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DE674037C - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen

Info

Publication number
DE674037C
DE674037C DEC49143D DEC0049143D DE674037C DE 674037 C DE674037 C DE 674037C DE C49143 D DEC49143 D DE C49143D DE C0049143 D DEC0049143 D DE C0049143D DE 674037 C DE674037 C DE 674037C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strip
metal strip
bending
bearing cover
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC49143D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cleveland Graphite Bronze Co
Original Assignee
Cleveland Graphite Bronze Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cleveland Graphite Bronze Co filed Critical Cleveland Graphite Bronze Co
Priority to DEC49143D priority Critical patent/DE674037C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE674037C publication Critical patent/DE674037C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K20/00Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
    • B23K20/04Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating by means of a rolling mill

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und eine'm Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen und auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Es ist an sich bekannt, einen Teil des Überzugsmetalls vom Bimetallstreifen beim Flachrichten zu entfernen. Die Erfindung gibt zu diesem Zweck ein besonders vorteilhaftes Verfahren, welches darin besteht, daß man den Bimetallstreifen in angewärmtem Zustand, z. B. nach dem Austreten aus der Plattierungskammer, von einem Ende bis zum anderen unter Spannung setzt, durch Federdruck o. dgl. bremst und über einer oder mehrere in der Querrichtung zum Streifen angeordnete gerade Kanten oder Rollen biegt und den Streifen auf dem Scheitelpunkt oder den Scheitelpunkten der .Biegestelle oder Biegestellen von außen her, also auf der Seite des Lagerdeckmetalls, während' des Zuges und des Spannens durch spannabhebende Bearbeitung auf die erforderliche Stärke bringt.
Es ist an sich bekannt, Blechstreifen zum Zwecke des Flachrichtens einer Zugbeanspruchung zu unterwerfen. Ebenso ist es an sich bekannt, Blechstreifen mittels einer Bremseinrichtung zu spannen. Auch das winkelförmige Biegen der Bahn zur Unterstützung der Richtwirkung des Streckens ist bekannt. Schließlich ist bereits mehrfach vorgeschlagen worden, in der Zuführungsbahn von Metallstreifen Schneidwerkzeuge anzubringen.
Wenn demnach auch einzelne Schritte des Verfahrens gemäß der Erfindung bekannt sind, so ergibt das Verfahren, als Ganzes gesehen, doch ganz erhebliche Vorteile für die Bearbeitung von Bimetallstreifen. Zunächst sei darauf hingewiesen, daß die Bearbeitung in unmittelbarem Anschluß an die Herstellung des Verbundstreifens selbst erfolgt, so daß sich eine besondere Neueinspannung des aufgerollten Bandes oder gar ein getrenntes Hantieren von Einzelstücken, beispielsweise zur Lagerschalenherstellung, erübrigt. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß durch das unter Spannung ausgeführte Abbiegen des Bimetallstreifens über gerade, quer zur Laufrichtung des Streifens liegende Biegekanten oder Biegerollen ein Verbeulen oder Werfen der Metallfläche vermieden wird, ein Umstand, "der bei Verbundmetallen mit zwei Metallarten verschiedener innerer Spannung wesent-Hch ist. Die spanabhebende Bearbeitung kann
dabei auf der Scheitellinie vollkommen plan erfolgen. Zusätzlich ergibt sich noch der Vorteil einer leichteren, gleichmäßigeren und besseren Spanabhebung wegen der Lockerung '5 des Werkstoffgefüges an der Biegestelle und der anschließenden Wiederverdichtung des Gefüges bei der folgenden Streckung. Dadurch wird ein Aufstauchen und Quetschen des Spanes und die dadurch meist hervorgerufene Unsauberkeit der Oberfläche vermieden. Das in der Tangente mit kleinerem Freiwinkel und größerem Spanwinkel ansetzende Werkzeug kann wegen des leichteren Spanabflusses schwingungsfreier und' daher genauer arbeiten. Durch die gesteigerte Durchschlagkraft des Werkzeuges wird eine glatte und maßhaltige Oberfläche erzielt, so daß die Werkstoffzugabe kleiner gehalten werden kann. Es sei noch daraufhingewiesen, daß die wesentlichste Ursache der ungenügenden Wirkungsweise des üblichen Fräsens, nämlich das Gleiten der Fräserschneide auf der bereits gefrästen Oberfläche, vor dem eigentlichen Schnittbeginn erfindungsgemäß beseitigt wird; dabei ist für die Genauigkeit des Arbeitens wichtig, daß der Fräser nicht ein gleichmäßig belasteter Maschinenteil ist, sondern andauernd unterbrochene Kraftstöße erhält. Durch die Anordnung der Fräser über dem Scheitelpunkt des abgebogenen Bimetallstreifens wird außerdem die Reibung vermindert oder ganz vermieden, welche üblicherweise durch den über die Zahnbrust abfließenden Span und durch das Voreilen des Schneidenrückens an dem Werkstück entsteht und zu Temperatursteigerung der Schneide Und dadurch zu ihrer Abstumpfung und damit zu höherem Verschleiß führt.
Die Zeichnung stellt eine Vorrichtung zur Erzielung des Erfindungsgegenstandes dar.
Abb. ι zeigt in mehr oder weniger schema-
tischer Seitenansicht eine Vorrichtung, die sich zur Ausführung des neuen Verfahrens eignet.
Abb. 2, 3 und 4 sind Schnitte nach Linien 2-2, 3-3 und 4-4 der Abb. 1.
Es ist zu bemerken, daß der Ausdruck Stahl im folgenden irgendein geeignetes Metall bezeichnet, das für den Deck- oder Verstärkungsstreifen des herzustellenden Bimetallelementes verwendet wird; es können selbstverständlich auch andere Stoffe, wie beispielsweise Bronze und andere ähnliche Metalle, als Verstärkungsmetall für gewisse Zwecke Verwendung finden. In ähnlicher Weise ist der Ausdruck Lagermetall, wenn er im folgenden verwendet wird, so gemeint, daß er sich auf jedes geeignete Metall bezieht, das weicher ist als das Verstärkungs- oder Deckmetall und einen niedrigeren Schmelzpunkt hat. ■
In Abb. ι ist ein Stahlstreifen 1 dargestellt, der durch eine Kammer 2 geht, in welcher ein Bad von geschmolzenem Lagermetall in Berührung mit der Oberseite und Vorzugsweise nur mit einem bestimmten Teil der Oberseite des Stahlstreifens 1 gehalten wird. Beim Austreten aus der Kammer 2 ist. der Streifen 1 mit einer Decke 3 aus Lagermetall versehen, welche durch irgendein geeignetes Mittel verfestigt werden kann, um einen Bimetallstreifen 4 aus Stahl und Lagermetall zu bilden. Dieser Streifen geht dann durch eine Bremse oder eine Gleitvorrichtung, die aus Schuhen 5 und Federn 6 besteht, welche einen Widerstand gegenüber der Bewegung des Bimetallstreifens ausüben. Der Streifen kommt von der beschriebenen Hemmvorrichtung über eine Tragrolle 7. und geht unter einer Bearbeitungsrolle oder Schneidvorrichtung 8 durch. Dann geht er über eine zweite Tragrolle 9 und eine zweite Bearbeitungsrolle 10 und darauf durch Zugrollen 11, worauf der Bimetallstreifen zu einer Spule 12 für die Lagerung und darauffolgende Verwendung aufgerollt wird.
Beim Austritt aus der Kammer mit geschmolzenem Lagermetall hat der Bimetallstreifen die in Abb. 2 dargestellte Form, bei der das Lagermetall 3 auf den Mittelteil des Stahlstreifens 1 aufgebracht ist, während die Kanten 13 des Streifens während des Durchganges desselben durch das. Bad freigeblieben sind, um ein Herumlaufen des Lagermetalls um die Kanten des Streifens und zwischen dem Boden des Streifens und dem Tragboden der Kammer 2 zu verhindern. Bei dieser Stufe des Verfahrens ist das Lagermetall auf dem Streifen etwas dicker, als der Überzug sein soll, und während der Stahlstreifen-gewohnlich ganz genau in der Dicke und gleichförmig in den Umrissen ist, ist er manchmal etwas konkav und auch leicht verzogen infolge der Erhitzung in der Kammer. Es ist nicht möglich, den Lagermetallüberzug genau zu bearbeiten, um eine gleichförmige Dicke zu erhalten, außer wenn die Unregelmäßigkeitendes Stahles beseitigt oder ausgeglichen werden. Da diese Unregelmäßigkeiten nicht gleichförmig sind, können sie natürlich nicht no ausgeglichen werden, auch wenn dies eine handelsübliche Operation wäre. Gemäß der Erfindung fand man nun, daß man, wenn man den Kompositionsstreifen einer starken Zugkraft aussetzt, die Unregelmäßigkeiten in "5 dem Streifen ausgleichen und den Lagermetallüberzug in dieser Lage des Streifens genau und auf eine bestimmte, vorher festgelegte Dicke bearbeiten kann. Dies wird erreicht, indem man den Streifen unter einen durch die Hemmvorrichtung S und.die Zugrollen 11 erzeugten schweren Zug bringt und
gleichzeitig den Streifen aus seiner Normallage durch das Laufen über die Tragrollen 7 und 9 biegt. Die Schneidvorrichtung 8 nimmt einen rohen Schnitt von der Oberfläche des Lagermetalls, während die Schneidvorrichtung 10 diese Operation vervollständigt, wobei beide Schneidvorrichtungen nur- sehr wenig Material abnehmen und eine sehr genaue und glatte Oberfläche erzeugen, während sie gleichzeitig eine gleichmäßige Dicke des Lagermetallüberzuges auf dem Stahl bewirken. Es wurde als notwendig befunden, einen starken Zug auf den Streifen auszuüben, welcher natürlich in Abhängigkeit von der Dicke, der Spannungsfestigkeit und der Breite des Streifens verändert werden muß, aber in allen Fällen für die Spannung des Streifens ausreichen muß, so daß seine ganze Breite am Bearbeitungspunkte in Berührung mit der Tragrolle stehen muß. Das Ergebnis ist ein Bimetallstreifen, wie er in Abb. 4 gezeigt ist, der auf eine gleichmäßige Dicke und glatte Oberfläche gebracht ist. Darauf können, falls dies gewünscht wird, die Kanten des Streifens entfernt werden, um die Breite des Lagermetalls von gleicher Ausdehnung mit der des Tragstreifens zu machen.
Das Prinzip der Erfindung kann anstatt für die ausgeführte noch für andere Anwendungsarten Verwendung finden, wobei sowohl hinsichtlich der Mittel als auch der Verfahrensstufen Veränderungen vorgenommen werden können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Verfahren zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß man den Streifen in angewärmtem Zustand, z. B. nach Austreten aus der Plattierungskammer, von einem Ende bis zum anderen unter Spannung setzt, durch Federdruck o. dgl. bremst und über eine oder mehrere in der Querrichtung zum Streifen angeordnete gerade Kanten oder Rollen biegt und den Streifen auf dem Scheitelpunkt oder den Scheitelpunkten der Biegestelle oder Biegestellen von außen her, also auf der Seite des Lagerdeckmetalls, während des Zuges und des Spannens durch spanabhebende Bearbeitung auf die erforderliche Stärke bringt.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Hemmvorrichtung (5) unmittelbar hinter einer Anwärmevorrichtung, z. B. der Plattierungskammer (2), und eines Zugrollenpaares (ii), zwischen Bremse und Zugrollenpaar angeordneter Abbiegerollen (7, 9), über welche der gespannte Bimetallstreifen an den Biegungslinien über das Grundmetall gebogen wird, und spanabhebender Bearbeitungsvorrichtungen (8, 10) oberhalb der Abbiegerollen (7, 9).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC49143D 1934-04-24 1934-04-24 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen Expired DE674037C (de)

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