DE626565C - Temperaturregler fuer Milcherhitzer o. dgl. - Google Patents
Temperaturregler fuer Milcherhitzer o. dgl.Info
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Classifications
-
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Description
Die. vorliegende Erfindung bezweckt die Verbesserung und weitere Ausgestaltung der
im Patent 580 548 geschützten Erfindung.
Gemäß dem Hauptpatent besteht der Temperaturaufnahmekörper oder Wärmefühler des
Temperaturreglers aus einer Anzahl feiner und dünner Röhrchen, welche zusammen ein
Röhrenbündel bilden und in dem Abflußrohr für die Milch angeordnet sind. Dieser Wärmefühler
ist sodann in der üblichen Weise mittels eines KapiUarrohrs mit einem Arbeitskörper verbunden, welcher die Spindel des
die Beheizung regelnden Durchströmventils beeinflußt.
Es hat sich nun bei den Tempieraturreglern derartiger Milcherhitzer und ähnlicher Vorrichtungen
im praktischen Betriebe herausgestellt, daß die Kapillarrohrverbindung zwischen Wärmefühler und Arbeitskörper sehr
ao hinderlich ist und vielfach infolge eines Bruches oder einer Verbiegung des Kapillarrohrs
zu Beschädigungen und Versagen der Einrichtung Veranlassung gibt. Auch bei verhältnismäßig
kurzen Kapillarrohrverbindungen ergab sich immer noch eine sperrige und empfindliche Apparatur, wozu die Bedingung
der leichten Zugänglichkeit und Reinigungsmöglichkeit aHerTeüewesentUch beitrug.
Dieser Mangel wird erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß der die Ventilspindel des Durchströmventils betätigende Arbeitskörper in das Röhrenbündel des Wärmefühlers
hineingesteckt und mit letzterem unter Fiortlassung des Kapillarrohrs unmittelbar verbunden
ist.
Auf diese Weise wird unter Ausnutzung der zweckmäßigen Röhrenbündelform des Wärmefühlers
in einfacher Weise eine stabile und gedrungene Anordnung erzielt, welche einerseits
ganz ohne das störende Kapillarrohr aus- !kommt, andererseits aber trotz der erreichten
gedrängten und raumsparenden Ausbildung leicht zugänglich und zwecks Reinigung auseinandernehmbar
ist. Infolge der erzielten Vereinfachung wird die Betriebssicherheit des
Temperaturreglers erhöht, so da& er sich nicht nur in Molkereien für Milcherhitzer,
sondern auch auf Fahrzeugen, auf Schiffen usw. vorteilhaft anwenden läßt, wo die auftretenden
Erschütterungen und der beengte Raum die Kapillarrohrverbindung besonders gefährlich macht.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt
Fig. ι im Schnitt einen erfindungsgemäß ausgebildeten Temperaturregler mit doppelt
entlastetem Einsatzventil,
Fig. 2 im Schnitt einen entsprechenden Temperaturregler mit Doppelsitzventil.
In der Zeichnung ist hei beiden dargestellten Ausführungsformen mit ι ein Thermostatgehäuse
bezeichnet, welches mit einem Eintrittsstutzen 2 und mit .einem Austrittsstutzen 3 versehen und unten durch einen
Boden 4, oben durch leinen Deckel S" abgeschlossen ist. Das Thermostatgehäuse 1 wird
beispielsweise in Richtung der eingezeichneten Pfeile von dem Heizwasser ader sonstigen
Medium, dessen Temperatur zu regem ist, durchströmt. ,Die Durchs tr ömriehtung
kann aber auch umgekehrt sein. Der Thermostat oder Wärmefühler besteht gemäß dem Hauptpatent aus einer Anzahl
dünnwandiger, zu einem Bündel vereinigter Röhren 6„ weiche untereinander in Verbindung
stehen und mit einer Ausdehnungsflüssigkeit ' 20 gefüllt sind. Mittels 'eines an Hand einer
Skala 7 -einstellbaren·, drehbaren- Reguüergewindeorgans,
welches in einem. Regulierkopf 8 untergebracht ist, kann ein durch eine
Pufferfeder abgepuffertes Fiederrehr mehr
oder weniger tief in die Ausdehnungsflüssigfceit eingetaucht werden, um die ILegeltemperatur
zu verändern.
In die Mittelachse des Röteextbündels 6 ist
erfindungsgemäß ein Arbeitskörper 9 eingebaut, so daß er konzentrisch von den einzelnen
Fühlerröhren 6 umgeben ist. Der Kopf des Arbeitsköorpiers 9 ist nach der dem Regulierkiopf
8 entgegengesetzten Richtung gerichtet, in der auch der Ärbeitsstift $0, weleher
mit dem Boden des Arbeitsbajjgs' 11
verbunden ist, nach außien ragt. In das Innene des Ärbeitsfeörpers 9·, das unmittelbar
mit dem mit Ausdehnungsflüssigkeit gefiüfiten
Wiärmefühlerraum in Verbindung steht und selbst ebenfalls mit dieser Flüssigkeit
gefüllt ist, kann vorteilhaft gleichzeitig das Regulierfederriohr 12 tauchen, wodurch die
Baralänge des· Regulierkiopfes 8·' verringert
wird.
Der Arbeitsstift 10 endigt vollständig frei und wird lediglich zweckmäßig geführt, so
daß der gesamte Thermostat mit dem Röhrenbündel 6 und mit dem Arbeitskörper 9- nach
Lösung des Gehäusebodens 4 ohne weiteres aus dem Thermostatgehäusie r herausgezogen
werden kaan. Von großem Vorteil ist hierbei,
daß keinerlei KapiEairrohranseHüsse gelöst
werden müssen oder das Kapillarrohr, wie bei den ,älterem Einrichtungen, verbogen wierden
muß. Die Reinigung des aus Kupfer, Messing o. dgl. hergestellten Thermostaten
und des Arbeitsfc&rpers wird dadurch sehr
erleichtert.
Über dem Gehäsusedeckel S sind nun unmittelbar
die von dem- Thermostaten zu betätigenden Ventileinriehtungeri angeordnet,
, wiobei ein Dichtungsfederrohr den Thermostatraum von dem Ventilraum trennt. Gemäß
Fig. ι ist der Arbeitsstift ϊο in "einer
Biohxung des Gehäusedeckels 5 geführt und berührt in dieser Bohrung das untere, freie
Ende einer Übertragungsstange 13, deren oberes Ende mit dem Boden eines Dichtungsfederrohrs
14 verbunden ist. In der Verlängerung der Übertragungsstange 13 ist eine
Ventilspindel 15 befestigt, welche den mit
einem Ventilsitz 16. zusammenarbeitenden Einsitzkegel
17 trägt. Der Einsitzkegel 17 ist durch; einen Entlastungsbalg 18 entlastet, dessen
Boden 19 glockenartig nach innen eingezogen ist und den größten Teil des Dichtungsfederrohrs
14 in sich, aufnimmt. Der Entlastungsbalg 18 ist in einem Zwischengehäuse
20 untergebracht welches durch eine Leitung 21 mit der Eintrittsseite 22 des Ventilgehäuses
23 in ständiger Verbindung steht. Die Austrittsseite 2-4 des Ventils steht dagegen
dureh die Durchführungsöffnung der Ventilspindel 15 mit dem Inneren des Entlastungsbalgs· i8 in Verbindung, wobei ein Schutz-
rohr 25 das Eindringen von Schmutz in das Innere des- Entlastungsbalgs 18 verhindert.
Der Durchmesser des Entlastungsbalgs 18 ist derart beraessm* daß der Einsitzkegel 17
Stets bestrebt ist, das Ventil zu öffnen. Dadurch wird eine besondere Ventilfeder entbehrlich.
Da der Einsitzkegel 17 nicht nur von der Eintrittsseite 22 aus, sondern auch
von der Äustrittsseite 24 aus entlastet ist,
wird ein Ausgleich der Diuckschwankungen von beiden Seiten her erzielt. Das Zwischengehäuse
2 α kann vor Inbetriebsetzung des Apparats durch eine mit eimern Stopfen 26
verschließbare Öffnung mit Wasser gefüllt werden, um eine Kühlung der Federrohre zu
bewirken.
Bei dem in FJg. 2 veranschaulichten, besonders für Mücherhitzier ,geeigneten Ausführungsbeispiel
ist unmittelbar auf dasTherrnostatgehäuse
1 das Ventilgehäuse 27 eines Doppelsitzventils aufgesetzt, in welches der
Heizdampf bei 28 eintritt und' aus dem er bei 29 austritt. Eine Ventilspindel 30 trägt
die beiden Kegel31 und 32, von denen z.B.
der vordere Kegel 31 auf einen schrägen Ventilsitz 33 und der hintere Kegel 32 mit
seiner schrägen Fläche auf 'einen kantigen Sitz 34 dichtet. Eine Ventilfeder 35, welche
mittels einer in dem Kopf 36 untergebrachten Stellschraube leinneguliert werden kann, ist
bestnebt, das Ventil entgegen der Schließwirkung des Thermostaten offen zu halten. Auch
dieses Durchströmventil ist durch die Doppelsitzanordnung entlastet, so daß Druckschwankungen
auf der Vordruckseite 28 oder ungleichmäßige Entnahme auf der Austrittsseite 29 nicht machteilig auf das genaue Ar-
beiten des Apparats einwirken können. Die-Ventilstange 30 ist hier durch den Gehäusedeckel
s in das Thermostatgehäuse 1 geführt und durch ein in letzteres eingedichtetes Dichtungsfederrohr
37 abgedichtet. Der Boden 38 dieses Fiederrohrs 37, welcher mit der Ventilspindel
30 fest verbunden ist, besitzt auf seiner dem Arbeitskörper 9 zugekehrten Seite eine
Vertiefung zur Führung des Arbeitsstiftes 10. Die Wirkungsweise der Ausführungsbeispiele
gemäß Fig. 1 und Fig. 2 ist im wesentlichen die gleiche. Durch das Durchströmventil
23 bzw. 27 strömt das heizende Medium, beispielsweise Dampf. Das in seiner Temperatur
zu regelnde Medium, beispielsweise Wasser, strömt durch das Thermostatgehäuse
ι und umspült hierbei das Fühlerröhrenbündel 6 und den Arbeitskörper 9. Sobald
die Temperatur des Heizwassers z. B. über die eingestellte Grenze steigt, dehnt sich
die Ausdehnungsflüssigkeit in dem Röhrenbündel 6 aus, und der Arbeitsstift ι ο des
Arbeitskörpers 9 wird herausgedrückt. In Fig. ι drückt der Arbeitsstift 10 unter Veras
mittlung der Übertragungsstange 13 auf die Ventilspindel 15 und drosselt oder schließt
den Ventildurchgang 16 ab, während entsprechend in Fig. 2 die Ventilspindel 30 vorgeschoben
und die Kegel 31, 32 gegen ihre Sitze 33, 34 gedrückt werden. In beiden Fällen
wird die Dampfzufuhr gedrosselt oder sogar unterbrochen, bis die Temperatur des
Heizwassers am Thermostaten wieder gesunken ist. Sinkt die Heizwassertemperatur unter
die eingestellte Grenze, so zieht sich der Arbeitsstift 10 zurück und gestattet eine Öffnung
des Durchströmventils, welche bei Fig. 1 unter der Wirkung des einseitigen Überdrucks, bei
Fig. 2 unter der Wirkung der Ventilfeder 3 5 erfolgt. Dieser Vorgang wiederholt sich jeweils
beim Steigen oder Sinken der eingestellten Heizwasaertemperatur.
Claims (2)
1. Temperaturregler für Milcherhitzer o. dgl. nach Patent 580 548, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Ventilspindel des Durchströmventils betätigende Arbeitskörper (9) in das Röhrenbündel (6)
des Wärmefühlers hineingesteckt und mit letztenem unter Fortlassung des Kapillarrohrs
unmittelbar verbunden ist.
2. Temperaturregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Regulierfederrohr
(12) des Wärmefühlers auf der dem Arbeitsbalg (11) gegenüberliegenden
Seite in das Innere des von dem Röhrenbündel (6) umgebenen Arbeitskörpers (9) taucht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100988D DE580548C (de) | 1931-09-21 | 1931-09-21 | Milcherhitzer |
| DES118557D DE626565C (de) | 1931-09-21 | 1935-05-31 | Temperaturregler fuer Milcherhitzer o. dgl. |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100988D DE580548C (de) | 1931-09-21 | 1931-09-21 | Milcherhitzer |
| DES118557D DE626565C (de) | 1931-09-21 | 1935-05-31 | Temperaturregler fuer Milcherhitzer o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE626565C true DE626565C (de) | 1936-02-28 |
Family
ID=7534590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES118557D Expired DE626565C (de) | 1931-09-21 | 1935-05-31 | Temperaturregler fuer Milcherhitzer o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE626565C (de) |
-
1935
- 1935-05-31 DE DES118557D patent/DE626565C/de not_active Expired
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