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DE630908C - Verfahren zur Herstellung einer Eisen, Alkali und Kohle enthaltenden Cyanisierungsmasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Eisen, Alkali und Kohle enthaltenden Cyanisierungsmasse

Info

Publication number
DE630908C
DE630908C DEG86590D DEG0086590D DE630908C DE 630908 C DE630908 C DE 630908C DE G86590 D DEG86590 D DE G86590D DE G0086590 D DEG0086590 D DE G0086590D DE 630908 C DE630908 C DE 630908C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
alkali
carbon
cyanizing
preparation
Prior art date
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Expired
Application number
DEG86590D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CARL GOETZ DR
Original Assignee
CARL GOETZ DR
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Filing date
Publication date
Application filed by CARL GOETZ DR filed Critical CARL GOETZ DR
Priority to DEG86590D priority Critical patent/DE630908C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE630908C publication Critical patent/DE630908C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Eisen, Alkali und Kohle enthaltenden Cyanisierungsmasse Bei der Cellulosefabrikation fallen große bisher unverwertbare Mengen von Harzseife an. Diese besteht im wesentlichen aus einem Gemisch von harz- und fettsaurem NTatron. Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, diese an sich wertlose Harzseife für die Volkswirtschaft nutzbar zu machen. Es hat sich herausgestellt, daß man daraus harz-und fettsaures Eisen herstellen kann, das, mit einem Alkalikohlegemenge gemischt, zu einer neuartigen Cyanisierungsinasse von besonders hoher Reaktionsfähigkeit und von besonderer Widerstandsfähigkeit verarbeitet werden kann. Zur Gewinnung von harz- und fettsaurem Eisen wird in eine Lösung von Harzseife Eisensulfat eingetragen und bei gelinder Erwärmung zur Reaktion gebracht. Das gebildete harz- und fettsaure Eisen wird dann durch Erhitzen auf 6o° C ausgeflockt und die gebildete Natriumsulfatlösung davon durch Filtration getrennt. Das isolierte harz-und fettsaure Eisen wird mit Kohle und gepulverter calcinierter Soda gemischt, so daß eine gut formbare plastische Masse entsteht, die leicht auf Formlinge von beliebiger Größe verarbeitet werden kann. Da darin alle Substanzen in äußerst feiner Verteilung enthalten sind, eignen sie sich besonders gut für weitere chemische Umsetzungen. Durch die große Oberfläche sind sie besonders reaktionsfähig zur Azotierung. Die Verwendung eines derartigen harz- oder fettsauren Eisensalzes hat den großen Vorteil, daß die organische Substanz desselben fast restlos abdestilliert. Versuche haben ferner ergeben, daß das darin enthaltene Eisen gegenüber anderen Eisenzusätzen eine bedeutend bessere katalytische Wirkung hat. Es hat sich gezeigt, daß man durch Behandlung der Formlinge mit Stickstoff bei Temperaturen von etwa 70o bis 105o° C Alkalicyanide- in fast too°/oiger Ausbeute erhält. Das hohe Ausbringen wird bedingt durch die äußerst feine Verteilung des katalytisch wirkenden Eisens.
  • Es ist bekannt, fein verteiltes Metall, z. B. metallisches Eisen oder auch Eisenoxyd, als Kontaktsubstanz für den Cyanisierungsprozeß zu verwenden. Nach einem Vorschlag wird fein verteiltes Eisen benutzt, das bei unterhalb 55o° liegenden Temperaturen durch Reduktion von Metallsalzen, die außer Eisen nur Sauerstoff und Wasserstoff, gegebenenfalls auch Kohlenstoff und Stickstoff enthalten, mittels Reduktionsmittel vor Einführung in den Reaktionsraum gebildet wurde.
  • Ferner ist vorgeschlagen worden, für diesen Zweck Eisensalze zu benutzen, die sich mit Alkalicarbonat nicht umsetzen. Die komplexen Eisensalze. werden dabei in löslicher Form von der Kohle aufgesaugt. Dadurch verliert die Kohle als reaktionsfähige Substanz an Wirksamkeit...
  • Demgegenüber wird der wesentliche technische Fortschritt der vorliegendenErfindeg'-durch folgende Vergleichsversuche belegt, die in einem vertikalen, elektrisch von außen beheizten Eisenrohr durchgeführt worden sind. rer Stickstoff wurde von unten eingeführt.
    r
    y-. @, : tx
    Holzkohle mit ab-
    Hoi. 'itsein gemahlenem Eisen- gepreßtem harz-
    gras, wt und fettsauren
    per "uxfd Soda innig gemischt Eisen und Soda
    innig gemischt
    I II In IV
    Ansatz
    ,
    Holzkohle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16o g 16o g , 16o g 16o g
    calcinierte Soda . . . . . . . . . . . . . . . ... . z 6o g 16o g 16o g 16o g
    Eisenpulver (ferrum reductum) . . . . . . . . log 20 g 509 -
    abgepreßtes harz- und fettsaures Eisen - - - 50 g
    Azotierungszeit ......:................ 6o Min. 6o Min. 6o Min. 6o Min.
    Azotierungstemperatur................. 900° C 900° C 900° C 900° C
    NaCN in °/o im gebildeten Koks........ 1,5 q. x9,6 70
    Sodaumsatz in °/o .................... 4,8 67,3 99
    Eisen in °i. im Azotierungskoks ....... 6,4
    i 8,6 15.,4 2,2
    In allen vier Fällen. wurde das Material innig gemischt. Während sich bei Versuch IV feste Formlinge bilden ließen, war dies bei den Versuchen I, II und III unMöglich. ' Ein besonderer Vorteil des Verfahrens gegenüber bekannten Verfahren ergibt sich durch die Verwendung geringer Mengen des hochwertigen Eisenkatalysators bei der Gewinnung von Reincyanid. Je weniger Eisen nämlich in der Rohcyanidmasse vorhanden ist, desto geringer sind die Verluste an Alkalicyanid durch Bildung von Ferrocyannatriurn unter Anlagerung von Wasser.
  • Während bei den bisherigen Weiterverarbeitungsmethoden von Rohcyaniden im allgemeinen Verluste von 15 bis q.o°/o zu verzeichnen sind, bleiben diese nach der vorliegenden Erfindung in der Größenordnung unter i °%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Eisen, Alkali und Kohle enthaltenden Cyanisierungsmasse von hoher Reaktionsfähigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer Mischung eines Alkalikohlegemenges mit harz- und fettsaurem Eisen ohne vorhergehende Verkokung Formlinge oder Preßlinge gebildet werden.
DEG86590D 1933-10-11 1933-10-11 Verfahren zur Herstellung einer Eisen, Alkali und Kohle enthaltenden Cyanisierungsmasse Expired DE630908C (de)

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