DE636997C - Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger Briketts aus stark quellender Braunkohle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger Briketts aus stark quellender BraunkohleInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L9/00—Treating solid fuels to improve their combustion
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-
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description
- Verfahren zur Herstellung wetterbeständiger Briketts aus stark quellender Braunkohle Braunkohlen aus gewissen Lagerstätten in Deutschland haben den Nachteil, daß die daraus hergestellten Briketts beim Lagern leicht zerfallen und infolgedessen geringer bewertet werden als andere Briketts, selbst wenn ihre feuerungstechnischen Eigenschaften besser als diese sind.
- Die Ursache dieser Zerfallsneigung liegt in der starken Quellbarkeit der Braunkohlensorten, die besonders in feuchter Luft auftritt. Daneben spielt der durch das Wachsen auskrystallisierender Salze bedingte Zerfall nur eine untergeordnete Rolle.
- Die vorliegende Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung wetterbeständiger Briketts aus stark quellender Braunkohle. Nach dem neuen Verfahren wird die Rohkohle oder die getrocknete Kohle vor der Brikettierung oder auch die fertigen Briketts einer Behandlung mit sauren Gasen oder diese enthaltenden Gasgemischen, wie beispielsweise schweflige Säure oder Schwefelwasserstoff, insoweit unterzogen, daß die Quellfähigkeit der Braunkohle aufgehoben oder doch erheblich herabgesetzt wird. Man kann für dieses Verfahren auch Gase mit hoher Kohlensäurekonzentration verwenden, dagegen nicht die Rauchgase, die man in bekannter Weise zum Trocknen von Rohbraunkohle benutzt, weil diese nur einen geringen Gehalt an Kohlensäure, etwa io bis I2 %, enthalten. Solche verhältnismäßig verdünnten Kohlensäuregase sind in Anbetracht der kurzen Berührungszeit zwischen der zu trocknenden Kohle und dem Trockengas praktisch ohne Einfluß auf die Wetterbeständigkeit. Beim vorliegenden Verfahren kommt es darauf an, die Konzentration der sauren Gase in Anpassung an ihren Wirkungsgrad so zu wählen, daß innerhalb einer bestimmten, nicht zu langen Reaktionszeit die Einwirkung derart erfolgt, daß die Ouellfähigkeit der Briketts in ausreichendem Maße herabgesetzt wird.
- Es ist schon bekannt, vorgetrockneteBrennstoffe mit rohen heißen (17o bis 200°) Schwelgasen. vor der Verformung zu behandeln, wobei das Behandlungsgut von Außentemperatur auf höchstens ; o bis $o° C erwärmt wird. Durch diese Behandlung sollen sich die im Schwelgase enthaltenen dampfförmigen Stoffe auf dem Brikettiergut niederschlagen, das verhältnismäßig kühl gehalten wird, weil man auch die Leichtdestillate der Schwelgase nutzbar machen und lediglich die permanenten brennbaren Gase entweichen lassen will. Da allenfalls vorhandener Schwefelwasserstoff ein permanentes Gas in diesem Sinne ist, so wird also dieser hierbei, ohne auf die Kohle einzuwirken, austreten, während die Teerstoffe und Leichtöldämpfe aufgenommen werden.
- Es ist auch schon ein Verfahren bekannt, nach welchem man Torf, Braunkohle oder Steinkohle, die für die Brikettierung bestimmt sind, mit reinem Wasser oder angesäuertem reinen Wasser zur Entfernung oder Verminderung der für die Haltbarkeit der Briketts schädlichen Salze behandelt, um diese Salze auszuwaschen. Bei dem vorliegenden Verfahren werden jedoch keinerlei Salze oder -sonstige Bestandteile der Braunkohle entfernt: ; Durch das vorliegende Verfahren der handlung des Brikettiergutes mit ,saixriW`, Gasen oder diese enthaltenden Gasgemischen'-ist es also möglich, die Duellfähigkeit zu>@ ; seitigen. Bei der Behandlung der Kohle vor dem Brikettieren ist dabei zu berücksichtigen, daß die Quellungsfähigkeit in gewissem Umfang die Voraussetzung für die Brikettierbarkeit einer Kohle ist und es sich mithin nur darum handeln kann, einen unnötigen Überschuß zu beseitigen. Diese Einschränkung besteht aber nicht bei der Behandlung der Briketts selbst.
- Beispiel-Auf etwa 15 °1a Wassergehalt getrocknete Rohbraunkohle, die, wie aus dem..praktischen Betriebe bekannt war, sehr wetterunbeständige und daher beim Lagern leicht zerfallende Briketts liefert, -wurde in einer geeigneten Mischvorrichtung (Schnecke)-.etliche Minuten. der Einwirkung einer Schwefeldioxydatmosphäre ausgesetzt, wobei eine Gasaufnahme von etwa I bis 45 °1o des Kohlegewichtes eiffgte. Die anschließend in üblicher Weise pzreßte Kohle ergab im Gegensatz zu nicht 3händelter Kohle Briketts, die in Wasser so-''wie,feuchter Luft tage- und wochenlang valllkornmen beständig waren und keinerlei Neigung zum Abblättern bzw. Zerfallen zeigten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung wetterbeständiger Briketts aus stark quellender Braunkohle, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohkohle oder die getrocknete Kohle vor der Brikettierung oder die fertigen Briketts einer Behandlung mit sauren Gasen oder diese enthaltenden Gasgemischen, wie beispielsweise schweflige Säure oder Schwefelwasserstoff oder Kohlensäure, insoweit -behandelt- werden, daß die Duellfähigkeit der Braunkohle aufgehoben bzw. erheblich herabgesetzt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH136807D DE636997C (de) | 1933-07-12 | 1933-07-12 | Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger Briketts aus stark quellender Braunkohle |
| DEH137075D DE663062C (de) | 1933-07-12 | 1933-08-06 | Verfahren zum Wetterbestaendigmachen stark quellender Braunkohle |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH136807D DE636997C (de) | 1933-07-12 | 1933-07-12 | Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger Briketts aus stark quellender Braunkohle |
| DEH137075D DE663062C (de) | 1933-07-12 | 1933-08-06 | Verfahren zum Wetterbestaendigmachen stark quellender Braunkohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE636997C true DE636997C (de) | 1936-10-19 |
Family
ID=33099006
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH136807D Expired DE636997C (de) | 1933-07-12 | 1933-07-12 | Verfahren zur Herstellung wetterbestaendiger Briketts aus stark quellender Braunkohle |
| DEH137075D Expired DE663062C (de) | 1933-07-12 | 1933-08-06 | Verfahren zum Wetterbestaendigmachen stark quellender Braunkohle |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH137075D Expired DE663062C (de) | 1933-07-12 | 1933-08-06 | Verfahren zum Wetterbestaendigmachen stark quellender Braunkohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE636997C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE433961B (sv) * | 1981-01-30 | 1984-06-25 | Electrolux Ab | Tendsystem med glodstift for forbrenningsmotor |
-
1933
- 1933-07-12 DE DEH136807D patent/DE636997C/de not_active Expired
- 1933-08-06 DE DEH137075D patent/DE663062C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE663062C (de) | 1938-07-28 |
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