DE659977C - Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer Lichtbogenoefen - Google Patents
Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer LichtbogenoefenInfo
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
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Description
Bekanntlich werden Kohle- und Graphitclektroden
in Lichtbogenofen, um einen kontinuierlichen Verbrauch zu sichern, durch Nippelverbindungen
zusammengeschraubt. Auf einen solchen Nippel zur Verbindung von elektrischen Lichtbogenöfen bezieht sich die
Erfindung.
Wenn eine solche Nippelverbindung in die Abbrennzone des Ofens kommt, besteht die
Gefahr, daß durch das Spitzabbrennen des unteren Elektrodenstummels die Kohlewand
am unteren Nippelende dermaßen geschwächt wird, daß das untere Stummelende der Elektrode
in das Bad fällt und dadurch die bekannten schädlichen Erscheinungen auftreten. Es ist zwar bereits bekannt, zur Behebung
dieses Nachteils an Stelle des zylindrischen Nippels einen konischen zu verwenden und
den Winkel des Konusses demjenigen des Abbrandwinkels anzupassen. Die Tragfähigkeit
dieser konischen Nippel ist jedoch infolge der Querschnittsverringerung geringer als bei
zylindrischen Nippeln. Außerdem ist bei solchen konischen ■ Nippeln die Gefahr der Be-Schädigung,
besonders bei Graphitelektroden, größer als bei zylindrischen Nippeln. Aus diesen Gründen verwendet man z. B. auf dem
Gebiet der Graphitelektrode bis jetzt nur zylindrische Nippel.
In der Praxis sind eine ganze Reihe von Nippeln zur Verbindung von Elektroden bekannt,
welche außer dem eigentlichen Nippel Hilfsnippel oder Zusatznippel enthalten. Diese
zusätzlichen Nippel bestehen meistens aus Metall und dienen zur Erhöhung der elekirischen
Leitfähigkeit bzw. der mechanischen Festigkeit. Außerdem sind bekannt Hilfsnippel
zum Festschrauben des eigentlichen Nippels, welche jedoch sonst keine Funktion erfüllen. Alle diese Nippel können aber, wenn
die Nippelschale bereits ausgebrochen ist, das . Abfallen eines. Elektrodenstummels nicht verhindern.
Die Gefahr des Abfallens des unteren Elektrodenstummels bei spitzem Abbrand der Elektrode
durch Schwächung· des Elektrodenfleisches am unteren Nippelende wird beim
Erfindungsgegenstand dadurch vermieden, daß der Nippel mit einem konzentrisch zu
ihm angeordneten Hilfsnippel von geringerem Durchmesser versehen ist, der über das untere
Ende des Hauptnippels hinaus in die untere Elektrode eingreift. Dieser Hilfsnippel hat
den Zweck, den unteren Elektrodenstummel zu halten, wenn die Gefahr besteht, daß die
Elektrodenwand im unteren Hauptnippelende sehr dünn wird und daß Bruchgefahr vorhanden
ist. Tritt dies ein, so übernimmt der noch tief in dem Elektrodenstummel stehende
Nebennippel die Traglast des Elektrodenstummeis. Da der Elektrodenstummel nur noch ein verhältnismäßig kleines Gewicht hat,
so kann der kleine Hilfsnippel diese verringerte Last ohne weiteres tragen.
Der Hilfsnippel kann mit dem Hauptnippel aus einem Stück bestehen, er kann aber auch
für sich hergestellt sein.
Eine Ausführungsform der Erfindung ,.',besteht
darin, daß der Hilfsnippel in. den".mit Innengewinde veraebenen, Hauptnippel untf'
das Nippelloch der unteren Elektrode einschraubbar ist. Der Hilfsnippel hat dann die
ungefähre Länge des Hauptnippels einschließlieh der Gewindelochtiefe des Hilfsnippels in
der unteren Elektrode. Man verfährt dann dermaßen, daß man zuerst den Hauptnippel
in die untere Elektrode eindreht, dann den Hilfsnippel durch den Hauptnippel hindurch
in die untere Elektrode hineinschraubt und daraufhin die neue zusätzliche obere Elektrode
[daraufschraubt.
Eine andere vereinfachte Form besteht darin, daß der Hilfsnippel nur an seinem
unteren, in die untere Elektrode reichenden Ende mit Gewinde versehen ist, während sein
oberes Ende in der Höhlung des Hauptinippels
durch Vergießen mit feuerfesten oder schwer schmelzbaren Massen metallischer
öder nichtmetallischer Natur oder verkokenden Massen befestigt ist. Bei der Vereinigung
der Elektroden schraubt man dann entweder zuerst den Hilfsnippel in die untere Elektrode,
stülpt dann den Hauptnippel über den Schaft des Hilfsnippels und dreht ihn in das Nippelloch
der unteren Elektrode ein, oder man schraubt zuerst den mit Höhlung versehenen
Hauptnippel ein und dann den Hilfsnippel durch die Höhlung des Hauptnippels in das
Nippelloch der unteren Elektrode. Um diese Verbindung noch inniger zu gestalten, kann
man sowohl in dem Schaft des Hilfsnippels, der durch den Hauptnippel hindurchgeht, als
auch an der Innenwand der Höhlung des Hauptnippels Aussparungen anbringen, in
welche die verkokende Ausgußmasse eindringt. Hierdurch wird dann ein Verzahnen oder Verklemmen des Hilfsnippels ,mit dem
Hauptnippel durch die verkokende Ausgußmasse erreicht.
Wenn eine Gewindeverschraubung des Hilfsnippels mit der unteren Elektrode nicht gewünscht
wird, kann das in die untere Elektrode reichende Ende des Hilfsnippels in dem Elektrodenloch nach Art eines Bajonettverschlusses
befestigt werden.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt zwei zusammengenippelte Elektroden.
Die untere Elektrode ist spitz zugebrannt und mit F bezeichnet, während E die
obere Elektrode bezeichnet, die der unteren im Abbrand folgt. C ist der die beiden Elektroden
verbindende Hauptnippel. D ist der an dem Hauptnippel fest angebrachte Nebennippel.
Die Stellen A und B am unteren Ende des Hauptnippels zeigen die gefährliche
Schwächung des Elektrodenfleisches, die zu einem Bruch und Abfallen der unteren Elektrode
führt. Ein Abfallen des unteren Elek-.. trpdenstummels kann erfindungsgemäß aber
; jiier nicht mehr eintreten, weil der abbren-'nende
Stummel F auch dann noch vom Hilfsnippel D gehalten wird, wenn die Stellen A
und B bis zum Nippelrand verbrannt sein sollten.
Fig. 2 zeigt den Nippel nochmals allein im
Schnitt; Hauptnippel C und Hilfsnippel D bestehen aus meinem Stück.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform
gezeigt, bei der Haupt- und Hilfsnippel aus zwei Teilen bestehen. Der Hauptnippel C ist
in diesem Fall mit einer durchgehenden Höhlung versehen, der Hilfsnippel D geht vollständig
durch den Hauptnippel hindurch, die Innenwandung des Hauptnippels trägt denselben
Gewindegang wie das Nippelloch des Hilfsnippels, welcher durch den Hauptnippel
hindurchgeschraubt wird bis zum Grund des Nippelloches für den Hilfsnippel in der unteren
Elektrode F.
Fig. 4 zeigt eine weitere Nippelausführung,
bei welcher der Hauptnippel ebenfalls eine Höhlung besitzt, durch die der Hilfsnippel
hindurchgeführt und mit seinem unteren Ende in die untere Elektrode verschraubt wird.
Hier wird aber der Hilfsnippel D mit dem Hauptnippel nicht verschraubt, sondern durch
ihn hindurchgeführt; der HilfsnippelD besitzt
also nur Gewindegänge insoweit, als er in die untere Elektrode eindringt. Der Zwischenraum
zwischen dem Hilf snip pel D und dem Hauptnippel C wird mit einer verkokenden
Masse ν ausgegossen, die Haupt- und Hilfsnippel fest miteinander verbindet, sowohl
in mechanischer als auch elektrischer Beziehung. Diese gegenseitige Haftung kann
noch verstärkt werden durch Einzahnungen oder Einkerbungen, die auf der rechten Seite
der Fig. 4 mit 2 bezeichnet sind.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher der Hilfsnippel D überhaupt keine
Gewindegänge aufweist, sondern das untere Ende des Hilfsnippels D1 das in das entsprechend
bearbeitete Nippelloch der unteren no Elektrode eindringt, zeigt einen Bajonettverschluß
und wird mit Hilfe dieses im unteren Nippelloch verbunden und weiterhin mit verkokender
Masse V1 auch im Nippelschaft, ausgegossen. '
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer Lichtbogenofen, dadurch gekennzeichnet, daß der Nippel mit einem konzentrisch zu ihm angeordneten Hilfsnippel von geringerem Durchmesser ver-sehen ist, der über das untere Ende des Hauptnippels hinaus in die untere Elektrode eingreift.
- 2. Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer Lichtbogenöfen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsnippel in den mit Innengewinde versehenen Hauptnippel und in das Nippelloch der unteren Elektrode einschraubbar ist.
- 3. Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer Lichtbogenöfen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsnippel nur an seinem unteren, in die untere Elektrode reichenden Ende mit Gewinde versehen ist, während sein oberes Ende in der Höhlung des Hauptnippels durch Vergießen mit feuerfesten oder schwer schmelzbaren Massen metallischer.. - oder nichtmetallischer Natur oder ver--;*'.' kokenden Massen befestigt ist.,'*
- 4. Nippel zur Verbindung von Elektro-'··■ "den elektrischer Lichtbogenöfen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand des Hilfsnippelschaftes und die Höhlung des Hauptnippels mit Aussparungen versehen ist.
- 5. Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer Lichtbogenöfen nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das in die untere Elektrode reichende Ende des Hilfsnippels in dem Elektrodenloch nach Art eines Bajonettverschlusses befestigt ist.Hierzu ι Blatt ZeichnungenHKl(LlN. CiEnRUCKT IN HKK
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE659977C true DE659977C (de) | 1938-05-13 |
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| DEC51259D Expired DE659977C (de) | 1936-01-23 | 1936-01-23 | Nippel zur Verbindung von Elektroden elektrischer Lichtbogenoefen |
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1936
- 1936-01-23 DE DEC51259D patent/DE659977C/de not_active Expired
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