DE659257C - Belueftungsvorrichtung zur Vermeidung von durch Hohlraumbildung (Kavitation) infolgeAbloesung der Stroemung hervorgerufenen Erschuetterungen und Korrosionen in tropfbaren Fluessigkeiten - Google Patents
Belueftungsvorrichtung zur Vermeidung von durch Hohlraumbildung (Kavitation) infolgeAbloesung der Stroemung hervorgerufenen Erschuetterungen und Korrosionen in tropfbaren FluessigkeitenInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
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Description
y 29999 ΧΠΙ47 f
in tropfbaren Flüssigkeiten
Bei Strömungsablösungen bzw. bei Vermischung von. Flüssigkeitsströmungen verschiedener
Geschwindigkeiten erfolgt die damit verbundene teilweise Vernichtung der
Strömungsenergie durch starke Wirbelbildung. Durch das starke Anwachsen der Rotationsgeschwindigkeiten in den Wirbeln mit abnehmendem
Abstand der Wirbelachse können bei entsprechend niedrigem absolutem Druck in der Umgebung der Wirbel in deren Kernen
dampferfüllte Hohlräume entstehen. Durch das gegenseitige Aufeinanderprallen solcher
Wirbel und auch beim Auftreffen derselben auf feste Körper (umgebende Wände) werden
die hohen Rjotationsgeschwindigkeiten rasch abgebremst. Hierdurch treten Drucksteigerungen
in den Wirbeln auf, die den dampferfüllten Kern zum plötzlichen Kondensieren zwingen;
die in die Hohlräume einstürzenden unelastischen Wassermassen erzeugen kurzzeitige
Drücke von Hunderten von Atmosphären, wodurch starke Erschütterungen und Korrosionen
auftreten.
Da die hohen Stoßdrücke durch das Aufeinanderprallen von unelastischen Flüssigkeitsmassen
entstehen, vermag das bekannte Verfahren der Zuführung weiterer unelastischer Flüssigkeitsmassen zu den Hohlräumen
die Härte der Stöße nicht wesentlich zu mildern.
Eine weitaus wirksamere Dämpfung der Wasserstöße kann durch Auffüllung der Hohlräume
mit elastischen Duftmassen erreicht werden. Es ist bekannt, im Falle eines in
der Flüssigkeitsströmung allgemein herrschenden Unterdruckes der Außenluft Zutritt zu
den Ablösungsgebieten zu ermöglichen. Diese einfache Methode- versagt jedoch in allen
jenen Fällen, wo in den Strömungsquerschnitten gegenüber dem Druck der zur Belüftung
zur Verfügung stehenden Luft ein allgemeiner
Überdruck herrscht. Es ist dann auch nicht möglich, etwa mit Hilfe von Röhrensonden
die Unterdruckgebiete der Wirbelkerne zu belüften, weil diese sowohl örtlich als auch zeitlieh
nicht stationär sind. Es ist bekannt, daß man in solchen Fällen mit Erfolg Preßluft
einführen kann. Diesem Verfahren, haftet jedoch der Nachteil an, daß man zu seiner
Durchführung einer Maschinenanlage bedarf, die diese Preßluft erzeugt.
Im Gegensatz zu diesen bekannten Vorrichtungen wird der angestrebte Zweck erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß man in der
*) Von dem Patentsucher ist,als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Hans Mueller in Heidenheim, Brenn.
Strömung durch Umströmung entsprechend ausgebildeter Störungskörper mit starken
Krümmungen örtlich begrenzte und von der Flüssigkeit allseitig umschlossene Unterdruck gebiete
erzeugt, die durch eine besondere Leitung mit der Außenluft in Verbindung
stehen. Hierdurch wird ein selbsttätiges Ansaugen von Luft in die Wirbelgebiete ermöglicht.
ίο Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindiungsgedankens dargestellt/ und zwar zeigt
Abb. ι einen Störungskörper als organische Verbindung mit dem Ventilkörper eines Ring-Schiebers.
Die Abb. 2 und 3 zeigen die erfmdungsgemäße Anordnung bei >einem Energievernichter
mit Übertritt des Flüssigkeitsstrahles aus ■einem kleineren in einen größeren Querschnitt
in Auf- und Grundriß.
Gemäß der Ausbildung nach Abb. 1 ist der
Störungskörper hinten eben abgeschnitten. Es entsteht also hinter diesem stumpfen Ende
durch Ablösung ein örtliches Unterdruckgebiet, das allseitig von dem noch nicht aufgelösten
Ringstrahl umgeben wird. Zwecks Einleitung von Luft führt in das Unterdruckgebiet
leine Bohrung, wobei sinngemäß der
stumpf endigende Störungskörper auch mit dem Ventilkörper eines Ringschiebers verbunden
werden kann.
Es ist unter Umständen nicht erforderlich, daß der Störungskörper wie in Abb. 1 zylindrisch
ausgebildet werden muß und scharfkantig stumpf endet. Er kann beispielsweise auch in der Strömungsrichtung zu- oder abnehmend
konisch ausgeführt sein. Wesentlich ist nur, daß er so stumpf endigt, daß hinter
ihm ein örtliches Unterdruckgebiet entsteht, um die selbsttätige Luftzufuhr zu ermöglichen.
- Dabei hängt .der erforderliche Grad der
Stumpfheit sowohl von der Große' der Strömungsgeschwindigkeit als auch von der Höhe
des allgemein herrschenden statischen Druckes ab. Für die Belüftung selbst ist es dabei
gleichgültig, ob das örtliche Unterdruckgebiet noch mit Flüssigkeit erfüllt ist oder ob an
dieser Stelle ein Hohlraum entsteht, der nur Flüssigkeitsdampf enthält. Welcher von den
beiden Strömungszuständeh 'entsteht, hängt bei unveränderter Form des Störungskörpers von
dem Verhältnis des absoluten statischen Drukkes zum Staudruck der Strömungsgeschwindigkeit
ab. Je kleiner dieses Verhältnis ist, desto weniger stumpf braucht das Ende des Störungskörpers
ausgebildet zu werden.
Der Störungskörper, kann auch, wie in der Abb. 2 angedeutet, in der Form eines quer
'zur Strömungsrichtung durch die Leitung führenden Hohlkörpers ausgebildet werden,
welcher zur Belüftung des hinter ihm entstehenden Unterdruckgebietes bzw. des Hohlraumes
in der Strömungsrichtung abwärts gerichtete Öffnungen aufweist. »
Es ist aber auch möglich, das in. sich abgeschlossene
Unterdruckgebiet bzw. den Hohlraum durch seitliche Bohrungen in den
Wänden gemäß Abb. 3 zu belüften. In diesem Falle braucht der Störungskörper nicht hohl
ausgebildet zu werden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Belüftungsvorrichtung zur Vermeidung von durch Hohlraumbildung (Kavitation) infolge Ablösung der Strömung hervorgerufenen Erschütterungen und Korrosionen in tropfbaren Flüssigkeiten, die unter einem allgemeinen Druck stehen, welcher höher ist als der Druck der zur Belüftung vorhandenen Luft; dadurch gekennzeichnet, daß in den noch nicht aufgelösten Flüssigkeitsstrom vor oder hinter der Ablösungsstelle ein Störungskörper von solcher Form eingebaut ist, daß sich, in Strömungsrichtung gesehen, hinter ihm .entweder einörtlich begrenztes Unterdruckgebiet oder im Falle vollständiger Ablösung ein mit Flüssigkeitsdampf gefüllter, in sich geschlossener Hohlraum bildet, welche durch Bohrungen oder Kanäle mit der Außenluft in Verbindung gebracht werden.
- 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Störungskörper die Form eines quer zur Strömungsrichtung durch den ganzen Strömungsquerschnitt verlaufendenHohlkörpers besitzt, dessen Innenraum einerseits mit der Außenluft und anderseits durch Bohrangen mit dem in der Flüssigkeit entstehenden Unterdruckgebiet oder Hohlraum in Verbindung steht.
- 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Störungskörper die Form einer quer durch den ganzen Strömungsquerschnitt verlaufenden massiven Leiste hat und zur Belüftung des in der Flüssigkeit entstehenden Unterdruckgebietes bzw. Hohlraumes in diese führende Bohrungen in den Wandungen der Leitung vorgesehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV29999D DE659257C (de) | 1933-10-07 | 1933-10-07 | Belueftungsvorrichtung zur Vermeidung von durch Hohlraumbildung (Kavitation) infolgeAbloesung der Stroemung hervorgerufenen Erschuetterungen und Korrosionen in tropfbaren Fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV29999D DE659257C (de) | 1933-10-07 | 1933-10-07 | Belueftungsvorrichtung zur Vermeidung von durch Hohlraumbildung (Kavitation) infolgeAbloesung der Stroemung hervorgerufenen Erschuetterungen und Korrosionen in tropfbaren Fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE659257C true DE659257C (de) | 1938-04-29 |
Family
ID=7585332
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV29999D Expired DE659257C (de) | 1933-10-07 | 1933-10-07 | Belueftungsvorrichtung zur Vermeidung von durch Hohlraumbildung (Kavitation) infolgeAbloesung der Stroemung hervorgerufenen Erschuetterungen und Korrosionen in tropfbaren Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE659257C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1126203B (de) * | 1959-04-17 | 1962-03-22 | Basf Ag | Verfahren zum Beeinflussen der Durchflussmenge feststoffhaltiger Fluessigkeiten durch Rohrleitungen |
| DE19843195A1 (de) * | 1998-09-15 | 2000-03-16 | Ullrich Meyer | Verfahren zur Verminderung der Reibungsverluste bei bewegten Flüssigkeiten |
-
1933
- 1933-10-07 DE DEV29999D patent/DE659257C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1126203B (de) * | 1959-04-17 | 1962-03-22 | Basf Ag | Verfahren zum Beeinflussen der Durchflussmenge feststoffhaltiger Fluessigkeiten durch Rohrleitungen |
| DE19843195A1 (de) * | 1998-09-15 | 2000-03-16 | Ullrich Meyer | Verfahren zur Verminderung der Reibungsverluste bei bewegten Flüssigkeiten |
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