in der oberen und unteren Stellung der
Abdeckhaube abschalten.
-
Gemäß einer weiteren Besonderheit der Erfindung weisen die
Mittel zum Abheben des Supports beim Wechsel der
Abdeckhaube in die untere Stellung einen Vorsprung am
Gehäuse auf, der mit einem auf dem Support angebrachten
Gegenvorsprung zusammenwirkt.
-
Nach einer weiteren Besonderheit der Erfindung umfassen
die Mittel zum Anheben der Abdeckplatte mindestens einen
auf einem fest mit dem Gehäuse verbundenen Arm
angebrachten Anschlag auf.
-
Vorzugsweise besteht dieser Arm aus einer festen
vertikalen Verlängerung eines Trägers der den Support
tragenden Achse. Der Antriebsmotor der Abdeckhaube wird
einfach über einen am Gehäuse befestigten Schalter ein-
und ausgeschaltet.
-
Nachstehend wird die Anwendung der Erfindung unter
Bezugnahme auf die nur als Ausführungsbeispiele ohne
Beschränkung geltenden Abbildungen im einzelnen
beschrieben:
-
Fig. 1 ist eine perspektivische Gesamtansicht einer
Schleifvorrichtung für optische Augengläser gemäß
der Erfindung mit Darstellung ihrer Abdeckhaube in
oberer Schließstellung,
-
Fig. 2 ist ebenfalls eine perspektivische Gesamtansicht
der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung, wobei
die Abdeckhaube in unterer Öffnungsstellung
wiedergegeben ist,
-
Fig. 3 ist ein seitlicher Aufriß der in Fig. 1 und 2
dargestellten Schleifvorrichtung,
-
Fig. 4 ist ein Aufriß gemäß der Linie IV - IV aus Fig. 3,
-
Fig. 5 ist eine Teilansicht einer weiteren
Ausführungsform der Antriebsmittel für die
Abdeckhaube.
-
In den Fig. 1 und 2 ist eine Schleifvorrichtung für
optische Gläser gemäß der Erfindung dargestellt, bestehend
aus einem Gehäuse 1, das in seiner Gesamtheit im
wesentlichen die Form eines an seiner oberen Seite offenen
Parallelepipeds (gemäß dargestelltem Beispiel) hat, und
alle Funktionselemente der Vorrichtung enthält und in dem
ferner eine Abdeckhaube 2 gelenkig gelagert ist, die zwei
parallel zueinander stehende und über einen Zwischenteil 4
miteinander verbundene Seitenwangen 3 aufweist, wobei am
oberen Rand des Zwischenteils 4 eine durchsichtige Platte
5 gelenkig angebracht ist.
-
Wie an sich bekannt ist, umfassen die Funktionselemente
der Vorrichtung eine erste horizontal verlaufende
Drehachse 6, die einen Schleifkörper 7 trägt und über
einen auf einem Lagerbock 9 gelagerten Motor 8 angetrieben
wird. Vorzugsweise dreht sich der Schleifkörper 7 in dem
nach oben offenen unteren Teilbereich eines zweiten
zweiteiligen Gehäuse 10 zu einem später im Text noch
erläuterten Zweck.
-
Hinter dem Schleifkörper 7 und seinem Antriebsmotor 8 ist
eine zweite horizontal angeordnete feststehende Achse 11
montiert, die von zwei Trägern 12 getragen wird und auf
der ein in seiner Gesamtheit U-förmiger Support 13
gelenkig angebracht ist.
-
Zwischen den Seitenteilen trägt der Support 13 eine
zweiteilige Achse 14, zwischen deren beiden Teilen ein zu
schleifendes Glas 15 eingespannt ist. Die Anordnung ist so
gewählt, daß der Support 13 um die Achse 11 hinter und
über den Schleifkörper 7 schwenken kann, damit das zu
schleifende Glas durch die Wirkung der Schwerkraft von
oben nach unten auf den Schleifkörper gedrückt wird. Auf
einer Verlängerung der Achse 14 ist eine Schablone 16
außerhalb des Supports 13 montiert, die sich ebenfalls von
oben nach unten auf einer Drucktaste oder einem Anschlag
17 abstützt.
-
Vorzugsweise dreht sich das Glas 15 im oberen, an der
Unterseite offenen Teilbereich 10' des zweiten Gehäuses 10
zwischen den Flügeln des Supports 13.
-
Der Support 13 kann somit um die Achse 11 herum zwischen
einer in Abb. 4 dargestellten unteren Stellung, in der das
Glas 15 mit dem Schleifkörper 7 und/oder die Schablone 16
mit Drucktaste 17 in Kontakt steht, und einer in Fig. 3
dargestellten oberen Stellung, in der das Glas vom
Schleifkörper getrennt ist, hin und her schwenken. In
diesen beiden Stellungen ragen der Support 13 und der
obere Teilbereich 10' des zweiten Gehäuses 10 nach oben
aus dem Gehäuse 1 heraus.
-
In das Gehäuse 10 ist eine Benetzungsschiene 18 eingebaut,
die mit einem Versorgungsanschluß verbunden ist, damit ein
Wasserstrahl auf den Schleifkörper und den Rand des zu
bearbeitenden Glases 15 gespritzt werden kann.
-
Gemäß der Erfindung ist der Zwischenteil 4 der Abdeckhaube
2 parallel zur Achse 11 und im Verhältnis zu dieser Achse
auf der dem Schleifkörper gegenüber liegenden Seite
angeordnet, und die Abdeckhaube 2 ist mittels zwei fest
mit dem Gehäuse 1 verbundenen Lagerzapfen 19, die gemäß
Fig. 3 und 4 durch die entsprechenden, an den Enden der
Seitenwangen der Abdeckhaube 2 angebrachten Bohrungen
gehen, längs der beiden gegenüber liegenden Seitenwände
des Gehäuses 1 in diesem Gehäuse 1 gelenkig gelagert.
-
Durch diese Ausbildung kann die Abdeckhaube vertikal um
die Lagerzapfen 19 zwischen der auf Fig. 4 in Vollstrich
dargestellten unteren Stellung und der in Fig. 4
gestrichelt dargestellten Stellung hin und her schwenken.
Zur Durchführung dieser Bewgung ist eine
Antriebsvorrichtung vorgesehen, die einen Motor 20
enthält, der auf einer fest mit einem der Träger 12 der
Achse 11 des Supports verbundenen Lasche 21 befestigt ist
und in Richtung auf den Schleifkörper 7 verläuft.
-
Der Motor 20 treibt zuerst ein Untersetzungsgetriebe 22
an, das an der Ausgangsseite ein Zahnrad aufweist, mit dem
ein an der Innenfläche der entsprechenden Seitenwange 3
befestigtes Zahnbogenstück oder sonstige andere Zahnstange
23 angetrieben wird.
-
Wenn sich die Abdeckhaube 2 gemäß gestrichelter
Darstellung in ihrer oberen Stellung befindet, klappt die
Deckplatte 5 durch ihr Eigengewicht über die Gesamtheit
der Funktionselemente der Vorrichtung in ihre
Schließstellung. Zur Gewährleistung des Öffnens dieser
Deckplatte in dem Augenblick, in dem die Abdeckhaube in
die untere Stellung gebracht wird, ist an jedem der Träger
12 der Achse 11 ein Arm 24 angebracht, der etwa vertikal
nach oben verläuft und an seinem oberen Ende eine Rolle 25
trägt. Wenn nun die Abdeckhaube in ihre untere Stellung
gebracht wird, stößt die Abdeckplatte 5 gegen die Rollen
25, die die Abdeckplatte in der oberen Stellung halten,
wobei diese Abdeckplatte um ihre gelenkige Lagerung am
unteren Rand des Zwischenteils der Abdeckhaube 2 herum
gedreht/geschwenkt wird.
-
Schließlich sind Mittel vorgesehen, mit denen der Support
beim Wechsel der Abdeckhaube 2 aus ihrer oberen in ihre
untere Stellung gleichzeitig aus seiner unteren Stellung
abgehoben wird.
-
Zu diesem Zweck ist ein an der Innenfläche des
Zwischenteils der Abdeckhaube 2 hervorstehender und in
Richtung der Achse 11 des Supports verlaufender Vorsprung
26 vorgesehen, sowie ein entsprechender, am hinteren Teil
des Supports ausgebildeter und in Richtung auf den
Zwischenteil der Abdeckhaube angeordneter Vorsprung 27,
der dem Vorsprung 26 (Fig. 3) gegenübersteht und diesen
untergreift.
-
Wenn die Abdeckhaube 2 abgesenkt wird, stützt sich der an
ihr vorhandene Vorsprung 26 auf dem Vorsprung 27 des
Supports ab und kippt diesen somit nach oben.
-
In Fig. 5 ist eine Variante der Antriebsmittel der
Abdeckhaube durch den Motor 20 dargestellt.
-
Bei dieser Variante besteht das Abtriebsteil des
Untersetzungsgetriebes 22 aus einem Rad 28, an dem ein
Ende eines Schwingarmes 29 gelenkig befestigt ist, während
das andere Ende dieses Schwingarmes an einem fest mit
einem Ende der entprechenden Wange 3 verbundenen Arm 30
gelenkig gelagert ist.
-
Das Rad 28 weist an seinem Außenumfang zwei diametral
gegenüber liegende Aussparungen 31 auf, wobei ein
Kleinkontakt 32, der das Ein- und Ausschalten des Motors
20 in der oberen bzw. unteren Stellung der Abdeckhaube 2
bewirkt, in federndem Eingriff mit einer der beiden
Aussparungen 31 steht.