DE624204C - Elektrodynamisches Geraet zur Umsetzung von Schallschwingungen - Google Patents
Elektrodynamisches Geraet zur Umsetzung von SchallschwingungenInfo
- Publication number
- DE624204C DE624204C DEE42318D DEE0042318D DE624204C DE 624204 C DE624204 C DE 624204C DE E42318 D DEE42318 D DE E42318D DE E0042318 D DEE0042318 D DE E0042318D DE 624204 C DE624204 C DE 624204C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- membrane
- air
- pole piece
- chamber
- annular
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000005520 electrodynamics Effects 0.000 title claims description 8
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 51
- 239000000725 suspension Substances 0.000 claims 2
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 10
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 2
- 239000002775 capsule Substances 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 2
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910000906 Bronze Inorganic materials 0.000 description 1
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N Phosphorus Chemical compound [P] OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 239000010974 bronze Substances 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010941 cobalt Substances 0.000 description 1
- 229910017052 cobalt Inorganic materials 0.000 description 1
- GUTLYIVDDKVIGB-UHFFFAOYSA-N cobalt atom Chemical compound [Co] GUTLYIVDDKVIGB-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N copper tin Chemical compound [Cu].[Sn] KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R9/00—Transducers of moving-coil, moving-strip, or moving-wire type
- H04R9/10—Telephone receivers
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R1/00—Details of transducers, loudspeakers or microphones
- H04R1/20—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics
- H04R1/22—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R9/00—Transducers of moving-coil, moving-strip, or moving-wire type
- H04R9/06—Loudspeakers
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Otolaryngology (AREA)
- Audible-Bandwidth Dynamoelectric Transducers Other Than Pickups (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
15. JANUAR 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a2 GRUPPE 2oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1932 ab
Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Verbesserung der Frequenzkennlinie das elektrodynamische
Gerät so auszugestalten, daß ein starrer Mittelteil der Membran an seiner Kante eine Spule trägt, die in einen Luftspalt zwischen
einem mittleren Polschuh und einem ringförmigen Polschuh hineinragt und daß die Membran mittels eines sie umgebenden Ringes
festgeklemmt wird und eine hinter dem Luftspalt befindliche Platte die beiden Polschuhe
verbindet und daher hinter der Membran eine Luftkammer begrenzt, aus der die Luft bei
den Membranschwingungen durch in der Platte hinter dem Luftspalt vorgesehene Drossel-Öffnungen
abwechselnd herausgedrückt und wieder eingesaugt wird.
Die abwechselnd in beiden Richtungen verlaufende Strömung der Luft durch die Drosselöffnungen
hindurch sucht die Schwingungen der Membran zu dämpfen, und durch entsprechende Bemessung der Drosselöffnungen
kann die Wirkung dieser Dämpfung über den ganzen Bereich hörbarer Frequenzen erstreckt
werden. Gleichzeitig wird bei dieser Bauart die Eigenfrequenz der Membran gesteigert und
dadurch die Frequenzkennlinie des Gerätes weiter verbessert.
Indessen hat diese Bauart den Nachteil, daß in dem oberen Bereich der Frequenzkennlinie
eine unerwünschte Spitze entsteht. Wie man ermittelt hat, wird diese durch die Wirkung
der- Masse der Membran im Verein mit der Federung der Luft in der Kammer unter der
Membran verursacht. Gemäß der Erfindung wird dieser Mangel bei dem oben erläuterten
Gerät dadurch vermieden, daß im mittleren Polschuh des Gerätes eine besondere Luftkammer
vorgesehen wird, die auf dieselbe Frequenz wie die unerwünschte Spitze abgestimmt
ist und durch Drosselöffnungen mit dem unter dem starren Teil der Membran befindlichen
Luftraum in Verbindung steht.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt eine elektrodynamische Schallumwandlungsvorrichtung
in Vorderansicht. Einige Teile der Vorrichtung sind der Übersicht halber entfernt bzw. im Schnitt dargestellt.
Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 in Abb. i. Diese Abbildung zeigt den Zusammenbau
der verschiedenen Teile des Apparates.
Abb. 3 zeigt in größerem Maßstabe die wichtigsten der in Abb. 2 dargestellten Teile.
Abb. 3 a zeigt die Dämpfungsplatte, die bei
den in den Abb: 2,- -3· und -8- dargestellten Vorrichtungen
verwendet wird.
Abb. 4 zeigt in größerem Maßstabe das mittlere Polstück.
Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5- in Abb. 4.
Abb. 6 zeigt in Schnittansicht ein anderes
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Abb. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Abb. 8 zeigt in Schnittansicht eine abgeänderte
Ausführungsform der elektrodynamischen Vorrichtung der Abb. 2. Abb. 9 zeigt Abstandsstücke, die in den
Abb. 7 und 8 dargestellt sind.
Das in den Abb. 1 und 2 gezeigte elektrodynamische Mikrophon besitzt ein pilzförmiges
Gehäuse, welches aus dem vorzugsweise aus !Cobaltstahl bestehenden Teil 10 und einem
mittleren Pol 11 besteht. Wie aus den Abbildungen ersichtlich, bilden die Teile 10 und 11
einen zusammenhängenden Körper. Der Pol 11 trägt eine, Verlängerung 12, die wiederum als
Träger für einen mit einem Flansch versehenen Ring 13 aus nichtmagnetischem Material (z. B.
Phosphorbronze) dient. Der Ring 13 ist derart gelagert, daß er sich gegen den inneren kegelförmigen
Abschnitt der Verlängerung 12 anlegt. Ein mittleres Polstück 14 ist derart auf der
Verlängerung 12 befestigt, daß es den Ring 13 unverrückbar festhält. Koaxial zum mittleren
Polstück 14 ist auf dem Kapselteil 10 ein ringförmiges Polstück 15 befestigt. Die Verbindung
zwischen dem Teil iq und dem Polstück 15. wird mittels Zapfen oder Stifte. 16
■ hergestellt, die in weichen Metalleinlagen 17 gelagert sind. Das Polstück 15 ist derart im
Verhältnis· zum Polstück 14 angeordnet, daß zwischen beiden Elementen ein ringförmiger
Zwischenraum vorhanden ist ■; Auf der einen Seite des ringförmigen Polstückes
15 ist im Innern des Gehäuses eine ringförmige Dämpfungsplatte 18 aus nichtmagnetischem
Material befestigt. Diese Platte, die aus Messing, Aluminium o, dgl. hergestellt
. sein kann, hat vorzugsweise die in Abb. 3 a gezeigte Form. Die Platte wird mittels drei
Schrauben 19 festgehalten, die durch die Ansätze
20 am Umfang der Platte in das ringförmige Polstück eingeschraubt sind. Die Platte 18 ist auf der einen Seite mit einer-Aussparung versehen und weist eine ringförmige
Rippe auf, die den ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Polstück 15 und der Platte einengt.
Zwischen der Dämpfungsplatte 18 und dem nichtmagnetischen Ring 13 ist eine Packung
21 aus biegsamem Material, z. B. Papier, angeordnet,
die den Zwischenraum" zwischen diesen beiden abdichtet, so daß die Luft in. der Kammer
zwischen den Polstücken nut- durch den engen Zwischenraum zwischen den Teilen 15 und 18
(s. Abb. 3) nach außen gelangen kann. Der Ring 13 wird vorzugsweise aus nichtmagnetischem
Material hergestellt, um zu verhindern, daß magnetischer Fluß in dem Zwischenraum
zwischen den Polstücken verlorengeht.
Auf der entgegengesetzten Seite des ringförmigen Polstückes 15 ist eine Membran befestigt,
die aus einem flachen äußeren Teil 22, einem mittleren ausgebauschten, starren Kolbenteil
23 und einem mittleren, geriefelten oder biegsamen Teil 24 besteht. Wie aus den Abb. 2
und 3 ersichtlich, ist der mittlere, als Kolben arbeitende Membranteil nach der Kontur des
Polstückes 14 geformt. Zwischen den Membranabschnitten 24 und 23 ist eine bewegliche
Spule 25 befestigt, die sich frei in dem Zwischenraum zwischen den beiden P.olstücken bewegen
kann, um den konstanten magnetischen Fluß zwischen den Polstücken zu ändern. Die
Spule 25 kann aus einem hochkantgewickelten bandförmigen Leiter bestehen, dessen ,Windungen
mittels Isolierlack o. dgl. voneinander isoliert sind.
Zwischen der Membran und dem Polstück 15 ist eine Anzahl Papierscheiben 26 o. dgl. angeordnet,
so daß zwischen der Membran und den Polstücken ein Luftzwischenraum entsteht, der
die Bewegungen der Membran dämpft. Die go Verbindung zwischen der Membran und dem
ringförmigen Polstück wird mittels Schrauben hergestellt, die in einen ringförmigen Körper 27
eingeschraubt sind, dessen Oberfläche nach innen geneigt ist. Der Ring 27 ist von einem
zweckmäßig geformten Stück aus Drahtgewebe
28 bedeckt, welches von einem Deckelteil festgehalten wird. Der mittlere Teil 29 dieses.
Deckels ist mit symmetrisch angeordneten Aussparungen 30 versehen, durch welche die Schallwellen
zu der Membranfläche Zutritt haben. Der Deckel weist ferner einen ringförmigen
Flansch 31 auf, der in einem.weiteren flanschenförmigen
Teil 32 endet. Der äußere Rand des Flansches 32 ist derart geformt, daß er über
einen Ansatz am Gehäuse 10 greifen kann und somit eine Verbindung zwischen dem Deckel
und dem Gehäuse der Vorrichtung herstellt. Wie in Abb. 1 gezeigt, wird das Polgehäuse
von einem Unterteil 34 getragen, in dem ein zur Aufnahme der Anschlußklemmen dienender
Block 35 angeordnet ist. Einer der mit der beweglichen Spule in Verbindung stehenden
Leiter ist bei 36 sichtbar. Die Öffnung im Unterteil 34 ist von einem Deckel 37 abgeschlossen.
In elektrodynamischen Vorrichtungen, die :ine bewegliche Spule haben und deren Membrane
derartige Massen und Steifheiten besitzen, daß sie wie Kolben wirken, verursacht
die mechanische Bewegung der Membran und der Spule Verzerrungen innerhalb eines beitimmten
Abschnittes des Sprechfrequenzbe·'
reiches. Das Entstehen dieser Verzerrungen ist darauf zurückzuführen, daß die Eigenschwingungsfrequenz
der Membran in diesem Teil des Frequenzbereiches liegt. Die Verzerrungen
bewirken eine Veränderung in der Form der Kennlinie, die bei höheren Frequenzen eine
deutliche Neigung zeigt. Durch zweckmäßige Ausnutzung der Masse, der Steifheit und des
Widerstandes einer auf der einen Seite der
ίο Membran eingeschlossenen Luftmenge und dadurch, daß die Luft gezwungen wird, den Hohlraum
bzw. die Kammer, in der sie sich befindet, durch einen verengten Kanal zu verlassen, kann
die mechanische Bewegung der Membran so geregelt werden, daß die Verzerrung für den
gesamten Frequenzbereich verringert wird. Die erforderliche Regelung wird bei der in Abb. 1
bis 3 dargestellten Anordnung in- bekannter Weise mittels der Dämpferplatte 18 herbeigeführt,
die der unter der Membran in einer Kammer vorhandenen Luftmenge die Masse, Steifheit
und Widerstand verleiht, die zur Beseitigung der Verzerrung benötigt sind.
Die unterhalb der Membran von der Dämpferplatte 18 gebildete akustische Kammer gibt der Membran eine erhöhte Steifheit, wodurch die Frequenz der Membran erhöht wird. Auf Grund des verengten Kanals zwischen dem großen Hohlraum in der Magnetkapsel und der Kammer unter der Membran wird Luft durch den Kanal eingesogen, wenn die Membran sich von den Polstücken entfernt. Wenn die Membran sich den Magneten nähert, wird in ähnlicher Weise Luft aus dem Kanal herausgepreßt.
Die unterhalb der Membran von der Dämpferplatte 18 gebildete akustische Kammer gibt der Membran eine erhöhte Steifheit, wodurch die Frequenz der Membran erhöht wird. Auf Grund des verengten Kanals zwischen dem großen Hohlraum in der Magnetkapsel und der Kammer unter der Membran wird Luft durch den Kanal eingesogen, wenn die Membran sich von den Polstücken entfernt. Wenn die Membran sich den Magneten nähert, wird in ähnlicher Weise Luft aus dem Kanal herausgepreßt.
Durch zweckmäßige Bemessung des Querschnittes des Kanales ist es möglich, der in die
Kammer eintretenden bzw. aus der Kammer heraustretenden Luft eine derartige akustische
Impedanz entgegenzustellen, daß die mechanische Bewegung der Membran innerhalb des
wesentlichen Teiles des gesamten Arbeitsbereiches, der etwa zwischen 60 und 10 000 Perioden
liegt, gedämpft wird. Bei gewissen akustischen Vorrichtungen, z. B. elektromagnetischen oder
elektrostatischen Empfängern, Kohlekörnermikrophonen o. dgl., muß diese Impedanz sich
entgegengesetzt der Frequenz ändern. In elektrodynamischen Schallumwandlungsvorrichtungen, beispielsweise Mikrophonen der hier
behandelten Art, muß für den größten Teil des in Frage kommenden Frequenzbereiches das
Verhältnis zwischen der akustischen Impedanz und der Frequenz konstant gehalten werden.
Es hat sich nun weiter gezeigt, daß durch die Masse der Membran und die Steifheit der Luft
in der unterhalb der Membran liegenden Luftkammer ebenfalls eine Verzerrung in der Kennlinie
für denjenigen Teil des Frequenzbereiches eintritt, der zwischen 2 000 und 6000 Perioden
liegt. Die Kurve zeigt hier zunächst eine schwache Neigung und steigt darauf über die
erwünschte flache Kennlinie hinaus. Dieser Zustand wird dadurch erzeugt, daß.die auf die
Membran wirkende akustische Impedanz zu hoch ist für die Masse der Membran,
Gemäß der Erfindung wird diese Verzerrung dadurch behoben, daß eine besondere Luftkammer
unter der Membran angeordnet wird, die mit der Hauptluftkammer zusammenwirkt. Durch dieses Zusammenwirken wird die Kennlinie
geglättet. Eine Ausführungsform der zusätzlichen Dämpfungsmittel ist in Abb. 2 dargestellt. Wie aus dieser Abbildung ersichtlich,
ist das mittlere Polstück 14 ausgehöhlt, so daß
zwischen diesem Polstück und dem Teil 12 eine Kammer 38 entsteht. In der einen Wand dieser
Kammer sind kleine Öffnungen 39 vorhanden, die Verbindungen zwischen der Kammer 38
und dem Hohlraum auf der Außenseite des Palstückes 14 bilden. Die Öffnungen 39 können
beispielsweise, wie in Abb. 4 angedeutet, in Kreisform um.den Mittelpunkt des Polstückes
angeordnet sein. Die Größe der Öffnungen ist derart bemessen, daß dem von der Membran
erzeugten Luftstrom der notwendige Widerstand entgegengesetzt wird. Die Öffnungen 39
bilden, wie schon erwähnt, ebenfalls Verbindungskanäle zwischen der Kammer 38 und der
unter der Membran liegenden, mit dem engen Kanal im Hauptdämpfungselement 18 in Verbindung
stehenden Kammer.
Bei niedrigen Frequenzen, d. h. bei Frequenzen bis zu etwa 2000 Perioden, bewirkt die Luft
in der besonderen Luftkammer nur eine Erhöhung der Steifheit der Membran. In dem
um etwa 5000 Perioden liegenden Bereich, in dem die Membranmasse die Kennlinie verzerrt,
wirken die akustischen Kompensationsmittel hauptsächlich als Widerstand. Bei noch
höheren Frequenzen ändert sich wiederum die Wirkung der Kompensationsmittel, indem sie
hier der Massenreaktanz der Membran entgegen-, wirken. Der Widerstand der Luft in der Hauptluftkammer
ist für den größten Teil des Frequenzbereiches konstant und der durch die zusätzliche Luftkammer erzeugte erhöhte Widerstand
neutralisiert die Massenreaktanz der Membran, wodurch die Unregelmäßigkeiten in der Kennlinie der Vorrichtung beseitigt werden
und die den Wirkungsgrad der Membran ausdrückende Kurve für den gesamten Frequenzbereich
die Form einer flachen Kennlinie hat.
Bei der in Abb. 6 dargestellten abgeänderten Ausführungsform der besonderen Luftkammer
ist der mittlere Pol 40 mit einer Öffnung versehen,
die einen brückenförmigen Teil 41 enthält. Die Öffnung ist mit einem kuppeiförmigen
Deckelteil 42 versehen, dessen Stiel 43 den Brückenteil 41 durchdringt und mittels einer
Mutter 44 festgehalten wird. Der Rand 45 des Deckels 42 ist kegelförmig abgeschrägt und
dem Rand der Öffnung angepaßt. Zwischen dem
Polstück 40 und dem Deckelteil 42 können zweckmäßige Abstandskörper angeordnet werden,
damit der Deckel genau zentriert werden kann. Sobald der Deckel richtig eingestellt ist,
können die Abstandsteile wieder entfernt werden, worauf der Deckel mittels der Mutter 44 unverrückbar
festgeschraubt wird. Die Große des ringförmigen Schlitzes zwischen den Teilen 42
und 40 ist bestimmend für den Widerstand, den die aus der Kammer heraustretende Luft zu
überwinden hat. Dieser Widerstand sowie die Steilheit und die Masse der Luft sind die Faktoren,
die die Wirkung der Vorrichtung regeln. Abb. 7 zeigt eine weitere Ausfüh'rungsform
derTbesonderen Luftkammer. Gemäß Abb. 7 wird ein Deckelteil 46 verwendet, der einen
größeren Durchmesser als "die Öffnung im mittleren Polstück hat. Zwischen dem Teil 46
und den Rändern der öffnung im Polstück 40 ist eine Abstands- oder Trennscheibe 47 angeordnet,
die mit Vorsprüngen 48 versehen ist. Mittels der Vorsprünge 48 kann der Abstand
zwischen dem Polstück 40 und dem Deckelteil 46 genau eingestellt werden. Nach der Einstellung
bleibt dieser Abstand konstant und es entstehen enge Schlitze von gleichbleibender
Größe zwischen benachbarten Vorsprüngen 48 am Trennkörper 47.
Jede Membrananordnung besitzt bestimmte S° Kenngrößen, die sich von den ,Kenngrößen
anderer Membrane ähnlicher Art unterscheiden. Es ist deshalb zweckmäßig, Hilfsluftkammern
u. dgl. zu verwenden, die aus wenigen Einzelteilen bestehen und leicht mit der Magnetan-Ordnung
verbunden werden können. Es ist ferner wünschenswert, Luftkammern zu erhalten, die leicht an- und abmontiert werden,
,können und vor dem Einsetzen in die Vorrichtung gemessen und eingestellt werden können.
Eine derartige Einrichtung ist in Abb. 8 dargestellt. Die hier gezeigte elektromagnetische
Vorrichtung besitzt ein Magnetgehäuse bzw. einen topfförmigen Magneten 50, an dem ein
Polstück 51 befestigt ist. Das Polstück 51 wird, wie aus der Abbildung ersichtlich, mittels eines
Zentrierzapfens 52 o. dgl. festgehalten. Koaxial zum Polstück 51 ist ein ringförmiges Polstück 53
angeordnet, das mittels Zajpien 54 von dem Magneten 50 getragen wird. Zwischen dem
mittleren Polstück 51 und dem ringförmigen Polstück 53 ist ein ringförmiger Luftspalt vorhanden.
Eine ringförmige Dämpfungsplatte 55, die dem Ring 18 in Abb. 1 und 2 entspricht,
ist am unteren Rand des ringförmigen PoI-Stückes 53 befestigt. Wie in Abb. 8 angedeutet,
ist zwischen Verlängerungen am Ring 55 und dem ringförmigen Polstück 53 eine Zwischenlagscheibe
55° angeordnet, und zwischen der Dämpfungsplatte und dem ringförmigen PoI-stück
sind mehrere enge Schlitze 56 vorhanden. Die Dämpfungsplatte ist auf einem weichen
Gummiring 57 gelagert, der von dem mittleren Polstück 51 getragen wird und den Zwischenraum
zwischen der Dämpfungsplatte und der Oberfläche des Polstückes 51 luftdicht abschließt,
so daß die Luft in der Kammer unter der Membran nur durch die engen Schlitze 56 nach außen gelangen kann. Zwischen Abstandsscheiben
59 und 60 ist eine Membran 58 angeordnet, die mittels Schrauben 61 mit dem
ringförmigen Polstück 53 in Verbindung gehalten wird. Die Schrauben 61 greifen in einen
Haltering 62 ein, der auf der Außenfläche der Membran gelagert ist. Die Membran trägt eine
ringförmige bewegliche Spule 63, die sich im ringförmigen Zwischenraum zwischen den Polstücken
51 und 53 frei bewegen kann.
Das mittlere Polstück 51 weist eine Vertiefung auf,, die bei 64 mit Gewinde versehen
ist. In diesem Hohlraum kann die besondere Luftkammef leicht befestigt werden. Diese
besteht in der Hauptsache aus einem topfförmigen Körper 65, der mit einem Flansch 66
versehen ist. Die Außenfläche des Körpers 65 ist mit Gewinde versehen und der Körper wird
in den Hohlraum im Polstück 51 eingeschraubt, bis der Flansch 66 sich gegen das Polstück legt.
Im Boden des Körpers 65 sind mehrere Löcher67 vorgesehen, die mittels einer abnehmbaren
Platte 68 geschlossen werden können. Am go offenen Ende des Teiles 65 ist ein kalottenförmiger
Deckel 69 angeordnet und zwischen dem Rand dieses Deckelteües und dem Körper
65 ist eine Trennscheibe 47 angeordnet. Sämtliche zum topfförmigen Körper 65 gehörenden
Teile werden mittels einer Schraube 70 zusammengehalten.
Bevor das Luftkammeraggregat in das Magnetengebilde eingesetzt wird, wird es ohne, die
Platte 68 vorübergehend mit der Vorrichtung in Verbindung gebracht, so daß die Werte für
die Federkonstante und die Masse der im Hohlraum des Topfes befindlichen Luft und der
Wert des Luftwiderstandes in den engen Schlitzen zwischen der Platte 69 und der Wand
des Teiles 65 gemessen werden können. Sobald die richtigen Werte festgestellt sind, wird die
Platte 68 .am Boden des Dämpfungselementes befestigt, und die gesamte Einrichtung wird
in das Polstück 51 eingeschraubt. Die Magnetanordnung ist von einem Metallgehäuse 71
umgeben. Die Verbindung zwischen dem Gehäuse 71 und der Magnetanordnung wird mittels
eines Ringes 72 hergestellt, der auf das Gehäuse 71 aufgeschraubt wird. Dieser Ring
trägt einen durchlochten Schirm 73 o. dgl., der die Membran gegen Beschädigungen und
gegen das Eindringen von Staub schützt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektrodynamisches Gerät zur Umsetzung von Schallschwingungen, bei dem ein starrerMittelteil der Membran an seiner Kante eine Spule trägt, die in den Luftspalt zwischen einem mittleren und einem ringförmigen Polschuh hineinragt, und bei dem die Membran mittels eines sie umgebenden Ringes festgeklemmt ist und eine Platte hinter dem Luftspalt die beiden Polschuhe zur Begrenzung einer unter der Membran befindlichen Luftkammer verbindet, von der aus die Luft bei den Membranschwingungen durch Drosselöffnungen der Platte abwechselnd herausgedrückt und eingesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Zweck des Ausgleichs einer in der Frequenzkennlinie des Gerätes zwischen 2000 und 6000 Hz auftretenden Verzerrung, die durch die Masse der Membran und die Federung der Luft in der Kammer hinter der Membran verursacht wird, in dem mittleren Polschuh eine besondere Luftkammer angeordnet ist, die durch Drosselöffnungen mit dem unter dem starren Teil der Membran befindlichen Luftraum in Verbindung steht und deren Luftinhalt auf dieselbe Frequenz abgestimmt ist, wie die Verzerrungsfrequenz, welche durch die Masse der Membran und die Federung der Luft in der Kammer hinter der Membran verursacht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungeil
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US164583XA | 1931-01-31 | 1931-01-31 | |
| US20531XA | 1931-05-02 | 1931-05-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE624204C true DE624204C (de) | 1936-01-15 |
Family
ID=26669855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE42318D Expired DE624204C (de) | 1931-01-31 | 1932-01-17 | Elektrodynamisches Geraet zur Umsetzung von Schallschwingungen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE385962A (de) |
| CH (1) | CH164583A (de) |
| DE (1) | DE624204C (de) |
| FR (1) | FR730676A (de) |
| NL (1) | NL36742C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946819C (de) * | 1954-08-14 | 1956-08-09 | Siemens Ag | Magnetsystem fuer Lautsprecher |
| DE971704C (de) * | 1953-06-25 | 1959-03-19 | Carl Ludwig Lehner | Elektroakustischer Wandler fuer telefonische Zwecke |
| DE1115766B (de) * | 1956-06-09 | 1961-10-26 | Schoeps Dr Ing Karl | Schallempfaenger |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073545B (de) * | 1953-06-02 | 1960-01-21 | Akustische u Kino Gerate Ges mbH, Wien | Dynamisches Rieht mikrophon |
-
0
- NL NL36742D patent/NL36742C/xx active
- BE BE385962D patent/BE385962A/xx unknown
-
1932
- 1932-01-17 DE DEE42318D patent/DE624204C/de not_active Expired
- 1932-01-29 FR FR730676D patent/FR730676A/fr not_active Expired
- 1932-01-29 CH CH164583D patent/CH164583A/fr unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971704C (de) * | 1953-06-25 | 1959-03-19 | Carl Ludwig Lehner | Elektroakustischer Wandler fuer telefonische Zwecke |
| DE946819C (de) * | 1954-08-14 | 1956-08-09 | Siemens Ag | Magnetsystem fuer Lautsprecher |
| DE1115766B (de) * | 1956-06-09 | 1961-10-26 | Schoeps Dr Ing Karl | Schallempfaenger |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH164583A (fr) | 1933-10-15 |
| FR730676A (fr) | 1932-08-19 |
| NL36742C (de) | |
| BE385962A (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2913957C3 (de) | Piezoelektrischer Lautsprecher | |
| DE1815694C2 (de) | Elektrodynamisches Wandlersystem | |
| DE624204C (de) | Elektrodynamisches Geraet zur Umsetzung von Schallschwingungen | |
| DE1180416B (de) | Elektrodynamischer Konuslautsprecher | |
| DE1512682C3 (de) | Dynamisches Mikrophon mit Maßnahmen zur Frequenzgangkorrektur | |
| DE1282717B (de) | Elektrodynamisches Mikrophon | |
| DE630363C (de) | Selbsttaetiges Ventil mit topfaehnlichem Gehaeuse | |
| DE630476C (de) | Elektrischer Tonabnehmer oder Tonaufzeichner | |
| DE2946981C2 (de) | Elektroakustischer Wandler | |
| DE821222C (de) | Knochenleitungskopfhoerer | |
| DE924807C (de) | Einrichtung zur Sprachuebertragung aus geraeuscherfuellten Raeumen | |
| AT146670B (de) | Dämpfungsanordnung für akustische Apparate. | |
| DE677613C (de) | Schreib- und Abnahmekopf fuer Magnetograpmme | |
| DE952358C (de) | Elektrodynamischer Wandler wie Telephon, Mikrophon, Kleinlautsprecher od. dgl. | |
| DE599633C (de) | Kohlemikrophon | |
| DE533263C (de) | Trichterloser Lautsprecher | |
| DE472687C (de) | Einstellbares Kopftelephon | |
| DE915946C (de) | Dynamisches Tauchspulenmikrophon | |
| DE525100C (de) | Zentriervorrichtung fuer die Schwingspule elektrodynamischer Lautsprecher | |
| DE511231C (de) | Kohlenkoernermikrophon | |
| DE568302C (de) | Mikrotelephon mit zur Vermeidung von Stoerschwingungen besonders ausgebildeten Kapseln | |
| DE548909C (de) | Mikrotelephon mit abnehmbar angeordnetem trichterlosen Mundstueck | |
| DE445342C (de) | Tonwiedergabevorrichtung, Sprechmaschine o. dgl. | |
| DE441058C (de) | Membran oder Schallflaeche mit trichterartig geschweifter Wandung zur Aufnahme oder Wiedergabe von Lauten | |
| DE2641668C3 (de) | Hupe mit Schwingmembran |