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DE626404C - Verfahren und Vorrichtung zur dynamischen Pruefung fertiger Bauwerke oder Bauwerksteile - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur dynamischen Pruefung fertiger Bauwerke oder Bauwerksteile

Info

Publication number
DE626404C
DE626404C DESCH85031D DESC085031D DE626404C DE 626404 C DE626404 C DE 626404C DE SCH85031 D DESCH85031 D DE SCH85031D DE SC085031 D DESC085031 D DE SC085031D DE 626404 C DE626404 C DE 626404C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
structures
exciter
examined
parts
excitation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH85031D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Schenck AG
Original Assignee
Carl Schenck Eisengiesserei und Maschinenfabrick Darmstadt GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Schenck Eisengiesserei und Maschinenfabrick Darmstadt GmbH filed Critical Carl Schenck Eisengiesserei und Maschinenfabrick Darmstadt GmbH
Priority to DESCH85031D priority Critical patent/DE626404C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE626404C publication Critical patent/DE626404C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M5/00Investigating the elasticity of structures, e.g. deflection of bridges or air-craft wings
    • G01M5/0041Investigating the elasticity of structures, e.g. deflection of bridges or air-craft wings by determining deflection or stress
    • G01M5/005Investigating the elasticity of structures, e.g. deflection of bridges or air-craft wings by determining deflection or stress by means of external apparatus, e.g. test benches or portable test systems
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M5/00Investigating the elasticity of structures, e.g. deflection of bridges or air-craft wings
    • G01M5/0066Investigating the elasticity of structures, e.g. deflection of bridges or air-craft wings by exciting or detecting vibration or acceleration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur dynamischen Prüfung fertiger Bauwerke oder Bauwerksteile Bei der dynamischen Materialprüfung muß mehr als bei einer anderen Prüfungsart die Beanspruchung der zu prüfenden Teile so genau wie möglich den wirklichen Verhältnissen angepaßt werden. Die Prüfung der Werkstoffe mit Hilfe besonderer Prüfstäbe auf dynamischen Materialprüfmaschinen kann wohl über die grundlegenden dynamischen Festigkeitseigenschaften der Werkstoffe selbst Klarheit geben. Bei der endgültigen Gestalturig und dem Zusammenbau aus einzelnen fertigen Stücken verlaufen die Beanspruchungen jedoch nicht einfach nach den klaren Grundgesetzen, wie sie bei der Untersuchung in den Dauerprüfmaschinen vorausgesetzt werden, vielmehr treten fast stets überlagerte und zusammengesetzte Beanspruchungen auf, die von zusätzlichen Kräften und zahlreichen Nebenschwingungen verursacht werden und sich rechnerisch nicht erfassen lassen. Es ist deshalb notwendig, den fertigen Konstruktionsteil einer die praktischen Verhältnisse möglichst getreu nachahmenden schwingenden Beanspruchung zu unterwerfen.
  • Zur Untersuchung von Brücken ist es bekannt, durch einen Stoßerreger Schwingungen der Brücke hervorzurufen, die vor jeder neuen Erregung bereits abklingen. Neu ist dagegen die Verwendung mehrerer Erreger zur Erzeugung zusammengesetzter Schwingungen und zur Dauererregung. Bekanntlich führen die aus zahlreichen Einzelstücken zusammengesetzten Bauwerks- oder Maschinenteile, wie Kurbel- o. dgl. Wellen, Fahrzeug- und Flugzeuggestelle (besondersTragflächen), Gitterträger von Brücken, Kranen u. dgl., im Betriebe Schwingungen in der Eigenschwingungszahl des Gebildes aus. Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß zur dynamischen Prüfung solcher Gebilde, insbesondere in oder in der Nähe ihrer Eigenschwingungszahl, mehrere voneinander unabhängige Erreger verwendet werden, die diese Gebilde in Dauerschwingungen versetzen, und daß die Erregerkräfte dabei nach Größe, Taktzahl und Phase derart geregelt werden, daß sie für jedes Prüfgebilde in ein bestimmtes, während der Untersuchung gleichbleibendes Verhältnis zueinander gebracht werden. Die Erregerkräfte läßt man dabei am besten in der Gegend der Schwingungsbäuche der Gebilde angreifen. Die Größe der betriebsmäßig auftretenden Schwingungen und Beanspruchungen kann mit Hilfe besonderer Meßgeräte (Erschütterungsmesser, Dehnungsmesser u. dgl.) mit genügender Genauigkeit ermittelt werden. Welchen Ursprung die die Schwingungen erregenden Kräfte haben, ist an sich gleichgültig. Es können ebensowohl elektrische als elektromagnetische oder mechanische Erregerkräfte (beispielsweise Fliehkräfte) benutzt werden, um die Eigenschwingungen der zu prüfenden Teile hervorzurufen. Wesentlich ist nur, daß- - die - Erreger-- periodisch und in regelbarer Weise an--und abschwellende Kräfte hervorrufen, wobei zweckmäßig auch die Periode, also die Taktzahl der Erregungsvorrichtung, veränderlich ist, um die mechanischen Schwingungen des Erregers der Eigenschwingungszahl jedes zu untersuchenden Gebildes bequem anpassen zu können. Andererseits empfiehlt es sich, die Erregertaktzahl während der Prüfung selbst, gegebenenfalls durch die Erregervorrichtung überwachende Einrichtungen, möglichst genau gleichzuhalten. Die Verbindung zwischen der Erregervorrichtung und dem zu untersuchenden Gebilde kann je nach den praktischen Bedürfnissen ausgestaltet sein. Sie kann ebensowohl starr als in beliebiger Weise elastisch sein, je nachdem dies zur Nachahmung der späteren-Betriebsverhältnisse des zu prüfenden Gebildes wünschenswert erscheint. Auch ob die Erregervorrichtung ein selbständiges Schwingungsgebilde- ist, an welches der zu - prüfende Teil angeschlossen wird, oder ob die Erregervorrichtung erst zusammen mit dem zu prüfenden Gebilde zu Schwingungen befähigt wird, ist-an-sich gleichgültig. Wesentlich ist, daß die Gesamtmasse der Erregervorrichtung möglichst klein gewählt wird, derart, - -daß sie die Schwingungsverhältnisse des zu prüfenden Gebildes nicht wesentlich beeinflußt. -Infolge der erfindungsgemäßen Verwendung mehrerer Erreger, die gemeinsam an dem zu prüfenden Teil angreifen, tritt die Frage auf, wie sich die Kräfte dieser einzelnen Erreger hinsichtlich ihrer Größe und Taktzahl zueinander verhalten. Erfindungsgemäß sind die Erregerkräfte der einzelnen Erreger nach Größe und Takt unabhängig voneinander einstellbar. Dies gilt auch bezüglich der zwischen den einzelnen _ Erregungsamplituden vorliegenden Phasenverschiebung, die den Erfordernissen der Prüfung entsprechend einstellbar ist. Die Erreger- brauchen nicht alle mit gleicher Taktzahl auf das zu prüfende Gebilde einzuwirken. Es ist vielmehr anzustreben, daß sich die im Betrieb des Gebildes bevorzugte Schwingungsform auch während der Prüfung einstellt. Zum Beispiel wird ein Fachwerksträger in den seltensten Fällen einfach Schwingungen ausführen, die lediglich den Grundschwingungen seines Gebildes -entsprechen, vielmehr werden außer der Grundschwingung auch noch Oberschwingungen vorliegen. Um solche Oberschwingungen neben der Grundschwingung zu erzeugen, greifen an dem zu prüfenden Teil mehrere Schwingungserreger an, deren Taktzahl in einem festen Verhältnis zueinander steht, das durch das Verhältnis der Grund- zu den Oberschwingungen des zu prüfenden Gebildes oder allgemein durch ein anderes, den praktischen Beanspruchungen des zu prüfenden -Gebildes entsprechendes Verhältnis der Schwingungen des ganzen Gebildes oder einzelner Teile gegeben ist.
  • Die Einstellung der Größe der Erregerkraft bei den Messungen erfolgt bei fachwerkartigen Prüfkörpern, bei denen die Erregerkräfte zweckmäßig an den Knotenpunkten der Stäbe angreifen, durch Feststellung der Beanspruchung in den maßgebenden -Stäben bzw. Gliedern des Prüfkörpers, die mit Hilfe von dynamischen Dehnungsmessern durchgeführt wird. Die Größe der dort entstehenden Beanspruchungen muß die im praktischen Betrieb beobachteten ungünstigen Verhältnisse möglichst getreu wiedergeben, etwa derart, daß in den einzelnen Baugliedern Beanspruchungen herrschen, die den im Betrieb gemessenen Beanspruchungen ganz oder angenähert gleich sind.
  • Wesentlich für die Möglichkeit der Untersuchung und für die Nachahmung der im praktischen Gebrauch auftretenden Schwingungen ist es, daß sich die Erregerkräfte .nach bestimmten periodischen Gesetzen, beispielsweise nach einem Sinusgesetz, der Zeit nach ändern und ferner, - daß sowohl die Amplitude der Erregerkraft als auch die Taktzahl der Erregungsimpulse in weiten Grenzen, am besten zwischen dem Nullwert und einem der Verwendung entsprechenden Höchstwert, entweder während der Messung oder zum mindesten vorher regelbar ist und daß diese Größen während der Dauerprüfung selbst genau gleichbleibend gehalten werden können.
  • Eine Regelung der Impulsgröße ist beispielsweise bei mechanischen, durch Schwungmassen oder Kurbelgetriebe bewegten Schwingungserregern dadurch möglich, daß der Radius der Schwungmassen oder der Hub des Kurbeltriebes entsprechend einstellbar gemacht ist.
  • Die einzelne Erregermaschine wird zweckmäßig dort- 'angebracht, wo im praktischen Betrieb die Übertragung der Kräfte stattfindet, also etwa in den Knotenpunkten von Fachwerko* dgl. Bauten. - Es empfiehlt sich, die Regelbarkeit der Erregerkräfte nach Größe, Taktzahl und Phase in der Weise durchzuführen, daß sämtliche Erregermaschinen durch Synchronmotoren angetrieben werden, die von einer gemeinsamen Dynamomaschine gespeist werden. Die Änderung der- Frequenz wird so vorgenommen, daß die Drehzahl der Dynamomaschine, also die Frequenz des Drehstromes, dem Untersuchungsfalle entsprechend geregelt wird. Die Änderung der Phase kann dadurch erfolgen, daß die Gehäuse der die Erregermaschine treibenden Synchronmotore um die Motorachse drehbar sind, so daß die Pole der einzelnen Motoren der Phasenverschiebung entsprechend verschieden liegen. - Das Verhältnis der Schwingungszahlen der einzelnen Erreger kann beispielsweise dadurch geregelt und gleichgehalten werden, daß die Synchronmotoren z. B. über Zahnradvorgelege die Wellen der Erregermaschine antreiben, wobei dann das Übersetzungsverhältnis des Zahnradgetriebes von vornherein dem Verhältnis der Schwingungsunterschiede entsprechend gewählt wird, also beispielsweise im Verhältnis der Grund- zu den Oberschwingungen steht. - Auch andere Ausführungsarten der verschiedenen Einstellung der Erregermaschinen und zur Beibehaltung der einmal gewählten, den praktischen Verhältnissen entsprechenden Einstellung können Anwendung finden.
  • Bei manchen Untersuchungen, z. B. solchen eines Flugzeugkörpers bzw. der Tragflächen desselben, wird das Flugzeug zweckmäßig an oder in weichen Federn aufgehängt. Hierdurch verhält sich das Flugzeug so, als ob es frei im Raum schwebt. Die Eigenschwingungszahl des Schwingungsgebildes, dem die weichen Aufhängefedern angehören, muß verhältnismäßig sehr niedrig sein, so daß die hohen Eigenschwingungen der Prüfung keinen Einfluß auf die weichen Federn gewinnen können.
  • Es empfiehlt sich häufig, die Prüfung so vorzunehmen, daß der Schwingungserreger die eine, der zu untersuchende Teil die zweite Masse eines mechanischen Schwingungsgebildes ist, das durch Zwischenschaltung einer Federung zwischen diesen beiden Massen entsteht, und in welchem die Reaktionskraft des Schwingungserregers mittels der Federung den zu untersuchenden Teil beansprucht.
  • Zweckmäßig werden die zu prüfenden Teile außer durch die Erregerkräfte noch durch diejenigen ruhenden oder sich ändernden Belastungen beansprucht, welche auf diese Teile auch im Betriebszustand wirken.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum dynamischen Prüfen fertiger Bauwerke oder Bauwerksteile, z. B. Brücken, Krane, Gittermasten, Flugzeuge, Fahrgestelle u. dgl., insbesondere in oder in der Nähe ihrer Eigenschwingungszahl, dadurch gekennzeichnet, daß die zu untersuchenden Teile durch mindestens zwei Erreger in Dauerschwingungen versetzt werden und daß die Erregerkräfte der einzelnen Erreger nach Größe, Taktzahl und Phase unabhängig voneinander einstellbar sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktzahlen der Erreger im Verhältnis der Grundschwingung zu den Oberschwingungen des zu prüfenden Gebildes stehen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch x und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Erreger mit Hilfe von dynamischen Dehnungsmessern erfolgt, und zwar derart, daß in den einzelnen Baugliedern Beanspruchungen herrschen, die den im Betrieb gemessenen Beanspruchungen ganz oder angenähert gleich sind. q..
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Erregermaschinen unter Zwischenschaltung verschiedener Übersetzungsgetriebe durch Synchronmotoren mit verdrehbarem Polgehäuse angetrieben werden, die von einer gemeinsamen Dynamomaschine mit regelbarer Drehzahl gespeist werden.
  5. 5. Vorrichtung zur dynamischen Prüfung nach Anspruch i oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgebilde, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung an sich bekannter, weicher, elastischer Mittel, welche die Eigenschwingungszahl der Stützung wesentlich unter die Eigenschwingungszahl des Prüfgebildes bringen, den Einwirkungen seiner Unterstützung derart entzogen wird, als ob es sich in frei schwebendem Zustand befindet.
  6. 6. Vorrichtung zur dynamischen Prüfung nach Anspruch i oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserreger die eine, der zu untersuchende Teil unter Zwischenschaltung einer Federung die zweite Masse eines mechanischen Schwingungsgebildes ist, in welchem die Reaktionskraft des Schwingungserregers mittels der Federung den zu untersuchenden Teil beansprucht.
DESCH85031D 1928-01-06 1928-01-06 Verfahren und Vorrichtung zur dynamischen Pruefung fertiger Bauwerke oder Bauwerksteile Expired DE626404C (de)

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