DE670146C - Waschverfahren fuer Nasswaesche - Google Patents
Waschverfahren fuer NasswaescheInfo
- Publication number
- DE670146C DE670146C DEA79503D DEA0079503D DE670146C DE 670146 C DE670146 C DE 670146C DE A79503 D DEA79503 D DE A79503D DE A0079503 D DEA0079503 D DE A0079503D DE 670146 C DE670146 C DE 670146C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- washing
- machine
- liquor
- washing process
- detergent
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 53
- 239000003599 detergent Substances 0.000 claims description 15
- 239000000344 soap Substances 0.000 claims description 15
- 239000003513 alkali Substances 0.000 claims description 13
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims description 11
- 238000003860 storage Methods 0.000 claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 7
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 3
- 150000008043 acidic salts Chemical class 0.000 claims description 2
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 claims description 2
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 230000008929 regeneration Effects 0.000 description 2
- 238000011069 regeneration method Methods 0.000 description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000003518 caustics Substances 0.000 description 1
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 238000005108 dry cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 description 1
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 description 1
- 150000004665 fatty acids Chemical class 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 239000008234 soft water Substances 0.000 description 1
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
- D06F39/00—Details of washing machines not specific to a single type of machines covered by groups D06F9/00 - D06F27/00
- D06F39/10—Filtering arrangements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Detail Structures Of Washing Machines And Dryers (AREA)
Description
- Waschverfahren für Naßwäsche Beim Waschen von Naßwäsche geht man bisher im allgemeinen in der Weise vor, daß man zunächst die Waschlange in der Waschmascbilie herstellt. Dies geschieht entweder dadurch, daß man die Waschmittel (Seife und Alkali) unmittelbar in die Waschmaschine einführt oder vorher in konzentrierter Form in einem Vorratsbehälter zubereitet und dann in die Waschmachine einführt und mit Wasser verdünnt. In beiden Fällen ist es sehr schwierig, die richtige Konzentration von Seife und besonders Alkali immer gleichmäßig zu treffen und der Wäschemenge und der Beschmutzung anzupassen. .Nach Beendigung des Waschvorgangs läßt man die Waschlauge ablaufen, da man bisher einen Weg zur nutzbringenden Weiterverwendung der Waschlauge nicht kannte und eine solche sogar für praktisch unmöglich hielt.
- Der Verlust an Waschlauge ist besonders empfindlich, weil für die Durchführung der Waschung und die Entfernung des Schmutzes fast stets mehrere Waschlaugen an-gewendet werden müssen; das bedingt zugleich eine äußerst zeitraubende Arbeit, weil es natürlich erforderlich ist, jeweils die richtige Konzentration zu wählen.
- Es ist vorgeschlagen worden, eine Verbilligung , el des Naßwaschbetriebes dadurch zu erreichen, daß man zwecks Verringerung des Aufwands an Wasser und insbesondere an weichem Wasser das für das Reinspülen der Wäsche verwendete Wasser für weitere Arbeitsgänge verfügbar machte. Die Betriebskosten lassen sich dadurch natürlich wesentlich herabsetzen; der für den Gesamtkostenaufwand maßgebende Verbrauch an Waschmittel bleibt aber praktisch unverändert.
- Das Waschverfahren nach der Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die in einem Vorratsbehälter aus Seife und Alkali zubereitete Waschlauge, die während des Waschprozesses im kontinuierlichen Kreislauf durch die Schleudermaschine geführt wird, in letzterer sowohl von unlöslichen Seifen und Schmutzteilchen als auch von ernulgierten Fetteilchen befreit wird, so daß das Waschen mit praktisch reiner Waschlauge zu Ende geführt wird und die Alkalität der Waschlauge während der Waschung im wesentlichen unverändert bleibt. Es findet also eine ständige Regeneration der Seife bzw. der Waschlauge statt.
- Eine solche Regeneration hat man bisher teils für undurchführbar, teils für zu kostspielig gehalten. Demgegenüber konnte durch umfangreiche Versuche festgestellt werden, daß beini Schleudern der aus der Waschmaschine entnommenenLauge alle unlöslichen Seifen und Schmutzteilchen auf der Trommelwand der Zentrifuge abgeschieden, während die Fetteilchen für sich in dem zentralen Teil der Trommel niedergeschlagen werden. Die Waschlauge selbst wird in reiner Form und mit im wesentlichen unveränderter Zusammensetzung zurückgewonnen. Das abgeschiedene Neutralfett läßt sich mit Vorteil unmittelbar zur Seifenherstellung verwenden; auch die mit den Schmutzteilchen abgeschiedenen unlöslichen Seifen können in geeigneter Weise auf Fettsäure bzw. Alkaliseife verarbeitet werden. Durch die Auswertung derAbfallproduktewird derVerlustanWaschlauge praktisch ausgeglichen. Abgesehen von der Verringerung des Waschmittelverbrauchs, wird auch das gesamte Waschverfahren unter Schonung der Wäsche vereinfacht und das Ausspülen der Wäsche erleichtert.
- Es ist bei der chemischen Reinigung von Gewebestoffen bekannt, das Waschmittel (Wa,schbenzin) im Kreislauf zu führen und ständig mittels einer Schleudermaschine von ungelösten Schmutzteilchen zu reinigen. Gelöste Stoffe, insbesondere Fett, können durch das Schleudern nicht ausgeschieden werden, so daß sich das Waschmittel zunehmend mit solchen gelösten Stoffen anreichert und schließlich durch Destillation regeneriert werden muß.
- Für die Erfindung ist demgegenüber die Abscheidung der Fetteilchen von entscheidender Bedeutung, da ohne diese Absche-idung die angestrebte rationelle Betriebsweise nicht möglich wäre. Denn wenn das Fett in der Waschlauge verbleibt und die Waschlauge sich mit Fett anreichert, reagiert das freie Alkali mit dem Fett, und der Alkaligehalt sinkt. Es wäre also unmöglich, einen praktisch unveränderten Alkali- und Seifengehalt aufrechtzuerhalten; andererseits wäre es erforderlich, den Alkaligehalt bei Beginn des Waschprozesses sehr hoch zu wählen, damit eine Reinwaschung trotz der Abnahme des Alkaligehalts gewährleistet bliebe.
- Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens empfiehlt es sich, die durch die Schleudermaschine gereinigte Waschlauge nach Beendigung des Waschprozesses in den Vorratsbehälter zurückzuführen.
- Die Beheizung der Waschlauge während des Waschprozesses geschiehi zweckmäßig in der Weise, daß man die im Kreislauf geführte Lauge durch eine zwischen der Schleudermaschine und der Waschmaschine vorgesehene Heizvorrichtung leitet und allmählich auf die für den Waschprozeß erford-erliche Temperatur bringt.
- Da von den Textilfasern Alkali in beträchtlicher Menge adsorbiert wird, ist dit Ausspiilung mittels Wassers erschwert. Um die Ausspülung zu erleichtern, wird in weiteTer Ausbildung der Erfindung vorgeschlagen, die von der Wäsche zurückbehaltene Waschlauge am Ende des Waschprozesses oder beim ersten Spülen durch Zusatz von Säuren oder sauren Salzen auf einen pH-Wert von etwa 9, einzustellen.
- Der Gegenstand der Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung dargestellten Anlageschemas näher erläutert werden.
- Die Anlage enthält eine Waschmaschine i bekannter Art mit Wasserzulauf 2 und Ab- lauf 3. Die Waschmaschine i steht durch die Leitung 4 und die Pumpe 5 mit einem Vorratsbehälter 6 in Verbindung, in welchem die Waschlauge aus Alkali und Seife zubereitet und am Ende des Waschprozesses wieder gesammelt wird. Von der Waschmaschine führt eine Leitung 7 Über die Purripe 8 zu einer Schleudermaschine 9 und von hier durch eine Heizvorrichtung io beliebiger Art zur Waschmaschine zurück. Zwischen der Schleudermaschine 9 und der Heizvorrichtung io ist ein Umstellhahn ii vorgesehen, der die Verbindung der von der Schleudermaschine kommenden Leitung mit der zum Vorratsbehälter 6 führenden Leitung 12 ermöglicht.
- Der Waschvorgang verläuft wie folgt-. Nachdem die Waschmaschine i mit Waschlauge aus dem Vorratsbehälter 6 versorgt ist, wird die schmutzige Wäsche in die Maschine gegeben und danach die Maschine in Gang gesetzt. Der Umstellhahn i i wird so eingestellt, daß die von der Pumpe 8 aus der Waschmaschine abgesaugte Lauge nach Durchgang durch die Schleudermaschine 9 die Heizvorrichtung io durchströmt und in die Waschmaschine zurückkehrt. Während des kontinuierlichen Kreislaufs der Waschlauge durch die Leitung 7 werden in der Schleudermaschine 9 stets von neuem Schmutzteilchen, unlösliche Seifen und Fetteilchen ausgeschieden. Durch die Heizvorrichtung io wird die Tempera,tur der Waschlauge allmählich auf So bis go" C erhöht.
- Nach Beendigung des Waschprozesses, der etwa 30 Minuten dauert, wird der Hahn ii umgestellt, so daß die aus der Waschfnaschine i entnommene Lauge in gereinigtem Zustand durch die Leitung 12 in den Vorratsbehälter 6 zurückgeführt wird. In der Waschmaschine verbleibt nur die von der Wäsche aufgenommene Lauge.
- Nunmehr wird der Waschmaschine durch die Leitung 2 Spülwasser zugeführt und Säure oder saures Salz in solcher Menge zugesetzt, daß eine pu-Konzentration von etwa 9 erreicht wird. Das Spülwasser wird dann durch den Ablauf 3 abgelassen. Der Spülvorgang wird so oft wiederholt, bis Seife und Alkali restlos entfernt sind.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Waschverfahren für Naßwäsche unter Anwendung der an sich bei der chemischen Reinigung bekannten kontinuierlichen Kreislaufführung des# Waschmittels durch eine Schleuderinaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Vorratsbehälter aus Seife und Alkali zubereitete Waschlauge, die während des Waschprozesses im kontinuierlichen Kreislauf durch die Schleuderinaschine geführt wird, in letzterer sowohl von unlöslichen Seifen und Schmutzteilchen als auch von emulgierten Fett6ilchen befreit wird, so daß das Waschen mit praktisch reiner Waschlauge zu Ende geführt wird und die Alkalität der Waschlauge während der Waschung im wesentlichen unverändert bleibt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß die durch die Schleudermaschine gereinigte Waschlauge nach Beendigung des Waschprozesses in den Vorratsbehälter zurückgeführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Wäsche zurückbehaltene Waschlauge am Ende des Waschprozesses oder beim ersten Spülen durch Zusatz von Säuren oder sauren Salzen auf einen p11-Wert von etwa 9 eingestellt wird. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Schleudermas#hine im Kreislauf geführte Lauge durch indirekte Beheizung allmählich auf die für den Waschprozeß erforderliche Temperatur gebracht wird, indem sie durch eine in der Kreislaufleitung zwischen der Schletidermaschine und der Waschmaschine vorgesehene Heizvorrichtung geleitet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE670146X | 1935-11-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE670146C true DE670146C (de) | 1939-01-12 |
Family
ID=20314587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA79503D Expired DE670146C (de) | 1935-11-13 | 1936-05-27 | Waschverfahren fuer Nasswaesche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE670146C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1109130B (de) * | 1954-07-22 | 1961-06-22 | Schulthess & Co Ag Maschf | Verfahren zum Spuelen von Waesche in einer Trommelwaschmaschine |
-
1936
- 1936-05-27 DE DEA79503D patent/DE670146C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1109130B (de) * | 1954-07-22 | 1961-06-22 | Schulthess & Co Ag Maschf | Verfahren zum Spuelen von Waesche in einer Trommelwaschmaschine |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2401296B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen und anschließenden Waschen von Kleidung, Wäsche o.dgl | |
| DE2632543C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Laugen-, Wärme- und Wasserrückgewinnung für Mehrflottenwaschmaschinen | |
| DE3805565A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von verschmutzten teilen | |
| DE4013450A1 (de) | Verfahren zum spuelen von waesche in einer programmgesteuerten trommelwaschmaschine | |
| DE4210577C2 (de) | Verfahren zum Spülschleudern von Wäsche in einer programmgesteuerten Waschmaschine | |
| DE4115776A1 (de) | Verfahren zum spuelen und schleudern von waesche in einer programmgesteuerten waschmaschine | |
| DE670146C (de) | Waschverfahren fuer Nasswaesche | |
| DE541562C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Mercerisieren von Baumwollfasern | |
| GB820385A (en) | Improvements in the washing of textile materials | |
| DE2700440C3 (de) | Verfahren zum Waschen von Wäsche | |
| DE2758686A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum waschen von textilien unter vermeidung von waschmittelverlusten in waschmaschinen | |
| DE708232C (de) | Verfahren zum Waschen von Rohwolle o. dgl. | |
| DE526352C (de) | Vorrichtung zum Waschen von Rohwolle | |
| DE729660C (de) | Verfahren zum Waschen von Rohwolle | |
| DE740669C (de) | Verfahren zum Betrieb von nach dem Mehrlaugensystem arbeitenden Waschmaschinen | |
| AT120864B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Holzzellulose. | |
| DE2210146A1 (de) | Waschverfahren zur Durchführung in einer Waschmaschine | |
| AT206849B (de) | Anlage zur Chemischreinigung | |
| DE874590C (de) | Waschverfahren und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens | |
| AT237563B (de) | Programmsteuerung für elektromotorisch angetriebene Waschmaschinen | |
| CH193595A (de) | Waschverfahren für Nasswäsche. | |
| DE3141792A1 (de) | Verfahren zum wassersparenden abkuehlen einer waschlauge | |
| DE3007670A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von textilien | |
| DE4138428A1 (de) | Verfahren zum spuelen von waesche in einer waschmaschine | |
| DE958617C (de) | Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, insbesondere Zellstoff |