DE6750078U - Wundabdeckung fuer stark naessende wunden - Google Patents
Wundabdeckung fuer stark naessende wundenInfo
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Description
v\]
1* f~l« J Μ O V · w
Dipl. m&. AMTHOR
Patentanwalt Dipl. Ing. WoK
β S1BANKFUHT Λ. Μ. 12,6.1968
. 10 078
*»· 1B0U4 11 I/O .
Frau Anneliese Jessberger,
6 Frankfurt/Main, Mark-Aurel-Strasse 38
Wundabdeckung für stark nässende Wunden
Die Neuerung betrifft eine Wundabdeckung für stark nässende Wunden, insbesondere Wunden an sog. offenen Beinen, die aus
einer elastischen, mit Löchern versehenen, einen Hohlraum über der Wunde einschliessenden Schale besteht, die mit
Halteelementen zur Festlegung über der Wunde und mit einem Auflagewlst für die Abstützung ausserhalb der Wundränder
ausgestattet ist. Wundabdeckungen der genannten Art sind bereits nav.h der deutschen Patentschrift 889 677 bekannt,
und zwar als kreis- oder ovalförmiges Verbandmittel zum Schutz von Wunden gegen jegliche unmittelbare Berührung von
Verbandmaterial, wobei dieses Verbandmittel derart ausgebildet ist, dass eine gewölbte, aus elastischem festem
Material bestehende, dünne Schale so über die Wunde gestülpt wird, dass über der Wunde selbst ein luftgefüllter
hohler Raum entsteht und die Wunde frei zu liegen kommt.
Ferner ist es bekannt, die Schale zur Luftzirkulation in ihrer Wölbung jwit kleinen Löchern zu versehen.
Dieses bekannte Verbandmittel genügt an sich der ihm gestellten Aufgabe, die Wunde vor einem unmittelbaren Kontakt
mit Verbandmaterial zu bewahren, vollauf, es hat jedoch den Nachteil, dass es den besonderen Gegebenheiten bei
stark nässenden Wunden insofern nicht gerecht wird; als die Schalenränder unmittelbar auf den wundnahen Hautbereichen
aufliegen, zu Ansammlung von ablaufender Wundflüssigkeit oder zu Austritt von Wundflüssigkeit unter der
Verbandstelle hervor führen können. Die einfache Unterlage von saugfähigem Material unter die aufliegenden Schalenränder
ist schwierig bzw. leicht Verschiebungen ausgesetzt, so dass leicht die beabsichtigte Wirkung derartiger Unterlagen
beeinträchtigt wird, wobei im ungünstigsten Falle das Unterlagematerial sogar wieder mit der eigentlichen
Wundfläche in Berührung kommen kann.
Hier Abhilfe zu schaffen, ist Aufgabe der vorliegenden
Neuerung, gemäss der die an sich bekannte Wundabdeckungsschale dahingehend ausgebildet werden soll, dass Fie bezüglich
der Anbringung von saugfähigem und druckminderdem Unterlagematerxal bessere Gebrauchsmöglichkeiten als bisher
bietet.
Aufgabenstellung ist durch eine Wundabdeckung der genannten Art gelöst, die nach der vorliegenden Neuerung
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Wulstränder mit einer saugfähigen, auswechselbaren Umhüllung bzw, Auflagen versehen
sind.
Diese Lösung bietet den Vorteil, daß die Abdeckungsschale vor Aufbringung längs ihrer Auflageränder mit einer saugfähigen
Schicht versehen wird, die beim Aufsetzen der Schale nicht mehr verrutschen kann, die den Wundbereich nach
außen dichtet, so daß keine WundflUssigkeit mehr abfließen kann und die schließlich im Bedarfsfall in einfacher Weise
gegen eine neue Beschichtung ausgetauscht werden kann.
Weitere Einzelheiten werden nachfolgend anhand einer zeichnerischen
Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
IijÖieser Darstellung zeigt
■ Fig. 1 im Schnitt eine Wundabdeckungsschale mit einer
auswechselbaren Umhüllung;
f. Fig. 2 schematisch eine an einem Bein angebrachte Wund-
f, abdeckungsschale;
Fig. 3 eine Ausführunga.?orm des Wulstrandes;
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform des Wulstrandes; Fig. 3 in perspektivischer Darstellung eine besondere
AusjPührungsform des VuIStrandbereiches mit einem
zugeordneten Klemmring und Fig. 6 einen Schnitt längs Linie A-B gemäß Fig. 6 durch
Wulstrandbereichschale und den Klemmring.
Die im oberen Bereich mit Lochungen 2 versehene Schale 1 weist auf ihrem Gesamtumfantf einen Vulstrand bzw. Auflagerand
3 auf, der mit einer aus saugfähigem Material bestehenden Umhüllung bzw. Beschichtung 4 versehen ist. Vorteilhaft
ist diese Umhüllung 4 in ihrem Zuschnitt der Form der Wulstränder angepaßt.
Die Festlegung dieses Umhüllungs- bzw. Besciiichtungsmaterials
kann in verschiedener Weise erfolgen. Beispielsweise ist es möglich, das Umhüllungsmaterial in sich so weit formsteif
auszubilden, daß es einfach unter gewisser Ringspannung auf den Wulstring 3 geschoben werden kann, und sich darm in
dieser Stellung selbst hält.
Gemäß Fig, 2 ist es aber auch möglich, nach Auflage des TJmhüllungs- bzw. Beschichtungsmaterials 4 einen Spannring
5 vorzusehen, der mit mindestens einem Haitestrang 6 versehen
ist, so daß dadurch einerseits die Schale 1 beispielsweise am Bein über der Wundfläche 15 gehalten und anderer-
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seits gleichzeitig die Umhüllung bzw. Beschichtung 4 pm
Wulstrand selbst festgelegt werden kann.
Wulstrand selbst festgelegt werden kann.
Es ist auch möglich, den Wulst-bzw, Auflagerand 31 gem.
Fig. 3 doppelseitig auszubilden, so daß neben einem
äußeren Klemmring 5 noch ein innerer Spannring 7 vorge- §
sehen werden kann. I
Gem. Fig. 4 besteht eine zu bevorzugende Ausführungsform J
darin, daß die Unt3rseite des Schalenauflagerandes 14 f.
<· mit einem klettenbandartigen Besatz 141 versehen ist, j
ι der sich in einer ringförmig zugeschnittenen Beschichtung j
festkrallt, die dadurch eine sehr einfache Fixierung auf | der Unterseite des Auflagerandes erfährt. Zur Halterung !
dieser Schale sind zweckmäßig an geeigneter Stelle des j
i unteren Schalenrandes Halteelemente befestigt, abgesehen
von der ansich bekannten Möglichkeit, die Schale insgesamt
beispielsweise am Bein mit einer Luftlöcher freilassenden Bandage festzulegen. \
Eine wpitere Ausführungsform ist in den Fig. 5 und 6
^rgestellt, wobei dem Schalenauflagerand 3" ein doppelt
wirkender Klemmring zugeordnet ist. Hierfür ist der untere Schalenrand mit Ausnehmungen 8 und derAuflagerand 3"
mit Ausnehmungen 9 versehen, die ineinander übergehen.
^rgestellt, wobei dem Schalenauflagerand 3" ein doppelt
wirkender Klemmring zugeordnet ist. Hierfür ist der untere Schalenrand mit Ausnehmungen 8 und derAuflagerand 3"
mit Ausnehmungen 9 versehen, die ineinander übergehen.
Der zugeordnete, doppelt wirkende Klemmring weist Stege
Π und zwischenliegende Schlitzöffnungen 13 auf, so daß der Ring über den unteren Schalenrand geschoben werden
kann, wobei die Stege 11 in die Ausnehmungen 8 eingreifen. Da die Schale mit Rücksicht auf ihre Anpassl>arkeit
an bestimmte Körperflächen sowieso aus mehr oder weniger elastischem Material, beispielsweise relativ weichem
Kunststoff besteht, können die Schlitze 13 bzw. der Ring 10 mit den Schlitzen 13 über die Auflagerandbereiche geschnappt
werden, die zwischen den Ausnehmungen 8r 9 liegen.
Im aufgeschnappten Zustand des Ringes 10 an der Schale 1 bilden diese gewissermaßen eine Einheit, wobei
am Ring 10 Haltestränge 12 vorgesehen sind,, die vorzugsweise
aus elastischem Bandmaterial bestehen. Zwischen den aufgeschnappten Ring und dem Auflagerand 3" können
dann die Randlappen des saugfähigen Beschichtungsmaterials
eingeschoben werden, wobei dann dessen endgültige Festlegung und Festklemmung erfolgt, wenn die ganze Anordnung
beispielsweise mit den Haitesträngen 12 am Bein festgelegt
werden, wodurch auf Grund der Elastizität der Haltestränge einerseits derRing 10 gegen den Auflagerand 3"
und damit auch die gesamte Schale 1 über der Wundfläche 15 festgehalten wird.
Claims (7)
1. Wandabdeckung für stark nässende Wunden, insbesondere
Wunden an sog. offenen Beinen, bestehend aus einer elastischen, mit Löchern versehenen, einen Hohlraum über
der Wunde einschließenden Schale, die mit Halteelementen zur Festlegung über der Wunde und mit einem Auflagewulst
für die Abstützung außerhalb der Wundränder ausgestattet ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Wulst- bzw. Auflageränder (3, 3', 3")
der Schale (1) mit einer saugfähigen, auswechselbaren Umhüllung bzw. Beschichtung (4) versehen sind.
2. Wundabdeckunt, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß die Umhüllung bzw. Beschichtung (4) der Wulstränder (3, 3', 3") im Zuschnitt
der Form der Wulstränder (3, 3', 3") angepaßt ist.
3* Wundabdeckung nach Anspruch 1 und/oder 2, da d u r c h
ge kennzeichnet , daß der Wulstrand (3) mindestens nach einer Seite hin in Form einer Hohlkehle
ausgebildet ist, der ein Klemmelement, wie Klemmring (5),
zugeordnet ist.
4. Wandabdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß der Klemmring mit Haltesträngen
(6) verbunden ist.
5. Wundabdeckung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch
gekennzeichnet , daß die Unterseite des Schalenauflagerandes (14) mit einem kle tenbandartigen
Besatz (144) versehen ist*
6. Wundabdeckung nach Anspruch ■; und/oder 2, dadurch
gekennzeichnet , daß der Auflagercind (3")
mit mindestens zwei, sich an der Schale gegenüberliegenden Ausnehmungen (9) versehen ist, die in Ausnehmungen
(8) im unteren Schalenbereich übergehen, wobei der Schale (1) ein Klemmring (10) zugeordnet ist, der den
Ausnehmungen (8,9) entsprechende Stege (11) aufweist, zwischen denen schlitzartige Öffnungen (13) verlaufen
und der ferner mit Haltesträngen (12) verbunden ist.
7. Wundabdeckung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß die saugfähige Umhüllung bzw. Beschichtung (4) in sich formsteif ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6750078U DE6750078U (de) | 1968-06-19 | 1968-06-19 | Wundabdeckung fuer stark naessende wunden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6750078U DE6750078U (de) | 1968-06-19 | 1968-06-19 | Wundabdeckung fuer stark naessende wunden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6750078U true DE6750078U (de) | 1969-01-02 |
Family
ID=33461503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE6750078U Expired DE6750078U (de) | 1968-06-19 | 1968-06-19 | Wundabdeckung fuer stark naessende wunden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6750078U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8813733U1 (de) * | 1988-11-03 | 1989-03-16 | Waßer, Gerhard Hans, Dr.med., 4100 Duisburg | Folie für die Behandlung von Hautstellen |
-
1968
- 1968-06-19 DE DE6750078U patent/DE6750078U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8813733U1 (de) * | 1988-11-03 | 1989-03-16 | Waßer, Gerhard Hans, Dr.med., 4100 Duisburg | Folie für die Behandlung von Hautstellen |
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