DE6396A - Maschinell bewegter Kolben oder Schieber zur Beschickung eines Feuerungsrostes - Google Patents
Maschinell bewegter Kolben oder Schieber zur Beschickung eines FeuerungsrostesInfo
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Description
1879.
Klasse 24.
LOUIS SCHULTZ in MEISSEN. Maschinell bewegter Kolben oder Schieber zur Beschickung eines Feuerungsrostes.
Zusatz-Patent zu No. 408 vom 12. September 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1879 ab.
Längste Dauer: 11. September 1892.
Die im folgenden beschriebene Feuerungseinrichtung hat zum Zweck, das angewendete
Feuerungsmaterial vollständig auszunutzen bezw. zu verbrennen.
Die Feuerung gehört zu den sogenannten mechanischen Feuerungen. Die Kohlen werden
in den Trichter A gefüllt und aus diesem durch die Hin- und Herbewegung des oder der Schieber
B auf den Rost befördert. Dieser Schieber liegt in dem Kasten C und kann des leichteren
Ganges wegen auf Rollen laufen. Die Bewegung des Schiebers wird dadurch hervorgebracht,
dafs er durch die Stange b mit der Kurbel α in Verbindung ist, welch letztere
durch eine Riemscheibe in Umdrehung versetzt wird. Die Riemscheibe wird angewendet, wenn
der Apparat durch Maschinenkraft betrieben werden soll, bei Handbetrieb wird die Riemscheibe
entweder durch eine Kurbel ersetzt, oder der Schieber wird einfach (wie in Fig. 3
und 4 der beiliegenden Zeichnung angegeben) durch den Hebel d hin- und herbewegt. Der
Schieber kann derart modificirt werden, dafs er durch eine verticale Platte gebildet wird,
welche sich um ihre verticale Axe hin- und herbewegt, oder es kann die Beförderung der
Kohle auch durch ein oder mehrere sich hin- und herbewegende starke Kolben bewirkt werden.
Aus dem Kasten C gelangen die Kohlen in den Raum D und bedecken schliefslich,
nachdem der Raum D gefüllt, in einem nach hinten abfallenden Haufen den ganzen Rost.
Auf diesem Wege erfahren die Kohlen folgende Einwirkungen. Bereits im Räume D beginnen
sie ihre gasförmigen Bestandtheile abzugeben; diese Destillation wird auf dem Rost in den
unteren Schichten des Haufens zu Ende geführt und erreicht die Kohle, zu Koks gebrannt,
die Oberfläche des Haufens. Durch dieses gleichmäfsige und ununterbrochene Koksfeuer
müssen die entwickelten Dämpfe ziehen und werden verbrannt. Je weiter die Kohle nach
hinten kommt, desto weiter ist ihre Verbrennung vorgerückt, bis sie schliefslich als Asche oder
Schlacke in den Aschenkanal fällt. Der oder die Schieber können entweder in der' ganzen
Rostbreite vor dem Roste liegen, und es befindet sich dann eine Thür zur Beobachtung
,des Feuers darüber, oder es befindet sich nur ein Schieber in der Mitte des Rostes, in welchem
Falle zu beiden Seiten Thüren angebracht werden können. Der Rost ist entweder ein gewöhnlicher Planrost, oder er ist je nach
den Umständen mehr oder weniger nach, hinten geneigt oder ansteigend, oder auch mulden-
oder treppenförmig. Die Gestalt des Raumes D, welcher als Retorte wirken soll, ist ebenfalls
den Umständen anzupassen; er ist gewöhnlich vorn, um zu starkes Zurückfallen der Kohlen
zu verhüten, mit der Nase e versehen. Der Hub der Kurbel a, welche auch durch ein
excentrisches Rad ersetzt werden kann, läfst sich durch Schrauben oder auf andere Weise
verstellen, so dafs das Quantum der zuzuführenden Kohle auf das genaueste regulirt werden
kann. Die Axe der Kurbel etc. kann vertical oder horizontal liegen. Bei Bedarf kann ein
Apparat zur Kohlenzerkleinerung beigefügt werden.
Diese Feuerung läfst sich für alle Verhältnisse anwenden; in Fig. 1 und 2 ist ihre Anwendung
bei einem Dampfkessel, in Fig. 3 und 4 bei gewöhnlichen Stubenöfen gezeigt. Der Trichtert
ist bei Stubenöfen unten zu schliefsen und abzunehmen, so dafs er zugleich als Kohleneimer
benutzt werden kann.
Durch diese Construction wird das Brennmaterial regelmäfsig zugeführt, der Feuerraum
braucht nicht geöffnet zu werden, der Rost ist stets vollständig bedeckt, die Kohlenschicht ist
durch die fortwährende Nachförderung stets locker und für die Luft undurchdringlich, die
Dämpfe müssen eine glühende Schicht passiren, das Feuer braucht nicht gestört zu werden.
Hieraus resultirt eine vollständig rauchfreie Verbrennung bezw. vollkommene Ausnutzung des
Brennmaterials.
Claims (1)
- Patent-AnSprüche:Im ganzen die im Vorhergehenden beschriebene Feuerungseinrichtung, im Detail die Verbindung eines, wie oben beschriebenen, Schiebers oder Kolbens mit einer verstellbaren Kurbel (einem excentrischen Rade oder einer Handhabe) und einem Fülltrichter, zu dem Zweck, die Kohlen in einen retortenartigen Raum und von da auf einen, wie oben beschriebenen, Rost zu transportiren.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091164B (de) | 1958-10-25 | 1960-10-20 | Lynenwerk Kg | Abspannklemmvorrichtung zur Zugentlastung der Verbindungsstelle von elektrischen Freileitungen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091164B (de) | 1958-10-25 | 1960-10-20 | Lynenwerk Kg | Abspannklemmvorrichtung zur Zugentlastung der Verbindungsstelle von elektrischen Freileitungen |
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