DE627867C - Einstellbare, mit der Drehbankspindel umlaufende Buechsenfuehrung fuer stangenfoermigen Werkstoff - Google Patents
Einstellbare, mit der Drehbankspindel umlaufende Buechsenfuehrung fuer stangenfoermigen WerkstoffInfo
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Description
Bei Drehbänken, auf denen stangenförmiger Werkstoff verarbeitet wird, der während der
Bearbeitung der Arbeitsspindel gegenüber verschoben wird, verwendet man dann, wenn es
auf besonders genaue Arbeit ankommt, Führungsbüchsen in feststehenden. Stützböcken,
die vor der Drehbankspindel in der Nähe der den Werkstoff bearbeitenden Werkzeuge angeordnet
sind. Diese Führungsbüchsen hat man auch schon nachstellbar gemacht, um sie
Verschiedenheiten im Durchmesser der Werkstoffstangen anpassen zu können, damit die
erforderliche spielfreie Führung der Werkstoffstange erzielt wird.
ig Die bekannten Führungsbüchsen und ihre Nachstelleinrichtungen weisen eine verhältnismäßig
große Baulänge auf. Infolgedessen ist es bei ihnen nicht möglich, den Werkstoff bis
aufs äußerste auszunutzen, sondern es bleiben stets verhältnismäßig große, der Gesamtlänge
der Führungsbüchse und ihrer Einstellvorrichtung entsprechende Abfallreststücke der
Werkstoffstange übrig, deren Herausnahme oftmals durch den kurzen Zwischenraum bis
zu den Werkzeugen (z. B. Gewindeschneidwerkzeug) nicht mehr möglich ist.
Man hat auch bereits Führungsbüchsen im Spindelkopf der Arbeitsspindel selbst angebracht.
Diese waren jedoch nicht einstellbar und gewährleisteten daher nicht die beabsichtigte,
vollkommen spielfreie Führung,
Gemäß der Erfindung ist es gelungen, sowohl eine einstellbare Führungsbüchse als
auch die dazugehörige Einstellvorrichtung und die Feststellvorrichtung für letztere im
vorderen Teil des Spindelkopfes unterzubringen in der Weise, daß die Einstellvorrichtung
die Büchsenführung ringförmig umgibt und die Feststellvorrichtung wiederum ringförmig
um die Einstellvorrichtung herumliegt, so daß keiner dieser Teile wesentlich über die
achsige Baulänge der kurzen, dem Werkstoffdurchmesser anpaßbaren Führungsbüchse herausragt.
Auf diese Weise ist es möglich gemacht, den Werkstoff in unmittelbarer Nähe des
Werkzeuges sehr genau und spielfrei zu führen, wobei die zur spielfreien Ein- und
Feststellung nötigen Einrichtungen die weitmöglichste Ausnutzung der Werkstoffstange
zulassen.
Die -neue ,Büchsenführung gestattet es, die
gesamte Baulänge der Führungsbüchse für die Werkstofführung auszunutzen und die
Führungsbüchse derart .spiegelrecht auszubilden, daß sie nach etwa einseitig eingetretener,
wenn auch geringer Abnutzung umgewendet werden kann, so daß der zunächst vorn befindliche, dem Schneiddruck und' der
Abnutzung am meisten ausgesetzte Führungsbereich nach rückwärts kommt und der rückwärtige,
weniger stark abgenutzte Führungsteil nach vorn, wo er nun infolge seines
kleineren Durchmessers dem Werkstoff eine für Genauarbeit satte Führung gibt. Es ist
zwar bekannt, außen kegelige, geschlitzte
Spannbüchsen spiegelrecht und damit umdrehbiar
auszubilden; bei diesen tritt aber kleine wesentliche Abnutzung ein, da eine gegenseitige
Bewegung von Spannbüchse und gespanntem Werkstück in der Spannstellung nicht stattfindet.
Ferner ermöglicht die Erfindung ein sehr vorteilhaftes Einmitten der Führungsbüchse
und ihrer Einstellvorrichtung, ίο Drei Ausführungsbeispiele isind in der Zeichnung
schaubildlich dargesteEt.
Fig. ι zeigt den vorderen Teil einer Drehbarikspindel
und die Spindelkopfmutter zusammen .mit der Führungsbüchse und ihrer
Nachstelleinrichtung im Achsschnitt; Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform
der Führungsbüchse, ebenfalls im Achsschnitt; Fig. 3 jzeigt eine weitere Ausführungsform
der Nachstelleinrichtung, ebenfalls im Achs-
ao schnitt.
Mit ι ist die Drehbankspindel, mit 2 die
Spindelkopfmutter bezeichnet. Gemäß Fig. ι ist in der Spindelkopfmutter eine Hohlkegelfläche
3 und M einer auf die Spindelkapfmutter aufgeschraubten Nachstellmutter 4 eine
Hohlkegelfläche 5 vorgesehen, die auf eine beiderseits !entsprechend außenkegelig gestaltete
Führungsbüchse 6 einwirken. In diese Führungsbüchse sind von beiden Endflächen
aus Schlitze 7 bzw. 8 eingeschnitten, derart, daß die Büchse durch Spannen zwischen den
beiden Hohlkegeln· 3 und 5 entgegen ihrer Federung zusammengedrückt werden kann.
Zur Sicherung der Nachstelhnutter 4 in
ihrer jeweiligen Einstellung dient eine Gegenmutter Cf, welche auf ein Außengewinde der
Naehstellmutter 4 geschraubt ist und sich gegen eine Schulterfläche der Spindelkopfmutter
abstützt.
Sowohl die Nachstellmutter 4 als auch die Gegenmutter 9 sind je mit Schlüsselangriffsverzahnungen
so bzw. 11 versehen.
Mit dieser Einrichtung ist es möglich, die Führungsbüchse 6 stets so einzustellen, daß
sie die in ihr liegende Werkstoffstange möglichst satt und spielfrei führt.
Wie -Fig. ζ zeigt, ist es nicht . unbedingt erforderlich, daß die FührungsMichse 6 doppelkegelig
ausgebildet ist. Es läßt sich vielmehr auch mit einer einzigen Nachstellkegelfläche
17 auskommen, wobei jedoch die Möglichkeit des Umwendens und der doppelseitigen
Ausnutzung fehlt.
Die beschriebenen und gezeichneten Aus-■55 führungsformen gestatten es wohl, die Führung
dem Durchmesser einer Werkstoflistange genau anzupassen. Sie sind abe'r noch nicht
dazu geeignet, für den FaIl^ daß eine Werkstoffstange
in ihrer ganzem Ausdehnung oder (jo eine Anzahl Werkstoffstangen untereinander
innerhalb der durch den Zieh- und Richtvorgang bedingten Abmaße ungleiche Durchmesser
besitzen, stets eine vollkommen satte Führung zu geben. Hierzu ist es vielmehr
notwendig, die Führungsbüchse sich selbsttätig dem jeweiligen Werkstoff Stangendurchmesser
anpassen zu lassen.
Zu diesem Zweck kann statt der Naehstellmutter bzw. des Nachstellgewindes eine Federeinrichtung
verwendet werden, die auf einem der verwendeten Hohlkegel ständig einwirkt und diesen mit entsprechender Kraft selbsttätig
auf die zugehörige Kegelfläche der Führungsbüchse drückt.
' Eine solche Einrichtung zeigt Fig. 3. Hierbei ist die eine Hohlkegelfläche-5 in der
Spindelkopfmutter 2 unmittelbar angebracht, die Hohlkegelfläche 3 in einem besonderen
ringförmigen Körper 12 der Nachstellvorrichtung. Auf diesen wirken Druckfedern 13 ein,
die sich mit ihrem anderen Ende gegen einen Ring 14 abstützen, der mittels der Zylinderfläche
15 in der Spindelkopfmutter 2 ausgerichtet ist. In diesem Ring 14 ist wiederum
der Hohlkegelkörper 12 mittels der Zylinderfläche 16 mittig und achsig verschiebbar geführt.
Die Druckfedern 13 bewirken nun eine ständig den Durchmesserschwankungen der
Werkstoff stange folgende satte Führung. Bei der Nachstellung wird die Führungsbüchse 6
in ihrer ganzen Länge, zylindrisch bleibend, zusammengedrückt. Dabei sind die auf sie
einwirkenden Hohlkegelflächen ineinander und an der Drehbankspindel 1 durch die Flächen
15 und 16 genau rundlaufend geführt.
Durch die Ineinanderfügung der einzelnen Bestandteile der Büchsenführung und ihrer
Nachstelleinrichtung wird eine außerordentlich kurze Baulänge erzielt, so daß dadurch
das jedesmal verbleibende, nicht mehr verarbeitbare Abfallreststück denkbar kurz wird.
Spiegelrechte Ausbildung der Führungsbüchse 6 macht es ferner, wie bereits angeführt
wurde> möglich, dann, wenn die Büchse an· ihrem vorderen Ende infolge des Schneiddruckes
um ein geringes Maß abgenutzt und dadurch etwas erweitert ist, sie derart umzusetzen,
daß ihre Schlitze 7 nun der Drehbankspindel zugekehrt sind, während die Schlitze 8 no
nach außen weisen, so daß nunmehr der etwas weniger abgenutzte Büchsenbereich die
Führung an der am stärksten beanspruchten Stelle übernimmt. Von der Anwendung der
spiegelrechten Ausbildung der Führungsbüchse kann aber auch abgewichen werden, wenn
aus besonderen Gründen die Klemmdrücke in der Führungsbüchse vorn und hinten verschieden
stark sein sollen.
Da gerade bei guter und spielfreier Führung trotz der geringen und verhältnismäßig
sehr langsamen gegenseitigen Bewegung von
Werkstoffstange und Führungsfläche der Büchse dann, wenn sehr genau und glatt gezogene
Werkst off stangen Verwendung, finden, ein Anfressen bzw. Ansetzen in den üblichen
Stahlbüchsen zu beobachten ist, wodurch die stellenweise am Außendurchmesser unbearbeitet
-bleibenden Werkstücke durch Riefen oder Eindrücke beschädigt und unbrauchbar werden,
wird die Führungsbüchse 6 statt aus Stahl
ίο nunmehr aus einem geeigneten, ausreichend
federnden ,und genügend harten Nichteisenmetall, vorzugsweise aus harter Federbronze,
hergestellt.
Die neue Büchsenführung ist auch bei Drehbänken anwendbar, bei denen sie in einem
besonderen, von der Arbeitsspindel angeordneten Lager eingebaut ist und von dieser
durch eine Mitnahmeeinrichtung mitgenommen wird.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Einstellbare, mit der Drehbankspindel umlaufende Büchsenführung für stangenförmigen Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbüchse (6) samt ihrer Einstellvorrichtung (4) und Feststellvorrichtung (9) im wesentlichen innerhalb der Baulänge der kurzen, dem Werkstoffdurchmesser anpaßbaren Führungsbüchse im vorderen Teil-des Spindelkopfes untergebracht ist.
- 2. Büchsenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelkopfmutter (2), welche die außen kegelig gestaltete Führungsbüchse (6) in einer Hohlkegelfläche (3) aufnimmt, auf einem Außengewinde die Nachstellmutter (4) für die »Führungsbüchse (6) trägt und daß auf einem Außengewinde der Nachstellmutter (4) eine Gegenmutter (9) angeordnet ist, derart, daß die Nachstellmutter (4) und die Gegenmuttern (9) die Führungsbüchse (6) umschließen, ohne sie in achsiger Richtung zu überragen (Fvig. 1 und 2).
- 3. Büchsenführurig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die außen kegelig gestaltete Führungsbüchse (6) in einer entsprechenden Hohlfcegelfläche (3) eines ringförmigen Körpers (12) liegt, der in der Spindelkopfmutter (2) achsig verschiebbar unter der Wirkung von im Sinne des Verengens der Führungsbüchse (6) drückenden Federn (13) steht (Fig. 3).
- 4. Büchsenführung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Nachstellkörper (12) mittels ZylinderfLächen (15 und 16) in der Spindelkopfmutter (2) geführt ist (Fig. 3).
- 5. Büchsenführung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbüchse (6) doppelkegelig gestaltet und dadurch umwendbar gemacht ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI47107D DE627867C (de) | 1933-05-05 | 1933-05-05 | Einstellbare, mit der Drehbankspindel umlaufende Buechsenfuehrung fuer stangenfoermigen Werkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI47107D DE627867C (de) | 1933-05-05 | 1933-05-05 | Einstellbare, mit der Drehbankspindel umlaufende Buechsenfuehrung fuer stangenfoermigen Werkstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE627867C true DE627867C (de) | 1936-03-25 |
Family
ID=7191919
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI47107D Expired DE627867C (de) | 1933-05-05 | 1933-05-05 | Einstellbare, mit der Drehbankspindel umlaufende Buechsenfuehrung fuer stangenfoermigen Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE627867C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE823683C (de) * | 1948-01-20 | 1951-12-06 | Tornos Sa Fabrique De Machine | Einstellbare, mit der Drehspindel umlaufende Fuehrungsbuechse fuer stangenfoermigen Werkstoff an selbsttaetigen Drehbaenken |
-
1933
- 1933-05-05 DE DEI47107D patent/DE627867C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE823683C (de) * | 1948-01-20 | 1951-12-06 | Tornos Sa Fabrique De Machine | Einstellbare, mit der Drehspindel umlaufende Fuehrungsbuechse fuer stangenfoermigen Werkstoff an selbsttaetigen Drehbaenken |
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