DE679511C - Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AmmonsalpetersprengstoffenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
- C06B21/0091—Elimination of undesirable or temporary components of an intermediate or finished product, e.g. making porous or low density products, purifying, stabilising, drying; Deactivating; Reclaiming
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Amrnonsalpetersprengstoffen Wenngleich Ammonsalpeter als Sauerstoffträger eines der geeignetsten und wichtigsten Rohmaterialien für die Sprengstoffmischungen ist, so sind mit seiner Verarbeitung zu Ammonsalpetersprengstoffen und mit der Lagerung von Ammonsalp.eterenthaltender Sprengstoffmischungen, die noch nicht- in Patronenhülsen gefüllt sind, doch erhebliche Schwierigkeiten verbunden. Insbesondere ist dies der Fall bei Ammonsalpeterspreggstoffen, die hohen Gehalt an Amm.onsalp.et:er aufweisen.
- Nach den bisher üblichen Herstellungsverfahren von Ammonsalpetersprengstoffen wird der Ammonsalpeter zunächst unter Zufuhr von Wärme von den letzten Spuren Feuchtigkeit befreit und dabei auf Temperaturen von etwa 7o bis ioo° erhitzt. Um ihn zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen verwenden zu können, muß man ihn entweder in dicht geschlossenen Behältern bis zur Abkühlung auf Normaltemperatur lagern, was kostspielig und zeitraubend ist, oder man muß ihn im warmen Zustand verarbeiten. Im letzteren. Fall vollzieht sich die Abkühlung, ,abgesehen von dem Nachteil, daß er in diesem Zustand wieder Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufnimmt, entweder in der noch nicht patronierten Sprengstoffmasse, wobei diesle erhärtet und als solche nicht mehr patronierbar ist, oder in den fertigen Patronen. Auch diese neigen dann zum Zusammenbacken und können so fest werden, daß bei .der Schießarbeit das Zündmittel nichteingeführt werden kann. Außerdem kann die Detonationsempfindliclkeit von hart gewordenen Patronen so beträchtlieh vermindert sein, daß Versager- und. Auskocherschüsse mit ihren üblen Begleiterscheinungen erfolgen.
- Man kann zwar diese Nachteile der Feuchtigkeitsanziehung und des Hartwerdens von Ammonsalpetersprengstoffen im Hersteliungsprozeß weitgehend einschränken, wenn die Sprengstoffmasse in Räumen verarbeitet und gelagert wird, deren Temperatur die Außentemperatur um etwa z o bis 15' übersteigt. Dies ist aber nicht mehr möglich, sobald die Außentemperatur etwa 2o bis 3o° beträgt, da die unter diesen Umständen erforderlicli werdende Temperatur in den. Arbeitsräumen die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Arbeiter gefährden würde.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, die für die Sprengstoffherstellung nachteiligen Eigenschaften des Ammonsalpeters: die Enantiotropie, das ist die Eigenschaft des Ammonsalpeters, bei wechselnden Temperaturen seine Kristallform zu ändern, und die Hygroskopizit.ät, das ist die Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Atmosphäre zu absorbieren, durch Zusätze zu beseitigen oder in ihrer Wirkung herabzumindern. Derartige Zusätze sind aber einerseits bei der Verarbeitung von Ammonsalpeter zu Sprengstoffen nicht geeignet, und andererseits hatten sie keinen praktischen Erfolg.
- Durch das nachfolgend beschriebene Verfahren kann die nachteilige Wirkung der genannten Eigenschaften des Ammonsalpeters bei der Sprengstoffherstellung und Sprengstofflagerung völlig ,ausgeschaltet werden.
- Es wurde gefunden, daß Ammonsalpeter in einer Atmosphäre mit einer relativem. Feuchtigkeit von weniger als 700/0 keine Feuchtigkeit mehr anzieht, vielmehr bereits aufgenommenes Wasser wieder abgibt, und daß ferner Sprengstoffe, die vorzugsweise Ammonsalpeter neben anderen hygroskopischen Bestandteilen, wie Chlornatrium, enthalten, weder zum Erhärten der Patronen neigen, noch zu Versagern infolge Feuchtigkeitsanziehung Anlaß geben, wenn der Ammonsalpeter bei deiner Tempie,-ratur iunterhalb 3o° und in einer Atmosphäre, deren relative Feuchtigkeit geringer ist als 700/0, getrocknet und unter denselben klimatischen Verhältnissen zu Sprengstoff verarbeitet wird. Die Herstellung von Ammonsalp,etersprengstoffen erfolgt auf Grund dieser Erkenntnis etwa folgendermaßen: Der Ammonsalpeter wird durch Behandlung mit einem Luftstrom, dessen relative Feuchtigkeit geringer ist als 700/0 und dessen Temperatur unter 3o° liegt, in geeigneten. Trockenapparaten von den letzten Spuren Feuchtigkeit befreit und in eben derselben Atmosphäre durch Mahlung auf den gewünschten Feinheitsgrad gebracht. Um den Ammonsalpeter vor Feuchtigkeit zu schützen, wenn er die Trocken- und Vermahlungsapparate verlassen hat, wird auch die Luft der Arbeitsräume bei denselben Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen gehalten. Nach denn Trocknen und Mahlen kann der Ammonsalpeter mit oder ohne Zwischenlagerung in einer Atmosphäre von weniger als 70% relative Feuchtigkeit und einer Temperatur von weniger als 3o° mit den Kohlenstoffträgern, Explosivstoffen und sonstigen Stoffen vermengt und die Sprengstoffmasse in geeignete Patronenhülsen gefüllt werden.
- Die Herstellung einer Atmosphäre von weniger als 70% relative Luftfeuchtigkeit und weniger als 3o° erfolgt nach bekannten Verfahren. Die Luft wird entweder durch Absorption der Feuchtigkeit mittels Chemikalien, wie z. B. Schwefelsäure, Natronkalk ,oder Silicagel, auf den gewünschten Zustand gebracht, oder sie wird zunächst durch Abkühlung auf eine Temperatur von unter o° von einem Teil ihrer Feuchtigkeit befreit. Durch nachfolgende Erwärmung auf eine Temperatur unter 3o° kann der gewünschte Zustand von weniger als 70% relative Feuchtigkeit leicht erreicht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstöffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ammonsalpeter meinem Luftstrom getrocknet und gemahlen wird, dessen relative Feuchtigkeit geringer ist als 70% und dessen Temperatur unter 30° liegt, und da.ß der getrocknete Ammonsalpeter unter denselben klimatischen Verhältnissen mit den erforderlichen Zusatzstoffen vermengt, gelagert und patroniert wird.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE679511C true DE679511C (de) | 1939-08-07 |
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Country Status (1)
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- 1937-08-01 DE DEW101654D patent/DE679511C/de not_active Expired
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