DE334992C - Vorrichtung zum Schaerfen und Entschaerfen von Unterseeminen - Google Patents
Vorrichtung zum Schaerfen und Entschaerfen von UnterseeminenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C14/00—Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
- F42C14/04—Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for torpedoes, marine mines or depth charges
- F42C14/045—Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for torpedoes, marine mines or depth charges having electric igniters
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Description
- Vorrichtung zum Schärfen und Entschärfen von Unterseeminen. Bei Unterseeminen, die vom Fahrzeug aus geworfen werden, ist es für die Sicherheit von Mannschaft und Schiff von weittragender Bedeutung, daß bei Minen, solange sie sich an Bord oder nach Wurf in der Nähe des Schiffes befinden, jede Gefahr einer vorzeitigen Betätigung des Zünders ausgeschlossen wird. Auch müssen die Minen, solange sie sich an Bord befinden, beschußsicher sein.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Zünder erst nach dem Wurf der Mine, sobald sie verankert oder einem Mindestwasserdruck ausgesetzt ist, selbsttätig in den Zündersitz eingeführt und die Mine mithin dann erst scharf wird.
- Es sind nun Vorrichtungen zum Schärfen und Entschärfen von Minen der gedachten Art bekannt, bei welchen derZug imAnkertau dazu benutzt wird, einen beweglich angeordneten Zünder in seinen Sitz zu führen und ihn daraus zu entfernen.
- Der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Gedanke besteht demgegenüber darin, an Stelle des Zuges im Ankertau andere beim Auftrieb der Mine auftretende Kräfte zur Ein- und Ausführung des Zünders zu benutzen.
- Eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist in Fig. i dargestellt. 2o ist eine unter der Wirkung der Feder i9 stehende Membran, deren Bewegung sich auf das mit der Stange io verbundene Gestänge fortsetzt, dergestalt, daß die Bewegung der Stange io über die Feder 13 auf das Hebelpaar 8 und 7 und weiter durch die Stange 6 auf den Zünder 5 übertragen wird. Solange die Mine sich außerhalb des Wassers befindet, ist der Zünder herausgezogen. Die Mine ist blind. Erst wenn sie sich in einer vorher bestimmbaren Mindesttiefe unter der Wasseroberfläche befindet, wird die Membran 2o unter Überwindung der Feder i9 eingedrückt und damit der Zünder in seinen Sitz q. hineinbefördert. Die Mine ist scharf.
- Fig.2 zeigt die Feder 13 in vergrößertem Maßstabe.
- Eine zweite Ausführung des Erfindungsgedankens ist in Fig. 3 dargestellt, die den Zünder in Ruhestellung zeigt. Diese Ausführung findet vorzugsweise Anwendung bei Minen länglicher Gestalt, sogenannten Fisch= oder Kippminen. Der Raumersparnis halber werden diese Minen an Bord des sie auslegenden Fahrzeuges so gelagert, daß ihre Längsachse in vertikaler Richtung steht. Nach dem Werfen stellt sich die Mine infolge des seitlich eingreifenden Zuges am Ankertau mit ihrer Längsachse horizontal ein. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist an den Zünder 5 eine Stange 6 angelenkt, die an ihrem anderen Ende mit einem Gewicht 17 verbunden ist. Der Zünder 5 bewegt sich in dem mit Längsschlitz versehenen Zündergehäuse. Mit der Stange 6 ist ferner ein Kolben 18 verbunden, der sich in einem mit einer Flüssigkeit, z. B. Glyzerin, gefüllten Zylinder bewegt.
- Die Arbeitsweise ist folgende: Wenn die Mine geworfen ist und in ihre wagerechte Lage kommt, schlägt das Gewicht 17 aus, Stange 6 schiebt sich vor und drückt den Zünder 5 in seinen Sitz. Treten nun Schwankungen in der Gleichgewichtslage der Mine auf, so sind diese auf die Lage des Zünders ohne Einfluß, weil der Kolben 18 eine gewisse Bremswirkung ausübt und den vorübergehenden Schwankungen nicht folgt. Erst wenn die Mine längere Zeit die horizontale Lage verläßt, wird der Kolben i8 durch das Gewicht 17 in seinem Zylinder nach außen bewegt und damit .der Zünder aus seinem Sitz herausgezogen. Dann ist die Mine blind. Dieser Fall tritt ein, wenn sich die Mine von ihrer Verankerung losgerissen hat und mit ihrer Längsachse senkrecht oder nahezu senkrecht schwimmt.
- Die Zündung der Mine geschieht mittels elektrischen Stromes. In beiden Fällen ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, der Zünder so ausgebildet, daß er in seiner Scharfstellung als Stromschließer und in seiner Unscharfstellung als Stromöffner dient.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜcHE: i. Vorrichtung zum Schärfen und Entschärfen von elektrischen Unterseeminen, bei welcher durch die Auftriebskraft und deren Aufhören oder durch erhöhten oder verringerten Wasserdruck entstehende und vergehende Kräfte dazu nutzbar gemacht werden, den beweglich angeordneten Zünder in seinen Sitz einzuführen und ihn daraus zu entfernen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünder (5) mittels eines mit ihm in Verbindung stehenden beweglichen Gewichtes oder ähnlichen Belastungsmittels, unter der Einwirkung des Kippmo= inents der Mine bei horizontaler oder nahezu horizontaler Lage derselben in Scharfstellung geschoben und bei vertikaler Lage der Mine aus der Scharfstellung entfernt wird. z. Vorrichtung nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Zünders durch den wechselnden Wasserdruck mit Hilfe einer ihm ausgesetzten Membran bewirkt wird, die zur Einführung des Zünders (5) in seine Scharfstellung und zur Entfernung daraus, unter Verwendung geeigneter Übertragungsmittel, dient.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE334992T | 1918-03-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE334992C true DE334992C (de) | 1921-03-24 |
Family
ID=6218825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918334992D Expired DE334992C (de) | 1918-03-19 | 1918-03-19 | Vorrichtung zum Schaerfen und Entschaerfen von Unterseeminen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE334992C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2682223A (en) * | 1946-04-18 | 1954-06-29 | Us Navy | Timing mechanism |
| US2789502A (en) * | 1945-05-26 | 1957-04-23 | Grant N Willis | Depth charge arming device |
| US2943569A (en) * | 1945-11-19 | 1960-07-05 | Richard C Wolfe | Ordnance exploding mechanism |
| US2958279A (en) * | 1945-01-19 | 1960-11-01 | Ernest R Haberland | Torpedo arming device |
| US2961955A (en) * | 1946-02-11 | 1960-11-29 | Waldron S Macdonald | Depth charge arming device |
-
1918
- 1918-03-19 DE DE1918334992D patent/DE334992C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2958279A (en) * | 1945-01-19 | 1960-11-01 | Ernest R Haberland | Torpedo arming device |
| US2789502A (en) * | 1945-05-26 | 1957-04-23 | Grant N Willis | Depth charge arming device |
| US2943569A (en) * | 1945-11-19 | 1960-07-05 | Richard C Wolfe | Ordnance exploding mechanism |
| US2961955A (en) * | 1946-02-11 | 1960-11-29 | Waldron S Macdonald | Depth charge arming device |
| US2682223A (en) * | 1946-04-18 | 1954-06-29 | Us Navy | Timing mechanism |
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