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DE626022C - Vorrichtung zum Abteilen von wechselnd stark angereicherten Fluessigkeitsmengen, in denen eine gewuenschte, gewichtsmaessig bestimmte Menge einer Trockensubstanz enthalten ist - Google Patents

Vorrichtung zum Abteilen von wechselnd stark angereicherten Fluessigkeitsmengen, in denen eine gewuenschte, gewichtsmaessig bestimmte Menge einer Trockensubstanz enthalten ist

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Publication number
DE626022C
DE626022C DEL84671D DEL0084671D DE626022C DE 626022 C DE626022 C DE 626022C DE L84671 D DEL84671 D DE L84671D DE L0084671 D DEL0084671 D DE L0084671D DE 626022 C DE626022 C DE 626022C
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DE
Germany
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float
liquid
measuring beam
shaped float
dry substance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL84671D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KAREL LOEBL
Original Assignee
KAREL LOEBL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KAREL LOEBL filed Critical KAREL LOEBL
Application granted granted Critical
Publication of DE626022C publication Critical patent/DE626022C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/22Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for apportioning materials by weighing prior to mixing them

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Level Indicators Using A Float (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Abteilen von wechselnd stark angereicherten Flüssigkeitsmengen, in denen eine gewünschte, gewichtsmäßig bestimmte Menge einer Trockensubstanz enthalten ist In Industriezweigen, in denen für verschiedene Zwecke Lösungen oder Emulsionen (z. B. Kalkmilch) verwendet werden, ist es sehr wichtig, daß die in den Erzeugungsprozeß gebrachte Flüssigkeitsmenge tatsäch= lich eine ganz bestimmte Gewichtsmenge der in dieser Flüssigkeit enthaltenen Trockensubstanz enthält. Zu diesem Zwecke mußte früher mit größter Sorgfalt darauf geachtet werden, daß die beispielsweise verwendete Kalkmilch stets die gleiche Dichte aufwies, da anderenfalls umständliche Messungen und Umrechnungen nötig wurden, für die im Erzeugungsprozeß keine Zeit war. Die Herstellung von Kalkmilch von stets der gleichen Dichte -ließ sich aber im laufenden Betrieb praktisch nicht durchführen, oder sie verursachte ganz außergewöhnlich hohe Kosten.
  • Es hat daher nicht an Bemühungen gefehlt, eine Vorrichtung zu schaffen, die es gestattet, eine unbekannte Flüssigkeitsmenge von wechselnder (d. h. unbekannter) Anreicherung an einer Trockensubstanz abzuteilen, in der eine gewichtsmäßig bestimrizte gewünschte Menge dieser Trockensubstanz enthalten ist. Man verwendete hierzu zunächst eine Vorrichtung, bei der zwei -in das Abfüllgefäß eintauchende, an je einem drehbar gelagerten Meßbalken hängende Schwimmer vorhanden waren. Die Ergebnisse waren ungenau und die Bauweise und Bedienung der Vorrichtung recht umständlich, so daß man nach einer Verbesserung suchte. Die weitere Entwicklung der Vorrichtung führte zur Verwendung eines einzigen Schwimmers, der als Formschwimmer mit nach oben zunehmender Verjüngung ausgebildet wurde. Der Schwimmer wurde für ein Meßgefäß vorgeschlagen, das für eine Kalkmilchdichte bestimmt ist, die sich gewöhnlich in den ziemlich weiten Grenzen von r2 bis 2a° Be bewegt. Nachdem jedoch die Erzeugungskurve eines solchen Formschwimmers nur angenähert, entsprechend einiger Anreicherungen in den damals verwendeten Grenzen der Ca 0-Zusätze, bestimmt wurde, ist klar, daß auch der in dieser Weise vorgeschlagene Schwimmer die Forderung nach einem Universalschwimmer, d. i. einem Schwimmer für ein beliebig großes Meßgefäß bzw. für einen genauen Zusatz von Kalk in beliebigen Mengen und bis zum größten Inhalt, nicht erfüllen konnte. Das Verhältnis zwischen dem größten und kleinsten noch meßbaren CaO-Verhältnis übersteigt bei dieser a1tf- Grund einiger weniger Proben vorgeschlagenen Vorrichtung nicht den Wert -: von @ i :-:z,6, : vVährend bei dem Schwimmer gemäß der Erfindung das Verhältnis den Wert von i : 6 erreicht und die Dichte der Lösung in den Grenzen von i bis 30° BE geändert werden kann. Ein weiterer Nachteil des vorgeschlagenen, auf dem angedeuteten Wege ermittelten Schwimmers bestand darin, daß sein ` Aüsgleichgewicht am Meßbälken eine besondere, von,der Verstellbewegung des: Schwimmers unabhängige $ewegung hatte, d. h. .Schwimmer als auch Läufer. mußten für sich eingestellt Werden,_ was eine zweifache Kontrolle bedeutet.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung bedeutet eine wesentliche Vervollkommnung der bekannten Einrichtungen. Man ist dabei wieder auf die Zweiteilung des Schwimmers zurückgegangen, und das Wesen der Erfindung wird darin gesehen, daß einer der. beiden Schwimmer in sonst bekannter Weise als in seiner Eintauchtiefe einstellbarer Formschwimmer ausgebildet ist und mit dem anderen Schwimmer an demselben Meßbalkenarm hängt. Er ist dabei unter gleichzeitiger entsprechender Verschiebung eines Ausgleichgewichtes gegenüber der Meßbalkenschwingachse einstellbar, und seine Einstellung hinsichtlich seiner Entfernung von der Meßbalkensch-,vingachse und seiner Eintauchtiefe sowie die entsprechende Verschiebung des Ausgleichgewichtes geschieht gleichzeitig und stetig durch Betätigen eines einzigen Einstellmittels. Weitere vorteilhafte Einzelheiten sind . in den Ansprüchen gekennzeichnet. Es ist selbstverständlich auch möglich, den Formschwimmer in einem gleichbleibenden Abstande.von der Meßbalkendrehachse anzuordnen und dafür : den anderen Schwimmer verschiebbar vorzusehen. Die Form des Schwimmers wurde auf Grund mathematischer Erwägungen bestimmt, und die Erzeugungskurve des Formschwimmers verläuft stetig so, daß das Abmessen ganz genau für jegliche CaO-Menge erfolgt, innerhalb der Grenzen, für welche der- Schwimmer bestimmt wurde. , Mathematisch ist die Form der Erzeugungskurve des den obigen Bedingungen entsprechenden Formschwimmers durch die Gleichung gegeben, in welcher P den Auftrieb des in die Meßgefäßfüllung eingetauchten Teiles des Formschwimmers und 2c = das Sinken des Schwimmers K die erforderliche Menge,. an Txockensubstanz in Kilogramm je Meßgefäßfüllung und U -die Oberfläche der Füllung biedeuten. b und p sind voneinander abhängige Koeffizienten, die sich aus der Beziehung zwischen dem spezifischen Gewicht der Flüssigkeit und der in ihr enthaltenen Trockensubstanz ergeben. Die Kurve ist eine gleichachsige Hyperbel, deren senkrechte Achse Y identisch ist mit der. senkrechten Drehachse des Schwimmers und deren horizontale Achse X sich in einer Entfernung u unter der durch den ebenen Boden des Meßgefäßes -gelegten Achse I befindet. Die mathematische Festlegung der Gestalt des Formschwimmers ist nicht Gegenstand der Erfindung.
  • Damit die Vorrichtung richtig arbeiten soll, ergibt sich, daß bei einer Vergrößerung des Trockensubstanzgehaltes der Füllung im ganzen drei Größen geändert werden müssen, und zwar a) der in die Füllung eingetauchte Formschwimmerteil, d. i. ein Verkleinern des Volumens des eingetauchten Schwimmerteiles, b) die Höhenlage der Erzeugungskurve des Formschwimmers, d. i. ein Sinken des Formschwimmers' in b@ezwg auf das Meßgefäß, und c) der Auftrieb des Formschwimmers, d. i. ein Verschieben des Formschwimmers am Meßbalken in Richtung zu dessen Stützachse, wobei gleichzeitig sein Ausgleichgewicht verstellt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch das Meßgefäß und Abb.2 ein Ausführungsbeispiel für den mechanischen selbsttätigen Abschluß der Lösungs- oder Emulsionszuleitung.
  • Abb. 3 zeigt schematisch, wie die Vorrichtung zum Steuern mehrerer Meßgefäße benutzt werden kann, und Abb. q. gibt die Anordnung des Formschwimmers,. des unteren Tauchschwimmers und des Korrekturgliedes.
  • Das Meßgefäß besteht aus dem feststehenden zylindrischen Behälter i, welcher unten durch einen konischen Boden abgeschlossen ist, an den sich das durch den Hahn 2 absperrbare Ablaßrohr anschließt. An oberen Rande des Behälters ist ein Bock 3 befestigt, welcher den auf den. Stahlschneiden 5 schwingbar gelagerten Waagebalken 4. trägt. Am Waagebalken q. ist in einer gleichbleibenden Entfernung a von den Schneiden 5 auf einer Schneide 6 der Tauchschwimmer 7 angehängt. Der über dem Behälter gelegene Waagebalken 4" ist mit einem Führungsteil 8 versehen, der eine kurvenförmige Leitbahn H besitzt und mit der auf einer festen Skala zo spielenden Zunge 9 versehen ist. Auf der kurvenförmigen Leitbahn H hängt mit Hilfe eines Daumens i i die Kulisse 12, welche auf dem entlang des prismatischen Teiles des Waagebalkens 4.z verschiebbaren Block 13 senkrecht verschiebbar ist. Im unteren Teil der Kulisse 12 hängt auf der Schneide 14 der Formschwimmer 15, der die Form eines Rotationshyperboloids besitzt, dessen Erzeugungskurve G mathematisch bestimmt ist und im Zusammeizhang mit der Kurve H der Führung 8 steht. Der Block 13, auf dem die Kulisse 12 senkrecht einstellbar ist, bewegt sich entlang des prismatischen Teiles der Balkenseite 4a, und zwar mit Hilfe einer links- und rechtsgängigen Schraube 16, welche an den beiden Enden des Waagebalkens drehbar gelagert .und an einem Ende mit einem Handrad 17 versehen ist. Diese Schraube 16 verschiebt auf dem Waagebalken auch. das Ausgleichsgewicht i$, und da der für das - Verschieben des Ausgleichgewichtes 18 dienende Teil dieser Schraube einerseits und der -für das. Verschieben des Blockes 13 dienende Teil andererseits mit umgekehrtem Gewinde versehen sind, so verschieben sich beim Drehen des Handrades 17 das Gegengewicht 18 und der Block 13 mit der Kulisse 12 und dem Formschwimmer 15 gleichzeitig aufeinander zu oder voneinander weg, wobei die Kulisse i2 mit.dem Schwimmer außerdem entlang der Kurve H der - Führung 8 steigt oder sinkt.
  • Einer bestimmten, in der Füllung des Meßgefäßes enthaltenen- Menge an Trockensubstanz in Kilogramm entspricht eine bestimmte, z. B. durch die Ordinate m gegebene Höhenlage des Schwimmers 15 und eine bestimmte Entfernung f von der Schwingachse 5 des Waagebalkens sowie auch eine Entfernung z des Gegengewichtes 18 von dieser Achse. Diese=-drei Größen" m, f, z sind voneinander abhängig und verändern sich gleichzeitig nur durch das Drehen des Handrades 17. Die den Zusatz an Trockensubstanz anzeigende Skala kann z. B. an der Balkenseite q. angebracht sein; . mit dieser Skala arbeitet dann ein an dem Ausgleichgewicht 18 angeordneter Zeiger züsammen. In diesem Falle muß die Skala aber nicht gleichmäßig, sondern hyperbolisch geteilt- werden, da sie ja angibt, wie sich mit wachsendem Zusatz an Trockensubstanz das Gegengewicht i8 und der Schwimmer 15 verschieben, d.h. die Skala wird die den Wert f entsprechende Größe angeben. -Um eine gleichmäßig geteilte Skala zu erhalten, welche in bezug auf die Genauigkeit der Ausführung und auf das Ablesen vorteilhafter ist, da dann z. B. auf dem Zeiger ein Nonius angebracht werden kann, bringt man vorteilhafterweise diese gleichmäßige Skala 19 auf der an der kurvenförmigen- Leitbahn H eingehängten Kulisse 1a und den Nonius zo auf den an der Balkenseite 4a verschiebbaren Block 13 an. Durch das Handrad 17 kann demnach mit dem Nonius 2o sehr genau und bequem die gewünschte Zusatzmenge an Trockensubstanz auf der Skala i9 eingestellt werden. ' Die geschilderte Vorrichtung arbeitet z. B. beim Wägen von Kalkmilch in der folgenden Weise: Die Kalkmilch, deren Dichte in den Grenzen zwischen i ° bis 3o' Be liegt, wird bei geschlossenem Ablaßhahn - durch den Hahn 21 so lange eingelassen, bis sich der Balken im Gleichgewicht befindet, d. h. bis der Balken, welcher bei leerem Gefäß so geneigt war, daß sich die Anzeigezunge 9 in der Lage j' befand, in die Lage j kommt, in der stets Gleichgewicht. herrscht. Sobald diese waagerechte Lage erreicht ist, wird das Einlaßventi122 geschlossen. Die im Meßgefäß enthaltene Flüssigkeit enthält dann tatsächlich genau jene geforderte Menge an Trockensubstanz, welche durch den Nonius des Zeigers i9 auf der Skala 2o eingestellt wurde, ohne Rücksicht auf die Dichte der Milch. Mittels des Ablaßhahnes 2 wird der Inhalt des Meßgefäßes in den Betrieb abgelassen. Nach dem Schließen des Hahnes 2 ist das Meßgefäß für ein erneutes Abmessen bereit.
  • Das Schließen des Einlaßventils ai erfolgt entweder von Hand aus, derart, daß der das Meßgefäß Bedienende die Bewegung der Zunge 9 verfolgt, oder selbsttätig. Dieser selbsttätige Abschluß kann mechanisch oder elektrisch in der verschiedenartigsten Ausführung erfolgen.
  • Abb. 2 der Zeichnung zeigt ein Beispiel für ein mechanisches Schließen des Ventils. Der Ventilteller 21 ist durch die Stange 22 mit dem um den Zapfen z¢ drehbaren Hebel 23 verbunden. An dem Hebel z3 ist das Gegengewicht 25 verstellbar angebracht, und das Ende des Hebels 23 liegt verschiebbar auf einem kurzen, auf dem Führungsteil 8 angeordneten Auflagestück 26.
  • In der gezeichneten Lage ist das Ventil 21 geöffnet, der Behälter füllt sich mit der Lösung oder Emulsion. Durch das Drehen des Balkens um die Achse 5 verschiebt sich das Auflagestück 26 unter dem Ende des Hebels 23, bis der Hebel genau in derjenigen Lage, wo Gleichgewicht eintritt, d. i. wo der Zeiger 9 das mittlere Zeichen j anzeigt, von dem Auflagestück 26 abfällt und so den Ventilteller des Einlaßrohres schließt.
  • Bei einem schlechten Dichten des Einlaßventils würde eine zu große Lösüngs- oder Emulsionsmenge in das Meßgefäß gelangen, da sich dieses auch bei einem scheinbar geschlossenen Ventil füllen. würde: In- diesem Falle dreht sich der Balken weiter über die waagerechte Lage, bis er eine Signalvorrich-=tung auslöst, welche den das Meßgefäß Bedienenden aufmerksam macht. -Um ein Ansetzen der in der Flüssigkeit enthaltenen Trockensubstanz im Meßgefäß zu verhindern, kann dieses an den in Betracht kommenden Stellen ' durch eingespritztes Wasser abgespült werden. In Abb. 2 ist eine Vorrichtung dargestellt, bei welcher `der beim Auslassen der Meßgefäßfüllung sinkende Balkenarm selbsttätig-durch den'Anschlag 27 ein Spülventil 28 öffnet, welches sich nach Einspritzen der erforderlichen Wassermenge vön selbst wieder schließt.
  • Natürlich' kann die auch so verwendet werden, daß sie für das gleichzeitige-Abteilen der Lösung oder Emulsion in mehreren Behältern dient . (Abb. 3). Das Füllen und Entleeren aller Behälter muß dann gleichzeitig erfolgen, weshalb die betreffenden Schließorgane miteinander mechanisch verbunden sind. Für das Entleeren werden Dreiweghähne verwendet, damit sich während der Entleerung jeder Behälter selbständig entleert, jedoch nachher die Behälter miteinander verbunden sind und die. Spiegelflächen sich in den einzelnen Behältern ausgleichen können.
  • Die angeführten Beziehungen gelten genau nur dann, wenn die Flüssigkeit ganz rein und ihre Temperatur normal ist. In der Praxis werden diese Bedingungen gewöhnlich nicht erfüllt: -Für eine noch vollkommenere Berechnung der Gleichung für die Schwimmerkrümmung ist nicht nur die Zähflüssigkeit und Reinheit der Flüssigkeit, sondern auch die Wärmeausdehnung. des Schwimmers und des Meßgefäßes zu berücksichtigen. In .diesem Falle wird die Gleichung der Meridiankurve die Form haben wobei A; ein Koeffizient ist; der von der die Temperaturänderung des .Schwimmers hervorrufenden Temperaturänderung der Flüssigkeit oder -Lösung sowie von dem spezifischen Gewicht der die Flüssigkeit verunreinigenden Substanz abhängt. Ebenso hängt das Sinken et des Schwimmers von dem durch die Wärmeausdehnung der Füllung und der metallischen Bestandteile des Meßgefäßes selbst verursachten Einflüssen und von dem Inhalt der in der Flüssigkeit enthaltenen Verunreinigung ab. Allgemein gilt it-=.
  • wo x der von der Reinheit der Flüssigkeit und von den Temperaturänderungeil des Gefäßes und der Füllung abhängige Koeffizient ist und U die Spiegelfläche der Meßgefäßfüllung bedeutet.
  • . = Die beiden Koeffizienten ? und x sind also von der Temperatur der Flüssigkeit und ihrer Reinheit abhängig und können durch Berechnung festgestellt und in Tabellen zusammengestellt werden.
  • Bei der praktischen Ausführung eines solchen Meßgerätes können gemäß der Erfindung die eben genannten Beziehungen dadurch berücksichtigt werden, daß die hyperbolische Kurve H, welche die Bahn bestimmt, nach der sich der Daumen ii mit dem angehängten Schwimmer z5 bewegt; um einen dem Dreh-Punkt 5 entsprechenden Punkt etwas- gedreht wird. Praktisch wird diese Korrektur derart durchgeführt, daß man den die Kurve H enthaltenden Teil 8 vom Waagebalken 4, 4" trennt und so anordnet, daß sie um eine über der Schneide 5 liegende, zur Schwingebene des Balkens senkrechte Achse gedreht werden kann. An dem rechten Ende der Führung 8 ist dabei eine Stellschraube vorgesehen, welche die Führung 8 gegenüber den Balken entsprechend einer kleinen, in dem Balken eingravierten Skala dreht. Die auf der Kulisse 12 vorgesehene Hauptskala i9 gibt den in der Füllung vorhandenen Gehalt an Trockensubstanz in Kilogramm an.
  • Da sich beim Aufunduntertauchen des Formschwimmers 15 in die Füllung der Flächeninhalt der Spiegelfläche U, welcher bei der .Berechnung als konstant angenommen wurde, ändert, entsteht ein kleiner Fehler. Dieser kann dadurch behoben werden, daß man in das Meßgefäß ein Korrekturglied 29 einhängt, d. i. ein den Formschwimmer 15 ergänzender Körper, welcher so ausgebildet ist, daß seine waagerechten Querschnitte die waagerechten Querschnitte des Schwimmers ergänzen. Dieses Korrekturglied soll senkrecht verschiebbar sein, und zwar gleichzeitig mit der senkrechten Verstellung des Formschwimmers. Wird er unverschiebbar aus- i geführt, dann entsteht ein für- die Praxis unbedeutender Fehler.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung mit zwei von Meßbalken in einen Flüssigkeitsbehälter hineinhängenden Schwimmern, die anzeigt, wenn eine unbekannte Flüssigkeitsmenge von wechselnder Anreicherung an einer Trockensubstanz eine gewichtsmäßig bestimmte gewünschte Menge dieser Trockensubstanz enthält, dadurch gekennzeichnet, däß einer der beiden Schwimmer in sonst bekannter Weise als in seiner Eintauchtiefe einstellbarer Formschwimmer (15) ausgebildet ist, mit dem anderen Schwimmer (7) an demselben Meßbalkenarrn (41) hängt und unter gleichzeitiger entsprechender Verschiebung eines Ausgleichgewichts (18) der Meßbalkenschwingachse (5) gegenüber einstellbar ist und daß die Einstellung des Formschwimmers (15) hinsichtlich seiner Entfernung von der Meßbalkenschwingachse (5) und seiner Eintauchtiefe sowie die entsprechende Verschiebung des Ausgleichgewichtes zwecks Erzielung der richtigen Anzeige bei einen gewünschten gewichtsmäßigen Gehalt der abzuteilenden Flüssigkeit an enthaltener Trockensubstanz gleichzeitig und stetig durch Betätigen eines einzigen Einstellmittels (17) erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen auf dem einen Meßbalkenarm (4a) gleitenden Verschiebeblock (13), in dem ein den Formschwimmer (15) tragendes Gleitstück (12) senkrecht verschiebbar ist und sich mittels eines Daumens (1i) auf einer an dem Meßbalkenarm (4.a) vorgesehenen kurvenförmigen Leitbahn (H) abstützt,, derart, daß bei Verschiebungen des Verschiebeblockes (13) gegenüber der Meßbalkenschwingachse (5) der Formschwimmer (15) gleichzeitig in. senkrechter Richtung verstellt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch-2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung des den Formschwimmer (15) tragenden Verschiebeblockes (13) und des entsprechenden Ausgleichgewichtes (18) in sonst bekannter Weise mittels einer mit gegenläufigem Gewinde versehenen und mit einem Handrad (17) drehbaren Schraubenspindel (16) erfolgt. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Eintauchtiefe des Formschwimmers (15) regelnde kurvenförmige Leitbahn (H) um eine zur Meßbalkenschwingebene senkrechte Achse mittels einer Stellschraube und Einstellskala gegenüber dem Meßbalkenarm (q.a) einstellbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch die Anordnung eines in den Flüssigkeitsbehälter (i) einhängbaren, in seiner Eintauchtiefe einstellbaren Korrekturgliedes (2g), dessen waagerechte Querschnittsfläche sich in der Höhenrichtung mit derjenigen des Formschwimmers (15) ändert.
DEL84671D 1933-01-20 1933-10-22 Vorrichtung zum Abteilen von wechselnd stark angereicherten Fluessigkeitsmengen, in denen eine gewuenschte, gewichtsmaessig bestimmte Menge einer Trockensubstanz enthalten ist Expired DE626022C (de)

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