DE674037C - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden BimetallstreifenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K20/00—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
- B23K20/04—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating by means of a rolling mill
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen
und eine'm Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen und auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist an sich bekannt, einen Teil des Überzugsmetalls vom Bimetallstreifen beim Flachrichten zu entfernen. Die Erfindung
gibt zu diesem Zweck ein besonders vorteilhaftes Verfahren, welches darin besteht,
daß man den Bimetallstreifen in angewärmtem Zustand, z. B. nach dem Austreten aus der
Plattierungskammer, von einem Ende bis zum anderen unter Spannung setzt, durch Federdruck
o. dgl. bremst und über einer oder mehrere in der Querrichtung zum Streifen
angeordnete gerade Kanten oder Rollen biegt und den Streifen auf dem Scheitelpunkt oder
den Scheitelpunkten der .Biegestelle oder Biegestellen von außen her, also auf der Seite
des Lagerdeckmetalls, während' des Zuges und des Spannens durch spannabhebende Bearbeitung
auf die erforderliche Stärke bringt.
Es ist an sich bekannt, Blechstreifen zum Zwecke des Flachrichtens einer Zugbeanspruchung zu unterwerfen. Ebenso ist es an sich bekannt, Blechstreifen mittels einer Bremseinrichtung zu spannen. Auch das winkelförmige Biegen der Bahn zur Unterstützung der Richtwirkung des Streckens ist bekannt. Schließlich ist bereits mehrfach vorgeschlagen worden, in der Zuführungsbahn von Metallstreifen Schneidwerkzeuge anzubringen.
Es ist an sich bekannt, Blechstreifen zum Zwecke des Flachrichtens einer Zugbeanspruchung zu unterwerfen. Ebenso ist es an sich bekannt, Blechstreifen mittels einer Bremseinrichtung zu spannen. Auch das winkelförmige Biegen der Bahn zur Unterstützung der Richtwirkung des Streckens ist bekannt. Schließlich ist bereits mehrfach vorgeschlagen worden, in der Zuführungsbahn von Metallstreifen Schneidwerkzeuge anzubringen.
Wenn demnach auch einzelne Schritte des Verfahrens gemäß der Erfindung bekannt
sind, so ergibt das Verfahren, als Ganzes gesehen, doch ganz erhebliche Vorteile für die
Bearbeitung von Bimetallstreifen. Zunächst sei darauf hingewiesen, daß die Bearbeitung
in unmittelbarem Anschluß an die Herstellung des Verbundstreifens selbst erfolgt, so
daß sich eine besondere Neueinspannung des aufgerollten Bandes oder gar ein getrenntes
Hantieren von Einzelstücken, beispielsweise zur Lagerschalenherstellung, erübrigt. Ein
weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß durch das unter
Spannung ausgeführte Abbiegen des Bimetallstreifens über gerade, quer zur Laufrichtung
des Streifens liegende Biegekanten oder Biegerollen ein Verbeulen oder Werfen der
Metallfläche vermieden wird, ein Umstand, "der bei Verbundmetallen mit zwei Metallarten
verschiedener innerer Spannung wesent-Hch ist. Die spanabhebende Bearbeitung kann
dabei auf der Scheitellinie vollkommen plan erfolgen. Zusätzlich ergibt sich noch der
Vorteil einer leichteren, gleichmäßigeren und besseren Spanabhebung wegen der Lockerung
'5 des Werkstoffgefüges an der Biegestelle und der anschließenden Wiederverdichtung des
Gefüges bei der folgenden Streckung. Dadurch wird ein Aufstauchen und Quetschen
des Spanes und die dadurch meist hervorgerufene Unsauberkeit der Oberfläche vermieden. Das in der Tangente mit kleinerem
Freiwinkel und größerem Spanwinkel ansetzende Werkzeug kann wegen des leichteren
Spanabflusses schwingungsfreier und' daher genauer arbeiten. Durch die gesteigerte
Durchschlagkraft des Werkzeuges wird eine glatte und maßhaltige Oberfläche erzielt, so
daß die Werkstoffzugabe kleiner gehalten werden kann. Es sei noch daraufhingewiesen,
daß die wesentlichste Ursache der ungenügenden Wirkungsweise des üblichen Fräsens,
nämlich das Gleiten der Fräserschneide auf der bereits gefrästen Oberfläche, vor dem
eigentlichen Schnittbeginn erfindungsgemäß beseitigt wird; dabei ist für die Genauigkeit
des Arbeitens wichtig, daß der Fräser nicht ein gleichmäßig belasteter Maschinenteil ist,
sondern andauernd unterbrochene Kraftstöße erhält. Durch die Anordnung der Fräser über
dem Scheitelpunkt des abgebogenen Bimetallstreifens wird außerdem die Reibung vermindert
oder ganz vermieden, welche üblicherweise durch den über die Zahnbrust abfließenden
Span und durch das Voreilen des Schneidenrückens an dem Werkstück entsteht
und zu Temperatursteigerung der Schneide Und dadurch zu ihrer Abstumpfung und damit
zu höherem Verschleiß führt.
Die Zeichnung stellt eine Vorrichtung zur Erzielung des Erfindungsgegenstandes dar.
Abb. ι zeigt in mehr oder weniger schema-
tischer Seitenansicht eine Vorrichtung, die sich zur Ausführung des neuen Verfahrens
eignet.
Abb. 2, 3 und 4 sind Schnitte nach Linien 2-2, 3-3 und 4-4 der Abb. 1.
Es ist zu bemerken, daß der Ausdruck Stahl im folgenden irgendein geeignetes
Metall bezeichnet, das für den Deck- oder Verstärkungsstreifen des herzustellenden Bimetallelementes
verwendet wird; es können selbstverständlich auch andere Stoffe, wie beispielsweise Bronze und andere ähnliche
Metalle, als Verstärkungsmetall für gewisse Zwecke Verwendung finden. In ähnlicher
Weise ist der Ausdruck Lagermetall, wenn er im folgenden verwendet wird, so gemeint,
daß er sich auf jedes geeignete Metall bezieht, das weicher ist als das Verstärkungs- oder
Deckmetall und einen niedrigeren Schmelzpunkt hat. ■
In Abb. ι ist ein Stahlstreifen 1 dargestellt,
der durch eine Kammer 2 geht, in welcher ein Bad von geschmolzenem Lagermetall in
Berührung mit der Oberseite und Vorzugsweise nur mit einem bestimmten Teil der
Oberseite des Stahlstreifens 1 gehalten wird. Beim Austreten aus der Kammer 2 ist. der
Streifen 1 mit einer Decke 3 aus Lagermetall versehen, welche durch irgendein geeignetes
Mittel verfestigt werden kann, um einen Bimetallstreifen 4 aus Stahl und Lagermetall zu
bilden. Dieser Streifen geht dann durch eine Bremse oder eine Gleitvorrichtung, die aus
Schuhen 5 und Federn 6 besteht, welche einen Widerstand gegenüber der Bewegung des Bimetallstreifens
ausüben. Der Streifen kommt von der beschriebenen Hemmvorrichtung über
eine Tragrolle 7. und geht unter einer Bearbeitungsrolle oder Schneidvorrichtung 8
durch. Dann geht er über eine zweite Tragrolle 9 und eine zweite Bearbeitungsrolle 10
und darauf durch Zugrollen 11, worauf der Bimetallstreifen zu einer Spule 12 für die
Lagerung und darauffolgende Verwendung aufgerollt wird.
Beim Austritt aus der Kammer mit geschmolzenem
Lagermetall hat der Bimetallstreifen die in Abb. 2 dargestellte Form, bei
der das Lagermetall 3 auf den Mittelteil des Stahlstreifens 1 aufgebracht ist, während die
Kanten 13 des Streifens während des Durchganges desselben durch das. Bad freigeblieben
sind, um ein Herumlaufen des Lagermetalls um die Kanten des Streifens und zwischen
dem Boden des Streifens und dem Tragboden der Kammer 2 zu verhindern. Bei dieser
Stufe des Verfahrens ist das Lagermetall auf dem Streifen etwas dicker, als der Überzug
sein soll, und während der Stahlstreifen-gewohnlich
ganz genau in der Dicke und gleichförmig in den Umrissen ist, ist er manchmal
etwas konkav und auch leicht verzogen infolge
der Erhitzung in der Kammer. Es ist nicht möglich, den Lagermetallüberzug genau zu
bearbeiten, um eine gleichförmige Dicke zu erhalten, außer wenn die Unregelmäßigkeitendes
Stahles beseitigt oder ausgeglichen werden. Da diese Unregelmäßigkeiten nicht
gleichförmig sind, können sie natürlich nicht no
ausgeglichen werden, auch wenn dies eine handelsübliche Operation wäre. Gemäß der
Erfindung fand man nun, daß man, wenn man den Kompositionsstreifen einer starken Zugkraft
aussetzt, die Unregelmäßigkeiten in "5 dem Streifen ausgleichen und den Lagermetallüberzug
in dieser Lage des Streifens genau und auf eine bestimmte, vorher festgelegte
Dicke bearbeiten kann. Dies wird erreicht, indem man den Streifen unter einen
durch die Hemmvorrichtung S und.die Zugrollen 11 erzeugten schweren Zug bringt und
gleichzeitig den Streifen aus seiner Normallage durch das Laufen über die Tragrollen 7
und 9 biegt. Die Schneidvorrichtung 8 nimmt einen rohen Schnitt von der Oberfläche des
Lagermetalls, während die Schneidvorrichtung 10 diese Operation vervollständigt, wobei
beide Schneidvorrichtungen nur- sehr wenig Material abnehmen und eine sehr genaue
und glatte Oberfläche erzeugen, während sie gleichzeitig eine gleichmäßige Dicke des
Lagermetallüberzuges auf dem Stahl bewirken. Es wurde als notwendig befunden, einen
starken Zug auf den Streifen auszuüben, welcher natürlich in Abhängigkeit von der
Dicke, der Spannungsfestigkeit und der Breite des Streifens verändert werden muß,
aber in allen Fällen für die Spannung des Streifens ausreichen muß, so daß seine ganze
Breite am Bearbeitungspunkte in Berührung mit der Tragrolle stehen muß. Das Ergebnis
ist ein Bimetallstreifen, wie er in Abb. 4 gezeigt ist, der auf eine gleichmäßige Dicke und
glatte Oberfläche gebracht ist. Darauf können, falls dies gewünscht wird, die Kanten
des Streifens entfernt werden, um die Breite des Lagermetalls von gleicher Ausdehnung
mit der des Tragstreifens zu machen.
Das Prinzip der Erfindung kann anstatt für die ausgeführte noch für andere Anwendungsarten
Verwendung finden, wobei sowohl hinsichtlich der Mittel als auch der Verfahrensstufen Veränderungen vorgenommen
werden können.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι. Verfahren zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß man den Streifen in angewärmtem Zustand, z. B. nach Austreten aus der Plattierungskammer, von einem Ende bis zum anderen unter Spannung setzt, durch Federdruck o. dgl. bremst und über eine oder mehrere in der Querrichtung zum Streifen angeordnete gerade Kanten oder Rollen biegt und den Streifen auf dem Scheitelpunkt oder den Scheitelpunkten der Biegestelle oder Biegestellen von außen her, also auf der Seite des Lagerdeckmetalls, während des Zuges und des Spannens durch spanabhebende Bearbeitung auf die erforderliche Stärke bringt.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Hemmvorrichtung (5) unmittelbar hinter einer Anwärmevorrichtung, z. B. der Plattierungskammer (2), und eines Zugrollenpaares (ii), zwischen Bremse und Zugrollenpaar angeordneter Abbiegerollen (7, 9), über welche der gespannte Bimetallstreifen an den Biegungslinien über das Grundmetall gebogen wird, und spanabhebender Bearbeitungsvorrichtungen (8, 10) oberhalb der Abbiegerollen (7, 9).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC49143D DE674037C (de) | 1934-04-24 | 1934-04-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC49143D DE674037C (de) | 1934-04-24 | 1934-04-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE674037C true DE674037C (de) | 1939-04-03 |
Family
ID=7026904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC49143D Expired DE674037C (de) | 1934-04-24 | 1934-04-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von aus einem Grundmetallstreifen und einem Lagerdeckmetallstreifen bestehenden Bimetallstreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE674037C (de) |
-
1934
- 1934-04-24 DE DEC49143D patent/DE674037C/de not_active Expired
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