DE612285C - Bohrwinden- und Drehtischantrieb fuer Tiefbohrungen - Google Patents
Bohrwinden- und Drehtischantrieb fuer TiefbohrungenInfo
- Publication number
- DE612285C DE612285C DEN33519D DEN0033519D DE612285C DE 612285 C DE612285 C DE 612285C DE N33519 D DEN33519 D DE N33519D DE N0033519 D DEN0033519 D DE N0033519D DE 612285 C DE612285 C DE 612285C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shaft
- drive
- gear
- differential
- winch
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005553 drilling Methods 0.000 title claims description 10
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 9
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 9
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 9
- 241000239290 Araneae Species 0.000 claims description 8
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 14
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 4
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000005755 formation reaction Methods 0.000 description 2
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 2
- 229910000906 Bronze Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- 239000010974 bronze Substances 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 210000001520 comb Anatomy 0.000 description 1
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 1
- KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N copper tin Chemical compound [Cu].[Sn] KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000003129 oil well Substances 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B3/00—Rotary drilling
- E21B3/02—Surface drives for rotary drilling
- E21B3/04—Rotary tables
- E21B3/06—Adaptation of rotary draw works to drive rotary tables
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
Die Erfindung· bezieht sich, auf Vorrichtungen
zum Antrieb der Bohrwinde und des Drehtisches bei Tiefbohrern, die mit mehreren Geschwindigkeiten arbeiten. Solche Vorrichtungen
kommen insbesondere beim Bohren von Tiefbrunnen, also beispielsweise insbesondere
zur Ausführung von Erdölbohrungen, zur Anwendung.
Für Tiefbohrungen verwendet man ein Bohrgestänge, welches, um dem am unteren
Ende sitzenden Bohrkopf die erforderliche Drehung zu geben, über Tage, d.h. von der
Erdoberfläche aus angetrieben wird. Dieses Bohrgestänge wird in einem Bohrturm an
einem Kabel aufgehängt. Das Kabel läuft auf einer Trommel. Bei der hier in Frage
kommenden Vorrichtung zur Regulierung und Steuerung der Geschwindigkeiten wird das
mit dem Bohrgestänge auf dem Bohrkopf lastende Gewicht dem Drehmoment des Bohrgestänges
so angepaßt, daß bei Veränderungen des der Drehung des Bohrkopfes entgegenstehenden
Widerstandes ein Abdrehen oder Verwürgen des Bohrgestänges vermieden
wird.
Bei Ausführung einer Tiefbohrung trifft man auf die verschiedensten Steinformationen,
beispielsweise auf losen Sand, auf zähen Lehm oder Ton oder auf hartes Gestein. Um wirksame Arbeit leisten zu können, muß man bei Tiefbohrungen den verschiedensten
Verhältnissen, die sich beim Durchdringen der obengenannten Formationen ergeben, Rechnung tragen. Die Drehgeschwindigkeit
bzw. das Drehmoment des Bohrgestänges muß zu dem auf dem Bohrkopf ruhenden Gewicht ein gewisses Verhältnis
besitzen, das in weiten Grenzen entsprechend der Verschiedenartigkeit des zu .durchbohrenden
Gesteins veränderlich ist. Man hat zu diesem Zwecke bereits verschiedene Arten von Regulier- oder Steuervorrichtungen gebaut,
auch solche, bei welchen ein Differentialrädergetriebe, sei es mit Kegelräder- oder mit
Stirnräderantrieb, zur Anwendung kam. Allein ihre Bauart war oft wenig übersichtlich und
kostspielig.
Vorliegende Erfindung sieht nun die Schaffung einer Regulier- oder Steuervorrichtung
vor, bei welcher als Differential zwischen einer den Antrieb aufnehmenden und einer
den Antrieb weitergebenden Welle fein Stirnräderdifferential vorgesehen ist, das teils auf
der einen und teils auf der anderen Welle drehbar gelagert ist und einerseits mit einem
zentral sitzenden, auf der Welle befestigten Stirnzahnrad, sowie anderseits mit einem
ebenfalls zentral sitzenden, auf der angetriebenen Welle befestigten weiteren Stirnzahnrad
kämmt, während am Differential selbst ein
Stirnzahnrad zur Übertragung des Antriebes auf eine Kupplungsräderwelle fest angebracht
ist.
Erfindungsgemäß besteht das Differential aus einem sternartigen Gebilde, kurz Armkreuz
genannt, das aus zwei miteinander verbolzten Hälften gebildet ist und an dessen Armenden je ein Stufenzalmrad drehbar gelagert
ist, dessen- kleinerer Zahnkranz mit ίο einem Triebrad auf der Antriebswelle und
dessen größerer Zahnkranz mit einem Triebrad auf der angetriebenen Welle in Eingriff
steht.
Weitere Aufgaben und die besonderen Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung sowie einer auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellten, besonders
bevorzugten Ausführungsform. ( Es zeigt
Abb. ι eine Bohranlage mit einer Regulieroder
Steuervorrichtung nach der Erfindung, Abb. 2, von oben gesehen, einen Drehtischantrieb
mit Regulier- oder Steuervorrichtung nach, der Erfindung,
Abb. 3 eine im Sinne der Erfindung gebaute Regulier- oder Steuervorrichtung von oben
gesehen,
Abb. 4 dieselbe von der Seite gesehen, Abb. 5 einen Schnitt etwa nach Linie 5-5
der Abb. 4,
Abb. 6 einen Schnitt ungefähr nach Linie 6-6
der Abb. 4,
Abb. 7 einen Schnitt etwa nach der Linie 7-7 der Abb. 3,
Abb. 8 in Ansicht und zum Teil im Schnitt die Vorrichtung zur Betätigung der Kupplung
des den Drehtisch treibenden Kettenrades.
In der hier zur Darstellung gebrachten Ausführungsform zeigt 1 einen Bohrturm und 2
den Boden, . auf welchem ein Drehtisch 3 irgendeiner Bauart und eine Winde 4 mit Antrieb
für diesen Drehtisch angeordnet sind.
Die Winde 4 mag von irgendeiner beliebigen zweckentsprechenden Bauart sein. Ein
Motor oder irgendeine Antriebsmaschine 5 ist außerhalb des Bohrturmes 1 untergebracht,
und zwischen der Antriebsmaschine 5 und der Winde 4 ist eine Vorrichtung 6 zur. Steuerung
und Regulierung der Bohrarbeit angeordnet. Die Antriebsmaschine 5 ist mit dem Triebkettenrad
8 und der Regulier- oder Steuervorrichtung 6 durch eine Kette 7 verbunden. Die Reguliervorrichtung 6 ist durch das Triebkettenrad
9, durch eine Kette 10, durch ein auf der Triebwelle 12 der Winde 4 sitzendes
Zwischenräderpaar 11 und durch eine Kette 13 mit dem Triebkettenrad 14 des Drehtisches
3 verbunden.
Die Regulier- oder Steuervorrichtung 6 ist an dem zum Antrieb der Winde dienenden
Kettenrad 15 durch, eine Kette 16 mit dem auf
der WindentriebweUe 12 sitzenden Kettenrad
17 verbunden. Die Triebwelle 12 ist durch
mehrere Kettentriebe 19, 20 und 21, die zwischen
WindentriebweHe 12 und Trommelwelle
18 einen Antrieb der Seiltrommel 22 mit
mehreren Geschwindigkeiten ermöglichen, verbunden. Ein Kabel 23 zum Halten des Bohrgestänges
24 ist über den Aufsatz 26 (Krone) des Bohrturmes 1 geleitet und auf die Windentrommel
22 aufgewickelt, so daß das Bohrgestänge 24 und der daran sitzende Bohrkopf 25 ihre Unterstützung bzw. ihren Halt entweder
auf dem Grunde des Bohrloches oder durch das auf die Windentrommel aufgewickelte
Kabel 23 finden.
Die Regulier- oder Steuervorrichtung 6 weist nun erfindungsgemäß folgende Konstruktion
auf:
Ein Gehäuse 27 wird in drei Teile aufgeteilt, in ein unteres Getriebegehäuse 27«, ein
mittleres 27^ und einen Gehäusedeckel %7C,
Das untere Gehäuse 27^ zeigt einen Bodenflansch
28, durch welchen mehrere Bolzen hindurchgezogen werden zur Verankerung auf den Schwellen 29. Das Gehäuse 27° enthält
normalerweise vier Wellen, eine Differentialgetriebewelle
30, eine Kupplungsräderwelle 31, eine Triebwelle 32 und eine Reduktionswelle 33 für Motorantrieb. Die drei Teile des
Gehäuses 27 ergeben sich durch. Teilung in Ebenen, von denen die eine durch, die Mitte
der Wellen 30, 31 tind die andere durch die
Mitte der Triebwelle 32 gelegt ist. Die drei Teile des Gehäuses 27 sind da, wo sie aufeinänderzuliegen
.kommen, geflanscht und zur Erreichung gänzlicher Flüssigkeitsdichtigkeit
fest miteinander zusammengeschraubt. Die Differentialwelle 30 ist in dem Gehäuse 27
untergebracht, und auf dieser Welle ist auf Rollenlagern 36 eine Hohlwelle 35 gelagert.
Welle 30 und Hohlwelle 3 5 ■ ruhen auf den Rollenlagern 37 und 38. Diese letzteren sind
in den Lagerbüchsen 39 und 40 untergebracht, die mit den Gehäuseteilen 27", 27* aus einem
Stück geschaffen sind.
Auf der Differentialwelle 30 ist zu ihrem Antrieb ein Stirnzahnrad 41 vorgesehen. Dieses
ist mit der Welle 30, wie bei 42 angedeutet, fest verbunden. Die Hohlwelle 3 5 trägt das
fest mit ihr verkeilte Stirnzahnrad 43. Drei Stufenzahnräder 44, 45 und 46 sind mit Rollenlagern
47 auf Wellen 48 montiert. Die Wellen 48 sitzen an den Enden des Armkreuzes 49. Dieses besteht aus zwei miteinander verbolzten
Hälften und sitzt auf der Hohlwelle 3 5 mit einem Rollenlager 50 und auf der Difjerentialwelle3o
mit einem Rollenlager 51. Der auf der Differentialwelle sitzende Teil des Armkreuzes
49 trägt ein Stirnzahnrad 52. Dieses ist mit dem Armkreuz 49 verschraubt und fest
verkeilt.
Für den Antrieb der Reguliervorrichtung 6 mit Dampf-, Gas- oder ähnlichen Maschinen
ist mit der Hohlwelle 3 5 außerhalb des Gehäuses 27, wie- bei 53 dargestellt, ein Kettenrad
8 verkeilt. Dieses wird von der Maschine 5 aus mittels Kette 7 angetrieben.
Für den Antrieb der Reguliervorrichtung 6 mit einem Elektromotor ist im Gehäuse 27
die Reduktionswelle 33 eingelagert. Diese ruht auf den Ronenlagern 54. Die Reduktionswelle
33 ist mit der Trieb welle 3 5 durch ein Stirnzahnrad 55 verbunden. Das Stirnzahnrad
55 ist fest auf Welle 33 verkeilt in einer Stellung, daß es mit einem mit der Hohlwelle
3 5 bei 57 fest verkeilten Stirnzahnrad 56 kämmen muß. Soll die Konstruktion nur
für einen Antrieb mittels einer Gas-, Dampfoder einer ähnlichen Maschine ausgeführt werden,
so kann das für Motorantrieb in Frage kommende Zahnrad durch ein Distanzstück ersetzt werden, welches an Stelle des Zahnrades
56 auf die Welle 35 fest aufgekeilt wird. Das für den Drehtischantrieb in Frage
kommende Kettenrad 9 ist auf der Differentialwelle 30 mit einem Rollenlager 58" montiert.
Eine auf der Welle 30 längs eines Keiles 59 verschiebbare Klauenkupplung 58 ermöglicht
die Kupplung des Kettenrades 9 mit der Differentialwelle 30.
Eine Klauenkupplung 60 ist auf das entgegengesetzte Ende der Differentialwelle 30
verschiebbar aufgekeilt, wie bei 61 angedeutet, und läßt sich mit der mit dem Kettenrad 8 aus
' einem Stück geschaffenen Klauenkupplung 62 in Eingriff bringen, wenn der Differentialwelle
30 direkter Antrieb erteilt werden soll.
Als besonderes Beispiel für die Differentialwellenzusammenstellung
seien die nachstehenden Zahnräderübersetzungen angegeben.
Zahnrad 41 ist ein 33zähniges Rad und Zahnrad 43 ein solches mit 45 Zähnen. Die
Stufenzahnräder 44, 45 und 46 sind mit den Zahnkränzen 63 bzw. 64 versehen. Diese
Zahnkränze kämmen mit den Zahnrädern 41 und 43. Zahnrad 63 weist 37 und Zahnrad 64
25 Zähne auf. Zahnrad 52, auf dem Wellenende
des Armkreuzes 49 sitzend, hat 64 Zähne und kämmt mit einem auf die Kupplungsräderwelle
31 aufgekeilten 44zähnigen Rad 65.
Das für Motorenantrieb in Frage kommende Zahnrad 56 hat 68 und das mit ihm kämmende
Zahnrad 55 16 Zähne. Kettenrad 8 ist
I9zähnig, während Kettenrad 9 24 Zähne aufweist.
Die Kupplungsräderwelle 31 ist in den geteilten
Lagerbüchsen 67 auf Rollenlagern 66 gelagert. Das dem Antrieb der Kupplungsräderwelle
dienende Zahnrad 65 ist auf die Kupplungsräderwelle 31 bei 68 fest verkeilt.
Die Kupplungsräderwelle trägt vier Stirnzahnräder 69, 70, 71, 72. Zweckmäßig haben
die Räder 69, 70, 71 und 72 je 21, 25, 28 oder
31 Zähne. Die Räder 69, 70, ■ 71- sind mit
Bronzebuchsen 73 auf der Welle 31 gelagert. Das Schnellauf ende Rad 72 jedoch ruht mittels
Rollenlager 74 auf Welle 31.
Auf die Kupplungsräderwelle 31 sind zwei
doppelseitige Klauenkupplungen 75 und 76 mittels der Keile 77 und 78 axial verschiebbar
aufgekeilt. Die doppelseitige Klauenkupplung 7 S ist auf der Welle 31 zwischen den für den
kleinen Gang und den zweiten Gang in Frage kommenden Zahnrädern 69, 70 gelagert, während
die doppelseitige Klauenkupplung 7 6 auf der Welle 31 zwischen dem Zahnrad 71 für
den dritten Gang und dem Zahnrad 7 2 für den großen Gang montiert ist.
Klauenkupplung 75 zeigt die Kupplungsflächen 79 und 80, die mit den Kupplungsflächen 81 und 82 der für den kleinen Gang
und den zweiten Gang in Frage kommenden Zahnräder 69 und 70 in Eingriff gebracht
werden können. Die Kupplungsflächen 83 und 84 der Klauenkupplung 76 können mit
den Kupplungsflächen 85 und 86 der für den dritten Gang und für den großen Gang in
Betracht kommenden Zahnräder 71, 72 in Eingriff gebracht werden. Die Kupplungen 75, 76
können in eine Mittelstellung gebracht werden, so daß sie mit keinem der Zahnräder
^9) 70, 71, 72 in Eingriff zu stehen kommen.
Die Wirkungsweise der Regulier- oder Steuervorrichtung 6 ist folgende:
Die Hohlwelle 3 5 wird entweder vom Kettenrad 8 aus oder von der Reduktionswelle 33
aus betrieben. Das Gewicht des Bohrgestänges 24 hält das Armkreuz 49 in Stellung oder
zieht es vielleicht ein wenig zurück. Durch dieses Halten des Armkreuzes 49 wird Triebrad
43 gezwungen, die Stufenräder 44 zu drehen, und diese wiederum müssen das Zahnrad
41 drehen, welches, da es mit der Differentialwelle 30 verkeilt ist, die Welle 30 in
derselben Richtung wie die Hohlwelle drehen muß. Bei dem angegebenen Übersetzungsverhältnis
beträgt die Geschwindigkeit der Welle 30 das Zweifache der Hohlwelle 35. Ist die
Kupplung 5 8 eingerückt, also das für den Drehtischantrieb in Frage kommende Kettenrad
9 eingekuppelt, so muß sich dieses entsprechend mitdrehen. Das Kettenrad 9 muß den Drehtisch, da es durch die Kette 10, durch
das Zwischenräderpaar 11 und durch die Kette 13 mit dem zum Drehtisch gehörigen Kettenrad
14 verbunden ist, in drehende Bewegung und somit auch das Bohrgestänge 24 und den
Bohrkopf 25 in Drehung versetzen. Wenn der Bohrkopf 25 auf einen Widerstand trifft, der
größer ist als der für die betreffende Drehgeschwindigkeit des Bohrgestänges 24 zulässige,
wird sein Gang verzögert, während die Geschwindigkeit der Hohlwelle 35 jedoch
konstant bleibt. Der so zustande gekommene Geschwindigkeitsunterschied bewirkt, daß das
Armkreuz 49 sich vorwärts dreht, was eine Drehung des Zahnrades 65 sowie der KupplungsräderweLJe
31 zur Folge hat. Die Rupplungsräderwelle
31 muß, da sie mit der Welle 32 durch irgendeine der Zahnradübersetzungen
gekuppelt ist, das für den Antrieb der Winde in Frage kommende Kettenrad in Drehung
setzen und somit die Windentrommel 22 durch irgendeine mit der mit den Kettenrädern
19,20 oder 21 (sitzend auf der Windentriebswelle
12) möglichen Übersetzungen drehen. Durch diesen Vorgang ergibt sich ein
Aufholen des Bohrkopfes 25 und somit eine Entlastung, die dem Drehtisch 3 die Möglichkeit
gibt, seine volle Geschwindigkeit wieder aufzunehmen und den Bohrkopf weiter nach
unten arbeiten zu lassen. Der Erfolg ist, daß zwischen den die Drehung des Bohrgestänges
24 bewirkenden Kräften und der mittels des Differentials sitzend auf der Differentialwelle 30
das Aufholen des Bohrgestänges 24 bewirkenden Kraft ein Gleichgewichtszustand erhalten
wird, derart, daß das mit dem Bohrgestänge 24 auf dem Bohrkopf 25 lastende Gewicht gerade
genügt, um das durch den Drehtisch auf' das Bohrgestänge 24 ausgeübte Drehmoment
im Gleichgewicht zu erhalten. Da im Bohrgestänge 24 ein beträchtlicher Zug herrscht, wird das Kabel 23 immer unter
einer Spannung gehalten, die bestrebt ist, das Bohrgestänge 24 aufzuholen. Diese Kraft wird
jedoch den Bohrkopf 25 erst dann aufholen, wenn der ganze Zug des Bohrgestänges 24
aufgenommen worden ist. Das Aufnehmen des Zuges des Bohrgestänges 24 ergibt eine
Entlastung des sich drehenden Bohrkopfes 25 von dem daraufliegenden Druck, und auf
diese Weise wird im praktischen Betriebe bei Anwendung der Regulier- oder Steuervorrichtung
gemäß der Erfindung ein bestimmtes. Verhältnis zwischen Aufzug und Drehmoment hergestellt.
Sollte es vorkommen, daß der Bohrkopf 25 auf einen seine Drehung unmöglich machenden
Widerstand trifft, so wird sich das Armkreuz 49 in derselben Richtung wie die Hohlwelle
35, jedoch mit der doppelten Geschwindigkeit der Hohlwelle 35, drehen und demzufolge
den Bohrkopf 25 im Bohrloch gegenüber dem einen außergewöhnlichen Widerstand ergebenden
Hindernis schnell aufholen, um, wenn sich der Bohrkopf im Bohrloch festfrißt, jede Möglichkeit eines Abdrehens oder Verwürgens.
des Bohrgestänges auszuschließen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Bohrwinden- und Drehtischantrieb für Tiefbohrungen,. bestehend aus einem zwischen Antriebsmaschine und Bohrwinde angeordneten, völlig gekapselten mehrgängigen Getriebe mit eingebautem Differential, Antrieb des Drehtisches von der Differentialräderwelle aus und Antrieb der Bohrwinde vermittels einer besonderen Kupplungsräderwelle, dadurch gekennzeichnet, daß als Differential zwischen einer den Antrieb aufnehmenden Welle (35) und einer den Antrieb weitergebenden Welle (30) ein Stirnräderdifferential vorgesehen, teils auf der einen und teils auf der anderen Welle drehbar gelagert ist und einerseits mit einem zentral sitzenden, auf der einen Welle (35) befestigten Stirnzahnrad (43) sowie anderseits mit einem ebenfalls zentral sitzenden, auf der getriebenen WeBe (30) befestigten Stimzahnrad (41) kämmt, während am Differential ein Stirnzahnrad (52) zur Übertragung des Antriebes auf die Kupplungsräderwelle (31} fest angebracht ist. -:
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Differential aus einem Armkreuz besteht (49), das aus zwei miteinander verbolzten Hälftengebildet wird und an dessen Armenden je ein Stufenzahnrad drehbar gelagert ist, dessen kleinerer Zahnkranz mit. einem Triebrad (43) auf der Hohlwelle (35) und dessen größerer Zahnkranz mit einem Triebrad (41) auf der Differentialwelle (30) kämmt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US612285XA | 1931-06-01 | 1931-06-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE612285C true DE612285C (de) | 1935-04-18 |
Family
ID=22034456
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN33519D Expired DE612285C (de) | 1931-06-01 | 1932-04-02 | Bohrwinden- und Drehtischantrieb fuer Tiefbohrungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE612285C (de) |
-
1932
- 1932-04-02 DE DEN33519D patent/DE612285C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3424999C2 (de) | Schlitzwandfräse | |
| DE2162314B2 (de) | Erdbohrmaschine | |
| DE3545822A1 (de) | Wendekupplungsanordnung fuer bootsantriebe | |
| DE4134722C3 (de) | Freifallwinde | |
| DE3445492C2 (de) | Bohrköpfe zum Bohren im Gestein | |
| EP1124037A1 (de) | Bohrvorrichtung | |
| DE612285C (de) | Bohrwinden- und Drehtischantrieb fuer Tiefbohrungen | |
| DE102008034083B4 (de) | Erdbohrvorrichtung | |
| DE938603C (de) | Drehbohrmaschine, insbesondere Gesteinsdrehbohrmaschine | |
| DE880103C (de) | Antrieb fuer gegenlaeufige Luftschrauben | |
| DE449594C (de) | Antriebs- und Regelvorrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrmaschinen | |
| AT120065B (de) | Einrichtung zum Regeln des Bohrvorschubes bei Tiefbohranlagen. | |
| AT142007B (de) | Drehend wirkende Tiefbohrvorrichtung. | |
| DE632491C (de) | Windwerk fuer Rotarytiefbohren | |
| DE752960C (de) | ||
| DE969891C (de) | Tiefbohranlage mit zwei Antriebsmotoren | |
| DE934162C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Nachlassen des Gestaenges bei drehenden Tiefbohranlagen | |
| DE1224229B (de) | Verfahren zum Bohren bzw. Erweiterungsbohren im Erdreich und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE472527C (de) | Antrieb, insbesondere fuer drehendes Tiefbohren | |
| AT150738B (de) | Drehbohrvorrichtung. | |
| DE117583C (de) | ||
| DE292500C (de) | ||
| DE699301C (de) | Antrieb fuer Rotary-Tiefbohranlagen | |
| DE630309C (de) | Antriebsvorrichtung fuer Bagger | |
| DE625651C (de) | Bohrkran mit Nachlassvorrichtung |