DE626941C - Verfahren zum voruebergehenden Haerten von Glastafeln - Google Patents
Verfahren zum voruebergehenden Haerten von GlastafelnInfo
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- DE626941C DE626941C DEE45836D DEE0045836D DE626941C DE 626941 C DE626941 C DE 626941C DE E45836 D DEE45836 D DE E45836D DE E0045836 D DEE0045836 D DE E0045836D DE 626941 C DE626941 C DE 626941C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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Description
- Verfahren zum vorübergehenden Härten von Glastafeln Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum vorübergehenden Härten von Glastafeln unmittelbar nach ihrer Herstellung, um die Glasoberfläche hinreichend unempfindlich gegen mechanische und Wärmeeinwirkungen zu machen.
- Das bisher übliche Verfahren zur Erzeugung von Rohglasplatten für Spiegelglas o. dgl., bei welchem ein abgemessener Posten geschmolzenen Glases auf einem Walztiseh oder zwischen Walzen einer Maschine gegossen wird, leidet unter dem Nachteil, daß, da aus glas- und wärmetechnischen Gründen die Gießfolge schnell sein muß, 'zur Aufnahme der gewalzten Platten ein Kühlofen von bedeutender Größe und entsprechender Leistungsfähigkeit erforderlich ist. In den meisten Fällen wird dieser Kühlofen also nur während,eines Bruchteiles der Gesamtarbeitszeit ausgenutzt, wodurch unverhältnismäßig hohe Leerlaufkositen entstehen: Der hohe Gestehungspreis und große Raumbedarf des Kühlofens: sind weitere Nachteile.
- Beim Auswalzen großer Tafeln ist es weiterhin ei,n Nachteil, daß Kopf und Ende von sehr verschiedenem Wärmezustand und Härtegrad sind. Um diese Schwierigkeit zu umgehen, mußten besondere Verfahren erdacht werden, z. B. das Zerteilen der in einem erzeugten Tafel und absatzweises Einbringen dieser Einzelstücke in den Kühlofen.
- Diese Nachteile werden durch das hier angegebene Verfahren vermieden. Das Verfahren betrifft eine vorübergehende Härtung der gewalzten Glastafeln und besteht darin, däß in unmittelbarer Verbindung mit dem Auswalzen der Platte diese einem Härtungsverfahren unterworfen wird. Die Härtung kann entweder getrieben werden bis zur völligen Erstarrung der Glasplatte durch und durch oder nur bis zur Erzielung einer vorläufigen Leder- oder Harthaut, die das Glas hinreichend unempfindlich gegen mechanische und Wärmeeinwirkungen macht. Die für das Schleifen und Zerteilen notwendige Entspannung wird dann in einem gesonderten Arbeitsgang vorgenommen, der sich gegebenenfalls über den ganzen .Tag erstreckenkann. Hierdurch und weilt durch die vorangegangene Härtung die Rohglasplatte gleichmäßig vorgespannt in den Kühlofen gebracht wird, die Entspannung also erleichtert ist, wird es möglich, den Kühlofen erheblich zu verkürzen.
- Das Einbaimgen gehärteter Platten in den Kühloffen kann ohne Vorwärmung derselben erfolgen, da die Druckschicht sie vor dem Zerspringen bewahrt. Es ist ein Bemerkenswerter Vorteil beim Kühlen ;gehärteter Platten., daß der Ausgangswärmezustand wegen der vorhandenen gleichmäßigen Vorverspam# nung nur in Höhe der Entspannungstemperatur zu liegen braucht und nicht, wie bisher, bei Spiegelrohglas, .erheblich höher, da kein Wiiedererweschen notwendig ist, sondern nur ein Entspannen. Die Kühlöfen benötigen hiernach also grundsätzlich kein S.chamotteges:äß, sondern die -Platten können vom Ofenkopf an auü Rollen, Drahtgeflecht oder Metallrosten befördert werden.
- Das vorliegende Verfahren erreicht durch die gleichmäßige unmittelbare Härtung die Erhaltung der frischen unverbildeten Glasoberfl;ächen. Dadurch wird nicht nur der Schleif- und Poliervorgang .erheblich abgekürzt, sondern auch durch Verringerung der Schleifarbeit tatsächliche Glasverluste vermieden, ohne d,aß zur Erreichung dieser Vorteile irgendwelche kostspieligen, umständlichen Einrichtungen notwendig wären.
- Es ist bekannt, eine Vorkühl@ung der Platte vor Einbriagung in den Kühlofen durch einseitiges Anblasen mit Luft herbeizuführen, wobei nicht die ganze Platte gleichmäßig, sondern entsprechend ihren jeweiligen Wärmeunterschieden ausgleichend verschieden stark getroffen wird. Ferner ist vorgeschlagen worden, die zu schnelle Wärmeableitung von frisch ausgewalzten Rohglasplatten durch Erzeugen eines Luftpolsters zu verhindern, wobei die Oberfläche im Sinne der Schleif- und Polieranforderungen verbessert wird. Schließlich hat man auch. die Abkühlung von bis zur Erweichung erhitzten Glasplatten durch Ab- schreck-en mit Luft so beschleunigt, daß unter Vermeidung von Bruch Plätten mit einem besonders überzüchteten Spannungszustand entsitehen. Solche Platten behalten erfahrungsgemäß eine glatte Oberfläche.
- Das vorliegende Verfahren. besteht darin, daß man gewalzte Glasplatten unmittelbar nach dem Verlassen des letzten Walzenpaares in an sich bekannter Weise durch ein gasfqam',ges Kühlmittel härtet und die so gehärtete Platte unmittelbäx anschließend oder später einem. üblichen Kühlvorgang unterzieht.
- Eine beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens wird in der Abbildung gezeigt. i ist dabeE eine Schöpfkelle, welche die Glasmasse in bekannter Weise zwischen das Walzenpaar. 2 meinem Zuge ausgießt. Nach Verlassen des Walzenpaares gleitet die Glasplatte i o auf dem Gleitstück 3 herab, durch dessen, trepp.enförmigie Querriefen, durch die Zufuhrkanäle 4 und die 'Abführungskanäle 5 z, B. Preßluft geblasen werden kann. Die entsprechende Kühlung auf der anderen Seite der Platte wird durch die Blasvorrichtung 6 bewirkt. Die Weiterbeförderung der Glasplatte, die noch teilweise bildsam ist, kann entweder unmüttelbar auf bekannten Förderrollen 12 erfolgen oder unter Zwischenschaltung einer an sich hekanlten Fördervorrichtung i i. Im letzteren Falle kommen die BlasvorrIchtungen 7 von unten zur Wirkung, während von oben Kühlmittel (z. B. Luft) durch den mit verstellbaren Mappen versehenen, durch Handgriff 9 einstellbaren Luftverteilerkasten 8 zugeführt werden zur Erreichung des ge- wünschten Härtegrades.
- Die Strömung des Kühlmittels kann sowohl mit wie gegen die Bewegungsrichtung der Glasplatte erfolgen.
- Beim fortlaufenden Walzen wird man die Härtung dort durchführen, wo die Glastafel schon wesentlich in die Waagerechte umgebogen ist, wenn die Härtung eine vollständige sein 3o17. Für eine Härtung jedoch, welche dem Glas noch ;einen Teil seiner Eigenwärme im Innern beläßt, karin die Härtestelle an einen früheren Punkt bis unmittelbar hinter den Walzenaustritt verlegt werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum vorübergehenden Härten von Glastafeln, dadurch gekennzeichnet,.daß in unmittelbarer Verbindung mixt dem Auswalzen der Rohgiasplatte diese einem Härtungsverfahren bis zur völligen Abkühlung bzw. bis zum Schwinden der Bildsamkedt unterworfen wird und die für das Schleifen und Zerteilen notwendige Entspannung in einem gegebenenfalls wesentlich verkürzten Kühlofen zu beliebiger späterer Zeit erfolgt.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei die ganze Plattenbreite einnehmenden Blasvarrichtungen, die dem unterschiedlichen Wärmezustande der Ober- und Unterseite der Glastafel angepaßte Luftströme auf die beiden Seiten der Platten unmittelbar nach ihrem Austritt aus der Walzvorrichtung richten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE45836D DE626941C (de) | 1934-07-26 | 1934-07-26 | Verfahren zum voruebergehenden Haerten von Glastafeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE45836D DE626941C (de) | 1934-07-26 | 1934-07-26 | Verfahren zum voruebergehenden Haerten von Glastafeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE626941C true DE626941C (de) | 1936-03-05 |
Family
ID=7080087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE45836D Expired DE626941C (de) | 1934-07-26 | 1934-07-26 | Verfahren zum voruebergehenden Haerten von Glastafeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE626941C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767435C (de) * | 1937-06-15 | 1952-09-08 | American Securit Company | Verfahren und Vorrichtung zum Haerten von Glasgegenstaenden |
| DE896709C (de) * | 1938-04-29 | 1953-11-16 | American Window Glass Company | Verfahren zur Herstellung von Glastafeln |
-
1934
- 1934-07-26 DE DEE45836D patent/DE626941C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767435C (de) * | 1937-06-15 | 1952-09-08 | American Securit Company | Verfahren und Vorrichtung zum Haerten von Glasgegenstaenden |
| DE896709C (de) * | 1938-04-29 | 1953-11-16 | American Window Glass Company | Verfahren zur Herstellung von Glastafeln |
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