DE628539C - Wechselstrom-Vakuum-Unterbrecher - Google Patents
Wechselstrom-Vakuum-UnterbrecherInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/60—Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/66—Vacuum switches
- H01H33/664—Contacts; Arc-extinguishing means, e.g. arcing rings
-
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- H01H33/66—Vacuum switches
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- H01H9/40—Multiple main contacts for the purpose of dividing the current through, or potential drop along, the arc
Landscapes
- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
- High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wechselstrom-Vakuum-Unterbrecher, mit dem
besonderen Zweck, auch bei sehr hohen Spannungen mit einem relativ mäßigen Vakuum
auszukommen.
Zum Unterbrechen großer Leistungen werden in der Technik neben dem in letzter Zeit
entwickelten Druckluftschalter in der Hauptsache ölschalter verwendet, um das Löschen
der entstehenden Lichtbögen zu bewirken. Da diese Schalter außer den recht hohen
Kosten auch noch gewisse Mängel aufweisen, wie die nie ganz zu beseitigende Explosionsgefahr,
ist man bemüht, neue Konstruktionsprinzipien zum Löschen der Lichtbögen beim Schaltvorgang zu finden. Unter anderen
wurden auch bereits Vakuumschalter vorgeschlagen, um kurze Schaltwege und kleine
billige Anordnungen zu erzielen. Diese Schalter haben jedoch den Nachteil, nur mit einem
ausgesprochenen Hochvakuum von etwa 10—* mm Hg betriebssicher zu arbeiten, und
da beim Schaltprozeß immer kleine Dampfmengen auftreten, sind derartige Konstruktionen
in der Praxis wegen der durch die Dampfmengen hervorgerufenen Verschlechterung des Vakuums kaum verwendbar. Dazu
kommt noch, daß bei Spannungen oberhalb von 200 kV in einem einfachen Vakuumgefäß
selbständige Entladungen nur mit großen Schwierigkeiten vermieden werden können.
Es muß also angestrebt werden, einerseits die ungewollte Entladung in den hohen Spannungsbereichen
zu unterdrücken und andererseits mit einem so geringen Vakuum auszukommen, daß die beim Schalten entstehenden
kleinen Dampfmengen die Isolierfähigkeit des Vakuums nicht beeinträchtigen.
Der Gedanke der Erfindung ist es daher, das Unterbrechungsgehäuse und die Elektroden
derart auszubilden und anzuordnen, daß die mittlere freie Weglänge der Ladungsträger
bei dem im Unterbrechergefäß herrschenden Druck größer ist als der in Richtung
der elektrischen Kraftlinien gegebene Abstand der spannungführenden Teile voneinander,
wobei der Druck oberhalb von io~3 mm Hg
liegt und gegebenenfalls bis zu 1 mm Hg betragen kann. Bei einem Druck von beispielsweise
1Z100 mm Hg betragen die freien Weglängen
etwa 10 mm, so daß Kammern,- deren Abstände in der Feldrichtung unterhalb dieses
Wertes liegen, praktisch entladungsfrei sein werden. Bei kleineren Abmessungen wird man
also sogar mit noch schlechterem Vakuum, ■evtl. bis zu 1 mm Hg, arbeiten können.
In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung dargestellt.
Der Vakuum-Unterbrecher nach Abb. 1 besteht aus den beiden Schaltelektroden bzw.
Schaltstücken 11, 12. Das Schaltstück 11 wird
von einem elastischen Deckel 13 gehalten, welcher einen Druckraum 14 abschließt. In den
Druckraum kann durch das Rohr 15 Druckluft oder ein anderes Druckmittel eingeführt
werden. Das Druckgefäß selbst ist mit 16 bezeichnet. Die Schaltelektrode 12 ist an
einem Teil 17 befestigt, an den die Vakuumleitung 18 angeschlossen ist. Zwischen dem
Teil 17 und dem elastischen Deckel 13 be-
findet sich der Vakuumraum 19, der an den Seiten durch Isolierteile 20, gegebenenfalls
mit Dichtungsmitteln, abgeschlossen wird. An den Teil 16 wird die Zuführungs- und an den
Teil 17 die Abführungsleitung für den Schalter angeschlossen. Das Feld zwischen den
beiden Elektroden 11 und 12 bzw. dem elastischen
Deckel 13 und dem Teil 17 bildet sich dann in Pfeilrichtung im Vakuumraum
19 aus. Im Vakuumraum 19 bestehen für die
verschiedenen Elektrizitätsträger verschieden freie Weglängen, die aber immer größer sein
müssen als der maximale Abstand der sich gegenüberliegenden leitenden Teilen, 12
bzw. 13, 17..
Um bei höheren- Spannungen infolge der
geringen Abstände der Elektroden keine zu • großen Feldstärken zu erhalten, ist, wie Abb. 2
zeigt, vorgesehen, eine Anzahl solcher Kammern 22, 23, 24 hinter einanderzuschalten.
Dieses Hintereinanderschalten hat auch noch den weiteren Vorteil, in den hohen Spannungsbereichen
die ungewollten Entladungen zu unterbinden. Es ist festgestellt worden, daß Gleitungen an der Innenwand der Vakuumgefäße
bei Spannungen oberhalb von 200 kV das Einsetzen einer selbständigen Entladung bedingen. Diese Gleitung kann beseitigt
werden, wenn man die Innenwand der Gefäße sehr häufig durch leitende oder halbleitende Materialien unterteilt, rillt, riffelt
oder lamelliert. Ein Rohr, welches abwechselnd aus leitenden und Isolierlagen aufgebaut
war, nach Art eines Kondensators, konnte mit 2,4 Millionen Volt belastet werden.
Besonders gute Wirkungen wurden erzielt, wenn die Gleitwege zwischen den einzelnen
Stufen möglichst lang gehalten werden. Das kann dadurch erreicht werden, daß zwischen
to den einzelnen Kammern bzw. Stufen zwei oder mehrere Isolierringe 25 bis 28 mit verschieden
großen Innendurchmessern verwendet werden.
Der Aufbau der Kammern kann auch so gedacht erfolgen, daß in an sich bei Entladungsgefäßen
bekannter Weise abwechselnd MietaUscheihen und Isolierringe, etwa
aus Glimmer, Hartpapier oder ähnlichem, aufeinandergeschichtet und die Begrenzungsflächen
mit einem möglichst durchschlagsicheren Material vergossen werden.
Die hohl ausgebdldetein Elektroden 29,30,31
haben versetzt angeordnete Bohrungen 32, 33, damit kein durchgehender Entladungskanal
entsteht, aber die Kammern 22,23,24 in ihrer Gesamtheit über das Rohr 18 evakuiert werden
können. Es ist auch möglich, anstatt die Begrenzungsflächen zu vergießen, das ganze
System passend in einen besonderen Hüllzylinder aus Isoliermaterial, etwa Glas, Porzellan,
Hartpapier, zu setzen und zu verschmelzen oder entsprechend zu dichten.
Der Schaltmechanismus kann in verschiedener Art bewerkstelligt werden. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 und 2 sind die Elektroden 16 bzw. 29, 30, 31
hohl ausgebildet, und die Deckel 13 bestehen aus einem elastischen Werkstoff, so daß durch
einen entsprechenden Druck in den Hohlräumen 14 bzw. 34, 35, 36 die Schaltelektroden
11, 12 so weit genähert werden, daß sie miteinander in Kontakt kommen. Die
Hohlräume 34, 35, 36 nach Abb. 2 werden alle von der gemeinsamen Druckleitung 37
aus gespeist.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι. Wechselstrom-Vakuum-Unterbrecher, dadurch gekennzeichnet, daß sein Gehäuse und die Elektroden derart ausgebildet und angeordnet sind, daß die mittlere freie Weglänge der Ladungsträger bei dem im Unterbrechergefäß herrschenden Druck größer ist als' der in Richtung der elektrischen Kraftlinien gegebene Abstand der spannungführenden Teile voneinander, wobei der Druck oberhalb von 10—3mm Hg liegt und gegebenenfalls bis zu 1 mm Hg betragen kann.
- 2. Unterbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl gleichartiger Unterbrecherkammern derart hintereinandergeschaltet sind, daß in den einzelnen Kammern keine unzulässigen Spannungen auftreten.
- 3. Unterbrecher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des den Unterbrecherraum begrenzenden Isolators derart ausgebildet ist, daß ringförmige Vertiefungen bzw: Erhöhungen entstehen, die den Gleitweg für Ladungsträger an der Isolatorfläche größer machen als den freien, zwischen den Elektroden gemessenen Abstand.
- 4. Unterbrecher· nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden hohl ausgebildet sind und ein Teil von ihnen aus einem elastischen Werkstoff besteht, so daß durch einen entsprechenden Druck im Hohlraum die Schaltelektroden no so weit genähert werden können, daß sie miteinander iri Kontakt kommen.
- 5. Unterbrecher nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumräume der voneinander getrennten Unterbrecher durch gegeneinander versetzt angeordnete öffnungen in den Elektroden miteinander in Verbindung stehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE628539T | 1930-11-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628539C true DE628539C (de) | 1936-04-06 |
Family
ID=34812920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930628539D Expired DE628539C (de) | 1930-11-12 | 1930-11-12 | Wechselstrom-Vakuum-Unterbrecher |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1931475A (de) |
| DE (1) | DE628539C (de) |
Families Citing this family (6)
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|---|---|---|---|---|
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| US4242082A (en) * | 1978-08-23 | 1980-12-30 | Robertshaw Controls Company | Fluid flow sensing switch device |
-
1930
- 1930-11-12 DE DE1930628539D patent/DE628539C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-11-10 US US574214A patent/US1931475A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1931475A (en) | 1933-10-17 |
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