DE1073545B - Dynamisches Rieht mikrophon - Google Patents
Dynamisches Rieht mikrophonInfo
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Description
In der Schallaufnahmetechnik haben Mikrophone mit bevorzugt einseitiger Richtcharakteristik große
Bedeutung erlangt. Es sind zahlreiche Konstruktionen nach dem dynamischen Umwandlungsprinzip
bekanntgeworden, die jedoch hohen Anforderungen an Übertragungsgüte nicht genügten.
In einer bekannten Anordnung sind ein Druckempfänger mit kugelförmiger Richtcharakteristik,
z. B. ein Tauchspulenmikrophon, und ein Druckgradientenempfänger mit achtförmiger Richtcharakteristik,
z. B. ein Bändchenmikrophon, nebeneinander angeordnet und elektrisch miteinander verbunden
worden. Um die dabei auftretenden Phasendifferenzen der räumlich getrennten Schallempfänger zu beseitigen,
wurden bei einer anderen Ausführungsform in einem einzigen Tauchspulenmikrophon der Druckempfänger und der Druckgradientenempfänger in der
Weise kombiniert, daß nur eine einzige mit Tauchspule versehene Membran auf ihrer Vorderseite direkt,
auf ihrer Rückseite über den kreisförmigen Schlitz zwischen Tauchspule und der ringförmigen
Polplatte dem Schallfeld ausgesetzt wurde. Der im Schlitz entstehende akustische Reibungswiderstand
diente zur Dämpfung der Eigenschwingung der Membran. Eine Änderung der Resonanzfrequenz der Membran
trat praktisch dabei nicht auf. Deshalb mußte die Eigenfrequenz der Membran durch eine nachgiebige
Lagerung an die untere Grenze des Übertragungsbereiches gelegt werden, wodurch noch stärker
als beim Bändchenmikrophon die Erschütterungsund Windempfindlichkeit störend in Erscheinung traten.
Andererseits aber war es erforderlich, die Eigenfrequenz des Druckgradientenempfängers an die
untere Grenze des Übertragungsbereiches zu legen, da der Druckgradient mit zunehmender Frequenz
linear zunimmt und durch eine entsprechende Hemmung der Membran (Massehemmung) kompensiert
werden muß, um eine freqenzunabhängige elektromotorische Kraft zu erhalten. Um die Eigenschwingung
der Membran an die untere Grenze des Übertragungsbereiches zu legen, wurde die gewölbte Kappe
der Membran samt Tauchspule in einer sehr nachgiebigen Halterung gelagert.
Ferner ist ein elektroakustischer Wandler mit KoI-benmembräii
bekanntgeworden, die einen nach rückwärts belüfteten Luftpolster von geringer Tiefe begrenzt,
über den an die Kolbenmembran ein Luftstöpsel angekoppelt ist, dessen Querschnitt und
dessen Länge im Verhältnis zur Membranfläche so bemessen sind, daß die Eigenfrequenz des so gebildeten
schwingenden Systems, bestehend aus der Membranmasse, der Membranrückstellkraft und der
wirksamen Masse des Luftstöpsels, an die untere Grenze des Hörbereiches verschoben ist.
Dynamisches Richtmikrophon
Anmelder:
Akustische u. Kino-Geräte Ges. m. b. H.r
Wien
Wien
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Paap, Patentanwalt,
München 22, Mariannenplatz 4
München 22, Mariannenplatz 4
Beanspruchte Priorität:
Österreich, vom 2. Juni und 5. November 1953
Österreich, vom 2. Juni und 5. November 1953
Dr. Rudolf Görike, Wien,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Zur Vermeidung von Pfeifenresonanzen im Luftstöpsel wurde dessen Länge kürzer als die halbe Wellenlänge
der höchsten wiederzugebenden Schallfrequenz bemessen, oder es wurde die Begrenzung des
Luftstöpsels mit seitlichen Bohrungen versehen, die mit hinreichend großen Luftpolsterräumen in Verbindung
standen.
Ein derartig beschaffenes System ergab einen Schallwandler mit achtförmiger Richtcharakteristik,
der nach Art des bekannten Bändchenmikrophons arbeitet. Ließ man den Luftstöpsel statt eines äußeren
Schallfeldes in das Kapselinnere münden und sah überdies eine weitere Luftkammer vor, die über einen
relativ zum Reibungswiderstand des Luftstöpsels größer bemessenen Strömungswiderstand mit der
Rückseite der Membran verbunden war, so entstand ein Druckempfänger mit kugelförmiger Richtcharakteristik.
Da beide geschilderten Empfängersysteme mit Tauchspulen versehen waren, bedürfte es daher
keines besonderen Anpassungstransformators, die Empfänger zu kombinieren, um besondere Empfangscharakteristiken zu erhalten. Im Gegensatz hierzu
erforderte die Kombination Bändchenmikrophon— Tauchspulenmikrophon einen Anpassungstransformator,
um den niedrigen Bändchenwiderstand an den Tauchspulenwiderstand anzupassen.
Eine andere bekannte Ausführung verwendete zwei symmetrische Systeme, die mit ihren Rückseiten aneinandergefügt
waren und mit ihren hinter der Arbeitsmembran bzw. symmetrisch dazu gelegenen Luftkammern
durch einen Luftstöpsel miteinander akustisch in Verbindung standen, wobei überdies wiederum
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in symmetrischer Anordnung zwei akustische Wider- Ende eine Scheibe 19 trägt, die eine Bohrung 20 am
stände und zwei größere Luftkammern vorgesehen Joch 11 gegen die Membran zu abdeckt. Diese Scheibe
war.en. Offenbar war man der Meinung, daß zur Er- ist so beschaffen, daß sie einen akustischen Reibungszielung
einseitiger Richtcharakteristik Symmetrie von widerstand enthält. Am Joch 11 sind überdies seitlich
zwei Einzelsystemen notwendig ist. Der Aufwand an 5 von dessen Achse axialgerichtete Kanäle 21 vorge-Konstruktionselementen
war ein erheblicher Nachteil. sehen, die sich in radialgerichtete Kanäle 22 fort-Zweck
der Erfindung ist es, ein dynamisches Mi- setzen, so daß das hinter der Membran liegende,
krophon zu schaffen, das bei geringem Aufwand fre- durch die Membran einerseits und das gewölbte Ende
quenzunabhängig einseitige, vorzugsweise nieren- des Joches 11 anderseits gebildete Luftpolster 25
förmige Richtcharakteristik besitzt und praktisch io über die Kanäle 21 und 22 bzw. die Öffnungen des
stoß- und windunempfindlich ist. Dies wird erfin- Schutzgehäuses 1 mit der der Membran abgewendedungsgemäß
dadurch erreicht, daß bei einem dynami- ten Seite des Schallfeldes in Verbindung steht,
sehen Mikrophon mit bevorzugt einseitiger Rieht- Die Mündungen der Kanäle 22 sind mittels eines Charakteristik, mit nur einem Mikrophonsystem mit um das Joch 11 drehbaren Ringes 26, der mit radiabeidseitig beaufschlagter Membran, bei dem an der 15 len Löchern versehen ist, ganz oder teilweise verRückseite der Membran eine niedrige Luftkammer schließbar, der über einen Bügel 27 mit einem Beangeordnet ist, die mit bei dynamischen Druckemp- tätigungsansatz 28 verbunden ist, der durch eine fängern üblichen akustischen Impedanzen gekoppelt Ausnehmung 29 am Schutzgehäuse 1 zugänglich ist. ist, von der niedrigen Luftkammer an der Rück- An der Innenseite der Polplatte 12 liegt der Rand seite der Membran mindestens ein Rohr zum äußeren 20 eines am Gehäuse 8 an dessen zylindrischer Wand Schallfeld führt, dessen Länge und Querschnitt so anliegenden und gegen das Joch 11 zu kegelförmig bemessen sind, daß es eine gegenüber seinem aku- verlaufenden Topfes 30, der über eine Gummiringstischen Reibungswiderstand überwiegende akusti- scheibe 31 auf eine Ringscheibe 32 gegen die PoI-sche Masse enthält, durch welche die Resonanzfre- platte 12 drückt.
sehen Mikrophon mit bevorzugt einseitiger Rieht- Die Mündungen der Kanäle 22 sind mittels eines Charakteristik, mit nur einem Mikrophonsystem mit um das Joch 11 drehbaren Ringes 26, der mit radiabeidseitig beaufschlagter Membran, bei dem an der 15 len Löchern versehen ist, ganz oder teilweise verRückseite der Membran eine niedrige Luftkammer schließbar, der über einen Bügel 27 mit einem Beangeordnet ist, die mit bei dynamischen Druckemp- tätigungsansatz 28 verbunden ist, der durch eine fängern üblichen akustischen Impedanzen gekoppelt Ausnehmung 29 am Schutzgehäuse 1 zugänglich ist. ist, von der niedrigen Luftkammer an der Rück- An der Innenseite der Polplatte 12 liegt der Rand seite der Membran mindestens ein Rohr zum äußeren 20 eines am Gehäuse 8 an dessen zylindrischer Wand Schallfeld führt, dessen Länge und Querschnitt so anliegenden und gegen das Joch 11 zu kegelförmig bemessen sind, daß es eine gegenüber seinem aku- verlaufenden Topfes 30, der über eine Gummiringstischen Reibungswiderstand überwiegende akusti- scheibe 31 auf eine Ringscheibe 32 gegen die PoI-sche Masse enthält, durch welche die Resonanzfre- platte 12 drückt.
quenz der Anordnung an die untere Grenze des vom 25 Der äußere Rand der Ringscheibe 32 kann mittels
Mikrophon zu übertragenden Frequenzbereiches ver- in die Polplatte 12 eingeschraubter Regulierschrauschoben
ist (Massehemmung). ben 33 von dieser so abgedrückt werden, daß der Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die durch den Topf 30 gebildete Luftraum 50 mit dem
Regelbarkeit des Querschnittes der Kanäle. Luftpolster 25 über den Luftspalt 13 und den Luftin
der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des 30 spalt 13 α in Verbindung steht, wobei die Weite die-Gegenstandes
der Erfindung dargestellt, an Hand ses Spaltes mittels der Schraube 33 regelbar ist. An
derselben die vorteilhaften Eigenschaften des er- den Boden des Gehäuses 8 ist ein Topf 34 angesetzt,
findungsgemäßen Mikrophons geschildert werden, dessen zentrale Öffnung 35 mittels einer Schraube 36
und zwar zeigt verschlossen ist. Durch die Seitenwand des Topfes 34 Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Mikrophon im Längs- 35 ist ein Rohr 37 eingesteckt, an das ein in dem Rohr 5
schnitt, gelagertes Rohr 38 anschließt, das sich in Richtung Fig. 2 in Ansicht, des Steckers 7 in einem Bolzen 39 fortsetzt, der mit
Fig. 3 bis 10 schematische Darstellungen von er- einer innerhalb des Rohres angeordneten Hülse 40
findungsgemäßen Mikrophonen mit den zugehörigen bzw. deren Abschlußscheiben 41., 42 verbunden ist.
äquivalenten elektrischen Ersatzschaltbildern, 40 Das Rohr 38 mündet über eine radiale Bohrung 43 in
Fig. 11 bis 15 in schematischer Darstellung die die durch die Hülse 40, Abschlußscheiben 41, 42 bzw.
Anordnung von Magneten in den im Längsschnitt Stange 39 begrenzte Luftkammer 44, die daher über
dargestellten Mikrophongehäusen. das Rohr 37, den Topf 34, die Hülsen 17 und 18 mit
Die mit einem Mikrophon gemäß der Erfindung dem Luftpolster 25 in Verbindung steht,
erzielten Frequenzkurven sind in Fig. 16 gezeigt. 45 Die Stange 39 ist über Verbindungsstücke 45, 46,
In Fig. 1 ist mit 1 das Schutzgehäuse eines Mikro- 47 mit dem Stopfen 6 verbunden, in dem der Stek-
phons dargestellt, das zweckmäßig allseitig, min- ker 7 mit Buchsen 48 zum Anschluß der Zuleitungen
destens jedoch Durchbrechungen 2 und 3 aufweist. gelagert ist.
Das Schutzgehäuse ist mittels eines Zwischen- Fig. 2 zeigt die Verteilung der Kanäle 21, die Anstückes
4 an einem Rohr 5 befestigt, das über einen 50 Ordnung von Befestigungsschrauben 49 des Halte-Stopfen
6 mit dem Stecker 7 für das Mikrophon ver- ringes 14 für die Membran 15 und der Regulierbunden
ist. Im Schutzgehäuse 1 ist das Gehäuse des schraube 33 bei abgenommener Gehäusevorderwand.
Mikrophons 8 gelagert, das topfförmig ausgebildet Fig. 3 zeigt in schematischer Form die Resonanzist
und Durchbrechungen 9 aufweist. In der Mitte kreise des Mikrophons nach den Fig. 1 und 2, wobei
des topfförmigen Gehäuses ist ein zylindrischer 55 mit gleichen Indizes Impedanzen der zu einzelnen
Dauermagnet 10 befestigt, an den ein ebenfalls zy- Kreisen gehörenden Impedanzen bezeichnet sind,
lindrisches Joch 11 anschließt, das mit seiner ge- und zwar ist mit M1 die Masse der Membran, mit
wölbten Kappe über den Rand des Gehäuses 8 vor- Dl die Steifigkeit ihrer Randeinspannung, mit D2
steht. Das Gehäuse 8 ist anderseits durch eine Pol- die Rückstellkraft des Luftpolsters zwischen Memplatte
12 abgeschlossen, durch dessen Öffnung das 60 bran 15 und Joch 11 bzw. Polplatte 12 bezeichnet. Die
gewölbte Ende des Joches 11 unter Freilassung eines in den Kanälen 21, 22 enthaltenen Lüftstöpsel sind
ringförmigen Luftspaltes 13 hindurchtritt. An der durch die Angabe ihrer Masse M 5 bzw. ihres Rei-Polplatte
12 ist mittels eines Halteringes 14 eine bungswiderstandes R 5 bezeichnet. Der von einem
Membran 15 mit starrem kuppeiförmigem Mittelteil feinen Netz (akustischer Reibungswiderstand), das
und nachgiebigem Rand befestigt, deren Tauchspule 65 die Öffnungen der Scheibe 19 bedeckt, gebildete
16 in den Luftspalt 13 eintaucht. Das Joch 11 und Widerstand ist mit R 8 angedeutet und die Rückstellder
Dauermagnet 10 sind axial durch eine sie durch- kraft der Luft in der dahinterliegenden Luftkammer
setzende Hülse 17 mit dem Boden des Gehäuses 8 20 mit D 8. Der durch den schmalen Spalt zwischen
verbunden. In dieser Hülse ist eine weitere Hülse 18 dem Ring 32 und der Polplatte 12 gebildete Widereingesetzt, die an dem der Membran zugewendeten 70 stand ist mit i?4 und die Rückstellkraft der Luft in
der Luftkammer 50 mit D 4 bezeichnet. Die Masse
des in den Hülsen 17, 18, 37, 38 eingeschlossenen Luftstöpsels ist mit MZ, dessen Reibungswiderstand
mit R 3 und die Rückstellkraft der mit diesem in Verbindung stehenden Luftkammer 44 mit D 3 bezeichnet.
Es ergibt sich dabei unter Berücksichtigung der als Äquivalente zu den Schalldrücken im Räume
vor und hinter der Membran wirkenden elektromotorischen Kräfte Nv, Nn das Ersatzschaltbild nach
Fig. 4. ίο
Unter Verwendung derselben Indizes ist in Fig. 5 ein Mikrophon dargestellt, dessen Druckkammer D 4
in bei Druckempfängern an sich bekannter Weise über einen Luftstöpsel M9, i?9 mit dem äußersten
Schallfeld verbunden ist. In Fig. 6 ist das äquivalente elektrische Priiizipschaltbild dargestellt. Die Verteilung
der Resonanzstellen über dem Übertragungsbereich entspricht der des Mikrophons nach Fig. 3 mit
Ausnahme des Resonanzkreises mit dem Index 3, an dessen Stelle der Resonanzkreis M9, R9, D4 tritt.
Dadurch wirken die Schallschwingungen des vorderen Schallfeldes über diese Druckkammern und dem
Reibungswiderstand R 4 auch auf die Rückseite der Membran. Im unteren Übertragungsbereich ergibt
sich dabei eine Resonanz zwischen der Masse M 9 des Luftstöpsels und der Rückstellkraft D 4. Dabei werden
die infolge der Resonanz verstärkten Schallschwingungen im Druckraum D 4 nach Drehung der
Phase über den Reibungswiderstand i? 4 an die Rückseite der Membran übertragen, so daß sich eine
erhöhte antreibende Kraft an der Membran ergibt.
In Fig. 7 ist ein der Fig. 3 entsprechendes Mikrophon dargestellt, das aber noch zusätzlich auf seiner
Rückseite eine weitere Membran mit der Masse M 7 und der Steifigkeit der Randeinspannung D 7 besitzt.
Der mit der Membran M1 gekoppelte Luftstöpsel der
Masse M5 wird dabei vom rückwärtigen Schallfeld
nicht direkt, sondern über diese rückwärtige Membran beeinflußt. Auch der von der rückwärtigen
Membran eingeschlossene Luftpolster ist niedrig, so daß die Rückstellkraft D 6 verhältnismäßig hoch ist
und praktisch keinen wirksamen Nebenschluß zu den Impedanzen des Luftstöpsels darstellt. Durch Zwischenschaltung
der rückwärtigen Membran ergibt sich zusätzlich zum Schaltbild nach Fig. 4 eine Serienimpedanz M 7, Ό7 und eine Parallelimpedanz
D 6 (Fig. 8).
In Fig. 9 ist ein der Fig. 5 entsprechendes Mikrophon dargestellt, das zusätzlich auf seiner Rückseite
mit einer weiteren Membran mit der Masse M 7 und der Steifigkeit der Randeinspannung D 7 und einem
hinter ihm liegenden Luftpolster mit der Rückstellkraft D 6 versehen ist. Fig. 10 stellt wieder das äquivalente
elektrische Schaltbild dar. Es gelten hier sinngemäß die zu den Fig. 7 und 8 gemachten Ausführungen.
Die Dimensionierung der Kanäle mit dem Luftstöpsel M5, R5 der Fig. 3 bis 10 erfolgt in nachstehender
Weise:
Es wird mit M die Masse der Membran, mit q ihre Fläche und mit vM ihre Schnelle bezeichnet, wobei
zur Vereinfachung angenommen sei, daß die Membran eben ist und einen niederen, gleichfalls
ebenen Druckraum abschließt, von dem Kanäle mit dem Querschnitt q und der Länge L zu dem der Membran
abgewendeten Teil des Schallfeldes führen. Die Schnelle der Luftmoleküle in den Kanälen beträgtvL.
Unter der Annahme, daß unter dem Einfluß der Membranschwingungen bzw. unter der Einwirkung
des Schallfeldes keine Luftströmung in den Kanälen auftritt, sondern dort die Luftmoleküle bloß um eine
Ruhelage schwingen, gilt wie bei Flüssigkeiten das Kontinuitätsgesetz, nachdem in kommunizierenden
Räumen verschiedenen Querschnittes das Produkt aus Geschwindigkeit (Schallschnelle) und Querschnitt
konstant ist.
Daraus ergibt sich die Beziehung
vL-n-Q = vM-Q
Die Schwankungen der Luftmoleküle in den Kanälen übertragen sich nach vereinfachender Annahme
verlustlos auf die Membran.
Es ergibt sich daher mit ρ als Dichte der Luft:
nlqgv
nq
n- L- q-ρ
Es ist daher das Transformationsverhältnis
qn j
Die Luftstöpsel erhöhen daher die Membranmasse M um eine zusätzliche Masse
m =
QL
nq
Weiter ist in bekannter Weise die Eigenfrequenz fM
der Membran mit der Masse M und der Steifigkeit D durch den nachgiebigen Rand
Soll nun die Membranmasse durch die Masse der Luftstöpsel so vergrößert werden, daß sich eine Resonanzsteile
an der unteren Grenze ft des Übertragungsbereiches
ergibt, so muß sein:
ft =
2π ν M + m
Es ist daher die Bedingung für die wirksame Masse der Luftstöpsel 2
m =
fM
ft
— l\M.
Für eine untere Grenze des Übertragungsbereiches von 50 Hz und für Resonanzfrequenzen fM von 180,
200 und 250 Hz muß dann die Gesamtmasse der Luftstöpsel das 11,96- bis 15- bzw. 24fache der Membranmasse
betragen.
Bei konstantem Summenquerschnitt der Kanäle bleibt die Masse konstant, und der Reibungswiderstand
steigt mit der Anzahl der Kanäle. Zur Erhöhung des Reibungswiderstandes kann auch von der
runden Form der Kanäle abgegangen werden.
Die in den Luftkammern 44, SO und 20 eingeschlossene
Luft besitzt eine der Größe der betreffenden Kammer entsprechende Rückstellkraft (Steifigkeit).
Zusammen mit der Masse der Membran, der Steifigkeit ihrer Einspannung, dem Reibungswiderstand
bzw. der Masse der Luft in den zu diesen Räumen führenden Kanälen ergeben sich dabei Resonanzstellen
im unteren, mittleren und oberen Übertragungsbereich, wobei durch die betreffenden Wi-
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derstände die Resonanzkurven der einzelnen Kreise fiusses der Druckgradientenkomponente gegenüber
abgeflacht sind. Dadurch ist für den als Druckempfän- der Druckkomponente auf die Membran kann der
ger wirkenden Teil des Mikrophons Frequenzunab- Querschnitt der Luftstöpsel durch Verstellen des
hängigkeit gesichert. Zur Bildung einer nierenförmi- Ringes 26 geändert werden. Die oberste Grenze des
gen Richtcharakteristik ist es nun erforderlich, daß 5 Mikrophonaußendurchmessers (Schallumweg) ist
die Wirkung der Schalldruckkomponente und die durch die höchste Übertragungsfrequenz fh gegeben
Wirkung der Schalldruckgradientenkomponente in und soll theoretisch kleiner als die halbe Wellenlänge
der Achse der Membran gleich groß sind, wobei sie derselben sein, daß sich für höhere Frequenzen Beu-
vor der Membran gleiche Vorzeichen und hinter der gungserscheinungen ergeben.
Membran entgegengesetzte Vorzeichen besitzen io Es hat sich nun gezeigt, daß eine Richtwirkung an
müssen, also sich an dieser Stelle vollständig aus- sich schon ohne Zusammenwirken einer Druckgra-
löschen sollen. Im unteren Frequenzbereich ist bei dientenkomponente mit der Schalldruckkomponente
einem Mikrophon von 4 cm Gehäusedurchmesser und dann eintritt, wenn die Wellenlänge in die Größen-
einem Schallumweg von 5,5 cm für den Druckgra- Ordnung des Mikrophondurchmessers kommt, was
dienten der Betrag desselben nur etwa ein Dreißig- 15 bei 4 cm Durchmesser bei einer Frequenz von etwa
stel des Schalldruckes. Da der Druckgradient pro 6000 Hz eintritt. Die Richtwirkung bei den Frequen-
Oktave mit zunehmender Frequenz auf den doppelten zen oberhalb dieser Frequenz ist daher hauptsächlich
Wert ansteigt, so muß dieser Anstieg des Druck- durch den für den Schalldruck empfindlichen Teil des
gradienten durch eine entsprechende Massehemmung Systems gegeben.
der Membran ausgeglichen werden. 20 Durch Anordnung reflektierender bzw. absorbie-Dieser
Anstieg des Betrages der Impedanz ist aber render Flächen oder Helmholtz-Resonatoren mit entim
wesentlichen durch das Verhältnis des Reibungs- sprechenden Öffnungen vor der Membran kann die
Widerstandes zur Masse, also des Dekrementes gege- Richtwirkung bei hohen Frequenzen noch weiter
ben, so daß zur Kompensierung des Druckgradienten stark beeinflußt werden. Dabei ist es möglich, den
die Masse und der Reibungswiderstand der Luft- 25 Durchmesser des Mikrophongehäuses größer zu
stöpsel in den Kanälen 21 einen günstigsten Wert wählen, als es allein in Anbetracht der Wirkung des
haben müssen. Druckgradienten bei der höchsten Übertragungs-Soll also bei Beschallung des Mikrophons von frequenz zulässig wäre.
rückwärts keine Bewegung der Membran auftreten, Von Vorteil ist es, wenn die Länge der Luftstöpsel
dann müssen die vom Schalldruck herrührenden 30 so kurz gehalten wird, daß infolge der Kürze und des
und die vom Druckgradienten hervorgerufenen damit bedingten kleinen Querschnittes Pfeifenreso-
Schnellen der Membran nach dem Gesetz der Über- nanzen vermieden werden.
lagerung gleich und entgegengerichtet sein. Dies Wird zum Schütze gegen Eindringen von Staub
kann nur eintreten, wenn die mechanische Impedanz und Feuchtigkeit oder aus anderen Gründen eine
der Membran und die mit ihr gekoppelte akustische 35 zweite Membran verwendet, wie die Fig. 7 bis 10
Impedanz der vom Schallfeld herrührenden antrei- beispielsweise zeigen, oder aus konstruktiven Grünbenden
Kraft proportional sind. den ein Hohlraum mit Öffnungen vorgesehen, wie er Bei dem vorgenannten Beispiel, bei dem der Druck- in Fig. 13 mit 62 bezeichnet ist, sollen diese Maßgradient
etwa ein Dreißigstel des Druckes ist, darf nahmen so getroffen werden, daß keine störenden
für niedrige Frequenzen die mechanische Impedanz 40 Beeinflussungen der akustischen Übertragungseigender
Membran einschließlich des Luftstöpsels M 5, schäften erfolgen.
R 5 nur ein Dreißigstel der mechanischen Impedanz In Fig. 11 ist ein Mikrophongehäuse dargestellt,
der Membran einschließlich der Impedanz des Luft- an dessen Boden ein Dauermagnet 52 befestigt ist,
stöpseis M3, R3 und der Rückstellkraft D3 sein. wobei sich der magnetische Fluß über eine Polplatte
Während für die Druckkomponente konstante Impe- 45 53 und ein Joch 54 bzw. den zwischen diesen beiden
danz verlangt wird, somit auch i?4, D4 für mittlere liegenden Luftspalt schließt. In diesem Falle ist anFrequenzen
gleich M 3, R 3, D 3 für niedrige Fre- genommen, daß der Kanal 55 des Luftstöpsels für
quenzen sein muß, steigt die Impedanz des Luftstöp- den Druckgradienten direkt zur Rückseite des
sels M5, R3 wegen seiner überwiegenden Masse- Mikrophons führt, wogegen ein Kanal 56 zu einer mit
hemmung linear mit der Frequenz an. 50 dem Mikrophongehäuse verbundenen Luftkammer 57
Die Kombination eines mit Luftstöpsel an der führt.
Membran versehenen Druckgradientenempfängers Nach Fig. 12 besteht ein Teil des Mantels des
und eines Druckempfängers der üblichen Bauart Mikrophongehäuses aus Dauermagnetsektoren 58,
unter Verwendung nur einer Membran liegt, wie vor- deren magnetischer Fluß sich über den Boden des
stehende Überlegungen zeigen, nicht ohne weiteres 55 Gehäuses, einem an ihm angebrachten bolzenförmigen
auf der Hand, da die Impedanz des Luftstöpsels M5, Joch 59 und der Polplatte 53 schließt. Es ergibt sich
R 3 bei niedrigen Frequenzen nur ein Dreißigstel der bei der unmittelbaren Durchführung des Kanals 60
Impedanz der für die Druckkomponente bestimmten zur Rückseite des Mikrophons eine sehr geringe
akustischen Kreise beträgt, so daß vermutet werden Länge für die Kanäle 60.
konnte, daß durch die von der Schalleinwirkung her- 60 In Fig. 13 ist ein Mikrophon dargestellt, an dessen
vorgerufene Bewegung der Membran eher die kleine Seitenwänden Magnetsektoren angeordnet sind, wo-
Impedanz von M5, R5 in Bewegung gesetzt wird, bei aber die Seitenwände des Mikrophongehäuses
als die etwa 30mal größere von M3, R3, D3 bzw. Durchbrechungen 62 aufweisen, über die der Luft-
i?4, D 4. stöpsel im Kanal 61 mit dem Schallfeld ohne stören-
Indessen hat sich gezeigt, daß bei richtiger Dirnen- 6g den Einfluß in Verbindung steht. Der Kanal 63 führt
sionierung der akustischen Elemente nach den dar- zu einer Luftkammer 64, die der Druckkammer 57
gestellten Grundlagen die frequenzunabhängig ein- nach Fig. 12 bzw. 44 nach Fig. 1 entspricht. In Fig. 14
seitige Richtwirkung entsteht. ist die sektorartige Anordnung der Dauermagnete
Zur betriebsmäßigen Regelung der Richtcharakte- entsprechend den Fig. 12 und 13 im Querschnitt ge-
ristik, also zur Veränderung der Wirkung des Ein- 70 zeigt.
In Fig. 15 ist eine Anordnung im Mikrophongehäuse dargestellt, bei der ein Magnet 76 mittels
durchbrochenem Topf 77, der Polplatte 78 und dem Joch 79 in Form eines Hohlzylinders zur Herstellung
des magnetischen Feldes für die Schwingspule im Luftspalt 80 dient. Für den Druckgradienten sind die
Kanäle 81 (Luftstöpsel M5, RS) wirksam. Diese ermöglichen
den Schalldurchtritt an der Rückseite der Membran durch die Durchbrechungen des Topfes 77
ins Freie. Für die Druckkomponente sind der durch die Kappe 85 gegenüber dem Joch 79 gebildete Spalt
86, die Luftkammer 87 und der Luftstöpsel 88 mit der Luftkammer 89 wirksam. Fig. 16 gibt die mit
einem Mikrophon gemäß der Erfindung erzielten Frequenzkurven für verschiedene Schalleinfallsrichtungen
wieder. Die Kurve α wurde bei einem Einfallswinkel von 0°, die Kurve b von 90° und die
Kurve c von 180° erhalten.
Die Fig. 1 bis 15 zeigen durchweg dynamische Mikrophone,
die eine oder mehrere Bohrungen im Joch (Bolzen) des Magnetsystems aufweisen. Es hat sich
herausgestellt, daß mitunter störende, die Linearität der Freqenzcharakteristik beeinflussende Erscheinungen
dadurch auftreten, daß die Tauchspule der Membran die niedrige Luftkammer hinter der Membran
in zwei flache Luftpolster teilt, die akustisch nur durch den Umweg um die Tauchspule herum miteinander
in Verbindung stehen. Bei Bewegung der Membran zufolge des Schalldruckes an der Außenseite
muß die Luft aus der ringförmigen, außerhalb der Tauchspule liegenden Luftkammer zunächst um die
Tauchspule herum in die hinter dem kuppeiförmigen Mittelteil der Membran gelegene niedere Luftkammer
strömen, um dann endlich durch die Bohrungen im Joch des Magnetsystems an der Rückseite der Membran
ins Freie zu gelangen.
Weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Mikrophons besitzen nun sowohl Kanäle, die aus der hinter dem kuppeiförmigen Mittelteil der Membran
liegenden niedrigen Luftkammer durch das Joch führen, als auch Kanäle, die aus der niedrigen Luftkammer
hinter der ringförmigen Randzone der Membran ins Freie führen. In einigen Fällen hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, die Entlüftung der genannten niedrigen Luftkammer hinter der Membran nicht
durch das Joch, sondern allein durch Bohrungen (Kanäle), welche aus der außerhalb der Tauchspule liegenden
niedrigen Luftkammer ins Freie münden, vorzunehmen.
In Fig. 17 und 18 ist eine Ausführungsform eines derartigen dynamischen Mikrophons dargestellt. Mit
15 ist die Membran mit kuppeiförmigem Mittelteil mit nachgiebiger Randzone 101 und Tauchspule 16
bezeichnet. Die Einspannung der Membran erfolgt mittels Befestigungsring und Schrauben 49. Das Gehäuse
8 ist topfförmig ausgebildet und durch eine Polplatte 12 abgeschlossen. In der Mitte desselben
befindet sich ein Dauermagnet 10, der sich in einem zylindrischen Joch 11 fortsetzt. Dieses Joch weist
zwei bis vier Kanäle-21 von 0,8 bis 1,4 mm Durchmesser auf, durch welche Luft aus der ringförmigen,
außerhalb der Tauchspule liegenden niedrigen Luftkammer zunächst nur über den Umweg um die Tauchspule
16 herum ins Freie strömen könnte. Erfindungsgemäß wird nun durch Anordnung von zwei bis vier
Schrauben 102 mit koaxialen Bohrungen (0,8 bis 1,4 mm Durchmesser) ein zweiter Weg zur Entlüftung
der niedrigen Luftkammer außerhalb der Tauchspule geschaffen. Der Topf 30 drückt zur Bildung einer Luftkammer über eine Gummischeibe 31
und eine Ringscheibe 32, welche der Herstellung eines akustischen Reibungswiderstandes dient, gegen die
Polplatte 12. Der Luftspalt zwischen Ringscheibe und Polplatte ist mittels der Schraube 105 einstellbar.
Das topfförmige Gehäuse 8 wird durch einen Topf 34 abgeschlossen, in welchen ein Rohr 37 eingesetzt
ist, das in eine Luftkammer 44 einmündet. In das Joch 11 ist eine Zentralschraube 104 aus nichtmagnetischem
Material mit einer Bohrung eingebracht. In diese Schraube ist eine weitere kleine Zentralschraube
105 mit einer Bohrung von etwa 1 mm Durchmesser und 12 mm Länge eingeschraubt, welche eine Scheibe
19 mit Bohrung zur Bildung einer mit Dämpfungsmaterial gefüllten Luftkammer 20 hält. Mit 106 sind
die Anschlußdrähte der Tauchspule bezeichnet.
In den Fig. 19 bis 21 sind weitere Ausführungsmöglichkeiten schematisch dargestellt. Fig. 19 zeigt
eine Ausführung ohne Kanäle im Joch; Fig. 20 entspricht der Anordnung nach Fig. 19 mit einer zusätzlichen,
ringförmigen Membran m, und Fig. 1 zeigt eine Anordnung mit einer zusätzlichen Membran
ml, welche ohne Beeinflussung der Frequenzcharakteristik einen Schutz vor Feuchtigkeit und
Staub ergibt.
Um die akustischen Vorgänge genauer zu erläutern, sind in Fig. 22 deren wichtigste Elemente dargestellt.
Hinter der Membran mit kuppeiförmigem Mittelteil M und ringförmiger Randzone MlRl befinden
sich die Luftkammern D bzw. D1. Durch die
Tauchspule T wird gegenüber dem Joch / ein Luftspalt mit der akustischen Masse M 2 und dem Reibungswiderstand
2? 2 und gegenüber der Magnetplatte P ein Luftspalt mit der akustischen Masse M 3
und dem Reibungswiderstand R3 gebildet. Im Joch / ist eine Bohrung strichliert eingezeichnet, die eine
akustische Masse M4 und einen Reibungswiderstand
i?4 enthält. In der Magnetplatte P ist eine strichliert eingezeichnete Hülse mit der akustischen Masse M 5
und dem Reibungswiderstand R 5 vorgesehen. Es können auch mehrere Bohrungen parallel angeordnet
sein. Man hat es dabei in der Hand, durch die Anzahl und Dimensionierung der Kanäle die akustischen
Vorgänge weitgeheridst zu beeinflussen. Die Kanäle können auch verschieden lang ausgebildet werden,
es ist dann nur darauf Bedacht zu nehmen, daß deren Querschnitt entsprechend dimensioniert wird, damit
die transformierte Masse gleich bleibt.
In Fig. 23 sind Frequenzcharakteristiken dargestellt, die bei Anwendung der vorstehenden Richtlinien
erzielbar sind. Die mit α bezeichnete Frequenzkurve ist für 0° Schalleinfall, b für 90° und c für
180° gültig.
In den Fig. 17 und 18 ist ferner eine besonders zweckmäßige elastische Aufhängung des Mikrophons
dargestellt. Der die funktionsmäßig wichtigsten Elemente des Mikrophons tragende Teil, der insbesondere
die Membran enthält, ist mittels Federn 111 elastisch gelagert. Zweckmäßig sind am Mikrophongehäuse
8 zwei Leisten 110 befestigt, deren jedes abgewinkelte Ende mit einer Blattfeder 111 verbunden
ist. Die anderen Enden der vier Blattfedern 111 sind auf im Schutzgehäuse 112 des Mikrophons angeordneten
Konsolen 113 befestigt, so daß das Mikrophon nur von den vier Blattfedern gehalten ist. Auf den
Konsolen 113 ist ferner ein federnder Bügel 114 angeordnet, der Dämpfungselemente 115 für das Mikrophongehäuse
8 trägt. Diese Lagerung ist so bemessen, daß die Eigenfrequenz des von den Blattfedern
getragenen Mikrophons unterhalb der Grenzen des Übertragungsfrequenzbereiches liegt. Durch diese
90Ϊ 710/376
Claims (9)
1. Dynamisches Mikrophon mit beidseitig beaufschlagter Membran, mit bevorzugt einseitiger
Richtcharakteristik, mit nur einem Mikrophonsystem, bei dem hinter der Membran eine niedrige
Luftkammer angeordnet ist, die mit bei dynamischen Druckempfängern üblichen akustischen
Impedanzen gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß von der niedrigen Luftkammer an der Rückseite
der Membran mindestens ein Rohr zum äußeren Schallfeld führt, dessen Länge und Querschnitt
so bemessen sind, daß es eine gegenüber seinem akustischen Reibungswiderstand überwiegende
akustische Masse enthält, durch welche die Resonanzfrequenz der Anordnung an die untere
Grenze des vom Mikrophon zu übertragenden Frequenzbereiches verschoben ist (Massehemmung)
.
2. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Rohr aus dem
hinter der Membran innerhalb der Tauchspule gelegenen Teil der niedrigen Luftkammer zum
äußeren Schallfeld führt (Fig. 1, 2).
3. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Rohr aus dem
hinter der Membran außerhalb der Tauchspule gelegenen Teil der niedrigen Luftkammer zum
äußeren Schallfeld führt (Fig. 19, 20).
4. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Rohr sowohl
aus dem hinter der Membran innerhalb der Tauchspule gelegenen Teil der niedrigen Luftkammer
als auch aus dem außerhalb der Tauchspule befindlichen Teil der niedrigen Luftkammer
zum äußeren Schallfeld führt (Fig. 17, 18, 21, 22).
5. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die zum äußeren
Schallfeld führenden Rohre an ihren Austrittsöffnungen von einer akustisch unwirksamen Membran
abgedeckt sind.
6. Mikrophon nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrquerschnitt
mechanisch veränderbar ist.
7. Mikrophon nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine der mit der niedrigen Luftkammer hinter der Membran für den Druckempfängerteil gekoppelten
akustischen Impedanzen in an sich bekannter Weise regelbar ist.
8. Mikrophon nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise zwei oder mehrere Mikrophone gleichzeitig in beliebiger Anordnung verwendet
werden, wobei durch elektrische Schalt- bzw. Regelorgane die Richtcharakteristik der Kombination
beeinflußt wird.
9. Mikrophon nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch die an sich bekannte
Kombination zweier Mikrophone, deren maximale Empfindlichkeit in entgegengesetzter Richtung
liegt, deren Ausgangsspannungen mit Hilfe von elektrischen Schalt- bzw. Regelelementen, sowohl
in der Phase als auch in der Amplitude, auch durch Fernsteuerung, regelbar sind, zum Zwecke,
kugel-, nieren- und achterförmige Summencharakteristik sowie alle Zwischenstellungen in Stufen
oder gleitend einzustellen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
" Deutsche Patentschrift Nr. 861859;
" Deutsche Patentschrift Nr. 861859;
österreichische Patentschriften Nr. 164 220,
967, 163 965;
967, 163 965;
schweizerische Patentschrift Nr. 164 583;
französische Patentschrift Nr. 1 018 621;
USA.-Patentschrift Nr. 2 549 963;
Electronics, Bd. 15, I, 1942, S. 31 bis 33 und 91
bis 93.
französische Patentschrift Nr. 1 018 621;
USA.-Patentschrift Nr. 2 549 963;
Electronics, Bd. 15, I, 1942, S. 31 bis 33 und 91
bis 93.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 909 710/376 1.60
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