DE6602894U - Rollfilmkamera mit abnehmbarem kassettenrueckteil. - Google Patents
Rollfilmkamera mit abnehmbarem kassettenrueckteil.Info
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Landscapes
- Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)
Description
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ROLLEI-WERKE Braunschweig, den 21. September 1967 I
Franke & Heidecke I1
Braunschweig ' '
A 755 I
Aktenzeichen: R 36 016/57a Gbm I
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Rollfilmkamera mit abnehmbarem Kassettenrückteil
Die Erfindung betrifft eine Rollfilmkamera mit abnehmbarem Kassettenrückteil, dessen Filmschaltwerk ihit dem Verschlußspanngetriebe
der Kamera kuppelbar ist.
Zweck der Erfindung ist die Verhinderung von Bedienungsfehlern an Kameras des Gattungsbegriffs, bei welchen das
kameraseitige Schaltwerk für den Aufzug des Verschlusses und sonstiger Kameraantriebsteile stets gleichbleibende Hübe ausführt.
Damit ergibt sich ein besonders einfacher und übersichtlicher Aufbau des Kameratriebwerks, insbesondere bei
Kameras mit an sich komplexem Aufbau, z. B. einäugigen Spiegelreflexkameras mit selbsttätig nach der Belichtung zurück- f
klappendem Spiegel, Vorwahlblende und Schlitzverschluß. Da für den Kassettenantrieb in diesem Falle nur ein gleichbleibender
Schalthub der Kamera zur Verfugung steht, muß der für die Verwendung
von Schutzpapierrollfilm erforderliche Ausgleich für den veränderlichen Spulendurchmesser in die Kassette verlegt
werden, was indessen bei dem Stand der Technik keine besonderen Schwierigkeiten bietet. Dafür ergibt sich der Vorteil, daß
Kamera und Kassette nicht mit Anzeigeeinrichtungen versehen
werden brauchen, aus denen der beiderseitige Betriebszustand ersichtlich war, damit Doppelbelichtungen oder Leerbilder bei
Unaufmerksasdceif des Xaicerabenutzers vermieden wurden.
Die Erfindung hat sich insbesondere die Aufgabe gestellt, bei Kameras des Gattungsbegriffs bedienungsfehler und Irrtümer mit
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geringstem Aufv/and zu vermeiden, und zwar ausgehend von der
Tatsache, daß das Ansetzen einer offenen Kassette sov/ie die Abnahme der Kassette ohne Schließen des Kassettenschiebers
so elementare Handhabungsverstöße sind, daß sie dem Foto-.grafen nicht unterlaufen sollten. Auch hiergegen läßt sich
noch eine vollkoraraene,zusätzlicne Vorsorge treffen, die indessen
nicht Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist.
Erfindungsgeraäß geschieht das in der Weise, daß in der
Kassette ein in die Schieberführung ragendes Abtastglied und eine derart angeordnete kameraseitige Verschlußauslöser~Spanngetriebe-Sperre
vorgesehen ist, daß das Abtast- ' glied beim Ansetzen der Kassette die Kameragetriebe- bzw.
Vorschlußauslösung bei geschlossener Kassette, das Schließen der Kassette bei ungespanntem Verschlußantrieb und das Ansetzen
der Kassette an die ungespannte Kamera verhindert.
Damit gewährt die Kamera vollständige Farrensicherheit der Bedienung,
ohne daß Signale oder Anzeigevorrichtungen an Kamera und Kassette notwendig wären, deren Übereinstimmung der Kamerabenutzer
beim Kassettenwechsel beachten müßte.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in seinen wesentlichen
Teilen dargestellt, und zwar zeigt Figur 1 eine seitliche Teildarstellung des Kameraaufzuggetriebes
mit dem Vorderteil der Kassette in gespanntem Zustand, Figur 2 die gleiche Darstellung bei der Verschlußauslösung,
Figur 3 eine teilweise Stirnansicht der Kassette bei herausgezogenen und Figur 4 bei eingesetztem Kassettenschieber;
^Figur 5 und 6 zwei Maskenschieber zur Verwendung an der neuen Kassette.
Das Kameraschaltgetriebe bzw. -Aufzuggetriebe besteht aus den
Zahnrädern 2 und 3, die mit dem Zahnrad 1 in Eingriff sind. Das Zahnrad 1 ist mit der Handkurbel 4 verbunden; der Aufzug erfolgt
in Pfeilrichtung 11A". Das Zahnrad 33ist mit der Spannrolle 5,
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beispielsweise der Spannrolle eines Rollverschlusses über eine nicht dargestellte Mitnehmerklinke verbunden^ bei deren Auslösung
der Spannrollenantrieb und damit der Verschluß in be- . kannter Weise zum Ablauf freigegeben wird. Die Übers et stxngs-Verhältnisse
sind dabei so gewählt, daß bei einem Kurbelschlag L der Handkurbel 4 das Zahnrad 2 eine volle Umdrehung ausführt,
v/ährend das Zahnrad 3 nur um etwas weniger als 360 Grad mitgenommen
wird. Das Zahnrad 2 ist mit einer Nockenscheibe β verbunden, deren Nocken 7 mit einem Nockenhebel 8 zusammenwirkt.
Ferner trägt die Nockenscheibe 6 noch einen Abweisstift f 9» welcher auf den Hebelansatz 10 einer Klinke einwirken kann.
Ein mit der Spannrolle 5 verbundener Ring 11 besitzt eine. Radialnut 12, in welche die Abbiegung 13 eines Hebels 14
radial einfallen kann, wenn sie dieser Radialnut 12 gegenüberliegt. Bei gespanntem Kameraschaltwerk nehmen die Teile die
Lage gemäß Figur 1 ein.
Der Hebel 14 ist um den Zapfen 15 drehbar und mittels einer Nutstiftverbindung 16, 17 über eine Zugstange 18 und über den
Doppelhebel 19 mit der Auslösetaste 20 verbunden. Beim Druck auf die Auslösetaste (siehe Figur 2) wird die Zugstange 18 nach
rechts gezogen und nimmt dabei den Hebel 14 mit, so daß dessen Abbiegung'13 in die Radialnut 12 des Ringes 11 eintreten kann.
Eine Auslösung ist also nur möglich, wenn sich das Kameratriebwerk in der Spannstellung befindet. Der Hebel 14 trägt noch
einen nach oben gerichteten Lappen 21, welcher mit einem zweiten um den Zapfen 15 drehbaren dreiarmigen Hebel 22 zusammenwirkt.
Dieser Hebel 22 steht unter dem Einfluß einer Haarnadelfeder 23, welche mit dem einen Ende gegen einen ortsfesten Zapfen 24 anliegt
und mit dem anderen I5n.de gegen einen Lappen 25 drückt, so
daß sie den Hebel 22 im Uhrzeigersinne zu schwenken strebt. Da-P bei liegt der Lappen 25 gegen den Lappen 21 des Hebels 14, so
daß bei Betätigung der Auslösetaste 20 und der dadurch bewirkten Schwenkung des Hebels 14 der Hebel 22 entgegen dem Uhrzeigersinne
gedreht wirä. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß eine Platte 26 dieses Hebels 22 -sit. ihren unteren Ende 40
vor die Kameraöffnung 27 gelangt, durch welche der Stift 28 eines in der Kassette 35 drehbar gelagerten Hebels 29 hindurch-
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tritt. Der mit der Nockenscheibe 6 zusammenwirkende Nockenhebel
8 wird durch eine Feder 30 entgegen dem Uhrzeigersinnt?
gespannt und ist mit seinem Arm 31 so ausgebildet, daß dieses Ende hinter die obere Kante 32 der Platte 26 schwenken und
diess in dieser Stellung verriegeln kann (siehe Figur 2). Das setzt voraus, daß der Nocken 7 der Nase 33 des Arms 1\
gegenüber liegt, was bei gespanntem Schaltwerk (Figur 1) der Fall is-t. Beim Loslassen der Auslösertaste 20 gelangt das
Eebelsystera 14» 18, 19 zufolge der Druckfeder 34 wieder in
die Stellung gemäß Figur 1 zurück. Dabei hebt sich der Lappen 21 von dem Lappen 25 des Hebels 22 ab, da dieser in der
Stellung gemäß Figur 2 verharrt, in v/elcher das untere Ende der Platte 2C- über die Öffnung 27 in der Kamera ragt. Bei
. dem nun anschließenden Verschlußablauf dreht sich der Spannrollen-Antrieb 5 im Uhrzeigersinne der Figur 1 und bleibt in
einer Ablaufstellung stehen, in welcher die Radialnut 12 gegen-■über
der Abbiegung 13 des Hebels 14 versetzt ist, so daß eine erneute Verschlußauslösung nicht möglich ist, solange nicht das
.Kameratriebwerk mittels der Kurbel 4 erneut gespannt und das
Getriebe wieder in die Stellung gemäß Figur 1 gebracht ist. Bei dieser Spannbewegung wird die Nockenscheibe 6 um 360 Grid mit-
ί genommen. Hierbei drückt der Nocken 7 die Nase 33 des Nocken-ί
hebeis 8 nach außen, wodurch die Verriegelung der Platte 26
aufgehoben wird, so daß sie unter dem Einfluß der Feder 23 wieder im Uhrzeigersinne zurückschwingen kann. Der in der Kassette1
· 35 um den Zapfen 36 drehbare Hebel 29 besitzt eine Nase 37, mit ■
welcher er in die Kassettenschieberführung 38 hineinragt (Figur 3).
Bei verschlossener Kassette, also eingesetztem Kassettenschieber 39 ist diese Nase 37 aus der Schieberführung 38 verdrängt, so
daß der Hebel 29 die Stellung gemäß Figur 4 einnimmt. Das untere j Ende der Platte 26 ist mit einer Stufe 40 versehen, derart, daß
[ bei geöffneter Kassette, d. h. herausgezogenem Schieber 39, der f ' Stift 28 des Hebels 29 die Bewegung der Platte 26 in die Stellung
g:emäß Figur 2 zuläßt, nicht hingegen bei verschlossener Kassette, d. h. eingesetstem Kassettenschieber 39 (Figur 4). Damit wird bei
geschlossener Kassette die Auslösung der Kamera verhindert, ^erm
. anders
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andererseits das Kameragetriebe abgelaufen ist (Pigur 2), verhindert
die Stufe 40 das Einschwenken des Hebels 29 beim Einschieben des Kassettenschiebers, so daß der Kassettenschieber
nicht vollständig eingeführt werden kann, solange nicht die Kamera erneut gespannt ist.
Die Kassette kann also nur bei gespannter kamera verschlossen
und anschließend abgenommen werden. Wird nach Abnahme der Kassette der Verschlußauslöser der Kamera betätigt, so läuft
das Kameratriebwerk ab und die Platte 26 gelangt wieder in die Stellung gemäß Figur 2, in der sie durch den Arm 31 verriegelt
wird. Damit wird aber die Durchtrittsöffnung in der Kamera für den Eassettenstift 28 verschlossen, so daß nunmehr ein erneutes
Ansetzen der verschlossenen Kassette nicht möglich ist, solange nicht das Kameraschaltwerk erneut gespannt ist und damit die
Platte 26 aus dieser Durchtrittsöffnung entfernt ist. Der PiImantrieb
innerhalb der Kassette ist verhältnismäßig einfach zu bewirken, da das Zahnrad 2 bei jeder Kameraspannung eine Drehung
von genau 360 Grad ausführt, so daß die Kupplung des Pilraschaltwerks
der Kassette durch Eingriff eines Kassettenzahnrades in das Zahnrad 2 gegebenenfalls über ein Zwischenzahnrad in einfacher Weise bewirkt werden kann.
An sich ist es auch möglich, in Verbindung mit dieser Kamera und Kassette Formatbegrenzungsmasken anstelle des Kassettenschiebers
in die Kassettenschieberführung einzusetzen. Diese Masken erhalten dann entsprechende Aussparungen 41, 42 (wie in Figur 4 strichpunktiert
angedeutet). Die durch den Kassettenschieber bewirkten
j . Sicherheits- und Sperrfunktionen v/erden dadurch nicht beeinflußt.
S Die Formatmaske ist ja auch kein Ersatz des Kassettenschiebers,
denn sie muß ja vor Abnahme der Kassette durch den Kassettenschieber
j wieder ersetzt werden.
In Figur 5 und 6 sind zwei Ausführungsformen derartiger Formatmasken
dargesteilt* Di s Masken 43, 44 erhalten entsprechende
Bildbegrenzungsausschnitte 45, 46 und ein- oder beidseitige Randausklinkungen 41, die beim Einsetzen der Mafeken 43, 44 in die
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in die Kassettenschieberführung 38 dtn Abtasthebel 29 unbeeinflußt
lassen. Um Verwechslungen mit dem Eassettenschieber zu -vermeiden, sind die Griffenden 47» 43 der Masken abweichend
"von dem Schieberkopf ausgebildet, etwa dachförmig aus der Kassette herausragend.
Claims (7)
1. Rollfilmkamera mit abnehmbar·2τη Kassettenrückteil, dessen Filmschaltwerk
mit dem Verschlußspanngetriebe der Kamera kuppelbar ist, gekennzeichnet durch ein in die Schieberführung (38)
ragendes Abtastglied (37) in der Kassette (35) und eine derart angeordnete kameraseitige Verschlußauslöser-Spanngetriebe-Sperre
(14), daß das Äbtastglied (37) beim Ansetzen der Kassette die Kameragetriebe- bzw. Yerschlußauslösung (12, 13, 20) bei geschlossener
Kassette, das Schließen der Kassette bei !angespanntem Yerschlußantrieb (5) und das Ansetzen der Kassette an die unge-r
spannte Kamera verhindert.
2* Rollfilmkamera i?tt abnehmbarem Kassettenrückteil, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abtastglied der Kassette als Schwenkhebel (29) ausgebildet ist, der einen in die Schieberführung
ragenden Nocken (37) und einen Stift (28) trägt, welcher aus der Kassette (35) heraus und in die Kamera hineinragt, und dai3
die Verschlußauslösesperre (12, 13) mit einer senkrecht zu dem
Stift (28) beweglichen Platte (26) gekuppelt ist, der bei ungespannter
Kamera und geschlossener Kassette das Ansetzen der Kassette verhindert und das Schließen des Kassettenschiebers (39)
bei angesetzter Kassette bei ungespannter Kamera verhindert.
3. Rollfilmkamera mit abnehmbarem Kassettenrückteil nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch einen Riegelarm (31) für die bewegliche Platte (26), der diese in der Auslösestellung verriegelt.
4. Rollfilmkamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Riegel als federnder Arm (31) ausgebildet und mit einem Nocken (33) versehen.ist, welcher von einer Nockenscheibe (6) des Film*·*
Schaltwerks zum Einfallen freigegeben v/ird, wenn das Filmschaltwerk in Ruhestellung ist.
5» Rollfilmkamera nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen
Stift am iTockenrad (6) zum Zv/an-saush^Len der Sperrplatte
(26) "beim Kameraaufzug.
6. Rollfilmkamera nach einem der Ansprüche 1 Ms 5, gekennzeichnet durch eine mit der Verschlußspannrolle (5) verbundene
zweite Nockenscheibe (11) mit einer Einfallöffnung
(12) für den Auslösehebel (14), die die Auslösung der Aufaugstellung
des Kameraschaltwerks freigibt.
7. .Rollfilmkamera nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet
durch zusätsliche gegen den Kassettenschietser (39) austauschbare !Tormafbegrenzungsschieber (43>
44)? welche an den mit der Einschiebesperre zusammenwirkenden Kantenaussparungen
(41) haben, so Saß die Sperre (40, 28) beim Einsetzen der Schieber (43, 44) unwirksam ist.
ROLIEI-WERKE
Franke & Heidecke
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19676602894 DE6602894U (de) | 1967-09-23 | 1967-09-23 | Rollfilmkamera mit abnehmbarem kassettenrueckteil. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19676602894 DE6602894U (de) | 1967-09-23 | 1967-09-23 | Rollfilmkamera mit abnehmbarem kassettenrueckteil. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6602894U true DE6602894U (de) | 1969-07-03 |
Family
ID=6584374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19676602894 Expired DE6602894U (de) | 1967-09-23 | 1967-09-23 | Rollfilmkamera mit abnehmbarem kassettenrueckteil. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6602894U (de) |
-
1967
- 1967-09-23 DE DE19676602894 patent/DE6602894U/de not_active Expired
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