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DE673236C - Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkaefigen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkaefigen

Info

Publication number
DE673236C
DE673236C DEV30518D DEV0030518D DE673236C DE 673236 C DE673236 C DE 673236C DE V30518 D DEV30518 D DE V30518D DE V0030518 D DEV0030518 D DE V0030518D DE 673236 C DE673236 C DE 673236C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
roller
production
cages
sand
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEV30518D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Barowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ver Deutsche Metallwerke AG
Original Assignee
Ver Deutsche Metallwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ver Deutsche Metallwerke AG filed Critical Ver Deutsche Metallwerke AG
Priority to DEV30518D priority Critical patent/DE673236C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE673236C publication Critical patent/DE673236C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/04Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of shallow solid or hollow bodies, e.g. wheels or rings, in moulds rotating around their axis of symmetry

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkäfigen Ringförmige Körper, die nach dem Umfang und gegebenenfalls einer oder beiden Stirnseiten zu offene Ausnehmungen besitzen, vorzugsweise Rollenkäfige, wurden in der Regel bisher so hergestellt, daß man von vorgepreßten Stangen zunächst Ringe abteilte und diese einem Preßschlag unterwarf. Darauf folgte eine Entgratung, wobei gleichzeitig der Boden ausgedrückt wurde. Nach dem Entgraten wird der Rohling auf Fertigmaß abgedreht und nun erst der getrennt hergestellte Deckel aufgesetzt. Eine derartige Fertigungsweise ist teuer und ergibt andererseits Käfige, in denen infolge der Warmreckvorgänge Restspannungen verblieben sind, die bei den späteren Dauerbeanspruchungen im Betriebe ein allmähliches Verziehen zur Folge haben können.
  • Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber ein einfaches und technisch zuverlässig arbeitendes Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkäfigen im Schleuderß. Gerade das Schleudergußverfahren eignet sich, wie gefunden wurde, vorzüglich zur Herstellung solcher Käfige und wird durch das Verfahren nach der Erfindung außerdem sehr wirtschaftlich ausführbar, weil die einzelne Kokille jeweils zur Herstellung mehrerer Größenordnungen von Käfigen mit wechselndem Durchmesser und Abmessungen verwendet werden kann, so daß man im Betriebe für alle vorkommenden Ausführungen mit einigen wenigen, in verhältnismäßig groben Stufen abgestuften Kokillen auskommt.
  • In Ausführung der Erfindung werden die Aussparungen der Käfige durch am inneren Umfang der Kokille angebrachte, mit dem unterschnittenen Fuß sich auf einen Sandring abstützende Sandkerne gebildet. Die Kerne können dabei getrennt geformt und dann in passender Weise am inneren Umfang der Schleuderkokille abgestützt und befestigt werden. Vorzugsweise werden sie dabei zusammenhängend mit einem genügend starken Ring aus Formsand in einem Stück eingeformt. Der- Ring wird dann in die eine passende Eindrehung aufweisende Mantelkokille eingeschoben oder eingelegt und durch Aufbringen des Kokillendeckels in seiner Lage festgehalten.
  • Es ist an sich bekannt, Schleudergußformen zur Herstellung von Hohlkörpern mit einer Sandauskleidung zu versehen, .um die Kokillenwirkung der Metallform auf den Schleudervorgang möglichst auszuschalten. Dabei handelt es sich aber nach den bisherigen Vorschlägen stets um Körperformen, bei denen die Unterbrechungen bis zum inneren Durchmesser des Körpers hindurch erfolgten und gewöhnlich durchlaufend hergestellt waren. So wurde beispielsweise eine Reihe von Ringen gleichzeitig geschleudert, bei denen die Trennung durch Sandkerne bewirkt wurde, die um den gesamten Kreisumfang herum angeordnet waren. Derartige Kerne liegen also in Richtung der Schleuderbewegung des Gutes, haben keine Unterschneidungen und stellen sich dem Metallstrom während des Schleuderns nicht entgegen. Im Gegensatz dazu erfolgt die Herstellung von Rollenkäfigen gemäß der Erfindung mit Hilfe von konaxial angeordneten Kernen mit unterschnittenen Füßen. Man hielt es bisher für unmöglich, auch solche Kerne wegen des verhältnismäßig geringen Verbindungsquerschnitts zwischen Fuß und Abstützwand aus Sand herstellen zu können, da diese Kerne noch außerdem den vollen Druck des umströmenden Metalls auszuhalten haben. Dabei ist dieser Druck bei der Herstellung von Rollenkäfigen um so stärker, weil das Metall nicht nur wie bei der Herstellung von Ringen zwischen den einzelnen Sandkernen erstarrt, sondern auch über sie hinwegströmt. Erst durch die Erfindung wird es daher möglich, Rollenkäfige mit Hilfe des Schleudergußverfahrens schnell und verbilligt herzustellen.
  • Die Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung im einzelnen geht aus den Abbildungen hervor. Abb. z und 2 veranschaulichen die Schleudergußform im Schnitt, im Auf- und Seitenriß zur Herstellung von Rollenkörben. Abb. 3 und 4. zeigen zur Veranschaulichung einen fertig geschleuderten Rollenkorb im Auf- und Seitenriß.
  • Zu den Abbildungen ist i die Mantelkokille, die mit ihrem Ende 2 in irgendeiner Weise abnehmbar mit der Schleuderachse verbunden ist. 3 ist der Sandkern. Er ist in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel als voller Ring q. mit in einem Stück geformten Kernen 5 hergestellt. Zwecks leichteren Einschiebens des Formkernringes 3 und zum leichteren Entfernen nach vollzogenem Guß ist der Formkernring erfindungsgemäß außen mehr oder minder stark kegelig hergestellt. Die Mantelkokille enthält bei 6 eine Ausdrehung mit der gleichen Neigung. 7 ist ein Absatz in der Mantelkokille von entsprechender Höhe, gegen den sich der Formkernring anlegt. Durch die Höhe des Absatzes 7 ist gleichzeitig Breite und äußerer Durchmesser des vollen Kopfringes des geschleuderten Korbes gegeben. 8 ist der Verschlußdeckel, der nach Aufbringen und Befestigen etwa mittels der Flügelschrauben 9 das Formstück in der richtigen Lage festhält, 1o ist das Einfülloch, zr ein Maßloch, das den inneren Spiegel des Schleudermetalls auf den gestrichelt gezeichneten Durchmesser 12 festlegt.
  • Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die ",Arbeitsgänge beim Schleudern mit einer derartigen Kokille außerordentlich rasch und einfach vonstatten gehen. Nach dem Abnehmen des Deckels wird der Sandring, der an den Kanten zwecks guter Abdichtung mit etwas weichem Ton eingestrichen sein kann, in die Mantelkokille eingeschoben, der Verschlußdeckel befestigt und der Ausguß bei laufender Maschine vollzogen. Nach Erstarren des Ausgusses und Stillsetzen der Maschine wird der Deckel abgenommen. Das geschrumpfte Gußstück fällt mitsamt dein Kernring fast ohne zusätzliche Hilfe aus der Form und wird verputzt. Die Mantelkokille wird ausgeblasen, ein neuer Formkernring eingesichoben, und der Vorgang wiederholt sich in der beschriebenen Weise. Gegenüber den bekannten Arbeitsverfahren ist die Arbeitsgeschwindigkeit auf ein Vielfaches erhöht. Die Kokille hat eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Das hergestellte Erzeugnis ist sehr maßgenau, da die Sandkerne immer wieder gleiche Abmessungen und Durchmesser haben und zylindrisch sein können.
  • Durch die Maßnahme der Erfindung, bei der Herstellung von Körpern mit offenen Ausnehmungen Sandkerne zu verwenden und diese so anzuordnen, daß sie auf der ganzen Länge auf den inneren Umfang der Kokille vorzugsweise durch Einformen mit einem umgebenden Formkernring in einem Stück abgestützt werden, wird es möglich, mit ein und derselben Kokille verschiedene Durchmesser und Höhen bei verschiedener Zahl, Anordnung und Größe der Ausnehmungen zu schleudern. Man erhält erfindungsgemäß so eine Kokille, durch welche sich die bislang notwendige Neuanfertigung einer Kokille für jede einzelne Äbmessung erspart. Man braucht in der Kokille nur entsprechend gedrehte Eisenringe als auswechselbare Beilagen einzulegen und gleichzeitig den Sandkern entsprechend der neuen Abmessung zu formen. Da die Herstellung einer neuen Form für den Sandkern und die Anfertigung entsprechender Beilageringe wesentlich billiger und rascher vonstatten geht als die Anfertigung .einer vollkommen neuen Kokille, so bedeutet dieses eine wesentliche Verbilligung und Beschleunigung der Arbeitsweise.
  • Die Erfindung erzielt weitere erhebliche Vereinfachungen und Verbilligungen dadurch, daß sie nicht wie seither jedesmal einen einzigen derartigen Körper, sondern mehrere, beispielsweise zwei oder vier oder acht, in einem Schleudervorgang herstellen läßt. Dies wird erst möglich durch die erfindungsgemäße An- Wendung von Sandkernen, die sich vorzugsweise auf ihrer ganzen Länge an dem inneren Umfang der Kokille abstützen, vorzugsweise in der Ausführung mit einem umgebenden Formkernring, der mit dem Kern 5 in einem Stück eingeformt ist. Bei Verwendung von Eisenkernen z. B. wäre eine Entfernung der Kerne aus den Zapfen des geschleuderten Formstückes unmöglich. Man erhält dadurch neben der Ersparnis an Schleuderzeit den großen Vorteil, daß man eine Reihe solcher Rollenkörbe als zusammenhängendes Rohrstück erhält. Dieses wird mit Vorteil ohne Umspannen in -einem Arbeitsgang auf der Drehbank innen und außen fertiggedreht und dann nach dem Abtrennen der einzelnen Körbe an den Au,s@neh.mung-en fextigbearbeitet. Bei großen Stückzahlen empfiehlt es sich, durch Aneinanderreihung einer genügenden Stückzahl möglichst lange Rohrstücke zu schleudern und diese dann möglichst vollautomatisch auf Automatenbänken fertigarbeiten zu lassen. Die Fertigungskosten erfahren dadurch eine weitere eihebliche Senkung.
  • Die Erfindung ist vorzüglich gedacht für die Herstellung von Rollenlagerkörben. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, in der gleichen zweckmäßigen Weise beliebige andere Körper zu schleudern, die nach dem Umfang und gegebenenfalls nach einer oder beiden Stirnseiten zu offene Ausnehmungen besitzen, also beispielsweise Zahnkränze, Schneckenräder o. dgl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Rollen-bzw. Kugellagerkäfigen, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Schleuderguß in um die waagerechte Achse umlaufenden Kokillen hergestellt werden, wobei die Aussparungen der Käfige durch am inneren Umfang der Kokille angebrachte, mit dem unterschnittenen Fuß sich vorzugsweise einstückig auf einen Sandring abstützende Sandkerne gebildet werden.
DEV30518D 1934-03-11 1934-03-11 Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkaefigen Expired DE673236C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV30518D DE673236C (de) 1934-03-11 1934-03-11 Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkaefigen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV30518D DE673236C (de) 1934-03-11 1934-03-11 Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkaefigen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE673236C true DE673236C (de) 1939-03-18

Family

ID=7585721

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEV30518D Expired DE673236C (de) 1934-03-11 1934-03-11 Verfahren zur Herstellung von Rollen- bzw. Kugellagerkaefigen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE673236C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2077873A1 (de) * 1970-02-20 1971-11-05 Rks

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2077873A1 (de) * 1970-02-20 1971-11-05 Rks

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