DE6608404U - Tonbandkassette. - Google Patents
Tonbandkassette.Info
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- G11B23/02—Containers; Storing means both adapted to cooperate with the recording or reproducing means
- G11B23/04—Magazines; Cassettes for webs or filaments
- G11B23/08—Magazines; Cassettes for webs or filaments for housing webs or filaments having two distinct ends
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- G09B5/00—Electrically-operated educational appliances
- G09B5/06—Electrically-operated educational appliances with both visual and audible presentation of the material to be studied
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Description
Pator tnriwall
FiC! ■ Ij.t L. λ Main ι
Telefon 68 20 70 : *
Eduard Ritter
Zürich (Schweiz) 4. Mai 1971
Die vorliegende Neuerung betrifft eine Tonbandkassette, insbesondere für beschriftete Tonbänder, enthaltend ein
Gehäuse mit mindestens einer in der Gebrauchslage dem Benutzer zugewandten Fläche, in der ein Sichtfeld ausgebrochen
ist und in welchem Gehäuse eine Abwickel- und eine Aufwickelspule angeordnet sind.
Es sind seit langem Magnettonbänder bekannt, welche mit einem Text entsprechend einer Text-Tonspur bedruckt sind.
Solche bedruckten Tonbänder sind auf gewöhnliche Bandspulen (reel) gewickelt und nicht in Kassetten enthalten.
Für deren Wiedergabe ist ein Tonbandgerät erforderlich t welches
eine besondere optische Ablesevorricbtung aufweist, an der das Tonband für die Wiedergabe vorbeigeführt werden muss, damit der
Text mitgelesen werden kann. Dies bedingt einen zusätzlichen Aufwand und Platzbedarf am Gerät, und das Einschiaufen des Bandes,
dins dem weniger geübten Benutzer ohnehin zuweilen Schwierigkeiten
bereitet, wird weiter kompliziert. Das Abspielen des Bandes ist somit an eine bestimmte Hasse von Spezialgeräten gebunden,
welche die erwähnte Zusatzeinrichtung enthalten, immer vorausgesetzt, dass solche Geräte überhaupt im Handel erhältich sind.
Es ist das Ziel der vorliegenden Neuerung, diesem Mangel abzuhelfen.
Die neuerungsgemässe Tonbandkassette ist dadurch
gekennzeichnet, dass zum gleichzeitigen Ablesen der auf dem Tonband befindlichen Beschriftung mit dem Abhören der
im Tonband gespeicherten akustischen Informationen im Gehäuse zum Vorbeiführen des Tonbandes hinter dem Sichtfeld
in einer der Leserichtung des Schriftbildes entgegengesetzten Richtung geeignete Bandumlenkorgane vorgesehen sind.
Die neue Tonbandkassette kann in jedem gebräuchlichen, zu der Kassette passenden Tonbandgerät abgespielt werden, wobei das
Sichtfeld sowohl an der Flachseite oder aber bei besonderen Kassettenrekordern an einer der Schmalseiten angebracht sein
kann. Die neue Tonbandkassette kann besonders gut und einfach für die audio-visuelle Sprachschulung verwendet werden, ohne
dass zusätzliche Teile oder Geräte gebraucht werden; dazu ist das Sichtfeld so lang ausgebildet, dass gleichzeitig mehrere
Worte des geschriebenen Textes auf dem Tonband sichtbar sind.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Neuerung in Verbindung
mit der zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Tonbandkassette, wobei der Gehäusedeckel grosstenteils weggelassen ist, um das Innere
der Kassette und den Bandlauf sichtbar zu machen, und
Fig. 2 ein Tonband-Kassettengerät mit eingesetztergeschlossener
Kassette gemäss Fig. 1.
Das Gehäuse 1 der Tonbandkassette nach Figur 1 enthält eine Abwickelspule
2 und eine Aufwickelspule 3 mit dem Tonband β. Der
dem Betrachter zugewendete, die eine Flachseite des Gehäuses bildende Gehäusedeckel I1 ist nur teilweise dargestellt, damit
die exwähnten. Spulen und der Bandiauf sichtbar sind. Bei einer
üblichen Tonbandkassette dieser Art lauft das Magnettonband 6 vöi
der Abwickelspule 2, wie bei 61 strichpunktiert angedeutet, direkt
auf eine Umlenkrolle 4, entlang der unteren Gehäuse-Schmalseite
an den Aufnahme-, Wiedergabe- und Löschköpfen (nicht dargestellt) des Tonbandgerätes vorbei, zur Umlenkrolle 5 und von
dieser auf die Aufwickelspule 3· Im Falle der dargestellten, erfindungsgemassen
Kassette ist das Tonband 6 zwischen der Abwikkelspule 2 und der Umlenkrolle k über zusätzliche in der Kassette
enthaltene Umlenkmittel geführt: Es läuft von der Spule 2 über eine in der Kassette lose drehbar gelagerte Umlenkrolle 7, eine
weitere, rechts in der Kassette mit liegender Achse gelagerte, drehbare Umlenkrolle 8, hierauf nach links quer durch die Kassette
und um einen Führungsstab 10 herum, welcher in der linken oberen Kassettenecke unter einem V7inkel von 45 befestigt ist,
von dort zur ISnlsiikrolle k und schliesslic-h über die Rolle 5
Aufwickelspule 3» Zwischen der Rolle 8 und dem Stab 10 liegt das Band in einer Ebene parallel zum Gehäusedeekel I1 und direkt
•unter diesem und läuft von rechts nach links· Der betreffende
Bandabschnitt ist durch ein im Deckel 1' angebrachtes Sichtfeld
oder Fenster 9 (Fig. 2) sichtbar.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Tonband 6 für die Zwecke der Sprachschultmg in folgender Weise ausgerüstet: Mindestens
stellenweise ist das Band vom Sprachlehrer mit einem fremdsprachigen Lehrtext besprochen (dazwischen können unbesprochene
Bandabschnitte ausgespart sein, die für vom Lernenden zu sprechende Kontrollaufnahmen reserviert sind). Neben der
akustischen Aufzeichnung des Lehrtextes ist das Tonband auch mit dem entsprechenden Text in schriftlicher Wiedergabe versehen;
neben dem fremdsprachigen Lehrtext kann auch dessen Übersetzung in Sehrifitfors wiedergegeben sein. Die akustische und die
visuelle Aufzeichnung entsprechender Textstellen sind dabei entlang
dem Tonband 6 um einen bestimmten Betrag versetzt, so dass
-5.8.71
bei der Wiedergabe im Tonbandgerät 11 die jeweils am Wiedergabekopf
vorbeilaufenden, vom Lernenden gehörten Worte synchron im Sichtfeld 9 lesbar sind. Vorteilhaft ist dabei das Sichtfeld von
ausreichender Länge, so dass gleichzeitig mehrere Worte des geschriebenen Textes überblickt werden können.
Indem der Lernende die akustische und die visuelle Textaufzeiehnung
zwangsläufig synchron aufnimmt, werden ausserordentliche Lernerfolge erzielt. Bei üblichen Lehrmethoden mit Verwendung von
Tonbändern liegt der geschriebene Text z.B. in Form eines Textheftes vor« Dabei bereitet es erfahrungsgemäss erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten,
immer die richtige Textstelle im Heft mitzulesen bzw. beim Repetieren wiederzufinden. Mit der neuerungs
gemässen Anordnung kann der Schüler zu Beginn seiner Übungen auch;
eine beliebige Stelle innerhalb der Bandlänge bei noch abgeschalteter akustischer Wiedergabe leicht auffinden, ohne durch
die nichterwünschten Geräusche beim Schnelldurchlauf abgelenkt
zu werden^ auch wird er beim Mitlesen nicht durch andere Text-*
Die zur Anwendung gelangende Baiid;gesel«si&diffkeit soll einerseits
natürlich eine ausreichende akustische Wiedergäbegute gewährleisten,
andererseits aber nicht zu gross sein, damit der Text mühelos gelesen werden kann, was wiederum auch von der Schriftgrösse
abhängt· Da für die Sprachwiedergabe eine relativ niedrige (Bandgeschwindigkeit durchaus genügt und ferner für das Lesen
günstige Verhältnisse vorliegen, indem die Blickrichtung des
Lesenden sich automatisch auf das Sichtfeld konzentriert, lässt
sich leicht ein geeigneter KomproinissYrert für die Geschwindigkeit!
finden} als Beispiel sei eine Bandgeschwindigkeit in der Grössenordnung
von etwa 3 bis 3,5 cm/s angegeben. ι
ι Die vorstehend beschriebene, neueningsgemässe Kassettenanordnung |
lässt sich ausser für den Sprachunterricht selbstverständlich auch für mannigfache weitere Tint err ichtszwecke, insbesondere beim
Selbstunterricht, mit Vorteil anwenden. Bekanntlich wird das Er-
c c η ο /. η /.
fassen eines bestimmten Sachverhaltes und das Einprägen im Gedächtnis entscheidend gefördert, wenn der Inhalt gleichzeitig
sowohl visuell als auch akustisch vom Lernenden aufgenommen wird. Mit der vorliegenden Anordnung wird diese Tatsache in hohem Maße
ausgenützt, indem, anders als beim Lesen von einem bedruckten Blatt, immer nur die jeweils benötigte Teäctstelis genavi synchron
mit der akustischen Wiedergabe vermittelt wird.
Gegenüber dem dargestellten Ausführungsbeispiel einer Tonbandkassette
sind natürlich vielerlei Varianten im konstruktiver
Hinsicht denkbar· So ist es möglich, die Sichtöffnung an einer Schmalseite der Kassette vorzusehen, entweder mit entsprechender
direkter Blickrichtung bei anderer Gebrauchslage des» Gerätes oder bei umlenkung der Blickrichtung, z.B» mittels eines 45 -Spiegels,
der im Inaern der Kassette oder auch am Gerät angeordnet sein kann. Dabei kann usteE1 umständen auf zusätzliche üaslealc— und
Führungsmittel für das Tonband in der Kassette verzichtet werden. Der Kassettendeckel ist vorzugsweise aufklappbar? die Spulenlagerungen
können dann mit Vorteil so ausgebildet sein, dass ge- «■HhTtl ich β Tonbandspulen eingesetzt werden können, so dass auch
Tonbandgeräte, welche keine Kassetteneinrichtung aufweisen, als Sassettesgsrsts -s-en^endbar si-neU Die Spulesachgen der Kassetten
können dabei so ausgebildet sein, dass sie auf die Antriebszapfen von mehreren verschiedenen, im Handel befindlichen Tonbandgeräten
passen·
Auch in anderem Zusammenhang als mit Sprachtexten lassen sich !visuelle Markierungen auf Tonbändern mit Vorteil anwenden« Beispielsweise
kann ein bespieltes Tonband, das eine Mehrzahl von !Musikstücken enthält, mit einer Sichtmarke am Beginn jedes
Stückes versehen werden. Die Sichtmarke kann als Farbmarkierung, Zahlenbeschriftung, aber auch als sichtbare, mechanische Gestaltänderung
in Form von Kerben, Prägungen oder dergleichen ausgebildet sein. Auch bei schnellem Banddurchlauf können solche Markierungen
leicht visuell erfasst werden, ohne dass die akustische Wiedergabe erforderlich ists wodurch sich rasch und mit Leichtigkeit
eine gewünschte, ausgeprägte Bandstelle auffinden und vor-
■ ·
einstellen lässt. Das A-afbringen der visuellen Markierungen auf J
deiB Tonband kann in verschiedener Weise erfolgen. Beispielsweise j
köanen Bänder verwesdst werden, welche eine lichtempfindliche
Emulsion aufweise^ auf der dann ein Schrifttext mittels eines
phot ο graphisch en Kopier-verf abs öüs aufgebracht wird. Anderweitige,
auch nicht photographische Kopierverfahren sind ebenfalls anwendbar. Ferner ist die Beschriftung der Bänder mittels einer in geeigneter
Weise hergerichteten Schreibmaschine oder mittels eines
Fernschreibers zu erwähnen, wobei diese Geräte in an sich bekannter Weise selbsttätig und wiederholtj z.B. mittels Lochstreifen
oder dergleichen, gesteuert werden können. Bei Tonbändern mit Sprachtexten wird es im allgemeinen zweckmässig sein,
das Band zuerst mit dem geschriebenen Text zu versehen und erst anschliessend die akustische Information zu speichern, indem beim
Durchlauf des Bandes in einem Aufnahmegerät der Text abgelesen
und synchron aufgesprochen wird.
Ein besonderer Vorzug der Neuerung liegt darin, dass am Wiedergabegerät
keinerlei zusätzliche Einrichtungen oder Vorkehrungen erforderlich sind« Das Abspielen bzw. das Einsetzen des Bandes
am Gerät ist ebenso einfach wie mit normalen Kassetten, da alles für die visuelle Wiedergabe Erforderliche an der Kassette selbst
vorgekehrt ist.
- 7
Claims (4)
1. Tonbandkassette, insbesondere für beschriftete Tonbänder, enthaltend
ein Gehäuse mit mindestens einer in der Gebrauchslage dem Benutzer zugewandten Fläche, in der ein Sichtfeid ausgebrochen
ist und in welchem Gehäuse eine Abwickel- und eine Aufwickelspule angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass
zum gleichzeitigen Ablesen der auf deia Tonband befindlichen Beschriftung
mit dem Abhören der im Tonband gespeicherten akustischen Informationen im Gehäuse Q) zum Vorbeiführen des Tonbandes
hinter dem Sichtfeld (9) in einer der Leserichtung des Schriftbildes entgegengesetzten Richtung geeignete Bandumlenkorgane (7, 8, 10) vorgesehen sind.
2. Tonbandkassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfeld (9) an einer Flachseite (I1) des Kassettengehäuses
(1) angeordnet ist und dass die Bandumlenkorgane
(7, 8, 10) zum Vorbeiführen des Tonbandes hinter dem Sichtfeld
(9) in einer gegenüber dem Durchlauf durch den Wiedergabekopf um 90° verschwenkten Lage geeignet sind.
3. Tonbandkassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfeld (9) an einer Schmalseite der Kassette (1) angeordnet
ist.
4. Tonbandkassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
j das Sichtfeld (9) so lang ausgebildet ist, dass gleichzeitig \\ mehrere Worte des geschriebenen Textes auf dem Tonband sichtbar
sind.
j 4.5.1971 WS/tl
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