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Holzschleifer Es sind Holzschleifer zur Herstellung von Holzschliff
bekannt, die mit einem oder mehreren zur Aufnahme des Schleifholzes bestimmten Preßkästen
versehen sind, welche nacheinander gefüllt werden. Das Holz wird bei diesen Schleifern
von über den Preßkästen angeordneten Druckzylindern gegen den Schleiferstein gepreßt.
Bei diesen mit -drei bis sechs Preßkästen versehenen Schleifern ist meist einer
zur Füllung außer Betrieb, mitunter aber auch mehrere, so daß die Belastung des
Schleifers stark schwankt. Außerdem treten bei der Inbetriebnahme der gefüllten
Preßkästen und Zurückziehen der leeren starke Stöße auf, welche die Antriebsmaschine
aufnehmen muß. Durch Verwendung der hydraulischen Anpressung und Entwicklung einer
entsprechenden Regulierung hat man versucht, diesen Nachteil zu beseitigen, was
jedoch noch nicht zufriedenstellend gelungen ist.
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Aus diesem Grunde ist man zum Bau von stetig arbeitenden Holzschleifern
übergegangen, bei denen also das Holz an den Stirnseiten oder am Umfange erfaßt
und ununterbrochen dem Schleiferstein zugeführt wird. Der Antrieb der Vorschubglieder,
wie umlaufende Bänder, Ketten, Rollen, Spindeln usw., erfolgt bei den bekannten
Ausführungen durch elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch betätigte Vorschubrgotore
über Zahnrad- bzw. Schneckengetriebe. Dieser Antrieb ist jedoch starr und gestattet
kein weiches Anpressen des Holzes wie bei den hydraulisch betätigten Pressenschleifern.
Bei etwaigen Holzverklemmungen treten daher ungewöhnlich hohe Drucke auf, da eiia
Ausweichen des Holzstapels wie bei den Pressenschleifern bei den stetig arbeitenden
Holzschleifern der bekannten Ausführungen nicht möglich ist. Aber auch bei plötzlichen
Entlastungen verursacht die Regulierung der stetig arbeitenden Holzschleifer Schwierigkeiten,
da der Antriebsmotor und die Vorschubglieder erst in einer gewissen Zeit beschleunigt
Werden können und infolgedessen erhebliche Schwankungen
auftreten,
die ebenso wiebeidemPressenwechsel der Pressenschleifer Produktionsausfall und minder
gute Stoffbeschaffenheit zur Folge. haben.
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Man hat nun versucht, die bei den Pressenschleifern bestbewährte hydraulische
Anpzeg.V sung auch bei stetig arbeitenden Holzschleifern anzuwenden und beiderseits
des Holzstapels hydraulisch auf und ab bewegte und in Abhängigkeit von einer gemeinsamen
Steuereinrichtung gegeneinander versetzt arbeitende Vorschubglieder angeordnet.
Diese Ausführungen haben sich aber nicht bewährt, da sich das Holz an den Seitenwänden
des Holzschachtes klemmt.
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Man hat weiter versucht, bei hydraulisch betätigten Pressenschleifern
durch Anordnung von ohne Trennwände nebeneinanderliegenden Pressen eine gewisse
stetige Arbeitsweise zu erzielen. Die Holzzuführung ist aber nicht einfach, und
die auch hierbei unvermeidliche Umsteuerung der Pressen ergibt Belastungsschwankungen
mit den bekannten unerwünschten Begleiterscheinungen.
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Es sind weiter Holzschleifer mit einem seitlich oberhalb des Schleifersteines
angeordneten ortsfesten Behälter bekannt, bei welchen eine in den Vorratsbehälter
hineinragende Speisetrommel und eine Speisekette auf einem Hebelarm gelagert sind,
der an einem Ende um einen festen Punkt schwingbar ist, während das andere Ende
unter dem Einfiuß einer Kraft steht, die mittels eines--hydraulischen Hilfsmotors
mit regelbarer Kraftwirkung hervorgebracht -wird. Bei dieser Anordnung werden,
sobald die regelbare Kraft das Holz gegen den Stein preßt und den Hebel nach dem
Stein zu bewegt, verschiedene Schleifdrucke auftreten, weil der Weg, den der Hebel
auf der Speisetrommelseite zurücklegt, viel kleiner ist als derjenige auf der Speisekettenseite.
Der Anpreßdruck des Holzes gegen den Stein auf der Speisekettenseite wird, nachdem
in einer gewissen Zeiteinheit der Holzvorschub auf dieser Seite viel größer ist
als auf der anderen, entsprechend höher sein, und eine ungleichmäßige Stoffbeschaffenheit
ist die Folge.
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Die Erfindung betrifft nun einen stetig arbeitenden Holzschleifer
der zuletzt erwähnten Art, bei dem also der Holzstapel durch umlaufende Fördereinrichtungen
an den Längs-oder Stirnseiten erfaßt und ununterbrochen dem Schleiferstein zugeführt
wird und bei dem außer den Fördereinrichtungen und deren Antriebsmitteln ein Preßwerk
vorgesehen ist, das die Fördereinrichtungen samt dem Holzstapel gegen den Schleiferstein
preßt. Die Erfindung, die alle Nachteile der bekannten Schleifer vermeiden soll,
besteht darin, daß das Preßwerk derart ausgebildet ist, daß auf jede der beiden
Fördereinrichtungen der gleiche Preßdruck ausgeübt wird.
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Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung nn ferner das Preßwerk mit
einer Vorrich-'ig zur Regelung der Drehzahlen des Ant@iebsmotors für die Fördereinrichtungen
verbunden sein.
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In den Abb. i und 2 der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt.
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Über dem Schleiferstein i befindet sich der Holzschacht 2 mit den
Holzvorschubgliedern, die nach dem Beispiel gemäß Abb. i aus umlaufenden endlosen
Ketten 3 bestehen. Der Holzschacht 2 mit den Holzvorschubgliedern 3 kann in dem
Gestell q. durch an diesem angebrachte Preßzylinder 5 auf und ab bewegt werden.
Zur Verminderung der Reibung dienen Rollen 6 o. dgl. Unterhalb des Holzschachtes
2 sind Nachstellplatten 7 angeordnet, die in bekannter Weise unabhängig vom Holzschacht
2 an den Schleiferstein gestellt werden können. , .
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Um bei abgeschliffenem Stein auch ein Nachstellen des Holzschachtes
zu ermöglichen, sind die Kolbenstangen 8 der Preßkolben g als Spindeln ausgebildet.
Man kann auch die Preßzylinder 5 mit an dem Gestell q. befestigten Verstellvorrichtungen
versehen. Der Antrieb der Vorschubglieder 3 erfolgt durch den Vorschubmotor =o über
ein Schneckengetriebe =i. Die Drehzahl des Vorschubmotors =o wird durch eine von
den Kolbenstangen 8 gesteuerte Regelvorrichtung 12 beeinflußt. Zur Steuerung des
Anpreßdruckes in den Preßzylindern 5 dient eine besondere, von der Antriebsmaschine
des Schleifers bzw. deren Belastung oder der Belastung des Schleifers beeinflußte
Reguliereinrichtung 13. Die Arbeitsweise ist nun folgende Durch die von der Antriebsmaschine
des Schleifers oder sonstwie beeinflußte Regeleinrichtung 13 wird entsprechend der
gewünschten Schleiferbelastung der Anpreßdruck in den Preßzylindern 5 gesteuert
und der Holzschacht 2 mit den Förderketten 3 sowie dem Schleifholz mehr oder weniger.gegen
den Schleiferstein 1 gepreßt. Die Preßkolben g mit den Kolbenstangen 8 bewegen sich
hierbei abwärts und betätigen die Regelvorrichtung i2 des Vorschubmotors =o, die
die Drehzahl desselben erhöht. Falls nun das Schleifholz stärker als mit dem in
den Anpreßzylindern 5 eingestellten Anpreßdruck gegen den Stein gedrückt werden
sollte, werden die mit dem Holzschacht 2 verbundenen Kolbenstangen 8 nach oben bewegt.
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Die Kolbenstange 8 betätigt hierbei wieder die Regelvorrichtung 12,
jedoch entgegengesetzt wie oben= und die Drehzahl des Vorschubmotors wird entsprechend
herabgesetzt, bis der gewünschte Holzvorschub erreicht ist.
Treten
also Überlastungen auf, so wird die Reguliereinrichtung 13 sofort ansprechen und
den Anpreßdruck in den Preßzylindern 5 senken. Sind diese Überlastungen stark, so
werden die Preßkolben g also nach oben bewegt und den Holzschacht 2 mit dem Holzstapel
gegebenenfalls sogar vom Stein abheben. Auch bei diesem Vorgang, der vollkommen
unabhängig vom jeweiligen Holzvorschub erfolgt, wird die Drehzahl des Vorschubmotors
durch die von der Kolbenstange 8 gesteuerte Drehzahlregelvorrichtung i2 so lange
verstellt, bis dieselbe dem eingestellten Anpreßdruck angepaßt ist.
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Abb. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, hier erfolgt die Vorschubbewegung
des Schleifholzes gegen den Stein mittels sich drehender Förderspindeln. Über dem
Schleiferstein ist der Holzscliacht 14 angeordnet, der durch eine Vorrichtung 15
mit dem Schleifergehäuse 16 verstellbar verbunden ist. Als Vorschubglieder sind,
wie erwähnt, in Richtung des Holzschachtes verschiebbare, umlaufende Förderspindeln
=7 angeordnet, die von einem Motor 18 über Schneckengetriebe 1g in Drehung versetzt
werden. Oberhalb des Holzschachtes ist ein mit diesem starr verbundener Preßzylinder
2o angeordnet, dessen Kolbenstange 21 über eine entsprechende Hebeleinrichtung 22
mit den Vorschubgliedern 17 verbunden ist, so daß mit dem Kolben 24 die Kolbenstange
21 und die Förderspindeln 17 auf und ab bewegt werden, wobei die auftretenden Drucke
durch Drucklager 23 oberhalb der Spindeln 17 aufgenommen werden.
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Die Arbeitsweise ist ähnlich wie bei dem vorherbeschriebenenAusführungsbeispiel.
Auch sind die Regeleinrichtungen 12 und 13 bei diesem Ausführungsbeispiel die gleichen
wie bereits' beschrieben.
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Im übrigen können auch mehrere Holzschächte über dem Schleiferstein
angeordnet werden, von denen jeder mit einem eigenen # @3p.reßwerk ausgerüstet sein
kann.
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Die einzelnen Holzschächte können dicht nebeneinander angeordnet sein
und über dem Stein einen gemeinsamen Querträger besitzen, in dem die Vorschubglieder
gelagert sind.
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An Stelle der Preßzylinder können als Preßwerke auch Drehmomentkupplungen
oder andere hierfür geeignete Einrichtungen verwendet werden.