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DE673139C - Dieseltreibstoff - Google Patents

Dieseltreibstoff

Info

Publication number
DE673139C
DE673139C DEST52330D DEST052330D DE673139C DE 673139 C DE673139 C DE 673139C DE ST52330 D DEST52330 D DE ST52330D DE ST052330 D DEST052330 D DE ST052330D DE 673139 C DE673139 C DE 673139C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
fuel
compounds
diesel
esters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST52330D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Oil Development Co
Original Assignee
Standard Oil Development Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Oil Development Co filed Critical Standard Oil Development Co
Priority to DEST52330D priority Critical patent/DE673139C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE673139C publication Critical patent/DE673139C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/24Organic compounds containing sulfur, selenium and/or tellurium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Dieseltreibstoff Gegenstand der Erfindung ist die Verbesserung von Treibstoffen für Dieselmotoren, die Hochdruckschmiermittel enthalten.
  • Es sind viele Anstrengungen gemacht. schnell laufende Dieselmaschinen für den Betrieb von Kraftwagen, Eisenbahnen, Flugzeugen oder auch für stationären Betrieb zu entwickeln. Doch ist diese Aufgabe noch nicht zur Zufriedenheit gelöst. Dieses liegt z. T. daran, daß man hierfür Treibstoffe von genügend geringer Viscosität nicht verwenden kann, weil diese eine zu geringe, Schmierfähigkeit besitzen, und infolgedessen die Brennstoffpumpen und Einspritzventile nach kurzem Betrieb versagen. Ziel der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten zu überwinden.
  • Bei den Dieselmotoren muß der flüssige Treibstoff unter solchen Drücken in die Zylinder gepreßt werden, daß der Preßdruck der Luft im Zylinder überwunden wird. Unter diesen Umständen ist es schwierig, die Treibstoffpumpen, Ventile und Düsen zu schmieren. Es ist für das übliche Dieselverfahren einerseits wünschenswert, Treibstoffe mit möglichst geringer Viscosität zu verwenden, weil mit diesen eine bessere Einspritzung durch die Düse erzielt wird, und auch die Entzündungstemperatur niedriger ist als bei Verwendung viscoserer Brennstoffe. Bedauerlicherweisehaben aber Brennstoffe solcher niedrigen Viscosität nur ganz geringe Schmierfähigkeit. Da andererseits bei Dieselmaschinen der Treibstoff fast immer auch als Schmierung für die Einspritzpumpen und die Ventile dient, so möchte man aus diesem Grunde Öle mit höherer Viscosität verwenden. Da diese jedoch beim Einspritzen durch die Düse nur schwer genügend fein zerstäubbar sind, leidet der Betrieb dieser Maschinen unter unvollständiger Verbrennung, zu hoher Zündungstemperatur, schwerem Anlassen, Ölverlust und anderen Schwierigkeiten.
  • Vorliegende Erfindung gestattet nun, diese Schwierigkeiten zu beseitigen.
  • Es handelt sich, ' allgemein gesprochen, darum, dem Treibstoff Stoffe zuzusetzen, die seine Schmierfähigkeit verbessern, ohne seine Viscosität merkbar zu erhöhen oder andere Störungen auszulösen. Hierzu eignen sich erfindungsgemäß hochmolekulare öllösliche organische Säuren oder Ester, gegebenenfalls unter Beimischung geringer Mengen von Halogenverbindungen, Schwefelverbindungen, Zinn- und Bleiverbindungen. Für schwere Belastung kann dem schmierenden Zusatz noch eine Beimischung von ausgeflocktem Graphit gegeben werden. Doch müssen dann die Teilchen der festen Stoffe so klein sein, daß sie nicht den Durchgang der Flüssigkeit durch die Düse stören. Die obenerwähnben organischen Säuren müssen öllöslich sein, wie die Säuren des Fettsäure- und Naphthensäuretyps, und mindestens 8 bis ioAtome Kohlenstoff im Mole" kül haben. Die Ester !sollen einen holen Siedepunkt haben. Derartige hochsiedende' Ester können cyclische, heterocyclische, aliphatische oder Gemische aus diesen sein. Geeignete Ester mit Siedepunkten über 15o° sind beispielsweise Amylbutyrat (i76°), Butylnaphthenat, Phenylacetat (i96°).
  • Die Chlor und Schwefel enthaltenden Stoffe sollen unstabil sein, um im Brennstoff Verharzungen auslösen zu können, da sie sonst nur wenig Einfluß auf die Entstehung der Schmierfähigkeit zeig-n. So haben sich Tetrachlorkohlenstoff, Benzylchlorid, chlorierte Fette oder Mineralöle brauchbar erwiesen, während Chloroform, Hexachlorbenzol, in denen das Chlor stabiler gebunden ist, nicht so gut sind. Schwefelverbindungen für den gleichen Zweck können durch Kochen von Schwefel mit Paraffin hergestellt werden. Es kann auch ein auf andere Weise sulfuriertes Mineralöl oder vegetabilisches Öl verwendet werden. Disulfide sind wenig brauchbar, wohl aber die Tetrasulfide. Bei der Benutzung von derartig reaktionswilligen Schwefelverbindungen muß dafür gesorgt werden, daßTanks, Leitungen usw. aus widerstandsfähigem Material bestehen, da ,aktive Schwefelverbindungen Metalle wie Zink und Kupfer angreifen. Bleiseifen, wie Bleioleat, können als Zusatzstoffe ebenfalls benutzt werden. Die verschiedenen Zusätze zu dent hochmolekulare organische Säuren oder Ester enthaltenden Dieselöl können auch gemischt verwendet werden, z. B. Chlorschwefel oder eine Mischung aus sulfuriertem Öl zusammen mit Bleioleat.
  • Als Ausgangsbrennstoffe, deren Eigenschaften im Sinne der Erfindung beeinflußt werden sollen, dienen Kohlenwasserstoffe vom Siedebereich des Gasöls oder Kerosins. Sehr gut geeignet ist auch das sogenannte Sicherheitsöl, dessen Siedebereich zwischen 167 bis 290° und dessen Hauptvorzug in der Abwesenheit der feuergefährlichen niedrig siedenden Fraktionen liegt.
  • Erfindungsgemäß wird diesen Ausgangsstoffen das Zusatzmittel in Mengen von etwa o,i. bis 5,0 % zugesetzt.
  • Im allgemeinen sind für schwerere Öle nur geringere Mengen des Zusatzstoffes nötig, während leichtere Öle größere Zusatzmengen brauchen. Die Zusatzstoffe können direkt zur gesamten Brennstoffmenge zugesetzt werden, oder sie können zunächst einem kleinen Teilquantum des Motorbrennstoffes einverleibt und die Mischung dann in die Hauptmenge eingerührt werden. Die erfindungsgemäß veredelten Treibstoffe können direkt aus den Ausgangsölen durch Oxydation mit Luft bei i 5o bis 25o° herJ .gestellt werden, wobei sich Säuren, Ester und e#dere Oxydationsprodukte bilden. Aus der Mischung müssen dann die am meisten korrodierenden Säuren, ferner die Schmierenbildner wie Aldehyde entfernt werden. Das Produkt wird dann destilliert und direkt als Dieselöl verwendet. Die Behandlung kann durch partielle Neutralisation,mit Alkali und darauffolgende Wäsche mit wäßriger N.atriumbisulfitlösung vervollkommnet werden.
  • Nach einer anderen Methode wird der Motorbrennstoff oder ein Teil desselben chloriert und das Produkt wieder mit frischem Brennstoff gemischt. Oder man kann das chlorierte Öl mit schwachem Alkali waschen oder mit Wasserdampf destillieren, bevor es benutzt wird.
  • Im folgenden sollen einige zahlenmäßige Beispiele für derartige Brennstoffmischungen gegeben werden:
    Beispiel i
    Gasöl . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . 99,5,/.
    Ölsäure . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . .. o'11/0
    Amylstearat . . . . . . . . . . . . . . . . 0,4 °/a
    100,00/,
    Beispiel 2
    Gasöl von einer Dichte von 0,8521 99,0 °/a
    Butylacetylricinoleat . , . . , . 0,i °/o
    Sulfuriertes Kien- oder Schmalzöl 0,90/0
    100,0
    Beispiel 3
    Kerosin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99,5 °/o
    Bleioleat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,5110
    I00,0
    Beispiel q.
    Weißöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90,0 %
    Chloriertes Kerosin . . . . . . . . . . . . i,o@ °/o
    Oxydierte Wachssäuren . . . . . . . . . 9,00/0
    100,0
    Beispiel 5
    OxydiertesKerosin . . . . . . . . . ioo,o %
    Beispiel 6
    Sicherheitsbrennstoff (167bis29o°) 99,o
    Sulfuriertes Kienöl . . . . . . . . . . . . 0,5 °/o
    Bleiseife . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    055 %
    100,0
    Schließlich können diesen Treibstoffen noch weitere, ihre Eigenschaften beeinflussende Stoffe Zugesetzt werden, so z. B. Stoffe, die die Zündung fördern, wie Nitroverbindungen, Farben. Verzögerer, Schmierenlöser.

Claims (1)

  1. PATENTANsrr,f:crIr: i. Dieseltreibstoff aus Gasöl oder Kerosin, gekennzeichnet durch einen geringen Gehalt hochmolekularer organischer öllöslicher Säuren oder Ester, gegebenenfalls geringer Mengen Halogen oder Schwefel enthaltender Verbindungen und hzw. oder Metall- insbesondere Bleiverbindungen. z. Verfahren zur Herstellung von Dieseltreibstoffen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzstoffe in dein Brennstoff selbst durch Oxydation oder Chlorierung erzeugt werden.
DEST52330D 1934-06-23 1934-06-23 Dieseltreibstoff Expired DE673139C (de)

Priority Applications (1)

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DEST52330D DE673139C (de) 1934-06-23 1934-06-23 Dieseltreibstoff

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DEST52330D DE673139C (de) 1934-06-23 1934-06-23 Dieseltreibstoff

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DE673139C true DE673139C (de) 1939-03-17

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ID=587353

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DEST52330D Expired DE673139C (de) 1934-06-23 1934-06-23 Dieseltreibstoff

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DE (1) DE673139C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1101672B (de) * 1954-09-21 1961-03-09 Exxon Research Engineering Co Zusatzstoff fuer vanadinhaltige Rueckstandsheizoele

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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