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DE635336C - Verfahren zum Reinigen von Korund - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Korund

Info

Publication number
DE635336C
DE635336C DEZ16914D DEZ0016914D DE635336C DE 635336 C DE635336 C DE 635336C DE Z16914 D DEZ16914 D DE Z16914D DE Z0016914 D DEZ0016914 D DE Z0016914D DE 635336 C DE635336 C DE 635336C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
corundum
chlorine
cleaning
treatment
ferrosilicon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEZ16914D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZH RIKAGAKU KENKYUJO FA
Original Assignee
ZH RIKAGAKU KENKYUJO FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZH RIKAGAKU KENKYUJO FA filed Critical ZH RIKAGAKU KENKYUJO FA
Priority to DEZ16914D priority Critical patent/DE635336C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE635336C publication Critical patent/DE635336C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/46Purification of aluminium oxide, aluminium hydroxide or aluminates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Korund Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Korund, welcher durch Schmelzen tonerdlialtiger Materialien mit Kohle, gegebenenfalls in Gegenwart reduzierender Gase, nach Abtrennen der Hauptmenge des gebildetem Ferrosiliciums erhalten wird.
  • Der in bekannter Weise im elektrischen Ofen erschmolzene Korund enthält als Verunreinigung immer noch geringe Mengen von Ferrosilicium.
  • Zweck der Erfindung ist die Entfernung dieses noch in dein erschmolzenen Korund vorhandenen Ferrosiliciums.
  • Erfindungsgemäß erfolgt zur Entfernung dieses noch in dem Korund vorhandenen Ferrosiliciums eine Behandlung mit Chlor, gegebenenfalls in Gegenwart reduzierender Gase, bei Temperaturen über 4oo°.
  • Die Aufgabe der praktisch vollständigen }7-ntfernung des Ferrosiliciums aus geschmolzener Tonerde ist erstmalig erfindungsgemäß auf einfache Weise gelöst. indem die Erfindung von der bekannten Tatsache Gebrauch macht, daß Chlor mit Ferrosilieiuin unter Bildung flüchtiger Chlorverbindungen reagiert.
  • Gemäß der Erfindung wird ein in bisher nicht bekanntem hohem Grade reines Alumi= niumoxyd erhalten, welches porös ist und sich leicht zu Pulver zerreiben läßt. Der gemäß der Erfindung gereinigte Korund hat eine große spezifische Schwere und eignet sich gut für die industrielle Herstellung von metallischem Aluminium.
  • Es sind zur Behandlung von Ton, Bauxit, eisenhaltiger Tonerde u. dgl. Stoffe verschiedene Clilorierungsverfahren bekannt, die jedoch die Erfindung nicht berühren, da diese Stoffe kein Ferrosilicium enthalten.
  • Im folgenden sei ein Beispiel des Verfahrens gemäß der Erfindung beschrieben: Als Rohmaterial diene folgender Ton:
    flüchtige Stoffe .......... I5,o10/0,
    Kieselsäure . . . . . . ; . . . . . . 1 g,15 °/Q,
    Eisenoxyd . . . . . . . . . . . . . . 16,12 %,
    Tonerde . . . . . . . . . . . . . . . . 50,901110.
    Dieser Ton wird mit 2o Gewichtsprozent Kohle gemischt und das Gemisch in einem elektrischen Ofen in üblicher Weise erhitzt. Die auf diese Weise erzeugte Tonerde wird von dem bei der Reduktion gebildeten Ferrosilicium getrennt. Die Tonerde ist jedoch nicht rein und enthält noch 2,6°/o Silicüim und 3,5!, Eisen, von dem ein Teil als Eisenoxyde zugegen ist. Diese unreine Tonerde wird in einer Atmophäre von Chlorgas, die 1o°/, Kohlenoxyd enthält, 2 Stunden lang auf 4.oo bis q.50° erhitzt. Das durch diese Behandlung erzielte Erzeugnis ist praktisch reine Tonerde, die nur noch ganz unwesentliche Spuren von -Eisen und Silicium enthält. Die nachstehende Tabelle gibt einen überblick über .Versuchsergebnisse, von denen das eine Erzeugnis mit Chlorbehandlung, das andere ohne Chlörbehandlung gewonnen ist:
    (A12 (A12 03) (A12 03)
    Si O20/, .. @e20@@/0. Si 0,-% Fe. 0a% Si 0,°/, Fee 03 %
    Si .-f- Si 02@Fe :-[- Fei 03 Si 02% Fee 03% Si 02%u Fee 03°/0
    Vor der Behandlung mit Chlor 0,53 . ., z,'36 0,80 '0,40 o,67 0,50
    Nach der Behandlung mit Chlor 0,30 0,04 0,07 0,03 0,30 0,o6
    Bei dem erstens dieser drei Versuche wurde solches . Aluminium-Oxyd-Rohmaterial mit Chlor behandelt, welches 0,3'/, Si 02 enthielt und neben diesem o, i i 0j, Si, umgerechnet in Si 02 = o,23 0/, Si 02 (Summe= 0,53'1,), und es wurde daher nur das Silicium entfernt, so daß 0,30% .S-02 zurückblieben. Daß bei die-. sein Ergebnis noch diese erheblichen Mengen S-02 in dem Korund vorhanden sind, rührt daher, daß das Ausgangsprodukt eben ein Si 02 haltiger Korund war, der lediglich von dem an das Ferrosilicium gebundenen Silicium befreit wurde.
  • Das gleiche war der Fall bei dem dritten dieser Versuche, bei dein ebenfalls das Ausgangsprodukt ein rohes Aluminiumoxyd war, welches im elektrischen Ofen ungenügend reduziert-worden war; es enthielt 0,i80/0 Si und 0,300j, S-02.
  • Dem zweiten Versuch dagegen lag ein rohes flluminiumoxyd als Ausgangsprodukt zugrunde, welches o,360/, Si und 0;070J, S-02 enthielt, d. h. also, daß in diesem Falle das benutzte Ausgangsprodukt im elektrischen Ofen genügend reduziert worden war. Dieser Versuch zeigt deutlich, daß die erfindungsgemäße Reinigung von Korund mit gutem Erfolg durchgeführt werden kann, wenn der Si 0 ,- Gehalt vor der Chlorbehandlung genügend in Silicium reduziert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Korund, welcher durch schmelzen tonerdhaltiger Materialien mit Kohle, gegebenenfalls in Gegenwart reduzierender Gase, nach Abtrennen der Hauptmenge des gebildeten Ferrosiliciums erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entfernung des noch in dem Korund vorhandenen Ferrosiliciums eine Behandlung mit Chlor, gegebenenfalls in Gegenwart reduzierender Gase, bei Temperaturen über 40o° erfolgt.
DEZ16914D 1927-07-09 1927-07-09 Verfahren zum Reinigen von Korund Expired DE635336C (de)

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