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DE6371C - Garbenbilde und Garbenbinde-Vorrichtungen an Getreide-Erntemaschinen - Google Patents

Garbenbilde und Garbenbinde-Vorrichtungen an Getreide-Erntemaschinen

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DE6371C
DE6371C DE18786371D DE6371DD DE6371C DE 6371 C DE6371 C DE 6371C DE 18786371 D DE18786371 D DE 18786371D DE 6371D D DE6371D D DE 6371DD DE 6371 C DE6371 C DE 6371C
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Germany
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sheaf
essentially
rake
twisting
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DE18786371D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D37/00Reaper-binders

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

1878.
Klasse 45.
SAMUEL JOHNSTON in BROKPORT (New-York, U. S. A.). Garbenbilde- und Garbenbinde-Vorrichtungen an Getreide-Erntemaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1878 ab. Längste Dauer: 9. Februar 1891.
Gegenstand der hier zu erläuternden Erfindung sind Neuerungen an solchen Maschinen, die bestimmt sind, den Arbeitern auf dem Erntefelde vorzuarbeiten bezw. deren Arbeit mehr oder weniger ganz zu verrichten. Es ist Aufgabe derjenigen Erntemaschinen und derjenigen Theile derselben, welche hier in Betracht kommen, die Arbeit des Zusammenraffens des gemähten Getreides in Bündel oder Garben zu besorgen bezw. auch das Binden dieser Bündel selbstthätig vorzunehmen.
So zeigen zunächst die Fig. 1 bis 4 der beiliegenden Zeichnungen eine Erntemaschine, welche bezweckt, das zu bindende Getreide selbstthätig einzusammeln, zusammenzudrücken und dem Binder in Bündeln abzuliefern. Diese Maschine, von welcher Fig. 1 einen Grundrifs, Fig. 2 eine Endansicht, Fig. 3 eine Ansicht von unten, und Fig. 4 den Aufrifs von einigen Theilen zeigt, setzt demnach aufser dem Kutscher noch einen oder zwei sie begleitende Arbeiter voraus, dessen bezw. deren Obliegenheit darin besteht, die ihnen in Bündelform zugehenden Aehrenhalme in Garben zu binden.
Mit A ist in den vorstehend erwähnten Figuren der Hauptrahmen der Maschine bezeichnet, welcher die mit dem Boden einen spitzen Winkel einschliefsende Plattform A1, Fig. 1, trägt. Eigentliche Träger der Maschine sind das gröfsere Rad J1, Fig. 1, 3, und die Laufrolle_/ (s. auch Fig. 4); das Lager der letzteren befindet sich bei K, an einem Theil des Hauptrahmens A angeschraubt, Fig. 3. An der unteren Seite dieses Rahmens sind ferner zwei federnde Stangen MM befestigt, Fig. 3, welche vorn das Fufsbrett L tragen, auf welchem die das Binden der Garben besorgenden Arbeiter stehen (s. auch Fig. 2, 4). iVist der über dem' Brett L angeordnete Bindertisch, Fig. 1, 2, die Seitenbretter Q und Q1 sind Lehnen des Binderstandes.
Des Zusammenhanges wegen möge noch angeführt werden, dafs mit r, Fig. i, 3, 4, die bekannte Messerstange bezeichnet wurde, mit P der sogenannte innere Theiler, welcher mit dem äufseren- Theiler oder Schwadhalter D zusammen die Menge der auf die Plattform A1 gelangenden Aehrenhalme begrenzt, dafs ferner D' das Flügelbrett bedeutet, O ein schräg stehendes Leitbrett, Fig. 1, 2, und Y ein hervorragender Arm ist, Fig. 1, 2, 3, wejcher unter anderem an seinem vorderen Ende dem Umlegehebel W als Drehpunkt dient. Endlich ist h der Sitz des Kutschers.
Die Bewegung wird von dem gröfseren Rade X1 aus eingeleitet. Nach Einrücken einer Klauenkupplung mit Hülfe des Hebels 6, Fig. i, 2, erfafst das Rad X1 ein innengezahntes Rad X, Fig. 1, 2. Dieses letztere setzt, was nur nebenbei stehen möge, zunächst mittelst eines kleineren Stirnrades, welches mit dem Kegelrade e, Fig. 1, 2, 3, -auf einer kurzen Welle sitzt, bezw. mittelst des correspondirenden Kegelrades/", Fig. 1, den sogenannten Schneideapparat der Maschine r in Bewegung. Mehr in Betracht bei gegenwärtiger Beschreibung kommt indefs das weitere, durch die Bewegung von X mitbewegte Kegelrad X'2, Fig. 3. Dieses steht in Verbindung mit einem Doppelkegelrad c, welches mit Hülfe eines Getriebes k, Fig. i, einer Welle /, Fig. 1, 2, und eines weiteren Kegelgetriebes m, Fig. 2, das sogenannte Kronrad V, Fig. 2, 1, in Umdrehung versetzt. Mit letzterem stehen auf bekannte Weise die sogenannten Sammelharken R R1 Ji2Ji3 (in den Figuren nur theilweis angedeutet) in Zusammenhang. Dieselben führen sich bei ihrer eigenartigen Bewegung an der Harkenführungskappe U bezw. auf der Curve T (s. Fig. 1) und zwar fällt ihnen die Aufgabe zu, mittelst ihrer Zinken χ χ χ, Fig. 2, das Getreide von der Messerstange r in den Bereich der sogenannten Prefsharken C, von denen weiter unten die Rede sein wird, hinzuschieben.
Die nach unten hin verlängerte Welle des Doppelkegelrades c trägt hier (also unter der Plattform A1) eine Kurbel c\ Fig. 3; an deren Zapfen schliefst sich eine vorn gezahnte Stange H an, deren anderer Endpunkt p durch den um den festen Zapfen 0 schwingenden Hebel I, Fig. 3, in einem Kreisbogen geführt wird, q ist eine Führung der Zahnstange. In der Bewegungsebene dieser letzteren liegt ein Schiebrad G, Fig. 3, dessen nach oben führende Welle den Harkenkopf E E1 trägt, Fig. 3, Die Zahnstange H wird, indem ihr einer Endpunkt fort'
während mit der Kurbel c' umläuft, so bewegt, dafs sie nur während eines Drittels der Umdrehung der Kurbel mit dem Rad G in Eingriff tritt. Die Folge davon ist, dafs bei jeder vollen Kurbelumdrehung der. Harkenkopf E sich je um den dritten Theil seines Umfanges weiter dreht und darauf, so lange Zahnstange und Rad nicht in Eingriff befindlich, in Ruhe verharrt. Dasselbe gilt von den im Kopf E gelagerten drei Armen C, welche die in einer Zickzacklinie gebogenen, gezahnten Harken C C2 C3, Fig. i, 2, 3, 4, tragen. An den beweglichen Armen der Harken sind Winkel in befestigt, die vorn mit Röllchen j'j'i1 versehen sind. B, Fig. i, ist eine festliegende Scheibe, an deren geeignet gestaltetem Umfange sich die Röllchen s' führen.
Die Sammelharken R führen das Getreide vom Schneideapparat r weg so weit auf die Plattform Ai hinauf, dafs es hier von den intermittirend sich bewegenden Prefsharken C C2 C3 ergriffen zu werden vermag. Während sich nun die Harke C1 beispielsweise vom Orte 3 (d. i. also die Seite des Theilers D) nach dem Orte ι (d. i. die Seite des Tisches N) hin bewegt, wird sie das in ,ihr Bereich geführte Getreide erfassen und es aus dem Grunde, weil sich der gebrochene Schenkel der Harke infolge Einwirkung der Curvenführungsplatte B auf das Röllchen sl allmälig in eine gerade Linie ausstreckt (vergl. Stellung C2 mit der C1), stetig zusammenpressen, wobei der seitliche Widerhalt durch das schräg gestellte Brett O geboten wird. Während dieses Zusammenpressen gleitet das Getreide am Brett O entlang und kommt so auf den Bindertisch N. Die jetzt eintretende Ruhepause wird von den auf dem Stand L stehenden Bindern dazu benutzt, das geprefste Getreide zusammenzubinden, d. i. in eine Garbe umzuwandeln. Bei der nun folgenden Weiterbewegung des Harkenkopfes E bezw. der einzelnen Harken erfolgt nicht nur das Herausführen der gebundenen Garbe aus der Maschine, sondern auch das Hinzubringen eines neuen zu bindenden Halmenbündels auf den Tisch N.
Um das freie Durchpassiren der einzelnen Arme C C1 C3 der Prefsharken zu ermöglichen, ist der äufsere Theiler D unter dem Flügelbrett D1 ausgespart (vergl. Fig. 4).
Es ist selbstverständlich, dafs die Räderverhältnisse der einmal die Sammelharke R, sodann die Prefsharke C in Bewegung setzenden Mechanismen so gewählt sein müssen, dafs sowohl die Sammelharkenflügel als auch die Prefsharkenarme hinreichend nahe am Schneideapparat r vorbeistreichen, um alles Getreide von diesem wegzunehmen, sowie dafs erwähnte Bestandtheile der beiderseitigen Harken einander in ihren Bewegungen nicht stören.
In den weiteren Fig. 5 bis 10 sind diejenigen Vorrichtungen an Erntemaschinen, welche ein selbstthätiges Binden der Garben bezwecken, insoweit zur Darstellung gelangt, als sie sich auf neue Theile beziehen. Dergleichen Vorrichtungen setzen die Anbringung von Erntemaschinen voraus, auf welchen ihnen durch irgend eine Weise zusammengedrückte, in Bündel geformte Aehrenhalme zugeführt werden. Die erwähnten Figuren zeigen in:
Fig. 5 die perspectivische Ansicht des muldenförmigen Theiles der Plattform, welcher das gebildete, noch zu bindende Halmenbündel aufnimmt, sowie des selbstthätigen Binders und eines Theiles des Hauptrahmens der Maschine nebst Triebrad.
. Fig. 6 in gröfserem Mafsstabe den Bindcarm a nebst Curvenführungsscheibe h.
Fig. 7 in gröfserem Mafsstabe die wesentlichen, das Binden (Zusammendrehen des Bandes) verrichtenden Bestandtheile der Vorrichtung.
Fig. 8 das Räderwerk, welches dem Zusammendreher die Bewegung ertheilt.
Fig. 9 die Werkzeuge zum Halten und Abschneiden des Bandes.
■ Fig. 10 in kleinerem Mafsstabe die Seitenansicht einer Erntemaschine, an welcher eine selbsttätige Bindevorrichtung von der in Rede stehenden Art angebracht werden kann (Binder ist als abgenommen zu denken).
A 1 in Fig. 5 bezeichnet den Aufnehmer oder Empfänger der zu bindenden Garbe, einen trogförmigen Bestandtheil der schon weiter oben gedachten Plattform. Aus Fig. 5 und 10 ist die Art der Anbringung dieses Empfängers am Hauptrahmen der Maschine zu ersehen; mittelst Vorsprung A2 wird er einfach an das hintere Ende des Hauptrahmens angeschraubt.
Am Ende der auf irgend eine Weise von der Hauptwelle der Maschine angetriebenen Welle b, Fig. 5, sitzt der rotirende sogenannte Bindearm a. Des letzteren Gestalt geht zur Genüge aus Fig. 6 hervor. An diesem Arme ist eine Führung bezw. ein Halter für das. Band (Draht, Seil), welches zum Zusammenbinden der Garben benutzt werden soll, angebracht, und zwar ergiebt sich der Lauf dieses Bandes, welches auf einer Spule c aufgespeichert ist und bei e über eine Leitrolle geht, aus Fig. 5 unzweideutig. Die Spule c befindet sich an einer dicht hinter dem Bindearm α errichteten Stange d. Die Länge des Armes α ist eine solche, dafs er während seiner Drehung um die Axe b, wobei die Umschlingung der auf die concave Fläche A' geschobenen zu bindenden Garbe erfolgt, möglichst nahe der erwähnten Fläche A' (dem Empfänger) vorbeistreicht. Nach dem Herumführen des Bandes um die Garbe erübrigt noch das Vereinigen der beiden Bandenden zu einem Knoten, eine Aufgabe, welche zu lösen dem Zusammendreher /, Fig. 6, 7, 5, obliegt. Derselbe, ein spiralförmig gewundenes Werkzeug, ist mit der weiter oben erwähnten Bandführung combinirt, an dem Arme α angeordnet und rotirt also mit demselben. Seiner Bestimmung gemäfs mufs der Zusammendreher / nur dann, und zwar schnell, in Wirksamkeit treten, wenn
die beiden Enden des um die Garbe geschlungenen Bandes einander berühren; im übrigen verharrt er in Ruhe, relativ zum Arm a.
Die schnelle, kurz andauernde Drehung der Zusammendreherspindel f wird von einer eigenartig geformten Curvennuthscheibe h abgeleitet, welche am vorderen Lager der Welle b befestigt ist. An der Hinterseite des Armes a ist ein Hebel angebracht, dessen eines Ende mit einem Zapfen in der Nuth der Scheibe h gleitet, dessen anderes Ende aber einen gezahnten Sektor j trägt (vergl. Fig. 8), welcher mit Kegelgetrieben J1J1 derartig zusammengestellt ist, dafs eine geringe Schwingung desselben eine verhältnismäfsig schnelle Rotation der Räder yy2 zur Folge hat. Jener auf der Rückseite des Bindearmes angebrachte Rädermechanismus steht auf einfachste Weise mit dem den Antrieb der Zusammendreherspindel besorgenden Reibräderpaar /, Fig. 5, 6, in Verbindung. Die Gestalt der Curvennuth in der Scheibe h ist eine solche, dafs der weiter oben erwähnten Bedingung hinsichtlich der Bewegung des Zusammendrehers Genüge geleistet wird.
Mittelst eines Messerapparates k k', welcher aus Fig. 9 hinsichtlich seiner Einrichtung und Anbringung an der unteren Fläche des Armes a erkannt werden kann, erfolgt das Abschneiden des Bandes (Drahtes), nachdem selbiges um die Garbe herumgeschlungen und zusammengedreht worden ist.
Eine andere Art des Einsammeins des Getreides in Bündelform, als wie solche dem Apparate der Fig. 1 bis 5 zu Grunde liegt, ist durch den in Fig. 11 bis 15 zur Darstellung gelangten Mechanismus ermöglicht bezw. realisirt. Es giebt an:
Fig. 11 einen Grundrifs, und
Fig. 12 eine Vorderansicht der mit gedachter Modification versehenen Maschine.
Fig. 13 in gröfserem Mafsstabe den Ständer (Träger) des Harkenapparates sowie dessen Antriebmechanismus.
Fig. 14 und 14a einen wirksamen Bestandtheil der Harken nebst Profil des hinteren Theiles der Plattform.
Fig. 15 in schematischer Darstellung die Positionen, welche die Harke während ihrer Umdrehung annimmt.
In vorgenannten Figuren ist A' die gewölbte Plattform, auf welche das Getreide zuerst gelangt; an sie schliefst sich ein weiterer muldenförmiger Theil α an, dessen Profil sich aus Fig. 12 und 14 ergiebt, sowie weiter hinten der Bindetisch a', unter welchem sich das bekannte Trittbrett ausstreckt, auf welchem die das Umschlingen des Bandes um die Garbe bezw. das Zusammendrehen der Bandenden besorgenden Binder stehen. Die mit einander verbundenen Theile α und a' sind lösbar mit der Plattform A' vereinigt; sie können also nach Befinden weggenommen und durch einen selbstthätigen Bindeapparat ersetzt werden.
Die Construction der das Getreide auf der Plattform vorwärts schiebenden Harke b ist eine der Eigenthümlichkeiten dieses Theiles der Erfindung. Damit sie möglichst vollkommen ihre Arbeit verrichte, ist erforderlich, dafs die Schiebebretter der Harke sich der gekrümmten Wandung der Plattform A' α möglichst anschmiegen. Zu dem Ende ist das Schiebebrett aus drei wesentlichen Theilen b1 bi b3 zusammengesetzt, Fig. 14 und 14a sowie Fig. 12, welche durch Scharniere bh unter einander verbolzt sind und deren Mittelstück £' mittelst Arme bi, Fig. 12, mit dem eigentlichen Haspel verbunden ist. Die beiden Seitenbretter έ2 und b3 können sich frei um die Drehzapfen b% bewegen in der sich aus Fig. 14 ergebenden Weise, abhängig von der Wölbung der Plattform A' a. Sie werden im allgemeinen mit dem Mittelstück zusammen eine gestreckte Linie bilden, sich aber sofort nach oben bewegen, sobald sie in den stärker gekrümmten Theil der Plattform eintreten.
Wie Fig. 13 zeigt, erfolgt der Antrieb der Harkenhaspel mittelst Kette von der Hauptaxe der Maschine aus. Dadurch endlich, dafs die einzelnen Zinken e der Harke, welche die Schiebebretter tragen, in solcher Weise, wie deutlich die Fig. 12 und 13 darlegen, mit einem Rädermechanismus c c' versehen sind, (wobei zu beachten, dafs das dem Lager der Haspel zunächst stehende Kegelrad fest an diesem Lager angebracht ist), wird erreicht, dafs die Arme b 4 der Schiebebretter stets in horizontaler Lage verbleiben (vergl. Fig. 15).
Aus den Fig. 16 bis 22 ergiebt sich eine modificirte Form des selbstthätigen Garbenbindeapparates. Es stellt dar:
Fig. 16 den Grundrifs eines Theiles der mit dem neuen Bindeapparate ausgerüsteten Erntemaschine.
Fig. 17 die Seitenansicht,
Fig. 18 den Grundrifs, und
Fig. 19 bis 22 einzelne Theile des selbstthätigen Bindeapparates in gröfserem Mafsstabe.
Am Hinterende der Plattform A' bewegt sich in geeigneter Führung und auf irgend eine Weise angetrieben ein Schieber i?, Fig. 16, 17, 18, hin und her.
Auf gedachtem Schieber sind angebracht:
1. Der gebogene Arm a, Fig. 17, 22, nebst der Band-(Draht-) Rolle b. Ersterer ist um einen Drehzapfen beweglich, um diejenigen Bewegungen auszuführen, welche zur Umschlingung der Garbe mit dem Bande erforderlich sind. Zu dem Zwecke hat er eine Verlängerung a2 und sind feste Zapfen a3 a3 angebracht worden, an welche die Verlängerung al beim Hin- und Hergange anstöfst, Fig. 22.
2. Der Zusammendreher c, Fig. 16, 18, 19 und 20, umgeben von einem Gehäuse e. Derselbe besteht im wesentlichen aus einem Getriebe d, Fig 19, welches mit einer Zahnstange/ in Eingriff steht und mit einer Reihe von Zähnen
oder Zacken versehen ist, die das eigentliche Zusammendrehen während der Drehung des Getriebes d besorgen. Die Umdrehung des letzteren ist die Folge seines Eingriffes in die festliegende Zahnstange f. Das Gehäuse e des Zusammendrehers hat bei ex einen Schlitz, durch welchen das Band seitens des schwingenden Armes α eingeführt wird. In Fig. 21 ist mit k derjenige Halter bezeichnet worden, welcher, unter dem Zusammendreher c angebracht, . das Band während seines Zusammendrehens festhält (vergl. auch Fig. 20), während g einen Schneideapparat vorstellt, durch welchen das Abschneiden des Bandes vorgenommen wird.
Eine weitere Modification des selbstthätigen Garbenbindeapparates ist in den Fig. 23 bis 26 zur Darstellung gebracht worden. Von denselben giebt an:
Fig. 23 die Hinteransicht einer Erntemas chinemit angebrachtem Bindeapparat.
Fig. 24 in anderem Mafsstabe den zugehörigen Grundrifs.
Fig. 25 und 26 in gröfserem Mafsstabe einzelne Bestandtheile der Bindevorrichtung.
An die bekannte Plattform A' ist der mit schiefen Seitenflächen/ construirte Empfänger B so angeschlossen, dafs das darauf geschobene Getreide durch sein Eigengewicht in die richtige Lage geräth, Fig. 23, 24. α ist der während seiner Thätigkeit durch einen Schlitz B1 des Empfängers B hindurchpassirende gekrümmte Bindearm. Derselbe befindet sich in zurückgezogenem Zustande während des Verschiebens des zu bindenden Getreidebündels. Hat letzteres die geeignete Lage im Empfänger eingenommen, so bewegt sich der Arm α oberhalb des Bündels vorwärts, dann abwärts und legt sjjmit das von ihm mitgeführte Band um das Bündel herum (vergl. Fig. 23). Das Band ist auf einer irgendwo an der Maschine angebrachten Spule b aufgerollt enthalten und wird durch den gekrümmten Arm α nach Mafsgabe des Verbrauches davon herabgezogen. Das Organ zum Halten und Führen des Bandes am Vorderende des Armes a ist ein Finger a', Fig. 25, 26. Derselbe ist mit seinen Bestandteilen so angeordnet, dafs er für richtige Zusammenbringung der Bandenden, welche zusammenzudrehen sind, Sorge zu tragen im Stande ist.
Der ganze Bindearm α führt sich in einem, zugleich eine gewisse Drehung zulassenden Gleitstück b2, welches auf passende Weise am Rahmen A gehalten wird. Seine Bewegung empfängt er von einer Kurbel c, Fig. 23, 24, deren Welle (z. B. durch das Kegelräderpaar d e) von der Hauptwelle f aus in Umdrehung versetzt wird.
g ist eine mit dem Arme a in gewissem Zusammenhange stehende Schiene, Fig. 23, 24, 25, vorn in einer Führung g3 des Armes α gleitbar, hinten bei ^1 geschlitzt und sich auf den Zapfen b' auflegend. Am anderen Ende enthält g Zähne und steht mit einem Stirnrädchen h, Fig. 25, in Eigriff. Dieses sitzt fest auf einer Welle A\ die unten ein Kegelrädchen i trägt und damit ein zweites z'1 erfafst. In dieses zweite Rädchen z'1 ist ein Schlitz z'2 eingearbeitet, so beschaffen, dafs ein schnelles Drehen von il, nachdem das Band durch den Bindearm in den Schlitz eingelegt worden, das beabsichtigte Zusammendrehen der beiden Bandenden zur Folge hat. Die kurz anhaltende, schnelle Umdrehung des Rädchens i1, welches hier Zusammendreherfunctionen auszuüben hat, wird ihm von der Zahnstange an g ertheilt. Der Schlitz g1 dieser Stange (s. Fig. 23) ist nämlich nicht ganz so lang gewählt worden, als der Hub, welcher dem Arm q durch die Kurbel c gegeben wird, grofs ist. Es wird daher gegen Ende jeder Hin- und jeder Herbewegung des Armes α eine kurze Verschiebung der Stange g in Beziehung auf den Arm α stattfinden müssen. Diese Verschiebung, an welcher selbstredend auch die Zahnstange an g theilnimmt, verursacht die erforderliche Drehung des Zusammendrehers i*. Zu gleicher Zeit, während welcher das Zusammendrehen erfolgt, oder unmittelbar nachher kommt ein mit dem Arm α durch einen Zapfen ki verbundenes Messer k, Fig. 25, an seinem Hinterende mit einem keilförmigen Ansatz g2 der Stange g in Berührung, wird mit seiner Schneide nach vorwärts gedrängt und veranlafst so das Durchschneiden des Bandes hinter dem Kegelrädchen i1. Damit ist die fertig gebundene Garbe befreit und kann aus dem Empfänger B herausgestofsen werden, während sich ein neues zu bindendes Bündel hereinschiebt.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. An einer Erntemaschine, Fig. 1 bis 4, die dreiarmige, intermittirend wirkende Prefsharke C (bezw. C" C1 C3), im wesentlichen wie beschrieben.
2. An derselben Erntemaschine die Anwendung eines unter dem Flügelbrett Z>' mit einer Aussparung Z>2 versehenen sogenannten äufseren Theilers D, wie nach Art und Zweck erläutert.
3. An einer Erntemaschine die sich aus Fig. 11 und 12 ergebende eigenartige Bildung (Aushöhlung) des Empfängers a, in Combination mit dem Tisch α' und der Plattform A', im wesentlichen wie beschrieben.
4. Die Construction der Harkenschiebebretter in der Weise, dafs sie befähigt sind, sich der trogförmigen Gestalt der Plattform bezw. des Empfängers anzupassen, wie aus der sich auf Fig. 14, 14a und 12 beziehenden Beschreibung deutlich hervorgeht.
5. Der in Fig. 12 und 13 im wesentlichen dargestellte Mechanismus, welcher bestimmt ist, die Harkenarme b 4 während ihrer Rotation constant in einer nahezu horizontalen Lage zu erhalten (vergl. Fig. 15), in Combination
mit der vorschiebenden Harke, wie beschrieben und zu dem angegebenen Zweck.
6. Der in den Fig. 6, 7, 8 und 9 in seinen einzelnen Theilen erläuterte selbstthätige Garbenbinde-, Zusammendrehungs- und Abschneidemechanismus in Combination mit einer Erntemaschine, wie erläutert.
7. Der durch die Fig. 16 bis 22 verdeutlichte selbstthätige Garbenbinde-, Zusammendrehungs- und Abschneidemechanismus, im wesentlichen wie beschrieben und zu dem angedeuteten Zweck.
Der weitere selbstthätige Garbenbinde-, Zusammendrehungs- und Abschneideapparat, welcher durch die Fig. 23 bis 26 Darstellung findet, in Anwendung auf eine Erntemaschine, im wesentlichen wie beschrieben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE18786371D 1878-02-09 1878-02-09 Garbenbilde und Garbenbinde-Vorrichtungen an Getreide-Erntemaschinen Expired DE6371C (de)

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