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DE629876C - Minenraeumgeraet - Google Patents

Minenraeumgeraet

Info

Publication number
DE629876C
DE629876C DEJ50658D DEJ0050658D DE629876C DE 629876 C DE629876 C DE 629876C DE J50658 D DEJ50658 D DE J50658D DE J0050658 D DEJ0050658 D DE J0050658D DE 629876 C DE629876 C DE 629876C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fins
lock
anchor rope
intermediate piece
sketch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ50658D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEJ50658D priority Critical patent/DE629876C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE629876C publication Critical patent/DE629876C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G7/00Mine-sweeping; Vessels characterised thereby
    • B63G7/02Mine-sweeping means, Means for destroying mines
    • B63G7/04Mine-sweeping means, Means for destroying mines by means of cables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Es ist bekannt, mit Hilfe einer Schleuse das Minenankertau durch die Räumleine, im folgenden Räumgerätträgerleine genannt, durchzuschleusen und das Ankertau mittels Sprengkörpers oder ähnlichen Kappvorrichtungen hinter der Räumgerätträgerleine zu trennen. Auch ist bekannt, die Schleuse durch den Druck, den das in die Schleuse eingesteuerte Ankertau auf diese ausübt, allein zu betätigen.
Je größer nun der Zug in der Räumgerätträgerleine und damit auf die in diese eingefügte Schleuse ist, um so größer muß der Druck des Ankertaues auf die Schleuse sein, wenn das Durchschleusen erfolgen soll. Da nun die Minen im allgemeinen lose verankert sind, wurden bisher die Minenankertaue wohl oft bis in die Schleusen eingeführt, nicht aber durchgeschleust, da der Zug auf die Schleuse so groß war, daß der Druck des Ankertaues nicht zum Durchschleusen genügte und die Mine so lange durchs Wasser mit dem Ankertau geholt wurde, bis irgend etwas brach. War- ein Verschleppen nicht möglich, weil das Ankertau zu fest verankert war oder aus ähnlichen Gründen, so wurde die Räumgerätträgerleine, falls vorher nichts brach, bis unmittelbar unter die Mine oder einen minenähnlichen Sprengkörper geholt.
In diesem Falle wurde meistens die Räumgerätträgerleine infolge Zerknallens gesprengt. Wenn nicht das ganze Gerät mit Scherkörper verlorenging, so wurde die Räumarbeit ganz wesentlich hierdurch aufgehalten. Das Neue der Erfindung besteht darin, den natürlichen Zug, der auf der Räumgerätträgerleine steht, zur Betätigung der Schleuse zu verwerten, und zwar einmal im Sinne des Durchschleusens oder auch im entgegengesetzten Sinne zur Betätigung der Vorgleitvorrichtung. -
Hinter jeder Schleuse, in die eine Vorgleiteinrichtung eingebaut sein kann, befindet sich ein Räumgerät oder, sofern eine Vorgleiteinrichtung vorhanden ist, eine Gruppe von mehreren Räumgeräten, die nacheinander arbeiten. Diese Gruppe hat eine Einrichtung, die bewirkt, daß nach dem Arbeiten des letzten Räumgerätes die Vorgleiteinrichtung festgesetzt wird, die Schleuse sich also nicht wieder auf die Ausgangsstellung Fangen einstellt.
Jedes weitere Ankertau wird daher nach Festsetzen der Vorgleiteinrichtung über die Schleuse hemmungslos hinweggleiten.
Skizze A stellt zwei Fahrzeuge 1 und 2 dar, die eine Räumgerätträgerleine α schleppen, die beispielsweise vier Durchschlüpfstellen 3, 4, S, 6 hat.
Skizze B stellt ein Fahrzeug 7 dar, von dessen Bug oder Heck aus nach jeder Seite 6u je eine Räumgerätträgerleine α mit den Schleusen 8 bis 15 mit Hilfe von Scherkörpern b schräg achteraus durch das Wasser gesteuert wird.
Skizzen C bis F stellen Ausführungen von Schleusen dar.
Skizze C. In die Räumgerätträgerleine α sind zwei Flossen c und g, die als Schwimm-
körper ausgebildet sein können,'.eingebaut. Diese beiden-Flossen-sind durch ein. Zwischenstück/ mit Ausbuchtungeng· zur Auf-,,
nähme des Ankertaues gleitbar "
Skizze C ι miteinander verbunden.
Infolge des Zuges der Räumgerätticigci^v leine ist das Zwischenstück bestrebt, in de'Ff Stellung gemäß Skizze C stehenzubleiben; ein Abgleiten von den Flossen d und c 'wird ver-ο hindert durch die Anschlagstücke /, die in kleine Ausnehmungen der Flossen c und ei einfassen.
Aus Skizze C ι ist die Durchbildung der Gleitflächen ersichtlich, c und d sind die Flossen mit Gleitansätzen h, die zwangsläufig das Zwischenstück/ mit seinen Gleitansätzen i führen.
Wird nun ein Ankertau Ti gemäß Skizze C in die Ausbuchtung^ des ^Zwischenstücks / geführt, so gleitet das Zwischenstück / unter dem Drucke des Ankertaues k, gegen den Zug der Räumgerätträgerleine α nach Stromlee, ohne die Räumgerätträgerleine zu trennen, bis das Zwischenstück mit seinen Anschlagnasen m, die in kleine Ausnehmungen der Flossen c und d einfassen, festgehalten wird. Das Ankertau ist dann gemäß Skizze C 2 durch die Räumgerätträgerleine hindurchgeglitten und wird nunmehr von dem Räumgerät in Empfang genommen, das hinter der Schleuse angeordnet ist. Diese Schleuse gemäß Skizze C ist auf Vorgleiten eingerichtet. Sobald der Druck des Ankertaues Ti auf das Zwischenstück / aufhört, gleitet das Zwischenstück/ infolge des Zuges der Räumgerätträgerleine α und der in der Fahrtrichtung konisch verlaufenden Gleitflächen i wieder in die Ausgangsstellung gemäß Skizze C, bis das Zwischenstück/ wieder mit seinen Anschlagnasen / an die 'Flossen c und d anschlägt. Da dieses Vorgleiten nur so oft erfolgen darf, wie Räumgeräte hinter einer Schleuse angeordnet sind, ist eine Sperrvorrichtung in einer der Flossen, beispielsweise +5 Flosse c, gemäß Skizze C 3 und C 4 eingebaut. Ein Sperrstift n, der durch die Feder 0 gespannt in der Flosse c gelagert ist, wird durch die Nase p, die durch die Nase q des Doppelhebels r festgehalten wird, am Vorschnellen gehindert. In dem Augenblick, wo das Räumgerät 18 (Skizze C 4) in die Fangstellung geführt wird, spannt ein federnd gelagerter Vertikalhebel st, der auf dem Radius von 18 sitzt, beim Passieren die Leine.?; es kommt Zug auf die Leine s, die im Punkt gh fest mit der Flosse verbunden ist.
Dadurch wird der Hebel r gedreht, und der Sperrstift η schnellt unter dem Druck der Feder 0 nach vorn.
. Bei den nächsten Schleusen des Ankertaues wird die Spitze des Sperrstiftes η in.die Aus
nehmung des Zwischenstückes / hineinschnellen und das Zwischenstück in dieser Stellung • „verriegeln.
" "' weiteres Ankertau würde nunmehr un-
an der Schleuse vorbeigleiten, weil jlfe ja nicht wieder auf Fangen steht. ■Bei Fahren der Räumgerätträgerleine gemäß Skizze B kann das Zwischenstück / wegfallen, da das Ankertau nur von einer Seite an die Schleuse gesteuert wird.
Die -Gestaltung der Schleusen wäre dann besser gemäß Skizzen D, d. h. das Zwischenstück ist gewissermaßen in die Flosse c verwandelt und hat, da lediglich ein Ankertau von der Schiffsseite her an die Schleuse herangleiten kann, eine Ausbuchtung, und zwar nach der Schiffsseite hin, zur Aufnahme des Anker taues.
Skizze D zeigt die Flossen d und c in Fangstellung.
• Skizze D ι zeigt die Schleusen nach Durchschlüpfen des Ankertaues. Alle sonstigen Einrichtungen sind sinngemäß wie in der Ausführung nach Skizzen C.
Bei der Wirkungsweise von Schleusen, deren Gleitflächen in einem stumpfen Winkel zur Zugrichtung der Räumgerätträgerleine stehen, wie beispielsweise in den Skizzen C und C 2 {a stellt die Räumgerätträgerleine dar und gibt gleichzeitig die Zugrichtung der Räumgerätträgerleine an) zur Darstellung gebracht ist, kommt je nach der Größe des Winkels α (Skizze D) eine mehr oder weniger große Kraft auf das Gleitstück, die es in der Richtung nach Stromluv drückt.
Diese Kraft wird nach dem Parallelogramm der Kräfte bei einem Winkel α von beispielsweise 90° = Null und bei einem Winkel α von beispielsweise 135° = der halben Zugkraft des Scherkörpers sein.
Will nunmehr das Ankertau durch die Räumgerätträgerleine hindurchgleiten, so muß von seiten des Ankertaues eine Kraft auf das Zwischenstück ausgeübt werden, die bei einem Winkel a = 90 ° theoretisch = Null ist und bei einem Winkel α von 135 "theoretisch = 1Z2 Y1 der Zugkraft des Scherkörpers ist. Hinzu käme in beiden Fällen die Kraft, die notwendig ist, um die Reibung zu überwinden. Das tio Ankertau muß also je nach der Schrägstellung der Gleitflächen den mehr oder weniger großen Komponentenzug der Räumleine zuzüglich des Reibungswiderstandes überwinden. Soll das Ankertau möglichst wenig bei dem Schleusvorgang belastet werden, so empfiehlt es sich, allerdings unter Verzicht auf die Vorgleiteinrichtung, die Konizität des Zwischenstücks umzukehren, d. h. die Winkel os der Gleitflächen zur Zugrichtung der Räumgerätträgerleine (s. Skizzen C und D), die bisher" stumpf waren, spitz zu gestalten.
Die Skizze E gibt hierfür ein Ausführungsbeispiel für Fahrzeuge gemäß Skizze A. Skizze F gibt ein Ausführungsbeispiel für Fahrzeuge gemäß Skizze B.
Bei der Gestaltung der Schleusen nach den Skizzen E und F streben die Zwischenstück- und die Flossen- oder nur die Flossenstromluvkanten schon bei der Fangstellung, infolge des Zuges der Räumgerätträgerleine α in. eine ίο Linie zu kommen.
Dies wird verhindert durch eine Sperrvorrichtung, die bei Ausführung E ι aus zwei Wellen ν besteht.
Diese Wellen ν sind im Zwischenstück / drehbar gelagert, beide haben, eine Ausnehmung op (Skizze E 2).
Bei Fangstellung sind die Wellen so gedreht, daß sie mit ihrem vollen Teil in eine der Wellen entsprechende Rundung der Flos- 7.0 sen eingreifen. Das Zwischenstück ist somit in den Flossen verblockt. Diese Wellen tragen je einen Hebel w. Die Hebel w beider Wellen sind durch ein Hebelwerk ysx miteinander so verbunden, daß bei Bewegung des einen Hebels der andere die entsprechende Bewegung mitmachen muß. Drückt nun ein Ankertau auf einen der Hebel w, so werden beide Wellen ν gedreht, und zwar treten allmählich die vollen Teile der Wellen aus den entsprechenden Rundungen der Flossen. Sind dann an Stelle der vollen Wellenteile die Ausnehmungen der Wellen getreten (und das ist geschehen, wenn das Ankertau k in g eingeglitten ist), so besteht keine Sperrung mehr, und das Zwischenstück gleitet zusammen mit dem Ankertau infolge des Zuges der Räumgerätträgerleine in Richtung Stromlee an den Flossen entlang, bis die Nasen η an die Flossen anschlagen. Das Anktertau ist durchgeschleust, es hat bei dieser Anordnung lediglich die leichte Arbeit des Drehens der Wellen ν auszuführen gehabt. Das Zwischenstück bleibt jetzt jedoch in der Stellung nach Skizze E 3 stehen, da der Zug der Räumgerätträgerleine ein Vorgleiten ausschließt.
Skizze F zeigt lediglich die Fangstellung. Die Sperrung erfolgt durch Sperriegel ef, der in der Flosse c gleitbar in seiner Längsrichtung gelagert ist und eine konische Spitze trägt, mit der er bei Fangstellung in eine entsprechende Ausnehmung der Flosse d ragt. Die konische Spitze beginnt bei Fangstellung schon außerhalb der Gleitfläche der Flosse d, also innerhalb der Gleitfläche der Flosse c, so daß die Kante der Gleitfläche ei immer auf die schräge Kante der Spitze des Sperriegels ef wirkt. Dadurch ist· der Sperriegel immer bestrebt, in die Flosse c hineinzugleiten. Das wird bei Fangstellung verhindert durch den vollen Teil qr der Sperrscheibe ab, die in der Flosse c drehbar gelagert ist und eine Nut hi hat. Auf der Scheibe ab sitzt fest der Hebel w. Drückt nun ein Ankertau gegen diesen Hebel w, so bewegt er sich und dreht die Scheibe ab. Sobald das Ankertau im Fangmaul g ist, ist die Scheibe so weit gedreht, daß nunmehr die · Nut hi dem Sperriegel ef gegenübersteht.
In diesem Augenblick gleitet der Sperrriegel ef in die Nut hi infolge des Druckes der Flosse d auf seine Spitze ein und gibt die Flosse d frei. Die Flosse c gleitet nunmehr durch den Zug der Räumgerätträgerleine nach Stromlee, und das Ankertau schlüpft leicht in der vorher beschriebenen Weise durch die Räumgerätträgerleine.
Gegebenenfalls kann die Konizität des Zwischenstückes = Null sein. Das Ankertau hätte dann lediglich die Reibung in den Gleitflächen zu überwinden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Minenräumgerät, dessen Räumleine eine oder mehrere Schleusen trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der Zug der Räumleine die Schleuse oder die Schleusen betätigt.
2. Minenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleuse aus zwei Flossen und einem mit buchtartigen Ausnehmungen versehenen Zwischenstück besteht, das in den Flossen gleitbar gelagert ist, oder daß die Schleuse lediglich aus zwei Flossen, von denen die eine mit einer buchtartigen Ausnehmung versehen ist, besteht, wobei die Flossen miteinander gleitbar verbunden sind, und . das Zwischenstück, oder die Flossen derartig geneigte Gleitflächen haben, daß nach dem Durchgang des Ankertaues die Schleuse wieder in die Ausgangsstellung vorgleitet.
3. Minenräumgerät" nach Anspruch 1 und 2, bestehend aus Gleitflächen oder ähnlich wirkenden Organen, derartig angeordnet, daß die Schleuse dauernd bestrebt ist, durchzuschleusen, dadurch gekennzeichnet, daß Hemmvorrichtungen eingebaut sind, die durch das Eintreten des Ankertaues ausgesetzt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEJ50658D 1934-09-30 1934-09-30 Minenraeumgeraet Expired DE629876C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ50658D DE629876C (de) 1934-09-30 1934-09-30 Minenraeumgeraet

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ50658D DE629876C (de) 1934-09-30 1934-09-30 Minenraeumgeraet

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE629876C true DE629876C (de) 1936-05-14

Family

ID=7206738

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ50658D Expired DE629876C (de) 1934-09-30 1934-09-30 Minenraeumgeraet

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DE (1) DE629876C (de)

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