DE634567C - Kuenstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit zwei halbkugelfoermigen Koerpern - Google Patents
Kuenstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit zwei halbkugelfoermigen KoerpernInfo
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- DE634567C DE634567C DESCH103380D DESC103380D DE634567C DE 634567 C DE634567 C DE 634567C DE SCH103380 D DESCH103380 D DE SCH103380D DE SC103380 D DESC103380 D DE SC103380D DE 634567 C DE634567 C DE 634567C
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C17/00—Gems or the like
- A44C17/04—Setting gems in jewellery; Setting-tools
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. AUGUST 1936
29. AUGUST 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 634567 KLASSE 44 a GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1934 ab
Gegenstand der Erfindung ist eine künstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit
zwei halbkugelförmigen, mit ihren ebenen Flächen aufeinanderliegenden Körpern und
5. einem Innengewinde zur Aufnahme eines Gewindestiftes.
Echte Japanperlen werden dadurch gewonnen, daß man in eine lebende Perlenmuschel
einen Reizkörper aus Perlmutter einbringt und die Muschel wieder eine Zeitlang auf
den Perlenbänken im Meer aussetzt, wobei sich um die nicht angewachsene Seite des
Reizkörpers eine Perlschale bildet. Diese wird samt dem Reizkörper aus der Muschel
genommen, vom Reizkörper gelöst, auf die Form einer Halbkugelschale zurechtgeschnitten,
ein passender Kern aus Perlmutter ein- und auf die Rückseite ein anderer halbkugeliger
Körper aus Perlmutter aufgekittet.
so Diese Japanperlen sind also äußerlich an
dem perlartig irisierenden Oberteil und dem unechten Unterteil der Stoßfuge zwischen
diesen beiden Teilen erkenntlich. Die echten Japanperlen haben folgenden Nachteil: Sie
müssen aus dem Ausland bezogen werden, machen deshalb die inländische Schmuckindustrie
vom Ausland abhängig und belasten die nationale Wirtschaft durch die notwendige Einfuhr. Die natürliche Erzeugung
macht es unmöglich, Perlen in gleichmäßiger Form, Größe, Farbe, Güte und Dauerhaftigkeit zu erhalten. Da diese Perlen
nur in Partien gehandelt werden, ist der Schmuckwarenfabrikant gezwungen, bedeutend
mehr Stücke zu kaufen, wovon die nicht gebrauchten Stücke als unnützbare Geldanlage liegenbleiben müssen. Außerdem
sind die einzelnen Teile der echten Japanperlen durch einen wärme- und wasserlöslichen
Kitt miteinander verbunden und lösen sich deshalb oft voneinander, so daß Ausbesserungen
nötig werden.
Es ist bekannt, die Teile zweiteiliger Perlen mittels in durchgehende Bohrungen derselben
gezogener und außerhalb der Perle zu Ösen gebogener Drähte zusammenzuhalten.
Weiter ist es bekannt, als Verbindung für zwei Perlenhälften ein durch ihre Bohrungen
gestecktes, außerhalb der Perle auswärts gebörteltes Rohr zu verwenden. Diese Verbindungen
kommen aber nur für zu Perlketten aufzureihende Perlen in Betracht. Es ist auch noch bekannt, in den oberen Teil
einer zweiteiligen Perle eine Gewindemutter einzuzementieren und durch Einschrauben
eines Gewindestiftes in diese Mutter die auf dem Gewindestift aufgereihte und durch
eine aufgelötete Fassung hinterfaßte andere Perlenhälfte mit der erstgenannten Perlenhälfte
zusammenzuhalten. Diese Verbindung ist jedoch nicht nur sehr umständlich und unsicher, sondern es besteht auch die Gefahr,
daß die Mutter, insbesondere bei kleinen Perlen, durch dieselben durchleuchtet. Man ist auch imstande, im Inland mit inländischen
Werkstoffen künstliche Perlen anderer Art durch Überziehen von Glasperlen mit sogenannter Fischsilberessenz in
guter, dauerhafter Ausführung iri\ jeder beliebigen
Form, Größe und Farbe-herzustellen. Außerdem ist es bekannt, kün'st-:
liehe Perlen im Glaskörper mit einer"mit·
Glasgewinde versehenen Bohrung aus&tir,.
statten, um die Perlen mittels eines Gewind&v
Stiftes auf dem Schmuckgegenstand befestP gen zu können. Diese Möglichkeiten, können
vorteilhaft zur Herstellung künstlicher Japanperlen ausgenutzt und damit ein besseres Erzeugnis
hergestellt sowie die wirtschaftlichen Nachteile der echten Japanperlen vermieden
und die Inlanderzeugung gesteigert werden. Gegenüber der bekannten künstlichen Perle, insbesondere Japanperle,, mit zwei
halbkugelförmigen, mit ihren ebenen Flächen aufeinanderliegenden Körpein und einem
Innengewinde zur Aufnahme eines Gewindestiftes besteht die Erfindung darin, daß der
eine Perlenteil mit einem kurzen Innengewinde versehen ist, während ■■ der andere
Perlenteil einen glatten, mit dem Innengewinde gleichachsig liegenden Kanal. aufweist.
Der eine Perlenteil kann an seiner Unterseite einen nabenartigen, mit dem Innengewinde
versehenen Ansatz aufweisen, der in den 'entsprechend ausgehöhlten anderen " Perlenteil greift, Es können auch beide
Perlenteile mit einem Innengewinde versehen und durch Aufschrauben, auf den Gewindestift
miteinander verbunden sein.
!Die künstliche Japa'nperle kann" hierzulande
mit' inländischen Rohstoffen in beliebiger Form, Größe, Farbe und Güte hergestellt
werden. Ihre Anfertigung ist deshalb von besonderem Vorteil für die verarbeitende
Schmuckwarenindustrie und in weiterem Sinne für die nationale Wirtschaft. Die Verbindung der Perlenteile ist durchaus
sicher, und sie bietet, insbesondere bei der Anordnung des Innengewindes im nabenartigen
Ansatz des Oberteils, die Gewähr, daß der Schein der Perle nicht getrübt wird.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes in drei
Abbildungen jeweils im Axialschnitt dargestellt.
Die künstliche Japanperle besteht bei allen drei Ausführungen aus einem Oberteil
α und aus. einem Unterteil b bzw. /. Der
Oberteil α ist aus opal- oder perlmutterartigem
Glas ο. dgl. hergestellt, und an seiner -~ Oberseite mit einem Überzuge aus Fischsilberessenz
versehen. In der ' Unterseite des Oberteils α ist in dessen Glaskörper eine
Bohrung d zum Befestigen der Perle auf einem Haltestifte, vorgesehen. Der Unter-
;. teil b bzw../ besteht aus unüberzogenem opal-
oder perlmutterartigem Glas und ist mit einer Bohrung f bzw. 0 für den Durchtritt
des Haltestiftes e versehen. Oberteil und ■Unterteil· sind durch eine wasser- und
wärmeunlösliche Kittschicht g miteinander '.•verbunden.
i^Bei den Ausführungsformen nach Abb. 1
i uöd 3 ist der Oberteil α als Halbkugel aus-
; gebildet und in seiner unteren Bohrung d mit Innengewinde h versehen, um mit einem
Außengewinde/ aufweisenden Haltestifte verschraubt
werden zu können. Der Unterteil b ist ebenfalls halbkugelförmig ausgebildet
und hat bei der Ausführungsfo>rm nach Abb. ι einen glatten, mit dem Innengewinde
h im Oberteil α gleichachsig liegenden
Kanal f, durch den der Haltestift e greift, der mit' seinem anderen Ende im
Schmuckkörper befestigt ist. Oberteil und Unterteil sind hier durch Einspannen des
letzteren zwischen dem auf den Haltestift e aufgeschraubten Oberteil und dem Schmuckkörper
außer durch die Verkittung g auch mechanisch zusammengehalten.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist der Kanal / im Unterteil b nicht -glatt, sondern ebenfalls mit Innengewinde h versehen,
und in diesem Fall werden die beiden Personenhälften durch Verschrauben während
des Verkittens fest miteinander verbunden. Auf- diese Weise, ist eine besonders sicher
zusammenhaltende Verkittung geschaffen;
Bei der. -in Abb. 2 dargestellten Ausführungsform
besitzt der Oberteil a an seiner Unterseite' einen nabenartigen Ansatz k, in
welchem die mit dem Innengewinde h versehene Bohrung d angebracht ist. Der
Unterteil besteht hier auis einer etwa halbkugeligen, auf den nabenartigen' Ansatz k
passenden Schale/ mit stärkerem Rande in, dünnerem Boden η und einer in diesem vorgesehenen
Bohrung 0 für den Durchtritt des Gewindestiftes e. Durch den Ansatz k und
den darüber passenden schalenförmigen Unterteil Z werden beide Teile aufeinander
zentriert.
Der Gewindestift e wird in dem Körper des Schmuckgegenstandes befestigt und die
künstliche Japanperle auf diesen Stift aufgeschraubt. ; Auf diese Weise ist die Perle
sicher befestigt und sind ihre Teile dauerhaft zusammengehalten.
Die fertige Perle kann auch noch einen •durch Tauchen aufgebrachten Überzug von
glashellem Lack erhalten, wodurch die Kittstellen gegen Eindringen von Feuchtigkeit
geschütztsind. ■ ..
Claims (3)
- Patentansprüche:ι* Künstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit zwei halbkugelförmigen, mit ihren ebenen Flächen aufeinandersitzenden Körpern und einem Innen-gewinde zur Aufnahme eines Gewindestiftes, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Perlenteil (a) mit einem kurzen Innengewinde Qi) versehen ist, während der andere Perlenteil (b) einen glatten, mit dem Innengewinde gleichachsig liegenden Kanal (/) aufweist.
- 2. Künstliche Perle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Perlenteil (a) an seiner Unterseite einen nabenartigen, mit dem Innengewinde Qi) versehenen Ansatz (fe) aufweist, der in den entsprechend ausgehöhlten anderen Perlenteil Q) greift.
- 3. Künstliche Perle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Perlenteile (α, b) mit einem Innengewinde versehen und durch Aufschrauben auf den Gewindestift (e) miteinander verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH103380D DE634567C (de) | 1934-02-09 | 1934-02-09 | Kuenstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit zwei halbkugelfoermigen Koerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH103380D DE634567C (de) | 1934-02-09 | 1934-02-09 | Kuenstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit zwei halbkugelfoermigen Koerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE634567C true DE634567C (de) | 1936-08-29 |
Family
ID=7447462
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH103380D Expired DE634567C (de) | 1934-02-09 | 1934-02-09 | Kuenstliche Perle, insbesondere Japanperle, mit zwei halbkugelfoermigen Koerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE634567C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062578B (de) * | 1955-02-21 | 1959-07-30 | Franz Prokopius | Schuhwerk, insbesondere Damenschuhe |
| DE29712586U1 (de) * | 1997-07-16 | 1998-09-17 | Schmuck-art Peter Hegewisch GmbH, 85399 Hallbergmoos | Schmuckstück |
-
1934
- 1934-02-09 DE DESCH103380D patent/DE634567C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062578B (de) * | 1955-02-21 | 1959-07-30 | Franz Prokopius | Schuhwerk, insbesondere Damenschuhe |
| DE29712586U1 (de) * | 1997-07-16 | 1998-09-17 | Schmuck-art Peter Hegewisch GmbH, 85399 Hallbergmoos | Schmuckstück |
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